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Mit der Schaffung wissenschaftlich gesicherter Grundlagen einerseits und der Bereitstellung praxistauglicher und finanzierbarer Geräte durch die Industrie andererseits stellt der Diodenlaser ein ideales Einstiegsgerät in die laserunterstützte Behandlung dar.

Anwenderbericht Noch ohne Laser? Der Dioden- und Therapielaser – ein Anwenderbericht Mit der Schaffung wissenschaftlich gesicherter Grundlagen einerseits und der Bereitstellung praxistauglicher und finanzierbarer Geräte durch die Industrie andererseits stellt der Diodenlaser ein ideales Einstiegsgerät in die laserunterstützte Behandlung dar. Dr. med. Frank Wolfgang Förster/Berlin Die Vorteile des Einsatzes von Lasern in der Zahnarztpraxis liegen auf der Hand. Die Behandlung wird effizienter, schonender und sowohl für den Patienten als auch Behandler attraktiver! Je nach Wellenlänge bedienen sie eine bestimmte Indikation.Nehmen wir das Beispiel Diodenlaser:Die zur Verfügung stehenden Wellenlängen 810/980 nm erlauben den Einsatz als Hardlaser und bei entsprechender Leistungslimitierung auch als Therapielaser (Synonyma: Softlaser, Low-Level-Lasertherapie, Biostimulation). Die Vorteile des Diodenlasers ergeben sich aus der großen Indikationsbreite, welche sich hervorragend in das zahnärztliche Behandlungsspektrum integrieren lässt. Für den Hardlasereinsatz sind das insbesondere die Kleine Chirurgie, die Endodontie, die Parodontologie und die Implantologie,hier insbesondere in zunehmendem Umfang die Periimplantitistherapie. Die Indikationen für den Therapielaser sind aufgrund der intrazellulären Wirkungsweise breit gefächert (Tab. 1). Ein weiterer Vorteil des Diodenlasers ergibt sich gegenüber anderen Lasergeräten wie Festkörper– oder Gaslasern durch seinen relativ einfachen technischen Aufbau. Nach Anlegen der Spannungsquelle wird durch den Halbleiter sofort Laserstrahlung emittiert, die über ein Lichtleitkabel unmittelbar zur Verfügung steht. Die Indikationsbreite ist dabei leistungsund parameterabhängig steuerbar von Dekontamination (Wurzel- und Implantatoberflächen, Wurzelkanäle) bis zum Trennen von Gewebe. Besonders durch die Weiterentwicklung der bislang im „chopped-mode“ betriebenen Diodenlaser hin zur digitalen Pulstechnik (DPL) konnte die Schnittgeschwindigkeit erhöht werden, ohne eine übermäßige thermische Schädigung des Gewebes hervorzurufen.1 Während beim Hardlasereinsatz die fotothermische Wirkung im Vordergrund steht, ist diese beim Therapie- Indikation Hardlaser Kleine Chirurgie – Fibromentfernung – Frenektomie – Vestibulumplastik – Kleine Hämangiome – Mucocelen Parodontologie – Dekontamination – Deepithelisierung Endodontie – Dekontamination Periimplantitis – Dekontamination – Deepithelisierung Indikation Therapielaser Wundheilung – Dolor post extr. – Hämatom – post op. – MKG-Traumata – Präparationstraumata – Druckstellen Infektionen – Herpes labialis – Aphthen – Gingivitis – Parodontitis – Periimplantitis Funktionelle Störungen – arthrogen und myogen Neurologische Störungen – Nervregeneration Akupunktur – z.B.Würgereizunterdrückung Tabelle 1: Indikationen Hardlaser/Therapielaser. Abb. 1 und 2: Hochleistungsdiodenlaser der elexxion AG mit integriertem Diodenlaser. laser eher unerwünscht.Bei dieser Therapieform soll die fotobiologische Wirkung, also die Lichtwirkung im Vordergrund stehen.Da die verwendeten Wellenlängen ihr Absorptionsmaximum nicht im Wasser haben, kann die Lichtstrahlung relativ tief, bis zu 15 mm ins Gewebe eindringen und dort ihre therapeutische Wirkung entfalten.5 Die Eindringtiefe ist dabei abhängig von der verwendeten Wellenlänge, die in der Regel im sichtbaren bis infraroten Spektralbereich liegt.10 Besonders wirkungsvoll soll dabei Strahlung zwischen 600 und 850 nm sein, da sie genau dem in der Atmungskette relevanten Absorptionsniveau entspricht.10 Neben einigen anderen Effekten kommt es hauptsächlich zur Aktivierung von Fotorezeptoren in der Mitochondrienmembran, wobei die dabei frei werdende Energie zu einer erhöhten ATP-Synthese führt. Der dadurch verbesserte Zellstoffwechsel führt dann zu den nachgewiesenen zellproliferativen, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkungen. Da beispielsweise die Wundheilung ein stark energieverbrauchender Pro- 22 LASER JOURNAL 1/2010

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