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Die Entwicklung der Adhäsivtechnik ist eine der großen Errungenschaften der Zahnmedizin der letzten zwei Jahrzehnte. Stetige Verbesserungen der Haftvermittler, Techniken und keramischen Materialien haben es ermöglicht, eine ästhetische Zahnmedizin mit geringer Bruchgefahr zu entwickeln. Ebenso entstanden neue Präparationstechniken durch die Mischung traditioneller Vorgehensweisen mit Erfahrungswerten und neuen Ideen...

26 I I Fachbeitrag _Einleitung Die Entwicklung der Adhäsivtechnik ist eine der gro- ßen Errungenschaften der Zahnmedizin der letzten zwei Jahrzehnte. Stetige Verbesserungen der Haft- vermittler, Techniken und keramischen Materialien haben es ermöglicht, eine ästhetische Zahnmedizin mit geringer Bruchgefahr zu entwickeln. Ebenso ent- standen neue Präparationstechniken durch die Mi- schung traditioneller Vorgehensweisen mit Erfah- rungswerten und neuen Ideen. Moderne adhäsive BefestigungsmaterialienwurdenschnellzentraleBe- standteile minimalinvasiver Behandlungskonzepte zurErhaltungundSchonungdentalerStrukturen.Ein klinischer Faktor hat sich als besonders bedeutend herausgestellt: die Qualität des Bondings in Verbin- dungmitderHaftunganDentinundSchmelz.Unter- suchungen haben ergeben, dass aufgrund der unter- schiedlichen Eigenschaften von Dentin und Schmelz das Schmelz-Bonding dem Dentin-Bonding stets überlegenist.1 DieserAspektsolltebeiderPlanungmit berücksichtigt werden, um den besten Kompromiss zwischen ausreichender Materialstärke und Ästhetik zu finden (Tabelle 1). Auch die Festigkeit unter größtmöglichem Erhalt des Schmelzes bei der Präparation der Oberfläche sollte gewährleistet werden. Um Verfärbungen der natür- lichen Zahnhartsubstanz kaschieren zu können, sind die transparenten Eigenschaften der verschiedenen Keramikmaterialien zu beachten, ebenso deren Min- deststärken und die dadurch beeinflusste natürliche Zahnfarbe der darunter gelegenen Struktur.2 So er- fordern gepresste Verblendschalen im Allgemeinen eine größere Schichtdicke als feldspathaltige Ver- blendschalen. Um die Langlebigkeit der Restaurationen zu erhöhen und postoperativen Sensibilitäten vorzubeugen, sollteimmer,sofernklinischmöglich,eineminimalin- vasive Schmelzpräparation ohne Einbeziehung des Dentins bevorzugt werden.3, 4 Bei dieser Präparation empfiehltessich,zuerstdievariierendeSchichtstärke des Schmelzes zu begutachten (Tabelle 2). Tabelle 2: Durchschnittswerte der natürlichen Stärke (mm) des labialen Zahnschmelzes an den Schneidezähnen. Diese Schichtstärke hängt vom Alter des Patienten, der zahnmedizinischen Vorgeschichte und auch vom VerschleißdesSchmelzmantelsab(Abb.1).Dernatür- liche Verschleiß an Schichtstärke kann zusätzlich auchdurchabrasiveStoffeverstärktwordensein,wie zumBeispielZahnpasta,diemithochkonzentriertem Bikarbonat angereichert ist, oder säurehaltige Ge- tränkeundZitrusfrüchteetc.ZurOptimierungderÄs- thetikundzurbesserenVoransichtdurchdasWax-up solltevorBeginnderBehandlungeinedetailliertekli- nische Untersuchung der tatsächlichen Abnutzung vorgenommen werden. Die Durchschnittswerte des labialenZahnschmelzesdeutenaufeinegroßeVaria- tionsbreite bei jedem Patienten und jedem Zahn hin (Tabelle 2). _Material und Methode Unter besonderer Berücksichtigung der grundlegen- denAnforderungenandieReduktionundMaterialien cosmeticdentistry 2_2012 Minimalinvasive Zahnmedizin – das Mock-up zur Schonung der gesunden Zahnhartsubstanz Autor_Dr. Olivier Etienne Vollkeramische Mindeststärke (in mm) Restaurationen Labial Lingual Okklusal Vollkeramische Kronen 1,2 1,2 1,5 GepressteVerblendschalen 0,8 / 1,5 (Leuzit,Lithium-Disilikat) FeldspathaltigeVerblendschalen 0,6 / 1,5 Tabelle 1_ Empfohlene Mindest- stärke (mm) für verschiedene Keramiktypen auf nicht verfärbter Zahnhartsubstanz. Stärke des Stärke (in mm) labialenZahnschmelzes Minimum Maximum Gingivaler Bereich 0,3 0,5 Mittlerer Bereich 0,6 1,0 Inzisaler Bereich 1,0 2,1