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Wasserhygiene ist Gesundheitsschutz

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Praxishygiene 12.10.2011

Wasserhygiene ist Gesundheitsschutz

Zahnarztpraxen sind aufgrund ihrer baulichen Merkmale besonders gefährdet für eine Kontamination des Praxiswassers mit Keimen oder Krankheitserregern. Aus diesem Grund fordert das Bundesministerium für Gesundheit explizit für Zahnarztpraxen spezielle Maßnahmen zur Gewährleistung der Wasserqualität.

Die Verantwortung für die Wasserqualität von der Wasseruhr bis zum Mund des Patienten liegt beim Inhaber der Zahnarztpraxis. Zum 1. November 2011 tritt die neue Trinkwasserverordnung in Kraft, die in Zahnarztpraxen den Einsatz von geeigneten Sicherungseinrichtungen beim Anschluss von Apparaten an die Trinkwasser-Installation oder bei der Verbindung mit Nicht-Trinkwasser-Anlagen (z.B. Wasser-Nachspeisung von Heizungsanlagen) fordert. Bei Nichtbeachtung drohen ein Bußgeld oder, wenn Krankheitserreger im Sinne des Infektionsschutzgesetzes verbreitet worden sind, eine strafrechtliche Verfolgung.

Auf Verkeimung folgt Betriebsunterbrechung

Behandlungseinheiten verbrauchen bei guter Auslastung maximal sechs Liter Wasser pro Stunde. Aufgrund dieses sehr geringen Wasserverbrauches können sich Biofilme schneller als in vielbenutzten Leitungen bilden, was das Vorhandensein von gefährlichen Krankheitserregern wie Legionellen und Pseudomonaden begüns­tigt. Sowohl für die Patienten als auch die Praxisangestellten besteht dann Gefahr, sich über das Praxiswasser mit Krankheiten zu infizieren. Gemäß der neuen Trinkwasserverordnung liegt der Grenzwert für Legionellen bei 100 KBE/100 Milliliter Trinkwasser. Ein Legionellenfund in einer Zahnarztpraxis kann eine Betriebsunterbrechung zur Folge haben, bis die geforderte Trinkwasserqualität wiederhergestellt ist. Neben den hohen Ausfallkosten bedeuten solche Sanktionen vonseiten der Gewerbeaufsicht auch eine schlechte Mundpropaganda bei den Patienten.

Wasserdesinfektion gefordert

Zur Wiederherstellung der Trinkwasserqualität sind ­betriebs- und/oder verfahrenstechnische Schritte notwendig, z.B. eine Desinfektion. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird ebenfalls behördlich geprüft. Eine dauerhafte Lösung während der ganzen Betriebszeit ist anzustreben. Eine Desinfektion des Wassers ist besonders in den weit ausgedehnten Leitungssystemen öffentlicher und gewerblicher Gebäude problematisch. Diese Gefahr haben auch die Wasserverbände erkannt und potenziellen Ursachen von Verkeimungen (Zahnärzte gehören dazu) besondere Schutzmaßnahmen verordnet. Zahnärzte benötigen daraus folgend zwingend eine Wassertrennung. Bei vielen Zahnärzten fehlt diese Wassertrennung, da in älteren Behandlungseinheiten eine solche nicht verbaut ist. Der dentale Fachhandel vertreibt mit den Lösungen des Medizinprodukteherstellers doctorwater praxisindividuell gestaltete Lösungen. Diese Praxisindividualität ist nur aufgrund einer gründlichen orientierenden Wasseranalyse und einer umfassenden Praxisbegehung möglich.

Fall 1
Anfang 2011 konnte eine Zahnarztpraxis in Deutschland ihren Behandlungsstuhl nicht nutzen, da eine hohe Zahl an Keimen, Legionellen etc. im Wasser des Stuhles diagnostiziert wurde. Die Praxis versuchte die Keimzahl selbst mit einer Biofilm-Reinigungsprozedur zu reduzieren. Als Ergebnis konnte die Legionellenzahl nur leicht verringert werden. Der Stuhl blieb nach wie vor vom Amt für eine Benutzung gesperrt. „Daraufhin haben wir doctorwater kontaktiert“, führt der Inhaber der betroffenen Praxis aus. „Obwohl der Mitarbeiter Jörg von der Heyde von doctorwater im Ausland unterwegs war, nahm er sich die Zeit und ließ sich unseren Fall schildern.“ Ein Überblick über die Situation konnte bei einem Termin in der Praxis gewonnen werden. doctorwater entwickelte daraufhin einen Plan, damit der Stuhl wieder freigegeben werden konnte. „Alles passierte Zug um Zug und war sehr erfolgreich“, so der Inhaber der Praxis über den Verlauf der Desinfektion der befallenen Behandlungseinheit. „Nach dem Austausch aller wasserführenden Schläuche und dem nochmaligen Spülen derselben mit der Iodent-Lösung von doctorwater konnte die Keimzahl und die Anzahl der Legionellen nicht nur verringert, sondern auch komplett beseitigt werden.“ Mit der Freigabe des Stuhles konnte die Praxis ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen.

 

 

Kontakt

doctorwater GmbH
Im Lerchenbühl 26
89168 Niederstotzingen
Web: www.doc-water.com

Dieser Artikel wurde verfasst von:

Foto: Behandlungseinheit von doctorwater