• Titel

    Redaktion

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  • Business: Herbstfest mit zahnmedizinischen Innovationen

    Redaktion

    Henry Schein Dental Austria begeisterte ihre Kunden mit informativem und unterhaltsamen Programm und knüpft damit an Vorjahreserfolg an.

  • News: Neue Beschichtungstechniken für Titanimplantate

    Redaktion

    Thüringer Forschungsverbund entwickelt Implantate mit bioaktiver Titanoxidschicht.

  • Science: Orale Modetrends und ihre Folgen - eine multidisziplinäre Herausforderung

    Dr. Brigitte Zimmerli, Schweiz

    Mit der gesellschaftlichen Akzeptanz von Piercings im Mund- und Gesichtsbereich steigen auch die Anforderungen bezüglich Informationsvermittlung und spezieller Mundhygieneinstruktionen durch das zahnärztliche Team. Bei Komplikationen ist ein multidisziplinäres Wissen des Teams gefordert. Von Dr. Brigitte Zimmerli, Schweiz.

  • 4. Internationaler Kongress für Ästhetische Chirurgie und Kosmetische Zahnmedizin

  • Business: Nordische Meister der Zahnheilkunde

    Daniel Zimmermann, DTI

    Eine sozial verantwortliche Firma mit einer klaren Vision zu sein, ist eine Sache. Über 40 Jahre lang an der Spitze der Dentalwelt mitzumischen, eine andere. Der finnische Dentalhersteller Planmeca scheint beide Kategorien zu erfüllen. Ein Beitrag von Daniel Zimmermann, DTI

  • Business

    Redaktion

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  • International Events

    Redaktion

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  • Events: 3. „Competence in Esthetics“ in Wien begeisterte

    Redaktion

    Im November 2011 begrüsste Ivoclar Vivadent rund 1.300 Zahnärzte und Zahntechniker aus 27 Ländern zum 3. Ästhetik-Symposium des Dentalunternehmens im Austria Center Vienna, Wien. Über 23 nationale und internationale Dentalaussteller freuten sich über den großen Andrang.

  • User Report: Sofortbelastung in der ästhetischen Zone

    Dr. Jürgen Schmidt, Buchholz

    Sichere Vorgehensweise bei Sofortversorgung ohne größere Augmentationen und bei hoher Primärstabilität. Eine Fallstudie von Dr. Jürgen Schmidt, Buchholz

  • Industry Report

    Redaktion

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  • Endodontie: Erfolgreicher als je zuvor!

    Priv.-Doz. Dr. David Sonntag

    Statement von Priv.-Doz. Dr. David Sonntag*

  • Endo Products

    Redaktion

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  • Endo News

    Redaktion

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  • User Report: Schallbasierte Spülung im Wurzelkanal

    Dr. Guiseppe Squeo

    In der Endodontie strebt man nach einem möglichst sicheren und schnellen Resultat. In der Reinigungsphase wird noch nach einem universell anwendbaren Protokoll gesucht. Die Anwendung von Schallinstrumenten für die Aktivierung von Spüllösungen im Wurzelkanal gilt als wichtiger Schritt in diese Richtung. Von Dr. Giuseppe Squeo.

  • User Report: Endodontische Behandlung einer inneren Resorption mithilfe -eines glasfaserverstärkten Composite-Wurzelstiftes

    Dr. Maxim Stosek, Dr. Marián Tulenko, Dr. Jozef Mincik

    Bei einer inneren Resorption kann es aufgrund des großen Substanzverlusts des Zahngewebes zur Schwächung und zum Bruch des betroffenen Zahnes kommen.

Entgelt bezahlt · Pressebuch International 64494 DENTAL TRIBUNE The World’s Dental Newspaper · Austrian Edition Orale Modetrends und Risiken Jede Art von Mundschmuck birgt auch gewisse Gefahren. Bei Komplikationen ist ein multidisziplinäres Wissen des Teams gefordert. Von Dr. Brigitte Zimmerli, 4Seite4ff Schweiz. No. 12/2011 · 8. Jahrgang · Wien, 7. Dezember 2011 · Einzelpreis: 3,00 € Erfolgsgeschichte aus Finnland Planmeca – Ein sozial verantwortliches Unternehmen mit einer klaren Vision. Seit über 40 Jahren gehört es zu den Großen der Dentalbranche. Von Daniel 4Seite 8 Zimmermann, DTI. Faszination Seitenzahnbereich Vom 27. bis 29. April 2012 findet das re- nommierte Internationale Frühjahrs- Seminar in Meran statt. Eine Dentalaus- stellung mit vielen bewährten Produkten 4Seite11 rundet den Kongress ab. ANZEIGE Depotphorese® mit Cupral® Die neue Generation ist da! (cid:135)(cid:3)selbst bei konventionell nicht mehr therapierbaren Zähnen Erfolgsquoten in der Praxis von > 90 %* (cid:135)(cid:3)Stimulierung der Reossi(cid:191) kation (cid:135)(cid:3)keine WSR erforderlich (cid:135) Schonung der Zahnhartsubstanz (cid:13)(cid:3)(cid:39)(cid:61)(cid:61)(cid:3)(cid:24)(cid:22)(cid:15)(cid:3)(cid:20)(cid:28)(cid:28)(cid:27)(cid:30)(cid:3)(cid:61)(cid:48)(cid:46)(cid:3)(cid:20)(cid:20)(cid:18)(cid:21)(cid:19)(cid:19)(cid:19) siehe auch S. 15 MAGIS® macht‘s möglich …. (cid:46)(cid:82)(cid:80)(cid:83)(cid:72)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:93)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:82)(cid:85)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:51)(cid:85)(cid:68)(cid:91)(cid:76)(cid:86) (cid:3)(cid:43)(cid:88)(cid:80)(cid:68)(cid:81)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:80)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:42)(cid:80)(cid:69)(cid:43) (cid:43)(cid:76)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:80)(cid:3)(cid:46)(cid:85)(cid:88)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:24)(cid:3)(cid:243)(cid:3)(cid:39)(cid:16)(cid:22)(cid:20)(cid:19)(cid:25)(cid:20)(cid:3)(cid:36)(cid:79)(cid:73)(cid:72)(cid:79)(cid:71)(cid:18)(cid:47)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:3) (cid:55)(cid:72)(cid:79)(cid:72)(cid:73)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:14)(cid:23)(cid:28)(cid:3)(cid:11)(cid:19)(cid:12)(cid:3)(cid:24)(cid:20)(cid:3)(cid:27)(cid:20)(cid:3)(cid:16)(cid:3)(cid:21)(cid:3)(cid:23)(cid:25)(cid:3)(cid:22)(cid:22)(cid:3) (cid:55)(cid:72)(cid:79)(cid:72)(cid:73)(cid:68)(cid:91)(cid:3)(cid:14)(cid:23)(cid:28)(cid:3)(cid:11)(cid:19)(cid:12)(cid:3)(cid:24)(cid:20)(cid:3)(cid:27)(cid:20)(cid:3)(cid:16)(cid:3)(cid:27)(cid:3)(cid:20)(cid:21)(cid:3)(cid:21)(cid:25) (cid:40)(cid:16)(cid:48)(cid:68)(cid:76)(cid:79)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:73)(cid:82)(cid:35)(cid:75)(cid:88)(cid:80)(cid:68)(cid:81)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:80)(cid:76)(cid:72)(cid:17)(cid:71)(cid:72) (cid:90)(cid:90)(cid:90)(cid:17)(cid:75)(cid:88)(cid:80)(cid:68)(cid:81)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:80)(cid:76)(cid:72)(cid:17)(cid:71)(cid:72) ZWP online im „Quotenhoch“ Auch österreichische Seiten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Mit mehr als 20.000 Zugriffen er- reichte ZWP online Ende November einen neuen Wochenrekord im Hin- blick auf die Userzahlen und Seiten- aufrufe. Damit setzt das Nachrichten- und Informationsportal seine dyna- mische Entwicklung fort. Die Spitzenzugriffszahlen pro Tag lagen dabei oberhalb von 4.500 Usern. Allein in der umfangreichen Bild- und Videodatenbank, dem ZWP online Mediacenter, konnten 6.400 Besuche verzeichnet werden. Auch die Mobile- Version des Portals erlebt besonders seit der durchgängigen Einführung von QR-Codes in den OEMUS MEDIA- Printprodukten eine völlig neue Dynamik. Die User- zahlen aus Öster- reich, Deutschland und der Schweiz ha- ben sich hier in den letzten sechs Wo- chen mehr als ver- doppelt. Mit dieser Bilanz untermauert ZWP online erneut seine Spitzenposi- tion im dentalen Online-Segment. Was macht ZWP online so interes- sant? Das Portal bietet täglich neue Nachrichten mit Links zu verwandten Themen, Zugriff auf über 800 Bilder- galerien und mehr als 200 Videos. Zu- dem gibt es ein Archiv mit über 1.000 Fachartikeln und 4.600 Newsartikeln. Darüber hinaus steht den Nutzern eine E-Paper-Version aller Titel der OEMUS MEDIA AG einschließlich der Dental Tribune Österreich zur Verfügung. DT Mehr Infos: www.zwp-online.info/at Video „Zahnärztliche Assistenz“ als „Gesundheitsberuf“ wird gesetzlich geregelt Zweiter Vizepräsident für die ZÄK Wien soll eingerichtet werden. Gesetz tritt 2013 in Kraft. Von Jürgen Pischel. KREMS – Über 20 Jahre hat es ge- braucht, bis sich die zahnärztlichen Körperschaften, Gewerkschaften und das Gesundheits- wie das Wirt- schaftsministerium einigen konnten, in einem „Zahnärztlichen Assistenz- Gesetz“ das Berufsbild eines Gesund- heitsberufes für die zahnärztliche Assistenz mit einer reglementierten Ausbildung zu schaffen. Damit kön- nen die Zahnarzthelferinnen den bisherigen Status als „Hilfspersonal“ in der Praxis überwinden. Das Gesetz soll 2013 in Kraft treten, eine Ab- schlussprüfung im Lehrberuf „Zahn- ärztliche Fachassistenz“, der seit 2009 ergriffen werden kann, ist in der An- erkennung gleichgestellt. Parallel dazu wird es ebenfalls Änderungen im Zahnärztegesetz wie auch im Zahnärztekammergesetz ge- ben. So soll – trifft nur auf Wien zu – in Bundesländern mit mehr als 1.000 Kammermitgliedern der Posten eines zweiten Vizepräsidenten eingerichtet werden. Erstmalig gewählt werden kann eine zweite Vizepräsidentin oder ein zweiter Vizepräsident drei Monate nach Inkrafttreten des Ge- setzes, also voraussichtlich in 2013. Weiters werden EU-Richtlinien über die Anerkennung von Berufsqualifi- kationen aus Drittstaaten übernom- men, wie auch Regelungen für die „erforderliche Vertrauenswürdig- keit“ zur Berufsausübung als Zahn- arzt konkretisiert werden. So soll Werbung für zahnärztliche Leistun- gen nicht in einer dem „Standesanse- hen beeinträchtigenden Form“ erfol- gen. Bei der Übergabe einer Kassen- planstelle und Weiterbetrieb als wahlärztliche Praxis wird zur Über- gabe und zu Aufbewahrungspflich- ten wie zu der Nutzung von Patien- ten-Dokumentationsunterlagen ein Wahlrecht eingeräumt. Wird die Pra- xis völlig abgegeben, hat der Nach- folger die Aufbewahrungspflichten zu übernehmen. Fortsetzung auf Seite 2 Ł Professionelle Zahnreinigung im Preisvergleich Vorwurf der „Abzocke“, wenn mehr als 75 Euro gefordert werden. BONN/KREMS (jp) – Verlangt der Zahnarzt für eine „Professionelle Zahnreinigung“ (PZR) in Österreich oder Deutschland mehr als 75 Euro, dann wird er von der Finanz-Platt- form „Geld.de“ unter die „Abzocker“ eingestuft. In der Schweiz, so ,Geld.de‘, dürfe die PZR 150 Euro kosten. Nach den Ergebnissen einer Studie von ,Geld.de‘, in die in Öster- reich und Deutschland wie auch in der Schweiz über 1.400 Zahnärzte einbezogen wurden, liegen die Zahn- arzt-Forderungen für die PZR in den Praxen zwischen 30 bis 274 Euro. Vorgegeben war eine „29-jährige Musterpatientin“, die mit gesunden gepflegten Zähnen und wenig Zahn- stein (Nichtraucherin) zur PZR kommt, wenn vorausgesetzt werden könne, dass sie regelmäßig Zahnrei- nigungen durchführen ließe, also zweimal im Jahr. Da ja in der Regel, so ,Geld.de‘, die professionelle Zahn- reinigung von „zusätzlich geschulten Zahnarzthelferinnen“ durchgeführt werde, dürfe, außer in der Schweiz, wo Dentalhygienikerinnen meist die Leistung erbringen, die Kostennote 75 Euro nicht überschreiten. Nach anderen Studien liegen die Durch- schnittsforderungen für die PZR in Deutschland bei 80 bis 95 Euro im Schnitt. Der Präsident der Privatzahn- ärzte in Deutschland (PZVD), Dr. W. Beckmann, sieht in der Studie „schwere handwerkliche Mängel“, die die Kostenkalkulation von ,Geld.de‘ über den Haufen werfe. „Eine PZR kann vom Zahnarzt an qualifizierte Mitarbeiter delegiert werden. Die Leistung setzt also vor- aus, dass der Zahnarzt die Indikation feststellt. Damit kann der Maßnah- menkatalog der PZR sehr unter- schiedlich umfangreich sein. Fortsetzung auf Seite 2 Ł Standespolitik übernimmt ÖGZMK Wahlsieg für Dr. Herbert Haider. Der Präsident der Zahnärztekammer Burgenland, Dr. Herbert Haider, Markt Allhau, hat die Wahl zur Nachfolge von Prof. Dr. Rudolf O. Bratschko, Graz, als Präsident der Österreichischen Gesell- schaft für Zahn-, Mund- und Kieferheil- kunde gewonnen. Haider obsiegte ge- gen den Kandidaten der Wissenschaft, Prof. Dr. Gerwin Arnetzl, Graz. Wissen- schafter aus universitären Kreisen sehen im Wahlsieg eines prominenten Berufs- politikers, dass die bisher in der ÖGZMK gepflegte klare Trennung zwischen Stan- despolitik, Praxis und Wissenschaft nun durchbrochen worden sei. Ein Sprecher einer zahnmedizinischen Abteilung ei- ner großen Universität befürchtet dar- aus auch eine zunehmende Polarisie- rung von Berufspolitik und Universi- täten. Ein Wiener Kammerfunktionär wiederum glaubt, dass mit der Wahl Haiders zum ÖGZMK-Präsidenten auch der Versuch verbunden ist, sich für die Nachfolge von Dr. Dr. H. Westermayer als ÖZÄK-Präsident zu positionieren.
2 Statements & News DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 Ärzte-Kampagne gegen ELGA Offene Flanken für Datenmissbrauch. BONN/KREMS (jp) - Einem Daten- schutz-Gau drohte Österreich zu ver- fallen, wäre die vom Gesundheitsmi- nisterium bevorzugte rasche Einfüh- rung der aktuellen Version der elek- tronischen Gesundheitsakte (ELGA) Realität geworden. Mit Slogans wie „ELGA kostet Sie Ihr letztes Hemd“ hatte die Wiener Ärztekammer eine Kampagne in Zeitungen gestartet, um dem „Spuk“ ein Ende zu bereiten. ELGA ist ein Informationssystem, das Ärzten, Spitälern, Apotheken und Patienten den Zugang zu Gesund- heitsdaten, wie Befunde, Medikation etc. ermöglicht. Dem zentralen „Da- tenklau“, so die Kritiker, werde Tür und Tor geöffnet, weil mehr als 100.000 Personen Zugang zu den „Krankheits- daten“ der Patienten bekämen. In Spitälern hätten sämtliche In- formationen des gerade aufgenom- menen Patienten bis zu 28 Tage ge- speichert, abrufbar sein sollen – wenn auch nur für Berechtigte. Wo es viele Berechtigte gibt, so Kritiker, gäbe es auch viele Missbrauchsmöglichkei- ten. Wie leicht man in zentrale Server mit sensiblen Daten einsteigen kann, hätten Anonymous und Wikileaks ausreichend bewiesen. Auch in Öster- reich gab es da schon Ereignisse: Etwa in Tirol, als der Krankenkassen-Com- puter geknackt wurde und tausende von Patientendaten im Internet zu finden waren. Empfohlen wird aus Ärztekreisen, die relevanten Gesund- heitsinformationen der Patienten auf der E-Card zu speichern. Diese hat der Patient stets dabei und muss sie bei einem Arzt- oder Spitalsbesuch so- wieso immer benutzen. DT DPU – Desinformation als Funktionärsprinzip Jürgen Pischel spricht Klartext Als Mitte 2009 vom österrei- chischen Wissenschaftsminister die vom Österreichischen Akkreditie- rungsrat (ÖAR) nach unabhängigen wissenschaftlichen Gutachterverfahren der DPU ausgesprochene Akkreditie- rung für ein Diplomstudium Zahn- medizin zum Dr. med. dent. bestätigt worden war, begannen einige wenige Funktionäre unter Nutzung der offiziel- len Standesorgane eine beispiellose Dif- famierungskampagne. Als die DPU im Herbst 2009 im Campus West der Donau-Universität auf 1.200 m2 (Hörsäle, Seminarräume, Praktika-Einrichtungen) und weiteren 300 m2 für die Propädeutik mit 45 voll ausgestatteten Zahntechnik-Arbeits- plätzen mit 40 Studierenden im 1. Se- mester begann, sprach die ÖZZ bild- haft – Darstellung einer Gerümpelga- rage –von der Universität in der Garage, die sich so quasi jeder Zahnarzt einrich- ten könne. Parallel dazu sollten in einer Praxis-Patienten-Unterschriftsaktion politische Schritte zur Verhinderung eines privaten Universitätsstudiums für „Kinder reicher Eltern“ vorangetrieben werden. Die Aktion war mangels großer Beteiligung von Praxen und deren Pa- tienten in Niederösterreich ein Schlag ins Wasser. Vor allem, noch heute sind 95 % der Studierenden Kinder von Zahnärzten und einigen Ärzten. Welch eine Diffamierung des eigenen Berufs- standes, nur weil die Eltern für ihre Kin- der das Beste wollen. Noch heute wird in einer ZIV-Position von einem niederös- terreichischen Funktionär, der als ZÄK- Präsidentschaftsbewerber gescheitert war, behauptet, dass für eine Studien- aufnahme „nicht mehr die Qualifika- tion gilt“, sondern das „Einkommen der Eltern“. Erstens sind auch heute, siehe oben, von den über 210 Studierenden in der Zahnmedizin 95 % Kinder aus Zahnarzt- oder Ärztepraxen, die bereit sind, die notwendigen Studiengebüh- ren zu leisten. Es gibt übrigens an der DPU ein Zulassungsverfahren, das längst nicht jeder Bewerber schafft, aber warum sollte nicht auch für Zahnarzt- kinder gelten, dass jeder junge Mensch mit allgemeiner Hochschulreife das Recht zum Studium an einer Univer- sität, auch der Medizin und Zahnmedi- zin, hat. Übrigens: Laut Statistik des BMWF kostet ein Medizin-Zahnme- dizin-Absolvent dem Staat 240.000 bis 260.000 EUR, DPU-Eltern müssen für sechs Jahre 144.000 EUR leisten. Luftblasen und Marktschreierei In den letzten Wochen widmete die ÖZZ einer Luftblase zwei Seiten zur DPU-Herabsetzung. Es wurden be- sonders marktschreierische Berichte über angeblichen „Leichentransport“ ohne Genehmigung nachgedruckt, die sich bereits vor der Veröffentlichung in den Tagesmedien als falsch und ver- leumderisch herausgestellt hatten. Die Alle mit Symbolen gekennzeichneten Beiträge sind in der E-Paper-Version der jeweiligen Publikation auf www.zwp-online.info mit weiterführenden Informationen vernetzt. Polizei hat die „Präparate“ sofort wieder freigegeben – noch am gleichen Tag der Ersterhebung –, da der Transport der „medizinischen Präparate“ für einen Sezierkurs angehender Zahnmediziner keinerlei Genehmigung bedarf. Die Be- richte als Zahnärzte-Körperschaft Wo- chen später nochmals – ohne entspre- chenden Hinweis auf „Präparate“ – abzudrucken, wissend, dass sie falsch sind, wie Polizei und Staatsanwaltschaft direkt bestätigten, ist für eine Körper- schaft öffentlichen Rechtes gelinde ge- sagt unwürdig. Zu einem letzten Vorwurf. Da wird in einer E-Mail-Information an niederösterreichische Zahnärzte –kom- mend vom gescheiterten Präsident- schaftsbewerber – u.a. behauptet, dass: (cid:129) „die von der DPU angebotenen Be- handlungen einen existenzbedroh- lichen Schaden für viele Zahnärzte in Niederösterreich zur Folge hätten; (cid:129) alle Patienten des Zahnambulatori- ums der DPU alle zahnmedizinischen Behandlungen kostenlos in Anspruch nehmen könnten; (cid:129) dies auch im Businessplan der DPU entsprechend berücksichtigt wäre“. Tatsächlich – und das ist bekannt – sind diese Äußerungen unwahr. Zu- nächst kann keine Rede davon sein, dass die von Studierenden an der DPU im Rahmen ihrer zahnmedizinischen Aus- bildung durchgeführten Behandlungen für die niederösterreichischen Zahn- ärzte existenzbedrohend wären. Zahn- ärzte sagen immer, sie hätten am Tag 60 bis 80 Patienten. Wenn ein DPU-Stu- dent am Tag 3–4 Patienten behandeln kann – das ist Universitäts-Standard –, dann hat die DPU den Patientenbedarf von 3–4 „üblichen“ Zahnarztpraxen. Kooperation auf höchstem Qualitätsniveau Die DPU strebt nach Eröffnung des Zahnambulatoriums keine Gratisbe- handlungen an. Die studentischen Be- handlungen werden durch den Kassen- tarif und durch die soziale Grundver- sorgung abgegolten; es ist daher bereits hinsichtlich der studentischen Ausbil- dung unwahr, dass die Behandlung „gratis“ erfolgen würde. Muss die Be- handlung von einem „Zahnarzt“ über- nommen werden, werden die in Öster- reich üblichen Tarife sozial gerecht zur Anwendung gelangen. Auch insoweit entspricht die Behauptung, alle Be- handlungen an allen Patienten würden gratis erfolgen, nicht der Wahrheit. Der „Businessplan“ berücksichtigt entsprechende „Einnahmen“ aus Stu- dentenbehandlungen, die aber für Zahnärzte in ihrem Umfang alles andere als „existenzbedrohend“ sind. Ein Letztes. Die DPU hat mit über 2.200 m2 im Sommer ein weiteres Uni- versitätsgebäude bezogen, darin wurde ein Phantomsaal mit 48 Einheiten, digi- tal überwacht, geschaffen. Das Zahn- ambulatorium wird gerade gebaut, ins- gesamt wurden und werden in die DPU aus privater Verantwortung insgesamt bis zu 20 Mio. Euro investiert. Warum bitte keine Kooperation auf höchstem Qualitätsniveau, die DPU ist offen, (cid:31)Fortsetzung von Seite 1 oben Ausbildung und Voraussetzungen Die Ausbildung in der zahnärzt- lichen Assistenz umfasst drei Jahre mit einem praktischen und theoreti- schen Umfang von 3.600 Stunden, davon für den theoretischen Unter- richt mindestens 600 Stunden. Die theoretische Ausbildung ist an einem „Lehrgang“, der einer Bewilligung des jeweiligen „Landeshauptman- nes“ bedarf, zu absolvieren. Die zahnärztliche Assistenz darf nicht freiberuflich tätig werden, sondern ausschließlich nur im Dienstverhält- nis zu einem Zahnarzt oder Ambula- torium. Sie hat „jede eigenmächtige Heilbehandlung zu unterlassen“. Vor allem ist auch die Assistenzkraft zur regelmäßigen „berufsspezifischen“ Fortbildung verpflichtet, um die fachlichen und wissenschaftlichen Erfahrungen zu fördern. Als Berufs- bezeichnung gilt offiziell „Zahnärzt- licher Assistent“ bzw. „Zahnärzt- liche Assistentin“. Eine detaillierte „Ausbildungs- verordnung“ wird vom Bundesge- sundheitsminister erlassen, in der In- halte und Mindestumfang der Aus- bildung, fachliche Voraussetzungen der Lehrkräfte wie für die Prüfungen zur Sicherstellung der Ausbildungs- qualität definiert werden. Es kann eine Spezialqualifikation „Prophyla- xeassistenz“ zur Durchführung von prophylaktischen Maßnahmen zur Vorbeugung von Erkrankungen der Zähne, des Mundes und der Kiefer einschließlich der dazugehörigen Gewebe erworben werden. Sie kön- nen nur nach Anordnung und unter Aufsicht von Angehörigen des zahn- ärztlichen Berufes tätig werden. Die (cid:31)Fortsetzung von Seite 1 unten Abschließend evaluiert er das Ergeb- nis und empfiehlt in Absprache mit seiner Mitarbeiterin den Zeitpunkt des Folgetermins“, so Beckmann. Kalkulatorisch, so Beckmann, tauche Weiterbildung in der Prophylaxeas- sistenz umfasst eine theoretische und praktische Ausbildung in der Dauer von mindestens 144 Stunden, wobei: 1.) mindestens 64 Stunden auf den ratung und Fluoridierung. Ebenso dazu zählen die Anfertigung, Ent- wicklung und Archivierung von Röntgenaufnahmen wie die Praxis- hygiene, Reinigung, Desinfektion, theoretischen Unterricht, und 2.) mindestens 80 Stunden auf die prak- tische Ausbildung zu entfallen haben. Arbeitsgebiete Der Tätigkeitsbereich der „Zahn- ärztlichen Assistenz“ wird relativ weit gefasst. In der konservierenden Behandlung mit dem Polieren von Füllungen und Desensibilisierung von Zahnhälsen, sowie die „Assistenz bei der chirurgischen, parodontolo- gischen und kieferorthopädischen wie der prothetischen Behandlung einschließlich einfacher Labortätig- keiten“. Dazu gehören auch die Assis- tenz bei prophylaktischen Maßnah- men inklusive Statuserhebung, In- formation und Demonstration von Mundhygiene, Anfärben, Putzübun- gen, zahnbezogene Ernährungsbe- die Arbeitszeit „Zahnarzt“ in der Ver- öffentlichung aber gar nicht auf. Zum Thema Personal, in der Stu- die als „Zahnarzthelferin“ bezie- hungsweise „Medizinische Assisten- tin“ bezeichnet, stellt er fest, dass es sich bei den qualifizierten Mitarbei- terinnen um weitergebildete Fach- kräfte handle, die auch ein besseres Einkommen erhalten. Weitere Bewertungsmankos sieht Beckmann in der Beurteilung der Anschaffungskosten für das In- strumentarium und den Hygienebe- reich. Vor allem aber, so Beckmann, was darf nach ,Geld.de‘ der Zahn- arzt fordern, wenn er selbst die PZR durchführe? Werde, so der PZVD- Präsident, mit solchen Durchschnitts- Preisbewertungen „jede überdurch- schnittliche Leistung als Abzocke diffamiert?“ DT Sterilisation und Wartung der Medi- zinprodukte und sonstiger Geräte und Behelfe sowie die Abfallentsor- gung. DT IMPRESSUM Erscheint im Verlag DPU - Danube Private University Dr.-Karl-Dorrek-Straße 23 Campus West A–3500 Krems Tel.: +43 2732 70478 Fax: +43 2732 70478 7060 www.dp-uni.ac.at Herausgeber Jürgen Pischel (jp) (V.i.S.d.P.) Juergen.Pischel@DP-Uni.ac.at Redaktionsleitung Mag. Jeannette Enders (je) Tel.: +49 341 48474-133 j.enders@oemus-media.de Wissenschaftlicher Beirat HR Prof. Dr. Robert Fischer (rf) Robert.Fischer@DP-Uni.ac.at Mag. Robert Wagner (rw) Robert.Wagner@DP-Uni.ac.at Anzeigenverkauf Nadine Naumann Tel.: +49 341 48474-402 n.naumann@oemus-media.de Layout/Satz Matteo Arena Tel.: +49 341 48474-115 m.arena@oemus-media.de Franziska Dachsel Tel.: +49 341 48474-131 f.dachsel@oemus-media.de Dental Tribune Austrian Edition erscheint in Lizenz und mit Genehmigung der Dental Tribune International GmbH. Dental Tribune ist eine Marke der Dental Tribune International GmbH. Die Zeitung und die enthaltenen Beiträge und Abbildun- gen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung der Dental Tribune International GmbH unzulässig und strafbar. Es gilt die Anzeigen-Preisliste Nr. 8 vom 1.1.2011 (Me- diadaten 2011). Über unverlangt eingesandte Manuskripte und Leser- briefe, Fotos und Zeichnungen freuen wir uns, können dafür aber dennoch keine Haftung übernehmen. Einsen- der erklären sich damit einverstanden, dass die Redaktion Leserbriefe kürzen darf, wenn dadurch deren Sinn nicht entstellt wird. toi, toi, toi, Ihr Jürgen Pischel Dr. Wilfried Beckmann, Präsident der Privatzahnärztlichen Vereinigung e.V.
DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 International News 3 Neue Beschichtungstechniken für Titanimplantate Thüringer Forschungsverbund entwickelt Implantate mit bioaktiver Titanoxidschicht. JENA – Durch eine spezielle An- wendung der plasmachemischen Oxidation ist es Thüringer Forschern gelungen, eine poröse, bioaktive Oberfläche auf Titanimplantaten zu erzeugen. Seine Ergebnisse veröf- fentlichte der Forschungsverbund kürzlich im Fachjournal Biomate- rials. In den Knochen eingesetzte Im- plantate und Prothesen, die dauer- haft im Körper verbleiben sollen, müssen vor allem eines: schnell und sehr fest mit dem Knochengewebe verwachsen, um starken mechani- schen Belastungen standhalten zu können. Das gilt für die Verankerung künstlicher Hüft-, Knie- oder Schul- tergelenke ebenso wie für Zahnim- plantate im Kieferknochen. „Aktuell sehen wir uns in der Orthopädie und Unfallchirurgie mit zwei zunehmen- den Problemen konfrontiert: Erstens die frühzeitige Auslockerung von künstlichen Gelenken, und zweitens die fehlende Stabilität von Titanim- plantaten im durch Osteoporose ge- schwächten Knochen“, sagt Dr. Mi- chael Diefenbeck aus der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstel- lungschirurgie am Universitätsklini- kum Jena. Beide Fragestellungen geht der Unfallchirurg mit Titanimplan- taten an, die über eine neuartige Oberfläche verfügen. Entwickelt und getestet wurde die neue Implantatoberfläche im interdisziplinären Verbund mit Wis- senschaftern des INNOVENT e.V. in Jena, des Instituts für Material- wissenschaft und Werkstofftechno- logie an der Friedrich-Schiller-Uni- versität Jena und des Implantather- stellers Königsee Implantate GmbH. Die spezielle Außenschicht ist um ein Vielfaches dicker als die Titan- oxidschicht auf herkömmlichen Im- plantaten oder Endoprothesen. „Wir konnten auf den Implantaten eine Titanoxidmatrix realisieren, die eine feinporige Oberfläche besitzt und in die Kalzium und Phosphor eingela- gert ist“, erklärt Dr. Christian Schra- In einer vorklinischen Studie konnten die Wissenschafter an einem Tiermodell zeigen, dass die Implan- Elektronenmikroskopische Aufnahme der porösen, bioaktiven Titanoxidoberfläche. der, INNOVENT e.V. „Die Poren sollen das Anwachsen und Verankern von Knochenzellen, Osteoblasten am Implantat verbessern und die bio- aktiven Elemente deren Stoffwechsel beschleunigen.“ tate mit der neuen Oberfläche sich um ein Mehrfaches stabiler im Kno- chen verankern als herkömmliche Titanimplantate mit verschiedenen Oberflächen. Sowohl bei den mecha- nischen Belastungstests als auch bei histologischen Untersuchungen zur Neubildung von Knochengewebe direkt an der Implantatoberfläche erwies sich die bioaktive Titanoxid- schicht als deutlich besser. Mit ihren bisherigen Erfahrun- gen wollen die Wissenschafter die neuen Implantate anschließend auch klinisch testen. „Sie könnten zum Beispiel bei osteoporosebedingten Brüchen oder notwendigen Verstei- fungen zum Einsatz kommen“, so Diefenbeck. Die verantwortungsvol- len klinischen Studien werden noch etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen, bevor die neuen Implantate den Pa- tienten zugute kommen. DT Originalliteratur: Diefenbeck M, Mückley T, Schrader C, Schmidt J, Zankovych S, Bos- sert J, Jandt KD, Faucon M, Finger U. The ef- fect of plasma chemical oxidation of tita- nium alloy on bone-implant contact in rats. Biomaterials (2011), doi:10.1016/j.bioma- terials.2011.07.046. Quelle: Universitäts- klinikum Jena DPU: Zahnmedizin kann sich gut mit Harvard messen Prof. Dr. Wilhelm Frank, Wien, als Gastdozent an der US-Harvard Dental School. Quintessenz: Universitätsstandort Krems mit DPU kann sich international sehen lassen. medizin studieren wollte und ich die freie Entscheidung hätte, mich im Vergleich zur Harvard Dental School oder der DPU zu entschei- den, dies auf alle Fälle die DPU wäre. Selbstverständlich sind Städte wie Boston, die Umgebung zu an- deren Universitäten eine beeindru- ckende Erfahrung, es bleibt jedoch hervorzuheben, dass sich auch der Universitätsstandort Krems mit der DPU als Universität der Zahn- medizin in keiner Weise hinter weltberühmten „Vorbildern“ ver- stecken braucht. Ich habe den Auf- enthalt an der Harvard School of Public Health durchaus genossen, freue mich aber wieder auf die Stu- dierenden an der DPU“, so Prof. Dr. Wilhelm Frank. DT www.dp-uni.ac.at ANZEIGE Auffallend unauffällig Die unsichtbare Incognito™ Zahnspange. 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Der Universitätsstandort in Krems lässt sich – und das ist die Quintessenz dieses Eindruckes – nicht nur mit den namentlich be- rühmten Vorbildern vergleichen, sondern übertrifft in mehrfacher Hinsicht auch die studentischen Rahmenbedingungen. „Abgesehen von den äußeren Bedingungen (Zentrumsnähe in Boston, starke Lautstärkeentwick- lung durch den Straßenverkehr, Phantomräume im Halbkeller) ist deutlich erkennbar gewesen, dass die Räumlichkeiten der Harvard Dental School bereits seit vielen Jahren in Nutzung sind. Das Klima des Studierens, der Fortschritt der Technik und das Gefühl der Weite und eines wachsenden Geistes ist in Krems derart beeindruckend, dass bei einem Kurzeindruck durchaus erkennbar wird, dass das Studieren an der DPU unvergleichbar ange- nehmer als an einer der berühm- testen Universitäten der Welt in diesem Gebiet erscheint. Die neue Technik, der Fort- schritt in den Bearbeitungsmög- lichkeiten, die Ausbildungsbedin- gungen sind an der DPU dermaßen beeindruckend, dass – hätte ich einen Sohn oder Tochter, die Zahn- . n e t l a h e b r o v e t h c e R e l l . A M 3 0 1 0 2 ©
4 International Science DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 Orale Modetrends und ihre Folgen: Eine multidisziplinäre Herausforderung Mit der gesellschaftlichen Akzeptanz von Piercings im Mund- und Gesichtsbereich steigen auch die Anforderungen bezüglich Informationsvermittlung und spezieller Mundhygieneinstruktionen durch das zahnärztliche Team. Bei Komplikationen ist ein multidisziplinäres Wissen des Teams gefordert. Von Dr. Brigitte Zimmerli, Schweiz. beiten, Kronen oder Füllungen befes- tigt werden. Hingegen muss der Patient vorinformiert werden, dass die echten Edelsteine, wenn sie in ein Füllungsma- terial eingearbeitet werden, nur wenig Licht erhalten und deshalb nur eine ge- ringe Leuchtkraft entwickeln. Gerade größere farbige Edelsteine, wie zum Beispiel Rubine, können dann wie eine Karies aussehen. Dies kann am Beispiel von Sänger Mike Hucknall der Gruppe Simply Red illustriert werden. Informationen zu oralen Piercings Die allgemeinen Risiken, bezüg- lich Nebenwirkungen bei Piercing - setzung, werden oftmals nicht richtig eingeschätzt. Bei einer Umfrage von Krause und Mitarbeitern im Jahre 2000 bei 273 Personen, die mindestens ein Piercing im Kopfbereich hatten (total 699 Piercings; Ohrläppchen ausge- schlossen), wurde eine wesentliche Häu- fung von Komplikationen festgestellt. Neun Personen mussten wegen dem Piercing hospitalisiert werden, 42 Per- sonen suchten den Arzt auf, 38 Patien- ten erhielten ein Rezept ausgestellt und 18 erhielten ein Arztzeugnis. Dass auf- grund dieser Zahlen deutsche Ärzte ein totales Piercingverbot bei Minder- jährigen fordern, ist deshalb nicht wei- ter verwunderlich. Dabei muss ergänzt werden, dass heute jedes fünfte Mäd- chen bis einjährig in Deutschland be- reits gepierct ist. Die häufigsten Stellen sind die Ohrläppchen, wobei die An- zahl gepiercter Nasenflügel steigend ist. Im Mundbereich können zu den allgemeinen Komplikationen, die bei Piercings auftreten können, zusätzliche Risiken festgestellt werden. Mehrere Arbeiten konnten zeigen, dass Zungen- piercings die Gefahr von Zahnfrakturen speziell im Frontzahnbereich deutlich erhöhen (Abb. 1, Seite 6). Dabei gilt, dass je länger der Steg des Schmuckstückes ist und je anteriorer das Piercing gesetzt wurde, umso höher ist das Risiko für Zahnschäden. Wird das Piercing frisch gesetzt, wird meistens ein längerer Steg gewählt, da die Zunge direkt nach der Piercingsetzung stark anschwellen kann. Nach einer Abheilphase von ca. zwei Wochen kann das Einheilpiercing durch ein kürzeres Schmuckstück ersetzt werden. Wichtig ist, dass der Zahnarzt versucht, den Patienten auf mögliche „Habits“ zu sensibilisieren. Bei Zungen- piercings kann häufig beobachtet wer- den, dass der Patient auf dem Schmuck- stück herumkaut. Dieses Herumkauen führt nicht nur zu Schäden an der Zahn- hartsubstanz, sondern wenn der Patient eine bevorzugte Stelle hat, wo er das Piercing zwischen die Zähne hält, dann kann das Piercing wie eine kieferortho- pädische Apparatur funktionieren und zu Diastemabildung führen. Das Lippenpiercing besteht meis- tens aus einer Auflage oral und einem Kugelverschluss extraoral. Es werden im Lippenbereich aber auch Ringe an- getroffen. Die Bewegungen der Auflage über Zahn und Zahnfleisch führt zu ➟ men werden. Einige Patienten empfin- den die Eingliederung des Schmuck- stückes sogar als anregend. Der Zahnarzt sollte das Prinzip „primum nihil nocere“ bei allen Pa- tientenwünschen nie außer Acht lassen. Dies bedeutet konkret, dass ein Präpa- rieren einer intakten Zahnoberfläche für das Einbringen eines echten Edel- steins definitiv entgegen dieser Ehr - bekundung steht. Anders sieht es aus, wenn echte Edelsteine in Prothesenar- Mundschmuck Lokale Komplikationen Systemische Komplikationen* Skyce Debonding, Verfärbung Randbereich Dazzler & Twinkles Debonding, Verfärbung Randbereich, erhöhte Plaqueakkumulation um Schmuckstück Echter Edelstein Debonding, Verfärbung Randbereich, Verletzung Zahnoberfläche durch Präparation Aspiration, Verschlucken Aspiration, Verschlucken Aspiration, Verschlucken Zahntattoo Piercing Löst sich selbst sehr rasch ab Verschlucken, Aspiration unwahrscheinlich Schmerzen, Blutung, Infektionen, Zahnfrakturen, Gingivarezessionen, Narbenbildung Endokarditis, Tetanus, Artikulationsbehinderung, Schluckbeschwerden, Infektionskrankheiten (HIV, Hepatitis etc.), Aspiration, Verschlucken Tätowierung Schmerzen, Schwellung, Infektionen Infektionskrankheiten Permanent-Make-up Schmerzen, Schwellung, Infektionen Infektionskrankheiten, allergische Reaktionen Lip-Stickers Caps & Grillz Leuchtkörper Sehr limitierte Haltbarkeit, eingeschränkte Lippensensibilität Entzündungen Gingiva, Zahnfrakturen, Rezessionen Aspiration, Verschlucken Zahnfrakturen, Rezessionen Gingiva (nur bei längerem Tragen) Allergische Reaktionen, Verletzungen durch Bestandteile Tray Dracula-Zähne aus Komposit Verletzungen Lippe, Abfrakturen Komposit, Verfärbungen * Eine allergische Reaktion ist grundsätzlich auf alle Fremdmaterialien in der Mundhöhle möglich und wurde deshalb in der Tabelle nicht spezifisch aufgeführt. Tabelle 1: Mundschmuckarten und ihre Risiken (eine Auswahl). Anzahl untersuchte Proben gesamt Tätowierfarben PMU-Farben 190 167 23 Beanstandungsgründe Deklaration unerlaubte Stoffe Analyseresultate Erhöhter Nitrosamin-Gehalt Nicht deklarierte Inhaltsstoffe Falsche Deklaration *PMU: Permanent-Make-up Beanstandet Anwendungsverbot 96 (51%) 88 (53%) 8 (35%) Gesamt Tätowierfarbe 21 59 17 98 83 21 57 15 90 79 63 (33%) 61 (37%) 2 (9%) PMU* – 2 2 8 4 Tabelle 2: Stichprobenkontrolle von Tätowier- und Permanent-Make-up-Farben 2011 (nach Dr. U. Hauri, Kantonales Laboratorium Basel/ CH; Kampagne der Kantonschemiker. Der Wunsch nach Verschönerungs- maßnahmen im Mundbereich findet sich in der frühesten Menschheitsge- schichte. So wurden zum Beispiel bei den Inkas die Zähne mit Lapislazuli- Steinchen im Sinne der heutigen Skyces verschönert oder es finden sich mit der Pfählung der Unterlippe bei gewis- sen lateinamerikanischen Urstämmen Vorläufer der heutigen Piercings. Auch rituelle Perforationen, wie sie in Asien angetroffen werden, oder Lippenteller in Afrika, stehen der heutigen Pier - cingkultur sehr nahe. Es finden sich Formen von oralen Tätowierungen in menschlichen Urkulturen, so zum Bei- spiel in Afrika, wo sich gewisse Volks- gruppen das Zahnfleisch dunkel ein- färben. Sogar der Wunsch nach „Dra- cula-Eckzähnen“ ist nicht so modern, wie das weitläufig angenommen wird. Auch hier finden sich Kulturen, die mit primitivsten Methoden die Front- zähne zuspitzen, um ihrem Gesicht einen kriegerischen Ausdruck zu ver- leihen. Es gibt demzufolge in der mo- dernen Gesellschaft kaum einen Mund- schmuck, der keine Verwandtschaft zu einer frühen menschlichen Kultur hat. Vielleicht einzige Neuentwicklung im Bereich Mundschmuck ist das Einbrin- gen von Leuchtkörpern in die Mund- höhle. Diese Zierde ist vor allem bei Discobesuchern gefragt. Der vorliegende Artikel versucht einen aktuellen Überblick über Mund- schmuckarten zu vermitteln. Zudem werden mögliche Risiken und Kom - plikationen, die durch das Tragen von Mundschmuck erfolgen, aufgezeigt. Motivation für Mundschmuck Die Motivation zur Eingliederung von Mundschmuck ist sehr vielfältig. Während früher gewisse Körperver - änderungen im Mundbereich für die Status- und Gruppenzugehörigkeit wichtig waren, will man heute mit der Mundzierde entweder die eigene Schönheit betonen oder aber provozie- rend auf andere Menschen wirken. Nicht selten wird Mundschmuck in der späten Pubertät eingesetzt, um den Schmuck als Abgrenzung zu den Eltern zu tragen. Es gibt zahlreiche Unter - suchungen, die versuchen, den Zu- sammenhang von psychischen Eigen- schaften und Piercings zu analysieren. Es zeigt sich, dass Piercingträger eher eine Tendenz zur Extrovertiertheit, zu Genuss- und Suchtmittelabusus haben und im Allgemeinen risikofreudiger sind, z.B. was die Ausübung von Risi - kosportarten betrifft. Die Auswahl von Mundschmuck ist heute vielfältiger denn je. Eine Übersicht bezüglich ak- tuellen Mundschmuckarten und deren Risiken findet sich in Tabelle 1. Allgemein rechtliche Informationen zu Mundschmuck Jeder Mundschmuck, sofern er festsitzend eingegliedert wird, stellt einen Eingriff in die körperliche Inte- grität dar. Deshalb braucht es bei min- derjährigen Personen für die Einglie- derung von Mundschmuck, sei es die adhäsive Befestigung von künstlichen Diamäntchen (Skyces) beim Zahnarzt oder sei es das Setzen eines Piercings im Tattoo- und Piercingstudio, die Ein- willigung des Erziehungsberechtigten. Tattoo- und Piercingstudios un ter - liegen in der Regel der nationalen Ge- setzgebung. Darin werden die Richt li - nien für die Hygienepläne der Studios und auch Qualitätsstandards für Täto- wierfarben festgehalten. Die Kontrolle dieser Richtlinien stellt sich als schwie- rig heraus. Im Oktober 2011 wurde er neut eine Stichprobenkontrolle von Tä towier- und Permanent-Make-up- (PMU-)Farben in der Schweiz vorge- nommen. Dabei mussten zahlreiche Far - ben als mangelhaft bis gesundheitsschä- digend eingestuft werden (Tabelle 2). Der Piercer sollte einen Gesund- heitsfragebogen haben und spezifisch nach möglichen Risikoerkrankungen wie Herzfehler fragen. Da der Piercer nicht über eine medizinische Ausbil- dung verfügt, ist es ihm in der Schweiz untersagt, Lokalanästhetika zu verwen- den. Deshalb wird bei der Piercingset- zung höchstens mit Eis gekühlt, wobei die meisten Patienten berichten, dass z.B. das Zungenpiercing ohne Verwen- dung von Anästhetika gesetzt wurde und der Vorgang relativ schmerzfrei sei. Offensichtlich reicht der „Adrenalin- schub“ aus, dass die Schmerzen kurz- zeitig nicht sehr intensiv wahrgenom-
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6 International Science DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 ➟ einer chronischen Traumatisierung des Gewebes. Dadurch können lokale Re- zessionen bei der Auflagefläche beob- achtet werden (Abb. 2). Einzelne Stu- dien behaupten, dass das Risiko durch die Verwendung eines Kunststoffver- schlusses minimiert werden könnte. Zahnfrakturen und Rezessionen stellen einen irreversiblen Schaden dar. Während die Zahnfraktur durch restaurative Maßnahmen behandelt werden kann, stellt die Rezessionsde- ckung sehr hohe Anforderungen an den Behandler, wobei der Beizug eines Spezialisten in Parodontologie meist unumgänglich ist. Kann der Patient motiviert wer- den, das Schmuckstück zu entfernen, zeigt sich, dass bei der Piercingstelle eine Nar be verbleibt. Bei der Zunge ist der Narbenzug meist nicht weiter störend und stellt sich als kleines Bläs - chen auf der Zungenunterseite dar. Die Piercings um den Lippenbereich hin terlassen hingegen eine ästhetisch kompromittierende Eindellung auf der Haut (Abb. 3). Der Patient sollte unbedingt auf mögliche Risiken und Komplikationen bei oralen Piercings hingewiesen wer- den. Er sollte ebenfalls über Mundpflege ANZEIGE 1 5 2 6 3 7 4 8 Abb. 1: Deutliche Abfraktionen mesial 31 und 41 infolge Trauma durch das Zungenpiercing. – Abb. 2: Zungen- und Lippenpiercingträger. Die Rezessionen labial 41 und 31 sind auf die Traumatisierung durch das Lippenpiercing zurückzuführen. – Abb. 3: Narbenbildung unterhalb der Unterlippe rechts. An dieser Stelle hat die Patientin während mehreren Jahren ein Piercing getragen. – Abb. 4: Das Zungenpiercing wurde bei der Anfertigung des Röntgenbildes nicht entfernt und zeichnet sich als helle Struktur im Bereich der Frontzähne ab. – Abb. 5: Die Patientin ließ sich nach einem Unfall und daraus resultierender Narbenbildung im Oberlippenbereich die Konturen des Lippenrots mit Permanent-Make-up-Farben nachziehen. Die Farbe wurde dabei mehrmals in die obere Hautschicht eingebracht. Das Bild zeigt ein Zwischenschritt dieser kosmetischen Behandlung. – Abb. 6: Oberkiefer-Grill, der aus dem Internet bestellt wurde. Der weiße Kunststoff, der auf der Zahnreihe aufliegt und das Metallgitter befestigt, wird in heißem Wasser weich gemacht und dann auf die Zahnreihe gepresst. – Abb. 7: Eckzahnverlängerung im Oberkiefer mit Komposit. Der Patient ließ sich die Aufbauten bereits ein paar Tage später wieder entfernen, da der Arbeitgeber (und die Lebenspartnerin) diese Mundzierde nicht akzeptierten. – Abb. 8: Unterlippe mit Lippen-Sticker (Hersteller: Violent Lips) mit Aufschrift. Die Oberlippe wurde noch nicht „geschminkt“. und Pflege des Mundschmuckes (regel- mäßige extraorale Reinigung) aufgeklärt werden. Zudem muss darauf geachtet werden, dass der orale Mundschmuck bei der Anfertigung von Röntgenbil- dern entfernt wird, damit die Diag nos - tik nicht eingeschränkt wird (Abb. 4). Tätowierungen und Permanent-Make-up Tätowierungen im Mundbereich werden in Europa nur selten angetrof- fen. Intraoral findet sich als häufigstes Motiv ein Schriftzug auf der Unterlip- peninnenseite. Die Risiken von Täto- N i c h t v e r p a s s e n ! wierungen liegen zum einen bei einer möglichen Übertragung von Infek- tionskrankheiten, sofern sich der Täto- wierer nicht an die Hygienerichtlinien hält, und zum anderen in der Gefahr von Schäden, die durch die Tätowier- farbe ausgelöst werden (Allergien, Freisetzung toxischer Substanzen). Die Anwendung von Permanent- Make-up findet in Europa breitere Anwendung als das intraorale Tattoo. Zum einen wird Permanent-Make-up aus rein kosmetischen Gründen ange- wendet, zum anderen können mit die- ser Technik Narben im Lippenbereich auskorrigiert werden (Abb. 5). Zwar schneiden die Permanent-Make-up- Farben in der Testung von 2011 wesent- lich besser ab als die Tätowierfarben, es darf aber nicht vergessen werden, dass besonders in roten Farben häufig aller- gisierende Substanzen (Nickel, Zin - nober) und bedenkliche Zusatzstoffe (Quecksilbersulfid) gefunden werden. Ausgefallener Mundschmuck Neben den oben genannten Vari- anten von Mundschmuck sind weite- re Verschönerungen der Mundhöhle mög lich. Caps und Grillz finden sich vor allem in der Hip-Hop-Szene. Be- kannte Künstler lassen sich einzelne goldhaltige Hülsen (Caps) anfertigen, die sie über die Zahnreihe stülpen. Es werden auch Frontzahngitter (Grillz) mit vielen Strasssteinen angepasst. Während die Künstler sich den Mund- schmuck viel Geld kosten und den Schmuck beim Zahntechniker pro - fessionell anfertigen lassen, müssen Jugendliche zu der günstigeren Boil- and-Bite-Technik zurückgreifen (Abb. 6). Durch die schlechte Passung und die Gewebetraumatisierung steigt auch die Verletzungsgefahr. Während in Eu- ropa die Caps und Grillz keine große Verbreitung haben, musste die ameri- kanische Zahnärztegesellschaft schon Informationsblätter verfassen, die über die Risiken wie Zahnfleischverletzun- gen oder Zahnfrakturen informieren. Einzelne amerikanische Schulen haben gar Verbote erlassen, damit die Grillz nicht während den Schulstunden ge- tragen werden. Der Wunsch nach spitzen und raubtierähnlichen Eckzähnen ist nicht erst nach den Twilight-Filmen entstan- den. Besonders in der Gothic-Szene sind solche Zahnveränderungen zu beobachten. Die Formveränderung des Eckzahnes kann dank der Adhäsiv- technik heute einfach gemacht werden (Abb. 7). Der Patient muss aber auf mögliche Lippenverletzungen und den daraus resultierenden Hackbiss auf- merksam gemacht werden. Zudem kann der festsitzende Mundschmuck nicht entfernt werden, was nicht von jedem Arbeitgeber geduldet wird. Beliebt bei Partygängern und be- sonders im ostasiatischen Raum ver- treten sind LED-Zahnapplikationen, die die Zähne in der Nacht zum Leuch- ten bringen. Ob es speziell sinnvoll ist, eine Batterie vorübergehend im Mund - raum zu platzieren, bleibt hier offen. Diese Schienen zeigen nur eine mäßige Passung auf, die Sprachbildung ist behindert und zum Essen und Trinken sollten die Schienen unbedingt ent- fernt werden. Die Gefahr von Zahn - abfrakturen ist auch bei einer kurzen Tragezeit gegeben. Neuester Modetrend, der in ver - schie denen Zeitschriften präsentiert wur de, sind Lippen-Kleber, die anstel- le von Lippenstift getragen werden (Abb. 8). Die Haltbarkeit der Kleber wird auf vier bis sechs Stunden limitiert. Essen und Trinken mit nur vorsichtigem Mundabwischen ist mit diesem Mund- schmuck möglich. Jedoch führt bereits ein breites Lachen zu Rissbildung auf der Stickeroberfläche und die Lippen- sensibilität ist deutlich eingeschränkt. Zusammenfassung Jede Art von Mundschmuck ist mit gewissen Risiken verbunden. Der Pa- tient sollte darauf aufmerksam gemacht und insbesondere über die zum Teil erhöhten Anforderungen an die Mund- pflege informiert werden. Es muss fest- gehalten werden, dass die meisten Pa- tienten die möglichen Komplikationen bei Mundschmuck zu gering einschät- zen. Mundschmuck stellt deshalb heute das zahnärztliche Team vor multidiszi- plinäre Herausforderungen. DT Kontakt Dr. med. dent. Brigitte Zimmerli Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin Freiburgstr. 7, 3010 Bern, Schweiz Tel.: +41 31 6322580 Fax: +41 31 6329875 brigitte.zimmerli@zmk.unibe.ch www.zmk.unibe.ch 3 T a g e M i t t e l p u n k t f ü r D e n t a l p r o f i s (cid:79) Die grösste Dentalmesse der Schweiz auf über 12 400 m2 (cid:79) Gleichzeitiger SSO-Kongress im selben Gebäude (cid:79) Standort Bern: zentrale Lage für die gesamte Schweiz und das nahe Ausland (cid:79) Unkomplizierte Anreise aus der ganzen Schweiz und international (cid:79) In Zusammenarbeit mit den führenden und wichtigen Verbänden der Schweizer Dentalwelt (cid:79) Anmeldung und Informationen auf der Webseite www.dental2012.ch Patronat: Arbeitgeberverband der Schweizer Dentalbranche Partner: Schweizer Verband der Dentalassistentinnen Hauptpartner: Schweizerische Partner: Verband Zahntechnischer Zahnärztegesellschaft SSO Laboratorien der Schweiz, VZLS Partner: Berufsverband für Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker Medien Partner:
Jubiläumstagung 20 Jahre Schönheitschirurgie Lindau 4. Internationaler Kongress für Ästhetische Chirurgie und Kosmetische Zahnmedizin 14.–16. Juni 2012 in Lindau am Bodensee // Hotel Bad Schachen Goldsponsor Bilder Artikel Video Donnerstag // 14. Juni 2012 Freitag – Samstag // 15.–16. Juni 2012 Organisatorisches // Kongressgebühren Operationskurse // Live-Übertragung ab 08.00 Uhr Registrierung in der Bodenseeklinik 09.00 – 10.00 Uhr OP 쩸 Lidkorrekturen Leitung: Werner L. Mang/Lindau (DE), Hamid Massiha/New Orleans (US) 180,00 € 10. 00 – 11.00 Uhr OP 쩹 Brustimplantate Leitung: Per Héden/Stockholm (SE), Marian S. Mackowski/Hamburg (DE), Jens Altmann/Lindau (DE) 290,00 € 11.00 – 12.00 Uhr OP 쩺 Liposuktion Leitung: Ulrike Then-Schlagau/Lindau (DE), Jens Altmann/Lindau (DE) 180,00 € 12.00 – 14.00 Uhr Mittagessen 14.00 – 15.00 Uhr OP 쩻 Injektionen Hyaluronsäure Leitung: Kathrin Ledermann/Lindau (DE), Andreas Britz/Hamburg (DE) 180,00 € 15.00 – 16.00 Uhr OP 쩼 Injektionen Botox Leitung: Kathrin Ledermann/Lindau (DE), Andreas Britz/Hamburg (DE) 180,00 € 16.00 – 17.00 Uhr OP 쩽 Liquid-Lift mit Polymilchsäure mit Hyaluronsäure, Eigenfettinjektionen in die alternden Hände Leitung: Kathrin Ledermann/Lindau (DE), Andreas Britz/Hamburg (DE) 180,00 € Freitag – Samstag // 15.–16. Juni 2012 Wissenschaftliche Vorträge // Ästhetische Chirurgie und Zahnmedizin Referenten, Vorsitzende, Ehrenmitglieder Andrea Becker/Stuttgart (DE) Edgar Biemer/München (DE) Rainer Buchmann/Düsseldorf (DE) Mario Pelle Ceravolo/Rom (IT) Sigurd Clemens/Dortmund (DE) Eckhard Dielert/Grünwald (DE) Rainer B. Drommer/Heidelberg (DE) Dominik Feinendegen/Zürich (CH) Pierre Fournier/Paris (FR) Johannes Franz Hönig/Hannover (DE) Per Héden/Stockholm (SE) Uwe Herrboldt/Düsseldorf (DE) Albert K. Hofmann/Ulm (DE) Volker Jahnke/Berlin (DE) Andrej M. Kielbassa/Krems (AT) Wolfgang G. Locher, M.A./München (DE) Sergey F. Malakhov/St. Petersburg (RU) Werner L. Mang/Lindau (DE) Marian S. Mackowsi/Hamburg (DE) Hamid Massiha/New Orleans (US) Frank Neidel/Düsseldorf (DE) Peter B. Neumann/München (DE) Mariam Omar/Berlin (DE) Frank Palm/Konstanz (DE) Hans-Dieter Pape/Preetz (DE) Ivo Pitanguy/Rio de Janeiro (BR) Klaus Plogmeier/Berlin (DE) Camilo Roldán/Hamburg (DE) Georg B. Roth/ Dortmund (DE) Thomas Sander/Hannover (DE) Rainer Schmelzle/Hamburg (DE) Norbert Schwenzer/Ludwigsburg (DE) Ron Shapiro/Bloomington (US) Matthias Wagner/München (DE) Jürgen Wahlmann/Edewecht (DE) Marcel A. Wainwright/Düsseldorf (DE) Nezar Watted/Würzburg (DE) Mark A. Wolter/Berlin (DE) Organisatorisches // Veranstaltungsort Veranstaltungsort Hotel Bad Schachen Bad Schachen 1, 88131 Lindau Tel.: +49 8382 2980 Fax: +49 8382 25390 www.badschachen.de Zimmerbuchung im Hotel Bad Schachen Tel.: +49 8382 2980, Fax: +49 8382 25390 Buchungscode: „Schönheitschirurgie Lindau“ Zimmerbuchung in unterschiedlichen Kategorien Tel.: +49 211 49767-20 Fax: +49 211 49767-29 info@prime-con.eu www.prime-con.eu Anfahrtsplan Einen Stadtplan von Lindau finden Sie auf der Homepage www.prolindau.de Eine Anfahrtsbeschreibung zum Hotel Bad Schachen finden Sie auf der Homepage www.badschachen.de Nähere Informationen zum Programm und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen erhalten Sie unter Tel.: +49 341 48474-308 oder www.oemus.com Kongressgebühren Freitag, 15. Juni 2012 bis Samstag, 16. Juni 2012 Arzt/Zahnarzt (IGÄM, DGKZ-Mitglied) Arzt/Zahnarzt (Nichtmitglied) Assistent (mit Nachweis – IGÄM, DGKZ-Mitglied) Assistent (mit Nachweis – Nichtmitglied) Helferinnen Studenten (mit Nachweis) *Für Studenten ist nur die Tagungspauschale zu entrichten. Tagungspauschale Die Tagungspauschale ist für jeden Teilnehmer zu entrichten (umfasst Kaffeepausen, Tagungsgetränke und Mittagessen). 195,00 € zzgl. MwSt. 225,00 € zzgl. MwSt. 95,00 € zzgl. MwSt. 110,00 € zzgl. MwSt. 95,00 € zzgl. MwSt. kostenfrei* 90,00 € zzgl. MwSt. Veranstalter/Organisation Wissenschaftliche Leitung OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: +49 341 48474-308 Fax: +49 341 48474-390 event@oemus-media.de www.oemus.com www.event-igaem.de IGÄM – Internationale Gesellschaft für Ästhetische Medizin e.V. Feldstraße 80, 40479 Düsseldorf Tel.: +49 211 16970-79 Fax: +49 211 16970-66 sekretariat@igaem.de www.igaem.de In Zusammenarbeit mit DGKZ – Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. Kongresshighlight // CHARITY GALA C h a rit y G a l a Samstag // 16. Juni 2012 // Hotel Bad Schachen // ab 20.00 Uhr Zugunsten: der Deutschen Schlaganfallhilfe (Schirmherrin Brigitte Mohn) der Udo Lindenberg-Stiftung (Schirmherr Udo Lindenberg) Preis pro Person: 150,00 € zzgl. MwSt. (inklusive aller Speisen, Getränke und Rahmenprogramm) Anmeldeformular per Fax an +49 341 48474-390 oder per Post OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig DTAT 12/11 Für den 4. Internationalen Kongress für Ästhetische Chirurgie und Kosmetische Zahnmedizin am 14.–16. Juni 2012 in Lindau am Bodensee melde ich folgende Personen ver bindlich an: Kongressteilnahme £ OP 쩸 £ OP 쩹 £ ja £ Freitag £ OP 쩺 £ OP 쩻 £ nein £ Samstag £ OP 쩼 £ OP 쩽 Titel, Name, Vorname, Tätigkeit IGÄM-/DGKZ-Mitglied Bitte ankreuzen! Live-OPs // Donnerstag Bitte ankreuzen! Bitte ankreuzen! Charity Gala: ____ (Bitte Personenzahl eintragen) Praxisstempel Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den 4. Internationalen Kongress für Ästhetische Chirurgie und Kosmetische Zahnmedizin erkenne ich an. Datum/Unterschrift E-Mail
8 International Business DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 Nordische Meister der Zahnheilkunde Eine sozial verantwortliche Firma mit einer klaren Vision zu sein, ist eine Sache. Über 40 Jahre lang an der Spitze der Dentalwelt mitzumischen, eine andere. Der finnische Dentalhersteller Planmeca scheint beide Kategorien zu erfüllen. Ein Beitrag von Daniel Zimmermann, DTI. HELSINKI/LEIPZIG – Zu einer Zeit als Computer den Eintritt in ein neues industrielles Zeitalter verspra - chen, verbaute das in den 1970er- Jahren gegründete Unternehmen bereits erste Mikroprozessoren in Dentaleinheiten. Seitdem hat diese Idee nicht nur eine neue Ära für zahnmedizinisches Equipment ein- geleitet, sondern auch jahrzehnte- lang Standards für eine gesamte Branche geprägt. Man mag der Versuchung er - liegen, Planmeca aufgrund dessen lediglich auf Dentaleinheiten, wie dem neuen ergonomisch-geform- ten Compact i oder dem derzeiti- gen Aushängeschild Souvereign, zu reduzieren. Über die Jahre hinweg hat die Firma jedoch auch eine Reihe von technisch ausgereiften Dentalröntgengeräten und Soft- wareanwendungen auf den Markt gebracht, die ihr nicht nur breite Marktakzeptanz beschert haben, sondern inzwischen auch in unge- wöhnlichen Orten wie Militärba- sen der US-Armee anzufinden sind. Heute generiert die Planmeca- Gruppe mit ihren sechs Tochter - gesellschaften nach eigenen Anga- ben jährlich einen Umsatz von 700 Millionen Euro, was sie in einer Liga mit Industriegrößen wie Sirona Dental System oder KaVo spielen lässt. Es erscheint ungewöhnlich, dass diese Erfolgsgeschichte bis heute von einem eher unschein- bar erscheinenden Industriebezirk zehn Kilometer östlich von Hel - sinki’s Zentrum aus gesteuert wird. Dort hat das Unternehmen kürzlich Firmengründer und Präsident Heikki Kyöstila neben einem Kontrollcomputer, mit dem sich die automatisierte Lagerhalle bedienen lässt. (Foto: Torsten Oemus, DTI) Lösungsorientierte Denkweise und die Leidenschaft, Arbeitsabläufe bei zahnmedizinischen Behandlungen immer weiter zu perfektionieren. terung begonnen und sind trotz der extremen Bedingungen im Winter im Zeitplan geblieben,“ fasst Präsi- dent und Inhaber Heikki Kyöstila gegenüber Dental Tribune die letz- Zusammenspiel verschiedener Pro- dukte und Anwendungen unter dem sogenannten „Digital Perfection Integration“-Banner, um Daten und Ergebnisse aus verschiedenen bild - integriertes 3-D-Gesichtsscansys- tem, das realistische 3-D-Gesichts - fotografien allein oder in Kombina- tion mit einem CBVT-Scan erstellen kann. Laut dem Planmeca Vizeprä- Als fahrbare Cart-Version und mit offener Schnittstelle für diverse CAD/CAM-Systeme, ermöglicht das Gerät Behandlern die komplette intraorale Situation eines Patienten zu erfassen und als dreidimensio - nales Modell abzuspeichern. Alle diese Daten kommen an- schließend in der Romexis-Soft- ware zusammen, die seit Kurzem um eine eigenständige Applikation für Apple’s iPhone- und iPad-Ge- räte erweitert wurde. Behandler sol- len damit nicht nur die Möglichkeit haben, zwei- und dreidimensionale klinische Bilder via mobilen Gerä- ten weltweit abzurufen und auszu- tauschen, sondern verfügen damit auch erstmals über eine eigenstän- dige mobile Anwendung zum Ren- dering von 3-D-Oberflächen. Neben den zahlreichen klini- schen Vorteilen markieren diese Neuheiten für Kyöstila vor allem einen Neubeginn. Seiner Ansicht nach hängt die Zukunft seiner Firma von einer lösungsorientier- ten Denkweise sowie der Leiden- schaft ab, Arbeitsabläufe bei zahn- medizinischen Behandlungen im- mer weiter zu perfektionieren. „Wir glauben an die Idee, dass es bei der Planung und Herstellung von neuen bahnbrechenden Pro- dukten stets darauf ankommt, auf die Bedürfnisse der Kunden ein - zugehen“, fasst er zusammen. „Das genaue Beobachten von Arbeits - abläufen in der Praxis hilft uns die Bedeutung kleinster Details zu er- kennen, die letztendlich den Un - terschied für den Endbenutzer aus- machen.“ DT Außenansicht der vergrößerten Produktionsstätte mit großer Glasfassade. (Foto: Planmeca, Finnland) Die neuen Räumlichkeiten sind zusammen größer als sieben Fußballfelder. (Foto: Planmeca, Finnland) seine Produktionsstätten auf eine Fläche erweitert, die mehr als sieben Fußballfeldern entspricht. Hinter den neu glänzenden Glasfassaden, die den nordisch-klaren Himmel an Sonnentagen reflektieren, verber- gen sich neben Verwaltungsbüros eine emsige Produktion mit voll - automatisierter und moderner Ro- botertechnik ausgestatteten Lager- halle im Erdgeschoss. „Wir haben erst im April letzten Jahres mit den Plänen für die Erwei- ten 18 Monate zusammen. „Mit den neuen Produktionsstätten können wir jetzt auf die gestiegene Nach- frage unserer Produkte noch effek- tiver und schneller reagieren.“ Der 65-jährige Hobbygolfer sieht eine erfolgreiche Zukunft für das Unternehmen voraus, das er neben dem Medizintechnikzulie - ferer Planmed seit 1971 leitet. Das Herzstück der zur letzten Interna- tionalen Dental-Schau in Köln vor- gestellten Produktoffensive ist ein gebenden Verfahren besser und ef- fektiver zusammenzuführen. Laut der Firma sollen Behandlern beson - ders in der präoperativen Phase so mehr klinische Informationen und damit Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen. Im Hardwarebereich führte das Unternehmen dafür zwei neue Ver- sionen seines Röntgengerätes Pro- Max 3D ein, die um die Volumen- größen 34 x 42 mm bis 16 x 16 cm erweitert wurden. Neu ist auch ein sidenten für den Bereich Digitales Röntgen, Helianna Puhlin-Nurmi- nen, reduziert das System nicht nur die Strahlungsbelastung für die Pa- tienten erheblich, sondern sichert auch bessere klinische und ästheti- sche Ergebnisse in Bereichen wie der Kieferorthopädie oder der ma- xillofazialen Chirurgie. Die Abnahme intraoraler Ab- druckdaten kann mit dem Planmeca PlanScan-Scanner nun auch direkt über die Dentaleinheit erfolgen. Planmeca exportiert seine Produkte derzeit in über 100 Länder. Neben der Firma mit dem gleichen Namen und Plandent umfasst die Firmengruppe auch den Instrumenthersteller LM Instruments, Triangle Future Systems und Opus Systemer, welche Software für das Praxismanagement vertreibt. Weitere Informationen sind für Sie auf der Firmenwebsite www.planmeca.com erhältlich.
DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 International Business 9 Herbstfest mit zahnmedizinischen Innovationen Henry Schein Dental Austria begeisterte ihre Kunden mit informativem und unterhaltsamen Programm und knüpft damit an Vorjahreserfolg an. Zum zweiten Mal feierte die Henry Schein Dental Austria GmbH ihr Herbstfest und lud Gäste aus allen Bereichen der Zahnmedizin, Zahn- technik und Universitäten in den Firmensitz in der Computerstraße 6, Wien, ein. Über 40 Hersteller und Lieferanten informierten über neu- este Produkte und technische Inno- vationen, die zum Teil vor Ort selbst ausprobiert werden konnten. Zum umfangreichen Programm der Veranstaltung zählten aber auch Fachvorträge, unter anderem über die neuen Hygienerichtlinien und den Einstieg in die digitale Röntgen- welt. Im Anschluss an den bereichern- den Tag lud Henry Schein seine Gäste zu einer bunten Abendveranstaltung, deren Highlight zweifelsohne der Auftritt der Schauspielerin und Ka- barettistin Prof. Elfriede Ott war. Zu späterer Stunde rundeten Musik und Tanz den Abend ab und ließen die Veranstaltung ausklingen. Das Herbstfest gehört zu den re- gional größten Kundenveranstaltun- gen im Hause Henry Schein in Öster- reich. Über 200 Besucher aus ganz Österreich folgten der Einladung des Marktführers. Kunden beim diesjährigen Herbstfest von Henry Schein Dental Austria in Wien. Zufriedene Kunden Für Henry Schein Dental Austria ist die Bereitstellung höchster Qua- lität im Bereich der Servicedienst- leistungen und der Produkte und die damit verbundenen Möglichkeiten, bestehende und neue Kunden in allen Belangen ihrer täglichen Erfor- dernisse kompetent und individuell unterstützen zu können, erklärter Fokus. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem diesjährigen Herbstfest an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen und unseren Gästen einen bunten Rah- men aus Information und Unterhal- tung bieten konnten. Die großartige Resonanz auf diese zweite Veranstal- tung zeigt uns, dass unsere Kunden uns als kompetenten, serviceorien- tierten Partner an ihrer Seite zu schät- zen wissen“, sagt Roman Reichholf, Geschäftsführer von Henry Schein in Österreich. Auch für 2012 ist bereits ein Herbstfest geplant. Dies wird am 28. September 2012 ebenfalls in den Räu- men der Henry Schein Dental Austria GmbH in Wien stattfinden. Über Henry Schein Henry Schein Dental Austria GmbH mit Sitz in Wien gehört zu Henry Schein, Inc. und ist damit Teil des führenden Anbieters von Ge- sundheitsprodukten und -dienstleis- tungen für niedergelassene Ärzte. Henry Schein versorgt seine Kunden aus Zahnarztpraxis und Labor mit ei- nem breiten Sortiment an Materia- lien und Instrumenten führender Hersteller sowie beratungsintensiven Investitionsgütern und innovativen Technologielösungen. Als Komplett- anbieter steht er Zahnärzten und Zahntechnikern mit einem umfas- senden Beratungs- und Dienstleis- tungskonzept zur Seite. In Österreich wurde die erste Henry Schein Repräsentanz 1997 er- öffnet und ist heute mit rund 120 Mitarbeitern vertreten. 2003 wurde Henry Schein Austria gegründet und das Unternehmen als Fullservice- Depothandel ausgerichtet. DT Henry Schein Dental Österreich Gesellschaft m.b.H. Computerstr. 6 1100 Wien Tel.: 05 9992-0 Fax: 01 52521134 info@henryschein.at www.henryschein-dental.at ANZEIGE Strategische Partnerschaft Kettenbach und BISCO kooperieren. Der deutsche Spezialist für Abform- materialien Kettenbach, Eschenburg, und der US-amerikanische Hersteller hochwertiger dentaler Adhäsivmateri- alien, BISCO Inc, Schaumburg, USA, verkündeten im August den Beginn ei- ner strategischen Partnerschaft zwi- schen beiden Unternehmen. Kettenbach verkauft seit Oktober 2011 BISCO-Produkte exklusiv in die Zementierung und die Komposit- befestigung“, sagte Jens Kuhn, Präsi- dent von Kettenbach, während der Ver- tragsunterzeichnung im Firmensitz von BISCO in Schaumburg, USA. „Die Kooperation mit Kettenbach gibt uns die Möglichkeit, international weiter zu wachsen. Wir freuen uns, ei- nen Partner gefunden zu haben, der unsere Philosophie teilt, Zahnärzten die bestmöglichen Produkte zur Verfü- gung zu stellen.“, erklärte Dr. Byoung In Suh, Gründer und Geschäftsführer von BISCO. Deutschland und Österreich. Das Schwergewicht des Sortimentes liegt dabei zunächst auf dentalen Adhäsi- ven und Zementen. Highlights sind das selbstätzende Adhäsiv ACE® ALL- BOND SE® und BisCem®, ein selbst- haftender Komposit-Befestigungsze- ment. Kettenbach führt darüber hin- aus auch Z-PRIMETM Plus auf dem deutschen Markt ein. Z-PRIMETMPlus ist der weltweit erste Primer, der eine chemische Verbindung zu Zirkon her- stellt und dadurch die Haftwerte von indirekten Restaurationen aus Zirkon signifikant verbessert. „Mit der Einführung der Produkte von BISCO können wir unseren Kun- den eine ganz neue Produktwelt eröff- nen. Zusätzlich zu unseren Abform- materialien bieten wir Zahnärzten jetzt auch hervorragende Lösungen für Kettenbach ist ein Familienunter- nehmen, das für sein großes Sortiment an Abformmaterialien in Premium- qualität bekannt ist und seine Pro- dukte ausschließlich an seinem Unter- nehmensstandort in Eschenburg pro- duziert. BISCO ist seit 30 Jahren ein füh- rendes Unternehmen im Bereich der Adhäsiv- und Komposittechnologie, das sich durch seine eigene Forschung und Entwicklung sowie seine innova- tiven und anwenderfreundlichen Pro- dukte auszeichnet. DT Kettenbach GmbH & Co. KG Im Heerfeld 7 35713 Eschenburg, Deutschland Tel.: +49 027 747050 info@kettenbach.de www.kettenbach.de www.zwp-online.at www.zwp-online.info Auch in Deutschland und der Schweiz! www.zwp-online.ch
10 International Events DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 „Connecting your team with dental excellence“ Erfolgreiche 2. Neoss LINK Team Days am 30. September und 1. Oktober 2011 in Italien. STRESA – Am 30. September und 1. Oktober 2011 fanden die zweiten internationalen Neoss LINK Team Days mit über 400 Teilnehmern im Regina Palace Grand Hotel am Lago Maggiore in Stresa, Italien, statt. Neoss konnte für den Kongress 16 hoch - rangige internationale Referenten gewinnen, die ei ne breite Spanne von chirurgischen, akademischen und wissenschaftlichen Studien mit ihrer hervorragenden Implantatstabilität, insbesondere während der ersten sechs Wochen nach Implantation, überzeugt hat. In den Vorträgen wurde eine Vielzahl an klinischen Materialien und Informationen präsentiert und die hervorragende Vielseitigkeit, Einfachheit und Anwendbarkeit des Repräsentierten Neoss auf den 2. LINK Team Days in Stresa (v.l.n.r.): Dr. Thomas Zumstein, Luzern, Referent, Fredrik Engman, CTO und Gründer Neoss, Prof. Neil Meredith, For- schungsleiter und Neoss-Gründer, Prof. Lars Sennerby, Universität Göteborg, Michael J. Dormer, Executive Chairman und CEO Neoss, Felix Zumstein, Flexident AG, Neoss- Vertriebspartner in der Schweiz und Liechtenstein. wissenschaftlichen Vorträgen hiel- ten. Moderiert wurden die 2. Neoss International LINK Team Days von Prof. Dr. Lars Sennerby, Oralchirurg an der Universität Göteborg, und Prof. Dr. Neil Meredith, Director of Research und Gründungsmitglied von Neoss. Der Kongress wurde durch Mi- chael J. Dormer, Geschäftsführer und CEO von Neoss, eröffnet, der in sei- ner Willkommensansprache auf die rapide Expansion des Unternehmens in den letzten zehn Jahren und die kontinuierlichen Produktweiterent- wicklungen einging. Professor Neil Meredith, Gründer und Forschungs- direktor von Neoss, ging tiefer ins De- tail und stellte das Tapered Implantat vor, welches zurzeit in Entwicklung ist. Das neue Implantat wird die Pro- Active-Oberfläche aufweisen, die seit ihrer Einführung im Jahre 2009 in Neoss Systems demonstriert. So prä- sentierte Prof. Sennerby Daten einer klinischen Langzeit-Studie mit dem Neoss Implantat System, welche sehr hohe Erfolgsraten aufweist. Der ohnehin schon sehr erfolg- reiche Kongress wurde von einem attraktiven Rahmenprogramm mit Bootstour und gemeinsamen Abend- essen abgerundet. Wegen des großen Erfolgs und des sehr guten Feedbacks freut sich Neoss bereits jetzt auf die Organisation der 3. Internationalen Neoss LINK Team Days. DT Neoss GmbH Im MediaPark 8 50670 Köln, Deutschland Tel.: +49 221 55405-303 Fax: +49 221 55405-520 rainer.woyna@neoss.com www.neoss.com „Implantologie – Update Zürs 2012“ DGOI startet 7. Internationales Wintersymposium in Zürs am Arlberg. KRAICHTAL – Wo steht die orale Implantologie im Jahr 2012? Das 7. Internationale Wintersymposium der Deutschen Gesellschaft für Orale Implantologie (DGOI) vom 11. bis 18. Februar 2012 gibt die Antwort. Dort werden neue wie bewährte Therapie- konzepte vorgestellt und reflektiert. Über eine Woche hinweg wird der ROBINSON CLUB ALPENROSE in Zürs am Arlberg wieder zum Treff- punkt für rund 120 implantologisch tätige Zahnärzte, Zahntechniker und namhafte Referenten. Programm im sportlichen Umfeld Die Veranstaltung mit dieser limi- tierten Anzahl an Teilnehmern steht für einen intensiven Wissensaustausch in einer freundschaftlichen Atmosphäre und für eine lebendige Diskussions- kultur. „In Zürs findet der Wissens- transfer nicht nur vom Vortragspo- dium zu den Zuhörern statt, sondern auch in zahlreichen Gesprächen und Diskussionen, die im sportlichen und gesellschaftlichen Umfeld des Kon- gressortes stattfinden. Dieses Am- biente schafft zwischen Referenten und Tagungsteilnehmern eine gleiche Augenhöhe für den Austausch“, so der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Georg H. Nentwig, Frankfurt am Main. Er hat unter dem Leitthema „Implan- tologie – Update Zürs 2012“ ein ab- wechslungsreiches Programm mit wis- senschaftlichen wie auch praxisorien- tierten Vorträgen zusammengestellt. Implantologisches Update Das Update 2012 beleuchtet ver- schiedene Aspekte der Knochenrege- neration, zum Beispiel deren Abhän- gigkeit von geschlechterspezifischen Aspekten, den Aufbau eines extrem resorbierten Kieferhöhlenbodens, die nächste GBR-Generation, die 3-D- Knochenregeneration ebenso wie ver- schiedene Sinuslift-Techniken. Im Be- reich Ästhetik werden beispielsweise die Anforderungen an ein Emergenz- profil, ästhetische Lösungen mit custo- mized Abutments sowie verschiedene Methoden für ein möglichst vorher- sagbares Weichgewebsmanagement diskutiert. Auch interdisziplinäre The- men werden angesprochen, zum Bei- spiel verschiedene Alignertechniken in der Kieferorthopädie, die computerge- steuerte Kiefer-Relationsbestimmung und ganzheitliche Ansätze für die im- plantologische Therapie. Darüber hin- aus gibt es Tipps zu Social Media für die Zahnarztpraxis und zur Abrech- nung. Zusätzlich finden an den meisten Nachmittagen Workshops statt, bei- spielsweise zu Themen aus den Berei- chen Implantologie, Kieferorthopädie und Persönlichkeitstraining. Der Veranstaltungsort ROBIN SON CLUB ALPENROSE bietet mit seiner ge hobenen Infrastruktur und einem viel seitigen Sportprogramm auch Ab- wechslung für mitreisende Partner und Familien. Zudem plant die DGOI traditionell ein Rahmenprogramm mit einem Slalom-Skirennen und ei- nem zünftigen Hüttenabend. Weitere In formationen und Anmeldung: DGOI Büro Bruchsaler Straße 8 76703 Kraichtal, Deutschland Tel.: +49 7251 618996-0 mail@dgoi.info, www.dgoi.info Hotspot für Zahnärzte und Zahntechniker ITI-Kongress 2012 erstmals mit einer Industrieausstellung. ziner und Zahntechniker. Sollten beide als Team teil- nehmen, erhalten sie einen Preisvorteil von 50 Euro. Wie in den vergan - genen Jahren veranstaltet Straumann für die Teilneh- mer eine Kongress-Feier, das Motto: „Emergency Room“. Bei spannenden Showeffekten und mitrei- ßender Livemusik auf der Tanzfläche sollen Spaß, der Erfahrungsaustausch so- wie das Networking nicht zu kurz kommen. BASEL –Der Kongress der ITI-Sektion Deutschland am 27. und 28. April 2012 in Köln ist erneut als Gemeinschaftstagung mit den Zahn technikern kon- zipiert. Das Leitthema lautet: „Neue Technolo- gien und Methoden – nützlich oder nötig?“. Es ist die Fortsetzung des Kongresses 2008, wo man sich auf die Interaktion von Biologie und Technik in der Implantologie kon- zentrierte. Als Veranstal- tungsort wurde das Staatenhaus am Rheinpark auf dem Kölner Messe - gelände gewählt. Dort kann ein beson- deres Ambiente geboten und erstmals eine Industrieausstellung realisiert werden. Bekannte und international re- nommierte Referenten berichten über den aktuellen Stand der Diskussion zur Implantatsetzung auf Knochenniveau versus Weichgewebeniveau und de - battieren über Implantatmaterialien und neue Verfahren. Es gibt genügend Raum für die Diskussion über aug- mentative Verfahren mit ihren Novi - täten und insbesondere der digitalen Prozesskette auf wissenschaftlicher Basis mit ihren praktischen Umset- Staatenhaus am Kölner Rheinpark. zungsmöglichkeiten. Im traditionellen „Streitgespräch“ geht es zum einen um die Lösungsmöglichkeiten bei Implan- tatmisserfolgen und zum anderen um Therapiekonzepte bei periimplantä- ren Infektionen. Der ITI-Kongress steht im Zeichen des direkten Dialogs zwischen Medi - zinern und Zahntechnikern. So wird der stetig wachsende Kommunika - tions bedarf zwischen Zahnmedizin und Zahntechnik unterstützt. Das Kongressprogramm ist auf praxisnahe Inhalte beider Fachbereiche im Sinne einer zukunftsorientierten und hoch qualitativen Zusammenarbeit aus - gerichtet. Deshalb fördert das ITI die Teilnahme kooperierender Zahnmedi- Der gemeinsame Beirat Fortbil- dung der BZÄK mit der DGZMK empfiehlt für diese Fortbildung eine Be wertung mit 15 Punkten. Die Work - shops werden mit weiteren drei Fort - bildungspunkten bewertet. Zusätzli- che Informationen und Anmeldung direkt beim ITI oder auf der Webseite: www.iti.org/congressgermany DT ITI International Team for Implantology Peter-Merian-Weg 10 4052 Basel, Schweiz Tel.: +41 61 2708383, Fax: +41 61 2708384 events@iticenter.ch www.iti.org/congressgermany
DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 International Events 11 „Wir holen die internationale Elite der Zahnarztgemeinschaft nach Lech“ „First Licus Congress of Dentistry“ im März 2012. Lech Institute of Dentistry bietet erstes umfassendes Curriculum auf internationalem Niveau. Teilnehmer in kompakten Theorie- blöcken kennen und in ausführlichen Hands-on-Workshops sofort umzu- setzen. Die weiteren Stufen Hospita- Zahnmedizin und behandelt auch Themen wie Persönlichkeitsentwick- lung und Unternehmensmanage- ment“, erläutert Dr. Gerhard Iglhaut das Programm. „Denn was wir in Zukunft brauchen werden, sind Spezialisten mit dem nötigen Überblick, um den Patienten souverän zu führen.“ Vierstufiges Lernkonzept LECH AM ARLBERG – 1.444 Meter über der Routine: Unter diesem Motto wollen Dr. Gerhard Iglhaut und Univ.- Doz. Dr. Werner Lill die zahnärztliche Fortbildung neu definieren. Darum haben sie Licus – The Lech Institute of Dentistry gegründet. Das Programm startet mit einer intensiven Winterwo- che an einem inspirierenden Ort:„First Licus Congress of Dentistry“, in Lech am Arlberg vom 17. – 24. März 2012. Licus ist das, was in der hiesi- gen Weiterbildungslandschaft bisher fehlte: ein kohärentes, kompaktes und umfassendes Curriculum auf interna- tionalem Top-Niveau. Dank Licus brauchen sich Zahnärzte ihr Fortbil- dungsprogramm nicht mehr aus ver- streuten Angeboten zusammenzusu- chen. Licus bietet ein durchdachtes System aus 38 Lernmodulen – konse- quent aufeinander aufbauend, kon- zentriert auf zwei Wochen pro Jahr, und immer am selben Ort in einer fas- zinierenden Hochgebirgslandschaft: Lech am Arlberg. „Unser Curriculum umfasst sämtliche Fachgebiete der Die didaktisch fundierte Kombination von Unterrichts- methoden umfasst vier Stufen: Theorie – Hands-on – Hospita- tion – Supervision. „Das theore- tische Wissen wächst rasant. Doch in der Praxis zählt, was bei den Patienten ankommt“, meint Dozent Dr. Werner Lill. „Wir holen die inter- nationale Elite der Zahnarztgemein- schaft nach Lech – das sind allesamt ex- zellente Praktiker, die wissenschaftli- che Erkenntnis mit eigener Erfahrung verknüpfen und daraus innovative Techniken entwickeln.“ Diese bewähr- ten Behandlungskonzepte lernen die dern auch als Plattform für den Aus- tausch mit gleichgesinnten Kollegen, Referenten, Mentoren. Das regelmä- ßige Zusammentreffen in der gleichen Gruppe soll über die Jahre Ver- trauen und Freundschaften ent- stehen lassen – Voraussetzung für die Diskussion schwieriger Patientenfälle oder für neue Möglichkeiten der Zusammen- arbeit. Im März 2012 in Lech Der „First Licus Congress of Dentistry“ bringt hochkarätige Referenten nach Lech. Den Auf- takt bildet Prof. Edward P. Allen aus Dallas/USA mit dem Lern- modul „Plastische Parodontalchirur- gie Grundlagen“. Dr. Josef Diemer aus Meckenbeuren referiert zum „Endo- dontischen Basiskonzept“, Dr. Robert R. Winter aus Scottsdale/USA zur „Anterioren Kronen- und Brücken- therapie“. Das vierte Lernmodul des Winter-Kongresses, „Implantologi- sche Basischirurgie (Hart- und Weich- gewebe)“, übernimmt Dr. Gerhard Iglhaut persönlich. Der international gefragte Referent mit Praxis in Mem- mingen ist Vizepräsident der Deut- schen Gesellschaft für Implantologie (DGI), Dozent an der Georg-August- Universität in Göttingen und gehört dem Lehrkörper der APW/DGI an. Licus Plus Am 21. März erwartet die Kon- gressteilnehmer ein besonderer Event, den Dozent Dr. Werner Lill, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP), gestaltet. De- tails zum Seminar lässt sich Dozent Dr. Lill noch nicht entlocken: „Licus Plus soll eine Überraschung werden – speziell für die Teilnehmer der gesam- ten Kongresswoche.“ DT Licus GmbH The Lech Institute of Dentistry Dorf 421, 6764 Lech am Arlberg Tel.: 05583 30803, Fax: 05583 30843 tamara.huber@licus.eu Dr. Gerhard Iglhaut Univ.-Doz. Dr. Werner Lill tion und Supervision vertiefen das Ge- lernte und vermitteln souveräne Si- cherheit im Umgang auch mit schwie- rigen Behandlungsfällen. Licus Network Das Licus Curriculum ist ganz be- wusst in der Form einwöchiger Kon- gresse gestaltet: Licus versteht sich nicht nur als Fortbildungsinstitut, son- Frühjahrs-Seminar in Meran Austausch auf Augenhöhe Vom 27. bis 29. April 2012 findet das Internationale Frühjahrs- Seminar in Südtirol mit Fokus auf den Seitenzahnbereich statt. Ende September hatte BEGO Zahntechniker und -mediziner zum 1. IMCC-Kongress nach Wien eingeladen. Das hohe fachliche Niveau der Referenten sorgte für beste Resonanz. INNSBRUCK – Univ.-Prof. DDr. Siegfried Kulmer, Präsident des Ver- eins Tiroler Zahnärzte e.V., lädt herzlich zum bewährten Internatio- nalen Frühjahrs-Seminar Meran ein, das vom 27. bis 29. April 2012 im Kurhaus Meran veranstaltet wird. Das wissenschaftliche Programm wird unter dem Thema „Faszination Seitenzahnbereich“ durchgeführt. Die Bandbreite der Vorträge spannt sich von der Implantologie über die Kieferhöhle aus HNO- und kiefer- chirurgischer Sicht über die Erhal- tung parodontal geschädigter Zähne oder Zähnen mit Bi- beziehungsweise Trifurkationsproblemen, anstelle von Implantaten. Außerdem werden ebenfalls die moderne Endodontie und bio-psycho-soziale Aspekte an- gesprochen. Der Festvortrag „Mysterium und Faszination des Schlafes“ von Ao. Univ.-Prof. Dr. Birgit Högl, Leiterin des Schlaflabors und der Spezialam- bulanz für Schlafstö- rungen an der Medizinischen Universität Innsbruck, verspricht neue Einblicke. Am Sonn- tagvormittag wird, nach den Vorträ- gen, das Auditorium gemeinsam mit allen Referenten und Referentinnen diskutieren, wie sich aufgrund wissen- schaftlicher Daten die Kieferorthopä- die ändert, um für das 21. Jahrhundert gewappnet zu sein und ihrem medi- zinischen Auftrag gerecht zu werden. Assistenten/-innen und Prophy- laxeassistenten/-innen erwartet am 27. und 28. April 2012 ein topaktuel- les Prophylaxe-Update und Einfüh- rung in Trancetechniken für die tägli- che Praxis. Eine den Kongress beglei- tende Dentalausstellung im Kursaal Meran bietet allen Interessierten neue und bewährte Produkte. DT Verein Tiroler Zahnärzte Sekretariat: Christine Kapplmüller Anichstraße 35 6020 Innsbruck Tel.: 0512 50427189 Mobil: 0699 15047190 office.vtz@uki.at www.vtz.at WIEN – Unaufhaltsam hält die Digi- talisierung Einzug in Praxis und La- bor und bestimmt zunehmend den gesamten Prozess vom zahnärzt- lichen Befund bis zur Eingliederung des fertigen Zahnersatzes. Compu- tergestützte Verfahren bieten dabei aber nicht nur neue Möglichkeiten, auf steigende Patientenanforderun- gen zu reagieren, sondern bringen auch neue Herausforderungen mit sich. Neben dem Aufbau „digitaler Kompetenzen“ ist gerade im Feld der Implantologie und Implantatpro- thetik die enge Vernetzung und part- nerschaftliche Zusammenarbeit zwi- schen Zahnarzt und Zahntechniker ausschlaggebend für gute Resultate und zufriedene Patienten. Um diesem Partnerschaftsge- danken Rechnung zu tragen, bot BEGO mit dem 1. IMCC-Kongress ein Forum für den kollegialen und interdisziplinären Austausch „auf Augenhöhe“. „digital dentistry“: Neue Möglichkeiten diskutiert Namhafte Referenten aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden trugen mit ihrer Ex- pertise zu dem interessanten und vielfältigen Programm bei, das von der navigierten Chirurgie bis zur fertigen Implantatprothetik kein Thema der „digital dentistry“ unbe- handelt ließ. „Wir freuen uns über das starke Interesse und das überaus po- sitive Feedback der Teilnehmer – an- gesichts der Vielzahl an Kongressen und anderen Fortbildungsveranstal- tungen ist dies nicht selbstverständ- lich“, so Axel Klarmeyer, Geschäfts- führer der BEGO Medical GmbH. Die wissenschaftliche Leitung oblag Prof. Dr. Dr. Volker Strunz und ZTM Friedrich Kriegler, die den Kongress eröffneten und das Audito- rium durch das Programm führten. Konzentrierte Arbeitsatmosphäre beim IMCC-Kongress in Wien. Zahlreiche Experten dis- kutierten über neue Technologien und Materialien im Bereich der „digital dentistry“. Prof. Dr. Daniel Edelhoff skizzierte den Wandel der dentalen Welt durch innovative Technologien sowie neue Restaurationsmaterialien und zeigte das Spektrum moderner Behand- lungskonzepte auf. Zahnarzt Hinrich Peter Romeike (Olympiasieger im Vielseitigkeitsreiten) widmete sich dem Thema Eigenmotivation und Wille zum Erfolg. Wie Patienten be- raten, überzeugt und begeistert wer- den können, war Thema von Dr. Dirk U. Duddeck, während sich Dr. Joost Brouwers (M.Sc.) mit Sofort- implantationen im ästhetischen Be- reich auseinandersetzte. Möglichkei- ten digitaler Verblendtechnologien wurden von ZT Josef Schweiger erör- tert. Wie Implantologie und CAD/ CAM einander ideal ergänzen, wurde von Priv.-Doz. Dr. Florian Beuer ver- deutlicht. Dr.-Ing. Simon Höges prä- sentierte das BEGO Guide Planning Center. Außerdem stellte Dr. Dr. Ralf Smeets Alternativen zu autolo- gen Knochentransplantaten in der dentalen Implantologie vor. Thema von Dr. Han van Dijk (M.Sc.) war das „All-on-4-Konzept“ (feste Brücken auf 4 Implantaten). Einen abschlie- ßenden Überblick über die Mega- trends der digitalen Implantologie und digitalen Prothetik gaben ZTM Thomas Kwiedor und ZTM Thomas Riehl. DT BEGO Unternehmensgruppe Technologiepark Universität Wilhelm-Herbst-Str. 1 28359 Bremen, Deutschland www.bego.com/imcc ANZEIGE 0 0 3 9 S C Die Vorzüge von Flexibilität. Das neue CS 9300 System: Die ultimative “All-In-One”-Lösung mit “Flexi-Field-Of-View” Weitere Infos unter: www.carestreamdental.com oder Tel.: +49 (0)711 20707306 © Carestream Health, Inc. 2011.
12 International Events DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 3. „Competence in Esthetics“ in Wien begeisterte Im November 2011 begrüsste Ivoclar Vivadent rund 1.300 Zahnärzte und Zahntechniker aus 27 Ländern zum 3. Ästhetik-Symposium des Dentalunternehmens im Austria Center Vienna, Wien. Über 23 nationale und internationale Dentalaussteller freuten sich über den großen Andrang. präsentierten klinische Ergebnisse aus den Bereichen Implantatchirurgie und Weichgewebemanagement. Unter dem Thema „Die Gestaltung der weißen und roten Ästhetik durch minimal - invasive Vorgehensweisen; vollkera - mische Versorgungen, Implantate und periodontale Aspekte“ erklärten die Referenten ihre Vorgehensweise zur Erreichung eines schönen Lächelns („digital smile design“). Beide machten die Wichtigkeit der Gesichtsanalyse (mit dem Computer) dem Auditorium klar. Implantatfälle im Oberkiefer werden fast ausschließlich nur mit Nobel Active versorgt, da gemäß Dr. Eric Van Dooren das Implantat über die höchste Primär- stabilität verfügt. Bei geringem Platzan- gebot hat er bisher das 3,3 mm schmale Brånemark-Implantat verwen det, zu- künftig bei Einzelzahnversorgungen wird hier das neue NobelActive 3,0 mm eine sehr gute Alternative darstellen. Dr. Oliver Ploder, Dr. Peter Kapel- ler und Zahntechniker Ronny Hölbl zeigten in ihrem Referat „Chirurgie und prothetische Restaurationen in der ästhetischen Zone“ vor allem Falldoku - mentationen von chirurgisch-prothe- tischen Ver sorgungen. Zum Schluss des Vortrages zeigten die Behandler kom- plizierte klinische Fälle, die mithil fe von NobelGuide und der ImplantBridge von timale Hilfestellung für die richtige Auswahl von Press- und CAD-Rohlin- gen. Der Teamvortrag von Ass. Prof. Dr. Stefen Koubi, Frankreich, und Hilal Kuday, Türkei, trug den Titel „Ein äs- thetischer Ansatz: Minimaler Verlust biologischer Strukturen bei maximaler Ästhetik“. Ihre Arbeiten beweisen, dass Zahnärzte und Zahntechniker hoch ästhetische Resultate erzielen können – auch wenn sie geografisch weit von - plantatpositionen unter Berücksich - tigung der finalen prothetischen Ver- sorgung. Aus Deutschland angereist, stellte Dr. Andreas Kurbad in seinen Ausführungen die Frage: „Computer- gestützte Ästhetik – Fiktion oder bereits Realität?“ Der Referent veranschau- lichte, dass sich bei vielen klinischen Indikationen computergestützte Res- taurationen von manuell erarbeiteten kaum noch unterscheiden lassen. Er 1 4 2 5 3 6 Abb. 1 & 2: Begrüßung durch Gernot Schuller, Verkaufsdirektor für Österreich und Osteuropa, und Josef Richter, Geschäftsleitung Vertrieb Deutschland, Ivoclar Vivadent. – Abb. 3: Musikalisches Showprogramm. – Abb. 4 & 5: Moderation durch Univ.-Prof. Dr. Gerwin Arnetzl und Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz. – Abb. 6: Das Team der Ivoclar Vivadent. einander entfernt sind. Der Schlüssel zum Erfolg bilden hervorragende Bilddokumentationen und eine klare Kommunikation. Einen wesentlichen Faktor in der ästhetischen Versorgung spielt auch die Funktion, wie die wis- senschaftlich unterlegte Präsentation von Univ.-Prof. DDr. Siegfried Kulmer und Zahntechnikermeister Christoph Zobler aus Österreich zeigte. Zukunft CAD/CAM-Technologie In seinem Vortrag „Klinische As- pekte von Chairside-CAD/CAM-Res- taurationen“ bot PD Dr. Andreas Bindl, Schweiz, nicht nur einen Über- blick über die Entwicklung der CAD/ CAM-Technologie, sondern auch da - rüber, was heute „State of the Art“ ist und wie sich dieser Bereich in Zukunft entwickeln könnte. Laut Dr. Bindl eröff - ne insbesondere die Kombination von CEREC und der CBCT („Cone Beam“- Computertomografie) neue Möglich- keiten in der Analyse von Knochen- strukturen und der Planung von Im- betonte aber auch, dass zur Erreichung von hoch ästhetischen Resultaten nach wie vor ein talentierter Fachmann von- nöten sei. NobelProcera versorgt wur den. Als das Material der Wahl von Superstruktu- ren wurden die Arbeiten mit Lithi um- Disilikat-Keramik fertiggestellt. Implantatchirurgie Dr. Rudolf Fürhauser (Main Po- dium & Workshop), Österreich, be- tonte im Hinblick auf Standards im Bereich CAD/CAM und ästhetische Restaurationen die Wichtigkeit der in- itialen Situation und die Kenntnis da - rüber. Auch sollte der bekannte PES (pink esthetic score) zur Evaluation ge- nutzt werden. Vor allem im Frontzahn- bereich ist dem Emergenzprofil beson- dere Bedeutung zu schenken, da nach Eingliederung der definitiven Krone eine vorhersagbar nur sehr geringe Gingivarezession auftritt. Dr. Fürhau- ser rundete seinen Vortrag mit Aspek- ten der Phonetik ab und ging dabei insbesondere auf die Wichtigkeit der Frontzahnpositionen ein. Dr. Eric Van Dooren, Belgien, und Dr. Christian Coachman, Brasilien, Neue Software von Nobel Biocare Im Nobel Biocare-Workshop mit Prof. DDr. Werner Zechner wurde die neue NobelClinician-Software aus- führlich vorgestellt. Die Software ge- hört zum Workflow NobelGuide und erleichtert die digitale Diagnostik und Behandlungsplanung bei implantolo- gischen Versorgungen. Vom Behandler wird erwartet, dass eine übergreifende Analyse (radiologisch, klinisch, ästhe- tisch) vor Behandlungsbeginn ge- macht wird. Werner Zechner warnte davor, dabei typische Planungsfehler – wie z.B. die millimetergenaue Platzie- rung an messerscharfen Knochenkan- ten – zu begehen. Denn biologische Re- modelling-Prozesse finden – genau wie an normal gesetzten – auch an navigiert platzierten Implantaten statt. Die Pla- nung sollte immer vom gedachten Endergebnis ausgehen. NobelClinician unterstützt das sogenannte „prosthetic driven planning“, das heißt, es wird implantiert, wo es prothetisch und si- cherheitsrelevant vorhersagbar ist. Dr. Zechner sieht die Vorteile in der Nut- zung in der dadurch oft vermeidbaren Knochenaugmentation, der geringe- ren Behandlungsmorbidität und der kürzeren Behandlungszeit. Festigkeit von Implantatabutments Den Abschluss der beiden lehr - reichen Tage bestritt das Team aus Spanien, Dr. Oriol Llena und August Bruguera mit dem Vortrag „Synergie - effekte dank Teamarbeit und auf - einander abgestimmten Materialien: zahnärztliche und zahntechnische Aspekte“. Besonders hervorzuheben sind hier die neusten Erkenntnisse zur Festigkeit von Implantatabutments aus Lithium-Disilikat, verklebt auf ei- ner Titanbasis. Die neusten Untersu- chungsresultate aus New York unter- mauern diese zukunftsträchtige Vor - gehensweise. Neben der sehr hohen Festigkeit sprechen zudem die ästheti- schen Ergebnisse für sich selbst. Ausstellung & Rahmenprogramm Über 23 nationale und interna - tionale Dentalaussteller freuten sich über den Andrang und die Nachfrage. Auch die parallel durchgeführten Workshops fanden großes Interesse bei den Teilnehmern. In der Nobel Biocare- Lounge demonstrierten Nobel Biocare und Planmeca die Synergien für eine erfolgreiche Implantatlösung, von der Planung mittels NobelGuide bis zur 3-D-Navigation, hin zur fertigen Im- plantatlösung. Auch KaVo war mit einer speziell eingerichteten Dental Lounge vor Ort, wo sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in gemütlicher, ent- spannter Atmosphäre über Geräte, Produkte und deren Anwendung nä- her informieren konnten. Musikalisch wurde einiges geboten: Künstler wie die Wiener Showband „Drumaticals“ und die internationale „Las Vegas Band“ sorgten für ausgelassene und tolle Stimmung. Auch an die kulinarischen Gelüste war gedacht: Eine Vinothek mit österreichischen Spitzenweinen sowie ein typisch österreichisches Schmankerl-Büffet sorgten für Gau- menfreuden. DT Im kommenden Jahr in Zagreb 2012 findet die „Competence in Esthe- tics“-Fortbildungsreihe vom 9. bis 11. November in Zagreb, Kroatien, statt. Mit dabei werden wieder international renommierte Referenten und Ausstel- ler sein, auch Workshops werden wie- der auf dem Programm stehen. Ivoclar Vivadent hofft, zahlreiche Teilnehme- rinnen und Teilnehmer in der Konzert- halle Vatroslav Lisinski, mitten im Her- zen Zagrebs, begrüßen zu können. Ivoclar Vivadent AG Bendererstr. 2 9494 Schaan, Liechtenstein Tel.: +423 2353535, Fax: +423 2353360 info@ivoclarvivadent.com www.ivoclarvivadent.com WIEN – Unter der Moderation von Univ.-Prof. Dr. Gerwin Arnetzl und Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz re - ferierten international renommierte Experten zu den Themen „Ästhetische Restaurationen“, „Implantate“ und „Funktionalität“. Dank der Unterstüt- zung von Nobel Biocare konnten zahl- reiche international renommierte Ex- perten für das Symposium gewonnen werden. Gernot Schuller, Verkaufsdirek - tor für Österreich und Osteuropa, und Josef Richter, Geschäftsleitung Vertrieb, begrüßten die rund 1.300 anwesenden Zahnärzte und Zahntechniker im Na- men von Ivoclar Vivadent, bevor Univ.- Prof. DDr. Gabor Tepper das Sympo- sium mit sehr provozierenden Aussa- gen zur Sofortimplantation eröffnete. Basierend auf einem in sich stimmigen Konzept, belegte der Referent seine Aus- sagen mit umfangreichem Bildmaterial. Gabor Tepper setzt den überwiegenden Teil seiner Implantate im Rahmen von Sofortimplantationen, weil zum Zeit- punkt der Extraktion bekanntermaßen am meisten Knochenangebot herrscht. Die von ihm geführte Statistik zeigt ver- gleichbare Überlebensraten zwischen Sofort- und verzögerter Implantation. Tipps für herausragende Composite-Restaurationen Wolfgang Boer, Deutschland, refe- rierte zum Thema „Ästhetik mit direk- ten Compositefüllungen – der Trick mit der Tarnung“. Anhand von zahlrei- chen klinischen Fällen demonstrierte er, mit welchen Methoden, aber auch speziellen Kniffen ästhetisch heraus - ragende Restaurationen erzielt werden können. Auch Dr. Markus Lenhard aus der Schweiz widmete sich dem The ma „Ausgedehnte Composite-Restau ra - tio nen – von Höckerersatz bis zur di - rekten Krone“ und zeigte auf, was bei korrektem Materialeinsatz mit moder- nen Composites heute möglich ist. Lithium-Disilikat im Fokus In dem Vortrag „Neue ästhetische Möglichkeiten bei der Erstellung von metallfreien Restaurationen“ erklärte Michele Temerani, Italien, was heute mit Lithium-Disilikat machbar ist. Darüber hinaus stellte er sehr verständ- lich dar, für welche Indikationen sich bestimmte Rohlinge eignen – und be- legte dies jeweils mit klinischen Fällen. Das Publikum erhielt somit eine op -
DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 User Report 13 Sofortbelastung in der ästhetischen Zone Sichere Vorgehensweise bei Sofortversorgung ohne größere Augmentationen und bei hoher Primärstabilität. Eine Fallstudie von Dr. Jürgen Schmidt, Buchholz. 1 6 2 7 3 8 4 9 5 10 Abb. 1: Provisorische Implantatkrone 14 Tage post OP. – Abb. 2: Ausgangs - situation sechs Monate nach Extraktion. – Abb. 3: Schnittführung. – Abb. 4: Bone Splitting (Piezo-Säge 0,3 mm). – Abb. 5: Konischer Gewindeschneider führt zu leichter Dehnung. – Abb. 6: Aufbereitetes Implantatlager. – Abb. 7: Weitere Knochendehnung durch Implantateinbringung. – Abb. 8: Zirkulär von Knochen umgebener Implantatkopf. – Abb. 9: Okklusal angepasstes Abutment. – Abb. 10: Röntgenkontrolle. – Abb. 11: Papillenvernähung. – Abb. 12: Direkt nach der OP eingesetzte provisorische Krone. – Abb. 13: Fast ausgeheilte Papillen 14 Tage post OP. 11 12 13 gefertigt. Unsere Patienten verlassen nun mit einem leicht unterdimensio- nierten Schneidezahn die Praxis. Sicherlich wäre das Ergebnis bei kürzerer Ausheilzeit noch besser gewesen. Oft kommt es jedoch von Patientenseite zu unerwünschten zeitlichen Verschiebungen, welche dann zu einem höheren chirurgischen Aufwand führen. Hilfreich sind dann vor allem konische Implantatsyste - me, welche bei einem Bone Splitting eine deutlich bessere Knochensprei- zung erzielen. Noch schonender lässt sich die Ein zel zahn im plantation mit- hilfe der computernavigierten Im- plantation durchführen. Jedoch spren - gen diese in der Planung aufwendigen Ver fahren zurzeit noch häufig den finanziellen Rahmen des Patienten. Auch ist eine durch die Computer - navigation mögliche Versorgung mit einer hoch ästhetischen laborgefer- tigten Krone vor dem Eingriff wün- schenswert, aber oft nicht bezahlbar. DT Kontakt Dr. med. dent. Jürgen Schmidt Schützenstr. 1 21244 Buchholz, Deutschland info@dresschmidt.de www.dresschmidt.de www.biohorizons.com ANZEIGE Bei Zahnverlust in der ästhetischen Zone sind häufig durch pathologi- sche Prozesse keine optimalen knö- chernen Verhältnisse vorzufinden. Um ein vorhersagbares Langzeiter- gebnis zu erhalten, wird die tempo- räre Phase mit einem meist heraus- nehmbaren Interimsersatz über- brückt. Um diese für den Patienten häufig schwierige Zeit so kurz wie möglich zu halten, wird in der folgen- den Fallstudie eine sichere Vorge- hensweise aufgezeigt. Die klassischen Konzepte der späteren Implantation mit Wartezeiten bis zu vier Monaten führen häufig zu parodontalen Rei- zungen der umliegenden gingivalen Säume und manchmal sogar zu einer vorübergehenden Lockerung der temporären Haltezähne. Auf der an- deren Seite ist die Erfolgsprognose sehr hoch, ein Frühverlust in der Ein- heilphase bei kompletter gedeckter Einheilung kaum möglich. Im dargestellten Fall wird eine sichere Sofortversorgung ohne grö- ßere Augmentationen und bei sehr hoher Primärstabilität aufgezeigt werden. Die Ausheilzeit der Alveole wird auf sechs bis acht Wochen be- schränkt. In dieser Zeit sind alle zahn- bedingten apikalen und parodonta- len Entzündungsbereiche ausgeheilt, ohne größere horizontale Resorp - tionen in Kauf nehmen zu müssen. Durch pontigförmige Ausformung der Gingiva mithilfe des Interimser- satzes bestehen optimale ästhetische Voraussetzungen. Bei unserem Patienten wurde nach konservierender und parodon- taler Sanierung der nicht mehr erhal- tungswürdige Zahn entfernt. Es lagen sowohl größere Substanzverluste der klinischen Krone als auch apikale Veränderungen vor, die zu der Ent- scheidung der Extraktion führten. Eine andernfalls notwendige Wurzel- spitzenresektion mit der anschlie- ßenden Problematik des Stumpfauf- baues bei Läsionen bis auf den knö- chernen Rand reichend, führen bei der prothetischen Kronenkonstruktion häufig zu ästhetischen Misserfolgen oder sogar zu Kronenstumpfaufbau- lockerung mit der Wurzel. Aus der ge- planten sechswöchigen Ausheilzeit, welche bei der verzögerten Sofort - implantation als ideal anzusehen ist, wurden letztendlich patientenbe- dingt sechs Monate. Die Resorption des Kieferkamms führte zu diesem Zeitpunkt vor allem zu einer Ver- schmälerung der labio-palatinalen Ausdehnung. Die horizontale Höhe war noch vorhanden. Die Gingiva wurde mittels einer froschmaulför- migen Schnitttechnik eröffnet. Die Aufbereitung des knöcher- nen Lagers erfolgte leicht unterdi- mensioniert. Bei einigen Implantat- systemen stehen hierfür mittlerweile – auch bei wurzelförmigen Implanta- ten – entsprechende Knochenfräsen zur Verfügung. Über einen optio - nalen Gewindeschneider kann der kortikale Knochen dann noch weiter aufbereitet werden. Bei schmalen Kieferkämmen bie- ten sich diese konischen Instrumente nach einem Bone Splitting (Piezo) besonders an, um einen ausreichend breiten krestalen Knochen bei mini- malem Aufwand zu erhalten. Eine weitere Knochenspreizung wird dann nochmals über Insertion eines konischen leicht kondensierenden Implantates erzielt. Um zu hohen Druck im lateralen Bereich zu behe- ben, wird das Implantat mehrmals wieder vor- und zurückgedreht. Die endgültige Position wird mit einem Drehmomentschlüssel (Werte zwi- schen 35 und 40 Ncm) erreicht. Im zweiten Schritt wird nun das Abutment den okklusalen Verhält- nissen angepasst. Hierbei sollte der provisorische Aufbau möglichst das gleiche Emergenzprofil wie das finale Abutment aufweisen, um spätere knöcherne Resorptionen zu vermei- den. Die Verwendung eines zwei - teiligen Implantates bietet den Vor- teil einer einfachen Anpassung des gingivalen Verlaufes und der Abut- mentlänge außerhalb des Mundes. Anschließend werden die Schleim - hautlappen mit zwei Knopfnähten wieder aneinandergefügt. Die provi- sorische Krone wird mit einer vor - gefertigten Kunststoffkrone, welche entsprechend mit einem selbsthär- tenden Material aufgefüllt wird, un- kompliziert und kostengünstig an -
114 Industry Report DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 Lingualtechnik in der Behandlung Erwachsener immer beliebter Sicherer Schutz vor Plaque und Zahnstein 85 Kieferorthopäden auf dem internationalen Incognito™ Zertifizierungskurs von 3M Unitek. Universell einsetzbare Mundspülung gegen Mikroorganismen. Die Lingualtechnik hat sich als eigen- ständige kieferorthopädische Be- handlungstechnik etabliert. Dies bestätigte auch die hervorragende Resonanz mit 85 Teilnehmern wäh- rend des Incognito™ Zertifizierungs- kurses im Berner Hotel Bellevue Palace am 16. und 17. September. Die beiden ausgewiesenen Refe- renten, Dr. Robbie Lawson aus UK- Edinburgh und Dr. Jean Stéphane Simon aus FR-Marseille, teilten sich ihre Vorträge in klinische und tech- nische Aspekte auf und führten so wechselseitig in das Thema ein. Zwischen den einzelnen Kapiteln oder auch spontan wurden Fragen der Zuhörer beantwortet. Am zwei- ten Tag lag der Fokus auf intensiven praktischen Übungen am Typo- Bewährtes Incognito™ Bracketsystem Mittels Lingualtechnik kann der Kieferorthopäde das wachsende Seg- ment der Erwachsenenbehandlung erschließen. Das bewährte Incognito™ Bracketsystem unterscheidet sich grundsätzlich von den bereits be- kannten lingualen Standard-Appa- raturen. Einmal im Design und zum zweiten in der patientenspezifischen Herstellung der Apparatur. Mit modernster CAD/CAM-Technolo- gie werden die beiden, ansonsten ge- trennten Vorgänge der Brackether- stellung und der Positionierung, in einem Prozess verschmolzen. Da- durch ist es möglich, die Forderung nach maximaler Individualisierung der Apparatur bei gleichzeitiger In den praktischen Arbeiten, bei denen schrittweise die Theorie umgesetzt wurde, kommt die reichlich bestückte Incognito™ Typodonten Toolbox zur Anwendung. Die Typodonten sind auf praktische Situationen zugeschnitten und mit einer Original Incognito™ Apparatur versehen. Dazu gehören die entsprechend individualisierten Drähte und das Zubehör. donten, an denen die Phasen der lingualen Behandlung trainiert wur- den. Dabei lernten die Teilnehmer auch den Umgang mit den verschie- denen Arbeitsmaterialien des Sys- tems kennen. Minimierung des Platzbedarfs zu er- füllen. Mit Incognito™ lassen sich drei wesentliche Probleme der Lingual- technik vermeiden: Patientenseitige Anpassungprobleme in der Adap- tionsphase, Ungenauigkeiten beim Mit 85 Kieferorthopäden war der zweitägige Incognito™ Zertifizierungskurs in Bern sehr gut besucht. indirekten Nachkleben im Falle von Bracketverlusten und Schwierigkei- ten beim Finishing. Die Dicke der Apparatur spielt eine wesentliche Rolle für den Patien- tenkomfort, denkt man an Sprach- störungen und Zungenirritationen. Deshalb wurde die Apparatur so flach und abgerundet wie möglich gestal- tet. Dadurch ist sie nicht viel höher als ein geklebter Retainer. Zahnärzte, deren Patienten aus optischen Gründen eine Zahnkor- rektur ablehnen, können diese jetzt im Vorfeld einer Überweisung an den Kieferorthopäden auf die individuell angefertigte und „unsichtbare“ Lö- sung hinweisen. Text und Fotos: Johannes Esch- mann, Dental Tribune Schweiz 3M Unitek Division 3M Österreich GmbH Ingrid Lager Brunner Feldstraße 63 2380 Perchtoldsdorf Tel.: 01 86686 350 ilager@mmm.com www.3MUnitek.at, www.incognito.net Therapiesicherheit bei der gesteuerten Knochenregeneration Erstklassige Biomaterialien „made in Germany“ für die Knochen- und Weichgewebsregeneration. lässigen Barrierefunktion eine hohe Therapiesicherheit bei der gesteuerten Knochenregenera- tion. Durch das schonende Her- stellungsverfahren bleiben die Ei- genschaften der nativen Perikard- Membran deutschen Ur- sprungs erhalten und be- BIOVIN® MEMBRAN und BIOVIN® BONE – starke Partner für GBR und GTR. Mit der Erweiterung ihres Produkt- Sortiments um die BIOVIN® MEM- BRAN und BIOVIN® BONE ver- treibt die Bremer OT medical GmbH nun auch erstklassige Biomaterialien „made in Germany“ für die sichere Knochen- und Weichgewebsregene- ration zum attraktiven Preis. Die resorbierbare BIOVIN® MEMBRAN bietet mit ihrer zuver- wahren der BIOVIN® MEMBRAN somit den Charakter natürlichen Gewebes. Geschmeidig und biegsam sowie zug- und reißfest zeichnet sich die BIOVIN® MEMBRAN durch optimale Handhabung aus. BIOVIN® BONE ist ein reines und stabiles Knochenersatzmaterial aus Hydroxylapatit. Das Material wird aus bovinem Knochen deut- schen Ursprungs mithilfe eines lang bewährten und sicheren Herstel- lungsprozesses gewonnen. Neben seiner hohen mechanischen Stabi- lität zählt auch die poröse interkon- nektierende Struktur mit idealen osteokonduktiven Eigenschaften zu den herausragenden Vortei- len von BIOVIN® BONE, wie über 20 Jahre klinische Erfahrung in der orthopädi- schen Chirurgie beweisen. OT medical GmbH Konsul-Smidt-Straße 8b 28217 Bremen, Deutschland Tel.: +49 421 557161-0 Fax: +49 421 557161-95 info@ot-medical.de www.ot-medical.de Den Traum, allein mit einer Mundspülung Karies und Paro- dontitis verhindern zu kön- nen, kann man leider noch nicht erfüllen. Aber ALPRO MEDICAL kann mit der Mundspüllösung Alprox die Zähne vor Plaque und Zahn- stein schützen und das Zahn- fleisch stärken. Alprox dient zur täglichen Ergänzung bei der Zahnpflege, beseitigt un- angenehmen Mundgeruch und bekämpft die Mikroor- ganismen in der Mundhöhle. Die gebrauchsfertige alko- holfreie Mundspüllösung ist universell einsetzbar, sie dient auch zur Anwendung in Mundspül- und Ultraschall- geräten. Ebenso unterstützt sie den Heilungsprozess bei Entzündungen von Zahnfleisch (Gingivitis), Zahn- bett (Parodontitis) und Mund- schleimhaut (Stomatitis). Alprox ist frei von Chlorhexidin, somit sind die in der Literatur be- schriebenen Geschmacksverände- rungen und Zahnverfärbungen aus- geschlossen. Durch das dezente Pfef- ferminzaroma sorgt die Mundspü- lung für einen frischen Atem. Zudem reinigt und pflegt sie die Mundhöhle und Zahnfleischtaschen während und nach der Parodontosebehand- lung. Alprox ist einsetzbar zur Reini- gung und Pflege während und nach der Entfernung von Zahn- stein und Konkrementen und kann auch zum Spü- len des Wurzelkanals ver- wendet werden. Die universell einsetzbare und gebrauchsfertige Spüllösung ist in zwei Lieferformen erhältlich. Mit der beigelegten Alprox-Dosierkappe ist eine einfache und sichere Dosierung aus der 250-ml-Flasche und aus der 1-Liter-Flasche möglich. ALPRO MEDICAL GmbH Mooswiesenstraße 9 78112 St. Georgen, Deutschland Tel.: +49 7725 9392-0 Fax: +49 7725 9392-91 info@alpro-medical.de www.alpro-medical.de Transparente Matrizen für mehr Natürlichkeit Directa bietet anwenderfreundliches CoForm-Matrixsystem. Das CoForm-Matrixsystem besteht aus einem besonderen Satz vorge- formter transparenter Matrizen aus Zelluloid, die speziell für Komposit- restaurationen im Bereich schwieri- ger Inzisalkanten und Zahnfrakturen konzipiert wurden. Die Matrizen passen sich leicht dem Biss des Pa- tienten an und ermöglichen so eine natürlich aussehende Restauration. Nach dem Ätzen und Bonden werden sie vorsichtig über der Kavität auf- gebracht, um Luftblasen zu vermei- Anwendung einer CoForm. Lichthärtung einer CoForm. den. Sobald sie fest aufgesetzt sind, sollte überschüssiges Kompositma- terial entfernt werden. Der zentrale Vorteil von CoForm besteht darin, dass es das Komposit- material unter erhöhtem Druck in die Hohlräume presst. Im Vergleich zu Einweg-Matrizen verringert das Co- Form-System anfallende Über- schüsse. Die Lichthärtung erfolgt durch die transparente CoForm-Ma- trix. Da die praktischen vorgefertig- ten mesialen und distalen Ecken von CoForm nicht am Komposit haften, lassen sie sich nach Lichthärtung der Restauration sehr leicht und wider- standslos entfernen. Das Produkt ist in vier Größen erhältlich, um nahezu alle klinischen Anwendungen abzudecken: für Eck- zähne, Prämolaren und erste Mola- ren. Die Verpackung besteht aus ei- nem praktischen klinischen Spender mit einem einfachen Größenaus- wahlsystem zur Bestimmung der ge- eigneten Form, was die Handhabung für den Arzt erleichtert. Directa AB Porschestr. 16 D 92245 Kümmersbruck Deutschland Tel.: +49 172 8961838 gerhard.kiklas@directadental.com
DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 Industry Report 15 Komfortabel behandeln Depotphorese®-Behandlung und Apexmessung in einem. Farbe und Spaß im Badezimmer Mirus Mix bietet große Vielzahl von Kinderzahnbürsten. Humanchemie GmbH bietet mit dem Depotphorese®-Gerät MAGIS® Depotphorese® und Apexmessung in einem Gerät. Außerdem kann mit dem optional erhältlichem Winkel- stück und dem Aufbereitungsmotor einfach und komfortabel die maschi- nelle Aufbereitung durchgeführt werden. Das Gerät zeichnet sich durch ein modernes LCD-Display mit einfacher, intuitiver Menüfüh- rung aus. Eine zusätzliche „Querstroman- zeige“ weist auf eventuelle Feuchtig- keitsbrücken hin. Die max. Strom- stärke ist auf 5 mA begrenzt. Durch einfaches Tippen auf das Bedienfeld kann z.B. die Stromstärke in 0,1 mA- Schritten geregelt werden. Im Apex-Modus werden optisch die jeweiligen Aufbereitungstiefen angezeigt, sodass die Position im Wurzelkanal zu jeder Zeit bestimmt werden kann. Die Messungen sind im trockenen und feuchten Milieu möglich. Das Depotphorese®-Gerät MAGIS® ermöglicht die Wahl zwi- schen Netz- und Akkubetrieb und verschiedenen Menüsprachen. Es ist in verschiedenen Farb- kombinationen erhältlich. Selbstverständlich erfüllt das Gerät auch die ge- setzlichen Richtli- nien hinsichtlich der Hygiene- und der Qualitätsma- nagementanfor- derungen. Im Depotphorese®-Modus wer- den neben der Anzahl der gewählten Sitzungen die aktuelle Stromstärke der Behandlung in mA und der Be- handlungsfortschritt in Prozent an- gezeigt. Am Ende der Behandlung wird die Stromstärke automatisch schrittweise auf 0 heruntergeregelt. HUMANCHEMIE GmbH Hinter dem Kruge 5 31061 Alfeld, Deutschland Tel.: +49 5181 24633 Fax: +49 5181 81226 info@humanchemie.de www.humanchemie.de Leistungsstarkes Winkelstückprogramm NSK setzt mit der Ti-Max Z Serie neue Standards. Die Einführung der Ti-Max Z Serie – einer äußerst langlebigen und leis- tungsstarken Instrumentenreihe – ist das Ergebnis eines Forschungs- und Entwicklungsauftrags, bei dem keine Kompromisse in Bezug auf Produktion und Kosten eingegangen wurden. In der Praxis arbeitet die Ti-Max Z Serie mit einem bemer- kenswert niedrigen Geräuschpegel und praktisch ohne Vibrationen. So wird die Aufmerksamkeit des Prak- schaften in Bezug auf die Lebens- dauer der Instrumente mit einer drei- jährigen Garantie für die roten Win- kelstücke Z95L und Z85L. Die Getrie- beteile der Instrumente wurden un- ter Verwendung von aufwendigster 3-D-Simulationssoftware entwickelt, um in Bezug auf Langlebigkeit und Minimierung des Geräuschpegels optimale Ergebnisse zu erzielen. Dar- über hinaus wird auf den Getriebetei- len eine spezielle DLC-Beschichtung tikers zu keiner Zeit abgelenkt und der Patientenkomfort weiter verbes- sert. Darüber hinaus verfügt die Ti- Max Z Serie über die kleinsten Kopf- und die schmalsten Halsdimensio- nen weltweit in dieser Klasse, wo- durch auch die Sicht auf die Präpara- tionsstelle bisher ungeahnte Dimen- sionen annimmt. Alle Titanwinkel- stücke sind mit einem Mikrofilter ausgestattet, der verhindert, dass Par- tikel ins Spraysystem gelangen. Da- durch ist jederzeit eine optimale Kühlung gewährleistet. NSK unter- streicht die herausragenden Eigen- („Diamond-Like Carbon“) ange- bracht, welche die Haltbarkeit dras- tisch erhöht. Ti-Max Z ist ein Instrument, das minimal ermüdet und zudem eine optimale Balance und konkurrenz- lose Langlebigkeit bietet. NSK Europe GmbH Elly-Beinhorn-Str. 8 65760 Eschborn, Deutschland Tel.: +49 6196 77606-0 Fax: +49 6196 77606-29 info@nsk-europe.de www.nsk-europe.de Der langjährige Anbieter von Kinder- zugabeartikel Mirus Mix hat verschie- dene kinderfreundliche Zahnbürsten im Sortiment. Die Zahnbürsten in Bär-, Delphin-, Wurm- sowie Smi- lieform, aber auch die neue TriCo- lore Zahnbürste, bringen Farbe und Spaß ins Badezimmer. Als Ergänzung zur täglichen Zahnpflege empfehlen sich auch die bunten Sanduhren. Passend dazu gibt es nun auch Zahnbürstenhalter mit Saugnapf in drei Motiven und sechs verschiede- nen Farben, die an Glas- und Spiegel- flächen gut haften. Mit den beliebten Zahnspiegeln können die Putzergeb- nisse von Groß und Klein spielerisch kontrolliert werden. Neu im Angebot sind die preiswer- ten Zahnspangendosen in zwei unter- schiedlichen Größen. Somit können die Zahnspangen geschützt überall mitgenommen werden. Mirus Mix bietet im Sortiment natürlich auch weitere beliebte Kin- derzugabeartikel, tierische Demopup- pen, Recall-Karten und als NEUHEIT handgefertigte Kunstobjekte zur Ver- schönerung der Praxisräume. Mirus Mix Handels-GmbH Talstr. 64 69198 Schriesheim, Deutschland Tel.: +49 6203 64668 Fax: +49 6203 68422 info@mirusmix.de www.mirusmix.de Naturgetreue Details schnell fixieren Kompositexperte Jürgen Freitag verleiht seinen Verblendungen mit Flüssigmassen Individualität. Zahntechnikermeister Jürgen Freitag geht es ums Detail. Damit dies nicht verloren geht, härtet er die Modellation mit der Angelierlampe an. Im Inter- view verrät der Experte, wie er schnell zu ästhetischen Ergebnissen kommt. Dental Tribune: Herr Freitag, Sie verblenden in Ihrem Labor viel mit Kompositen. Worauf kommt es Ihnen dabei an? Jürgen Freitag: Verblendungen, ob Keramik oder Komposit, müssen für mich die Ästhetik und Lichtdyna- mik des natürlichen Zahns wiederge- ben. Deshalb arbeite ich mit Kompo- siten in unterschiedlichen Konsisten- zen – pastöse Massen für den Zahn- körper, fließfähige für die Details, die Ich nutze die HiLite Pre einfach neben Modellierinstrument und Pinsel an meinem Arbeitsplatz oder als feste Station im Dauerbetrieb. Da- bei kann ich das Belichtungsintervall frei wählen. Das tolle an dem Stick ist, dass ich ihn an andere Arbeitsplätze mitnehmen kann, ohne mir über eine Steckdose Gedanken zu machen. Die Lampe verbraucht wenig Strom und hat einen starken Akku. In welchen Situationen setzen Sie die Angelierlampe ein? Für das Finishing verwende ich die flüssigen Signum matrix Massen. Damit kein Detail verloren geht, fi- xiere (angeliere) ich sie zwischen- durch. Ich nutze die HiLite Pre zum ich die Farbwirkung gezielt steuern. Insgesamt komme ich mit der HiLite Pre rascher zu hochwertigen Ergeb- nissen. Auch für die neuen flüssigen Signum Dentine, die Heraeus im Herbst auf den Markt bringt, kann ich die Angelierlampe nutzen. Womit polymerisieren Sie die Mo- dellation aus? Hier setze ich auf den Universalis- ten: Die HiLite Power von Heraeus ist bei uns aufgrund ihres breiten Indika- tionsspektrums im Dauerbetrieb für sämtliche lichthärtenden Werkstoffe, ob Komposite, Löffel- oder Ausblock- material (Abb. 3). Der Belichtungs- raum ist relativ groß, sodass ich die Arbeit mitsamt Modell hineinstellen 1 2 3 Abb. 1: Die Mamelonfinger aus fließfähigem Signum composite fixiert Jürgen Freitag mit der HiLite Pre, bevor er die Schneide aufträgt. – Abb. 2: Jürgen Freitag „friert“ die inzisalen Schneidekanten mit dem mobilen Handstück ein. – Abb.3: In den großen Belichtungstopf der HiLite Power passen problemlos ganze Modelle mit Splitcast. den Unterschied machen. Gerade bei Kombiarbeiten muss ich die lichtop- tischen Eigenschaften mit Rücksicht auf die Gerüstkonstruktion gezielt steuern. Ich kombiniere nach Bedarf die flüssigen und pastösen Massen des Signum Verblendsystems von Heraeus. So entstehen individuelle Meisterwerke. Spaß macht das aber erst mit dem richtigen Werkzeug. Wie muss das richtige Werkzeug für Sie aussehen? Ich will bei der Arbeit flexibel sein, mich im Labor frei bewegen – mit meiner Angelierlampe genauso wie mit Pinsel und Modellierinstru- ment. Viele Angelierlampen im Markt sind groß und nehmen viel Platz im Labor weg. Ich habe mich für die HiLite Pre von Heraeus entschieden: Sie ist klein und handlich und flexibel in der Anwendung (Abb. 1). Flexibel – was heißt das bei einer Angelierlampe? Beispiel, um mal schnell eine Model- lation im grazilen Fissurenbereich oder in der inzisalen Front „einzu- frieren“ oder um einen spitz model- lierten Mamelonfinger zu fixieren (Abb. 2). Solche zierlichen Modella- tionen könnte ich gar nicht anders zwischenhärten: Schon durch Ansto- ßen oder Bewegen des Modells würde sich die flüssige Modellation in ihrer Form verändern. Das ist ärgerlich und kostet Zeit für Korrekturen. Dies erspare ich mir von vornherein. Was sind dabei für Sie die Vorteile der HiLite Pre? Mit der kräftigen LED-Lampe der HiLite Pre ist die Modellation in wenigen Sekunden fixiert. Ich führe das Handstück dabei in jedem erfor- derlichen Winkel frei über das Mo- dell. Falls nötig, kann ich direkt im Artikulator angelieren. Die Lichtfre- quenz macht den Effekt der Value- massen gut sichtbar – besser als bei je- der anderen Angelierlampe. So kann kann. Um effizient zu hochwertigen Ergebnissen zu kommen, brauche ich beides: die mobile Lampe für die schnelle Zwischenfixierung und das starke Polymerisationsgerät für die sichere Aushärtung. Vielen Dank für das Gespräch! Kontakt ZTM Jürgen Freitag JF-Dental GmbH Hessenring 63 61348 Bad Homburg Deutschland Tel.: +49 6172 22724 contact@jf-dental.de www.heraeus-kulzer.de
116 Industry Report DENTAL TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 nach Kundenwunsch pulverbe- schichtet. Hier stehen zur Auswahl alle Farben des RAL-Systems. Als Arbeitsplatten stehen Materi- alien wie Melamin, Corian oder Glas in einer großen Farbauswahl zur Ver- fügung. DEMED Dental Medizintechnik e.K. Schmalkalder Straße 1/1 71334 Waiblingen, Deutschland Tel.: +49 7151 270760 E-Mail: info@demed-online.de www.demed-online.de Neuer Zuwachs für Gerätewagen Mobile Schubladenwagen für den flexiblen Einsatz. DEMED Dental Medizin- technik hat sich auf die Planung, Entwicklung und Herstellung von qua- litativ hochwertigen Ge- rätewagen der Spitzen- klasse spezialisiert, die schnell und praktisch ein- setzbar sind. Zur Ergän- zung seiner fahrbaren Ge- ANZEIGE Unterspritzungstechniken Basisseminar mit Live- und Videodemonstration Dr. med. Andreas Britz/Hamburg rätewagen erweiterte das Unternehmen das Port- folio durch einen fahr- baren Schubladenwagen mit sechs voll ausziehba- ren Schubfächern. Das Design orientiert sich an den Modellen E1 und D1. Der Korpus aus ver- zinktem Stahlblech wird DEMO-DVD inklusive! Unterspritzungstechniken – Basisseminar Der Erfolgskurs mit Demonstrations-DVD für jeden Teilnehmer Artikel Video In der modernen Leistungsgesellschaft der westlichen Welt ist das Bedürfnis der Menschen nach Vitalität sowie einem jugendlichen und frischen Aussehen ein weitverbreitetes gesellschaftliches Phänomen. Die ästhetische Medizin ist heute in der Lage, diesen Wünschen durch klinisch bewährte Verfahren in weiten Teilen zu entsprechen, ohne dabei jedoch den biologischen Alterungsprozess an sich auf- halten zu können. Als besonders minimalinvasiv und dennoch effektiv haben sich hier in den letzten Jahren verschiedene Unterspritzungstechniken bewährt. Entscheidende Voraussetzung für den Erfolg ist jedoch die fachliche Kompetenz und die Erfahrung des behandelnden Arztes sowie interdisziplinäre Kooperation. Mehr als 4.000 Teilnehmer haben in den letzten Jahren die Kurse der OEMUS MEDIA AG zum Thema „Unterspritzungstechniken“ besucht. Besonderer Beliebt- heit haben sich dabei auch die im Rahmen von verschiedenen Fachkongressen zum Thema angebotenen eintägigen „Basisseminare“ erwiesen. Aufgrund der großen Nachfrage werden diese Seminare auch in 2012 fortgeführt und zugleich sowohl inhaltlich als auch im Hinblick auf den Nutzwert für den Teilnehmer aufgewer- tet. Konkret bedeutet dies, dass zusätzlich zu den Live-Demonstrationen im Rah- men des Kurses die verschie denen Standardtechniken jetzt auch per Videoclip gezeigt werden. Dieses Videomaterial inklusive einer Artikelsammlung erhält jeder Kursteilnehmer für den Eigengebrauch in Form einer eigens für diesen Kurs pro- duzierten DVD. Termine Inhalt: Übersicht über Produkte und Indikationen • Filler der neuesten Generation • Live-Demonstrationen
ENDO TRIBUNE The World’s Endodontic Newspaper · Austrian Edition Endodontie neu entdeckt Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Martin Trope präsentiert die TEC2 GmbH das Curriculum Endodontie 2012. Namhafte Referenten konnten für die Fort- bildung gewonnen werden. 4Seite21 Schallbasierte Spülung im Wurzelkanal In der Endodontie strebt man nach einem möglichst sicheren und schnellen Resul- tat. Ein wichtiger Schritt in diese Rich- tung ist die Anwendung von Schallinstru- menten im Wurzelkanal. 4Seite 22 No. 12/2011 · 8. Jahrgang · Wien, 7. Dezember 2011 Ziel: Stabilisierung des Zahnes Bei einer inneren Resorption kann es zur Schwächung und zum Bruch des betroffe- nen Zahnes kommen. Hier hilft der Einsatz von glasfaserverstärkten Wurzelstiften. Von Dr. Maxim Stošek et al. 4Seite23 Regenerative Endodontie Paradigmawechsel bei der Behandlung von unreifen, nekrotischen Zähnen: Laut Forschungsergebnissen könnten Stamm- und Vorläuferzellen u.a. aus Pulparesten zur Wiederbesiedlung von sterilisierten Pulpahöhlen beitragen. Von Dr. Richard Steffen, Dr. Caroline Moret, Dr. Hubertus van Waes, Schweiz. Avulsionen unreifer Frontzähne mit of- fenen Apizes und noch dünnen Wurzel- wänden verlangen nach einer möglichst schnellen Replantation.1,2 Auch wenn solche Replantationen unter optimalen Bedingungen ablaufen, werden derart traumatisierte Zähne häufig nach der und auch vitales Pulpagewebe bei in - fizierten, devitalen unreifen Zähnen zu generieren.4,6,32Dies gelang auch bei akut gangränösen, fistelnden, apikal perio - dontitischen Zähnen.8,9,32 Mit dem Begriff „Regenerative Endo dontie“ werden alle damit verbun- wie auch immer gearteten, apikalen Bar- riere der offenen Wurzel. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist das Setzen von MTA-Plugs (Stopfen) direkt an den offenen Wurzelspitzen. Diese Plugs dichten die Kanäle zum apikalen Weich- gewebe hin ab und können gleichzeitig 1 2 3 4 5 Abb. 1: Rx am Unfalltag. – Abb. 2: Rx nach Sterilisation und PC-Einlage und SAT-Versorgung. – Abb. 4: Rx drei Monate nach Einlage. – Abb. 4: Rx zehnMonate später zeigt Wurzelreifung. – Abb. 5: Rx 14 Monate nach der Behandlung zeigt eine deutliche Apexbildung und Wurzelwandwachstum. Abheilung Pulpanekrosen aufweisen.2 In ungünstigeren Fällen kommt es auch zu gangränösen Infektionen, welche dann zu Abszessen und Fistelungen führen.7,22,32 Optimale Replantations- techniken und schnelle Replantationen verringern die Gefahr von Infektionen.3 Ebenso ist ein offener Apex von über 2 mm Durchmesser von Vorteil, denn dadurch erhöht sich die Chance auf ei - ne erfolgreiche Revaskularisation und Pulparegeneration deutlich.3,32 Wenn es zum Absterben des Pulpagewebes ge- kommen war, waren bisher die Aussich- ten auf eine erfolgreiche endodontische Behandlung unreifer Frontzähne eher schlecht. In den letzten Jahren jedoch wurde in einer ganzen Serie von Fall - berichten gezeigt, dass es möglich ist, das Wurzelwachstum wieder anzuregen denen Prozesse beschrieben, wie zum Beispiel weiteres Wurzelwachstum, Re- vaskularisation des Wurzelkanals, Zu- nahme der Wurzelwandstärke und die Bildung eines mehr oder weniger physiologischen Apex.18,19 Es kann hier von einem „Paradigmawechsel“ gespro- chen werden, wenn unreife devitale Zähne nicht mehr wurzelgefüllt, son- dern regenerativ endodontisch zum Wachstum angeregt werden.11,12,19,32,35 Das Behandlungsvorgehen für un- reife devitale Wurzelkanäle war traditio- nell der Versuch einer Wurzelfüllung.3,12 Erste Versuche einer Apexifikation wurden mit wiederholten Kalziumhy- droxid-Einlagen unternommen. Durch diese Einlagen erhoffte man sich eine Eli- mination der infektiösen Keime aus den Wurzelkanälen und die Bildung einer der folgenden Wurzelfüllung als apikale Barrieren dienen.13 Apikale MTA-Plugs sind zwar schwierig zu setzen, haben aber den Vorteil, dass die Behandlungen relativ schnell abgeschlossen werden können. Der Nachteil der Kalziumhy- droxid- und MTA-Techniken ist jedoch, dass das Wurzelwachstum endgültig gestoppt wird und die Zähne mit ihren dünnen Dentinwänden in einem un - reifen und stark frakturgefährdeten Zustand verbleiben.12,13,19 Lange Einla- gezeiten von Kalziumhydroxid setzen überdies die Frakturresistenz des Den- tins deutlich herab und Verluste durch Frakturen solcher Art behandelter Zähne sind beinahe die Regel.2,3 Regenerative endodontologische Behandlungen beginnen mit einer Des- Fortsetzung auf Seite 18 Ł Endodontie: Erfolgreicher als je zuvor! Statement von Priv.-Doz. Dr. David Sonntag* In Brasilien gibt es seit mehr als 20 Jahren postgraduier- te Masterstudiengänge, die heute an 28 Universitäten des Landes angeboten werden. Diese Tatsache wurde mir bekannt, nachdem brasilianische Profes- soren kürzlich einen deutschen, endodontologischen Vortrag zur Wurzelkanalbehandlung mit den Worten kommentierten: „Wir sind so froh, dass die Endodontie in Deutschland endlich besser geworden ist!“ In den letzten zehn Jahren hat sich bei uns viel verändert: En dodontische Fachgesellschaf- ten wurden gegründet, der Ab- schluss eines Curriculums Endo - dontie ist für viele Kollegen eine Selbstverständlichkeit geworden, der erste deutsche Masterstu- diengang hat begeisterte Teilneh- mer gefunden, die Aufbe reitung von Wurzelkanälen ist einfacher als je zuvor und es gibt erste Schritte für pulparege ne rieren de Therapien. Bei dieser Wertschät- zung und Aufwertung der Endo - dontie ist es nicht verwunder- lich, dass heute in Deutschland mehr Wurzelka nal behand lun - gen als je zuvor durchgeführt werden. Die Fortschritte der endo - dontischen Therapie gehen glei - chermaßen von Hochschule und Industrie aus, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunk- ten. Bei zukunftsweisenden re - generativen Therapien ist die Hochschule mit sämtlichen For- schungsmöglichkeiten gefragt. Nur gute Grundlagenforschung sowie klinische Studien können regenerativen Therapieverfah- ren dazu verhelfen, sich zu eta- blieren. Auf der anderen Seite schaf- fen mutige Schritte von der In- dustrie Fakten, die nie eine poli- tische Mehrheit in Gremien fin- den würden: Seit diesem Jahr gibt es Einmalinstrumente aus Nickel-Titan, die nur für den Ge- brauch an einem Patienten frei- gegeben sind. Damit ist die po- tenzielle Übertragung von Er- krankungen ausgeschlossen und das Frakturrisiko von Instru- menten kann deutlich reduziert werden. Die Entwicklung der letzten zehn Jahre vor Augen ist zu hof- fen, dass die Anstrengungen und das Interesse für die Endodon- tie nicht abnehmen. Vielleicht schaf fen wir es demnächst nicht nur im Fußball den Brasilianern auf Augenhöhe zu begegnen, sondern auch auf dem Gebiet der Endodontie. * Heinrich-Heine-Universität, Poliklinik für Zahnerhaltung, 40225 Düsseldorf ANZEIGE
18 State of the Art ENDO TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 (cid:31) Fortsetzung von Seite 17 infektion der infizierten Pulpahöhle. Ausgedehnte Spülungen mit NaOCl ha- ben einen guten desinfizierenden und gewebsauflösenden Effekt.11,12,20,33 Es sind Fälle beschrieben, bei denen nur durch NaOCl-Spülungen und einem anschließenden Kronenverschluss eine Pulparegeneration erreicht werden konnte.29 Oft sind jedoch die pathogenen Erreger in den Pulpahöhlen mit NaOCl alleine nicht zu beseitigen. Besonders bei längerer Zeit schon gangränösen Zähnen sind die Erreger in die Dentin- wände eingedrungen.29,32 Eine Analyse der Erreger bei infizierten Pulpen er- möglicht den Einsatz von keimspezi- fisch wirkenden Antibiotika zur Desin- fektion von Pulpahöhlen.27,31Ein solches Vorgehen wurde Ende des letzten Jahr- tausends für infizierte Milchzahnpul- pen vorgeschlagen.17,27 Bei diesem Ver- fahren werden die Erreger in den Pulpa- höhlen mit einer Mischung aus drei, dem spezifischen Erregerspektrum an- gepassten Antibiotika (Tri- Antibiotika- pasten) eliminiert. Die für dieses Vorge- hen verwendete Antibiotikamischung ist eine Kombination von Ciprofloxacin, Metronidazol und Minocycline. Diese Mischung hat sich im klinischen Einsatz auch bei Milch- und bleibenden Zähnen als sehr wirkungsvoll bei der Elimina- tion von Keimen in den infizierten Pul- pahöhlen erwiesen.31,32,33,36 Aufgrund der starken Tendenz, das behandelte Dentin grünlich zu verfärben, wird das zur Wirkstoffklasse der Tetrazykline gehörende Minocyclin seit einiger Zeit auch durch Cefuroxim oder auch Amo- xycillin ersetzt.21,26 Sato et al.27 haben in einer Studie zu der Wirksamkeit ver- schiedener Antibiotika gezeigt, dass Amoxycillin ein sehr ähnliches Wir- kungsspektrum wie Minocyclin hat. Es gibt aber auch Berichte von Verfärbun- gen bei der Verwendung von Amoxy - cillin in Tri-Antibiotikapasten.20,25 Da Amoxycillin zur Gruppe der ␤-Lacta- mat-Antibiotika gehört, ist bei der großen Zahl der Penizillinallergien von einer Verwendung in der Pulpahöhle – welche Sensibilisierungen auslösen kann – abzusehen. Die Verwendung von Cefuroxim anstelle des verfärbenden Minocyclin scheint zurzeit der beste Ersatz zu sein.12,34,35 Wird das Tri-Antibiotikapulver statt mit Wasser mit Propylenglykol an- gemischt, ermöglicht dies eine deutlich tiefere Penetration der antibiotischen Wirkstoffe in das bakterienbelastete Dentin. Dem hygroskopischen Propy- lenglykol wird zur Stabilisierung zudem fettendes Macrogol beigemischt.10 Nach erfolgter Desinfektion der Pulpahöhlen und Ausspülen der AB- Mischung mittels NaOCl wird durch mechanische Reizung des vitalen apika- len Gewebes eine Blutung in die Pulpa- höhle provoziert. Diese Einblutung in den Kanal wird ca. 3 bis 4 mm unter der Schmelz-Zement-Grenze mittels Wattepellets gestoppt. Ein so gebildetes Blutkoagulum wird mit einem MTA- oder PZ-Plug verschlossen.11,15,25,32 Be- sonders vorteilhaft kommen dann die sehr gut dichtenden und bioverträg- lichen Eigenschaften des MTA/PZ zum Tragen. PZ hat gegenüber dem MTA bei Frontzähnen den Vorteil, weniger Ver- färbungen zu verursachen.5,11 Aus dem so generierten Blutkoagulum entsteht neues intrakanaläres Ersatzgewebe. Das Koagulum dient dem einwachsenden, mehr dem Zement als dem Dentin gleichenden Gewebe als Leitstruktur. Dieses Ersatzgewebe kann zu weiterem Dickenwachstum der Dentinwände, einem Zahnlängenwachstum und ei- ner Apexbildung an der Wurzelspitze führen.11 Der folgende Fallbericht be- schreibt das Vorgehen bei einer rege - nerativen endodontischen Behandlung mit Tri-Antibiotikapaste (Mischung von Ciprofloxacin, Metronidazol, Ce - furoxim), welche als Medikament zur Desinfektion einer devitalen, infizierten Pulpa eingesetzt werden. Fallbericht Ein Junge im Alter von sieben Jahren und vier Monaten erlitt mit seinem Fahrrad einen Unfall mit Traumafolgen im Gesicht. Neben Schürfungen an Lippe und Kinn hatte der Junge am Zahn 11 eine Schmelz-Dentin-Fraktur ohne Pulpabeteiligung und am Zahn 21 eine Dislokationsverletzung mit Verlage- rung des Zahnes nach koronal. Bereits eine Stunde später konnte bei einer Kin- derzahnärztin eine Notfallversorgung vorgenommen werden. Die allgemein- medizinische Krankengeschichte des an Zahn 11. Es erfolgte eine Überwei- sung an die Station für Kinderzahn - medizin der Universität Zürich. 1. Nachkontrolle Bei der ersten Kontrolle ergab sich hier folgendes Bild: Der Zahn 21 war normal beweglich und zeigte keinerlei Anzeichen von Unfallfolgen. Der Zahn 11 zeigte eine Schmelz-Dentin-Fraktur, stark erhöhte Zahnbeweglichkeit sowie einen Fistelausführungsgang bukkal des Zahnes 11. Ein bereits durch die überweisende Kinderzahnärztin an - gefertigtes Röntgenbild zeigte beide Frontzähne mit weit offenen Wurzel- verhältnissen, großen Pulpahöhlen und dünnen Wurzeldentinwänden. Apikal des Zahnes 11 ist auf dem Rönt- genbild eine osteolytische Zone zu er- kennen. Die Diagnose war eine Pulpa - nekrose bei Zahn 11 mit infiziertem Wurzelkanal, einer damit verbundenen chronisch periapikalen Entzündung sowie einer Fistelbildung an der Grenze Abkürzungen MTA PZ Ca(OH)2 = Kalzium-Hydroxid-Paste NaOCl = Natrium-Hypochlorit-Lösung = Mineral Trioxid Aggregate = Medizinischer Portlandzement Papierspitzen vorsichtig getrocknet. Die Antibiotikamischung (20 mg Ciproflo- xacin, 40 mg Cefuroxim, 40 mg Metro- nidazol, Macrogol/Propylenglykol, von der Kantonsapotheke Zürich hergestellt) wurde vorbereitet (gemäß Anleitung, Kapselpulver und Tubeninhalt zu einer dicken Paste angemischt). Diese Paste wurde vorsichtig mit einem Lentulo in den Wurzelkanal bis ca. 3 mm vor den Apex einrotiert. Nach einer Säuberung der Krone wurde der Zahn mit 3 mm Cavit (ESPE, Seefeld, Deutschland) ver- schlossen. 2. Nachkontrolle Die nächste Kontrolle fand drei Wochen nach der ersten Einlage statt. 6 8 7 9 Abb. 6: Situation eine Woche nach dem Unfall. – Abb. 7: Situation zwei Wochen nach der Sterilisation, vor der SAT-Versorgung. – Abb. 8: Situation vor SAT-Versorgung (die Fistel ist verschwunden). – Abb. 9: Situation 16 Monate nach dem Unfall. Patienten war unauffällig und eine frü- her durchgeführte Tetanusprophylaxe war noch wirksam. Zu Beginn der Notfallbehandlung wurden die Zähne 11 und 21 mittels Lokalanästhesie mit 1,2 ml Ultracain® (Sanofi-Aventis, Paris, Frankreich) versorgt. Nach einer aus- reichenden Wartezeit wurde der Zahn 21 mit sanftem Fingerdruck in seine ursprüngliche Position reponiert. Mit der Säure-Ätztechnik (UltraEtch, Ultra- dent, South Jordan, USA; Tetric-Flow, IvovlarVivadent, Schaan, Liechten- stein) und einer gestanzten Titanfolie (TTS-Schiene, Medartis, Basel, Schweiz) wurde der Zahn 21 geschient. In den Schienungsverband wurden die Zähne 53, 11, 21, 63, 64 einbezogen. Da zum Zeitpunkt des Unfalls die Zähne 12 und 22 gerade im Durchbruch waren, konnten diese Zähne nicht in die Schie- nung mit einbezogen werden. Die Schmelz-Dentin-Wunde am Zahn 11 wurde nicht versorgt. Der Patient wurde begleitend mit Hygiene- und Verhaltensinformationen entlassen. Eine Unfallnachkontrolle am nächsten Tag zeigte eine normale Wundheilung. Nach zehn Tagen wurde die Schiene entfernt. Die Wundheilung war weiter- hin normal. Bei einer Kontrolle weitere vier Wo- chen später bemerkte die behandelnde Zahnärztin eine erhöhte Zahnbeweg- lichkeit sowie eine Fistelbildung bukkal der beweglichen Gingiva apikal von Zahn 11. Als Ursache dieser Erkrankung steht das vor sieben Wochen erlittene Trauma im Vordergrund. Nach Abwä- gen der Vor- und Nachteile erscheint eine regenerative, endodontische The- rapie von Zahn 11 am erfolgverspre- chendsten. Therapie Der Zahn 11 wurde mit Kofferdam isoliert. Das Arbeitsgebiet und das um- gebende Kofferdamfeld werden jeweils vor den weiteren Behandlungsschritten mit 1 % NaOCl-Lösung desinfiziert. Mithilfe einer Lupenvergrößerung wird beim Zahn 11 ein Arbeitszugang zum Pulpakavum präpariert. Es konnte ein einziger großlumiger Wurzelkanal identifiziert werden. Aus dem Kanal ergoss sich nach der Eröffnung ein blu- tiges, purulentes Exsudat. Der Kanal wurde dann mit 60 ml 1 % NaOCl- Lösung gespült. Die abgerundete, nur seitlich geöffnete Spülnadel (HAWE Irrigation Probe, Gauge 23, Hawe Neos SA, Gentillino, Schweiz) wurde dabei um 2 mm weniger als die auf dem Aus- gangsröntgenbild gemessene Wurzel- länge eingeführt. Es wurde strikt darauf geachtet, beim Spülen keinen Druck aufzubauen, damit keine Spüllösung über den Apex gepresst wird. Danach wurde das Kanallumen mit sterilen Der Patient berichtete, dass er nach der Behandlung keine Beschwerden bemerkt hatte. Klinisch waren zum Zeitpunkt der Nachkontrolle die pathologische Beweg lichkeit sowie die Fistelmündung verschwunden. Der Gingivaverlauf um den Zahn 11 herum war entzündungs- frei und normal gerötet. Nach einer Anästhesie wurde der Zahn wieder mit Kofferdam isoliert und der provisorische Verschluss wurde entfernt. Die Pulpahöhle wurde sanft mit 30 ml NaOCl gespült und dann getrocknet. Mit einem Nickel-Titan- Hand spreader (Gauge 25 Niti-Spreader, DENTSPLY Maillefer, Ballaigues, Schweiz) wurde das apikale Gewebe über den offenen Apex hinaus mecha- nisch irritiert und eine Blutung provo- ziert. Die Irritation des Gewebes wurde sofort gestoppt, als Anzeichen einer Blutung bemerkt wurden. Mit sterilen Wattepellets wurde das aufsteigende Blut bei ca. 3 mm unter der Schmelz-Ze- ment-Grenze gestoppt. Der danach durch die Gerinnung entstehende Blut- pfropf soll dann die Basis für ein biolo- gisches Gerüst für die erhofften regene- rativen Prozesse bilden. Nach einer War- tezeit von 15 Minuten wurde der Blut- pfropf mit einem 3mm starken Stopfen weißen medizinischen Portlandzement (Medcem GmbH, Weinfelden, Schweiz) verschlossen. Auf den noch feuchten Zement wur de ein steriles Kunststoff- pellet gebracht und die Kavität mit Cavit versorgt. Definitive Versorgung Weitere drei Wochen später kam der Patient zur definitiven Versorgung des Zahns. Nach der Entfernung des provisorischen Füllmaterials und des Kunststoffpellets wurden die Schmelz- ränder finiert und mit der Säure-Ätz- Technik mit Komposit (Tetric®, Ivovlar- Vivadent, Schaan, Liechtenstein) ver- schlossen sowie die frakturierte Stelle versorgt. Zum Schluss wurde noch ein Röntgenbild angefertigt. Die folgenden 18 Monate wurde der Zahn viermal nachkontrolliert. Während dieses ge- samten Zeit raumes war der Patient be- schwerdefrei. Klinisch konnten bereits zwei Monate nach dem Verschluss erste Sensitivitätszeichen ausgelöst werden. Diese blieben weiterhin eindeutig. Klopfschall, Beweglichkeit und Gingi- vaverlauf waren die ganze Zeit über un- auffällig. Die Farbe des Zahnes war im Vergleich zum nicht behandelten Nach- barzahn etwas opaker. Die radiologi- schen Kontrollen zeigten eindeutige Zeichen von weiterer Wurzelreifung so- wie einer Längen zunahme, einer Einen- gung des Kanal lumens und der Bildung einer Wurzelspitze. Die periapikale Knochenläsion am Zahn 11 war in zwei Monaten ausgeheilt. 18 Monate post- therapeutisch konnte radiologisch keine Differenz zum nicht behandelten und spontan obliterierten Zahn 21 ausge- macht werden. Diskussion Bereits 1961 hatte Nygaard-Østby erste Untersuchungen zur regenerati- ven Endodontie unternommen.32 Die Ergebnisse führten aber nur in wenigen Fällen zu funktionsfähigen Pulpa-Den- tin-Komplexen. Die gegenwärtige For- schung zur regenerativen Endodontie beschäftigt sich mit den verschiedens - ten Schwerpunkten: Wurzelkanal re - vaskulari sation, postnatale Stamm - zellentherapie, Pulpaimplantationen, Proteingerüstimplantationen (scaffold implants), Gefäßbestandteilsinjektio- nen in die Pulpahöhle, dreidimensiona- les Cell-printing und Gene-Transfer- Methoden.32,37 Den Klinikern bleibt die Aufgabe, aus diesen zum großen Teil noch im Versuchsstadium stehenden Methoden ein alltagstaugliches Ver - fahren auszuwählen. Zahlreiche Fall - berichte über erfolgreiche, regenerative endodontische Behandlungen zeigen, dass es mit der oben skizzierten Metho - de zu einem grundlegenden Behand- lungswechsel bei devitalen unreifen Zäh nen gekommen ist. Hargreaves et al.15 weisen auf einige grundlegende Beob - achtungen hin. Erstens ist ein weit offener Apex eine physiologische Notwendigkeit zum Wiedereinwachsen des Gewebes. Zweitens ist das jugendliche Alter eines Patienten Voraussetzung für die Exis- tenz von Stammzellen in der Apexre- gion der Zähne. Drittens erscheint es sehr wichtig, die Kanalwände nicht mechanisch zu bearbeiten. NaOCl scheint hierbei das ideale Spülmittel zu sein. Viertens sollte Ca(OH)2 unbedingt als Einlagemittel vermieden werden. Es herrscht Einigkeit in der Literatur, dass Ca(OH)2 im Wurzelkanal zellto- xisch auf die Stammzellen in der Apex- region und denen der apikalen Papille wirkt.15 In allen Studien, in welchen Ca(OH)2zur Kanalsterilisation verwen- det wurde, fand kein Wurzeldentin- Dickenwachstum statt.15,32 Fünftens
ENDO TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 State of the Art 19 führen die pro vozierten Blutungen in die desinfizierte Pulpahöhle hinein zu Koageln, aus welchen wiederum Pro- teingerüste (protein scaffolts) entste- hen. Diese wiederum sind die Basis zur gewebsstrukturierten Regeneration.14 Von vielen Autoren wird außerdem der koronale Verschluss der frisch behan- delten Pulpahöhle mit MTA/PZ als wei- tere wesentliche Erfolgskomponente aufgeführt.4,9,12,25 All diese Fallberichte haben aber nicht schlüssig erklären können, was wirklich zu der Revaskularisation bezie- hungsweise zu der regenerativen Neu- organisation des Pulpagewebes geführt hat. Einige Autoren vermuteten Reste von Pulpazellen, welche im nekroti- schen Pulparaum überlebt hatten.23,33,37 Aktuelle Studien haben im Tierversuch (Hundezähne) gezeigt, dass die Zellen, welche regeneratives Potenzial haben, vorwiegend aus den Parodontalliga- menten stammen.12,37Die regenerierten Strukturen haben histologisch auch einige Ähnlichkeit mit Zement und Dentin, mehr als mit Pulpagewebe. Die Zunahme der Dentinwandstärke erfolg - te durch zementähnliche Ablagerungen (intrakanaläres Zement).32 Trotz dieser Wissenslücken zeugen die vielen Fallbeispiele von einer hohen Erfolgsrate bei solchen regenerativen endodontischen Behandlungen. Es gibt nur wenige Fallberichte, die neben den Erfolgen auch von Misserfolgen berich- ten. Jung et al.20 untersuchten neun nekrotische Zähne, bei denen mit NaOCl und Tri-Antibiotikapasten die Pulpahöhlen desinfiziert wurden. Bei vier dieser Zähne wurden vor dem Ver- schluss Blutungen induziert, bei fünf wurde darauf verzichtet. Dies in der Annahme, es sei noch vitales Restpulpa- gewebe vorhanden. Alle neun Zähne waren im Zeitraum der Nachkontrolle (fünf Jahre) asymptomatisch. Nur bei einem der Zähne aus der zweiten Gruppe (ohne induziertes Pulpakoa - gulum) wurde radiologisch kein verän- Kontakt Dr. med. dent. Richard Steffen richard.steffen@zzm.uzh.ch Dr. med. dent. Caroline Moret caroline.moret@zzm.uzh.ch Dr. med. dent. Hubertus van Waes hubertus.vanwaes@zzmk.uzh.ch Klinik für Kieferorthopädie und Kinderzahnmedizin, Zentrum für Zahnmedizin Universität Zürich Plattenstr. 11, 8032 Zürich Schweiz dertes Wurzelwachstum mit Einengung der Pulpahöhle gefunden. Ding et al.11 untersuchten zwölf Zähne, bei denen das regenerative Prozedere mit Spülungen mit 5,25 % NaOCl begonnen wurde. Es kamen ebenfalls die Tri-Antibiotikapasten zum Einsatz. Bei sechs Patienten musste das Behandlungsziel revidiert werden. Schmerzen während der Induktion der Pulpablutung führten zu einem Wech- sel der Behandlungsmethode. Diese sechs Zähne wurden mit einem apikalen MTA Stopp versorgt. Cheuh et al.8 behandelten vier Zähne mit 2,5 % NaOCl und Ca(OH)2 und ohne Tri-Antibiotikapasten. Alle vier Zähne zeigten ein weitergehendes apikales Wurzelwachstum. Die Autoren bemerkten aber, dass Wachstum und Apposition von Dentin nur an den Zahn- anteilen stattgefunden hatte, welche nicht in Kontakt mit Ca(OH)2 gekom- men waren. Ebenfalls mit einem etwas anderen Behandlungsansatz arbeiteten Shah et al.28 Sie spülten 14 nekrotische, unreife Zähne mit 2,5 % NaOCl sowie 3 % Was- serstoffperoxid. Als weitere medika- mentöse Einlage wurde Formokresol gewählt. 13 von 14 Zähnen zeigten deut- liche regenerative Anzeichen (Dicken- wachstum, Längenzunahme). Erstaunlicherweise wurden nur in einem einzigen Fall Endodontie-unter- stützende Maßnahmen mit Ultraschall- geräten beschrieben.14Es kam in diesem Behandlungsprotokoll auch zu einigen Misserfolgen. Es scheint so, als ob beim Einsatz von Ultraschallgeräten zur Steigerung der Wirkung der NaOCl- Spülung schädigende Einflüsse an den Dentinwänden möglich seien.14,32 Es gibt auch Fallstudien, bei denen die herkömmliche Zusammensetzung der Tri-Antibiotikapaste (Ciprofloxa- cin, Metronidazol, Minocyclin) verän- dert wurde. Thomson und Kahler32 ver- wendeten statt des Minocyclin Amo - xicillin. In allen besprochenen Fällen wurde keine Verfärbung der Zähne fest- gestellt. Amoxicillin muss jedoch auf- grund seines hohen allergologischen Potenzials mit Vorbehalten eingesetzt werden. In Veröffentlichungen von Trope34,35, Turkistani und Hanno36 sowie Kim et al.21 wird das verfärbende Minocyclin (Tetracyclin) durch Cephalosporine (Cefuxim oder Cefaclor) ersetzt. Bei all den hier beschriebenen Fällen waren die regenerativen Prozesse erfolgreich und es wurden keine Verfärbungen fest- gestellt. Eine weitere Methode, um Verfär- bungen der Zahnkrone bei der klassi- schen Tri-Antibiotikamischung nach Hoshino (mit Minocyclin) zu vermei- den ist es, die Krone vor der Behandlung innen im Arbeitskanal mittels Säure - ätztechnik und Dentinbonding mit Flowable-Composit zu versiegeln.24,25 Das provozierte Blutkoagulum wurde mit medizinischem Portland - zement (Medcem GmbH, Weinfelden, Schweiz) bedeckt.23 Im Gegensatz zu dem in der Literatur am häufigsten zum Einsatz kommenden MTA Material ProRoot fehlt beim Med PZ das Rönt- genkontrastmittel Bismutoxid. Da- durch kommt es zu deutlich weniger Verfärbungen.5,30 Nachteilig jedoch ist die knapp dentinähnliche Röntgen- sichtbarkeit.30 Alle oben besprochenen Fallstu- dien zeigen jedoch, dass ausführlichere klinische Studien (z.B. randomized clinical trial) unter standardisierten Be- dingungen noch fehlen und dringend notwendig sind. Die American Associa- tion of Endodontists hat eine Daten- bank für regenerative endodontische Behandlungsverläufe eröffnet.1 Durch die Auswertung von deutlich mehr Behandlungsfällen erhofft sich die AAE eine breitere wissenschaftlichere Grundlage für zukünftige Behand- lungs-Guidelines. Die Herstellung der Tri-Antibioti- kapasten wird in allen Veröffentlichun- gen ähnlich beschrieben. Es werden die drei Grundstoffe als Originalmedi - kamente eingekauft. Von jeder Einzel- substanz wird jeweils eine Tablette ge- mörsert, wovon dann die jeweils not - wen digen Mengen abgewogen werden (Ciprofloxacin 250 mg, Metronidazol 500 mg, Minocyclin respektive dessen Ersatz Cefuoxim oder Cefaclor 500 mg). Diese Dosis wird mit der Macrogol/Pro- pylenglykol-Mischung dann direkt vor der endodontischen Applikation an - gemischt. Über die Aufbereitung des Gleit- und Penetrationsmittels wird in keiner Veröffentlichung Genaueres aus- gesagt. Diese komplizierten Vorberei- tungen bedürfen vonseiten der Zahn- ärzte einiges an pharmakologischem Fachwissen. Auch bleibt der Hauptteil der drei Antibiotika-Originalverpa- ckungen übrig. Dies verteuert den Ein- satz dieser regenerativen endodonti- schen Methode im Alltag erheblich. Seit September 2010 können bei einem kommerziellen Anbieter von Medizin- produkten die Tri-Antibiotikapasten in den verschiedensten Zusammenset- zungen als Einzelportionen per Rezept geordert werden (TreVitaMix, Medcem GmbH, Weinfelden, Schweiz).24 Das Tri-Mixpulver ist als Einzelportion aus Reinsubstanzen gemischt und das Mischmittel (Macrogol/Propylengly- kol) wird in einer kleinen Einzeltube mitgeliefert. Dies ermöglicht den Ein- satz dieser wirkungsvollen Behandlung auch in einer normalen Zahnarztpraxis. Schlussfolgerungen In der Literatur werden regenera- tive, endodontische „Revitalisierungs- behandlungen“ bei Frontzähnen und Prämolaren beschrieben. Typisch sind Behandlungen nach Traumata, wenn es an solchen jungen Zähnen mit offenen Apizes zu Nekrosen kommt. Die Veröf- fentlichungen zu dieser Methode, zum größten Teil Case reports, sprechen da- bei von einem Paradigmawechsel. Dies stimmt in der Tat, denn jetzt ist es mit dieser Behandlungsmethode möglich, solche Zähne weiter „reifen“ zu lassen und dadurch deren Überlebensprog- nose deutlich zu verbessern. Durch Wurzelreifung sinkt das Risiko einer Wurzelfraktur und durch eine Apexbil- dung sind spätere endodontische Be- handlungen deutlich vereinfacht. Heute ist diese Behandlungsmethode soweit entwickelt, dass auch den Praktikern re- generative endodontische Maßnahmen empfohlen werden können. Entschei- dend für eine Behandlungsprognose ist der erste Behandlungsschritt. Wird als Ersteinlage Ca(OH)2verwendet und wer- den die Wurzelkanalwände mechanisch aufbereitet, verschlechtert sich die Pro- gnose für eine erfolgreiche regenerative Behandlung deutlich. Ein weiteres Kri- terium für eine gute Prognose solcher Behandlungsabläufe ist auch ein richtig induziertes, das Pulpakavum vollstän- dig ausfüllendes Blutkoagulum. Kann ein solches nicht generiert werden, muss auf die herkömmliche Weise ein MTA- Plug am offenen Apex platziert werden. Für die Behandler stellt sich damit das Problem, den richtigen Behand- lungsweg zu wählen und diesen Vor- schlag mit allen Vor- und Nachteilen so- wie allen möglichen Problemen dem Patienten auch zu kommunizieren. Wie in dem oben beschriebenen Behand- lungsablauf gezeigt wurde, steht heute ein modernes Behandlungskonzept für unreife, gangränöse Zähne zur Verfü- gung. Ob das verfärbende Minocyclin dauerhaft und mit gleichem Erfolg durch ein Cephalosporin ersetzt wird, zeigt sich in der Zukunft. Im Moment muss der Zahnarzt entscheiden, welches Antibiotikum er in den Tri-Mixpasten einsetzt. Für die en do dontischen Ge- sellschaften bedeutet dies, dass sie ihre Richtlinien ständig den sich schnell ändernden Entwicklungen anpassen müssen. Dies zum Woh le unserer Patienten. ET Erstveröffentlichung: Endodontie Journal 2/11 ANZEIGE COMIC-POSTER FÜR DIE PRAXIS Bestellformular ✂ Ja, ich möchte ein/mehrere Poster bestellen: (bitte Zutreffendes ankreuzen) Ab sofort ist unter dem Motto „Schöne Zähne mit Biss – Ihr Zahnarzt“ eine neue Hochglanzposter-Reihe mit witzigen Comic-Motiven erhältlich. Comics als Praxisdekoration?! Nach dem großen Erfolg der ersten Hoch- glanzposter-Trilogie „Schöne Zähne – Schönes Lächeln“ mit Cover-Motiven der Fachzeitschrift cosmetic dentistry, die sich außerordentlich großer Beliebtheit erfreut und die auch weiterhin erhältlich ist, bietet die OEMUS MEDIA AG ab sofort eine komplett neue Poster-Reihe zur kreativen Praxis- gestaltung an. Diesmal sind es vier lustige Comic-Poster mit den Motiven Hund, Katze, Haifisch und Vampir, die in der gewohnt hochwertigen Qualität als Hochglanzposter im A1-Format (594 x 840 mm) erhältlich sind. Das Einzelposter ist zum Preis von 29 € und das Poster-Quartett für 89 € jeweils zzgl. MwSt. + Versandkosten erhältlich. Bestellung auch online möglich unter: grasse@oemus-media.de Hinweis: Die Ware ist vom Umtausch ausgeschlossen. Motiv 1 jeweils für 29 € zzgl. MwSt. + Versandkosten Motiv 2 Motiv 3 Motiv 4 2 1 / 1 1 T A T D Poster-Quartett alle 4 Poster für 89 € zzgl. MwSt. + Versandkosten Antwort per Fax +49 341 48474-290 oder per Post an OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig, Deutschland Name, Vorname Firma Straße PLZ/Ort E-Mail Unterschrift
20 Endo Products ENDO TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 Mit einem Antrieb optimal aufbereiten Zuwachs im Endo-Sortiment MICRO-MEGA erweitert Produktportfolio mit zwei neuen Endomotoren. Vollsortiment für den endodontischen Eingriff. (cid:129) 3 Reaktionsmodi: Auto-Stop, Auto- Reverse und Auto-Reverse-Forward. (cid:129) Kompatibel mit allen auf dem Markt erhältlichen Hand- und Winkelstü- cken. (cid:129) Der ENDOAce® Torque Mikromo- tor: der kleinste Dental-Mikromotor der Welt. ENDOAce® Als weitere Neuerung ermöglicht ENDOAce® eine Kontrolle des Dreh- momentes. Eine automati- sche Längenmessung ist MICRO-MEGA, die Endo-Division von SciCan, hat zwei Endomotoren der neuesten Generation in den Markt eingeführt. Die bekannten Feilensys- teme Revo-S und R-Endo, zur Aufbe- reitung bzw. exklusiv für die Revision entwickelt, können mit diesen Moto- ren neben anderen Feilensystemen optimal zum Einsatz gebracht werden. ENDOAce® Torque Bei ENDOAce® Torque handelt es sich um einen Endomotor mit Dreh- moment- und Geschwindigkeitskon- trolle. Für die Wurzelkanalaufberei- tung und Wurzelkanalfüllung ist nur ein einziger Antrieb nötig. Die wich- tigsten Merkmale des Endomotors sind: (cid:129) Intuitiv zu bedienender Touchscreen. (cid:129) Einstellbare Beleuchtung des Dis- plays. (cid:129) Motorgeschwindigkeit von 100 bis 40.000/min. (cid:129) 8 einstellbare Modi: 3 Einstellungen für die Wurzelkanalfüllung, 5 Einstel- lungen für die Endodontie. ebenfalls integriert. ENDO- Ace® bietet darüber hin- aus verschiedene automa- tische „Auto-Stop“- und „Auto-Re- verse“-Funktionen, gesteuert über den integrierten Apex-Locator, bzw. die Torque-Control. Durch 14 voreinge- stellte und 9 manuell einstellbare Pro- gramme ist es ideal für alle Endo-An- wendungen. Vorteile für den Anwender (cid:129) Automatischer Wechsel der Rota- tionsrichtung zur Befreiung des In- strumentes. (cid:129) „Auto-Reverse“ wie auch „Auto- Stop“, zuverlässig und leistungsstark. (cid:129) Apex-Locator Betrieb auch separat möglich. Präzise Lokalisierung des Apex (cid:129) Genaueste Anzeige der Position der Feile zum Apex in Echtzeit auf dem Bildschirm inkl. akustischem Warn- signal. Spezial-Winkelstück für komfortables Arbeiten (cid:129) Miniaturkopf für eine verbesserte Sicht. (cid:129) Modernste Werkstoffe. (cid:129) Praktisch: das Instrument startet auto- matisch am Wurzelkanaleingang. Weitere Informationen gibt es über marketing@micro-mega.com SciCan GmbH Vertrieb MICRO-MEGA Wangener Str. 78 88299 Leutkirch, Deutschland Tel.: +49 7561 98343-623 info.de@micro-mega.com www.micro-mega.com Das maschinelle Feilensystem Easy- Shape aus NiTi umfasst sechs Feilen, die es erlauben, den Wurzelkanal auf ganzer Länge aufzubereiten. Die Instrumente besitzen einen Doppel- S-förmigen Querschnitt, d. h. zwei Schneidwinkel sorgen für eine hohe Schnittfreudigkeit, während die Instrumentenspitze nicht- schneidend gestaltet ist. Jetzt gibt es die Feilen auch in L21 (für einen besseren Zugang im Molarenbereich) und L31 (bei längeren Zähnen oder Kanälen) sowie in ganz gro- ßen Größen (in L25, 045, 050 und 060). Der EndoPilot ist ein modular aufgebauter, drehmoment- und drehzahlüberwachter Endo-Motor, der drei Funktionen in sich vereint: Motor, Apexlocator und thermoplas- tisches Obturationssystem. In ihm sind die Kennwerte von AlphaKite, EasyShape und aller gängigen Feilen- systeme abgespeichert. Ein Feilen- management überwacht den Ver- schleiß der Feile. Unter www.youtube.com/KOMET- online können sechs Kurzfilme zum Produkt abgerufen werden: darunter zu Themen wie Aufbau und Aufbe- reitung, Feilenverschleißmanagement oder Obturation. EasySeal heißt das neue Wurzel- füllmaterial auf Epoxidharzbasis, mit dem ein dauerhafter, apikaler Ver- schluss erzielt wird. Es eignet sich für orthograde Füllungstechniken, ist selbststeril, röntgensichtbar und dimensionsstabil. EasySeal befindet sich in einer Doppelkammerspritze, die ein einfaches und sicheres Hand- ling ohne Anmischen er- möglicht. Sowohl in Verbindung mit Guttapercha als auch alleine kann EasySeal problemlos wieder aus dem Kanal entfernt werden. Besonders gut eignen sich hierfür Eukalyptol und Orangenöl. Komet Gebr. Brasseler GmbH & Co. KG Trophagener Weg 25 32657 Lemgo Deutschland Tel.: +49 5261 701-700 Fax: +49 5261 701-289 info@brasseler.de www.kometdental.de Perfekt postendodontisch versorgt Rebilda Post System – Das Komplett-Set von VOCO. Der rote „STERILE“-Punkt VDW bietet umfangreiches Programm für bessere Praxishygiene. Mit dem glasfaserverstärkten Com- posite-Wurzelstift Rebilda Post prä- sentiert VOCO eine optimale Ergän- zung zum dualhärtenden Stumpf- aufbau- und Befestigungsmaterial Rebilda DC. Der besonders röntgen- opake, transluzente Rebilda Post mit dentinähnlichem Elastizitätsverhal- ten führt zu einer dauerhaften und ästhetisch hochwertigen, metall- freien Restauration. Die dentinähn- liche Elastizität sorgt dabei – im Gegensatz zu Metall- oder Keramik- stiften – für eine gleichmäßige Ver- teilung der auftretenden Kräfte und minimiert so die Gefahr von Wurzel- frakturen. Darüber hinaus führt die hohe Biegefestigkeit zu einer sehr guten Ermüdungs- und Bruchresis- tenz der Stifte und damit zu einer langlebigen Restauration. Die zylin- drisch-konische Geometrie ent- spricht dem anatomischen Verlauf der Zahnwurzel, wodurch eine sub- stanzschonende Präparation ermög- licht wird. Das System-Konzept Rebilda Post ist Be- standteil eines komplet- ten, aufeinander abge- stimmten Stiftaufbausys- tems. Das innovative Wurzelstift-Komplettset von VOCO erhöht die kli- nische Sicherheit, da alle Bestandteile aufeinander abgestimmt und voll- ständig zur Hand sind, wenn eine postendodon- tische Versorgung an- Abb. 3: Rebilda Post System: Komplettset für 15 post- endodontische Versorgungen. Abb. 1: Metallstift – Wurzelfraktur! – Abb. 2: Rebilda Post – dentinähnliche Elastizität! – Abb. 1 und 2: Rebilda Post System ist ein Komplettset für postendodontische Versorgungen. Die dentinähnliche Elastizität sorgt – im Gegensatz zu Metall- oder Keramikstiften – für eine gleichmäßige Verteilung der auftretenden Kräfte und minimiert so die Gefahr von Wurzelfrakturen. Zudem führt die hohe Biegefestigkeit zu einer sehr guten Ermüdungs- und Bruchresistenz von Rebilda Post und damit zu einer ebenso sicheren wie langlebigen Res- tauration. steht. Rebilda Post ist in drei Größen (Ø 1,2 mm, Ø 1,5 mm, Ø 2,0 mm) mit den dazugehörigen Bohrern sowohl im Rahmen eines Wurzelstift-Intro- Sets als auch eines kompletten Ange- bots zur postendodontischen Versor- gung erhältlich, wobei das System- Set auf 15 Behandlungen ausgelegt ist. VOCO GmbH Anton-Flettner-Straße 1–3 27472 Cuxhaven Deutschland Tel.: +49 4721 719-0 Fax: +49 4721 719-169 www.voco.de Kontakt mit infiziertem Gewebe im Instrumentenprofil anhaftende De- bris erfordert eine „rückstandsfreie Reinigung“ (RKI) vor Desinfektion und Sterilisation. Wichtig ist die vor- herige Entfernung des Stoppers, da kein Reinigungsverfahren in der Lage ist, die Konzentration der zwischen Stopper und Instrumentenschaft an- haftenden Rückstände wirksam zu entfernen und den Zwischenraum zu desinfizieren. VDW GmbH, Österreich Sabine Albrecht Tel.: 0664 8322627 Fax: +49 89 62734-304 info@vdw-dental.com www.vdw-dental.com www.reciproc.com Eine Möglichkeit, den Hygienestan- dard in der Praxis zu erhöhen und gleichzeitig den Aufwand von Reini- gung, Desinfektion, Sterilisation und Dokumentation zu vermeiden, ist die Verwendung steriler Instrumente. VDW München bietet industriell ge- reinigte und vorsterilisierte Instru- mente als zusätzlichen Service ohne Mehrpreis an. Das Sterilprogramm umfasst praktisch alle Stahl- und NiTi-Instrumente. In Blisterpa- ckungen ist jedes Instrument in einer separaten Kammer steril versiegelt und kann einzeln entnommen wer- den. Auch alle Papierspitzenpro- dukte werden steril verpackt geliefert. VDW kennzeichnet alle Sterilpro- dukte deutlich mit einem roten „STERILE“-Punkt. Die Verwendung eines steri- len Instrumentariums be- deutet, dass jedes nicht explizit als STERIL ge- kennzeichnete fabrik- neue Instrument bereits vor der ersten Verwen- dung gereinigt, desinfiziert und (eingeschweißt) sterilisiert wer- den muss, um die Sterilität herzu- stellen. Die Bedeutung der Erststeri- lisation ist auch aus Gründen der fo- rensischen Absicherung nicht zu unterschätzen. Die Anforderungen an die Wiederaufbereitung nach Anwendung der als „Kritisch B“ ein- gestuften Endoinstrumente sind sehr hoch. Die durch intensiven
Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 Endo News ENDOAce® Ace® END ENDO ENDOAce DOAce Ace ANZEIGE Endomotor mit Drehmoment- und Geschwindigkeitskontrolle + integrierter Apex-Lokalisator: die Sicherheitsgarantie! Lohnende Investition in die Zukunft: Curriculum Endodontie 2012 Endodontie neu entdeckt mit Spezialisten aus aller Welt. Spätestens seit dem großartigen Er- folg des Endodontie-Kongresses der Universität Pennsylvania im Januar 2011 in Nürnberg, Deutschland, steht fest, dass die UPenn, so die offizielle Abkürzung, eine Führungsrolle in der Endodontie weltweit übernom- men hat. Die Universität Pennsylva- Seit 1996 trainiert TEC2 Zahn- ärzte in bester kollegialer Atmo- sphäre im Fachgebiet Endodontie. Das daraus entstandene Curriculum mit den besten Referenten und Spe- zialisten aus aller Welt genießt in- zwischen längst auf dem Gebiet der Endodontie in Europa großen Ruf Syngcuk Kim (Leiter Endodontie der Universität Pennsylvania), Prof. Eric Rivera (Leiter Endodontie der Uni- versität North Carolina), Dr. Sam Kratchman, Dr. Frank Setzer (beide UPenn), Dr. Sabine Remensberger, Dr. Thomas Rieger (niedergelassene Spezialisten), Prof. Daniel Edelhoff A ® D i e P l u s p u n k t e L e i c h t z u b e d i e n e n Z e i t s p a r e n d S i c h e r Prof. Steve Senia und Prof. Syngcuk Kim während des Curriculums. Bild oben links Prof. Martin Trope, Bild oben rechts Dr. Sabine Remensberger. nia ist Schirmherrin und wissen- schaftliche Leiterin des Curriculums Endodontie der TEC2, Deutschland. Eine große Ehre und Anerkennung für TEC2. Termine München 26.04.–28.04.2012 München 22.06.–23.06.2012 München 27.09.–29.09.2012 Berlin 30.11.–01.12.2012 100 € Frühbucherrabatt bis 31.12.2011 durch Qualität und Engagement. Stetige Aktualisierung ist eine der Kernaufgaben, gepaart mit dem Ge- winn von Freude an der Endodontie. Renommierte Experten Der wissenschaftliche Leiter der TEC2 ist Prof. Martin Trope, eine der herausragenden Persönlichkei- ten im Fach Endodontie. Er ist Mit- begründer der „Evidence based den- tistry in Endodontics“ und Entwick- ler des synthetischen Polymer-Wur- zelfüllmaterials Resilon. Wie viele Referenten der TEC2 ist auch Prof. Trope Träger des Louis I. Grossman Awards, dem „Oscar“ der Endo- dontie. Ihm zur Seite stehen Prof. (Universität München) und viele mehr. Das Curriculum ist in vier Blöcke mit 187 Unterrichtseinheiten unter- teilt inklusive zeitsparender Internet- Vorlesungen. Die Blöcke bauen kon- sekutiv aufeinander auf. Besuchen Sie unsere Internet- seite und erfahren Sie mehr! ET TEC2 GmbH Frau Simone Mensch Zangmeisterstraße 24 87700 Memmingen, Deutschland Tel.: +49 8331 980906 Fax: +49 8331 980907 info@tec2-endo.de, www.tec2-endo.de Endodontie auf der Höhe der Zeit Internationaler Endodontie-Kongress in München im März 2012 Teilnehmern im Hotel Sofitel Mu- nich Bayerpost neueste Erkenntnisse ihres Fachgebietes. Das Themen- spektrum des Kongresses umfasst unter anderem die Wurzelkanalauf- bereitung mit reziproker Bewegung, die Obturation, zuverlässige Post- Endo-Lösungen und apikale Mikro- chirurgie. Ergänzt wird der internationale Kongress durch einen exklusiven Workshop, bei dem Dr. Pertot die reziproke Technik der maschinellen Wurzelkanalaufbereitung mit dem innovativen WaveOne-Feilensystem vorstellt. Für die Teilnahme an der Vortragsveranstaltung sowie dem Workshop können bis zu 16 Fortbil- dungspunkte gemäß Bundeszahn- ärztekammer erworben werden. Die Anmeldung für Kongress, Workshop und Festabend, Anfra- gen zu Teilnehmergebühren oder Hotelreservierungen können tele- fonisch unter +49 8376 97563 oder per Fax unter +49 8376 97564 bei der KAD Kongress Agentur GmbH & Co. KG, Alpenblickstraße 6, 87477 Sulzberg, Deutschland, erfolgen. ET www.endocongress-maillefer.de „When endo meets simplicity“: Das ist das Motto des Internationalen Endodontie-Kongresses in Mün- chen, zu dem DENTSPLY Maillefer am 2. und 3. März 2012 einlädt. Weltbekannte Endo-Experten wie Prof. Dr. Guiseppe Cantatore, Rom, Dr. Julian Webber, London, und Dr. Willy Pertot, Paris, bieten den (cid:81) Kontrolle des Drehmoments + automatischer Wechsel der Rotationsrichtung = verhindert ein Brechen des Instrumentes! (cid:81) Integrierter Apex-Lokalisator der neuesten Technologie-Generation = verhindert ein Überschreiten des Apex! (cid:81) Winkelstück in Komposite von höchster Qualität = garantiert einmalige Widerstandsfähigkeit! KTUR- FRAAKR KTUR- FRAKTUR- RA RA A SICHERHEIT SICHERHEIT SICHERHEITS- S- SICHERHEIT STOPP PP STOPP ARBEITS- S- ARBEIT KOMFORT TRRT O KOOK MFO (cid:81)(cid:3) (cid:3)Innovation: Das Instrument startet (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) automatisch am Wurzelkanaleingang. 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22 User Report ENDO TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 Schallbasierte Spülung im Wurzelkanal In der Endodontie strebt man nach einem möglichst sicheren und schnellen Resultat. In der Reinigungsphase wird noch nach einem universell anwendbaren Protokoll gesucht. Die Anwendung von Schallinstrumenten für die Aktivierung von Spüllösungen im Wurzelkanal gilt als wichtiger Schritt in diese Richtung. Von Dr. Giuseppe Squeo. Die Aufbereitung des Wurzelkanals kann sowohl mit manuellen als auch mit maschinellen Instrumenten durchgeführt werden. Beide verursa- chen jedoch eine Schmierschicht, welche sich entlang der Dentinober- fläche des Kanals absetzt und die Dentintubuli und Seitenkanäle verstopft und somit die vollstän- wie zum Beispiel dem SF1LM von Komet (Abb. 1). Um sich an alle Ka- nalanatomien anpassen zu können, bedient sich die Spitze SF65 der hohen Elastizität von Nickel- Titan (Abb. 2). Die Spitze kann im Autoklav ste- rilisiert werden. Um einer eventuellen Abb. 1: Die Spitze SF65, montiert auf den Halter SF1981, der im Schallhandstück SF1LM von Komet einge- setzt ist. tionale Literatur hat gezeigt, dass diese Oberflächenbehandlung die Oberfläche aus Nickel-Titan von Unebenheiten befreit und sie resis- tenter gegen die Auswirkung von korrosiven Medien macht.16 Die Spitze SF65 ist 25 mm lang und mit schwarzen Markierungen im Be- reich von 16 bis 18 mm und von 20 bis 22 mm ausgestattet, um die Ar- beitslänge jederzeit kontrollieren zu können. Der Durchmesser der Spitze (abgerundet) ist 0,20 mm, wäh- rend die Konizität 02 beträgt. Diese reduzierten Maße sind dazu gedacht, es der Spitze zu ermöglichen, in alle Kanaltypologien einzudringen (Abb. 3). Anwendung Der Gebrauch der Spitze SF65 fängt dann an, wenn die Aufberei- tungsphase des Kanals abgeschlos- sen ist. Während der Anwendung im Kanal sollte die Spitze SF65 in niedrigsten Leistungsstufe 1 betrie- ben werden. Die aktivierte Spitze sollte nie lange im selben Bereich des Wurzelkanals verbleiben. Für jeden Wurzelkanal ist das Arbeitsprotokoll wie folgt: – Drei Zyklen von je 15 Sekunden mit durch die Spitze SF65 aktiviertem NaOCI (das NaOCI nach jedem Zyklus ersetzen). – Drei Zyklen von je 15 Sekunden mit durch die Spitze SF65 aktiviertem EDTA (das EDTA nach jedem Zy- klus ersetzen). – Drei Zyklen von je 15 Sekunden mit durch die Spitze SF65 aktiviertem NaOCl (das NaOCl nach jedem Zyklus ersetzen). – Zum nächsten Kanal übergehen, wenn es sich um einen Zahn mit mehreren Kanälen handelt, dann trocknen und das Kanalsystem füllen. Die Wirkung der Aktivie- rung des Spülmittels zeigt sich mit einem „Schaumeffekt“, der in der Spülflüssigkeit im Wurzelkanal sind wie folgt: – deutliche Zeitersparnis in der Phase der Reinigung und Desinfek- tion des Kanalsystems – Spülung des Kanalsystems bis in die Tiefe (man geht sicher, dass die Spülmittel in das apikale Drittel eingebracht werden) – eine schnellere Heilung der perira- dikulären Infektion, wie im folgen- den klinischen Fall gezeigt wird. Fallbeispiel Periradikuläre Infektion am 2.6 eines jungen Patienten (Abb. 7) sowie eine palatinale Fistel (Abb. 8). Nach Feststellung der korrekten Arbeits- längen der vier Wurzelkanäle (Abb. 9 und 10) wurde zur Aufbereitung des Kanalsystems zu 4S-Instrumenten (Instrumentensatz in Italien, beste- hend aus AlphaKite und EasyShape Instrumenten) von Komet überge- gangen. Am Ende dieser Phase fand eine Tiefendesinfektion des Kanalsys- tems mit der Spitze SF65 statt, wobei nach dem vom Hersteller empfohle- nen Protokoll vorgegangen wurde, was bereits weiter oben in diesem Ar- tikel dargestellt wurde. Darauf folgte die dreidimensionale Wurzelkanal- füllung mit warmer, durch einen Carrier eingebrachter Guttapercha (Abb. 11). Nach sieben Tagen wurde der Pa- tient erneut behandelt, um den post- endodontischen Aufbau durchzu- führen. Bei der klinischen intraora- len Untersuchung wurde das Ver- schwinden der palatinalen Fistel deutlich (Abb. 12). Bei der Nachfol- geuntersuchung nur drei Monate nach der endodontischen Behand- lung konnte die vollständige Heilung der periradikulären Wunde festge- stellt werden (Abb. 13). Fazit Die Schallspitze SF65 von Komet garantiert eine verkürzte Arbeitszeit und eine beschleunigte Heilung der periradikulären Infektion, und das bei einer wirklich verblüffend einfa- chen Anwendung. Die Tatsache, dass das Schallhandstück erlaubt, nicht nur in der Endodontie (Nachbear- beitung der Wände der Pulpakam- mer, initiale Erweiterung der Kanal- eingänge, Aktivierung von Desin- fektionsflüssigkeiten), sondern in al- len Bereichen der Zahnheilkunde (von der Prophylaxe bis zur Chirur- gie) wichtige Operationen durch- zuführen, ist ein beachtlicher ergo- nomischer Vorteil mit positiven Auswirkungen auf das Zeit- und Kostenmanagement in der Zahn- arztpraxis. ET Erstveröffentlichung: Dental Tribune Italien 06/2011 dige Entfernung des darin enthalte- nen entzündeten Materials1 verhin- dert. Verschiedene Studien haben ge- zeigt, dass durch die Einbeziehung von Natriumhypochlorit (NaOCI) für die Desinfektion und EDTA für die Entfernung der Schmierschicht während der Aufbereitungsphase de- ren Wirksamkeit erhöht wird. Am Ende dieser Phase kann die Desin- fektion des komplexen Kanalsystems mit Techniken verbessert werden, die eine Steigerung der Wirkung der Kanalspülmittel durch Aktivierung mit Ultraschall oder Schall und durch Spülung mit einfachen Sprit- zen bewirken. Einige Studien haben gezeigt, dass die Wirkung des EDTA, wenn es durch Ultraschall aktiviert wird, bei der Entfernung der Schmierschicht größer ist als bei der reinen, einfachen Einbringung des Spülmittels durch Spülungsspritzen. Eine solche verbesserte Reinigungs- wirkung wird in den Bereichen be- obachtet, in denen die Anatomie der Wurzel komplexer ist und wo die Maße des Kanals und die Eindring- tiefe der Nadel und somit des EDTA schwieriger sind.5, 6, 7, 8, 9 Ein Vergleich der Wirksamkeit bei der Entfernung der Schmierschicht mit durch Ultra- schall und durch schallaktivierten Spülmitteln hat unterschiedliche Ergebnisse ergeben.10,11,12 Im Ver- gleich zur durch Ultraschall aktivier- ten Spülung arbeitet die schallakti- vierte Spülung mit einer niedrigeren Schwingungszahl (5–6 kHz), wo- durch weniger Stress auf die Wurzel ausgeübt wird.13 Die Aktion, die die Entfernung der Schmierschicht von den Kanalwänden hervorruft, wird „Acoustic streaming“ genannt.14 Das „Acoustic streaming“ kann als eine schnelle, strudelreiche Bewegung der vorhandenen Flüssigkeit um eine oszillierende Spitze definiert wer- den.15 Die Firma Komet hat vor Kur- zem eine Spitze zur schallbasierten Aktivierung von Spülflüssigkeiten im Wurzelkanal vorgestellt: die SF65. Mittels einer endodontischen Spannvorrichtung kann die Spitze in Schallhandstücken benutzt werden, 2 3 4 Abb. 2: Die Spitze SF65 bedient sich der Superelastizität von Nickel-Titan. – Abb. 3: Ansicht der Spitze SF65. – Abb. 4: Situation vor der Aktivierung des NaOCl mit Schall. 5 6 7 Abb. 5: Aktivierung mit Schall durch die Spitze SF65. – Abb. 6: Schaumeffekt nach Aktivierung des NaOCI. – Abb. 7: Periradikuläre Läsion am 2.6. 8 9 10 Abb. 8: Palatinale Fistel. – Abb. 9: Feststellung der Arbeitslänge. – Abb. 10: Feststellung der Arbeitslänge. 11 12 13 Abb. 11: Obturation mit der Thermafil-Technik. – Abb. 12: Die palatinale Fistel ist verschwunden. – Abb. 13: Kontrolle nach drei Monaten. Vollständige Heilung der periradikulären Läsion. Korrosion durch Kanalspülmittel und wiederholten Sterilisationszy- klen vorzubeugen, ist die Spitze mit einer dünnen Titan-Nitrid- (TiN-) Beschichtung versehen. Die interna- leichten Hubbewegungen auf- und abwärts bewegt werden. Die maxi- male Arbeitstiefe ist 2 mm geringer als die Länge des Wurzelkanals. Die Spitze darf im SF1LM nur auf der der Pulpakammer auftritt (Abb. 4 bis 6). Die klinischen Vorteile beim Ge- brauch dieser Spitze zur Aktivierung Komet Austria Handelsagentur GmbH Innsbrucker Bundesstr. 75 5020 Salzburg Tel.: 0662 829-434, Fax: 0662 829-435 austria@brasseler.at www.kometdental.at
ENDO TRIBUNE Austrian Edition · Nr. 12/2011 · 7. Dezember 2011 User Report 23 Endodontische Behandlung einer inneren Resorption mithilfe eines glasfaserverstärkten Composite-Wurzelstiftes Bei einer inneren Resorption kann es aufgrund des großen Substanzverlusts des Zahngewebes zur Schwächung und zum Bruch des betroffenen Zahnes kommen. Hier helfen glasfaserverstärkte Wurzelstifte. Sie stabilisieren den jeweiligen Zahn. Von Dr. Maxim Stošek, Dr. Marián Tulenko, Dr. Josef Minčik, Slowakei. 1 5 9 2 3 4 6 7 8 Abb. 1:Die Röntgenaufnahme zeigt den Misserfolg der endodontischen Erstbehandlung von Zahn 21. Der resorbierte Bereich und der Wurzelkanal sind nicht gefüllt. Es zeigt sich eine Perforation (Via falsa) zwischen Zahn 21 und 22. – Abb. 2: Unter dem OP-Mikroskop gut zu erkennen: links die Reste des inneren Granulationsgewebes, rechts die Füllung in der Via falsa. Das Granulationsgewebe perforiert in den Parodontalspalt. – Abb. 3: Status nach Beseitigung des Granuloms und der Füllung in der Via falsa. Beide Perforationen sind gut sichtbar. – Abb. 4: Hier deutlich zu erkennen: die spontane Perforation des Gra nu - loms (links oben) und die Perforation bzw. Via falsa (rechts oben), unten der Eingang in den Wurzelkanal. – Abb. 5: Beide Perforationen wurden mit ProRoot® MTA (Mineral Trioxid Aggregate) verschlossen. – Abb. 6: Der Eingang in den erweiter- ten Wurzelkanal. – Abb. 7: Die definitive Wurzelkanalfüllung mit dem erwärmten Guttapercha (BeeFill). – Abb. 8: Der glas - faserverstärkte Composite-Wurzelstift Rebilda Post (VOCO) vor dem Einsetzen in den präparierten Wurzelkanal. – Abb. 9: Palatinale Ansicht des behandelten Zahnes 21 nach Einsetzen des glasfaserverstärkten Composite-Wurzelstiftes. – Abb. 10: Die Röntgenaufnahme zeigt, dass der Wurzelkanal und die Perforation lege artis gefüllt wurden. Die Resorptions-Lakune und die Krone sind mit dem glasfaserverstärkten Composite-Wurzelstift Rebilda Post stabilisiert. Der Wurzelstift reicht fast bis zum apikalen Boden der Resorptions-Lakune und zeigt sich nur etwas weniger röntgenopak als die Guttapercha-Füllung. 10 Unter Zahnresorption versteht man einen physiologischen Prozess (Milch - gebiss) oder pathologischen Prozess, der zu Zementabbau oder Zement- und Dentinabbau führt. Normalerweise wer- den die mineralisierten Gewebe der blei- benden Zähne nicht resorbiert. Sie sind in der Pulpahöhle durch Predentin und Odontoblasten und auf der Wurzelfläche durch unverkalkten Zement und Odon- toblasten geschützt. Von interner Resorption spricht man, wenn der Ursprung in der Pulpa liegt. Interne Resorption resultiert aus einer chronischen Pulpitis. Es ist nicht bekannt, warum bestimmte Zähne, wie etwa die Schneidezähne, weitaus häufi- ger und schwerer betroffen sind als an- dere. Bedeutende ätiologische Faktoren sind Trauma und Infektion. Das typische Merkmal einer internen Resorption ist eine leichte Weitung der Wände des Wur- zelkanals. Manchmal kann die Resorp- tion auch als rosafarbener Fleck erschei- nen, weil die vergrößerte Pulpa durch die dünnen Wände der Krone sichtbar wird. Die Pulpa bleibt gewöhnlich über einen langen Zeitraum vital und symp- tomfrei, obwohl sie nekrotisch sein kann. Die Diagnose ist in den meisten Fällen einfach. Bei der internen Resorp- tion sind die Umrisse des Kanals unter- brochen und es ist normalerweise eine leichte Ausbuchtung auf dem Röntgen- bild zu sehen. Bei einer externen Resorp- tion hingegen bleiben die Kanalumrisse deutlich erkennbar. Da das vitale Pulpa- gewebe die für die Resorption verant- wortlichen Zellen versorgt, ist deren um- gehende Entfernung in allen diagnosti- zierten Fällen notwendig.1 Der klinische Fall Eine 18-jährige Patientin kam nach einer nicht erfolgreich verlaufenen endo dontischen Erstversorgung des Zahns 21 in unsere Praxis. Die Röntgen- aufnahme (Abb. 1)zeigt den Befund. Der resorbierte Bereich, der sich im mittle- ren Drittel der Zahnwurzel befindet, war nur teilweise und der apikal liegende Wurzelkanal gar nicht gefüllt. Die Rönt- genaufnahme zeigt außerdem eine Per- foration (Via falsa), die durch die Erst - behandlung verursacht wurde. Nach Präparation der Zugangs - kavität kommen wir zum mikroskopi- schen Befund (Abb. 2): Links oben ist das Granulationsgewebe erkennbar, welches durch die dünne Dentinwand in das Parodont perforiert. Rechts zu sehen ist die Perforation (Via falsa), die wäh- rend der Erstbehandlung verursacht wurde. Der Wurzelkanal enthielt vitales Gewebe, das deutlich blutete. Das Resorptionsgewebe wurde mit- hilfe von Ultraschallinstrumenten ent- fernt (Abb. 3 und 4). Beide Perforatio- nen bedeckten wir mit ProRoot MTA (DENTSPLY), einem Füllungsmaterial, das sich speziell für diese Indikation eignet (Abb. 5). Ein Debridement wurde mit 5%igem Natriumhypochlorit durch - geführt, wodurch sich instrumentell unzugängliches Material auflöste. Eine anschließende Ultraschallanwendung verbesserte die Wirkung der Spüllösung. Nach Entfernung des Pulpagewebes aus dem Wurzelkanal wurde dieser mit er- wärmter Guttapercha (BeeFill) gefüllt. Das erwärmte Guttapercha lässt sich gut in die Kavität kondensieren (Abb. 6 und 7). Weil aufgrund der großen Substanz- defekte der Zahn erheblich geschwächt war, entschieden wir uns dafür, ihn mit einem glasfaserverstärkten Wurzelstift (Rebilda Post, VOCO) zu kräftigen. Der Vorteil bei der Verwendung von Rebilda Post liegt im zahnähnlichen Elastizitäts- modul dieses Wurzelstifts und der zu - verlässigen adhäsiven Befestigung im Wurzelkanal (Abb. 8 und 9). Die Kon - troll aufnahme (Abb. 10) bestätigt die er- folgreiche Revisionsbehandlung des be - troffenen Zahnes. Der Wurzelkanal und die Perforation sind dicht verschlossen und der Zahn ist mit dem Composite- Wurzelstift zuverlässig verstärkt. Schlussbetrachtung Bei einer inneren Resorption müs- sen wir damit rechnen, dass aufgrund des großen Substanzverlusts des Zahngewe- bes der betroffene Zahn erheblich ge- schwächt ist und eine Fraktur droht. Hier hilft der Einsatz von glasfaserverstärkten Wurzelstiften, denn diese ermöglichen eine Verstärkung und Stabilisierung des jeweiligen Zahnes. Auch empfehlen wir die Verwendung eines OP-Mikroskops, denn nur mit diesem lässt sich eine exakte optische Kontrolle des Behandlungsab- laufs vornehmen. Der Einsatz thermo- plastischer Füllungstechnik dient dazu, die Resorptionskavität zu füllen und ab- zudichten. Eine laterale Kondensation ist in solchen Fällen nicht zu empfehlen.2 ET Literatur 1. Wesselink, P.R.: Zahnresorption, in: Stock, Ch./Wakker, R./Gulavivala,K.: Endodontie, München 2004, 261–269. 2. Netolicky, J./Zahlavova,E.: Quality of root canal filling in teeth with internal resorp- tion-comparasion of different filling tech - niques, LKS, 20, 2010, 6, 128–133. Kontakt Dr. Maxim Stošek Dr. Marián Tulenko Dr. Jozef Minčik jozefmin@zoznam.sk Universität P.-J.-Safarik 1. Stom. Klinik-Abteilung der Konservierenden Zahnheilkunde Tr. SNP 1, 04011 Košice, Slowakei Tel.: +42 1907928200 ANZEIGE QR-Code erweckt Printprodukte zum Leben Scan mich Neue Möglichkeiten nutzen – QR-Code Der QR-Code enthält weiterführende Informationen in Form von Webadressen, Videos oder Bildergalerien. Lesbar ist er mit allen gängigen Mobiltelefonen und PDAs, die über eine eingebaute Kamera und eine Software, die das Lesen von QR-Codes ermöglicht, verfügen. Sie nutzen zum ersten Mal einen Quick Response-Code? Dann benötigen Sie eine Reader-Software (QR-Reader), die es Ihrem Mobiltelefon beziehungsweise PDA ermöglicht, den Code zu entschlüsseln. Viele Reader-Apps sind z.B. im iTunes Store kostenlos verfügbar. Suchen Sie nach den Begriffen „QR“ und „Reader“. Nutzbar für Geräte mit Kamera und entsprechender QR-Reader Software. o e d V i e i r e l a g r e d l i B r e p a P - E Decoding Website
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