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Alle reden von Erleichterung und Zeitersparnis durch maschinelle Aufbereitung in der Endo-dontie. Warum sollten nicht auch neue Wege bei der Kanalspülung gewagt werden? Der folgende Bericht aus der Praxis soll dies veranschaulichen.

n ZahnärztlicheBehandlungenstellen,wennsieenga- giert durchgeführt werden, wohl immer den Versuch dar,sich einem aktuell definierten Optimum zu nähern. In keinem anderen Fachgebiet wird dieser Versuch je- dochsoerschwert wieinderEndodontie:oft minimales Zugangsfeld,eingeschränkteodergarnichtvorhandene Über- bzw. Einsicht und eine Vielzahl möglicher anato- mischerVariationen in Bezug auf Kanallokalisation,Ka- nalanzahl und -form. Dabei muss man sich ehrlicher- weise eingestehen, dass mit den wie auch immer be- handelten Kanälen im besten Fall die Hauptkanäle ge- meint sind, alle davon sich verzweigenden Seiten- und Nebenkanäle aber nicht oder nur unvollständig erfasst und auch von der definitiven Wurzelkanalfüllung nicht tangiert werden. Ziel aller der Wurzelkanalfüllung vorgeschalteten Be- handlungsschritte muss daher sein, eine maximale Keimfreiheit bzw. Keimreduktion im Bereich dieser ak- zessorischen Kanäle zu erreichen, insbesondere, wenn der Ausgangsbefund „Pulpennekrose“ oder „Gangrän“ lautet und von einer massiven Keimbesiedelung auszu- gehen ist. Diese Eliminierung vorhandener Keime kann dabei so- wohl mechanisch als auch chemisch bzw. in Kombina- tion beider Verfahren geschehen und ist hinlänglich in verschiedenen Desinfektionsprotokollen beschrieben worden.Eine vergleichende Bewertung der verschiede- nen Vorgehensweisen, Methoden und Materialien soll undkannnichtInhaltdiesesArtikelssein.Anstoßfürdie- sen aus der täglichen Praxis heraus entstandenen An- wenderbericht gaben verschiedene Veröffentlichun- gen, die sich mit der Effizienz der durchzuführenden Spülungen bzgl. Handling, Dauer, Menge und verwen- deter Materialien beschäftigten. Vor dem Hintergrund der beabsichtigten maximalen Keimreduktion, mehr aber noch bei Betrachtung und Analyse bestimmter endodontischer Misserfolge, die invielenFällendurcheineReinfektionbelassenerRest- keime erklärt werden, schien es uns sinnvoll, die Vor- gehensweisefürdieKanalspülungzuüberdenken.Ein weiterer, entscheidender Anstoß war (nach Literatur- stellen,diedieunskaumpraktikabelerscheinendeVer- wendung des ZEG proklamierten), dass das bei uns schonlangeimRahmenderPAR-Therapieverwendete Cavitron-Gerät von DENTSPLY (Vertrieb durch Fa. Ha- ger & Werken, vgl. auch Artikel „PN Parodontologie Nachrichten“ 3/2008) durch Verwendung eines spe- ziellen Einsatzes (Cavitron PEC Insert) und diverser Anwenderbericht 30 ENDODONTIE JOURNAL 4/2010 Die Wurzelkanalspülung mittels Ultra- schall EinAnwenderbericht AlleredenvonErleichterungundZeitersparnisdurchmaschinelleAufbereitunginderEndo- dontie.WarumsolltennichtauchneueWegebeiderKanalspülunggewagtwerden?Derfol- Abb.4:MessaufnahmevonZahn44mitdeutlichemapikalenBefund.–Abb.5: KontrollaufnahmevonZahn44nachderWurzelfüllung.–Abb.6: End- kontrollevonZahn44ca.vierMonatenachAbschlussderWurzelbehandlungmitausgeheilterapikalerAufhellung. Abb.1:AbsoluteTrockenlegung unter Kofferdam (OptraDam,Fa.IvoclarVivadent,Liechtenstein).– Abb.2: Eingeführte Endosonic-Feile mit Cavi- tron PEC Insert.– Abb.3: Detailansicht der Endosonic-Feile mit Längenkalibrierung.