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Die Effektivität bei der zahnärztlichen Behandlung hängt im Wesentlichen von der Erkennbarkeit der zu behandelnden oralen Strukturen ab. In der konservativ-prothetischen Zahnheilkunde stehen dem Zahnarzt heutzutage grazile Instrumente mit Lichtleitern und Druckknopfspannungen zur Verfügung.

Anwenderbericht n Die Anforderungen an chirurgisch genutzte Instru- mente sind deutlich höher als bei der konventionellen zahnärztlichenTherapie.DieImplantatbettaufbereitung und maschinelle Insertion, besonders im harten Kno- chenlager, erfordert die Auslegung der Instrumente für hohe mechanische Beanspruchung und damit verbun- den mit der Anwendung von speziell gehärteten Metal- len. Die im Sinne einer infektionsprophylaktisch ausge- richteten Praxis notwendigen Aufbereitungsverfahren der bei chirurgischen Interventionen genutzten Instru- mente stellt gerade in Kombination mit der Anwendung vonphysiologischerKochsalzlösungeinestarkeMaterial- beanspruchung dar.Somit erfordert eine komplikations- lose Anwendung die Herstellung von Übertragungsins- trumenten aus korrosionsbeständigem Instrumenten- stahl.Spalträume,wiesiebeiderAnwendungmitnorma- lerWasserkühlung kein erhöhtes Redoxpotenzial zeigen, neigen im chirurgischen Milieu relativ leicht zu Ausfall- erscheinungen aufgrund von Korrosion. Daher wurde in der Vergangenheit auf die Einführung von Lichtleitern beichirurgischenInstrumentenverzichtet. Ein weiteres Ausschlusskriterium für lichtbetriebene Ins- trumente stellt die Anwendung der speziellen Mikromo- torenmiteinemhohenLeistungsspektrumundderAnfor- derungderSterilisierbarkeitdar,sodassindiesenMotoren inderVergangenheitkeinelichtgebendenSystemeeinge- bautwurden.ErstindenletztenvierJahrenkamendieers- ten Chirurgie-Mikromotoren mit Licht durch die Firmen KaVoundNSKaufdenMarkt.BeideChirurgie-Motorenver- langennachÜbertragungsinstrumentenmitLichtleitern. Historie Lichtbetriebene Instrumente wurden bereits in den 30er-Jahren (Abb. 1) konzipiert, damit der Zahnarzt in der Mundhöhle bei Einbringen von Instrumenten und Füllungsmaterialien eine genaue Sichtkontrolle der zahnärztlichen Therapie verfolgen kann. Eine Umset- zungindiePraxisscheitertedamalsjedochanderMach- barkeit mit der notwendigen Miniaturisierung für den klinischenEinsatz.DieserienmäßigeAnwendungdieser Instrumente erfolgte jedoch erst vor etwas über 20 Jah- ren. So liefert die Firma KaVo seit 1982 Turbineninstru- mente mit Lichtleitern,die 1983 auch anWinkelstücken umgesetzt wurden. 1985 brachte W&H serienmäßige Winkelstücke für Mikromotoren auf den Markt, die mit zwei Glasfaserlichtleitern ausgestattet waren.DieWin- kelstücke wiesen zwei unterschiedlich funktionierende Lichtquellen auf, die im Winkelstück oder im Mikromo- tor platziert waren. Die Weiterentwicklung führte zum Einbau eines Lichtstabes mit 25.000 Lux, der 2001 vor- gestellt wurde. FürdiechirurgischeAnwendungmitderNotwendigkeit der Sterilisation kann seit der IDS 2007 mit einem steri- lisierbaren LED gearbeitet werden. Besonders für die chirurgischen Instrumente ist die integrierte LED mit eigenem Generator im Instrument von Vorteil,da diese auf den normalen herkömmlichen sterilisierbaren Mikromotoren verwendet werden können. Die sterili- sierbare LED leuchtet das Behandlungsareal mit Tages- lichtqualitätaus.DereingebauteGeneratorerzeugtden 25 ORALCHIRURGIE JOURNAL 2/2012 Besondere Anforderungen an oralchirurgische Hand- undWinkelstücke Die Effektivität bei der zahnärztlichen Behandlung hängt im Wesentlichen von der Erkennbar- keit der zu behandelnden oralen Strukturen ab. In der konservativ-prothetischen Zahnheil- kunde stehen dem Zahnarzt heutzutage grazile Instrumente mit Lichtleitern und Druckknopf- spannungen zur Verfügung. Dr. Jörg Neugebauer, Dr. Viktor E. Karapetian, Dr. Thea Lingohr, Dr. Dr. Martin Scheer, Univ.-Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller/Köln Abb.1:KonstruktionsskizzefürdieEntwicklungeinesHandstückesmitLichtleiterausdemJahre1933(ArchivW&H).–Abb.2:ChirurgischesHand- stück undWinkelstück mit LED-Licht. – Abb.3:Werbeplakat zur Vorstellung der Druckknopfspannung für zahnärztlicheWinkelstücke aus dem Jahre1933(ArchivW&H).–Abb.4:ProduktkatalogausdemJahr1935mit Sortiment vonverschiedenenInstrumentenmit Druckknopfspannung und anatomischen Griff (ArchivW&H).