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Leider gibt es sie – die Mitarbeiter, die als Zahntechniker fachlich Hervorragendes leisten, dem Laborleiter aber auf der menschlichen Ebene jedoch suspekt, ja sogar unsympathisch sind. Wer sich entschließt, den „Unsympath“ einzustellen oder weiterhin mit ihm zusammenzuarbeiten, weil er fachlich topp ist, muss sich Strategien überlegen, wie er mit ihm menschlich klarkommt.

Montagmorgen – der Laborleiter betritt das Labor. Die Mitarbeite- rinimEmpfangsraumdesLabors begrüßt ihn freudestrahlend und mit einem fröhlichen „Guten Morgen“.„Dafreueichmichdoch gleich auf den Start in die neue Arbeitswoche“, denkt der Labor- leiter, „schade, dass die Frau Schmidt immer noch ihre Pro- bleme mit den Terminvereinba- rungen hat. Aber das Betriebs- klimaimDentallabor hatsichein- fach toll entwickelt, seitdem sie mit dabei ist.“ Doch seine gute Laune verfliegt schnell.DieBegrüßungdurch den ZahntechnikerHartmutKohnfällt wie gewohnt recht mürrisch aus. „Wenn der nicht die Zusatzaus- bildung zum Kundenberater ge- macht hätte und nicht so gute Be- ratungsgespräche mit den Zahn- ärzten führen würde, würde er schon längst nicht mehr hier ar- beiten.“ Wenn die Chemie nicht stimmt Das Beispiel mag überspitzt sein, zeigt jedoch: Die Fachkompetenz von Petra Schmidt ist ausbaufä- hig, aber ihre sozialen und kom- munikativen Fähigkeiten hellen dasBetriebsklimagehörigaufund kommen auch im Kundenkontakt mit den Zahnärzten zum Tragen. Hinzu kommt: Im Gespräch mit dem Laborleiter zeigt sie Inter- esse,diebeidenfunkenaufdersel- benWellenlänge.DieGefahraller- dings ist, dass diese gute Bezie- hung Mängel auf der Fachebene überdeckt. AuchbeiHartmutKohnergibtsich ein differenziertes Bild. Er ist en- gagiert, übernimmt Verantwor- tung, bildet sich selbst fort – er ist dem Laborleiter aber leider un- sympathisch. Und dies beruht wohl auf Gegenseitigkeit, vermu- tet der Laborleiter.Wer aber kann es sich heutzutage leisten, gute Mitarbeiter zu entlassen, nur weil die Chemie nicht stimmt? „Jetzt erst recht“: Schwierige Situation als Herausforderung begreifen Der Allerweltstipp, Beziehungs- und Sachebene strikt voneinan- der zu trennen und einen sach- lichenUmgangmitdemunsympa- thischen Mitarbeiter zu pflegen, ist zwar durchaus richtig, greift jedochzukurz.Denndasnegative Bauchgefühl, das den Laborleiter im Umgang mit dem Zahntechni- ker beschleicht, wird das Sachge- spräch immer beeinflussen. Ge- fühle lassen sich nicht einfach auf Knopfdruckabstellen,auch–oder gerade–wennesdasblockierende Gefühl ist, einen Menschen nicht ausstehen zu können. Meistens kann ein Laborleiter gar nicht konkret begründen, warum ihmeinbestimmterMitarbeiterso unsympathisch ist – oder so sym- pathisch. Meistens entscheidet sich bereits in den ersten Sekun- den einesTreffens zwischen zwei Personen,wiediegesamtespätere Beziehunggeprägtist.Dabeispie- len Verstandes- und Vernunft- gründe eine eher untergeordnete Rolle – vielmehr beeinflussen ar- chaischeTriebedieEntscheidung. WennalsobereitsimVorstellungs- gespräch der Funke der Sympa- thie nicht zünden will, ist dies ein Indiz dafür, dass es nach der An- stellung im Dentallabor zu Span- nungen kommen kann. Da aber jetzt „das Kind bereits in den Brunnen gefallen“ und der Zahntechniker im Labor ange- stellt ist, sollte der Laborleiter die Herausforderung annehmen. „Jetzt erst recht, jetzt beweise ich, WIRTSCHAFT6 | Nr. 3 | März 2011 Mitarbeiterführung: Produktiver Umgang mit „Unsympathen“ Leider gibt es sie – die Mitarbeiter, die als Zahntechniker fachlich Hervorragendes leisten, dem Laborleiter aber auf der menschlichen Ebene jedoch suspekt, ja sogar unsympathisch sind.Wer sich entschließt, den „Unsympath“ einzustellen oder weiterhin mit ihm zusammenzuarbeiten, weil er fachlich topp ist, muss sich Strategien überlegen, wie er mit ihm menschlich klarkommt. Highlights für Praxis und Labor. In Halle 10.1, Stand D10 und unter www.vita-zahnfabrik.com/ids Alle Farben. Alle Materialien. Alle Optionen. 3417D ANZEIGE

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