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FDI Interim-Exekutivdirektor Jerome Estignard über die wichtigsten Ergebnisse der Initiativen seit dem FDI-Jahresweltkongress 2010 in Brasilien.

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der FDIWorld Dental Federation, im Zusammenhang mit unseren Jahresweltkongressen haben wir uns mit den nationalen Gastgeber-Zahn- ärzteverbänden auf ein neues Modell für dieAufteilung der Einnahmen ge- einigt. Mit dem AWDC 2012, für den die Hong Kong Dental Association (HKDA) die Federführung über- nimmt, wird dieses neue System zum ersten Mal in der Praxis eingeführt, und auch für den Kongress 2013 wur- den entsprechende Vereinbarungen mitderKoreanDentalAssociationge- troffen.Darüber hinaus gibt es in Zu- kunfteinneuesAuswahlverfahrenfür die Städte, in denen der FDI-Jahres- weltkongress der Zahnärzte stattfin- det. Massgebend für die Wahl des Kongressortes 2014 werden Überle- gungen sein, welche Standorte den maximalen Nutzen für die Zahnärzte und unsere Industriepartner bieten werden. Der Kongress in Mexiko 2011 wird ein grosser Erfolg für alle Betei- ligten werden. Davon zeugen bereits dieVorbuchungen für die verfügbare Ausstellungsfläche für 2011: bereits 95 %Vorbuchungen hat derVerband seit seiner Gründung vorliegen. Die FDI und die HKDA sind ausserdem überaus erfreut über die umfassende Unterstützung der Chinesischen Ge- sellschaft für Stomatologie und des chinesischen Gesundheitsministeri- ums,diebeideeingrossesInteressean einem wissenschaftlichen Austausch haben und sich für eine umfassende Teilnahme chinesischer Zahnärzte am FDI-Jahresweltkongress 2012 in Hong Kong einsetzen werden. Unser Team hier in der Haupt- verwaltung arbeitet ebenfalls mit Hochdruck an der Verwirklichung unseres Plans, den Jahresweltkon- gress zukünftig im Internet als Web- cast zu übertragen. Damit erhalten Kollegen überall auf der Welt die Möglichkeit, für einen ermässigten Preis und von zu Hause bzw. von ih- rer Praxis aus„virtuell“ am Kongress teilzunehmen und die Ergebnisse unmittelbar für sich zu nutzen. Als erstes Pilotprojekt ist dasWebcasting einiger Sessions auf dem Jahreswelt- kongress 2012 geplant. Ein weiterer Erfolg der jüngsten Zeit ist unsere neue Partnerschaft mit Wiley-Blackwell zurVeröffentli- chung des International Dental Jour- nal (IDJ). Wiley-Blackwell ist das führende Verlagshaus im Bereich akademisch-wissenschaftlicher und zahnmedizinischer Publikationen weltweit und für die FDI der ideale Partner, um die Reichweite des IDJ zu vergrössern. Diese neue Part- nerschaft bietet der FDI nicht nur eine bessere finanzielle Stabilität, sondern unterstützt auch unsere Zielsetzung einer optimalen Mund- gesundheit für alle Menschen durch eine höhere Auflage unserer Flagg- schiff-Publikation. Das IDJ wird in elektronischer Form über die Wiley Online Library zugänglich sein,die weltweit über eine der grössten und detailliertesten fach- übergreifendenSammlungenvonOn- line-Ressourcen verfügt.Ab 2012 wird das International Dental Journal Teil der Sammlung des Wiley-Blackwell- Konsortiums, sodass das IDJ in ca. 3.000 weiteren Bibliotheken zu finden ist.ÜberphilanthropischeProgramme wie Research4Life (HINARI, AGORA und OARE), INASP und die Chinesi- sche Akademie der Wissenschaften werden weitere 4.000 Institutionen in Entwicklungsländerneingebunden. In den vergangenen Monaten haben wir viel auf den Weg gebracht. Ich freue mich auf unsere Zu- sammenarbeit im Jahre 2011. Mit freundlichem Gruss Jerome Estignard FDI Interim-Exekutivdirektor FDI „IndenvergangenenMonatenhabenwirvielaufdenWeggebracht!“ FDI Interim-Exekutivdirektor Jerome Estignard über die wichtigsten Ergebnisse der Initiativen seit dem FDI-Jahresweltkongress 2010 in Brasilien. Jerome Estignard SALVADOR DA BAHIA – Jüngste Er- kenntnisse belegen, dass durch die Plaque- und Biofilmbildung auf ZahnprotheseneinhöheresRisikofür orale und systemische Erkrankungen besteht. Beim FDI-Jahresweltkon- gress – abgehalten in Salvador da Ba- hia im September 2010 – unterstützte GSK ein zeitgemässes Symposium über die Bedeutung von Mundhy- giene bei Zahnprothesenträgern und diemöglicheBeeinflussungderoralen und systemischen Gesundheit. Referenten undzentraleAussagen Prof. Dr. Claudio Fernandes von der Fluminense Federal University in Nova Friburgo, Brasilien, führte den Vorsitz einer internationalen Fachärztegruppe. Fernandes hob die weltweit steigende Zahnlosigkeit in der Bevölkerung und die damit ver- bundenen gesundheitlichen Auswir- kungen sowie die Rolle der Zahnme- diziner beim Umgang mit dieser The- matik hervor.„Zahnärzte müssen bei Zahnprothesen nicht nur darauf ach- ten, wie sie sitzen und funktionieren, sondern sie als Teil der integrativen Gesundheitsförderung der Patienten betrachten“, so der brasilianische Zahnmediziner. „Wenn sie ihre Auf- gabe erfüllen, tragen wir wirklich zur Wiederherstellung der Patientenge- sundheit bei.“ Dr.ZviLoewy,Vizepräsidentvon Dental Care R&D bei GSK und tätig an der Fakultät des New York Medi- cal College und der Drexel Univer- sity,USA,referierteüber„Zahnlosig- keit: Auswirkungen auf die Öffentli- che Gesundheit“. Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko bestimmter sys- temischer Erkrankungen bei Zahn- prothesenträgern hin, die sich auf das öffentliche Gesundheitswesen auswirken. Dr. Angus Walls, Professor für Restaurative Zahnmedizin und For- schungsleiter an der School of Dental Sciences, Newcastle University in Grossbritannien, sprach über „Aus- wirkungen von Mundgesundheit und Ernährung auf die systemische Ge- sundheit“.DieStabilitätderZahnpro- thesen ist der Schlüssel zur Verbesse- rung der Kaufähigkeit und einer der Parameter, die erforderlich sind, um dem Patienten zu einer besseren Er- nährung und zu einer höheren Le- bensqualität zu verhelfen. Haftmittel können die Stabilität der Zahnpro- these erhöhen oder die Kaufähigkeit verbessern. Nachweislich sinkt bei zahnlosen Patienten die Nahrungs- aufnahme sowie die Funktionsfähig- keitdesImmunsystems–perfekteBe- dingungenfürdieEntwicklungoraler und systemischer Erkrankungen. Prof. Dr. Wenyuan Shi von der School of Dentistry and School of Medicine der Universität Kalifornien referierte über „Mikrobiologie bei Zahnprothesenträgern“ und sprach ebenfalls über den engen Zusammen- hang zwischen Mikrobiologie und Zahnerkrankungen. Bei 65 bis 80 Prozent der Zahnprothesenträger liegt eine Stomatitis vor, hervorgeru- fen durch Candida albicans und Can- dida glabrata oder anderen an den ProthesenbefindlichenKrankheitser- regern. Der Professor für Mikro- und oraleBiologiebetontediezentraleBe- deutung der Eliminierung mikrobiel- ler Krankheitserreger von Prothesen. Dr. Steven Offenbacher von OraPharmaundderSchoolof Dentis- try, University of North Carolina in Chapel Hill, USA, referierte über „Strategische Ansätze für Zahnpro- thesenträger auf der Grundlage der Parodontoseforschung und der For- schung auf dem Gebiet der zahnärzt- lichen Prothetik“. Offenbacher sprach ausführlich über die Bedeutung der ZahnlosigkeitfürsystemischeErkran- kungen, nicht als Hauptursache, son- dern eher als Risikofaktor. Das Tragen von Zahnprothesen wird mit einem erhöhten Risiko verschiedener syste- mischerErkrankungenassoziiert,dar- unter chronisch obstruktiver Lungen- erkrankung, Herzerkrankungen, Ate- riosklerose, Bluthochdruck und Dia- betes.„Im Grunde lässt die Forschung den Schluss zu,dass die Patienten ihre Zahnprothesen täglich gründlicher reinigenundwiralsMedizinersorgfäl- tig darauf achten müssen, die Infek- tionsquellen im Mund zu reduzieren“, so Dr.Offenbacher. Das Symposium war sehr gut be- sucht und wurde von den Delegierten sehr gut angenommen. FDI Prof. Dr. Claudio Fernandes (links im Bild),Wissenschaftliche Direktorin des FDI Kongres- ses 2010 in Brasilien. MundgesundheitbeiZahnprothesenträgern GlaxoSmithKline (GSK) veranstaltete auf dem FDI-Kongress 2010 ein Symposium über die Beeinflussung der systemischen Gesundheit durch Zahnverlust. Von Lisa Townshend, DT UK. Impressum Herausgeber FDIWorld Dental Federation Tour de Cointrin,Avenue Louis Casaï 84, Case Postale 3 1216 Cointrin – Genf,Schweiz Tel.: +41 22 56081-50 Fax: +41 22 56081-40 E-Mail: media@fdiworldental.org Internet: www.fdiworldental.org FDI Worldental Communiqué wird von der FDI World Dental Federation herausgegeben. News- letter, Artikel und Abbildungen sind urheber- rechtlichgeschützt.JedeVerwertungohneZustim- mungdesVerlagesistunzulässigundstrafbar.

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