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Schlechte Noten für Gesundheitsfonds
Die Bürger stellen der Gesundheitspolitik der großen Koalition insgesamt ein schlechtes Zeugnis aus. 51 Prozent sehen die Absicherung bei Krankheit durch die gesundheitspolitischen Veränderungen verschlechtert, wie eine Umfrage im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergab. Die Forschungsgruppe Wahlen hatte im März mehr als 2000 erwachsene Bundesbürger befragt.
In der Kritik steht vor allem der Gesundheitsfonds, in dem die Beiträge aller gesetzlich Versicherten gesammelt werden. Eine Mehrheit von 51 Prozent fürchtet eine schlechtere gesundheitliche Versorgung durch den Fonds - nur 5 Prozent erwarten Verbesserungen. 38 Prozent erwarten keine Veränderungen, wie die KBV am Montag in Berlin berichtete. Die Zahlen beziehen sich auf alle Befragten, die vom Fonds schon einmal gehört hatten. Das sind 78 Prozent.
Auch die Hausarztprogramme, die die Koalition bis Ende dieses Monats für alle Kassen zur Pflicht gemacht hat, erhalten ernüchternde Noten. Von den Versicherten, die daran teilnahmen, gaben 69 Prozent an, es habe sich nichts verändert. 14 Prozent sagen, ihre Versorgung habe sich dadurch verschlechtert. 13 Prozent sehen Verbesserungen.
Insgesamt 77 Prozent der Bürger sprechen von einer guten oder sehr guten Absicherung im Krankheitsfall - bei den gesetzlich Versicherten 75, bei den Privatversicherten 90 Prozent.
Quelle: dpa, 22.06.2009
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