Ulla Schmidt sieht Kritik am Gesundheitsfonds gelassen

Berlin - Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sieht die teils scharfe Kritik am Gesundheitsfonds gelassen. «Ich habe das erwartet, denn im Gesundheitswesen können Sie keine Reform machen, ohne dass alle die Katastrophe herbei beschwören», sagte sie am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Zugleich verteidigte die Ministerin den seit Jahresanfang geltenden einheitlichen Beitragssatz für die Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen. Wenn alle den gleichen Leistungsanspruch hätten, sei es auch richtig, dass alle den gleichen Beitragssatz bezahlten.

Schmidt schloss eine weitere Erhöhung der Krankenkassenbeiträge nicht aus: «Niemand sagt doch, dass bis zu 2020 oder wann die Beiträge nicht steigen. Das kann doch keiner vorhersagen.» Ursache seien die wachsende Zahl an älteren Menschen und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten durch medizinisch-technischen Fortschritt. Die steigenden Kosten hofft Schmidt durch Mehreinnahmen infolge einer positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt zu decken.

Quelle: dpa, 2.1.2009