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Nr. 3 I Juni 2009 I 6. Jahrgang I ISSN: 1613-7191 I PVSt: 64583 I Einzelpreis 8,– € PARODONTOLOGIE NACHRICHTEN Die Zeitung für Parodontologie, Implantologie und Prävention I www.pn-aktuell.de Schwerpunktthema Parodontalchirurgie Möglichkeiten und Grenzen der Parodontalchirurgie zeigt Dr. Hans-Dieter John in seinem Beitrag auf. Qualitätsmanagement „Qualitätsmanagement – Chance zur effizienten Praxisführung oder nur lästige Pflicht?“ – Mehr dazu im Interview mit Dirk Schlüpmann. Europerio-News Die Europerio schloss am 6. Juni wieder ihre Pforten.Lesen Sie mehr zu dem Kongresshighlight des Jahres in Stockholm. Parodontalchirurgie & Implantologie Wissenschaft & Praxis_6 Praxismanagement_15 Europerio-News_16 Die Heilung nach plastischer Parodontal-/Periimplantärchirurgie und deren klinische Konsequenz Die Dauer der Wundheilung nach plastischer Parodontalchirurgie ist für den optimalen Zeitpunkt der nachfolgenden Behandlung, z.B. prothetischer Versorgung, von Bedeutung. Umgekehrt spiegeln sich Aspekte des Eingriffs in der Heilung und damit im Resultat der Behandlung wider. ANZEIGE PARODONTOLOGIE Die Zeitung für Parodontologie, Implantologie und Prävention I www.pn-aktuell.de Schwerpunktthema Parodontalchirurgie Möglichkeiten und Grenzen der Parodontalchirurgie zeigt Dr. Hans-Dieter John in seinem Beitrag auf. Nr. 3 I Juni 2009 I 6. Jahrgang I ISSN: 1613-7191 I PVSt: 64583 I Einzelpreis 8,– € NACHRICHTEN Qualitätsmanagement „Qualitätsmanagement – Chance zur effizienten Praxisführung oder nur lästige Pflicht?“ – Mehr dazu im Interview mit Dirk Schlüpmann. Europerio-News Die Europerio schloss am 6. Juni wieder ihre Pforten.Lesen Sie mehr zu dem Kongresshighlight des Jahres in Stockholm. Parodontalchirurgie & e Implantologie ZWP online Lesen Sie die aktuelle Ausgabe der PN als E-Paper unter: www.zwp-online.info Wissenschaft & Praxis_6 Praxismanagement_15 Europerio-News_16 ANZEIGE Die Heilung nach plastischer Parodontal-/Periimplantärchirurgie und deren klinische Konsequenz Die Dauer der Wundheilung nach plastischer Parodontalchirurgie ist für den optimalen Zeitpunkt der nachfolgenden Behandlung, z.B. prothetischer Versorgung, von Bedeutung. Umgekehrt spiegeln sich Aspekte des Eingriffs in der Heilung und damit im Resultat der Behandlung wider. PARODONTOLOGIE Nr. 1 I Februar 2009 6. Jahrgang ISSN: 1613-7191 PVSt: 64583 Einzelpreis 8,– € NACHRICHTEN Die Zeitung für Parodontologie, Implantologie und Prävention I www.pn-aktuell.de Schwerpunktthema Interdisziplinäre Behandlung Der interdisziplinären Zusammenarbeit bei der parodontologisch-kieferorthopädischen Behandlung widmet sich dieser Beitrag. Selbstcoaching Der Artikel bringt dem P odontologen näher, wie er sich mittels Selbstcoaching zum Regisseur seines Lebens entwickeln kann. 20 J hre „40“ Modernste Behandlungsmethoden im Gesicht waren Thema des 1. Leipziger Symposium für rejuvenile Medizin und Zahnmedizin. Implantologie ZWP online Lesen Sie die aktuelle Ausgabe der PN als E-Paper unter: www.zwp-online.info Wissenschaft & Praxis_10 Praxismanagement_17 Events_18 P ro-Endo-Läsionen – Oder: Brauchen wir noch Implantate? P rodontitis und Herzinfarkt Endo-P o-Läsionen gehören aufgrund der Mannigfaltigk der Befunde und der schwierigen Prognose Ein Zusammenhang zwischen aggressiver P odoneit zu den meist her usfordernden Behandlungen der zahnärztlichen Pr axis.Diagnose,Therapie und Prognose titis und Herzinfarkt ist bereits beobachtet wo den. dieser Erkrankung erfordern ein hohes Maß an Kenntnissen und Erfahrungen des Behandlers so wohl der der P odontitis unterissenschaftler der UniverEndodontie und P odontologie, ebenso wie der Sicherheit in der chirurgischen Diagnostik und Therapie. schen bürokr tischen Aspekt der in Deutschland geltenden Abrechnungsbestimmungen, welche dem Behandler eine geradezu prophetische Gabe bei der Behandlungsplanung ab erlangt. Somit müssen prognostisch schwierige Therapien entweder finanziell allein vom P tienten oder Behandler getragen we den. eder die Liter tur noch die entsprechenden beruflichen Organisationen geben dem Behandler eine klare Hilfestellung bei dieser verantwortungsvollen Entscheidung, sodass immer häufiger der zunächst sicherer erscheinende eg der Extr ktion gewählt wird. Dies geht inzwischen soweit, dass auch schon bei kleinsten zu erwartenden Problemen nicht mehr die Zahnerhaltung als wichtigstes Merkmal zahnärztlichen Tuns präferiert wird, ondern Ersatzlösungen. Der zu beobachtende Trend we on schwierigen, sensiblen parodontologischen und endodontischen Therapien, hin zu zunächst einfacher erscheinenden Implantatlösungen birgt jedoch ebenso viele Risiken, die oftmals nur ungenügend beachtet we den. Leider ist die Litetur hinsichtlich einer Thepieentscheidung zwischen Zahnerhaltung und Implantat inkongruent und widersprüchlich, was es dem Behandler erneut schwer macht, eine sowohl therapeutisch, aber auch forensisch sichere Entscheidung zu treffen. sitäten Kiel, Dresden, Amsterdam und Bonn konnten nun auch dieselben Gen eränderungen auf Chromosom 9 nachweisen, wie sie in der neusten usgabe der Zeitschrift PLoS Genetics berichten. Der Erstautor, Dr. rne Schaefer, om Institut für Klinische Molekularbiologie der Universität Kiel sieht eindeutige Übereinstimmungen in der genetischen Ve nlagung: ir haben die aggressive Form Abb. 1 und 1a: T pische Paro-Endo-Läsionen: umschriebene apikale Parodontitiden mit Verbindung zum marginalen Parodont bei Verlust des parodontalen Ligaments. sucht, eine in sehr jungem Alter einsetzende, sehr heftig verlaufende, entzündliche Krankheitsform der P odontose. Die mit diesem Krankheitsbild assoziierte genetische V riante ist identisch mit der von P tienten, die unter einer Erkrankung der Herzkranzgefäße leiden und bereits einen Herzinfarkt er- Ätiologische F ktoren wie Bakterien, iren und Pilze spielen eine ebenso wichtige Rolle in Entwicklung und erlauf der Erkrankung, wie begleitende und auslösende Ursachen wie T auma, esorptionen, Perfor tionen und Zahnfehlstellungen. ufgrund der großen Breite der Befunde sind sichere Prognosen bei Endo-P o-Läsionen erheblich erschwert, da die erschiedenen Begleitfaktoren den Erfolg der Behandlung erheblich beeinflussen. ufgrund der zu erwartenden Schwierigkeiten in Diag- nose,Therapie und der damit erbundenen her bgesetzten Prognose we den diese Zähne oftmals als nicht erhaltbar diagnostiziert und demzufolge zugunsten einer Alternativtherapie – entweder der Implantation oder einer othetischen Lösung – extrahiert.Diese Entwicklung wird einerseits gestützt durch den unsch des P tienten nach einer endgültigen Therapie und dem Ende einer oftmals langwierigen, on Misserfolgen und Revisionen geprägten Vorbehandlung als auch on dem sozialökonomi- Fortsetzung auf Seite 6 Fortsetzung auf Seite 23 ANZEIGE Jetzt auch als E-Paper! Krankheitsauslöser oraler Biofilm lässt sich heute vermeiden! Einen fundierten Überblick über den Stand der issenschaft in der Proph laxe und die Schlussfolgerungen für die häusliche und professionelle Mundh giene gab Ende No ember der blend-a-med-Kongress/Kongress für präventive Zahnheilkunde. Die Teilnehmer bekamen aktuelle Forschungsergebnisse aus erster Hand präsentiert – aus zahnmedizinischer und biologischer Sicht sowie einen usblick auf mögliche künftige Strategien zur Karies- und P odontitisprävention. aktuellen Wissensstandes für die häusliche Mundhygiene ab. Die Bedeutung für die professionelle Prävention durch das zahnärztliche Team beschrieb Prof. inw g in seinem eigenen ortr g. Schließlich blickte Prof. D . Matthias Hannig auf Biofilmmanagement-Verfahren, die sich zurzeit noch in der Entwicklung befinden, demnächst jedoch für die Praxis interessant we den könnten. Prof. Dr. Nicole Arweiler, Prof. Dr. Christof Dörfer und Prof. Dr. Johannes Einwag (v.l.n.r.). „Grundsätzlich sind Erkrankungen,die durch einen Biofilm ausgelöst we den, ermeidbar“,erklärte Prof.D .Johannes Einwag, wissenschaftlicher Leiter des Kongresses und 1. orsitzender der Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde. uf das „Wie“ fanden sich in den folgenden vier Stunden Antworten aus verschiedenen Blickwinkeln. Prof. D . Nicole Arweiler erläuterte, wie sich Biofilme in der Mundhöhle bilden und zu Aggregaten von erstaunlich „intelligenten“ Strukturen organisieren. Anschließend leitete Prof. D . Christof Dörfer aus einer ielzahl von Studien die Konsequenzen des Aktuelle Erkenntnisse zum dentalen Biofilm Im Einzelnen wies Prof. Arweiler zunächst darauf hin, dass Bakterien natürlicherweise in orm von mikrobiellen Aggreten wie Filmen, locken, elägen oder Schlämmen vorkommen. So stellen auch die Biofilme im menschlichen Or- Fortsetzung auf Seite 19 Europerio in Stockholm Ein hervorragendes wissenschaftliches Programm, hochkarätige Referenten sowie ein klarer Bezug zur Praxis: Zum sechsten Mal lud die EFP zum Europerio-Kongress ein – diesmal nach Stockholm. Abb. 1 Die Wundheilung kann durch vielerlei Faktoren beeinträchtigt werden, z.B. Rauchen, unbehandelter Diabetes mellitus, Cortisontherapie, systemische Erkrankungen und Infektionen. Eine erhebliche Behinderung der Heilung entsteht bei der Ansammlung bakterieller Plaque. Dabei kann eine adäquate Epithelheilung ganz ausbleiben (Abb. 1), eine optimale Reinigung der Zahn-/ Implantatoberflächen durch die Dentalhygienikerin in der postoperativen Phase ist daher mit entscheidend für das Ergebnis.1 Abb. 2 bindungen histologisch nachzuweisen, nach drei Tagen war die 5 mm lange Inzision von Epithel verschlossen, während die Heilung des darunterliegenden Bindegewebe noch anhielt.2 In einer Untersuchung menschlicher Gingivektomiewunden dauerte der epithelialeVerschluss sieben bis vierzehn Tage, während die bindegewebige Organisation nach vier Wochen noch nicht abgeschlossen war.3 Das heißt, die epitheliale Wunde wird mit einer Geschwindigkeit von circa 1 mm pro Tag verschlossen. Daraus ergibt sich je nach Wundgröße der ideale Zeitpunkt der Nahtentfernung. Inzisionen führen häufig zu bleibenden Einziehungen, im schlimmsten Fall hinterbleiben Narben (Abb. 2). Kon et al. verglichen die Heilung von senk- Heilung einer Inzision Mittelman verfolgte in den 1950er-Jahren die Heilung einer Inzision in keratinisierter Gingiva. Nach 24 Stunden waren die ersten Epithelver- Fortsetzung auf Seite 4 Zahnarzt trifft Kardiologen in Mannheim Nachdem die DGP-Jahrestagung 2008 in bislang einmaliger Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) die Thematik parodontale und Allgemeingesundheit bearbeitet hatte, war die DGP in Mannheim mit einem Satellitensymposium bei den Kardiologen zu Gast. Erneut ein absolutes Novum. Zahnärzte treffen sicherlich häufig Kardiologen. Allerdings zumeist in Situationen, in denen der eine Patient des anderen ist. Dies sollte nicht das Thema in Mannheim sein. Was muss der Kardiologe über seine Patienten vom Zahnarzt wissen und umgekehrt? Welchen Einfluss haben orale/parodontale Erkrankungen auf das HerzKreislauf-System? Können parodontale Prävention und Therapie einen Beitrag zur kardiovaskulären Gesundheit unserer Patienten leisten? Unter dem Vorsitz von Prof. Georg Ertl (Innere Medizin, Universität Würzburg) und Prof. Peter Eickholz (Parodontologie, Universität Frankfurt am Main) sollten Antworten auf diese Fragen gefunden werden. – Fragen des Zahnarztes an den Kardiologen. Prof. Ulrich Schlagenhauf (UniversitätWürzburg) erläuterte die Mundhöhle als Eintrittspforte in den Organismus mit den Zähnen als einzigartige Festkörper, die singulär im menschlichen Organismus die Integrität der Körperhülle des Zahnhalteapparates und schließlich im ungünstigsten Fall Zahnverluste zur Folge haben. Die chronische Entzündung Parodontitis hängt einerseits von der Reaktionslage des Gesamtorganismus ab, kann aber andererseits über Ausstreuung von Mikroorganismen (Bakteriämie) und Entzündungsmediatoren den Gesamtorganismus beeinflussen. Leitlinien für die Endokarditisprophylaxe: Wird fehlende Evidenz durch fehlende Evidenz ersetzt? Unter diesem provokativen Titel reflektierte Prof. Ferenc Follath (Universität Zürich, Schweiz) die aktuellen Empfehlungen. Von Veröffentlichung der Empfehlungen zur Endokarditisprophylaxe der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC 2004) bis zu den Empfehlungen der Amerikanischen Fachgesellschaft (AHA) im Jahr 2007 hat sich die Evidenzlage zu diesem Thema nicht erweitert. Geändert hat sich lediglich die Interpretation der vorhandenen Daten. Der Referent stellte die Zurückhaltung bei der Antibiotikaprophylaxe in den aktuellen Leitlinien infrage und konstatierte dringenden Bedarf für valide Daten als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Empfehlungen. Die Abwägung zwischen dem Risiko einer Endokarditis bei Unterlassung einer antibiotischen Abschirmung und dem Risiko eines allergischen Schocks nach Verabreichung einer Antibiotikaprophylaxe trägt letztlich der behandelnde Arzt. Kardiovaskuläres Risiko zahnärztlicher Eingriffe (SHIP Studie) Prof. Thomas Kocher (Universität Greifswald) erläuterte zu Beginn die Schwie- Vom 4. bis zum 6. Juni 2009 trafen sich Europas führende Parodontologen zum dreitägigen Kongress in Stockholm. Nicht zuletzt die Beiträge der einzelnen nationalen Gesellschaften für Parodontologie und die umfangreiche Industrieausstellung mit exzellenten Sponsorenvorträgen ließen auch diesen Kongress wieder zu einem Highlight werden. Besonders freuen konnte man sich wie immer auf TopReferenten. Hier gelang es der European Federation of Periodontology (EFP), eine exzellente Auswahl aus Europas wegweisenden Parodontologen in Stockholms Messehallen zu bringen. Mehr zur diesjährigen Europerio lesen Sie auf Seite 16 in dieser Ausgabe Ihrer PN Parodontologie Nachrichten. ANZEIGE GENGIGEL PROF ® Applikationskapseln rriere Sch Ba rzlinderung me nerati on Rege physiologisch durchdringen und deshalb besonderer Reaktionsmechanismen bedürfen, um ein Eindringen von Mikroorganismen in Bindegewebe und Knochen zu verhindern.In diesem Spannungsfeld von mikrobiologischer Exposition und der Reaktionslage des Wirts kommt es bei vielen Menschen früher oder zumeist später zu Entgleisungen der Infektabwehr, die Zerstörungen Hyaluronsäure Natürliche Schleimhautregeneration durch Hyaluronsäure für die postoperative Wundnachbehandlung RIEMSER Arzneimittel AG I An der Wiek 7 I 17493 Greifswald-Insel Riems I Germany fon + 49 (0) 38351 76-0 I fax + 49 (0) 38351 308 I e-mail:dental@RIEMSER.de I www.RIEMSER.com Fortsetzung auf Seite 19 Europerio in Stockholm Ein hervorragendes wissenschaftliches Programm, hochkarätige Referenten sowie ein klarer Bezug zur Praxis: Zum sechsten Mal lud die EFP zum Europerio-Kongress ein – diesmal nach Stockholm. Abb. 1 Die Wundheilung kann durch vielerlei Faktoren beeinträchtigt werden, z.B. Rauchen, unbehandelter Diabetes mellitus, Cortisontherapie, systemische Erkrankungen und Infektionen. Eine erhebliche Behinderung der Heilung entsteht bei der Ansammlung bakterieller Plaque. Dabei kann eine adäquate Epithelheilung ganz ausbleiben (Abb. 1), eine optimale Reinigung der Zahn-/ Implantatoberflächen durch die Dentalhygienikerin in der postoperativen Phase ist daher mit entscheidend für das Ergebnis.1 Abb. 2 bindungen histologisch nachzuweisen, nach drei Tagen war die 5 mm lange Inzision von Epithel verschlossen, während die Heilung des darunterliegenden Bindegewebe noch anhielt.2 In einer Untersuchung menschlicher Gingivektomiewunden dauerte der epithelialeVerschluss sieben bis vierzehn Tage, während die bindegewebige Organisation nach vier Wochen noch nicht abgeschlossen war.3 Das heißt, die epitheliale Wunde wird mit einer Geschwindigkeit von circa 1 mm pro Tag verschlossen. Daraus ergibt sich je nach Wundgröße der ideale Zeitpunkt der Nahtentfernung. Inzisionen führen häufig zu bleibenden Einziehungen, im schlimmsten Fall hinterbleiben Narben (Abb. 2). Kon et al. verglichen die Heilung von senk- Heilung einer Inzision Mittelman verfolgte in den 1950er-Jahren die Heilung einer Inzision in keratinisierter Gingiva. Nach 24 Stunden waren die ersten Epithelver- Fortsetzung auf Seite 4 Zahnarzt trifft Kardiologen in Mannheim Nachdem die DGP-Jahrestagung 2008 in bislang einmaliger Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) die Thematik parodontale und Allgemeingesundheit bearbeitet hatte, war die DGP in Mannheim mit einem Satellitensymposium bei den Kardiologen zu Gast. Erneut ein absolutes Novum. Zahnärzte treffen sicherlich häufig Kardiologen. Allerdings zumeist in Situationen, in denen der eine Patient des anderen ist. Dies sollte nicht das Thema in Mannheim sein. Was muss der Kardiologe über seine Patienten vom Zahnarzt wissen und umgekehrt? Welchen Einfluss haben orale/parodontale Erkrankungen auf das HerzKreislauf-System? Können parodontale Prävention und Therapie einen Beitrag zur kardiovaskulären Gesundheit unserer Patienten leisten? Unter dem Vorsitz von Prof. Georg Ertl (Innere Medizin, Universität Würzburg) und Prof. Peter Eickholz (Parodontologie, Universität Frankfurt am Main) sollten Antworten auf diese Fragen gefunden werden – Fragen des Zahnarztes an den Kardiologen. Prof. Ulrich Schlagenhauf (UniversitätWürzburg) erläuterte die Mundhöhle als Eintrittspforte in den Organismus mit den Zähnen als einzigartige Festkörper, die singulär im menschlichen Organismus die Integrität der Körperhülle des Zahnhalteapparates und schließlich im ungünstigsten Fall Zahnverluste zur Folge haben. Die chronische Entzündung Parodontitis hängt einerseits von der Reaktionslage des Gesamtorganismus ab, kann aber andererseits über Ausstreuung von Mikroorganismen (Bakteriämie) und Entzündungsmediatoren den Gesamtorganismus beeinflussen. Leitlinien für die Endokarditisprophylaxe: Wird fehlende Evidenz durch fehlende Evidenz ersetzt? Unter diesem provokativen Titel reflektierte Prof. Ferenc Follath (Universität Zürich, Schweiz) die aktuellen Empfehlungen. Von Veröffentlichung der Empfehlungen zur Endokarditisprophylaxe der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC 2004) bis zu den Empfehlungen der Amerikanischen Fachgesellschaft (AHA) im Jahr 2007 hat sich die Evidenzlage zu diesem Thema nicht erweitert. Geändert hat sich lediglich die Interpretation der vorhandenen Daten. Der Referent stellte die Zurückhaltung bei der Antibiotikaprophylaxe in den aktuellen Leitlinien infrage und konstatierte dringenden Bedarf für valide Daten als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Empfehlungen. Die Abwägung zwischen dem Risiko einer Endokarditis bei Unterlassung einer antibiotischen Abschirmung und dem Risiko eines allergischen Schocks nach Verabreichung einer Antibiotikaprophylaxe trägt letztlich der behandelnde Arzt. Kardiovaskuläres Risiko zahnärztlicher Eingriffe (SHIP Studie) Prof. Thomas Kocher (Universität Greifswald) erläuterte zu Beginn die Schwie- Vom 4. bis zum 6. Juni 2009 trafen sich Europas führende Parodontologen zum dreitägigen Kongress in Stockholm. Nicht zuletzt die Beiträge der einzelnen nationalen Gesellschaften für Parodontologie und die umfangreiche Industrieausstellung mit exzellenten Sponsorenvorträgen ließen auch diesen Kongress wieder zu einem Highlight werden. Besonders freuen konnte man sich wie immer auf TopReferenten. Hier gelang es der European Federation of Periodontology (EFP), eine exzellente Auswahl aus Europas wegweisenden Parodontologen in Stockholms Messehallen zu bringen. Mehr zur diesjährigen Europerio lesen Sie auf Seite 16 in dieser Ausgabe Ihrer PN Parodontologie Nachrichten. 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