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Nach den Erfahrungen der Autoren besteht bei kaum einem wirtschaftlichen Thema für den Zahnarzt so viel Unsicherheit wie beim Controlling. Dabei ist Controlling – richtig gemacht – ein wesentlicher Baustein für den Erfolg der Praxis. Und zudem ganz einfach zu organisieren. Falsches oder fehlerhaftes Controlling führt aber im Gegenteil oft zum Verdruss des Praxis-inhabers bzw. eventuell sogar zu wirtschaftlichen Einbußen der Praxis. In diesem Beitrag stel-len die Autoren ein einfaches Konzept zur Durchführung des effektiven Controllings für jede Zahnarztpraxis vor.

I n ihrem neuen Buch „Meine Zahn- arztpraxis – Ökonomie“ (Springer Verlag, 2012) behandeln die Au- toren die für den Zahnarzt wesent- lichen Grundlagen der Betriebswirt- schaftslehre. Das Lehr- und Anwender- buch hat zum Ziel, dem zukünftigen bzw. gestandenen Praxisinhaber das notwendige Gerüst zum Erlernen bzw. Verstehen der ökonomischen Zusam- menhänge der Praxis zu geben. Dabei werden auch Planungsinstrumente vor- gestellt, die der Zahnarzt leicht selbst erlernen kann. Sie bilden die Grundla- gen für ein wirkungsvolles Controlling. Was ist Controlling? Controlling ist ein Steuerungs- und Koordinierungskonzept für die Leitung eines Unternehmens – hier die Praxis – und dient letztlich der Sicherung bzw. Verbesserung von dessen wirtschaft- licher Situation. Der Controller wacht über die entsprechenden kaufmänni- schen Maßnahmen. Speziell mit dem Thema Marketingcontrolling hat sich Prof. Sander auch in der ZWP 12 aus 2011 befasst. Im Wesentlichen aber unterstützt der Controller die Unternehmensleitung bei Planungsaufgaben. Er entwickelt ein Zielsystem und steuert den Ge- schäftsverlauf durch geeignete Maß- nahmen. Dazu führt er ständig Abglei- che von Planwerten mit den aktuellen Istwerten durch. Die Ergebnisse werden für die Geschäftsführung aufbereitet, die dann die wirtschaftlichen Maß- nahmen einleitet. Controlling in der Praxis Was in der Definition betriebswirt- schaftlich nüchtern klingt, ist für die Praxis ganz einfach – und dennoch eine große Hürde für den Zahnarzt. Denn dieser erfüllt beide Aufgaben – neben noch weiteren – gleichzeitig: Control- ler und Geschäftsführer (vergleiche auch Sander: Von der Personalunion des Praxisinhabers, ZWP 1+2/12). In der Folge eilen gern Berater herbei und bieten ihre Leistungen zur exter- nen Durchführung des Controllings an, nach Auffassung der Autoren aber oftmals in für die Praxis ungeeigneter Form. Es werden Instrumente angebo- ten, die der Zahnarzt oft selbst nicht bedienen kann oder will, oder die The- matik wird in mathematischen Grö- ßen wie dem „notwendigen Kosten- stundensatz“ oder Ähnlichem verkom- pliziert. Dabei ist immer zu bedenken, dass eine Unternehmensführung „nach Zahlen“ schon so manchen Betrieb in den Konkurs geführt hat. Von ent- Wirtschaft Praxismanagement 12 ZWP 5/2012 Controlling für die Zahnarzt- praxis – aber bitte richtig | Prof. Dr. Thomas Sander, Dr. Michal Constanze Müller Nach den Erfahrungen der Autoren besteht bei kaum einem wirtschaftlichen Thema für den Zahnarzt so viel Unsicherheit wie beim Controlling. Dabei ist Controlling – richtig gemacht – ein wesentlicher Baustein für den Erfolg der Praxis. Und zudem ganz einfach zu organisieren. Falsches oder fehlerhaftes Controlling führt aber im Gegenteil oft zum Verdruss des Praxis- inhabers bzw. eventuell sogar zu wirtschaftlichen Einbußen der Praxis. In diesem Beitrag stel- len die Autoren ein einfaches Konzept zur Durchführung des effektiven Controllings für jede Zahnarztpraxis vor. ANZEIGE