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Foto: Johannes Wosilat/www.wosilat.de

Gemeinsam für gesunde Implantate

Der 18. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieniker/-innen (DGDH) e.V. und die 19. Sommer-Akademie des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums Stuttgart (ZFZ) dienten vom 5. bis 7. Juli 2012 als Auftakt einer weltweit einzigartigen Studie zur Prophylaxe periimplantärer Erkrankungen.

Auf dem Jahreskongress der DGDH im vergangenen Jahr wurde die Idee einer klinischen Multizenterstudie zur Prophylaxe periimplantärer Erkrankungen erstmalig vorgestellt. Nach der Konzeptionierung der Studie durch PD Dr. Dirk Ziebolz (Universität Göttingen), Sylvia Fresmann (1. Vorsitzende der DGDH) und Prof. Dr. Johannes Einwag (Direktor des ZFZ Stuttgart) konnte sie am 5. Juli 2012 im Rahmen des 18. Jahreskongresses der DGDH offiziell gestartet werden.

Im Rahmen dieser neuen Multizenterstudie soll die Wirksamkeit der am natürlichen Zahnhalteapparat nachgewiesenen Prophylaxemaßnahmen für die periimplantären Gewebe überprüft werden. „Es gibt weltweit noch keine prospektive Studie, die belegt, dass Prophylaxe eine Periimplantitis verhindern kann. Wahrscheinlich sind einige Konzepte aus der Parodontologie übertragbar – das ist aber bislang nur eine Hypothese“, erklärt Prof. Einwag die Tragweite dieser klinischen Multizenterstudie. PD Dr. Dirk Ziebolz beschreibt das Vorgehen für die Datenerhebung:  „Wir werden knapp 200 Probanden in vier Gruppen mit verschiedenen Präventionsmaßnahmen einteilen und wollen herausfinden, ob ein Präventionsansatz dem anderen überlegen ist.“

Neben der Prophylaxe in der zahnmedizinischen Praxis müssen sich die Probanden auch im Rahmen ihrer häuslichen Mundhygiene an verschiedene Vorgaben halten. Der Gesundheitszustand des periimplantären Gewebes wird in den teilnehmenden Zahnarztpraxen über verschiedene klinische und mikrobiologische Untersuchungen diagnostiziert. Die Betreuung der Probanden und die Datenerhebung gewährleisten in erster Linie Dentalhygienikerinnen. „Die teilnehmenden DHs, alles Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieniker/-innen e. V., freuen sich sehr auf diese Herausforderung und sind hochmotiviert“, so Sylvia Fresmann.

Unterstützt wird die Studie durch die Arbeitsgruppe gesundes Implantat, ein Projekt des Aktionsbündnisses gegen Periimplantitis „Es gibt einen großen Handlungsbedarf, um Methoden zu entwickeln und zu validieren, die periimplantären Erkrankungen vorbeugen. Die neue Studie ist dringend notwendig und wir sind schon sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse“, erklärt Jan-Philipp Schmidt, Initiator des Aktionsbündnisses.

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