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KieferorthopädieLiteraturlisten

Die Kieferorthopädie ist ein Teilbereich der Zahnmedizin. Aufgabe eines Kieferorthopäden ist es, Fehlstellungen von Zähnen sowie Kieferfehllagen (Anomalien) vorzubeugen, sie zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Während die Orthodontie sich mit der Korrektur von Zahnfehlstellungen beschäftigt, umfasst der Begriff Kieferorthopädie die Korrektur von Kieferfehllagen sowie die orthopädische Wachstumsbeeinflussung.

Fehlstellungen von Zähnen treten oft zusammen mit einer Fehllage der Kiefer auf, sodass die Stellung des Oberkiefers zum Unterkiefer (Okklusion) gestört ist. Ein Überbiss (Oberkiefer ragt über den Unterkiefer), Tiefbiss (Schneidezähne des Oberkiefers überlappen die Frontzähne des Unterkiefers), offener Biss (die Schneidezähne des Ober- und Unterkiefers haben keinen Kontakt), Kreuzbiss (Zähne des Unterkiefers stehen vor den Oberkieferzähnen) oder ein Engstand (Zähne haben nicht genügend Platz auf dem Kieferbogen) zählen zu den am häufigsten auftretenden Fehlstellungen. Dabei werden die Dysgnathien (ein Gebiss weist eine Kiefer- und/oder Zahnfehlstellung auf) in drei Kategorien (Klassifikation nach Edward H. Angle) unterteilt: die Angle-Klasse I (Anomalie mit Neutralbiss), Angle-Klasse II (Oberkiefer ragt zu weit über den Unterkiefer) sowie Angle-Klasse III (Unterkiefer liegt vor dem Oberkiefer). Bei der Angle-Klasse II werden zudem zwei Abteilungen unterschieden: Klasse II/1 (mit Protrusion der Frontzähne, d.h. die oberen Schneidezähne sind nach vorn gekippt) und Klasse II/2 (mit Retrusion der Frontzähne, d.h. die oberen Schneidezähne sind nach hinten gekippt).

Behandlung

Kieferorthopädische Behandlungsgeräte werden in herausnehmbare und festsitzende Apparaturen unterteilt. Zu den herausnehmbaren Geräten zählen z. B. aktive Platten oder funktionskieferorthopädische Apparaturen. Sogenannte FKO-Geräte, zu denen u. a. Aktivator, Bionator oder Funktionsregler nach Fränkel gehören, beeinflussen das Wachstum von Ober- und Unterkiefer, indem sie körpereigene Muskel- oder Weichteilkräfte nutzen, und verändern somit die Lage der Kiefer zueinander. Als Begründer der Funktionskieferorthopädie (FKO) zählen Andresen und Häupl, die einst den Aktivator vorstellten, welcher nachfolgend diverse Modifikationen erfuhr (Balters, Bimler, Klammt, Fränkel).

 

Die Entwicklung festsitzender Therapiegeräte ist eng mit Edward H. Angle verbunden, welcher 1887 den „E-Arch“ vorstellte, einen Expansionsbogen, bei dem einzelne Zähne gezielt mithilfe von Ligaturen an den E-Arch herangezogen und in die gewünschte Zahnstellung geführt wurden. 1926 schlug ebenfalls Angle das Edgewise-Prinzip vor, eine Multiband-Apparatur, bei der die Brackets keine Information im Slot besitzen und die bis heute ihre Gültigkeit hat. Von dieser Standard-Multiband-Apparatur lassen sich spätere Modifikationen ableiten. 1970 wurde durch Andrews und Roth die Straight-Wire-Technik eingeführt. Bei dieser erfolgt die Kontrolle von Torque und Angulation nicht mehr durch einzelne Biegungen im Behandlungsbogen, sondern aufgrund des Designs der Bracketbasis.

 

Die Behandlung mit festsitzenden Apparaturen wird in folgende fünf Phasen eingeteilt: Nivellierungsphase, Führungsphase, Kontraktionsphase, Justierungsphase und Retentionsphase. Bei den aus Brackets, Bögen und Bändern bestehenden festsitzenden Apparaturen haben insbesondere moderne Bogenmaterialien zunehmend an Bedeutung gewonnen. So zeichnen sich sogenannte pseudo- und superelastische Bögen, welche vorwiegend auf Nickel-Titanol-Legierungen (NiTi-Bögen) basieren, u. a. durch ihre konstante Kraftabgabe sowie den Memory-Effekt aus. In jüngerer Vergangenheit erfreuen sich vor allem selbstligierende Brackets zunehmender Beliebtheit. Bei diesen wird der Bogen durch einen Clip im Slot gehalten, sodass auf Gummi- oder Drahtligaturen zum Fixieren des Behandlungsbogens verzichtet werden kann. Hinsichtlich des Verschlussmechanismus wird hierbei zwischen aktiven und passiven Brackets unterschieden.

Die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen hat eine Zahnspange

Dental News 19.01.2017

Die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen hat eine Zahnspange

In Thüringen trägt die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen eine Zahnspange, mit der schief sitzende Zähne gerade gerückt werden sollen. Nach einer Hochrechnung der Krankenkasse Barmer GEK auf Basis ihrer Versichertendaten erhalten im Schnitt 65 Prozent eines Geburtsjahrgangs eine solche kieferorthopädische Behandlung. » mehr

Designer-Zahnspangen auf der New York Fashion Week

Gemischtes 27.10.2016

Designer-Zahnspangen auf der New York Fashion Week

Schnöde Zahnspangen mit einfachen Brackets waren gestern. Heutzutage sollen die Klammern schon ein echtes Fashion Statement sein, zumindest wenn es nach Dr. Clarke Stevens, Erfinder der neuartigen Spangen, geht. Diese hat er jetzt sogar auf der New York Fashion Week präsentiert, um Kindern und Erwachsenen zu zeigen, dass es Spaß machen kann, Zahnspangen zu tragen. » mehr

Überwachung im Mund: Zahnspange mit Mikrochip entwickelt

Dental News 20.10.2016

Überwachung im Mund: Zahnspange mit Mikrochip entwickelt

Besonders bei jüngeren Patienten und leichten Zahnfehlstellungen kommen in der Kieferorthopädie herausnehmbare Zahnspangen zum Einsatz. Damit die Behandlung erfolgreich ist, muss die Zahnspange jedoch regelmäßig getragen werden. Nicht immer ist die dafür nötige Disziplin bei den Trägern vorhanden. Ein österreichischer Unternehmer hat jetzt aber vielleicht eine perfekte Lösung gefunden. » mehr

DGKFO Mitgliederversammlung: Prof. Dr. Jörg Lisson zum Präsident Elect gewählt

Dental News 14.10.2016

DGKFO: Prof. Dr. Jörg Lisson zum Präsident Elect gewählt

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie/DGKFO am 14. September 2016 in Hannover wurde Prof. Dr. Jörg Lisson, Homburg/Saar, einstimmig zum Präsident Elect gewählt. Damit steht fest, dass er es sein wird, der die amtierende Präsidentin Prof. Dr. Ursula Hirschfelder, Erlangen, am Ende ihrer Legislaturperiode im Herbst 2017 ablösen wird. » mehr

Großartige und nahezu unbegrenzte Möglichkeiten

Großartige und nahezu unbegrenzte Möglichkeiten

Grundlagen 08.12.2016

Die Nachfrage nach ästhetischen KFO-Behandlungen ist innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte enorm angestiegen. Dr. Rafi Romano demonstriert anhand eines skelettalen Klasse III-Falls mit Dysgnathie-Chirurgie, wie durch Anwendung von 3D-CAD/CAM-Werkzeugen die Behandlungsplanung » mehr

Alternative zur 
Vollapparatur

Alternative zur 
Vollapparatur

Multibandtechnik 08.12.2016

Das Incognito System als Voll- und Lite System bietet eine sichere Variante, Patienten eine Lingualbehandlung zu ermöglichen. Dr. Dirk Kujat, Kieferorthopäde aus Groß-Gerau, 
stellt anhand zweier klinischer Fallbeispiele das 
IncognitoTM Lite System vor. » mehr

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