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Cosmetic Dentistry | Füllungstherapie zur Übersicht

Füllungstherapie 18.01.2012

Höchste Haftkräfte für Restaurationen

 Für den Zahnarzt ist es schwierig, die Qualität eines Adhäsivsystems zu beurteilen. Viele klangvolle Namen konkurrieren auf dem Dentalmarkt, und aufgezählte technische Details verwirren oft, statt weiterzuhelfen. Mancher bleibt angesichts der Fülle des Angebotes bei seinem „alten“ System, da er Bewährtes schätzt und Neuem misstraut. Doch gerade auf dem Gebiet der Adhäsive gab es im Laufe der letzten Jahre eine Fülle an Weiterentwicklungen, die man nutzen sollte.

Um herauszufinden, ob die Fortschritte wirklich substanziell und beachtenswert sind, sollte man die persönlichen Anforderungen an ein Adhäsivsystem betrachten und angebotene Präparate daraufhin „abklopfen“. So hat auch Ultradent Products sein Peak-System aufgebaut – und es konsequent an den Erfordernissen der Praxis orientiert.

Angaben zur Bondkraft – aussagekräftig?

Als erstes wird meist die Höhe der Bondkraft – sofort bzw. nach 24 Stunden – genannt, die erzielbar ist. Ein wichtiges Kriterium – wenn nicht gar das wichtigste; denn eine schwache Haftung kann bereits bei der ersten Belastung einer Restauration schon zu einem Randspalt führen. Zu beachten ist jedoch, dass genannte Megapascal-(MPa-)Zahlen in der Regel „in vitro“ gemessen und erzielt worden sind. Es werden stets frische Materialien verwendet und an extraoralen Messkörpern gearbeitet. Am Patienten kann es hingegen ganz anders aussehen. Dort zählt, ob die Verarbeitung möglichst einfach und praxisgerecht ist, um „Ausreißer“ der Haftwerte – vor allem nach unten – zu vermeiden. Hier hat sich die Spritzen-Darreichungsform bewährt. Mit einem geeigneten Spritzen-Ansatz kann ein Bonding sauber und schnell direkt appliziert werden. Die „klassische“ Art, Flüssigkeiten in ein Dappenglas zu tropfen und dann mit einem Pinsel oder einem Microbrush aufzunehmen und zu verteilen, ist nicht nur zeitraubend und unwirtschaftlich, sondern birgt auch Gefahren: Lösungsmittel können vorzeitig verdunsten, Material abtropfen und unerwünscht verteilt werden.

So einfach wie möglich, aber nicht einfacher

Albert Einstein hat einmal gesagt: Man soll die Dinge so einfach wie möglich machen – aber nicht einfacher. Auch bei Adhäsiven darf die Systemvereinfachung nicht zulasten der eigentlichen Aufgabe – dauerhaftes Bonding – gehen. Bei selbstätzenden Systemen möchten viele Hersteller „eine Flasche einsparen“ und packen  Ätzkomponenten und hydrophile Kunststoffe gemeinsam in eine Lösung. So ist diese oft nicht lange stabil und zersetzt sich schon in den Wochen oder Monaten der Lagerzeit. Darum werden oft schwächere Ätzmittel eingesetzt, um die Resine zu schonen – aber dies resultiert dann in einem zu gering ausgeprägten Schmelz-Ätzmuster. Besser ist es, wenn eine solche Lösung erst in der Praxis, vor dem Einsatz, angemischt wird, um diesen vorzeitigen Verfall zu vermeiden.

Vielseitigkeit – ökonomisch, praktisch, sicher

Werden in einer Praxis mehrere Bonding-Systeme eingesetzt, so ist dies wenig ökonomisch, und es besteht immer die Gefahr der Verwechslung – von einzelnen Komponenten, aber auch von gesamten Systemen. Ein universelles System – sowohl für Restaurationen als auch für Befestigungen oder Aufbauten – kann dies vermeiden, steht immer zur Verfügung und das Praxisteam ist in der Anwendung routiniert und geübt.

Das Peak-System

Bei der Entwicklung des Peak-Systems hat man sich an den oben genannten Kriterien orientiert. Es baut hohe Bondkräfte auf und sorgt für sichere Randversiegelung. Dass dies auch am Patienten so ist, stellt die Applikationstechnik sicher: Alle Flüssigkeiten und Gele stehen in Spritzen zur Verfügung – wie man das von Ultradent Products gewohnt ist.  Zur Wahl steht die Anwendung der Peak-Adhäsivtechnik nach der „Total Etch“- („Etch & Rinse“) oder „Self Etch“- („No-Rinse“) Methode. Was ist vorzuziehen? Beide Varianten können hervorragende Ergebnisse bringen, wenn sie sachgerecht eingesetzt werden. Peak erleichtert dies durch einfache Handhabung. Wird „Total Etch“ bevorzugt, beginnt man mit Ultra-Etch, einem 35%igen Phosphorsäure-Ätzgel. Möchte man nach der „Self-Etch“-Technik arbeiten, wird das Phosphorsäure-Ätzgel durch den selbstätzenden Primer Peak SE ersetzt. Er befindet sich in einer JetMix-Spritze; darin enthalten sind zwei Komponenten, getrennt durch eine Membran. Erst in der Praxis wird – geschlossen in der Spritze – angemischt, um vorzeitigen Verfall zu vermeiden. Der Spritzeninhalt ist nun 30 Tage lang verwendbar.

Das neue Peak Universal Bond – mit CHX für dauerhafte Stabilität

Nach welcher Methode auch immer bis hierher gearbeitet wurde: Der nun folgende Bonding-Auftrag ist der gleiche. Peak Universal Bond, das gebrauchsfertig in einer Spritze vorliegt, wird in satter Schicht direkt aufgetragen und 10 Sek. einmassiert. Die Schicht wird 10 Sek. lang verblasen, anschließend lichtgehärtet. Peak Universal Bond schafft nicht nur sofort eine stabile Bondschicht. Ein 0,2%iger Chlorhexidinanteil sorgt dafür, dass die Hybridschicht auch langfristig stabil erhalten bleibt. CHX wirkt den Abbau-Vorgängen der körpereigenen Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) wirksam entgegen; dies haben Studien gezeigt. So kann man verfahren, wenn direkte Komposit-Restaurationen gelegt werden, aber auch bei Reparaturen oder zur Vorbereitung einer adhäsiven Befestigung von Inlays, Kronen oder Brücken bzw. eines Stift-/Stumpfaufbaues. Peak Universal Bond ist in der Lage, zu praktisch jedem Material Haftung aufzubauen – zu Schmelz, Dentin, Komposit, Metallen und Keramiken.

Die Adhäsivtechnik als Schlüsseltechnik, welche die moderne, substanz­schonende Zahnheilkunde erst möglich gemacht hat, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Dies wird auch in Zukunft so sein. Auch und gerade neue Entwicklungen, wie das vermehrte Kleben von indirekten Restaurationen, Bulk-Fill-Techniken, Aufbauten mit niedrigviskösen Kompositen etc. verlangen nach starken, zuverlässigen Adhäsiven. Hohe, dauerhafte Haftkräfte, praxisgerechte Anwendung und die universelle Einsetzbarkeit – all das macht das Peak-­System für die Zahnarztpraxis zu einer hervorragenden Wahl.

Autor: Martin Wesolowsky

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