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Zahnärzte sind heute mehr denn je Unternehmer. Wer eine erfolgreiche Zahnarztpraxis aufbauen und führen will, muss sich auch mit betriebswirtschaftlichen Inhalten beschäftigen. Praxiserprobte Konzepte und Erfahrungsberichte für die Zahnarztpraxis gibt es kaum. Eine Darstellung der Erfolg bringenden Strategien aus der eigenen Praxis soll helfen, diese Lücke zu schließen und gerade angehenden zahnärztlichen Unternehmern helfen.

18 dentalfresh #1 2010 Zahnärzte sind heute mehr denn je Unternehmer. Wer eine erfolgreiche Zahn- arztpraxis aufbauen und führen will, muss sich auch mit betriebswirt- schaftlichen Inhalten be- schäftigen. Praxiserprobte Konzepte und Erfahrungs- berichte für die Zahnarzt- praxis gibt es kaum. Eine Darstellung der Erfolg bringenden Strategien aus der eigenen Praxis soll helfen, diese Lücke zu schließen und gerade an- gehenden zahnärztlichen Unternehmern helfen. >>>EineZahnarztpraxiszumErfolgzuführen,istnicht einfach,aber einfacher als viele glauben. Mit der Ein- führung gezielter Managementarbeit in der eigenen Praxis wurde diese signifikant erfolgreicher.Von 1998 hat sie sich folgendermaßen entwickelt: Sie vergrö- ßerte sich von 180 auf 425 Quadratmeter, die Anzahl derBehandlungsräumestiegvonfünfaufsiebenund derUmsatzverdoppeltesich.DabeibliebendieAnzahl der Behandler konstant.Maßgeblicher Grund für den Erfolg war ein neues Praxiskonzept, das sich auf vier betriebswirtschaftliche Arbeitsbereiche stützt: Con- trolling,Zeitmanagement,Personalmanagementund Marketing. Mit Controlling erfolgreiches Fundament schaffen ControllinghilftdieSchlüsselfaktorenKosten,Umsatz undRenditezusteuernundrichtigeEntscheidungen beispielsweise bei Investitionen und Personal zu treffen. Langfristig gesehen sorgt es für eine dauer- hafte Existenzsicherung. Controlling ist Führungs-, Steuerungs- und Planungsinstrument zugleich. In der eigenen Praxis wurde Controlling erst Thema, als vor einigen Jahren das KZV-Budget deutlich über- schritten und eine kurzfristige Korrektur nicht mehr möglich war. Um resultierende Umsatzeinbußen künftig zu vermeiden, wurde ein bewusst einfaches Kennzahlensystemeingeführt,dassichalssehreffek- tiv herausgestellt hat. Nur vier Kennzahlen standen dabei im Fokus:Umsatz,Umsatzrendite,Personalkos- tenquote und das Verhältnis von Kassen- zu Privat- anteil am Umsatz.Vor allem im Vergleich zu anderen Zahnarztpraxen geben diese Kennzahlen Auskunft über die Wettbewerbsfähigkeit. So ist das Verhältnis zwischen Privatleistungen und Kassenleistungen am Umsatz eine wichtige Größe und Stellschraube für Umsatz und Gewinn.Vor sechs Jahren lag der eigene Anteil an Kassenleistungen am Gesamtumsatz bei etwa 65 Prozent und war damit viel zu hoch. Heute liegt er unter 30 Prozent.Der Durchschnittswert aller Praxen beträgt im Moment laut KZBV knapp unter 50 Prozent. Wer einen deutlich höheren Wert vor- weist, muss deutlich mehr arbeiten für weniger Geld. Zudem erzielt er weniger Gewinn, da er auto- matisch der Budgetierung unterliegt. In der Konse- quenz entlassen viele Personal, um bei geringerem Umsatz die Personalkosten zu senken. Dabei könnte durch eine Umsatzsteigerung im privatzahnärztli- chen Bereich durch die Vermarktung umsatzstarker Leistungen, die Personalkostenquote gesteuert wer- den, ohne Personal entlassen zu müssen. Die eigene Erfahrung untermauert dies: Trotz anfangs gleich- bleibender Personaldecke ist die Personalkosten- quote durch die strikte Orientierung hin zu privaten Leistungen gesunken, auch als zu einem späteren Zeitpunkt sogar noch Personal eingestellt wurde. ControllingistalsoeinwichtigesInstrument,welches aber nur im Zusammenspiel mit Zeitmanagement, Personalmanagement und Marketing erfolgreich sein kann. KNOW-HOW AUS DER PRAXIS FÜR DIE PRAXIS Erfolgreiches Praxismanagement vonAnfang an ZA Karola Platen, ZA Thomas Pfeiffer und Dr. Jan Rosenlicht

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