13.11.2008
Epstein-Barr-Virus und orale Erkrankungen
Eine neue Studie, veröffentlicht im Journal of Endodontics, hat eine Verbindungen zwischen dem Epstein-Barr-Virus und dem Mikroorganismus entdeckt, der irreversible Pulpitis und apikale Parodontitis verursacht.
Portland/Oregon – Forscher der zahnmedizinischen Fakultät der Oregon Health & Science University (OHSU) haben herausgefunden, dass ein signifikanter Prozentsatz von Patienten mit entzündlichen Erkrankungen irreversibler Pulpitis und apikaler Parodontitis auch das Epstein-Barr-Virus in sich trug. Das Epstein-Barr-Virus ist ein bedeutendes Humanpathogen, welches in über 90 Prozent der Weltbevölkerung zu finden ist. Es wird mit vielen Erkrankungen in Verbindung gebracht, u.a. mit dem Pfeiffer´schen Drüsenfieber, malignen Lymphomen und Nasopharynxkarzinomen.
Obwohl die Anzahl der Studien über die Rolle von Herpesviren in Bezug auf orale Erkrankungen gestiegen ist, haben sich die meisten Studien auf Parodontitis konzentriert, ohne gezielte Bestrebungen, Herpesviren bei endodontischen Patienten mit verschiedenen entzündlichen Erkrankungen zu untersuchen. Die Studie hat das Vorhandensein des Humanen-Cytomegalie-Virus (HCMV), des Epstein-Barr-Virus (EPV), des Herpes-Simplex-Virus (HSV-1) und des Varicella-Zoster-Virus bei 82 endodontischen Patienten bewertet. Dazu gehörten auch Patienten mit irreversibler Pulpitis und apikaler Parodontitis. Die Befunde wurden daraufhin mit denen von 19 gesunden Patienten verglichen. Ziel der Studie war das Aufdecken möglicher Zusammenhänge zwischen Herpesvirus und klinischen Symptomen, zu denen u.a. akute Schmerzen und das Ausmaß des radiografischen Knochenabbaus zählten.
Unter Anwendung verschiedener Prüfmethoden hat das Forscher-Team DNA und RNA des Epstein-Barr-Virus bei erkrankten Patienten in signifikant höheren Prozentsätzen (43,9 Prozent bzw. 25,6 Prozent) nachgewiesen als bei gesunden Patienten (0 Prozent). DNA und RNA des Humanen-Cytomegalie-Virus wurden in messbarer Anzahl sowohl bei endodontischen Patienten (15,9 Prozent bzw. 29,3 Prozent) als auch bei gesunden Patienten (42,1 Prozent bzw. 10,5 Prozent) gefunden. DNA des Herpes-Simplex-Virus ist zu einem niedrigerem Prozentsatz bei endodontischen Patienten (13,4 Prozent) gefunden worden. Nur bei einem Patienten waren Varicella-Zoster-Viren vorhanden.
Obwohl eine vorangegangene Studie bereits das Vorkommen von Herpes-Viren bei Patienten mit apikaler Parodontitis untersucht hat, „ist dies das erste Mal, dass irreversible Pulpitis auf Herpes-Viren analysiert sowie eine Verbindung zum Epstein-Barr-Virus festgestellt worden ist“, stellte Curt Machida fest, Professor integrativer Bio-Wissenschaften an der Universität Oregon und Hauptinvestor, dessen Labor für die Studie zum Einsatz gekommen ist. „Das Auftreten irreversibler Pulpitis und apikaler Parodontitis, verursacht durch Bakterien und möglicherweise das latente Herpes-Virus, ist schmerzhaft und kann dem natürlichen Immunsystem des Körpers sehr schaden. Studien wie unsere könnten eines Tages zu effektiveren Behandlungen von entzündlichen Erkrankungen im Mund führen.“
Das OHSU-Team bestand aus folgenden Mitwirkenden:
Quelle: Oregon Health & Science University, über eurekalert.org, 13.11.08
Portland/Oregon – Forscher der zahnmedizinischen Fakultät der Oregon Health & Science University (OHSU) haben herausgefunden, dass ein signifikanter Prozentsatz von Patienten mit entzündlichen Erkrankungen irreversibler Pulpitis und apikaler Parodontitis auch das Epstein-Barr-Virus in sich trug. Das Epstein-Barr-Virus ist ein bedeutendes Humanpathogen, welches in über 90 Prozent der Weltbevölkerung zu finden ist. Es wird mit vielen Erkrankungen in Verbindung gebracht, u.a. mit dem Pfeiffer´schen Drüsenfieber, malignen Lymphomen und Nasopharynxkarzinomen.
Obwohl die Anzahl der Studien über die Rolle von Herpesviren in Bezug auf orale Erkrankungen gestiegen ist, haben sich die meisten Studien auf Parodontitis konzentriert, ohne gezielte Bestrebungen, Herpesviren bei endodontischen Patienten mit verschiedenen entzündlichen Erkrankungen zu untersuchen. Die Studie hat das Vorhandensein des Humanen-Cytomegalie-Virus (HCMV), des Epstein-Barr-Virus (EPV), des Herpes-Simplex-Virus (HSV-1) und des Varicella-Zoster-Virus bei 82 endodontischen Patienten bewertet. Dazu gehörten auch Patienten mit irreversibler Pulpitis und apikaler Parodontitis. Die Befunde wurden daraufhin mit denen von 19 gesunden Patienten verglichen. Ziel der Studie war das Aufdecken möglicher Zusammenhänge zwischen Herpesvirus und klinischen Symptomen, zu denen u.a. akute Schmerzen und das Ausmaß des radiografischen Knochenabbaus zählten.
Unter Anwendung verschiedener Prüfmethoden hat das Forscher-Team DNA und RNA des Epstein-Barr-Virus bei erkrankten Patienten in signifikant höheren Prozentsätzen (43,9 Prozent bzw. 25,6 Prozent) nachgewiesen als bei gesunden Patienten (0 Prozent). DNA und RNA des Humanen-Cytomegalie-Virus wurden in messbarer Anzahl sowohl bei endodontischen Patienten (15,9 Prozent bzw. 29,3 Prozent) als auch bei gesunden Patienten (42,1 Prozent bzw. 10,5 Prozent) gefunden. DNA des Herpes-Simplex-Virus ist zu einem niedrigerem Prozentsatz bei endodontischen Patienten (13,4 Prozent) gefunden worden. Nur bei einem Patienten waren Varicella-Zoster-Viren vorhanden.
Obwohl eine vorangegangene Studie bereits das Vorkommen von Herpes-Viren bei Patienten mit apikaler Parodontitis untersucht hat, „ist dies das erste Mal, dass irreversible Pulpitis auf Herpes-Viren analysiert sowie eine Verbindung zum Epstein-Barr-Virus festgestellt worden ist“, stellte Curt Machida fest, Professor integrativer Bio-Wissenschaften an der Universität Oregon und Hauptinvestor, dessen Labor für die Studie zum Einsatz gekommen ist. „Das Auftreten irreversibler Pulpitis und apikaler Parodontitis, verursacht durch Bakterien und möglicherweise das latente Herpes-Virus, ist schmerzhaft und kann dem natürlichen Immunsystem des Körpers sehr schaden. Studien wie unsere könnten eines Tages zu effektiveren Behandlungen von entzündlichen Erkrankungen im Mund führen.“
Das OHSU-Team bestand aus folgenden Mitwirkenden:
- Hong Li, D.D.S., M.Sc., Ph.D., kürzlich an der OHSU im Fachbereich Endodontologie promoviert
- Vicky Chen, B.S., Zahnmedizin-Studentin, drittes Jahr an der OHSU
- Yanwen Chen, Ph.D., Zahnmedizin-Student, zweites Jahr an der OHSU
- J. Craig Baumgartner, D.D.S., M.Sc., Ph.D., Vorsitzender der Abteilung Endodontologie an der OHSU
- Curt Machida, Ph.D., OHSU-Professor integrativer Bio-Wissenschaft und Hauptinvestor
Quelle: Oregon Health & Science University, über eurekalert.org, 13.11.08

