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fa0212

Im Rahmen des Hautalterungsprozesses kommt es neben dem Verlust von Spannkraft und Elastizität auch zu einem Volumenverlust der oberflächlichen und tiefen Fettkompartimente. Zusammen mit einer Atrophie des Knochens (z.B. der Jochbeinregion) mit konsekutiver Reduktion des knöchernen Supportes und der anterioren Projektion, resultiert eine Traktion an Haut und Muskeln. Verbunden mit der Schwerkraft kommt es zur Verschiebung der Proportionen im Gesicht im Sinne einer Umkehrung der jugendlichen V-Form.

Die Mikrosphären lösen sich sukzessive auf, um schließlichvonMakrophagenvollständigmetaboli- siert zu werden (Abb. 5). Diese Prozesse sind im Rahmen zahlreicher Unter- suchungen, histopathologischer Aufarbeitungen und CT-kontrollierter Studien im Zeitverlauf nach- gewiesen worden. (Literaturhinweis: Carruthers A et al, Radiographic and Computed Tomographic Studies of Calcium Hydroxylapatite for Treatment of HIV-Associated Facial Lipoatrophy and Correction of Nasolabial Folds, Dermatol Surg 2008; 34:78–84. Berlin AL et al., Calcium Hydroxylapatite Filler for Facial Rejuvenation: A Histologic and Immuno- histochemical Analysis; Dermatol Surg 2008; 34: 64–67) Als besonders geeignete Regionen zum Volumen- aufbau mit CaHA sind die Jochbein-Wangen- Region sowie die ausgeprägten Nasolabial- und Marionettenfalten zu nennen. Durch Änderung der ZugrichtungderElevatorenerhältdasGesichteinen positiven Gesichtsausdruck. Der Hebeeffekt führt ebenfalls zu einer Straffung der ptotischen Ge- sichtsareale.AufdieseWeisewirdgesamthafteine Umkehrung der negativen Vektoren in positive Vektoren erzielt (Abb. 6a bis c, Abb. 7a und b). Neben weitgehend ästhetischen Indikationen ist aber auch die erfolgreiche Behandlung der HIV-in- duzierten Lipoatrophie von besonderer Bedeutung. Zu beachten ist, dass es nach einer ausgiebigen Be- handlung mit CaHA, abgesehen von der persön- lichen Disposition des Patienten, infolge der beson- deren rheologischen Eigenschaften zu Schwellun- gen kommen kann, die nach wenigen Tagen aller- dings wieder verschwinden. Prophylaktisch kann eine Gabe von Cysteinproteasen der Ananaspflanze (Bromelain®) sinnvoll sein. AuchkleinereNasenhöckeroderVolumendefizitein den Händen lassen sich mit dem Präparat gut be- handeln. Abschließend lässt sich festhalten, dass Radiesse® in die Rubrik der synthetischen, lang anhaltenden, resorbierbaren Filler (alloplastische Gruppe) einzu- ordnen ist. Durch die o.g. Mechanismen des Abbau- prozesses ergibt sich eine längere Haltbarkeit des Präparates,dieinklinischenStudienmitca.12bis18 Monaten beschrieben ist. Aufgrund der aktuellen Diskussion hinsichtlich ge- sundheitlicher Unbedenklichkeit und Sicherheit bei Medizinprodukten ist zu erwähnen, dass Radiesse® von der FDA geprüft wurde und umfassende Stu- dienmiteinerhohenPatientenanzahl–imVergleich zu anderen Füllmaterialien – vorliegen. Dennoch sollten der Einsatz von Füllmaterialien aller Art vor dem Hintergrund appliziert werden, dass alle das Potenzial haben, Komplikationen hervorrufen zu können._ 28 I face2_2012 I Fachbeitrag Vektortechnik Vektortechnik Radiesse® -Volumina Dr. med. Michaela Montanari Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie Fachärztin für Chirurgie Privatpraxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie Humboldtstraße 70 44787 Bochum Tel.:0234 53062718 Fax:0234 53062717 E-Mail:praxis@dr-montanari.de www.dr-montanari.de face_Kontakt Abb. 6a, b Abb. 6c Abb. 7a Abb. 7b Abb. 6a–c_ Behandlung durch Dr. John J. Obi, MD, USA. Abb. 7a und b_ Behandlung durch Dr. Michaela Montanari, Kombination BTX, CaHA, Hyaluronsäure – Full Face Approach.