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18_Events Nr. 3 | Juni 2009 | www.pn-aktuell.de EVENTS Lohnt sich ein Volumentomograf für meine Praxis? Zahnärzte, die nach komprimierten, anschaulichen, praxisgerechten und zugleich wissenschaftlichen Informationen rund um die Volumentomografie suchen, werden in diesem Sommer fündig. Wahlweise in München oder Hamburg können Interessierte an dem eintägigen DVT-Symposium „science meets practice“ teilnehmen. Es werden sechs Fortbildungspunkte gutgeschrieben. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Die implantologische, KFO-, Paro- und EndoBehandlung sowie die Oralchirurgie und weitere Bereiche profitieren, wenn Röntgenaufnahmen per digitalem Volumentomografen (DVT) angefertigt wurden. Denn auf dem Bildschirm kann man Knochen, Nerven, Weichgewebe, die Lage der Zähne, weitere Strukturen und auch Strukturveränderungen sowie Fremdmaterialien dreidimensional anschauen. Aufgrund der Informationen weiß der Behandler im Voraus, was ihn erwartet. Wann aber ist der Einsatz des Volumentomografen indiziert? Welche Technik steht dahinter und wie lassen sich die gewonnenen Daten für die Behandlungsplanung nutzen? Wann rechnet sich die Anschaffung eines DVT für die Praxis – und welche KriteKooperation für alle Beteiligten ergibt. Die wissenschaftliche Leitung der Veranstaltung hat Professor Dr. Dr. Stefan Haßfeld übernommen, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des KliniWer die dritte Dimension hinzuzieht, macht sich ein besseres Bild. kums Dortmund und (Bildnachweis: pluradent, Offenbach) Lehrstuhlinhaber der Universität Witten/Herdecke. Die Thematik rien legt man bei der Gerätewird aus verschiedenen auswahl zugrunde? Diese Blickwinkeln kritisch beFragen werden während der pluradent DVT-Symposien leuchtet, jede(r) Teilnehgeklärt. Auch für Überweimer/-in ist zur Diskussion aufgerufen. Das Unternehser sind die Veranstaltungen men pluradent hat die Reihe interessant, denn neben dem „science meets practice“ ins Indikationsspektrum kommt Leben gerufen, um Zahnärzdas Thema Überweiser-Netzten angesichts immer neuen werke zur Sprache. Es werWissens Hilfestellung zu geden Antworten darauf gegeben. Hier wird der aktuelle ben, welche Voraussetzungen wissenschaftliche Kenntniserfüllt sein müssen, damit stand vermittelt und mit konsich eine gewinnbringende kreten Handlungsperspektiven verknüpft. Besucher des DVT-Symposium erfahren, welche Vorgehensweisen möglich sind und wie der Nutzen für die eigene Praxis aussehen kann. Die Teilnehmer sollen hierdurch fundiert entscheiden können, welche Zukunftsstrategie für sie selbst zielführend ist. Termine: 18. Juli 2009, München 12. September 2009, Hamburg „Funktion und Ästhetik“ im Fokus Vom 15.bis 16.Mai 2009 lud die Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin (DGKZ) ins Hamburger Sofitel „Alter Wall“ zu ihrer 6. Jahrestagung ein. Nach dem großen Erfolg der Veranstaltung der Vorjahre nutzten auch in diesem Jahr wieder rund 200 Teilnehmer das umfassende Fortbildungsangebot. Adresse Pluradent AG & Co KG Kaiserleistraße 3 63067 Offenbach Tel.: 0 69/8 29 83-1 92 Fax: 0 69/8 29 83-2 90 E-Mail: info@pluradent.de www.pluradent.de Patientengerechte Parodontalbehandlung Als Innovationsträger für die dentale Fachmedizin bot die Oemus Media AG anlässlich des Ostseekongresses/ 2. Norddeutsche Implantologietage in Warnemünde am 22./ 23. Mai 2009 die Plattform für eine patientengerechte Parodontologie mit einem Bridging zur Medizin und Implantologie. In Analogie zur Mikromedizin wurde erstmals ein Hands-onKurs angeboten, der nicht nur die aktuellen Mikro-Inzisionstechniken vorstellte, sondern auch die Patientenbelange und den praktischen Patientennutzen berücksichtigte. Hauptthemen waren die medizinische Therapie und die Tunneltechnik zusammen mit der freien Transplantatchirurgie. Biologische Grundlagen Eine medizinische Orientierung zusammen mit einer umfassenden zahnärztlichen Diagnostik und einem biofilmbezogenen Therapiefokus sind die Schlüsselelemente für eine patientengerechte Parodontaltherapie. Defensives Management, Kenntnisse der verschiedenen Gewebequalitäten und der Vaskularisierung bilden die Voraussetzungen für die moderne Mikrochirurgie, die dem Patienten weniger Schmerz und mehr Ästhetik bietet. Medizinische Therapie Chronische Erkrankungen sind multikausal,und erfordern daher in Analogie zur Medizin eine Befundaufnahme, die neben den aus der Parodontologie bekannten Verfahren die funktig zur Methode der Wahl entwickeln (Abb. 2, 3). Teamarbeit Das Interesse an mikroinvasivem Arbeiten wächst aus dem Wunsch nach einer verbesserten Patientenversorgung. Die guten Erfahrungen aus der Mikromedizin und die Notwendigkeit, selbst einmal so behandelt werden zu wollen, schaffen zusammen mit einem mikrochirurgisch trainierten Operationsteam „Aufbruchstimmung“. Der Gesundheitsmarkt lässt nicht auf sich warten. Mikrochirurgische Verfahren sind im GKV-Bereich nicht existent. Die GOZ sieht im Gebührenteil E lediglich zahnbezogene Leistungspositionen vor. Selbst die Anwendung von Analogleistungen helfen nur dann weiter, wenn über den Steigerungssatz von 3,5-fach abgedungen wird. Die Weichgewebschirurgie kann betriebswirtschaftlich in der GOÄ aufgefangen werden, die zusätzlich die Abrechnung von kostenintensivem Verbrauchsmaterialien wie Mikroklingen, Nähten oder auch Regenerationsmedien ermöglicht. Abb. 1 tionelle Belastung des Knochens,den Dis-Stress,die medizinrelevanten Medikamente und zuletzt auch Schadensgewohnheiten wie Pressen, Knirschen oder myofunktionelle Störungen und das Rauchen mit berücksichtigt. Die medizinische PAR-Therapie schützt die Wurzeloberfläche durch Biofilmorientierung, die Gingiva durch grazile Instrumentation und erleichtert den Behandlungsablauf durch apparatives Management (Abb. 1). Mikrochirurgie Moderne Mikro-Inzisionstechniken zusammen mit einem Split-Flap-Lappendesign erlauben unterminierendes, teilweise auch geschlossenes Arbeiten. Durch die Vermeidung offener Wundflächen wird die Schmerzempfindung reduziert und damit die Patientenakzeptanz erhöht. Die Darstellung verschiedener „Gingivalagen“ ermöglicht eine Verschiebung von Gewebeanteilen, in Kombination mit der freien Transplantatchirurgie auch eine Volumenvermehrung und damit eine Optimierung ästhetischer Lösungen, die für den Patienten zunehmend wichtig sind. Die Tunnelierungstechnik wird sich zukünf- Adresse Priv.-Doz. Dr. Rainer Buchmann Fachzahnarzt Parodontologie Heinrich-Heine-Universität Medizinische Fakultät Westdeutsche Kieferklinik Moorenstraße 5 40225 Düsseldorf Tel.: 02 31/9 76 68 12 Fax: 02 31/9 76 68 48 E-Mail: info@rainer-buchmann.de www.rainer-buchmann.de Abb. 2 Abb. 3 Kosmetische Zahnmedizin im Kontext orofazialer Ästhetik polarisiert auch heute noch wie kaum ein anderes Thema. Die Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin hat diese interdisziplinäre Herausforderung zum Gegenstand ihres seit 2003 währenden Engagements für ein seriöses und fachlich fundiertes Angebot bei ästhetisch/kosmetischen Behandlungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich gemacht und sah sich auf ihrer sechsten Jahrestagung aus berufenem Munde von Universität und Praxis mehr als bestätigt. Das wissenschaftlich ausgesprochen anspruchsvolle Programm stand in diesem Jahr unter dem Motto „Funktion und Ästhetik“ und wurde von den Teilnehmern begeistert aufgenommen. Hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland beleuchteten alle relevanten Aspekte und machten deutlich, dass sich Ästhetik und Funktion gegenseitig bedingen – die Beachtung der funktionellen Gesetzmäßigkeiten muss immer die Grundlage einer anspruchsvollen ästhetischen Rekonstruktion sein. Zur Einführung ins Thema zeigte Prof. Martin Jörgens/ Düsseldorf eine aktuelle Bestandsaufnahme zur Funktionsdiagnostik in der Praxis und bereitete so das Feld für den international anerkannten Funktionsexperten Prof. Dr. Axel Bumann/Berlin, der sich in seinem Referat der Funktionsdiagnostik und Ästhetikplanung bei Asymmetrien widmete, sowie Prof. Dr. Klaus-Ulrich Benner/München mit Demonstrationen zur Anatomie und Funktion des Kiefergelenks anhand von Humanpräparaten. Ihre internationale Tragweite unterstrich die Veranstaltung mit Vorträgen in englischer Sprache von Dr. Walter Devoto/Italien zum Thema Kompositrestauration im Front- und Seitenzahnbereich und Dr. Ronald Goodlin/Kanada zu funktionalen Okklusionen.Mit „Funktionellen Aspekten vonVeneers“ von Dr. Jürgen Wahlmann/Edewecht und „Smile Esthetics – von Bleaching bis non-prep“ von Dr. Jens Voss/Leipzig erhielten die Vorträge im Weiteren einen deutlich ästhetischeren Hintergrund, bevor Karin Gräfin von Strachwitz-Helmstatt mit ihrem Referat zu kosmetisch-ästhetischen Eingriffen und den damit verbundenen juristischen Risiken das Mainpodium thematisch beendete und in die Abschlussdiskussion überleitete. Parallelprogramm Hervorragend besucht waren auch die Workshops am Samstag, wo sich die Teilnehmer ergänzend oder über die Vortragsthemen des Vortrages hinaus fachliches Know-how für den Praxisalltag holen konnten.Ein Angebot war u.a. der praktische Arbeitskurs „Perfect Smile – Das Konzept für die perfekte Frontzahnästhetik“ mit Dr. Jürgen Wahlmann/Edewecht. Wie immer wurde auch wieder über den Tellerrand hinausgeschaut: Die IGÄM-Kursreihe „Unterspritzungstechniken zur Faltenbehandlung im Gesicht“ unter der Leitung von Dr. Andreas Britz/Hamburg ergänzte innovativ und informativ den rein zahnärztlichen Part dieser interessanten Veranstaltung. Abgerundet wurde die 6. Internationale Jahrestagung der DGKZ durch ein begleitendes Programm für die zahnärztliche Assistenz und eine informative Dentalausstellung. Die nächste Jahrestagung der DGKZ findet am 12./13. März 2010 im Düsseldorfer Hotel InterContinental direkt auf der Königsallee statt. Adresse Oemus Media AG Hobeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 Fax: 03 41/4 84 74-2 90 E-Mail: event@oemus-media.de www.zwp-online.info/events

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