• Titel

    Redaktion

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  • News

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  • Wann und warum ist der Einsatz eines Lasers sinnvoll?

    Prof. Dr. Mauro Labanca

    Der Einsatz der besten Technologien und Instrumente dient dem Wohl Ihrer Praxis und verschafft Ihnen zufriedenere Patienten. 
Ein Anwenderbericht von Prof. Mauro Labanca und Dr. Elena Rosina, Mailand, Italien.

  • International Business

    Redaktion

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  • Interview: Die Bedeutung der Infektionsprävention wächst zunehmend

    
Lars Lemke im Gespräch

    Ein Unternehmen, das weltweit agiert und sich ein gezieltes, umfassendes Hygienemanagement zu eigen macht. 
Lars Lemke, Prokurist der Schülke & Mayr GmbH, im Gespräch mit der Dental Tribune D-A-CH.

  • „Hart, aber fair!“ – Experten im Clinch

    Redaktion

    fortbildungROSENBERG veranstaltet am 10. November 2016 eine Diskussionsrunde im FIFA World Football Museum in Zürich.

  • Die Gesundheit im Blick: „Perio for a better life“

    Redaktion

    Spannende Themen und hochkarätige internationale Referenten: Die 46. Jahrestagung der SSP in Bern war ein voller Erfolg.

  • Events

    Redaktion

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  • „Implantologie kompakt“ – eine abwechslungsreiche Woche

    Redaktion

    Vom 11. bis zum 17. September fand der sechste Lipperswiler Intensiv-Wochenkurs der Fortbildung Zürichsee statt.

  • News

    Redaktion

    Kaliumoxalat soll helfen, wieder Kaltes und Süsses geniessen zu können.Kein Kurztext vorhanden. Bitte schauen Sie in die PDF oder das ePaper!

  • FDI präsentiert neue Definition von „Zahngesundheit“

    Redaktion

    Die Begriffsneubestimmung wird von über 200 nationalen zahnärztlichen Verbänden übernommen und weltweit in der Zahnmedizin eingeführt.

  • Warum Perfektionismus eine Illusion ist

    Dr. Stefan Fourier

    Perfektionisten streben perfekte Lösungen „um jeden Preis“ an, auch um den ihrer eigenen Gesundheit. Von Dr. Stefan Fourier, Hannover.

  • Interview: Selektive Kariesexkavation zur Vitalerhaltung der Pulpa

    Prof. Dr. Rainer Haak, MME im Gespräch

    Die selbstlimitierende Exkavationsmethode mit dem Rosenbohrer PolyBur P1 erfährt derzeit neues Interesse. 
Prof. Dr. Rainer Haak, MME, im Gespräch mit Dorothee Holsten, Winningen.

  • Mit frischen Ideen und einem raffinierten Geschäftsmodell zum Erfolg

    Carmen Giezendanner

    Die DLZ-Schweiz GmbH überzeugt durch ein funktionierendes Konzept. Von Carmen Giezendanner, Geschäftsführerin des Unternehmens.

  • Industry Report

    Redaktion

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  • Orale Rehabilitation nach Zahnverlust: Lücke auf – Lücke zu, oder was?

    ZÄ Franziska Hensel, Dr. med. dent. Anke Steiniger und Dr. med. Thomas Barth, Leipzig, Deutschland

    Bei einem Frontzahntrauma mit Zahnverlust sind v.a. im Jugendalter eine Abwägung der 
verschiedenen Therapiemöglichkeiten und deren Erfolgschancen sehr wichtig. Von ZÄ Franziska Hensel, Dr. med. dent. Anke Steiniger und Dr. med. Thomas Barth, Leipzig, Deutschland.

  • News

    Redaktion

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  • Die biomechanische Stabilität des augmentierten Alveolarkammes im Vergleich zum nativen Kieferknochen (Teil 1)

    Dr. med. univ. et med. dent. Angelo Chistian Trödhan, Dr. med. dent. Izabela Schlichting, 
Prof. inv. (Sevilla) Dr. med. dent. Marcel A. Wainwright und Dr. med. dent. Andreas Kurrek

    Dieser Fachbeitrag stellt in einer zweiteiligen Serie Ergebnisse einer randomisierten klinischen Studie mit der neuen Klasse 
der selbsthärtenden Biomaterialien vor. Von Dr. med. univ. et med. dent. Angelo Chistian Trödhan, Dr. med. dent. Izabela Schlichting, 
Prof. inv. (Sevilla) Dr. med. dent. Marcel A. Wainwright und Dr. med. dent. Andreas Kurrek.

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    Redaktion

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E EI G Z N A Entgelt bezahlt · Pressebuch International 64494 E I G E A N Z w DENTAL TRIBUNE w w . a b c d + 4 1 4  4 7 5 5 5 1 0 0 e n t a l . c h ert w .d elta d e n.c h designed for s miles P rofe ssio n ell • P ers ö nlic h • P reis w w w The World’s Dental Newspaper · Swiss Edition Einsatz von Lasern Prof. M. Labanca und Dr. E. Rosina tes- ten den innovativen SIROLaser Blue und vergleichen ihn mit einem herkömmli- chen Instrument, dem Elektroskalpell. Ein Anwenderbericht. Seite 4f Infektionsprävention Die Schülke & Mayr GmbH aus Nor- derstedt agiert weltweit und macht sich ein gezieltes, umfassendes Hygiene- management zu eigen. Prokurist Lars Lemke im Interview. Seite 8 Universität trifft Praxis Mitte November wird unter Leitung von Prof. Dr. Borsay der Internationale Im- plantologiekongress der European Aca- demy of Implant Dentistry – EURO OSSEO® – stattfi nden. Seite 11 No. 10/2016 · 13. Jahrgang · 5. Oktober 2016 · PVSt. 64494 · Einzelpreis: 3.00 CHF STARK IM POLIEREN! ANZEIGE Die Standardprämie steigt 2017 müssen durchschnittlich 4,5 Prozent mehr entrichtet werden. www.kenda-dental.com Phone +423 388 23 11 KENDA AG LI - 9490 VADUZ PRINCIPALITY OF LIECHTENSTEIN Zahnverlust mit Folgen Schlechter oraler Status = schlechte kognitive Fähigkeiten? DURHAM – Wissenschafter der Duke University haben im Journal of the American Society Geriatric eine Metastudie veröffentlicht, die den Rückschluss zulässt, dass der Verlust kognitiver Fähigkeiten in engem Zu- sammenhang mit der allgemeinen Mundgesundheit bzw. dem Verlust der Zähne stehen könnte. Für ihre Metaanalyse und dem daraus resul- tierenden Fazit bezogen die Autoren die Ergebnisse der von 1993 bis 2013 in diesem Kontext veröffentlichten Studien mit ein. Es gibt Publikatio- nen die berichten, dass Menschen mit weniger als 20 Zähnen einer 20 Prozent höheren Gefahr ausgesetzt sind, eine Beeinträchtigung der kog- nitiven Fähigkeiten zu erleiden. Die Autoren geben jedoch zu bedenken, dass die Kausalität – oraler und kog- nitiver Status – nach wie vor nicht hinreichend untersucht sei. DT Quelle: ZWP online BERN – Die Standardprämie der obligatorischen Krankenpfl egeversi- cherung (OKP) steigt im nächsten Jahr je nach Kanton zwischen 3,5 und 7,3 Prozent. Die durchschnittliche Erhöhung von 4,5 Prozent für 2017 gilt für die Grundversicherung einer er- wachsenen Person mit 300 Franken Franchise und Unfalldeckung. Kinderprämien steigen stärker an Die Prämien für Kinder steigen im Durchschnitt um 6,6 Prozent, bei den jungen Erwachsenen zwischen 19 und 25 Jahren erhöhen sie sich um 5,4 Prozent. Die stärkere Erhö- hung der Kinderprämien erfolgt, weil die Prämien in den letzten Jah- ren die Kosten nicht mehr zu decken vermochten. Risikoausgleich: Versicherer unterschiedlich betroffen Die weitere Verfeinerung des Ri- sikoausgleichs führt dazu, dass Ver- Zahnarzt praktizierte trotz Berufsverbot Neues Urteil gegen renitenten Fachkollegen. ST. GALLEN – Bereits seit einigen Jahren streitet sich ein ehemaliger Zahnarzt mit den Schweizer Gerich- ten: Erst im Juli wurde er von der Vorinstanz zu einer Geldstrafe von und somit seinen Berufspfl ichten nicht nachzukommen. Infolgedes- sen kam es zum Entzug der Be- rufserlaubnis durch das Gesund- heitsdepartement. mium nicht anerkenne. Am Ende des Prozesstages wurde er zu einer Geldstrafe von 3’600 Franken sowie einer Busse von 2’000 Franken ver- urteilt. © anews/Shutterstock.com sicherer mit vielen gesunden Versi- cherten ab 2017 mehr Geld in den Ausgleich einzahlen müssen. Kran- kenkassen mit Versicherten, die viele medizinische Leistungen benötigen, erhalten wiederum mehr Geld aus diesem Ausgleichstopf. Die vier grössten Kostenblöcke Rund 80 Prozent der Kosten in der OKP fallen in vier Bereichen an: Behandlungen bei Ärzten mit eige- ner Praxis, im stationären und im spital-ambulanten Bereich sowie bei kassenpfl ichtigen Arzneimitteln. Die Kosten im Gesundheitswe- sen nehmen zu aufgrund der demo- grafi schen Entwicklung, des medizi- nisch-technischen Fortschritts sowie des Mengenwachstums. Das EDI hat Massnahmen eingeleitet, um die Gesundheitskosten um mehrere hundert Millionen Franken pro Jahr zu reduzieren. Zudem prüft das EDI zusätzliche Massnahmen und ana- lysiert Modelle anderer europäischer Länder, um das zu starke Mengen- wachstum in den Griff zu be- kommen. DT Quelle: Bundesamt für Gesundheit ANZEIGE © Rommel Canlas/Shutterstock.com 5’600 Franken verurteilt. Dieses Ur- teil hat das Kantonsgericht St. Gallen nun abgemildert. Der Rechtsstreit begann 2012 mit dem Einreichen einer Aufsichts- beschwerde, in der dem Zahnarzt vorgeworfen wurde, sich nicht regel- mässig fortzubilden, Behandlungen nicht sachgemäss durchzuführen Trotz fehlender Berufserlaubnis praktizierte der mittlerweile 70-jäh- rige Zahnarzt weiter und legte mehr- mals Beschwerde gegen das Urteil ein. Zuletzt stand der Angeklagte Anfang Juli vor dem Kreisgericht Rorschach, wobei er darauf bestand, sich selbst zu verteidigen und ausser- dem verkündete, dass er das Gre- Das Kantonsgericht St. Gallen hat jetzt die Strafe auf 80 Tagessätze à 10 Franken und einer Busse von 1’000 Franken abgemildert, ausserdem muss der Angeklagte drei Viertel der Gerichtskosten übernehmen. DT Quelle: ZWP online
2 Statements & News DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Universitätsranking Bern und Zürich sind unter den Top 50. BERN – Im jährlich durchgeführten QS-Universitätsranking haben es die Schweizer Universitäten Bern und Zürich im Fach Zahnmedizin auch in diesem Jahr unter die weltweit ausgezeichneten Top 50 geschafft. Bern belegt Platz 23, Zürich ist auf Platz 25. Damit sind die beiden Standorte die am besten platzierten Universitäten im deutschsprachigen Raum. Mit den „QS World University Rankings“ werden weltweit Hoch- schulen bewertet und individuelle Ranglisten für einzelne Studienfä- cher erstellt. Durchgeführt wird das Ranking von der im Jahre 1990 gegründeten Firma Quacquarelli Symonds. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 42 Fächer von circa 900 Universitäten weltweit bewertet. Seit 2011 wird zusätzlich jähr- lich das fächerspezifische „QS World University Rankings by Subject“ durchgeführt. Im Gegensatz zum institutionellen Ranking wird hier nicht die Gesamtuniversität bewer- tet, sondern einzelne Fächer, wie z. B. die Zahnmedizin, die Humanmedi- zin, die Chemie etc. Anhand von vier Indikatoren (Zitationen der wissen- schaftlichen Paper, H-Index und Reputationsumfragen bei Wissen- schaftern sowie Arbeitgebern) wer- den Rangierungen der einzelnen Fä- cher erstellt. Kleinere Universitäten haben dabei in der Regel schlechtere Aussichten, weit vorne im Ranking genannt zu werden. Die Universität Genf ist im Jahre 2016 mit dem Platz 49 ebenfalls unter den Top 50 im Fach Zahnme- dizin aufgeführt. Den ersten Platz hat in diesem Jahr die Universität von Hongkong belegt, gefolgt von der Universität Michigan (USA) und dem Karolinska Institutet in Stock- holm (Schweden). DT Quelle: zmk bern news Neuer SSP-Präsident Dr. Patrick Gugerli aus Neuchâtel gewählt. BERN – Anfang September wurde auf der Mitgliederversammlung der Dr. Patrick Gugerli SSP, die während der 46. Jahres- tagung der Fachgesellschaft durch- geführt wurde, ein neuer Präsident gewählt. Prof. Dr. Dr. h.c. Anton Sculean, der seit 2012 im Amt war, übergab den Vorsitz an Dr. Patrick Gugerli, bisheriges Vorstandsmit- glied der SSP. Dr. Gugerli ist seit 2007 Fach- zahnarzt für Parodontologie und ar- beitet in eigener Praxis in Neuchâtel. Der ehemalige Oberassistent der Universität Genf, Division de paro- dontologie (Prof. Dr. Andrea Mom- belli), ist heute externer Instruktor am Zentrum für Zahn medizin der Universität Zürich, Klinik für Prä- ventivzahnmedizin, Paro dontologie und Kariologie (Prof. Dr. Thomas Attin) und externer Oberarzt an der Zahnmedizinischen Klinik der Uni- versität Bern, Klinik für Parodonto- logie (Prof. Sculean). DT IMPRESSUM Verlag Oemus Media AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: +49 341 48474-0 Fax: +49 341 48474-290 kontakt@oemus-media.de www.oemus.com Verleger Torsten R. Oemus Verlagsleitung Ingolf Döbbecke Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller Chefredaktion Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner (ji) V.i.S.d.P. isbaner@oemus-media.de Redaktionsleitung Majang Hartwig-Kramer (mhk) m.hartwig-kramer@oemus-media.de Anzeigenverkauf Verkaufsleitung Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller hiller@oemus-media.de Anzeigendisposition Marius Mezger m.mezger@oemus-media.de Lysann Reichardt l.reichardt@oemus-media.de Bob Schliebe b.schliebe@oemus-media.de Layout/Satz Matthias Abicht abicht@oemus-media.de Projektmanagement/Vertrieb Nadine Naumann n.naumann@oemus-media.de Lektorat Hans Motschmann h.motschmann@oemus-media.de Produktionsleitung Gernot Meyer meyer@oemus-media.de Marion Herner m.herner@oemus-media.de Erscheinungsweise Dental Tribune Swiss Edition erscheint 2016 mit 12 Ausgaben, es gilt die Preisliste Nr. 7 vom 1.1.2016. Es gelten die AGB. Druckerei Dierichs Druck+Media GmbH, Frankfurter Str. 168, 34121 Kassel, Deutschland Verlags- und Urheberrecht Dental Tribune Swiss Edition ist ein eigenständiges redaktionelles Publikationsorgan der OEMUS MEDIA AG. Die Zeitschrift und die enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt besonders für Vervielfältigungen, Übersetzun- gen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Einverständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausgesetzt, sofern nichts anderes vermerkt ist. Mit Einsen- dung des Manuskriptes geht das Recht zur Veröffentlichung als auch die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken zur Herstellung von Sonderdrucken und Fotokopien an den Verlag über. Für un verlangt eingesandte Bücher und Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Mit anderen als den redaktionseigenen Signa oder mit Verfassernamen gekennzeichnete Beiträge geben die Auffassung der Verfasser wieder, welche der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Autor des Beitrages trägt die Verantwortung. Gekennzeichnete Sonderteile und Anzeigen befinden sich ausserhalb der Verantwortung der Redaktion. Für Verbands-, Unterneh- mens- und Marktinformationen kann keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung für Folgen aus unrichti- gen oder fehlerhaften Darstellungen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Gerichtsstand ist Leipzig, Deutschland. Gratulation „Venia Docendi“ für Dr. med. dent. Simon Flury. BERN – Nach erfolgreicher Habilita- tion hat die Universität Bern Herrn Dr. med. dent. Simon Flury die Lehr- berechtigung („Venia Docendi“) er- teilt und ihm den Titel „Privatdo- zent“ (PD) verliehen. PD Dr. Simon Flury wurde 1980 geboren und hat 2005 in Bern das Zahnmedizinstu- dium abgeschlossen. Anschliessend arbeitete er einerseits in einer Privat- praxis als Familienzahnarzt und an- dererseits an seiner Doktorarbeit, welche er 2007 abschliessen konnte. Im Frühling 2009 trat Simon Flury eine Stelle an der Klinik für Zahner- haltung, Präventiv- und Kinder- zahnmedizin an den Zahnmedizini- schen Kliniken der Universität Bern an. Im Herbst 2011 verbrachte er einen zwölfmonatigen Aufenthalt an der Ludwig-Maximilians-Universi- tät in München. Simon Flury ist in der For- schung (Bereich zahnärztliche Ma- terialkunde), in der Lehre (Vorle- sungen, Weiterbildungen und Prak- tika für Studierende bzw. Zahn- ärzte) sowie in der Dienstleistung (Zahnbehandlungen in Vollnar- kose) tätig. DT Quelle: Universität Bern Strategische Flexibilität erhöht Straumann kauft für CHF 200 Mio. rund 530’000 eigene Aktien von GIC zurück. BASEL – Straumanns zweitgrösster Einzelaktionär, die GIC Private Li- mited (GIC), welche die Staatsfonds von Singapur verwaltet, hat ihre Be- teiligung an der Straumann Holding AG von 14 Prozent auf unter 5 Pro- zent reduziert. Die entsprechenden 1,4 Millionen Aktien wurden mittels © Straumann Gilbert Achermann eines beschleunigten Orderbuch- Verfahrens an institutionelle Inves- toren und an Straumann veräussert. Dieses wurde von J.P. Morgan Secu- rities plc als Konsortialführer am 30. August nach Börsenschluss ge- startet und konnte bereits erfolg- reich abgeschlossen werden. Im Rahmen des Ver- fahrens wurden Strau- mann rund 530’000 Aktien zu einem Kaufpreis von CHF 200 Mio. zugeteilt. Dies entspricht einem zu- sätzlichen Preisabschlag von einem Prozent gegenüber den am Markt platzierten Aktien. Verwaltungsratspräsident Gil- bert Achermann erklärte: „Dies ist eine gute Gelegenheit, uns ein signi- fikantes Aktienpaket zu sichern und als eigene Aktien zu halten, was uns strategische Flexibilität durch eine Reihe von Handlungsoptionen gibt; darunter die Möglichkeit, einen wei- teren Ankeraktionär für die Gruppe zu finden und/oder eine mögliche Kapitalreduktion.“ Straumanns starker Cash Flow hat trotz jüngster Firmenzukäufe und Wachstumsinvestitionen den Aufbau einer Liquiditätsposition von über CHF 300 Mio. ermöglicht. Die Gruppe nutzt daher den über- wiegenden Teil ihrer aktuell über- schüssigen Liquidität, um den Ak- tienrückkauf zu finanzieren. DT Quelle: Straumann Unternehmen breit aufgestellt Sulzer schliesst Akquisition von GEKA ab. WINTERTHUR – Sulzer teilt mit, dass das Unternehmen die Akquisi- tion von GEKA abgeschlossen hat. Sulzer wird sofort mit der Inte- gration von GEKA beginnen, um kontinuierlichen Kundenfokus so- wie Qualität sicherzustellen. Durch diese Transaktion ver- doppelt Sulzer die Grösse seiner pro- fitabelsten Geschäftseinheit Sulzer Mixpac Systems (SMS). SMS er- reicht nun eine bedeutende indus- trielle Grösse und ist geografisch sowie in den Marktsegmenten breit aufgestellt. SMS ergänzt seine führende Po- sition im Dentalmarkt sowie im Seg- ment industrieller Klebstoffe mit der führenden Position von GEKA in der Kosmetikindustrie. Damit vergrös- sert die Geschäftseinheit ihr attrakti- ves und kaum zyklisches Portfolio, das die hochpräzise Herstellung von Kunststoffteilen durch Spritzgiessen für B2B-Endmärkte umfasst. Greg Poux-Guillaume, CEO von Sulzer, sagte: „Die Teams von GEKA und SMS arbeiten gut zusammen, sodass wir die Transaktion früher als geplant abschliessen können. Wir heissen GEKA herzlich in der Sulzer- Familie willkommen und freuen uns darauf, nun die Integration anzu gehen.“ DT Quelle: Sulzer
DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 International News 3 Neue Methode, um Kariesbakterien aufzuspüren Mit eisenhaltigen Nanopartikeln Plaque zu Leibe rücken und Karies verhindern. PHILADELPHIA – Plaque ist nicht nur unschön anzusehen, sondern auch das ideale Versteck für Karies- bakterien. Mit einfachem Zähneput- zen sind sie so nicht zu erreichen. For- scher der University of Pennsylvania haben jetzt aber eine Methode ent- deckt, die die Kariesbakterien in ihrem schwer zu durchdringenden Biofi lm abtötet. Selbst mit traditionellen, antimi- krobiellen Therapien können Karies- bakterien wie Streptococcus mutans in der Plaque, die aus einem klebstoff- artigen Polymergerüst besteht, nur schwer erreicht werden. Die amerika- nischen Wissenschafter setzten eisen- haltige Nanopartikel ein, die durch ihre pH-Empfi ndlichkeit und enzym- ähnlichen Eigenschaften von Per- oxidase die Wirkung von Wasserstoff- peroxid so beeinfl ussten, dass dieses freie Radikale produzierte. Diesen ist es wiederum möglich, sowohl die Plaque abzubauen als auch die enthal- tenen Karies verursachenden Bakte- © Lighthunter/Shutterstock.com rien abzutöten. Die Wirksamkeit die- ser Methode soll 5’000-fach stärker sein als die traditionellen Therapien. Nanopartikel Zudem haben die Nanopartikel einen weiteren Vorteil: Das Wasser- stoffperoxid wirkt in einer sehr ge- ringen Konzentration gezielt in der Plaque, womit Reizungen der Mund- schleimhaut vermieden werden. In Tierversuchen mit Ratten wurden die Nanopartikel zweimal pro Tag für eine Minute auf die Zähne aufgetra- gen und ein Kariesausbruch verhin- dert, ausserdem wurde keinerlei Schä- digung des Zahnfl eischs beobachtet. Es reicht bereits eine Wasserstoffper- Durch das Auftragen der Eisenoxid-Nanopartikel konnten Kavitäten bei Ratten deutlich reduziert werden. (© University of Pennsylvania) oxidkonzentration von einem Pro- zent, was zum einen Kosten spart und zum anderen deutlich unter der Kon- zentration von drei bis zehn Prozent bei einer professionellen Zahnreini- gung liegt. Aktuell wollen die Forscher die Nanopartikel noch weiterentwickeln, bevor sie perfektioniert auf den Markt kommen. DT Quelle: ZWP online ANZEIGE Oberfl ächenchemie führt zu innovativen Produkten Internationales Forscherteam sagt vielfältige Einsatzmöglichkeiten voraus. BASEL – Chemische Reaktionen auf Oberfl ächen können zu neuen che- mischen Verbindungen führen, die bisher in Lösung nicht synthetisiert wurden. Die Ausgangs-, Zwischen- und Endprodukte lassen sich da- bei mithilfe eines hochaufl ösenden hochaufl ösenden Rasterkraftmikro- skopen lassen sich die chemischen Reaktionen auf der Oberfl äche Schritt für Schritt verfolgen. Die er- haltenen Daten erlauben zudem die Berechnung der genauen molekula- ren Struktur und der Energetik der Reaktionsschritte. Mit seinen Untersuchungen hat das internationale Forschungsteam gezeigt, dass Oberfl ächenchemie zu neuen Produkten führen kann. „Diese äusserst reine Form der Che- Kaum Braunverfärbung und sogar gut im Geschmack. Curasept adS® ist die Chlorhexidin-Mundspülung, die sowohl Braunverfärbungen als auch Beeinträchtigungen des Geschmacksempfindens auf ein kaum bemerkbares Mass reduziert – und das bei voller CHX-Wirkung und ohne alkohol. Curasept adS® ist die nummer eins bei über tausend Schweizer Zahnärzten: volle CHX- Wirkung, kaum nebenwirkungen, maximale Compliance. neu Katalysiert durch die Kupferatome der Oberfl äche, verändert das Ausgangsprodukt bei einer graduellen Temperaturerhöhung seine chemische Struktur und räumliche Anordnung. (Illustration: Universität Basel, Departement Physik) Rasterkraftmikroskops genau ana- lysieren. Dies zeigen Wissenschafter des Swiss Nanoscience Institute und des Departements Physik der Uni- versität Basel zusammen mit Kolle- gen aus Japan und Finnland in der Fachzeitschrift Nature Commu- nications. Bei zahlreichen nanotechnologi- schen Anwendungen werden ein- zelne Moleküle auf Oberfl ächen platziert, damit sie bestimmte Funk- tionen erfüllen – beispielsweise elek- trischen Strom zu leiten oder ein Lichtsignal auszusenden. Im Ideal- fall synthetisieren die Wissenschaf- ter diese teilweise recht komplexen chemischen Verbindungen direkt auf der Oberfl äche. Mithilfe von ultra- mie liefert uns massgeschneiderte Nanostrukturen auf Oberfl ächen, die vielfältig eingesetzt werden kön- nen“, kommentiert Prof. Dr. Ernst Meyer von der Uni Basel die Arbei- ten, die massgeblich von Dr. Shigeki Kawai durchgeführt wurden. DT Quelle: Universität Basel Orginalbeitrag: Shigeki Kawai, Ville Haa- pasilta, Benjamin D. Lindner, Kazukuni Tahara, Peter Spijker, Jeroen A. Buiten- dijk, Rémy Pawlak, Tobias Meier, Yoshito Tobe, Adam S. Foster and Ernst Meyer: Thermal control of a sequential on-sur- face transformation of a hydrocarbon molecule on copper surface; Nature Communications (2016), doi: 10.1038/ ncomms12711. Curasept ADS® Perio und Curasept ADS® Implant desinfizieren nicht nur, sondern unterstützen so- gar den Heilungsprozess. Curaden aG | 8953 dietikon www.curaprox.com
4 International Science DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Wann und warum ist der Einsatz eines Lasers sinnvoll? Der Einsatz der besten Technologien und Instrumente dient dem Wohl Ihrer Praxis und verschafft Ihnen zufriedenere Patienten. Ein Anwenderbericht von Prof. Mauro Labanca und Dr. Elena Rosina, Mailand, Italien. s c h e i n b a r attraktiven Angebote zu berücksichti- gen, die Tag für Tag feilge- boten werden. Mir liegt daran, meinen Patien- ten mithilfe der besten verfügba- ren Technologien und Instrumente h ö c h s t m ö g l i c h e Qualität zu bieten. Ärzte sind der Mei- nung, die Auswahl der richtigen Instru- mente biete für die täglichen Abläufe ge- nügend Möglichkeiten, und finanzielle Investiti- onen in „attraktive Ange- bote“ seien schlichtweg nicht ge- rechtfertigt. Der Einsatz der besten Technologien und Instrumente dient dem Wohl Ihrer Praxis und verschafft Ihnen einen glücklicheren und zufriedeneren Patientenstamm. Für die Weichgewebechirurgie werden normalerweise drei unter- schiedliche Optionen in Betracht gezogen: das Skalpell, das Elektro- chirurgie- bzw. Diathermiegerät und der Diodenlaser. Diese Optio- nen unterschieden sich hinsicht- lich Hämostase, Heilungszeit, Breite und Präzision des Schnitts, Erfor- dernis einer Anästhesie während der Behandlung sowie Anschaf- fungskosten für die Geräte. In der vorliegenden Arbeit werde ich mich auf die Analyse der Vor- und Nachteile der Elektrochirurgie im Vergleich zum Diodenlaser kon- zentrieren. Das Für und Wider des Skalpells wurde in der Fachlitera- tur bereits hinreichend beschrie- ben und untersucht und bedarf meiner Ansicht nach keiner weite- ren gründlichen Analyse. Im Alltag einer zahnärztlichen Praxis gibt es viele Gründe für den Einsatz dieser Instrumente: Frenektomien, Abszessdrainagen, Desinfektion von Wurzelkanälen, Gingivektomien, chirurgische Kro- nenverlängerung, Hilfe beim Her- 2 Abb. 2: Elektronische Skalpelle. den Zellen. Bei Temperaturen unter 100 °C wird eine hämostati- sche Wirkung erzielt; beträgt die Temperatur mehr als 100 °C, wer- den Zellen zerstört und das Ge- webe wird geschnitten. Auf keinen Fall darf das Gerät mit zu hoher Temperatureinstellung angewandt werden, da es dann zu einer Karbo- nisierung des Gewebes kommt und der Heilungsprozess entsprechend verzögert wird. Das Elektrochirur- Kanalspülung ermöglicht. Die Verwendung des Lasers bei der en- dodontischen Behandlung unter- stützt diese positiv und macht die Behandlung somit zuverlässiger. Die 445-, 970- und 660-nm-La- serstrahlung des SIROLaser Blue wird durch drei verschiedene Di- oden im Innern des Bedienteils er- zeugt und über Quarzfasern zum Behandlungsbereich geleitet. Die Lichtstrahlen werden vom Gewebe 3 4 5 Abb. 3: Sterilisierbare Spitzen des Elektrochirurgiegerätes. – Abb. 4: Sirona Handstück mit Spitze. – Abb. 5: Handstück und Spitze des Elektrochirurgiegerätes. Elektrochirurgie vs. Diodenlaser-Chirurgie In diesem Zusammenhang werde ich mich mit einem Thema befassen, das in Fachkreisen kon- trovers diskutiert wird: Ist die Elektro- oder die Diodenlaser- Chirurgie die beste Option für die Patienten? Die kürzlich erfolgte Einführung eines neuen Dioden- lasers mit innovativer Wellen- länge und blauem Licht wurde als mögliche Revolution in der Welt der Diodenlaser vermarktet und hat auch in diese Diskussion Ein- zug gefunden. stellen von Abformungen und zahlreiche weitere Vorgänge und Massnahmen. Elektrochirurgie- bzw. Diathermiegeräte Ein Elektrochirurgiegerät ist ein elektronischer Oszillator, ein sogenannter HF-Generator, der ein Hochfrequenzsignal erzeugt. Der thermische Effekt auf das be- handelte Gewebe kann je nach Temperatur unterschiedliche Trans- formationen der Zellen bewirken. Beträgt die Temperatur weniger als 100 °C, verdampft das Wasser in giegerät besteht aus einer (gross- flächigen) Neutralelektrode, die an den Patienten angelegt wird, und einer aktiven Elektrode, die sich im vom Behandler geführten „Hand- stück“ befindet (Tabelle 1.1). Diodenlaser Der SIROLaser Blue deckt mit einer Wellenlänge von 445 nm als einzelnes Instrument die unter- schiedlichsten klinischen Indika- tionen ab und bietet zahlreiche Möglichkeiten (siehe Tabelle 1.2). Von den vielen Einsatzmög- lichkeiten soll hier beispielhaft die Anwendung in einem einfachen Fall von Fibromexzision behandelt werden. Der Ort der entstandenen Läsion weist keine Reizungen, postoperativen Blutungen und kei- nerlei Narbengewebe auf. Dasselbe gilt für Frenektomien, Gingivekto- mien, Exzision von Mukozelen usw. Bei der Abformung von Zahn- stümpfen ist kein Retraktions- faden mehr erforderlich. Die Prä- parationsgrenzen werden klar de- finiert, poliert und getrocknet, damit bei der Entnahme der Ab- formung eine optimale Technik angewandt werden kann. Die Laserstrahlen dringen zudem tiefer in die Dentinkanäl- chen ein, als es die herkömmliche absorbiert und in Wärme umge- wandelt, die zum Schneiden, zur Koagulation, Keimreduktion und Desensibilisierung eingesetzt wer- den kann. Zwei unterschiedliche Vorteile · Kostengünstig · Schnell · Set mit mehreren autoklavierbaren Spitzen · Optimale Hämostase Nachteile · Unpräzise Schnitte aufgrund gerin- ger taktiler Kontrolle · Anwendung im Bereich metallischer Strukturen (z. B. Implantate) nicht möglich · Anwendung bei Patienten mit Herzschrittmacher nicht möglich · Risiko von Karbonisierung des Ge- webes · Keine Biostimulation des Gewebes oder bakterielle Dekontamination · Anästhesie häufig erforderlich · Bei zu naher Anwendung am Kno- chen Gefahr von Osteonekrose · Bei Anwendung des Geräts bei Dia- betikern oder mit Strahlentherapie behandelten Patienten ist äusserste Vorsicht geboten · Begrenzter Anwendungsbereich Tabelle 1.1 Fortsetzung auf Seite 6  1 Abb. 1: SIROLaser Blue. Als Berufseinsteiger mit erst kürz- lich erhaltener Zulassung habe ich während meiner Tätigkeit im Be- reich der Kieferorthopädie den Eindruck erlangt, dass dieses Ge- biet der Zahnheilkunde mit eini- gen Schwierigkeiten verbunden ist. Die Kieferorthopädie ist der- zeit ein Tätigkeitsfeld, das in hohem Masse von Konkurrenz- denken geprägt ist und in dem fi- nanzielle Aspekte bedauerlicher- weise einen grösseren Stellenwert besitzen als die persönliche oder fachliche Weiterentwicklung. Zudem liegt das Hauptaugen- merk auf den kieferorthopädischen Instrumenten, Geräten und Tech- nologien, die den Zahnärzten, die auf diesem speziellen Gebiet tätig sind, grosse Unterstützung bieten. Ohne die verschiedenen Instru- mente und Technologien wären wir nicht in der Lage, unser Potenzial vollständig auszuschöpfen oder unsere Kompetenz unter Beweis zu stellen, bestätigt auch Prof. Mauro Labanca. Ich werde mich deshalb auf den grundsätzlichen Prozess der Auswahl und Beschaf- fung geeigneter Geräte und In- strumente konzentrieren, ohne die 6 Abb. 6: SIRONA Einmalspitze (steril).
NEU: BiGaiaTM ProDentis® Lactobacillus reuteri Prodentis® klinisch geprüft Zutaten: Isomalt (Zuckeraustauschstoff), Lactobacillus reuteri Prodentis® (L. reuteri DSM 17938 + L. reuteri ATCC PTA 5289), Palmöl, Pfefferminzgeschmack, Mentholgeschmack, Pfefferminzöl und Süssungsmittel (Sucralose). Nettogewicht pro Tablette: 800 mg. Kann bei übermässigem Konsum abführend wirken. Verzehrempfehlung: 1-2 Lutschtabletten pro Tag. Langsam 1 Tablette im Mund zergehen lassen. Bevorzugt nach dem Zähneputzen. Nahrungsmittel mit Minzgeschmack. Vertrieb: Streuli Pharma AG Für ein gutes Mundgefühl! d _ 6 1 0 2 _ 4 0 _ 3 4 0 4
6 International Science DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Chirurgie Endodontie Parodontologie Sonstiges Abszess Implantatfreilegung Keimreduktion in der Endodontie Laser-Kürettage Aphthen Epulis Fibrom Inzisionen/Exzisionen Gangrän-Keimreduktion Paro-Keimreduktion Bleaching Operkulektomie Pulpotomie Periimplantitis Desensibilisierung Frenektomie Sulkuserweiterung usw. usw. eine Eigenschaft, die bisher der Elektrochirurgie vorbehalten war. Die Absorption von blauem Licht mit einer Wellenlänge von 445 nm ist in Weichgewebe weitaus höher, wodurch sich die Eindringtiefe besser steuern lässt und das Risiko schädlicher Läsionen verringert wird. Dank der geringen Absorp- tion in Wasser wird weniger Wärme im angrenzenden Gewebe erzeugt. Die Lichtenergie wird von Hämoglobin und Melanin beson- ders gut aufgenommen. Dadurch erreicht der blaue Laserstrahl eine 100 Mal bessere Absorption als in- frarotes Licht. So werden präzise, atraumatische Schnitte in hoher Geschwindigkeit ermöglicht. Klinischer Fall Ein junger Patient kam erneut in unsere Praxis und klagte über Schmerzen, Entzündungen, Mund- geruch und festsitzende Essens- reste im Bereich der unteren, drit- ten Molaren. Die objektive klini- sche Untersuchung ergab: 48 und 38 teilweise mit Perikoronitis. In Übereinstimmung mit sämtlichen Leitlinien, die zur Be- handlung der drei Molaren vorlie- gen (Avulsion oder Erhaltung samt angrenzendem Gewebe) entschie- den wir uns für einen Behand- lungsplan zur Zahnerhaltung. Nach Information und Einwil- ligung des Patienten wurde zu- nächst eine Operkulektomie der beiden Achter durchgeführt. Bei Zahn 48 kam der SIROLaser Blue und bei Zahn 38 das Elektrochirur- giegerät zum Einsatz. Beide Ver- fahren wurden beim selben Besuch vom selben Zahnarzt vorgenom- men. Bei Zahn 38 erfolgte eine In- jektionsanästhesie, während bei Zahn 48 lediglich ein Oberflächen- anästhetikum appliziert wurde. Bei Zahn 48 wurde den fallspezifischen Indikationen entsprechend die 445-nm-Wellenlänge (blauer Laser) verwendet, sodass sichergestellt war, dass es zwischen der Laserspitze und dem zu behandelnden Gewebe kei- nen direkten Kontakt gab (Non-Kon- takt-Modus). Bei einer Kontrolle nach sieben Tagen zeigten sich Heilungsunter- schiede auf beiden Seiten. In dem mit dem Laser behandelten Bereich war mehr fibröses, entzündungs- freies Gewebe zu sehen, während sich in dem elektrochi rurgisch be- handelten Bereich eine leichte Ent- zündung und ein weniger fortge- schrittener Heilungsprozess zeigte. Anhand der VAS-Skala ermit- telten wir zudem die postoperati- ven Schmerzen des Patienten. Dabei erzielte die mit dem Laser behandelte Seite bessere Ergeb- nisse. Fazit Die Kieferorthopädie besteht nicht allein aus chirurgischen Ein- griffen, sondern umfasst zahlrei- che, teils simple, teils hochkom- plexe Verfahren, mit denen wir Tag für Tag sämtliche Anforderungen unserer Patienten erfüllen müssen. Meiner Ansicht nach reicht die Elektrochirurgie nicht mehr aus, um den vielen klinischen Anforde- rungen gerecht zu werden. Ich halte es vielmehr für angebracht, sich für Investitionen zu entscheiden, die Vorteile · Gewebeschonend · Anwendung bei allen Patienten möglich, auch bei Trägern von Herz- schrittmachern · Anwendung im Bereich von Implan- taten oder metallischen Strukturen möglich · Keine Anästhesie erforderlich · Sterile Einmalspitzen · Kontaktlose Behandlung des Gewe- bes möglich · Schnellere Heilung ohne Narbenbil- dung, Bakterienreduktion · Kaum postoperative Schmerzen · Leichte Anwendung durch prakti- sches und kompaktes Design · Sterilisierbares Handstück · Etwa 21 klinische Indikationen · Anwendungen wie Chirurgie, Endo- dontie, Parodontologie, Schmerzthe- rapie · Anwendungsspeicher, Standardpro- gramme, abrufbare und konfigurier- bare Favoriten-Programme Nachteile · Laserschutzbrille erforderlich · Hohe Anschaffungskosten · Schulung erforderlich Tabelle 1.3 uns dabei unterstützen können, ohne ein zu grosses Instrumenta- rium für eine Vielzahl von klini- schen Situationen gewappnet zu sein. Ich glaube, es ist besser, ein In- strument zu wählen, das positive Ergebnisse gewährleistet und die grösstmögliche Anzahl von Indi- kationen umfasst. Diesen An- spruch erfüllt der SIROLaser Blue, wie zuvor dargelegt. Ich habe diesen innovativen Laser getestet und mit einem herkömmlichen Instrument, dem Elektroskalpell, verglichen. Dieser universell einsetzbare Laser hat mich wirklich beeindruckt und ich weiss seinen Wert zu schätzen. Die Investition in dieses Instrument bietet in der täglichen klinischen Praxis vielseitige Anwendungs- möglichkeiten und gewährleistet die besten Ergebnisse für meine Patienten. DT Kontakt Infos zum Autor Prof. Dr. Mauro Labanca Corso Magenta, 32 20123 Mailand, Italien Tel.: +39 02 804246 studio@maurolabanca.com Infos zur Autorin Dr. Elena Rosina rosinaelena@libero.it Gingivektomie usw. Gingivoplastik Tabelle 1.2  Fortsetzung von Seite 4 stehen Laser-Betriebsarten zur Verfügung. Im „continuous wave“- Modus wird ein ununterbrochener Laserstrahl erzeugt, solange der Laser aktiviert ist. So wird eine optimale Leistungssteuerung ge- 7 9 11 13 15 Hämostase Herpes Softlaser-Therapie währleistet, da die Maximalleis- tung der Durchschnittsleistung entspricht. In der zweiten Betriebs- art wird der Laserstrahl gepulst ab- gegeben, das heisst, er wird in re- gelmässigen Abständen unterbro- chen. Daraus ergibt sich eine bes- sere thermische Kontrolle, da sich das Gewebe während der Abschalt- phasen erholen kann. Die Nutzung der 445-nm-Wel- lenlänge stellt eine wahrhaftige In- novation dar und ermöglicht mit dem SIROLaser Blue kürzere Ope- rationszeiten dank der sehr viel schnelleren Schneidvorgänge – 8 10 12 14 16 Abb. 7: 48, präoperative Aufnahme. – Abb. 8: 38, präoperative Aufnahme. –Abb. 9: 48, Operkulektomie mit dem SIROLaser Blue. – Abb. 10: 38, Operkulektomie mit dem Elektrochirurgiegerät. – Abb. 11: 48, Operkulektomie mit dem SIROLaser Blue. – Abb. 12: 38, Operkulektomie mit dem Elektrochirurgiegerät. – Abb. 13: 48, Ergebnis mit dem SIROLaser Blue. – Abb. 14: 38, Ergebnis mit dem Elektrochirurgiegerät. – Abb. 15: 48, abgeschlossene Operkulektomie mit dem SIROLaser Blue. –Abb. 16: 38, abgeschlossene Operkulektomie mit dem Elektroskalpell.
DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 International Business 7 Schweizer Implantathersteller investiert in Indien Straumann übernimmt den indischen Dentalimplantat-Marktführer Equinox. Ende August gab Straumann die Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Übernahme von Equinox be- kannt, einem führenden Unterneh- men im rasch wachsenden Value- Segment des indischen Dental- implantat-Marktes. Die Akquisition ermöglicht es Straumann, im auf- strebenden indischen Markt mit sei- nem enormen Bedarf an verlässli- chen, effektiven und erschwingli- chen Zahnersatzlösungen Fuss zu fassen. Während das Schweizer Unter- nehmen Ressourcen bereitstellen wird, die Equinox für die weitere Entwicklung benötigt, profi tiert Straumann bei der Etablierung ihrer eigenen Premium-Marke in Indien vom Netzwerk, der Infrastruktur und vom lokalen Know-how von Equinox. „Unser Unternehmen ist sehr stolz, Teil der Straumann-Gruppe zu werden. Diese Investition und das Engagement von Straumann werden massgeblich zu einer qualitativ bes- seren Patientenversorgung in Indien beitragen und uns dabei helfen, Mil- lionen von Patienten in Indien und anderswo zu einem dauerhaften Lä- cheln zu verhelfen“, so der Gründer und CEO von Equinox, Dr. Shahvir Nooryez dan. Herausforderung indischer Implantatmarkt Ohne lokale Expertise, Distri- butionskanäle, Dentalnetzwerke und auf die Bedürfnisse der einhei- mischen Bevölkerung abgestimmte Produkte ist es kaum einem interna- tionalen Anbieter bisher gelungen, sich auf dem indischen Markt nach- haltig zu eta blieren. Equinox dage- gen hat in über 180 Städten des Lan- des erfolgreich ein Kundennetzwerk aufgebaut und sich so im Value- Segment eine führende Position er- arbeitet. Zwar haben mehrere Mil- Verstärkung für das D-A-CH Team Dr. Ralf Seltmann ist neuer Manager Clinical Affairs bei der TePe D-A-CH GmbH. m o c . k c o t s r e t t u h S / y n e g v e Y n bedienen könnten. Das Unternehmen ist zwar vergleichsweise klein, aber es wächst rasch und profi - tabel und es hat sich im Value-Segment bereits als führender Anbieter etab- liert. Wir freuen uns sehr, dass Dr. Shahvir Nooryezdan zu uns stos- sen und unser operatives Geschäft in Indien leiten wird. Unter seiner Füh- rung und mit den Res- sourcen, dem Know-how sowie der globalen Reich- weite von Straumann ist Equinox gut aufgestellt, um in Indien auch künf- tig einer der marktführen- den Anbieter zu sein“, so Marco Gadola, CEO der Straumann- Gruppe. DT i k n i r i h S © Quelle: Straumann ANZEIGE lionen Menschen in Indien Zugang zu Premium-Zahnersatz lösungen und können sich diese auch leisten. Sie sind jedoch die Ausnahme. Für die sehr grosse Masse der Bevölke- rung sind die Qualitätsimplantate un erschwing lich. Zu dem mangelt es an ausgebildeten Fachkräften. „Durch Equinox erhalten wir Zugang zu einem riesigen Markt, den wir mit unserer gegenwärtigen Struktur nicht erschliessen oder hypo-A Premium Orthomolekularia Optimieren Sie Ihre Parodontitis-Therapie! 55% Reduktion der Entzündungsaktivität in 4 Wochen! 60% entzündungsfrei in 4 Monaten durch ergänzende bilanzierte Diät S t u d i e n - g e p r ü f t ! HAMBURG – Seit Mai 2016 beklei- det Dr. Ralf Seltmann die Position des Manager Clinical Affairs beim schwedischen Mundhygienespezia- listen TePe D-A-CH GmbH in Hamburg. An der klinischen Schnittstelle zwischen Produzent und Markt wird sich Dr. Seltmann vor allem auf die Bereiche Clinical Affairs, KOL-Management und Clinical Education sowie, zusammen mit seinen zahnmedizinischen Kollegen in Malmö, auf die Entwicklung des Prophylaxeportfolios konzentrie- ren. „Diese wichtigen Disziplinen (Parodontologie und Prophylaxe) sind relevant für alle Altersgruppen und helfen, den grossen Volks- krankheiten Karies und Parodonti- tis wirksam vorzubeugen, während die Implantologie erst am Ende eines Zahnlebens steht“, so Dr. Selt- mann. „Parodontologie und Pro- phylaxe sind sehr wichtige Gebiete, deren Bedeutung aktuell auch be- sonders in den Fokus der Aufmerk- samkeit rücken. Den besonderen Ansprüchen an Mundhygienekon- zepte und -produkte wird bei TePe sowohl qualitativ als auch funktio- nell grosse Aufmerksamkeit ge- schenkt – für ein gesundes Lächeln ein Leben lang.“ DT Quelle: TePe ng/ml ) 8 - P M M a ( n a d e M i 30 25 20 15 10 5 0 aMMP-8 - Parodontitis-Studie 2011, Universität Jena Krank Alle aMMP-8-Werte konnten gesenkt werden! Gesund 50 % der Patienten 60 % der Patienten Start Itis I Itis II Itis III Itis IV 1. Monat 2. Monat 3. Monat 4. Monat hypo-A GmbH, Kücknitzer Hauptstr. 53, 23569 Lübeck Hypoallergene Nahrungsergänzung ohne Zusatzstoffe www.hypo-a.de | info@hypo-a.de | Tel: 0049 451 / 307 21 21 Nach 3 Monaten wurde die Therapie in dieser Gruppe erfolgreich abgeschlossen. Nach Itis-Protect III wurde die Behandlung mit Itis-Protect IV in der auf 4 Monate angelegten Studie fortgeführt. Itis-Protect I-IV Zur diätetischen Behandlung von Parodontitis • Stabilisiert orale Schleimhäute! • Beschleunigt die Wundheilung! • Schützt vor Implantatverlust! Info-Anforderung für Fachkreise Fax: 0049 451 - 304 179 oder E-Mail: info@hypo-a.de Studienergebnisse und Therapieschema hypo-A Produktprogramm Name / Vorname Str. / Nr. PLZ / Ort Tel. E-Mail shop.hypo-a.de IT-DTS 10.2016
8 International Interview DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Die Bedeutung der Infektionsprävention wächst zunehmend Ein Unternehmen, das weltweit agiert und sich ein gezieltes, umfassendes Hygienemanagement zu eigen macht. Lars Lemke, Prokurist der Schülke & Mayr GmbH, im Gespräch mit der Dental Tribune D-A-CH. Die Schülke & Mayr GmbH ist inter- national führend auf den Gebieten der Hygiene und Infektions- prä vention sowie des Mikrobio - logischen Qualitätsmanagements (MQM) und der chemisch-techni- schen Konservierung und bietet mit ihren Produkten umfassenden Schutz vor schädlichen Keimen. Schülke & Mayr hat seinen Sitz im schleswig-holsteinischen Norder- stedt und gehört seit 1996 zur franzö- sischen Air Liquide Gruppe. Dental Tribune : Herr Lemke, Schülke & Mayr wurde bereits 1889 gegründet und ist bis heute auf dem internationalen Markt im Bereich Desinfektion und Konservierung führend. Ein Schiffskapitän (Ru- dolf Schülke) und ein Kaufmann (Julius Mayr-Bertheau) hatten of- fensichtlich eine Erfolg verspre- chende Geschäftsidee. Womit fi ng damals alles an? Lars Lemke: Herr Schülke wollte die Menschen und die Ladung seiner Schiffe schützen. Aufgrund der schwierigen hygienischen Bedingun- antiseptikum, das von Ökotest bis heute bereits mehrfach mit „sehr gut“ ausgezeichnet wurde. 1996, im Jahr der Integration in den Air Li- quide Konzern, führt das Unterneh- men das Managementsystem für Qualität und Umwelt ein, validiert durch die EMAS. Schülke investiert stark: in die Zukunft des weltweit aktiven Unter- nehmens, wie in die Sicherung des Standortes Norderstedt vor den Toren Hamburgs. Dynamisch wach- send, arbeiten wir weiter daran, un- sere Rolle im Markt der Hygiene und der Infektionsprävention konti- nuierlich auszubauen. Auf welche Geschäftsfelder er- streckt sich Ihre Produktpalette? Wir bewegen uns auf drei Ebe- nen: Infektionsprävention, Indus- triehygiene und Spezialitätenche- mie. Die Bedeutung der Infektions- prävention wächst zunehmend, da immer mehr Mikroorganismen gegen Antibiotikaresistenzen ausbil- den. So wird es immer wichtiger, In- fektionen von vornherein zu verhin- Lars Lemke, Schülke & Mayr GmbH. Aspekten stellen auch gesetzliche Vorschriften hohe Anforderungen an eine systematische Produktions- und Personalhygiene. Schülke bietet auch dafür überzeugende, ganzheit- liche Lösungen. Qualitätsmanage- ment mit System umfasst Personal, heit weiter zu erhöhen und dem Per- sonal immer einfacher und schneller anwendbare Produkte zur Verfü- gung zu stellen. Schülke agiert weltweit. Wie viele Mitarbeiter zählen zum Unter- „Wir sind davon überzeugt, dass unsere Qualitäts- produkte weltweit einen Beitrag zum Schutz der Menschen leisten können.“ Jahre alle zwei sowohl die Hygiene- Medaille als auch den Hygiene- Preis. Wer bzw. was wird mit diesen Auszeichnungen ge- ehrt? Der Hygiene-Preis richtet sich an Universitäten und an die inter- disziplinäre Forschung, bei dem gezielt die Forschung und Entwick- lung in den Bereichen Hygiene und Mikrobiologie gefördert werden. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklung und Anwen- dung von Präven tionsstrategien und von antimikrobiell bzw. anti- viral wirksamen Stoffen und Ver- fahren zur Antiseptik, Desinfek- tion und Konservierung gelegt. Alle zwei Jahre werden Wissen- schaftler ausgezeichnet, die sich auf diesen Spezialgebieten besonders verdient gemacht haben. Zusätzlich wird die Hygieia- Medaille an Personen verliehen, die ihr Lebenswerk der Hygiene und Mikrobiologie gewidmet haben. Gestatten Sie mir noch eine letzte Frage, die Zukunft des Unterneh- mens betreffend. Wo sehen Sie Schülke im Jahre 2039 – zu Ihrem 150. Firmenjubiläum? Bis 2039 ist noch sehr viel Zeit, aber vielleicht schauen wir ge- meinsam auf das Jahr 2025. Aktu- ell sind wir marktführend in dem Bereich Infektionsprävention in der D-A-CH- Region und konnten in der jüngsten Vergangenheit durch Akquisitionen in Asien und Südamerika eine neue Plattform schaffen, sodass wir das Geschäft international nachhaltig weiter- entwickeln können. Unsere Mission – wir schützen Menschen weltweit – treibt unsere Mitarbeiter jeden Tag von neuem an und wir sind davon überzeugt, dass unsere Qualitätsprodukte weltweit einen Beitrag zum Schutz der Menschen leisten können. Daher sehe ich uns in 2025 in vielen weiteren Ländern in einer marktführenden Position, in der Kunden auf der ganzen Welt auf Schülke als Infektionspräventions- spezialisten vertrauen. Produktion, Planung, Schulung, Kontrolle und Dokumentation. Wir kennen die Anforderungen: Unsere Produkte, unsere Beratungskompe- tenz und unsere vielfältigen Service- leistungen gewährleisten ein perfek- tes Zusammenspiel. Zu den „Verkaufsschlagern“ gehö- ren auch die auf dem Wirkstoff Oc- tenidin basierenden Produkte, wie beispielsweise octenisept®. Warum sind diese Artikel so erfolgreich? Mit der Geburtsstunde des inno- vativen Wirkstoffes Octenidin Mitte der 1980er-Jahre begann der Sieges- zug eines neuen antimikrobiellen Wirkstoffs bei Schülke. Die Ergeb- nisse aus unserer eigenen Forschung bieten seitdem eine echte Alternative zu Chlorhexidin. Und so begann die Erfolgsgeschichte des Wirkstoffs mit octenisept® im Jahr 1990, denn die- ses war das erste Octenidin-basierte Arzneimittel und Schleimhaut-Anti- septikum auf dem Markt. 1995 ist die Zulassung auf die antiseptische Wundbehandlung erweitert worden. Vor allem dank der vielfältigen Ein- satzmöglichkeit des Wirkstoffes folg- ten in den Jahren viele neue Marken. Sie forschen im eigenen Hause? Ja, unsere Forschungs- und Ent- wicklungsabteilung umfasst aktuell 75 Mitarbeiter. Gemäss unserem Motto – wir schützen Menschen, ar- beiten wir an der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Pro- duktpalette, um die Patientensicher- gen an Bord ist man zur Entwicklung von Desinfektionsmittel gekommen. Dieses treibt Schülke bis heute an: we protect lives – all over the world! Der Grundstein für den Erfolg wurde mit dem weltweit ersten Mar- kendesinfektionsmittel lysol® gelegt, durch dessen Einsatz 1892 der Sieg über die Cholera-Epidemie in Ham- burg gelang. 1913 bringt das Unter- nehmen sagrotan® auf den Markt, das erste Markendesinfektionsmittel für den Endverbrauchermarkt. 1924 folgt das erste Markenbiozid für die Industrie. Zahlreiche weitere Pro- dukteinführungen mit entsprechen- der Patentierung prägen die folgen- den Jahrzehnte der Geschäftsent- wicklung. 1990 wird octenisept® eta- bliert, ein Schleimhaut- und Wund - dern. In ein gezieltes, umfassendes Hygienemanagement fl iessen bei Schülke die weltweit längsten Erfah- rungen auf diesem Gebiet ein. Seit 1889 entwickeln wir erstklassige Prä- parate und bieten zudem fachkun- dige Beratung und umfangreiche Serviceleistungen. Wir sind ge- schätzte Partner von Krankenhäu- sern, Facharztpraxen und Tageskli- niken. Schülke bietet für hochspezi- fi sche Ansprüche die optimalen, ganzheitlichen Lösungen. Optimale hygienische Bedin- gungen sind die beste Basis für die Gesunderhaltung des Menschen. Das gilt in besonderem Masse für die Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln, Kosmetika und Arz- neimitteln. Neben wirtschaftlichen nehmen und in welchen Ländern ist Schülke vertreten? Aktuell zählen 1.100 Mitarbei- ter weltweit zu Schülke, wovon 680 in Deutschland beschäftigt sind. Schülke hat eigene Niederlassungen in Australien, China, Frankreich, Grossbritannien, Indien, Italien, Malaysia, Neuseeland, den Nieder - landen, Österreich, Polen, Russ- land, der Schweiz, Singapur, der Slowakei und der Tschechischen Republik. Hinzu kommen zahlrei- che internationale Distributeure in vielen weiteren Ländern. 1972 wurde die Rudolf-Schülke- Stiftung gegründet. Diese verleiht Vielen Dank für das Gespräch. DT Das Firmengelände der Schülke & Mayr GmbH in Norderstedt.
DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Events 9 „Hart, aber fair!“ – Experten im Clinch fortbildungROSENBERG veranstaltet am 10. November 2016 eine Diskussionsrunde im FIFA World Football Museum in Zürich. ZÜRICH – Titan- oder Zirkon- implantat? Minimalinvasive oder konventionelle Behandlung? Eine erfolgreiche Therapie in der zahn- medizinischen Praxis setzt eine um- fassende und detaillierte Planung voraus. Dabei müssen im Vorfeld viele Fragen geklärt und Thera- Hart, aber fair! Fach-Know How im Clinch! Komplexe Fälle kontrovers diskutiert kontrovers diskutiert Zürich, FIFA World Museum World Museum FA W (direkt neben Bahnhof Enge) hof Enge) Donnerstag, 10. November 2016 10. November 2016 Bahnh g, 1 Dr. med. dent. . den Dr. m nt.n Claude Andreoni Andr re Clau eoni med ude A med Prof. Dr. med. dent. ofPro . dent. f. Dr. d Michael Bornstein cMic nstein n Bor chael Prof. Dr. med. dent. Prof . dent. Nicola Zitzmann Nico annma med d tzmZi Dr. f. D Zola Komplexe Fälle p ä plexe Fä p älle e Ko om Möglichkeiten und Grenzen lichkeiten und Grenzen d Grenzen en Mögllichkeiten und Mögl en und Hauptprobleme und Risiken Materialien Diskussion . Dr. med. dent. Dr. edme den t.nt Ueli Grunder Ueli Gru i G nder un r Dr. med. dent. t. Dr. med. D dent Michel Vo M ock Michel Vock Dr. Claude Andreoni Prof. Dr. Michael Bornstein Prof. Dr. Nicola Zitzmann Dr. Ueli Grunder Dr. Michel Vock pieoptionen gegeneinander abgewo- gen werden – vor allem bei komple- xen Fällen, die eine interdisziplinäre Herangehensweise erfordern. Was ist aus einer zahnärztlich-chirurgi- schen Sicht der beste Weg, was aus implantologischer, parodontologi- scher oder prothetischer? Hier kön- nen selbst unter Experten die Mei- nungen über den optimalen Thera- pieplan in unterschiedliche Rich- tungen gehen. Unter dem Motto „Hart, aber fair! Fach-Know How im Clinch!“ diskutieren Experten aus Wissen- schaft und Praxis über ihre Kon- zepte, Strategien und Gedanken bei der Planung von komplexen Fällen. Das passende Ambiente für eine sportliche Diskussion am 10. No- vember 2016 liefert dabei das FIFA World Football Museum in Zürich. Im Abendseminar von 17 bis 21 Uhr darf jeder seinen Standpunkt ver- treten – auch die Teilnehmer sind zur regen Beteiligung aufgefordert. Unter Moderation von Dr. Claude Andreoni und Prof. Dr. Michael Bornstein verspricht dies eine span- nende Diskussion zu werden. Ist immer alles nötig, was auch möglich ist? Die drei Experten der Runde, Prof. Dr. Nicola Zitzmann, Dr. Ueli Grunder und Dr. Michel Vock, stellen ihre Herangehenswei- sen bei der Planung komplexer Fälle zur Diskussion. Auch die Teilnehmer des Abend- seminars sind aufgefordert, Fälle aus der eigenen Praxis beizusteuern. Informationen zu Programm und Anmeldung erhalten Sie unter www.fbrb.ch. DT Quelle: fortbildungROSENBERG ANZEIGE MIXPAC™ Colibri Macht es einfach, flexibel zu sein. Bis 180º biegbar 360º rotierbar MIXPAC™ erleichtert Ihre Arbeit. Weltklasse aus der Schweiz. Die Original-Mischkanülen aus der Schweiz perfektio- nieren das Mischen, Applizieren und Dosieren von Multikomponenten-Materialien. MIXPAC Systeme gewährleisten ein effizientes Arbeiten auf höchstem Qualitätsniveau. Die dreh- und biegbare Kanüle des Colibri™ ermöglicht ein flexibles, punktgenaues Austragen selbst an schwer zugänglichen Stellen. Mehr dazu unter: www.sulzer.com Sulzer Mixpac AG Rütistrasse 7 Tel. +41 81 772 20 00 mixpac@sulzer.com 9469 Haag, Schweiz Fax +41 81 772 20 01 www.sulzer.com
10 Events DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Die Gesundheit im Blick: „Perio for a better life“ Spannende Themen und hochkarätige internationale Referenten: Die 46. Jahrestagung der SSP in Bern war ein voller Erfolg. BERN (mhk) – Die von der Euro- pean Federation of Periodontology (EFP) gestartete, gross angelegte Medienkampagne „Perio for a better life“ hat das Ziel, allen Bevölke- rungsschichten Europas Wissen um die Bedeutung der frühen Erken- nung und Therapie parodontaler Erkrankungen zu vermitteln. Die Unterstützung dieser Kam- pagne liegt im ureigensten Interesse der SSP. Mit ihrem Wissenschafts- programm auf der diesjährigen Jah- restagung leistete die Schweizerische Gesellschaft für Parodontologie (SSP) einen wertvollen Beitrag zu diesem Vorhaben. Der am 1. und 2. September durchgeführte diesjährige Kongress der SSP thematisierte mit dem Motto „Perio for a better life“ die Mundgesundheit im Kontext zu sys- temischen Erkrankungen. International namhafte Referen- ten aus Spanien, Österreich, Grie- chenland, Grossbritannien, Schwe- den, Brasilien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und der Schweiz präsentierten neu- este wissenschaftliche Ergebnisse und deren Implikationen für die klinische Praxis. Themenvielfalt Schwere Parodontitis ist laut einer Studie die sechstschwerste, nicht übertragbare Erkrankung weltweit; elf Prozent der Bevölke- rung sind betroffen, und bei den äl- teren Patienten leiden sogar 60 Pro- zent unter der Erkrankung und ihren Folgen. Alarmierende Zahlen, die verdeutlichen, wie wichtig die Forschung auf diesem Gebiet ist und wie notwendig die Kenntnisvermitt- lung über die gesundheitlichen Zu- sammenhänge. Am ersten Konferenztag wurde intensiv über den Einfl uss von Paro- dontitis auf Diabetes (Prof. Dr. Ma- riano Sanz), Herz-Kreislauf-Erkran- kungen (PD Dr. Gernot Wimmer), Frühgeburten (Prof. Dr. Phoebus Madianos), Rheumatoider Arthritis (Prof. Dr. Iain Chapple) und Alz- heimer (Prof. Dr. Nicola West) be- richtet. Ein weiteres Schwerpunktthema war der Einsatz von Antibiotika. Kontrovers diskutiert wurde das Pro und Kontra für die Verabreichung von Amoxicillin, Metronidazol und 4 Bildergalerie 1 2 3 Co. 25’000 Patienten pro Jahr ver- sterben in Europa, weil sie Antibio- tikaresistenzen haben. Der Trend, Antibiotika einzusetzen, ist allge- mein rückläufi g; lediglich Zahnärzte greifen im Vergleich zu Vorjahren verstärkt auf die Therapieoption zurück. Eine besorgniserregende Entwicklung, so Prof. Dr. David Herrera. Zu den Take-Home-Messages des Beitrages „Behandlungsplanung und Antibiotika“ von Prof. Dr. Andrea Mombelli gehörte der Hin- weis, Antibiotika sollten gezielt nur dort eingesetzt werden, wo sie wirk- lich notwendig sind. Angezeigt sind sie häufi ger bei der Behandlung von Molaren, da hier durch eher ungüns- tige Rahmenbedingungen Heilungs- prozesse erschwert sind. Am Freitagmorgen startete Prof. Dr. Thomas Kocher mit einem sta- tistischen Überblick über die Präva- lenz der Parodontitis. Anhand von Querschnittsstudien und unter Ein- bezug der aktuellen Daten aus der DMS V konnte er aufzeigen, dass Parodontitiserkrankungen rückläu- fi g sind, und erläuterte die Ursachen dieser positiven Entwicklung. Beiträge über „Früh beginnende Formen der Parodontitis“ (Prof. Dr. Jörg Meyle), „Die Rolle der Adipo- sitas bei der parodontalen Erkran- kung und Heilung“ (Prof. Dr. James Deschner), den Einsatz von Probio- tika bei der Paro-Behandlung (Prof. Dr. Wim Teughels) sowie die orale Gesundheit und der Leistungssport (Prof. Dr. Ian Needleman) brach - ten ebenfalls grossen Erkenntnis- gewinn. Auf breites Interesse stiessen auch die Referate des Freitagnach- mittags. Prof. Dr. D. Knut Grötz sprach über „Systemische Kompro- mittierung der Weich- und Hartge- websheilung“ und die schwedischen Kollegen Prof. Dr. Tord Berglundh und Prof. Dr. Stefan Renvert sowie der Franzose Prof. Dr. Jean-Louis Giovannoli thematisierten die Be- handlung der Periimplantitis. Abb. 1: Der Kursaal in Bern, Veranstal- tungsort der 46. Jahrestagung der SSP. Abb. 2: Die Experten diskutierten kontro- vers über den Einsatz von Antibiotika bei Parodontitis: Prof. Dr. David Herrera, Prof. Dr. Björn Klinge, Prof. Dr. Magda Feres und Prof. Dr. Andrea Mombelli (von links). Abb. 3: SSP Past-Präsident Prof. Dr. Dr. Anton Sculean (Mitte). Abb. 4: Prof. Dr. Ulrich P. Saxer im Ge- spräch mit Dr. Melissa Knöllinger, Clinic Expert bei gsk. Die beiden Donnerstagssektio- nen standen unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dr. h.c. Anton Sculean und Prof. Dr. Dr. h.c. Niklaus Lang, am Freitag hatten PD Dr. Christoph Ramseier und Prof. Dr. Giovanni Salvi die Moderation der Vortrags- blöcke übernommen. Ehrungen Die SSP-Jahrestagung bot auch in diesem Jahr wieder den würdigen Rahmen für die Verleihung von Auszeichnungen. Die Preisträger des diesjährigen Posterwettbewerbes waren Dr. Raluca Cosgarea (1. Preis) und Dr. Meizi Eliezer (2. Preis). Fer- ner wurden auch der SSP-GABA- (Dr. Tobias T. Hägi) und der Oral-B- Preis (Dr. Christin Stoecklin-Was- mer) verliehen. Begleitet wurde das zweitägige Event auch in diesem Jahr wieder von einer themenspezifi schen Den- talausstellung. Neuer SSP-Präsident Auf der Mitgliederversammlung während der 46. Jahrestagung der Fachgesellschaft wurde auch ein neuer Präsident gewählt. Prof. Sculean übergab den Vorsitz an Dr. Patrick Gugerli aus Neuchâtel, bisheriges Vorstandsmitglied der SSP. DT
DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Events 11 „Competence in Esthetics“ – gelungene Premiere in der Schweiz Im Zentrum Paul Klee in Bern empfi ng Ivoclar Vivadent mehr als 250 Teilnehmer zu einer exzellenten Fortbildung. BERN – Am 16. September trafen sich Zahntechniker und Zahnärzte in der Stadt an der Aare, um bei der ersten „Competence in Esthetics“-Veran- staltung von Ivoclar Vivadent in der Schweiz dabei zu sein. Das Zentrum Paul Klee war in doppeltem Sinn ein gut gewählter Veranstaltungsort, denn Zahntechnik und Zahnmedizin sind bekanntermassen eine hohe Kunst, die viel Fingerfertigkeit, Kreativität und Inspiration verlangen. Parallelen zur Kunst sind offensichtlich. Jürgen Seger und Dr. Urs Brodbeck. Tagungsprogramm Bestens organisiert durch Therese Gubler, Area Sales Manager Switzer- land, und Veronika Thalmann und ihrem Team erwartete die angereisten Dentalspezialisten ein abwechslungs- reiches Symposium. Gleich am Mor- gen referierten Prof. Dr. Irena Sailer und ZTM Vincent Fehmer über „Mo- nolithische Implantatkronen – ästhe- tisch oder nur funktionell“. Ihnen folgte Dr. Michael Dieter mit seinem Beitrag zur „Befestigung vollkerami- scher Restaurationen – was man in der Praxis beachten sollte“. Nachdem ZTM Christoph Zobler ein heisses Eisen anfasste – sein Vortrag war mit „Sag zum Handwerk leise Servus?“ betitelt, sprach Prof. Dr. Gabriel Krastl über Machbarkei- ten bei direkten Frontzahnrestaura- tionen. Am Nachmittag gab es noch drei weitere vielversprechende Themen, die von Prof. Dr. Florian Beuer (Die Totalprothese wird sexy: erste Erfah- rungen mit digitalen Konzepten), Dr. Markus Lenhard (Bulk-Fill-Compo- sites und Adhäsive – „State of the Art“) sowie Dr. Urs Brodbeck und ZT Jürgen Seger (Vollkeramische Zahn- medizin 2017 – „a team approach“) beleuchtet wurden. Workshops Parallel zu den Vorträgen gab es mehrere Workshops, bei denen die Teilnehmer Gelegenheit hatten, ihre spezifi schen Interessen zu vertiefen und Fragen zu diskutieren. Wie gross der Zuspruch auch an diesem Pro- grammpunkt war, beweist die Tatsa- che, dass fünf der sechs Workshops ausgebucht waren. Moritz Wenger, Dr. Frank Zimmerling, Thomas Dob- lander, Dr. Markus Lenhard und Jür- gen Seger leiteten die Workshops, bei denen es u. a. um digitale Prozesse, Bulk-Fill-Materialien – speziell um grosse Compositefüllungen – sowie um einen Erfahrungsaustausch zu neuen Keramikprodukten von Ivoclar Vivadent ging. Get-together Am Abend klang die Veranstal- tung mit einem erlesenen Dinner und einer Party aus. Für beste Stimmung sorgen das Musikerkollektiv „take this“ mit einer Mischung aus Schwei- zer Folklore, Tango und Elektronik sowie – als Special Guest – der direkt aus Barcelona angereiste Schweizer Workshop mit Dr. Markus Lenhard. – Blick ins Forum. Sänger mit karibischen Wurzeln, William White. Fazit Die offene Atmosphäre und die mitunter sehr ehrlichen Äusserungen zu Erfolgen und Misserfolgen bei der Arbeit, gaben diesem Event etwas Be- sonderes. Die Aussichten für 2017, die den Teilnehmern von Dr. Urs Brod- beck und Jürgen Seger in die Agenda geschrieben wurden, lauten u. a.: mehr Wertschätzung der Pulpa, weniger Materialabtrag und das grosse Thema Digitalisierung. Zahntechniker und Zahnarzt sollten ein Team auf Augen- höhe sein. Wie gut das funktionieren und zu welchen besonderen Resulta- ten das führen kann, hat die Tagung aufs Eindrücklichste gezeigt. DT Internationaler Implantologiekongress der European Academy of Implant Dentistry „Universität trifft Praxis“ – der 4. EURO OSSEO®-Kongress wird am 18. und 19. November in Hamburg veranstaltet. HAMBURG – Zum bereits vierten Mal wird Mitte November der EURO OSSEO®-Kongress unter der Leitung von Prof. inv. Dr. (H) Peter Borsay, Past-Präsident der Deut- 4. EURO OSSEO 2016 18. + 19.11.2016 | HOTEL HAFEN HAMBURG Bis zu 20 CME Punkte UNIVERSITÄT TRIFFT PRAXIS K nochenaufbau vs. Sofortversorgung REFERENTEN DR. DENNIS P. TARNOW Direktor Columbia University College of Dental Medicine, New York DR. PAULO MALO Präsident der MALO CLINIC Health & Wellness, Lissabon DR. MAX HEILAND Direktor für Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf DR. (H) PETER BORSAY Leiter EAID / Borsay Implant Institute schen Gesellschaft für moderne Zahnheilkunde (DGMZ), stattfi n- den. „Bonegrafting vs. Immediate Loading – University meets Practice“ lautet das Motto des im Hotel Hafen Hamburg stattfi ndenden Kongres- ses. Wissenschaftliches Programm Prof. Dr. Paulo Maló (Lissabon), der Erfi nder der All-on-4®-Methode und Weiterentwickler der Zygoma- Implantate, wird über das MALO CLINIC Pro tokoll informieren. Ein weiterer hochrangiger Gast ist der Implantologe Prof. Dr. Dennis P. Tarnow (New York). Der Direktor der Dental School an der Columbia University wird sich den Themen Misserfolge und Behand- lungslösungen der Sofortimplanta- tionen im ästhetischen Bereich widmen. Als dritter Referent informiert der Direktor der Klinik und Poli- klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichts chirurgie des Universitäts- Prof. inv. Dr. (H) Peter Borsay, Past- Präsident der Deutschen Gesellschaft für moderne Zahnheilkunde (DGMZ), leitet den EURO OSSEO®- Kongress, der im Hotel Hafen Hamburg stattfi ndet. klinikums Hamburg-Eppendorf, Prof. Dr. Dr. Max Heiland, über „Knochenersatzmaterialien vs. au- tologe Knochentransplantate in präimplantologischen Augmenta- tionen“. Neben den Vorträgen werden zudem verschiedene Workshops angeboten. Als besonderer Höhe- punkt leitet Prof. inv. Dr. (H) Peter Borsay den Kurs „Feste Zähne an einem Tag“ mithilfe des All-on-4®- Behandlungsprotokolls und Zy- m m o o c c . . k k c c o o t t s s r r e e t t t t u u h h S S / / s s e e p p u u c c s s © i i l l goma. Den Implantologen über- zeugt hierbei besonders das „schnelle, effi ziente und erfolgrei- che Therapiekonzept“. Weitere Informationen zur Veran staltung fi nden Sie unter www. euro-osseo.com. DT Quelle: Borsay Implant Institute
12 Events DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 KALADENT Golftrophy 2016 am Dietschiberg in Luzern Der Schweizer Dentaldienstleister Nr. 1 lud seine Kunden in den Lucerne Golf Club zum Turnier ein. LUZERN – Der Golfplatz auf dem Dietschiberg zeigt auch ein Stück Schweizer Tourismusgeschichte. Bri- tische Feriengäste in Luzern wollten ihren Lieblingssport ausüben. So entstand 1903 ein Golfplatz. Zuerst auf dem Sonnenberg und später als 18-Loch-Platz auf dem Dietschi- berg, auf der anderen Seite des Lu- zerner Seebeckens. Diesen Platz zu spielen hat seinen Reiz, deswegen war das Turnier schon nach kurzer Zeit ausgebucht. Bei besten Bedin- gungen spielten knapp 70 Zahnärzte um Punkte. Hier hat jede Spielbahn einen Namen Ein herrlicher Sommertag, eine sehr gepfl egte Anlage und eine hervorragende Organisation, es stimmte alles. Der Platz ist zwar re- lativ kurz, hat aber seine Tücken: Enge Bahnen, Bäume, Wasser kommt auch ins Spiel, dann steht man mal über oder unter dem Ball, bergauf und bergab. Und dann die Aussicht, die lenkt manchmal schon vom Spiel ab. So hat jedes Loch sei- nen Namen: Rigi, Chaiser Stock, Glatti Grat und nicht einfach Hole 1 oder Hole 3. Schnupperkurs Während die Golfer versuchten, mit möglichst wenigen Schlägen über den Parcours zu kommen, er- klärte ein Golfl ehrer auf der Driving Range den Golfi nteressierten die Grundzüge eines Golfschwungs. Sollte der Schnupperkurs den einen oder anderen für den Golfsport be- geistert haben, wäre das Ziel er- reicht. Ein traumhafter Golftag Nach dem 18. Grün gab es beim Apéro auf der Terrasse viel zu erzäh- len, bevor das Abendessen im altehr- würdigen Clubhaus serviert wurde. Dort warteten alle gespannt auf die Ergebnisse. Bevor Dr. Thomas Stu- der, Captain des Lucerne Golf Club die Rangliste verkündete, begrüsste Hans-Peter Rissi, Geschäftsführer der KALADENT AG, die Gäste. Er dankte allen Kunden, die der Einla- dung auf den Dietschiberg gefolgt waren und einen wunderschönen Golftag erlebten. schäftlichen Kontakt, sondern man pfl egt auch bewusst die persönliche Verbindung. Wie gut das funktio- niert, zeigte auch der Blick in die Runde. Der „harte Kern“ der KALADENT Golffamilie trifft sich Jahr für Jahr auf einem besonders ausgesuchten Golfplatz. Die KALADENT Golffamilie Dank an die Sponsoren Die Verbindung zwischen Zahn- ärzten und der KALADENT be- schränkt sich nicht nur auf den ge- Hans-Peter Rissi betonte auch die Rolle der Sponsoren, ohne die ein Turnier dieser Qualität nicht gespielt werden könnte. Allen voran dem Hauptsponsor LGT Private Banking, vertreten durch die Repräsentanten Erich Bilger und Urs Gloor. Gold- sponsoren waren Dürr Dental, Ivoclar Vivadent, Planmeca und die Zahnärztekasse, die traditioneller Weise die Verpfl egung nach Loch 9 anbot. Andrea Klauser von Golf and More organisierte das Turnier und sorgte dafür, dass nach einem Cüpli die restlichen Löcher locker in An- griff genommen wurden. Zahnheilkunde goes S-A-F-A-R-I Kongress „Neue Konzepte in der Zahnheilkunde“ im südlichen Afrika. Exklusives Turnier „Der Lucerne Golf Club erlässt nur wenige Gästeturniere pro Jahr, deshalb freue ich mich persönlich, dass KALADENT ihre Kunden auf unseren Platz eingeladen hat“, be- tonte Dr. Thomas Studer in seiner kurzen Begrüssung, bevor er die Rangliste verkündete. Die Ergebnisse Seriensieger Daniel Zaugg ver- zichtete, wie schon in den Jahren davor, auf den Preis für das beste Brutto. So konnte Natalie Studer mit 28 Punkten Brutto den ersten Preis in Empfang nehmen. Heinz Berger ge- wann die Nettowertung der Spieler bis HCP 18. Die Nettowertung ab HCP 18.1 gewann Urs Rüttimann, punktgleich mit Lukas Egloff. Beide spielten mit 36 Punkten ihr Handi- cap. Bei den Damen gewann Petra Maurer-Lupinc mit 37 Nettopunkten. Dann gab es noch die Spezial- wertungen: „Nearest-to-the-Pin“ und „Nearest-to-the-Line“. Bei den Damen war Natalie Studer auf der 17, dem „Wetterhorn“, am nächsten an der Fahne und bei den Herren Heinz Berger. Die Wertung „Nea- rest-to-the-Line“ auf Bahn 2, dem „Dossen“, holte sich Marco Stocker. Nach dem vorzüglichen Nacht- essen unterhielten sich die Gäste noch in kleinen Gruppen und lies- sen diesen herrlichen Tag gemütlich ausklingen. Man sieht sich zur 15. KALADENT Golf Trophy 2017 Und: Wie Hans-Peter Risse versicherte, wird im Jahr 2017 die 15. KALADENT Golf Trophy statt- fi nden. Wo wird noch nicht verraten. So viel sei aber schon gesagt, es wird wieder ein unvergessliches Golf- erlebnis werden. DT Quelle: KALADENT AG © Vadim Petrakov/Shutterstock.com So weit sie auch voneinander ent- fernt erscheinen – moderne Zahn- heilkunde und die wilde, unge- zähmte Natur Afrikas haben etwas gemeinsam. Genau wie die einma- lige Tier- und Pfl anzenwelt des Kon- tinents, so stellen auch Zahnfl eisch, Zähne und Kiefer Teile eines emp- fi ndlichen Systems dar, das in seiner Gesamtheit gesehen werden muss. Save the date: 1.–9. September 2017 Die faszinierenden Landschaf- ten von Victoria Falls, Chobe Natio- nalpark und Botswana im südlichen Afrika bieten deshalb den Rahmen für den S-A-F-A-R-I Kongress 2017 des Munich Implant Study Clubs M.I.S.C.® vom 1. bis zum 9. Septem- ber 2017. Unter dem Thema „Neue Konzepte in der Zahnheilkunde“ bietet er Gelegenheit, sich in einma- liger Atmosphäre über aktuelle Ent- © David Steele/Shutterstock.com Die Victoriafälle zählen zum Weltnaturerbe der UNESCO und sind die breitesten durchgehenden Wasserfälle der Erde. Ein wahrhaft berauschender Anblick. Diese Zähne machen Eindruck: Der Chobe Nationalpark ist berühmt für seine Elefanten. wicklungen in der Zahnheilkunde auszutauschen. Wissenschaftsprogramm Zu den Themen gehören dabei parodontologische Konzepte für den Erhalt von Zähnen und Zahnim- plantaten, die Integration von Kera- mikimplantaten und metallfreiem Zahnersatz in die Praxis, Implantate beim zahnlosen Patienten (All-on-4 und All-on-6/8) sowie ein funktions- diagnostisches Konzept für den rich- tigen Biss. Zudem werden unterneh- merische Erfolgskonzepte wie die Entwicklung von der klassischen Einzelpraxis zum MVZ und das Thema Patientenkommunikation diskutiert. Als Referenten konnten die renommierten Experten Prof. Dr. Joachim S. Hermann, Prof. Dr. Georg Meyer, Dr. Jochen Mel- linghoff, Dr. Harald Fahrenholz, Dr. Marc Hinze, ZA Michael Weiß und Dr. Ralph Schauer gewonnen wer- den. Alle wichtigen Informationen zum S-A-F-A-R-I Kongress 2017 (SAVE – ANIMALS – FUNCTION – AESTHETICS – RECONSTRUC- TION – IMPLANTOLOGY) fi nden sich auf www.s-a-f-a-r-i.de. DT Quelle: M.I.S.C.® Munich Implant Study Club
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14 Events DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 „Implantologie kompakt“ – eine abwechslungsreiche Woche Vom 11. bis zum 17. September fand der sechste Lipperswiler Intensiv-Wochenkurs der Fortbildung Zürichsee statt. LIPPERSWIL – Das Wellnesshotel Golfpanorama am Bodensee war er- neut Schauplatz des Intensiv-Wo- chenkurses der Fortbildung Zürich- see. Unter der Leitung von Dr. Andreas Grimm und Prof. Dr. Pat- rick R. Schmidlin fanden sich zahl- reiche interessierte Teilnehmer so- wie namhafte Referenten für eine Woche zusammen. Das wissen- schaftliche Programm unter dem Leitthema „Implantologie kompakt“ ermöglichte die Vertiefung beste- henden Fachwissens und den direk- ten Austausch mit Spezialisten. Ab- gerundet wurde die Woche durch das sportliche und kulinarische An- gebot des Hotels. „Implantologie kompakt“ Im Zentrum der Veranstaltung stand dieses Jahr das breite Spek trum der Fachdisziplin. Nach einem ge- meinsamen Abendessen für die Gäste am Sonntag startete Prof. Dr. Andrea Mombelli, Genf, die Woche mit einem Vortrag über die „Grund- lagen der Implantologie – Physio- pathologie der periimplantären Ge- webe bei Titan- und Zirkon- implantaten“. Im Laufe der Woche referierte Prof. Dr. Michael Born- stein, Bern, über „Patientenselektion, Vorbehandlung und Maintenance“ sowie „Klinische und radiologische Planung“. PD Dr. Dr. Claude Ja- quiéry, Basel, stellte „Pa tienten mit Co-Morbidität“ in den Mittelpunkt seines Vortrages, bevor Prof. Dr. Kurt Jäger, Basel, über „Abnehmbare Re- konstruktionen mit Implantaten und der zahnlose Kiefer“ infor- mierte. Mit „Der Implantatpatient: Langzeiterfolg bei Paropatienten und Behandlungsalternativen“ von PD Dr. Clemens Walter, Basel, starteten die Teilnehmer in die zweite Hälfte der Intensiv-Kurswoche. Prof. Dr. Schmidlin, Zürich, gab ein Update zum Sinuslift-Verfahren, während Prof. Dr. Ronald E. Jung, Zürich, am Freitag Fragen zu „Prothetischen Konzepten in der fest sitzenden Im- plantologie“ sowie „Ästhetischen Herausforderungen“ beantwortete. Nachdem PD Dr. Philipp Sahrmann, Zürich, „Peri implantitis und Ma- nagement“ in Verhältnis setzte, been- dete Prof. Dr. Schmidlin schliesslich diese intensive und erkenntnisreiche Woche mit Schlussbetrachtungen unter dem Leitgedanken „Zahn ver- sus Implantat“. Workshops Der theoretische Teil des Pro- grammes wurde durch praktische Workshops und Hands-on-Kurse ergänzt. Den Anfang machte hier- bei Dr. Jens Tartsch, Kilchberg, der in seinem Workshop „Das Zeramex Implantatsystem – Grundlagen moderner Zirkonoxidimplantate“ vorstellte. Auch in dem „dVT Pla- nungsworkshop/Chairside-Prothe- tik“ von PD Dr. Andreas Bindl, Zürich, bekamen die Teilnehmer die Ge legenheit, selbst aktiv zu wer- den. Das „Zusammenspiel zwischen Chirurgie und Prothetik“ konnte im Kurs „All-on-4® mit Sofort- versorgung“ unter der Leitung von Prof. Dr. Joannis Katsoulis, Bern, sowie PD Dr. Dr. Dennis Rohner, Aarau, erprobt werden. Dr. Benno Syfrig, Luzern, erschloss in seinem Workshop die „Sinusbodenaugmen- tation – ein transkrestales Behand- lungskonzept, evidence based“. Die Kursreihe der Woche ging mit dem Workshop zu „Kammaug- mentation“ von Dr. Beat Wall- kamm, Langenthal, erfolgreich zu Ende. Vielfältiges Rahmenprogramm Zwischen den einzelnen Vorträ- gen und Workshops konnten die Teilnehmer das vielfältige Angebot des Wellnesshotels in Anspruch nehmen. Dazu gehörten sowohl die Nutzung des nahegelegenen Golfplatzes und der zahlreichen wei- teren sportlichen Angebote sowie ein Besuch im Spa- & Wellnessbereich des Hotels. Mit der hauseigenen Gault Millau-Küche konnten auch die kulinarischen Interessen vieler Teilnehmer befriedigt werden. DT Zwei Fragen an … Dr. Andreas Grimm, Fortbildung Zürichsee Die Lipperswiler Intensivwoche erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg? Unsere Teilnehmer schätzen bereits seit sechs Jahren das stets intensive und abwechs- lungsreiche Fortbildungsprogramm, ge- spickt mit hochkarätigen Referenten aus dem In- und Ausland. Praktische Workshops und Live-Demonstrationen geben den Teilnehmern zudem die Gelegen- heit, ihr Fachwissen zu vertiefen, und erlauben eine intensive Diskussion mit Spezialisten anhand von klinischen Problemen in der täglichen Praxis. Auch haben wir mit dem Wellnesshotel Golfpanorama eine einzigartige Lokalität gefunden, wo auch Wellness, Sport und Golf nicht zu kurz kom- men. Ein weiteres Highlight ist sicherlich die exzellente Gault Millau- Küche des Hotels, welche im Rahmen unserer günstigen Hotel-Spezial- konditionen (ab CHF 194 pro Tag inklusive Gourmet-Halbpension) ge- nossen werden darf. Da über 80 Prozent der Teilnehmer auch im Hotel übernachten, ist ein reger Austausch unter Kollegen beim Nachtessen oder an der Hotelbar ebenfalls garantiert. Wie steht es um die Planung für nächstes Jahr? Worauf dürfen sich zukünftige Teilnehmer freuen? Das Kursdatum fürs nächste Jahr ist wieder reserviert. Von Sonntag, dem 10. bis Samstag, dem 16. September 2017 wird der bereits siebte Lipperswiler Intensiv-Wochenkurs wiederum im Wellnesshotel Golf- panorama stattfi nden. Im nächsten Jahr ist das Hauptthema der Woche „Reparation – Regeneration – Restauration“. In Vorträgen und Hands-on- Workshops wird es zudem ein Update zu den Themen GBR, GTR, Paro- dontale Hightech-Chirurgie und Implantologie geben.
DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Mixed News 15 Antibiotika beim Zahnarzt Studie belegt veränderbare Verschreibungsgewohnheiten. © ldutko/Shutterstock.com Um gegen Entzündungen im Zahn oder Kiefer vorzugehen, sind Anti- biotika ein weitverbreitetes Mittel. Dass durch die Verschreibung von Antibiotika aber auch die Zahl der resistenten Keime steigt, ist ebenso bekannt. Dennoch werden knapp zehn Prozent der Antibiotika-Re- zepte in Grossbritannien von Zahn- ärzten ausgestellt. Wie dieser Pro- zentsatz reduziert werden kann, jetzt schottische Forscher haben he rausgefunden. Die meisten Antibiotika werden in der Regel unnötig verschrieben. Um die Zahl der Rezepte zu reduzie- ren, wurden für die Studie 795 Zahn- arztpraxen und über 2’500 Zahn- ärzte, die regelmässig Antibiotika verschreiben, untersucht. In einem Zeitraum von zwölf Monaten wur- den die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt: Die erste Gruppe erhielt keinerlei Feedback über ihre Anti- biotika-Vergabe, die zweite bekam ein regelmässiges Feedback und die dritte erhielt ihr Feedback mit Ver- besserungsvorschlägen, wie die Anti- biotika-Gabe reduziert werden kann. Die Daten bezogen die Forscher des Dundee Dental Education Cen- tre vom National Health Service (NHS) in Schottland, ihre Ergebnisse veröffentlichten sie kürzlich unter dem Titel „An Audit and Feedback Intervention for Reducing Antibiotic Prescribing in General Dental Prac- tice: The RAPiD Cluster Rando- mised Controlled Trial“ im PLOS Medicine Journal. Die Studie zeigt, dass die Antibiotika-Vergabe in den beiden Gruppen, die ein Feedback erhielten, signifi kant reduziert wer- den konnte. So verschrieb die zweite Gruppe 5,7 Prozent weniger Antibio- tika und die dritte Gruppe 6,1 Pro- zent weniger. Die schottischen Wissenschafter bewiesen damit, dass es Wege und Möglichkeiten gibt, das Verschreiben von Antibiotika zu verringern und somit das Entstehen antibiotikaresis- tenter Keime einzudämmen. DT Quelle: ZWP online Hippe Werbekampagne Wenn der Chef zur Zahnfee wird. Es geht nichts über eine gelungene Werbekampagne mit hohem Auf- merksamkeitsfaktor. Dies ist jetzt einem Schweizer Zahnarzt gelungen. Mithilfe einer Werbeagentur rückt er den Berufsstand, seine Praxis und das Thema Zahnarztbesuch gekonnt und amüsant in den Fokus. Dafür schlüpfte der Zahnarzt höchstper- sönlich in die Rolle eines Testimo- nials und versprüht als männliche Zahnfee eifrig gute Laune und lä- chelt von zahlrei- chen Plakaten he- runter. Mit der Idee, selbst zum Botschafter in eigener Sache zu machen, ist ihm im Schweizer Glatttal auf jeden Fall ein Hingucker gelun- gen. Ein gelungenes Beispiel für die etwas andere Zahnarztwerbung. DT sich Quelle: ZWP online Späte Schlafenszeiten erhöhen das Kariesrisiko Studie offenbart Gefahren für die Zahngesundheit. Nachteulen aufgepasst: Wer regel- mässig spät ins Bett geht, erhöht das Risiko für Karies. Besonders betrof- fen sind davon Kinder und Jugendli- che. Die Ergebnisse der Studie wur- den jetzt in der aktuellen Ausgabe des International Journal of Dental Hy- giene veröffentlicht. Noch schnell das letzte Kapitel des neuen Buches zu Ende lesen oder eine weitere Folge der Lieblingsserie schauen? Späte Schlafenszeiten kön- nen schnell zu mehr führen als nur zu Augenringen am nächsten Tag. Wie Forscher jetzt herausgefunden haben, steigt das Risiko von Jugendlichen um bis zu vier Mal, Karies zu bekom- men, wenn sie spät ins Bett gehen. Grund dafür ist die häufi g vernach- lässigte Mundhygiene zu später Nachtzeit. Auch wird in vielen Fällen das Frühstück am nächsten Morgen ausgelassen und stattdessen tagsüber mehr „gesnackt“. Diese Angewohn- heit gibt den Zähnen kaum Ruhe vor säurehaltigen Lebensmitteln. Kinder und Jugendliche sollten deshalb die Wichtigkeit einer effektiven Mund- hygiene verstehen, sodass sie auch selbstständig darauf achten, wenn El- tern die abendliche Zahnpfl ege nicht immer beaufsichtigen können. DT Quelle: ZWP online Entrostungsmittel gegen empfi ndliche Zähne? Kaliumoxalat soll helfen, wieder Kaltes und Süsses geniessen zu können. Schmerzempfi ndliche Zähne kön- nen uns fast jeden Genuss ver- miesen: ein leckeres Eis, heisser Kaf- fee am Morgen oder auch das extra süsse Schokoladendessert, und schon gibt es einen kurzen stechen- den Schmerz im Zahn. Hilfe soll jetzt ausgerechnet Entrostungsmit- tel bringen. Kaliumoxalat heisst das Zauber- mittel, mit dem zukünftig empfi nd- lichen Zähnen zu Leibe gerückt wer- den soll. Die Chemikalie, die sonst zum Entfernen von Rost oder Blei- chen von Holz verwendet wird, hat laut Aussage der Wissenschafter die perfekten Eigenschaften dafür. Sie soll die kleinen Löcher in der längerfristig ver- Zahnoberfl äche schliessen, und das in nur rund schliessen, und das in nur rund 10 Minuten. Dafür werden die 10 Minuten. Dafür werden die Zähne mit einer Art Pfl aster beklebt, Zähne mit einer Art Pfl aster beklebt, welches das Kaliumoxalat in Form welches das Kaliumoxalat in Form von Gel enthält. Nach nur wenigen von Gel enthält. Nach nur wenigen Minuten sollen die winzigen Löcher Minuten sollen die winzigen Löcher im Zahnschmelz gestopft und die im Zahnschmelz gestopft und die Schmerzempfindlichkeit behoben Schmerzempfindlichkeit behoben sein. Da sich die Chemikalie im sein. Da sich die Chemikalie im Mund nicht aufl öst, kann es bis zu Mund nicht aufl öst, kann es bis zu einem Monat lang seine volle Wir- einem Monat lang seine volle Wir- kung entfalten. Aktuell wird kung entfalten. Aktuell wird die neue Methode an der die neue Methode an der University of Bristol an 100 University of Bristol an 100 Patienten mit schmerz- Patienten mit schmerz- empfi ndlichen Zähnen empfi ndlichen Zähnen weiter getestet. DT Quelle: ZWP online m m o o c c . . k k c c o o t t s s r r e e t t t t u u h h S S / / c c o o d d h h t t a a p p © Zahnfehlstellung mit Folgen Wackelig auf den Füssen – es könnte an den schiefen Zähnen liegen. Gerade Zähne haben nicht nur posi- Gerade Zähne haben nicht nur posi- tive Auswirkungen auf unser tive Auswirkungen auf unser Erscheinungsbild, sondern Erscheinungsbild, sondern sorgen auch für die richtige sorgen auch für die richtige Balance. Wie Wissenschafter Balance. Wie Wissenschafter jetzt herausgefunden haben, können jetzt herausgefunden haben, können schiefe Zähne dazu führen, dass wir schiefe Zähne dazu führen, dass wir erheblich wackeliger auf den Beinen erheblich wackeliger auf den Beinen unterwegs sind. Durchgeführt wurde die Studie Durchgeführt wurde die Studie von Forschern der Universitäten in von Forschern der Universitäten in Barcelona und Innsbruck. Diese Barcelona und Innsbruck. Diese merkten allerdings an, dass die Aus- merkten allerdings an, dass die Aus- wirkungen eines schiefen Gebisses wirkungen eines schiefen Gebisses in Alltagssituationen nicht spürbar in Alltagssituationen nicht spürbar sind, sondern erst dann auftreten, sind, sondern erst dann auftreten, wenn die Balancefähigkeit ohnehin wenn die Balancefähigkeit ohnehin beeinträchtigt ist, wie bei Über- beeinträchtigt ist, wie bei Über- gewicht oder Müdig- gewicht oder Müdig- keit. Sonia Julia San- keit. Sonia Julia San- chez, Leiterin der For- chez, Leiterin der For- schergruppe, empfi ehlt schergruppe, empfi ehlt daher besonders Leis- daher besonders Leis- tungssportlern, Fehlstellungen im tungssportlern, Fehlstellungen im Mundraum frühzeitig zu korrigie- Mundraum frühzeitig zu korrigie- ren, um mögliche Gleichgewichts- ren, um mögliche Gleichgewichts- störungen zu ver- störungen zu ver- meiden. Warum meiden. Warum schiefe Zähne schiefe Zähne einen negativen einen negativen Effekt auf die Hal- Effekt auf die Hal- tung ha ben, könnte tung ha ben, könnte an der engen Verbindung an der engen Verbindung zwischen dem Hauptnerv für Kauen zwischen dem Hauptnerv für Kauen und dem Teil des Gehirns, das für und dem Teil des Gehirns, das für das Gleichgewicht zuständig ist, das Gleichgewicht zuständig ist, liegen. DT DT Quelle: ZWP online © Andrey_Popov/Shutterstock.com Andrey_Popov/Shutterstock.com
DIE NEUE IMPLANTATKRONE EIN INTERNATIONALES SYMPOSIUM (cid:135) Neue Materialien und Techniken: einfacher, ästhetischer & günstiger (cid:135) Frontzahnbereich: welche Materialien & Techniken erreichen die besten Resultate? (cid:135) Seitenzahnbereich: ist kostengünstig & einfach auch schön & langzeitbeständig? WISSENSCHAFTLICHE ORGANISATION Prof. Dr. Irena Sailer Universität Genf Dr. Christian Ramel Privatpraxis Zürich REFERENTEN Prof. Dr. Wael Att, Universität Freiburg Prof. Dr. Petra Gierthmühlen, Universität Düsseldorf Prof. Dr. Marc Hürzeler, Privatpraxis München PD Dr. Arndt Happe, Privatpraxis Münster, Universität Köln Dr. Stefan Hicklin, Universität Genf Dr. Konrad Meyenberg, Privatpraxis Zürich ZTM Vincent Fehmer, Universität Genf WANN WO KURSGEBÜHR Samstag, 14. Januar 2017, 08.15 bis 16.45 Uhr Renaissance Zurich Tower Hotel www.renaissancezurichtower.com Zahnarzt Zahntechniker Assistent in der Privatpraxis Assistent in der Universität Kombi-Spezialpreis für ZA & ZT CHF 390.– CHF 250.– CHF 250.– CHF 150.– CHF 590.– Es werden 6,5 praxisrelevante Fortbildungsstunden angerechnet. 12. DENTALPIN SKIWEEKEND DAVOS UPDATE PROTHETIK REFERENTEN Dr. Sabrina Buset Dr. Luca Golland Dr. Stefan Hicklin Dr. Alexis Ioannidis Dr. Silvio Lottanti Dr. Sven Mühlemann Dr. Andreas Worni Dr. Marco Zeltner ZTM Vincent Fehmer ZT Elias Bühler Alexia Rambosson WANN WO Donnerstag, 2. bis Sonntag, 5. März 2017 Hotel Grischa, Davos www.hotelgrischa.ch KURSGEBÜHR Vorträge Zahnarzt CHF 790.– (ab 30.11.16: CHF 990.–) ZT CHF 590.– (ab 30.11.16: CHF 790.–) Assistent CHF 590.– (ab 30.11.16: CHF 790.–) Workshops Alle 4 Workshops pauschal je CHF 150.– CHF 400.– Fondue Hüttenabend CHF 85.– Es werden max. 22 praxisrelevante Fortbildungsstunden angerechnet. Anmeldung und weitere Informationen auf www.zfz.ch Fortbildung Zürichsee GmbH (cid:135) Seestrasse 122A (cid:135) 8810 Horgen (cid:135) Tel. 044 727 40 18 (cid:135) Fax 044 727 40 19 (cid:135) info@zfz.ch
DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Probiotika für die Mundgesundheit BioGaia am wissenschaftlichen Symposium des ISDH 2016. No. 10/2016 · 13. Jahrgang · 5. Oktober 2016 ANZEIGE dentalbern.ch von Probiotika. Unter den Referenten waren Prof. Dr. Wim Teughels von der belgischen Katholieke Univer- siteit Leuven, Juliette Reeves, eine britische Dentalhygienikerin, Ernäh- rungsberaterin und Autorin, sowie Robert Lindström, BioGaia Business Development Manager. In seiner Forschungsarbeit, die zu mehr als 60 Publikationen führte, konzentriert sich Prof. Dr. Teughels auf die Parodontologie und die orale lich der Entstehung und Bekämpfung dieser oralen Krankheit. In seinen Ausführungen verwies Teughels auf die grossen Unterschiede hinsicht- lich der Wirkungseffektivität im Ver- gleich von BioGaia ProDentis und anderen Produkten. Das im Rahmen dieser Analyse aufgezeigte Fallbei- spiel bezog sich auf den Fall eines sechsjährigen Jungen, dessen Zähne bereits 27 Füllungen aufwiesen. Mit BioGaia ProDentis und einer kurzen fahrung in der Behandlung von parodontalen Erkrankungen, tritt an zahlreichen internationalen Kon- gressen auf und ist Autorin von über 30 Veröffentlichungen sowie redak- tionelle Beraterin für eine Reihe von Dentalhygiene-Zeitschriften. Frau Reeves hielt einen aufschlussreichen Vortrag über Ernährungs- und Lifestyle-Faktoren, welche die Ent- wicklung von Gingivitis und Paro- dontitis nachhaltig begünstigen. Darüber hinaus zeigte sie auf, wie einfach die Behandlung von Parodontitis mittels Probiotika in der Praxis ist, und erklärte, warum V o r m e r k e n ! 31.5.–2.6.2018 Lactobacillus reuteri ist ProDentis dafür geeignet, Entzündungen zu behandeln und Krankheitserreger zu hemmen. Das Produkt wird in rund 80 Ländern vertrieben. Bio- Gaia wird sein Produkt ProDentis in einer Reihe weiterer Dentalhygiene- Veranstaltungen vorstellen. Vom 23. bis 25. Juni fand in Basel das International Symposium on Dental Hygiene (ISDH) statt. Die Veranstal- tung zog eine grosse Anzahl Dental- fachleute aus aller Welt sowie Spon- soren und Aussteller an. Darunter auch BioGaia, ein innovatives schwe- disches Healthcare-Unternehmen, das weltweit führend in der Herstellung von Probiotika ist. Im Fokus der Ver- anstaltung stand – neben anderen Produkten – das Oral-Nahrungs- ergänzungsmittel Dentis. Pro- Probiotika ermögli- chen neue Therapiefor- men zur Wiedererlan- gung und Erhaltung der Mundgesundheit. Sie un- terstützen die bewährten mechanischen Plaque- Entfernungsmethoden, indem sie die parodonta- len Mikroorganismen beeinfl ussen. Die Pro- dukte von BioGaia ent- halten das einzige kli- nisch erprobte Probioti- kum für die Mundge- sundheit, weshalb sie an der Messe viel Aufmerk- samkeit auf sich zogen. Im Rahmen der Ver- anstaltung führte BioGaia ein wissenschaftliches Symposium durch. Im Zen trum dieses Wissens- transfers erläuterte das Unternehmen den aktuellen wissenschaft lichen Stand von Probiotika hinsichtlich der parodontalen Gesundheit. Dar- über hinaus präsentierte BioGaia Leit linien für den täglichen Einsatz Links: Juliette Reeves. – Rechts: Prof. Dr. Wim Teughels. BioGaia präsentierte seine Produkte auf einem Symposium während des ISDH. (Foto: Timo Krause, OEMUS MEDIA) Mikrobiologie mit Schwerpunkt auf antimikrobielle Substanzen und Probiotika. Am Symposium stellte er vergleichende Analysen an zur Be- handlung von Parodontitis mit Pro- biotika und Antibiotika. Darüber hi- naus erläuterte er den Stand der wis- senschaftlichen Forschung bezüg- Behandlung mit Fluoridspülung ge- lang es, den Prozentsatz der Plaque signifi kant von 16,57 Prozent auf 0,28 Prozent zu senken. Auf ebenfalls grosses Zuhörer- interesse stiess der Vortrag der Den- talhygienikerin Juliette Reeves. Sie verfügt über mehr als 30 Jahre Er- sie ihre Patienten mit BioGaia Pro- Dentis behandelt. BioGaia ProDentis wurde in mehreren Studien auf seine Effektivität und Sicherheit bei der Behandlung von Erwachsenen und Kindern geprüft. Durch die zwei einzigartigen Stämme des Milchsäurebakteriums Mehr Informationen über das Unternehmen und ProDentis fi nden Sie unter www.biogaia.com. In der Schweiz wird ProDentis von Streuli Pharma vertrieben. DT Quelle: Dental Tribune International FDI präsentiert neue Defi nition von „Zahngesundheit“ Die Begriffsneubestimmung wird von über 200 nationalen zahnärztlichen Verbänden übernommen und weltweit in der Zahnmedizin eingeführt. Der Weltverband der Zahnärzte FDI stellte am 6. September auf der Welt- konferenz in Poznan seine neue De- fi nition von „Zahngesundheit“ als eine wesentliche Grundlage für die Gesundheit allgemein und das Wohlbefi nden vor. „Die neue Defi nition stellt für die Zahnmedizin einen bedeut- samen Meilenstein dar“, so Dr. Patrick Hescot, Präsident des FDI. „Mithilfe der neuen Defi nition kön- nen wir gemäss unserer Einfl ussnah- mestrategie Vision 2020 und mit Blick auf unser Ziel, weltweit eine optimale Zahngesundheit sicherzu- stellen, standardisierte Bewertungs- und Messinstrumente entwickeln, um eine weltweit einheitliche Daten- erfassung durchzusetzen.“ FDI-Defi nition von Zahngesundheit: Ist vielgestaltig und beinhaltet, wenn auch nicht ausschliesslich, die Fähigkeit zu sprechen, zu lächeln, zu riechen, zu schmecken, zu berühren, zu kauen, zu schlucken und Emotio- nen über Gesichtsausdrücke mit Selbstvertrauen und ohne Schmerz oder Unbehagen sowie ohne Krank- heit des kraniofazialen Komplexes zu übermitteln. Weitere Attribute der Mundgesundheit Mundgesundheit: – ist ein grundlegender Bestandteil der Gesundheit sowie des körper- lichen und geistigen Wohlbefi n- dens, das einhergeht mit einem Kontinuum, das beeinfl usst wird von den Werten und Verhaltens- weisen der Einzelpersonen und Gemeinschaften; – spiegelt die physiologischen, sozia- len und psychologischen Eigen- schaften wider, die für die Lebens- qualität unentbehrlich sind; – wird durch die sich ständig än- dernde Erfahrung, Empfi nden, Er- wartungen und Anpassungsfähig- keit einer Person beeinfl usst. Die neue Defi nition wurde von der Vision 2020-Expertengruppe des FDI mit Mitgliedern aus den Berei- chen Zahngesundheit, öffentliche Gesundheit und Gesundheitsöko- nomie festgelegt. Die neue Defi ni- tion von Zahngesundheit wurde neben einem ergänzenden Konzept, das gegenüber externen Interessen- vertretern erprobt wurde, nach ein- gehenden Beratungen mit Patienten, mit im Bereich der Zahngesundheit tätigen Personen, mit den nationa- len zahnärztlichen Verbänden, mit im Bereich der öffentlichen Gesund- heit tätigen Personen, mit Hoch- schulen, Regierungen, mit der In- dustrie, mit Drittzahlern u. a. be- stimmt. „Mithilfe der neuen Defi nition möchten wir darauf aufmerksam machen, dass die Zahngesundheit verschiedene Aspekte umfasst und nicht nur für sich allein zu betrachten ist, sondern einen Teil des breiteren Konzepts der Ge- sundheit allgemein darstellt“, so Prof. Dav id Williams, Co-Vorsitzender der Vision 2020- E x p e r t e n g r u p p e des FDI. © kurhan/Shutterstock.com Prof. Michael Glick, Co-Vorsit- zender der Vision 2020-Experten- gruppe des FDI: „Bei unserem Vor- schlag handelt es sich um eine zeitge- mässe Defi nition von Zahngesund- heit, die auch von zahlreichen nationalen zahnärztlichen Verbän- den und der Weltgesundheitsorgani- sation verwendet wird. Sie ist also nicht revolutionär, sondern wurde einfach nur weiterentwickelt.“ Der FDI beabsichtigt, diese Defi - nition von Zahngesundheit grossfl ä- chig zu verbreiten und für deren Ver- wendung einzutreten, mit dem Ziel, ein weltweit einsetzbares standardi- siertes Messinstrument zu schaffen. Bis 2017 soll ein Messinstrumenta- rium bereitstehen, mit dem die Bedürfnisse des Einzelnen und der Bevölkerung bewertet und damit Informationen für politische Mass- nahmen bereitge- stellt und diese beschleunigt wer- den können. DT Quelle: FDI, otsw
18 Continuing Education DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Warum Perfektionismus eine Illusion ist Perfektionisten streben perfekte Lösungen „um jeden Preis“ an, auch um den ihrer eigenen Gesundheit. Von Dr. Stefan Fourier, Hannover. – H u m a n a g e m e n t G m b H © S a s h k i n / Shutterstock.com Die Grenze zwischen perfekt und perfektionistisch ist fl iessend. Das trifft für Menschen wie für Organi- sationen zu. Während „perfekt“ zu hervorragenden Produkten und oft auch zu hohen Margen führt, macht Perfektionismus Menschen krank und erlahmt Organisationen. Diese Erscheinungen nehmen zu. Das ist vor allem deshalb so tragisch, weil Perfektionis- mus eigentlich nur auf einem grossen Irrtum beruht. Trotz- dem breitet er sich aus, wie eine schleichende Krankheit. Aber es gibt Gegenmittel. Perfektion ist Zufall Wir leben und wirtschaften in einer komplexen Welt und nichts ist berechenbar. Mit elementarer Wucht schlagen immer wieder Er- eignisse in unseren Alltag, die nie- mand vorausgesehen hat und die, allen Vorher sagen gemäss, eigent- lich gar nicht hätten passieren kön- nen. Da fällt plötzlich die Berliner Mauer und Europa verändert sich. Viele andere Beispiele liessen sich aufzählen. Für solche abrupten Änderun- gen mit einschneidender Wirkung hat sich der Begriff „Schwarzer Schwan“ eingebürgert. Aber auch bei den viel kleineren Dingen des Alltags wirkt die Komplexität und führt zu Abweichungen zwischen dem, was man möchte, sich vorge- stellt oder geplant hat, und dem, was dann tatsächlich eintritt. Der Plan für den Tag war perfekt, aber bereits nach der ersten Stunde läuft alles g a n z a n der s . Trotz sorgfälti- ger Arbeit und Qualitätskon- trolle kommen mangelhafte Ar- tikel zur Ausliefe- rung und müssen zurückgerufen werden. Der erfahrene Installateur hat sich alle Mühe gegeben, und trotzdem tropft der Wasserhahn nach zwei Tagen wieder. c/Shutterstock.co m o d th a p © Solche Dinge passieren täglich, wenn sie auch an der Gesamtzahl der Ereignisse einen nur geringen Anteil im Prozent- oder Promillebe- reich stellen. Aber: Perfektion wäre 100 Prozent! Und die wird eben nicht erreicht. Unmöglich. Es bleibt immer eine statistische Fehlerquote, die nicht unterschritten werden kann. Trotz grössten Bemühens. Perfektionismus führt zu Überforderung Wenn das so ist, sollte das un- bedingte, bedingungslose Streben mancher Menschen nach der per- fekten Lösung misstrauisch machen. Solange dahinter eine Haltung von Gewissenhaftigkeit, ein hoher per- sönlicher Anspruch an Leistung und Organisiertheit steht, gibt es keine Einwände. Wenn jedoch die Grenze zur Zwanghaftigkeit überschritten wird, permanente Versagensängste und depressive Symptome auftre- ten, dann wird es kritisch. Man nennt diese Menschen Perfektio- nisten. Ihnen genügt Gewissen- haftigkeit nicht, das in der Situation zu tun. Zwanghaft trei- ben sie sich selbst und ihre Umge- Menschenmögliche Dr. Stefa n i e r F o u r bung an, sind niemals zufrie- den, tolerieren keinerlei Abweichun- gen, erlauben kein Nachlas- sen. Sie jagen einem Phantom nach. Es ist leistungsfördernd, auch im Sinne von Unternehmen, Fami- lien und der Gesellschaft, eine Span- nung zwischen „Soll“ und „Ist“ aufzubauen. Das lässt uns nach Weiterentwicklung, ständiger Ver- besserung streben und ist grund- sätzlich gesund. Wenn allerdings aus dem „Soll“ ein „Muss“ wird, handelt es sich eindeutig um eine Dysfunk tionalität. Der Perfektionist handelt zwanghaft, weil angst- getrieben. Er ist einem er- höhten Disstress aus ge- In verschie- denen klinischen Studien wurden Z u s a m m e n - hänge mit kri- tischen Krank- h e i t s b i l d e r n hergestellt, wie A n g s t - u n d Zwang sstör un- gen, Alkoholismus, Anorexia nervosa, Bu- limia nervosa, Depression, sexuelle Funktions stö rungen bis hin zu Selbst mord gedanken. setzt. In der immer enger werdenden Welt (nicht im räumlichen Sinne, sondern unter Markt- und Wett- bewerbsaspekten) wächst zwangs- läufi g der Arbeits- und Leistungs- druck. Zweifellos auch im Zu- sammenhang damit, überschreiten mehr und mehr Menschen die Grenze zum Perfektionismus. Sie gefährden sich damit selbst und ihre Umgebung. Genau aus diesen Grün- den wächst auch die Burn-out-Rate beängstigend an. Perfektionismus erlahmt Organisationen In vielen Unternehmen und Ins- titutionen ist das Streben nach Per- fektion Grundlage der Arbeit. In vielen Unternehmensleitlinien und Mission Statements fi nden sich Be- griffe wie „perfekt“, „Spitzenleistung“, „Nummer eins“. Solange das in einem vernünftigen Miteinander ver- wirklicht wird, ist es positiv. Wenn dagegen Perfektionismus um sich greift, vielleicht sogar zur Doktrin wird, dann nimmt die Organisation Schaden. Bevor der schlimmste Fall eintritt und viele Mitarbeiter und Führungskräfte Burn-out (ich ver- wende diesen Begriff hier summa- risch für die oben genannten und ähnlich gelagerten Erkrankungen) bekommen und langfristig ausfal- len, steigt der Krankenstand. Einer- seits steckt dahinter tat- sächlich die Zunahme von Erkrankungen, andererseits han- delt es sich häu- fi g um Schutz- r e a k t i o n e n v o n u n t e r Perfektionis- musausw ir- kungen lei- denden Betrof- fenen. Viel schwerer wiegt jedoch eine an- dere Erscheinung: Per- fektionismus macht Angst und Kontrolle zu dominierenden The- men. Der sogenannte soziosystemi- sche Erfolgsfaktor Vertrauen als trei- bende Kraft für gute Zusammenar- beit, Kreativität, Innovation und für Unternehmenserfolg schwindet. In einer solchen Atmosphäre gedeihen Regelungs- und Kontrollwut. Alles wird vorgeschrieben, in dem Glau- ben, dadurch zu besseren Ergebnis- sen zu kommen. Alles wird mit Kennziffern belegt, auch in den un- sinnigsten Konstruktionen, in Ziel- vereinbarungen geschrieben, ge- benchmarkt und gereviewt. In Per- fektionismuskulturen wird Vorgabe und Kontrolle zum Selbstzweck. o m k . c c pathdoc/S h utte r s t o © mehr normal – die Organisation ist verquer und letztlich lahmgelegt. Perfektionismus ist eine schleichende Krankheit Nun soll niemand glauben, er zu hts Lig © pring/Shutterstock.co m selbst und sein Unternehmen seien gegen Perfektionis- mus gefeit. Je grösser der Druck, desto häufi ger werden Anforderungen nicht erfüllt. führt – Das w e n n e i n e kluge Führung dem nicht Ein- halt gebietet – wiederum zu hö- herem Druck, noch mehr Fehlern und so weiter. Eine Teufelsspirale entsteht, an deren Höhepunkt die Perfektionismusfalle steht. Ist eine Organisation einmal auf dem Weg dorthin, und wird sie nicht durch drastische Interventionen daran ge- hindert dann schnappt diese Falle irgendwann zu. In manchen Grossorganisatio- nen kann man diese Entwicklung verfolgen, auch in Behörden und beim Finanzamt. Diese tragen darü- ber hinaus mächtig dazu bei, dass sich die genannten Erscheinungen auch in kleineren Unternehmen ver- breiten. Behörden und die Konzern- zentralen üben nämlich auf der Grundlage von Gesetzen und Com- pliance-Regeln Druck aus und sor- gen auf diese Weise dafür, dass jeder sich besser absichern muss. Perfek- tionismus breitet sich aus. Es bedarf also nicht unbedingt eines perfek- tionistischen Chefs, der seine Um- gebung unter Kontrolle zwingt, sondern die Eigendynamik von Organisationen führt, wenn sie nicht gebremst wird, in die Perfek- tionismusfalle. weiterzugehen, Mögliche Gegenmittel Die Medizin gegen den Perfektionismusbefall ist der Mensch. Das klingt zu- nächst überraschend, denn schliesslich ist er Betroffe- ner und in gewisser Weise auch Verursa- cher des Perfektionismus und seiner Auswirkungen. In sehr vielen Fällen – überall dort, wo Perfektionismus sich ungezügelt ausbreitet – sind Menschen passive Teile des „Sys- tems“. Sie ordnen sich den Regeln und Bedingungen im Unterneh- men unter, hinterfragen sie nicht und folgen ihren Gewohnhei- ten. Das muss aber nicht so sein, denn Men- schen haben die Fähigkeit, zu gestalten, auch die Systeme, zu denen sie selbst gehören. Dazu müs- sen zwei Vorausset- zungen erfüllt sein. Ers- tens müssen die Menschen ge- stalten dürfen. Führungskräfte müs- sen das zulassen und fördern. Zwei- tens müssen die Menschen gestalten können. Dazu benötigen sie Wissen und Erfahrungen. Wenn diese beiden Vorausset- zungen erfüllt sind, dann kommt der spannende Moment. Wenn je- doch die weitere Perfektionierung des Bestehenden im Fokus bleibt, dreht sich die Perfektionismusspi- rale weiter. Stattdessen muss es um Verein fachung und Reduzierung gehen. Ausgangspunkt kann die ein- fache Frage sein, wie man die erfor- derlichen Ergebnisse mit nur 80 Prozent des üblichen, gewohnten Einsatzes schaffen kann. Wenn man sich auf diese Frage konzentriert, dann ergeben sich viele Möglichkei- ten, mit weniger Aufwand zum Ziel zu kommen. Dadurch wird Stress reduziert, der Arbeitsdruck für den Einzelnen sinkt, die Effektivität der Organisation steigt, es werden Po- tenziale für Weiterentwicklung und Innovation freigesetzt, das Arbeits- klima bessert sich. DT Kontakt Dr. Stefan Fourier Humanagement GmbH Theodor-Heuss-Platz 18 30175 Hannover Tel.: +49 511 279144-0 www.fourier.de © Maridav/Shutterstock.co m Entscheidungen werden nicht mehr von Führungskräften getroffen, sondern aus Zahlenkolonnen in Management- Cockpits abgelei- tet. Weil das sicherer ist und dann schliesslich die Zahlen verantwortlich sind und nicht der Manager. Da in keinem Falle dem Perfektionismusan- spruch genügt werden kann, ist jeder gut beraten, sich in Deckung zu bringen. Das Ganze geht einher mit der Ausbildung starker Hierar- chien und befestigter Be- reichsgrenzen. Und am Ende geht im Unternehmen nichts Infos zum Autor Stefan Fourier Schlau statt perfekt Wie Sie der Perfektionismus-Falle entgehen … BusinessVillage 2015 ISBN: 978-3-869803-28-9, 19,80 Euro
DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Continuing Education 19 Selektive Kariesexkavation zur Vitalerhaltung der Pulpa Die selbstlimitierende Exkavationsmethode mit dem Rosenbohrer PolyBur P1 erfährt derzeit neues Interesse. Prof. Dr. Rainer Haak, MME, im Gespräch mit Dorothee Holsten, Winningen. Infos zu Prof. Dr. Haak Infos zu Komet Zentral und pulpanah eingesetzt, er- hält der Rosenbohrer PolyBur P1 wertvolle Zahnsubstanz, indem seine Schneiden auf hartem, demine- ralisiertem Dentin verrunden und er bei zu hoher Anpresskraft sogar im Halsbereich verbiegt. Dabei definiert er jedoch für die Erwachsenen- wie Kinderzahnheilkunde nicht zwin- gend den einzigen therapeutischen Endpunkt. Denn diese Grenze steht weiter zur Diskussion Prof. Rainer Haak, MME Dorothee Holsten: Welche neue Philosophie müssen vor allem nie- dergelassene Zahnärzte zulassen, die aus dem Studium heraus noch den weissen Kavitätenboden beim Exkavieren zum Ziel haben? Prof. Dr. Rainer Haak: Wir Zahnmediziner sind durch das Stu- dium auf eine radikale Entfernung kariöser Strukturen „sozialisiert“. Das äussert sich ja sogar in unserem Vokabular, wenn wir zum Beispiel noch von „vollständiger“ oder „un- vollständiger“ Entfernung sprechen – eine Bewertung, die heute einfach nicht mehr angemessen ist. Wir mei- nen immer, dass ein „Mehr“, also das Wegnehmen angrenzender gesunder Strukturen, mit besonderer Gründ- lichkeit verbunden ist. Doch das ist falsch. Minimalinvasives Denken und Handeln findet übrigens nicht nur in der Zahnmedizin statt, son- dern in fast allen Disziplinen der Me- dizin. Der PolyBur P1 soll Sicherheit durch Reproduzierbarkeit schaf- fen. In welchen Strukturen gebietet er Stopp? Der PolyBur ist eine Möglichkeit, den Endpunkt beim Exkavieren re- produzierbarer zu erzeugen. Das In- strument reagiert auf Härte, also auf eine unterschiedliche Mineralisation des Dentins. Bakterien spielen in die- sen Regionen häufig keine entschei- dende Rolle mehr. Der P1-Anwender sollte sich also bewusst machen: Der Substanzabtrag ist limitiert, aber er bewegt sich doch schon innerhalb der regenerierbaren Strukturen des partiell demineralisierten Dentins. Das bedeutet auch, dass er nicht zwingend die Abtragsfähigkeit des P1 in vollem Masse ausschöpfen muss, er darf vorher aufhören. Nicht der P1 definiert den Stopp, sondern immer noch der Behandler. Der P1 unterstützt uns aber, indem er den Dentinabtrag begrenzt, um die Pul- pavitalität bestmöglich zu sichern – und das ist schliesslich unser Ziel. Viele Praktiker haben sich mit dem Rosenbohrer ein hohes Mass an Taktilität erarbeitet und definieren sich als exkavationserfahren. Warum sollten aber auch jene Be- handler dennoch umdenken? Die Kriterien, die wir bei der Kontrolle einsetzen, sind stark visu- ell und taktil geprägt. Natürlich er- reichen Zahnärzte mit zunehmender Praxiserfahrung konstantere Exka- vationsergebnisse – aber die End- punkte sind eben nicht exakt kali- briert und reproduzierbar. Sie ent- stammen der rein subjektiven Inter- pretation der taktilen und visuellen Eindrücke des Behandlers. Mit dem P1 erreicht man einen standardisier- ten, härtedefinierten Endpunkt. Bei Karies handelt es sich um bak- terielle Diffusionsprozesse, die einen Gradienten bilden – von der Läsion weg in Richtung unverän- dertes Dentin mit zunehmender Mineralisation und Härte. Wo sehen Sie persönlich den therapeu- tischen Endpunkt? Bei der Exkavation sollte jeder Behandler zwei Ziele vor Augen haben: eine stabile Restauration und – wie schon erwähnt – die Vitalität der Pulpa. Es wäre schön, wenn wir für die Zukunft diagnostische Hilfs- mittel an die Hand bekommen wür- den, die diese Ziele unterstützen. Sie sollten zum Beispiel die Fragen be- antworten: In welchem Zustand be- findet sich die Pulpa wirklich? Wie kann das Dentin verlässlicher als per Sondentest beschrieben werden? Wie muss die Struktur am Kavitä- tenboden aussehen, damit sie die Re- stauration unterstützt? Ist sie stabil genug als Unterlage für eine adhä- sive Füllungstherapie? Ich meine damit: Auf der Suche nach dem the- rapeutischen Endpunkt geht es nicht allein um eine definierte Zone im Dentin. Die Antwort darauf müsste auch von anderen Parametern als dem Härtegrad getragen werden. Der Schutz der Pulpa und damit weitmöglichster Abstand zu ihr beim Exkavieren haben Priorität. Sie sehen: Es gibt nicht einen einzigen universell geltenden Endpunkt. Welche Studien laufen hierzu? Zu den diagnostischen Fragen, die ich soeben formuliert habe, lau- fen momentan noch keine klini- schen Studien bei uns, weil es noch schwierig ist, kariöse Dentinverän- derungen und Dentinvariationen präzise zu kategorisieren. Reviews und Metaanalysen zeigen jedoch eindeutig, dass bei tiefen, pulpa- nahen Kariesläsionen die herkömm- lich maximalinvasive Methode nicht mehr das Mittel der Wahl ist. Die wissenschaftliche Evidenz deutet in die gegenteilige Richtung hin zu selektiven Exkavationsverfahren wie PolyBur P1, proteolytischen Enzy- men, Carisolv, fluoreszenzgesteuer- ten Lasern et cetera. Für deren kom- binierten Einsatz gibt es bisher keine klare Empfehlung. Aber es stellt sich natürlich die ketzerische Frage: Müssen wir überhaupt möglichst viele Bakterien entfernen? Der Evi- denzstand sagt dazu: Bakterien, die zurückbleiben, müssen mit einem dichten Kavitätenverschluss von der Mundhöhle isoliert werden. Der Fokus der Forschung liegt also ver- stärkt auf der korrekten adhäsiven Versiegelung. Glasionomerzemente sind in der Kinderzahnheilkunde durchaus be liebt. Schliesst das den Einsatz des PolyBurs P1 aus? Bei Erwachsenen wie bei Kin- dern muss die Kavität definitiv und dicht versorgt werden. GIZs sind nur mittelfristig doch zu einer Pulpitis führt? Egal, wie weit ein Zahnarzt ex- kaviert, er wird nie eine absolute Bakterienfreiheit im Sinne einer ste- rilen Kavität erlangen. Die Arbeits- weise des PolyBur basiert auf dem Kriterium Härte. Doch da, wohin wir mit dem PolyBur vordringen, also ins demineralisierte Dentin, haben wir die Bakterienfront der Karies schon längst hinter uns gelas- sen. Das Risiko einer Pulpitis, die von Bakterien ausgelöst wird, ist hier also nicht gegeben. Eine partiell de- mineralisierte Dentinschicht er- zeugt keine Pulpitis. Was sagen Sie den Zahnärzten, die bei einem Erwachsenen sich dann 1 2 4 3 Abb. 1–4: Der Zugang zur Kavität wird wie gewohnt mit rotierenden oder oszillierenden Instrumenten hergestellt. In den peripheren Anteilen der Kavität kann Dentin mit her- kömmlichen Rosenbohrern (z.B. CeraBur K1SM) entfernt werden. Erst abschliessend erfolgt der zusätzliche Griff zum PolyBur P1 für den Kavitätenboden. (Quelle: Komet) sehr eingeschränkt als definitives Restaurationsmaterial brauchbar. Aber in der Kinderzahnheilkunde sprechen wir von anderen Zeiträu- men: Wenn also nur ein kurzer Zeit- raum bis zum Zahnwechsel über- brückt werden muss, dann kann vielleicht auch eine GIZ-Füllung als „definitiv“ gelten. Wer garantiert dem Praktiker ei- gentlich, dass diese partiell demi- neralisierte Dentinschicht, die durch den PolyBur unter der ad- häsiven Füllung verbleibt, nicht doch mit einer korrekt ausge- führten Vitalexstirpation und an- schliessender Wurzelkanalbhand- lung eher auf der sichereren Seite fühlen und damit das Risiko einer Pulpitis vermeiden wollen? Die Indikation für eine Vitalex- stirpation ist eine irreversible Pulpi- tis. Nicht mehr und nicht weniger! Die Kriterien für die Unterschei- dung zwischen einer reversiblen und irreversiblen Pulpitis sind klinisch anfänglich nicht besonders eindeu- tig. Aber ohne eindeutige Symptome gibt es keine Indikation zur Wurzel- kanalbehandlung. Mit dem Patien- ten muss man diese Unsicherheit in der Diagnosefindung besprechen, das ist nicht immer einfach. Aber der direkte Griff zum Bohrer, ohne eine irreversible Pulpitis gesichert zu haben, ist eine Übertherapie. Ich spreche mich ausdrücklich gegen diesen Weg aus. Und jeder sollte sich bewusst machen: Bei einer Wurzel- kanalbehandlung gehen wir zu zehn bis 15 Prozent das Risiko eines Zahnverlustes ein! Der PolyBur wird nach vorheriger Exkavation der peripheren Anteile mit einem herkömmlichen Rosen- bohrer eingesetzt. Welcher Bohrer ist das bei Ihnen? Ja, auch an der Uni Leipzig leh- ren wir dieses zweistufige Exkava- tionskonzept, das zwischen „peri- pher“ und „zentral“ unterscheidet. In den peripheren Anteilen soll eine Dentinoberfläche erreicht werden, die keinerlei kariöse Veränderung zeigt. Nur solche Oberflächen liefern die besten Voraussetzungen für einen dichten adhäsiven Verschluss. Für diesen Arbeitsschritt eignen sich Hartmetall-Rosenbohrer ge- nauso wie der Keramik-Rosenbohrer K1SM (Komet). Schlagwort „Kollegenschelte“: Nach einer Behandlung mit dem P1 stellt sich die verbliebene, deminerali- sierte Schicht in der Röntgenkont- rolle wie ein Kariesrezidiv dar. Wie sollten Zahnärzte damit umgehen? Darauf gibt es keine einfache Antwort. Hier ist ein Umdenken auf vielen Ebenen gefordert. Es ist eine Frage der Kommunikation, die in Vorlesungen, in Fortbildungen und in der Praxis am Behandlungsstuhl gegenüber dem Patienten stattfin- den muss. Hier wurde Gutes getan und das Pulpagewebe erhalten. Die Patienten sollten das wissen und ein- schätzen können. Ich fände es aber übertrieben, für jeden Zahn das Ex- kavationsniveau in einem Pass zu dokumentieren. Darüber hinaus muss sich der Gedanke einer zwei- stufigen Kariesentfernung stärker in den Köpfen der Zahnmediziner ver- ankern – und das ist in meiner Wahrnehmung der Fall. In der uni- versitären Ausbildung und bei den niedergelassenen Kollegen sehe ich eine klare Trendwende. Das Thema erlebt positiven Aufwind und ist deutlich präsenter als früher. Unser Anspruch ist es, einer jungen Zahn- arztgeneration das selektive Exka- vieren so zu lehren, dass sie bereits in der Assistenzzeit als Multiplikatoren wirken und später in der eigenen Praxis dieses Konzept konsequent fortführen. Und in der Hinsicht bin ich optimistisch, denn die Argu- mente für das Konzept der selekti- ven Kariesentfernung sind einfach die besseren! Vielen Dank für das Gespräch. DT
2 0 Industry Report DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Mit frischen Ideen und einem raffinierten Geschäftsmodell zum Erfolg Die DLZ-Schweiz GmbH überzeugt durch ein funktionierendes Konzept. Von Carmen Giezendanner, Geschäftsführerin des Unternehmens. Vielleicht wird es nicht ganz so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Tatsa- che ist jedoch, dass oft und viel Nega- tives über ausländischen Zahnersatz geredet und diskutiert wird. Wie kommt so etwas zustande? Mögliche Erklärungen: Nicht ausreichend informiert, Informati- 1 4 2 5 3 6 Carmen Giezendanner, Geschäftsfüh- rerin DLZ-Schweiz GmbH. Abb. 1–6: Wir sind in allen Bereichen von den einfachen teilprothetischen über die totalprothetischen bis hin zur komplexen hybridprothetischen Versorgungen inklusive Zirkon- primärteilen Ihr Ansprechpartner (Original-Patientenarbeiten aus DLZ-Produktion). onsquellen nicht objektiv oder eben, wie so oft, fokussiert auf eine vorge- gebene Meinung. Jeder nimmt für sich in Anspruch Recht zu haben, darauf basiert die freie Meinungsäusserung. Dies ergibt oft viele Argumente und spannende, emotionale Diskussionen. Im Grundsatz ist es nicht falsch, sich kritisch gegenüber Auslands- produktionen zu positionieren. Fest steht jedoch, dass es einen Markt für das reine Import-/Export-Ge- schäft für Zahnersatz gibt. Wir für unseren Teil können solche rein logistischen Geschäftsmodelle, auf- grund unserer grossen Erfahrung, nicht gutheissen. Trotzdem werden viele von uns irgendwann vielleicht einmal in eine Situation kommen, in der man sich einem tieferen Preisgefüge zuwenden muss. Dann ist man darauf angewie- sen, die bestmögliche Qualität zum bestmöglichen Preis einzuholen. Pragmatismus gefragt Vielleicht sollte man die ganze Diskussion über „Auslandszahn- ersatz“ etwas pragmatischer sehen. Mir fällt das nicht allzu schwer, weil ich aufgrund meiner Ausbildung aus- serhalb der Dentalwelt andere Sicht- weisen gewohnt bin. Die DLZ-Schweiz GmbH hat ein funktionierendes Konzept, wir rich- ten uns nach einem vorhandenen Marktbedürfnis und haben eine schweizweit einzigartige Konstella- tion vom Netzwerkverbund. Zugegebenermassen befinde ich mich in einer Komfortzone, weil ich uneingeschränkten Zugriff auf den- tales Wissen, Informationen und Konzepte habe. Davon profitieren selbstverständlich unsere Kunden! Unwissenheit Es wird über die DLZ-Schweiz viel spekuliert. Gross ist die allge- meine Unwissenheit bezüglich der Firmentätigkeit der DLZ-Schweiz GmbH. Dadurch werden Vorurteile bedient, man vergibt sich Chancen und verschliesst Türen zu möglichen Lösungsansätzen. Konkurrenz Ich sehe mich nicht in Konkur- renz mit den Schweizer Vor-Ort- Zahntechnikern. Meine Firmenstruk- tur beruht auf zwei sich ergänzenden Firmen unter einem Dach, welche gut miteinander arbeiten, beide vonei- erhöhen die Konkurrenzfähigkeit der Zahnarztpraxen und erfüllen ein bestehendes Bedürfnis bei vielen Pa tienten. China-Arbeit In verschiedenen Foren und Plattformen wird über China-Arbeit geredet und entsprechend argumen- tiert. Ich habe, zusammen mit meinem Vater Paul Giezendanner, einen Weg gefunden, der sich als Lösungsansatz anbietet. Sich als zahntechnisches Labor dieser Diskussion zu verschliessen, aus dem Dialog zurückzuziehen, Halbwahrheiten zu verbreiten und argumentationslos auf Schweizer Produktion zu beharren, ist weder Event „Fresh & Delicious“ · Donnerstag, 17. November 2016 · ab 18 Uhr mit Apéro · Stadt Luzern · 30 Prozent Zweitauftragsrabatt · Weitere Programmdetails folgen bei Anmeldung, bis spätestens 3. November 2016. 7 8 9 Abb. 7–9: Auch im Bereich von festsitzendem Zahnersatz sind wir von der einfachen Krone über mehrgliedrige Brücken bis zur implantologisch komplexen Versorgung für Sie da (Original-Patientenarbeiten aus DLZ-Produktion). nander profitieren und nicht zuletzt Ergebnisse produzieren, die in der vorliegenden Art einmalig sind. Irgendeinmal muss auch dem Vor-Ort-Zahntechniker klar werden, dass seine Tätigkeit nicht in alle Ewig- keit quer zu subventionieren ist. Auf lange Sicht werden damit Arbeits- plätze in Gefahr gebracht und die Qualität der Arbeit aufs Spiel gesetzt. Dafür muss es andere Lösungen geben. Mit der DLZ-Schweiz und mei- nem Netzwerk biete ich ein Nischen- produkt an und darf nun diesen Markt, der offensichtlich nicht als Markt gesehen werden möchte, bear- beiten. Dieses Konzept nennt sich: Berücksichtigung und Aufarbeitung von Angebot und Nachfrage. Dazu kommt, dass es immer schwieriger werden wird, dem Pa- tienten überzeugend zu erklären, warum er keinen Zugang zu quali- tativ gutem und kostengünstigem Zahn ersatz erhalten soll. Vergleichs- möglichkeiten mit ehrlicher Aufklä- rung sind Bestandteil des Zeitgeistes, Eine Frage, die wir uns durchaus stellen dürfen, wenn über Auslands- arbeit geredet wird: „Ist denn immer China gemeint, wenn China gesagt wird? Oder gilt es, einem vermeint- lich schlechten Produkt einfach einen Namen zu geben?“ Wenn man sich, wie ich, seit mehreren Jahren mit den globalen zahntechnischen Produktionsstätten auseinandersetzt, merkt man ganz schnell, dass es sehr viele hoch enga- gierte Zahntechniker auf dieser Welt gibt, die nicht in China zu Hause sind. Tatsache ist auch, dass ein grosser Teil des globalen zahntechnischen Mark- tes logistisch auf Welthandel einge- stellt ist. Daraus entsteht auch die Er- kenntnis, dass sich der Protektionis- mus in der Schweiz in Bezug auf zahntechnische Produkte irgendein- mal nicht mehr halten lässt. Lösungsansätze Wo also liegen Lösungsansätze, um fair gegenüber den Mitarbeitern, qualitätsbewusst gegenüber der Ar- beit und erfolgreich im wirtschaftli- chen Sinn zu sein? sinnvoll noch langfristig ein Rezept, um Preisargumenten effektiv begeg- nen zu können. Schweizer Qualitätsarbeit muss nicht zwingend dem entsprechen, was man gerne darin sehend, sugge- riert haben möchte. Schweizer Qua- litätsarbeit wird immer mehr auch in Konkurrenz gesetzt und ergän- zend gehandhabt. Dies muss auch so sein. Wenn wir ehrlich sind, dürfen wir uns auch eingestehen, dass viele Menschen in der Schweiz auf solche Hybridkompositionen in allen Lebensbereichen zurückgreifen (Handy, Auto, Kleider usw.). Es erüb- rigt sich eigentlich auch, darauf hin- zuweisen, wie global sich die Pro- dukte in der Dentalwelt, welche wir täglich nutzen und kaufen, zusam- mensetzen. Da ansprechende zahntechni- sche Endergebnisse in einer Vor- Ort-Produktion auch in einem Verhältnis zum Preisdruck zu sehen sind, dürfen wir uns manch- mal auch nicht über die Resultate wundern. immer Wenn Schweizer Qualitätshand- werk in der Symbiose mit einer Aus- landsproduktion zu Endergebnissen führt, wie wir sie täglich in unserem Logistikunternehmen sehen, darf man sich wohlüberlegt auch einmal unserem Angebot zuwenden und sich offen und ehrlich beraten lassen. Zusammenarbeit als Chance Wir sind überzeugt, dass Sie er- staunt sein werden, was heute in der Zusammenarbeit zwischen Vor-Ort- Produktion, marktwirtschaftlichem und Qualitätsdenken, Verantwor- tungsbewusstsein, patientenspezifi- schen Arbeiten, Auslandsmanufaktur sowie Swiss-End-Finish alles möglich ist. Lassen Sie sich darauf ein, nutzen Sie „Fresh & Delicious“, profitieren Sie von den Vorteilen und wir sind überzeugt, dass auch Sie für unser Angebot empfänglich sind. DT DLZ-Schweiz GmbH Tel.: +41 41 660 75 67 www.dlz-schweiz.com
DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Industry Report 21 Handstück mit wärme- hemmender Technologie EVO.15 von Bien-Air Dental schützt Patient und Zahnarzt. Als Antwort auf die wachsende Beunruhigung der Gesundheitsbe- hörden wegen Verbrennungen bei Pa tienten durch zahnmedizinische elektrische Handstücke führte das Schweizer Unternehmen für Medi- zintechnik Bien-Air Dental SA das innovative Winkelstück EVO.15 ein. Bei Eingriffen mit elektrischen Handstücken führt der kürzeste 12-Newton-Kontakt zwischen dem Druckknopf des Instruments und der Wangeninnenseite des Patienten zu einer Überhitzung des Instru- ments, was möglicherweise schwer- wiegende Verbrennungen verursa- chen kann. „Überhitzung kann ein Zeichen für ein schadhaftes oder verstopftes Instrument sein. Laboruntersu- chungen zeigen jedoch, dass dieses Risiko bei neuen und einwandfrei gewarteten Handstücken genauso häufi g ist“, sagt Clémentine Favre, Labor- & Validierungsmanager für EVO.15. Das mit der patentierten, wärmehemmenden Technologie COOLTOUCH+™ ausgestattete EVO.15 ist ein Winkelstück, das nachweislich niemals wärmer als Körpertemperatur wird. Dank jah- relanger Forschung und Entwick- lung schützt es sowohl den Patienten als auch den Zahnarzt bei einigen der am häufi gsten durchgeführten Eingriffe. Ausserdem hat das EVO.15 einen deutlich kleineren und leichte- ren stosssicheren Kopf und zeichnet sich durch technische Innovationen aus – von einem neuen Spray-/Be- leuchtungssystem bis hin zu einem verbesserten Spannsystem. DT Bien-Air Dental SA Tel.: +41 32 344 64 64 www.bienair.com Schneller Mehrfachschutz Der Schutzlack zur Fluoridierung und Keimkontrolle in einem Arbeitsschritt. Der neue Schutzlack Cervitec F er- möglicht einen schnellen Mehrfach- schutz der Zähne. Das Lacksystem enthält Fluorid, Chlorhexidin und CPC. Diese innovative Kombination der Inhaltsstoffe erlaubt Fluoridie- rung und gezielte Keimkontrolle in einem Arbeitsschritt. Die relativ hohe Feuchtigkeitstoleranz erleich- tert das Applizieren. Cervitec F empfi ehlt sich zur Kariesprophylaxe im Risikofall und für überempfi ndliche Zähne. Das Lacksystem eignet sich für jede Altersgruppe, vom kleinen Kind bis zum Senior. Die relativ hohe Feuchtigkeitstoleranz erleichtert das Applizieren. Cervitec F ist einfach anzuwenden. Deshalb ist der Schutz- lack auch für den Einsatz in Senio- renheimen und Behindertenein- richtungen geeignet. UNIVERSITÄT TRIFFT PRAXIS Knochenaufbau vs. Sofortversorgung Anwendung – Kariesprophylaxe bei Risikogrup- pen – Fluoridierung des Zahnschmelzes – Schutz überempfi ndlicher Zähne – Schutz gegen bakterielle Aktivität Vorteile – Fluorid plus Chlorhexidin plus CPC – Relativ feuchtigkeitstolerant – Milder Geschmack Nutzen für das Praxisteam – Kombinationsschutz im Risikofall – Schnelle Behandlung – Hohe Akzeptanz seitens der Be- handelten DT Ivoclar Vivadent AG Tel.: +423 235 35 35 www.ivoclarvivadent.com ANZEIGE Veranstaltungsort ist die Elbkuppel des HOTEL HAFEN HAMBURG mit einem sensationellen Blick auf den Hamburger Hafen. CAD/CAM ist unser Alltag Professionell und zuverlässig – die Deltaden GmbH. Die Ergebnisse von CAD/CAM haben längst Einzug in die Praxen gehalten. Überwiegend werden da- mit vollkeramische Restaurationen gefertigt. Die Deltaden GmbH arbeitet eng mit international agierenden, hoch- modernen Dentallaboren im Aus- land zusammen, um diese Produkte nicht nur sach- und fachgerecht, son- dern auch preiswert herstellen zu lassen. verwenden „CAD/CAM ist inzwischen unser Alltag. Selbstverständlich können wir auch STL-Files von Sirona verwerten. Wir hauptsächlich zwei Systeme, das Ceramill® der Firma Amann Girrbach sowie KaVo Everest®, beide aus deutschen Fir- men. Dank der von KaVo Everest® gegebenen Garantie von sechs Jahren kann also jeder Behandler seinen Pa- tienten mehr Sicherheit bieten. Kro- nen und Brücken können wir kern- gefräst und additionsgeschichtet lie- fern oder auch als Einstückfräsung 4. EURO OSSEO 2016 18. + 19.11.2016 | HOTEL HAFEN HAMBURG Kongress & 4 Workshops mit Hands-on Bis zu 20 CME Punkte DR. DENNIS P. TARNOW Direktor Columbia University College of Dental Medicine, New York Interdisziplinäre Vorgehensweise im Management von Implantatmiss- erfolgen im ästhetischen Bereich DR. PAULO MALO Präsident der MALO CLINIC Health & Wellness, Lissabon Hochmodernes Rehabilitations - verfahren bei Zahnlosigkeit: Das MALO CLINIC Protocol Der 4. EURO OSSEO 2016 bringt u.a. zwei der weltweit führenden Zahnärzte zusammen. Zum einen Prof. Dr. Dennis Tarnow, erstmalig in Hamburg zu hören, der sich den Themen Ätiologie und Behandlungslösungen über Sofort- implantationen in Extraktionsalveolen widmen wird. Zum anderen Prof. Dr. Paulo Malo, der Erfinder der All-on-4® Methode und Weiterentwickler des Zygoma Implantats. Das MALO CLINIC Protokoll hat die Oralchirurgie, insbe- sondere hinsichtlich der Implantologie und festsitzenden Versorgungen, revolutioniert. Prof. Dr. Dr. Max Heiland ist der dritte herausragende Referent auf diesem Gipfeltreffen der internationalen Expertise im Fachgebiet der Implantologie: UNIVERSITÄT TRIFFT PRAXIS Knochenaufbau vs. Sofortversorgung Veranstalter: European Academy of Implant Dentistry, EAID Heegbarg 29 | 22391 Hamburg Tel. +49 - (0) 40 - 602 42 42 www.euro-osseo.com Veranstaltungsort: Hotel Hafen Hamburg Seewartenstraße 9 20459 Hamburg Tel. +49 - (0) 40 311130 Zimmerkontingent mit Discount Rate. WEITERE INFOS UND ANMELDUNG UNTER www.euro-osseo.com Die Teilnehmerzahl ist limitiert. Mafalda Dionisio – CEO der Deltaden GmbH. aus Monolithzirkon. Das gefürchtete Chipping ist bei Monolithzirkon völlig ausgeschlossen“, so Mafalda Dionisio, Geschäftsführerin der Deltaden GmbH. Nebst Zirkonoxid und Glaskera- mik produzieren unsere Laborpart- ner ausserdem gefräste CAD/CAM- Gerüste aus Titan- und Kobalt- Chrom-Legierungen, welche stets mit einem Zertifi kat zur Biokompa- tibilität zur Abgabe begleitet werden. Für eine unverbindliche Bera- tung zögern Sie nicht, uns zu kontak- tieren. DT Deltaden GmbH Tel.: +41 44 548 61 61 www.deltaden.ch www.deltaden.ch www.deltaden.ch
22 Industry Report DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Beste Preise für die Praxis Die ascandi AG überzeugt seit zehn Jahren mit Qualität und Service. Einer der grössten Online-Anbieter für zahnmedizinische Verbrauchs- materialien feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Mit Service, erfolgt mit der Schweizer Post, Be- stellungen bis 16 Uhr werden schon am nächsten Tag geliefert. Mit der persönlichen Bestellliste im Kun- Newsletter informiert Hager & Werken berichtet über Angebote und Neuheiten. Das Zeitalter, in dem digitale Medien zum täglichen Brot des Informa- tionsfl usses gehören, ist schon lange erreicht. Auch Hager & Werken kann davor keinen Halt mehr machen und hat einen informativen und anspre- chenden Newsletter erstellt. Abgestimmt auf die jeweiligen Abonnenten, wird in regelmässigen Abständen über Aktionen, Neuhei- ten oder Veranstaltungen informiert. Anschaulich gestaltet mit Bil- dern, downloadbaren Flyern, Verlin- kungen zu Videos, Gewinnspielteil- nahmen und vielem mehr, lädt der neue Newsletter zum informativen Stöbern ein. Zögern Sie nicht und melden Sie sich gleich auf www.hagerwerken.de zum Newsletter an. DT Hager & Werken GmbH & Co. KG Tel.: +49 203 99269-0 www.hagerwerken.de Der neue und informative Newsletter von Hager & Werken. NSK bei abc dental Unternehmen versprechen verlässliche Partnerschaft. Uns geht es nicht nur um die Produk- tion von Gütern, sondern auch um Ideale. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Menschen in aller Welt neue Werte zu schaffen. Dingen, die es bis- her noch nicht gab, verleihen wir eine Form. Wir schaffen Technologien, die jeden in Erstaunen versetzen. Wir bereichern das Leben vieler und zaubern ein Lächeln auf die Gesichter der Men- schen. Auch in den vor uns liegenden Jahren wer- den wir Ihr verlässlicher und kreativer Partner sein. DT abc dental ag Tel.: +41 44 755 51 00 www.abcdental.ch Ti-Max Z95L Qualität und besten Preisen hat sich die ascandi AG immer weiterentwi- ckelt und zählt heute über 2’000 Kun- den. Im Onlineshop stehen über 15’000 hochwertige Markenpro- dukte bereit, unter anderem von Ivoclar Vivadent oder 3M ESPE. Zudem fi ndet man im Shop exklusiv Produkte der Marke Medicom. denportal ist ein erneuter Kauf schnell und kinderleicht. Über die Kundenhotline erhält man zudem fundierte Informatio- nen über das gesamte Produktsor- timent. Das kompetente Team un- terstützt die Kunden auch bei Preis- vergleichen, diskret und professio- nell. 4 für 3: Medicom-Aktion Persönlich und nah Die Mitarbeiter der ascandi AG trifft man nicht nur virtuell. Sie be- suchen viele Fortbildungsveranstal- tungen sowie Kongresse und pfl egen so den persönlichen Kontakt zu ihren Kunden. DT Die Kunden kommen immer in den Genuss der besten Preise in der Schweiz. Aktuell profi tieren Käufer von Medicom-Artikeln sogar dop- pelt. Neben ausgewählten Sonder- konditionen erhält jeder Kunde bei Bestellung drei gleicher Produkte ein viertes geschenkt. Onlineshop und mehr Der Shop ist rund um die Uhr erreichbar. Der kostenfreie Versand Der Endodontie-Spezialist VDW bringt zum Herbst eine nächste Generation der erfolgreichen RECIPROC® Instrumente auf den Markt. Durch ein neues Produk- tionsverfahren gewinnt die Feile deutlich an Flexibilität und besitzt gleichzeitig ein noch geringeres Frakturrisiko. Diese Kombination macht die Wurzelkanalaufbereitung für den Zahnarzt noch sicherer und einfacher in der Anwendung. Zu- sätzlich hat der Zahnarzt die Mög- lichkeit, die Instrumente im Vor- hinein zu biegen, um einen leichte- ren Zugang zu Kanälen zu schaffen, wenn es erforderlich ist. Temperaturprotokoll Möglich macht diese neuen Eigenschaften ein besonderes Tem- peraturprotokoll. Nachdem die RECIPROC® Instrumente im be- währten Verfahren hergestellt sind, werden sie zusätzlich durch einen detailliert festgelegten Erhitzungs- ascandi AG Tel.: +41 848 000 545 www.ascandi.ch Varios 970 WEITSICHT · VERTRAUEN · PRÄZISION · INNOVATION ZUKUNFT · LÄCHELN · PROFESSIONALITÄT Die Erfolgsstory geht weiter Nächste Generation der RECIPROC® Instrumente von VDW kommt auf den Markt. Anwender RECIPROC® blue Instrumente sind sowohl für erfahrene als auch für neue Anwender des reziproken Systems geeignet. Alle Vorteile, die das bewährte RECIPROC® System bietet, fi nden im RECIPROC® blue System. Auch die Anwendung bleibt für den Zahnarzt unverändert, sodass die RECIPROC® blue Instrumente wie gewohnt in allen VDW-Endomoto- ren genutzt werden können. auch sich prozess geleitet. Dieser verändert die Molekularstruktur des Nickel- Titans so, dass das RECIPROC® In - s trument die beschriebenen zusätzli- chen Eigenschaften erhält. Aufgrund der Erhitzung verändert sich die Farbe der Feile – sie wird blau. Diese Blaufärbung gibt der neuen Instru- mentengeneration ihren Namen: RECIPROC® blue. Zur Aufbereitung von Wurzel- kanälen stellt das RECIPROC® Sys- tem sicher den wichtigsten Meilen- stein seit der Entwicklung rotieren- der NiTi-Systeme dar. Seit der Ein- führung 2011 hat sich das System in den Praxen durchgesetzt und eine grosse Zahl von Anwendern gefunden. Eine 2014 durchgeführte Marktbefragung belegt eine verbrei- tete Zufriedenheit unter den Anwen- dern, die dem RECIPROC® System eine sichere Aufbereitung, eine ge- ringe Gefahr für Instrumentenfrak- turen, eine gute Indikationsbreite, eine sehr gute Formgebung sowie eine ausreichende apikale Aufberei- tung bescheinigt. Einmalverwendung Auch die Einmalverwendung der Instrumente wird von den Anwendern positiv beurteilt. Als Hauptvorteile werden die vermin- derte Kontaminationsgefahr und Einsparungen im Praxisablauf durch den Wegfall von Reinigung und Ste- rilisation genannt. Im Durchschnitt werden ca. 80 Prozent der Kanäle mit nur einem Instrument vollstän- dig aufbereitet. 73 Prozent der Anwender verwenden RECIPROC® auch bei Revisionsbehandlungen. DT VDW GmbH Tel.: +49 89 62734-0 www.vdw-dental.com
DENTAL TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Industry Report 23 Neues Ein-Flaschen-Adhäsiv frei von TEGDMA, HEMA und BisGMA els unibond – die Neuentwicklung der SAREMCO Dental AG. Restaurationen auf Hochglanz Neu: 3M ESPE Sof-Lex Polierräderset. Die SAREMCO Dental AG wird wieder einmal ihrem Ruf als unab- hängiges, innovatives und lösungs- orientiertes Unternehmen gerecht. Mit dem lichthärtenden 1-Kom- ponenten Self-Etch-Bond ist dem ponenten Self-Etch-Bond ist dem Schweizer Hersteller erneut eine Schweizer Hersteller erneut eine hervorragende Neuentwicklung hervorragende Neuentwicklung gelungen. Das Adhäsiv dient gelungen. Das Adhäsiv dient zur Herstellung eines dauer- zur Herstellung eines dauer- haften, randspaltfreien Ver- haften, randspaltfreien Ver- bundes zwischen Zahnhart- bundes zwischen Zahnhart- sub stanz und lichthärtenden sub stanz und lichthärtenden Füllungsmaterialien. Bei Füllungsmaterialien. Bei der Herstellung von els der Herstellung von els unibond wird bewusst unibond wird bewusst auf Stoffe wie TEGDMA, auf Stoffe wie TEGDMA, HEMA und BisGMA ver- HEMA und BisGMA ver- zichtet, daher bietet els uni- zichtet, daher bietet els uni- bond einen vorbeugenden bond einen vorbeugenden Schutz für Patienten und Schutz für Patienten und Anwender mit Allergieex- Anwender mit Allergieex- positionen auf diese Stoffe. Das Bonding über- Das Bonding über- zeugt zudem durch die zeugt zudem durch die Haftmessungen els unibond Scherhaftfestigkeit (Mittelwerte in MPa) nach 24 h Dentin Schmelz Etch&Rinse Self-Etch Etch&Rinse Self-Etch 34,15 MPa 25,60 MPa 27,78 MPa 15,12 MPa OA Dr. Uwe Blunck, Mai 2016 (Charité – Universitätsmedizin Berlin, OA Dr. Uwe Blunck, Mai 2016 (Charité – Universitätsmedizin Berlin, Charité Centrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Abteilung für Charité Centrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Abteilung für Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin). Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin). schnelle und problem- schnelle und problem- lose Verarbeitung am lose Verarbeitung am Patienten (optional mit Patienten (optional mit sämtlichen Ätztech- sämtlichen Ätztech- niken kombinierbar) niken kombinierbar) sow ie die her vor- sow ie die her vor- ragenden Haftwerte. ragenden Haftwerte. Diese werden auch Diese werden auch durch eine unabhän- durch eine unabhän- gige Untersuchung an gige Untersuchung an der Charité in Berlin der Charité in Berlin bestätigt. bestätigt. Bestellen Sie Ihr Gratismuster unter promotion@saremco.ch oder kontaktieren Sie uns direkt für wei- tere Informationen. SAREMCO Dental – Wir waren noch nie so nahe an der Natur! DT SAREMCO Dental AG Tel.: +41 71 77580-90 www.saremco.ch Keimnachweis und Therapieempfehlung Mikrobiologischer Test ermöglicht nachhaltigen Therapieerfolg bei Parodontitis. Der iai PadoTest 4·5® ermittelt das Vorhandensein und die Vergesellschaftung parodonto- pathogener Keime und klassifi - ziert diese in fünf statistisch er- mittelte Schweregrade der Paro- dontitis (Type 1 bis 5). Diese Typisierung erlaubt dem The- rapeuten, sehr einfach und effi - zient eine gezielte Behandlung zu veranlassen. Der iai Pado- Test 4·5 gibt Auskunft über Therapiemöglichkeiten und gegebe- nenfalls über die dafür notwendigen Antibiotika. Zur Detektion und Quantifi zierung wird beim iai Pado- Test 4·5 die ribosomale RNA verwen- det. Dadurch werden nur die stoff- wechselaktiven, bei der Entnahme le- benden Bakterien analysiert. Falsch- positive Ergebnisse werden ausge- schlossen. Der Therapeut erhält In- formationen über die tatsächliche Ak- tivität und Aggressivität der Tasche. DT Institut für Angewandte Immunologie IAI AG Tel.: +41 32 685 54 62 www.institut-iai.ch Mundspülung als unterstützende Massnahme Förderung der Zahn- und Mundhygiene bei Menschen mit Behinderung. Im Vergleich zum Bevölkerungs- durchschnitt haben Menschen mit Behinderung häufi g eine schlechtere Mundgesundheit.1 Nach wie vor zäh- len sie zur Hochrisikogruppe für Ka- ries und Parodontalerkrankungen.2 Daher ist es sinnvoll, dass zahnmedi- zinische Prophylaxemassnahmen besondere Berücksichtigung fi n- den. Je nach Schweregrad der Be- hinderung ist bei der täglichen Mundhygiene Hilfe durch Betreuer oder Angehörige erforderlich. Diese Vertrau- enspersonen in die prakti- sche Umsetzung häuslicher Prophylaxemassnahmen einzubeziehen und sie über adäquate Hilfsmittel zur Unterstützung der Zahn- und Mundpfl ege aufzuklä- ren, wird deshalb umso wichtiger. Neben regelmäs- sigen zahnmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen und Fluori- dierungsmassnahmen ist gerade auch die tägliche häusliche Zahnpfl ege mit geeigneten prophylaktischen Hilfs- mitteln ein Schlüssel zum langfristigen Erhalt der Mundgesundheit. Zur zwei- mal täglichen mechanischen Zahnrei- nigung eignet sich für Men- schen, die auf Unterstützung bei der Zahnpfl ege angewiesen sind, der Einsatz einer dreiköp- fi gen Zahnbürste. Diese ist einfach in der Hand- habung und reinigt zu- gleich Aussen-, Innen- und Kaufl ächen der Zähne. Zudem kann bei Menschen, deren Schluckrefl ex nicht be- einträchtigt ist, das Spü- len mit einer fl uoridhal- tigen Mundspülung mit ätherischen Ölen (z. B. Listerine® Zero™) eine wichtige Ergänzung der mechanischen Zahnreinigung darstellen. Denn in schwer zugänglichen Bereichen des Mundraumes kann nach dem Zähne- putzen noch Plaque vorhanden sein. Eine Mundspülung erreicht auch Stel- len, die bei der mechanischen Zahn- reinigung unberücksichtigt bleiben können. DT Johnson & Johnson Tel.: 00800 26026000 (kostenfrei) www.listerine.ch 1 Kaschke I, Liere M, Jahn KR. A comparati- ve study oral health in people with disabi- lities and nondisabled patients aged 35-44 in Germany (Abstract). Special Care Dent 2004;24:144. 2 Cichon P, Grimm WD (Hrsg.). Die zahnärztliche Behandlung behinderter Patienten (Teil 1). Besonderheiten ora- ler Erkrankungen bei Behinderten. Han- nover: Schlütersche GmbH & Co. Verlag 1999:38–44. Komposit-Rekonstruktionen, ohne die Oberfl äche einzuebnen.“ Top Ergebnisse Für viele andere Testanwender wie Dr. Sieglinde Hattinger aus Inns- bruck sind es vor allem die Ergeb- Ganz ohne Polierpaste Restaura- tionen auf Hochglanz bringen und das in nur zwei Schritten? Möglich machts das neue Polierräderset von 3M, das ab sofort in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhält- lich ist. Produkttester bestätigen, dass die Rädchen ein einfaches und zügiges Arbeiten unterstützen und zu guten Ergebnissen führen. Nicht nur deshalb würden über 95 Prozent der Testan- wender das Produkt ihren Kollegen empfehlen. Das Sof-Lex Polierrä- derset besteht aus einem Einfache Anwendung, top Ergebnisse: Das neue Polierräderset von 3M. beigen, mit Aluminiumoxid be- schichteten Rad für die Vorpolitur und einem rosafarbenen Diamant- polierrad für die Hochglanzpolitur. Nacheinander angewendet, erzeu- gen sie einen natürlichen Glanz. Die Räder lassen sich reinigen, desinfi - nisse, die für sich sprechen: „Nach dem Anfi nieren der Füllungsränder ist eine sehr gute Politur von Kom- posit mit dem Set möglich. Vor allem im palatinalen bzw. lingualen Be- reich der Frontzähne ist es allen bis- her verwendeten Po- liersystemen über- legen!“ Zu den weiteren Vorteilen den am Test teilnehmenden Zahnärzten die einfache Anwendung der Rädchen sowie die hohe Effi zienz des gehören laut zieren und sterilisieren und sind somit wiederverwendbar. Erhalt der Struktur Dank einer hohen Flexibilität passen sich die Polierräder der Res- taurationsoberfl äche sehr gut an und gelangen in jeden Winkel, ohne die ursprüngliche Morphologie zu verändern. Diese Eigenschaft ist für den Produkttester ZA Frank Tussing aus Gießen der Hauptgrund dafür, das Set weiterzuempfehlen. Sein Ur- teil: „Sof-Lex Polierräder erhalten die Makro- und Mikrostruktur von Poliervorgangs. Portfolio für die Ausarbeitung Das Sof-Lex Polierräderset ist Teil des 3M ESPE Sof-Lex-Systems, das für jeden Schritt der Ausarbei- tung die passenden Scheiben, Strei- fen oder eben Rädchen bereithält. Letztere sind unter der Rufnummer +49 8152 700 1777 (3M Hotline) be- stellbar. DT 3M Deutschland GmbH Tel.: +49 8152 700 1777 www.3MESPE.de ANZEIGE …lernt online www.fbrb.ch
b e r u h i g t a u c h E l t e r n Die medizinisch-therapeutischen sowie auch pädagogisch wertvollen Produkte der CURAPROX-Baby-Linie bieten die bestmögliche Mundgesundheit für die Kleinsten. Das Know-How von Zahn-Experten garantieren Prävention. Und sorgen damit bei den Babys für richtige Atmung, gute Entwicklung von Gaumen und Kiefer – sowie Spass und Vorfreude aufs Zähneputzen. Schadstoff- frei Weitere Infos und Shop auf baby.curaprox.com
IMPLANT TRIBUNE The World’s Implant Newspaper · Swiss Edition E-Learning-Plattform Das ITI kündigte im August den Be- ginn der University Campus Initiative an. Das Programm ermöglicht ein com- putergestütztes Lernen von implanto- Seite 28 logischen Inhalten. Selbsthärtend Der Fachbeitrag stellt in einer zweiteili- gen Serie Ergebnisse einer randomisier- ten klinischen Studie mit der neuen Klasse der selbsthärtenden Biomateria- Seite 29f lien vor. No. 10/2016 · 13. Jahrgang · 5. Oktober 2016 Neue Mundspülungen Die neue Generation von Curasept ADS®-Spülungen für Perio- und Im- plant patienten setzt auf Chlorhexidin plus Hyaluronsäure und Polyvinylpyr- Seite 31 rolidon-Vinylacetat. Orale Rehabilitation nach Zahnverlust: Lücke auf – Lücke zu, oder was? Bei einem Frontzahntrauma mit Zahnverlust sind v.a. im Jugendalter eine Abwägung der verschiedenen Therapiemöglichkeiten und deren Erfolgschancen sehr wichtig. Von ZÄ Franziska Hensel, Dr. med. dent. Anke Steiniger und Dr. med. Thomas Barth, Leipzig, Deutschland. Um im individuellen Fall die best- mögliche Versorgungsform heraus- zufi nden, sind folgende Aspekte zu beachten: Alter des Patienten (chro- nologisch und skelettal), Ausmass und Lokalisation der Lücken, Biss- modellen mithilfe von diagnosti- schen Set-ups bzw. Wax-ups. Das Alter ist entscheidend Oftmals treten Frontzahntrau- mata im Kindes- oder Jugendalter m o c . k c o t s r e t t u h S / o k n e h c l e b x a m © lage, Okklusion und Profi ltyp, paro- dontaler Zustand und Gingivatyp, Knochenangebot, Motivation und Mundhygiene sowie ökonomische Verhältnisse. Ebenso wichtig sind die genaue Diagnostik des jeweiligen Falls an- hand von Röntgenaufnahmen und die Auswertung von Situations- auf. Für die Therapie spielt das Alter dabei eine entscheidende Rolle, da eine zu frühe Implantation bei noch nicht abgeschlossenem Gesichts- wachstum gravierende ästhetische Folgen haben kann. Im Laufe der weiteren Vertikalentwicklung des Alveolarfortsatzes würde es bei zu früher Implantation zu einer Infra- position des Implantats kommen (Odman et al., 1991; Thilander et al., 1992; Kennedy, 1999; Thilander et al., 2001; Fudalej et al., 2007; Behr et al., 2008). Nach einer Studie von Fu- dalej et al. endet das Gesichtswachs- tum bei Frauen im Durchschnitt mit dem 17. und bei Männern mit dem 21. Lebensjahr. Ist also eine Implan- tation als Lückenschluss vorgesehen, müssen auch Möglichkeiten der In- terimsversorgung – im Frontzahn- bereich oftmals mithilfe von Klebe- brücken bis zum idealen Implanta- tionszeitpunkt bedacht werden. Eine weitere Grundvorausset- zung für die Implantation ist ein adäquates Platzangebot. Empfohlen wird ein interimplantärer Abstand von 3 mm und 1,5 mm zum Nach- barzahn (Tarnow et al., 2007). Bei kieferorthopädisch vorbehandelten Patienten besteht oftmals eine Wur- zelkippung in die Lücke, welche eine erneute kieferorthopädische Aus- richtung der Zähne vor Implanta- tion zur Folge hat. Bei Abwägung der Therapiemöglichkeiten ist eine enge interdisziplinäre Absprache zwi- schen Kieferorthopädie, Chirurgie und Prothetik sowie eine individu- elle Betrachtung des jeweiligen Falls nötig. Fortsetzung auf Seite 26  Spezialisten-Newsletter Fachwissen auf den Punkt gebracht Anmeldeformular Newsletter www.zwp-online.info/newsletter www.zwp-online.ch FINDEN STATT SUCHEN Qualität und Standards in der implantologischen Ausbildung Statement von Assoz.-Prof. DDr. Michael Payer* Ein neues Fortbildungsjahr steht vor der Tür und somit die Entscheidung für viele Kollegen, welche Fort- und Wei- terbildungen besucht werden sollen. So- wohl für Studienabgänger als auch für eta- blierte Kollegen eine wichtige Entscheidung und auch Voraussetzung zu Erlangung und Erhalt von Fortbildungsdiplomen, Tätig- keitsschwerpunkten u. ä. Vor allem aber ist es die Pfl icht unseren Patienten gegenüber, uns regelmässig fortzubilden und fachlich auf dem letzten Stand zu sein. Die zahnärztliche Implantologie ist zu einem nicht mehr wegzudenkenden inte- gralen Bestandteil der Zahnheilkunde ge- worden. Zu dieser Erfolgsgeschichte beige- tragen hat sicherlich die systematische wis- senschaftliche Aufarbeitung und Weiterent- wicklung des Fachgebietes, vor allem aber die vorhersagbar gewordene klinische An- wendung von zahnärztlichen Implantaten in unterschiedlichsten Indikationen. Dennoch: Trotz aller Euphorie ob guter klinischer Ergebnisse und einer gewissen Dominanz implantologischer Fortbildungen generell dürfen wir nicht vergessen, dass es sich bei zahnärztlichen Implantaten ledig- lich um ein Hilfsmittel zur Ausübung zeitge- mässer Zahnheilkunde handelt. Daher sind nach wie vor ein interdiszipli- närer Zugang von Prothetik, Parodontolo- gie, Chirurgie und häufi g auch Kieferortho- pädie in der täglichen klinischen Praxis wie in der implantologischen Ausbildung Merk- mal von Qualität und Kompetenz. Aber auch allgemeinmedizinische As- pekte sollten – vor allem auch aus demo- grafi scher Sicht – in der implantologischen Aus- und Fortbildung nicht übersehen wer- den. So waren allgemeinmedizinische As- pekte in der Implantologie Themenschwer- punkt der letzten DGI/SGI/ÖGI-Tagung im November 2015 in Wien, bei der Experten unterschiedlichster Fachdisziplinen rele- vante allgemeinmedizinische Risikofakto- ren und Krankheitsbilder diskutierten. Der Erfolg der Tagung mit über 2’000 Teil- nehmern bestätigt uns in der Fortführung des hochqualitativen Fortbildungsangebo- tes der drei Fachgesellschaften. Ein wichtiger Baustein hierbei sind vor allem auch aufbauende strukturierte modu- lare Fortbildungen, die als sog. Curricula mittlerweile in der D-A-CH-Region angebo- ten werden. Seitens der ÖGI freut es uns be- sonders, dass wir seit 2016 unseren Mit- gliedern durch eine Kooperation mit der DGI auch den Zugang zu strukturierter curricu- larer Fortbildung anbieten und somit auch hier Fortbildungsstandards festlegen kön- nen. Bei den im Oktober 2016 erstmals in Graz und Wien von der DGI und ÖGI ange- botenen Human Hands-on-Kurse kann, idealerweise im Anschluss an ein Curricu- lum, das erworbene theoretische Wissen unter professioneller Anleitung in „sicherer Umgebung“ praktisch umgesetzt werden. Infos zum Autor Somit freuen wir uns auf eine spannende und erfolgreiche Fortbil- dungssaison 2016/17. * Präsident der ÖGI ANZEIGE JETZT ANMELDEN
26 State of the Art IMPLANT TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016  Fortsetzung von Seite 25 Fallbeschreibung Ende 2009 wurde eine 14-jäh- rige Patientin in unsere Praxis überwiesen, welche aufgrund eines Unfalls 2006 die Zähne 11 und 21 verlor. Die bisher unternommenen Therapieversuche führten zu kei- nem zufriedenstellenden Ergebnis (Abb. 1 und 2). In den vorangegangenen Thera- pien wurde mittels Multiband- therapie ein kieferorthopädischer Lückenschluss angestrebt. Als Ausgleich wurden im Un- terkiefer 35 und 45 extrahiert. Das Ergebnis nach dieser Therapie war ein vollständiger Lückenschluss im Unterkiefer, wohingegen dies in der Oberkieferfront nur unzureichend gelang. Als zweiter Therapieansatz sollte eine Lückenöffnung in Regio 21 und 11 erfolgen, um diese dann später mit Implantaten zu versor- gen. Durch diese Therapie wurde die Seitenzahnokklusion relativ gut eingestellt. Eine Lückenöffnung von 22 mm in der Oberkieferfront war für zwei Frontzahnimplantate jedoch zu gering. An diesem Punkt wurde die Patientin zu uns über- wiesen. Nach Anfertigen von diagnosti- schen Hilfsmitteln, wie Situations- modellen, diagnostischen Set-ups (Abb. 3 und 4), Fotos und Röntgen- bildern, wurde in interdisziplinärer Zusammenarbeit der Therapieab- lauf besprochen, um das bestmög- liche Ergebnis für die Patientin zu erzielen. Zunächst sollte eine Lückenöff- nung in Regio 12 und 22 stattfin- den. Grund dafür war die bereits bestehende mesialisierte Position der seitlichen Schneidezähne. Durch erneute kieferorthopädische Mass- nahmen mussten 12 und 22 noch 1 3 5 7 2 4 6 Abb. 1: OPG Ausgangsbefund 2009 nach Versuch der Lückenöffnung Regio 11, 21. – Abb. 2: Klinischer Ausgangsbefund 2009. – Abb. 3 und 4: Diagnostisches Set-up. – Abb. 5 und 6: Erster Teilerfolg nach kieferorthopädischer Behandlung im Dezember 2010: Lückenschluss in 1er- und Lückenöffnung in 2er-Position. – Abb. 7: Eingliederung des Langzeitprovisoriums in Form einer Veneer-Klebebrücke (Dezember 2010). weiter mesialisiert werden, um dann später mithilfe von Veneers 11 und 21 gestalten zu können. An Position 12 und 22 sollte zu einem späteren Zeitpunkt implantiert werden. Um den notwendigen Platz für die Einzelzahnimplantate zu er- reichen, musste vorher noch eine Ausgleichsextraktion von 14 und 24 erfolgen. Damit konnten 13 sowie 23 etwas distalisiert und 15, 16, 17 sowie 25, 26, 27 beidseits mesiali- siert werden, sodass auch die sich noch im Wachstum befindenden Januar 2013 die Eröffnung der Implantate bei gleichzeitiger Weich- gewebsplastik. Zur Ausheilung der Weichgewebe und zur Verbesse- rung des ästhetischen Ergebnisses wurden zunächst die Implantate mit PEEK-Kronen versorgt (Abb. 10). Drei Monate später erfolgte die definitive Therapie. Die an Position 11 und 21 stehenden Zähne wurden mit Zirkonkronen und die Implan- tate 12 und 22 mit Zirkonabut- ments (Abb. 11) sowie Zirkonkro- nen versorgt. Ausgehend von der Ausgangs- situation konnte für die Patientin eine hochwertige und individuell ästhetische Versorgung realisiert werden, mit welcher sie höchst zu- frieden ist (Abb. 12 und 13). Fazit Im vorliegenden Fall zeigt sich die Wichtigkeit einer engen inter- disziplinären Zusammenarbeit und einer umfangreichen Diagnostik, um das bestmögliche Ergebnis für die Patientin zu erzielen. Nach dem Unfall hätte eher von einem rein kieferorthopädischen Lücken- schluss abgesehen werden müssen, da die zu überwindende Distanz bis zum vollständigen Lückenschluss zu gross war. Es wäre entweder möglich gewesen, die entstandene Frontzahnlücke mittels einer Inte- rimsklebebrücke offen zu halten, um dann zu einem späteren Zeit- punkt in Regio 11 und 21 zu im- plantieren oder einen rein prothe- tischen Zahnersatz in Form einer Brücke anzufertigen. Trotz der vorangegangenen Therapie mit nicht zufriedenstellendem Ergeb- nis, konnte mithilfe genauer Dia- gnostik und interdisziplinärer Ab- sprache ein höchst ästhetisches und funktionelles Ergebnis erzielt wer- den. IT Kontakt Infos zur Autorin Infos zum Autor ZÄ Franziska Hensel Dr. med. Thomas Barth Zahnärztliches Kompetenz- zentrum Leipzig GmbH Prager Str. 4 04103 Leipzig, Deutschland info@dentale.de Infos zur Autorin Dr. med. dent. Anke Steiniger Gutsparkstr. 5 04328 Leipzig, Deutschland info@kfo-steiniger.de Zähne 18 und 28 Platz in der Zahn- reihe in Regio 17 und 27 fanden. Im Unterkiefer war die Extraktion von 38 und 48 vorgesehen. Mithilfe von ästhetischen Set- ups wurden die Patientin und ihre Eltern über den möglichen Thera- pieablauf ausführlich aufgeklärt. Im April 2010 begann die kiefer- orthopädische Therapie mit den Ausgleichsextraktionen 14 und 24. Nach regelmässigen Verlaufskon- trollen zeigten sich Ende 2010 die ersten Erfolge – 12 und 22 waren mesialisiert, die Lücken für die spä- tere implantologische Versorgung waren geöffnet und im Seitenzahn- gebiet waren die Lücken 14 und 24 der Ausgleichsextraktion geschlos- sen (Abb. 5 und 6). Da die Patientin mit 15 Jahren zu jung für eine Implantation war, musste zunächst das Ergebnis stabilisiert werden. Dazu wurde ein Langzeitproviso- rium in Form einer Veneer-Klebe- brücke von 12–22 mit Klebeankern an den Zähnen 13 und 23 eingeglie- dert (Abb. 7). Nach ca. einem Jahr wurde ein präimplantologisches Orthopanto- mogramm (Abb. 8) erstellt. Die Auswertung und implantologische Planung erfolgte mit der Patientin und den Eltern. Der Implantations- zeitpunkt wurde mit der behan- delnden Kieferorthopädin abge- stimmt. Im Oktober 2012 wurden in Regio 12 und 22 zwei CAMLOG Implantate SCREW-LINE Promote plus 3,3 x 13 in Verbindung mit einer lateralen Augmentation (Geistlich Bio-Oss und Bio-Guide) inseriert (Abb. 9). Nach komplika- tionsloser Einheilung erfolgte im 8 10 12 9 11 13 Abb. 8: Präimplantolo gisches OPG (Februar 2012). – Abb. 9: Postimplantologisches OPG (Oktober 2012). – Abb. 10: Zustand nach Eingliederung der PEEK-Kronen Regio 12, 22 und der provisorischen Veneers Regio 11, 21. – Abb. 11: Zirkonabutments Regio 12, 22 und für Zirkonkronen präparierte Zähne 11, 21. – Abb. 12 und 13: Ergebnis nach Eingliederung der Zirkonkronen 12 bis 22.
IMPLANT TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Implant News 27 Grenzüberschreitend – Implantologie am Bodensee Bereits zum 11. Mal fand in Konstanz das EUROSYMPOSIUM/Süddeutsche Implantologietage statt. Bildergalerie Unter der Themenstellung „Opti- male Knochen- und Gewebever- hältnisse als Grundlage für den Erfolg in der Implantologie“ fand am letzten Septemberwochenende unter der wissenschaftlichen Lei- tung von Prof. Dr. Dr. Frank Palm zum 11. Mal das EUROSYMPO- SIUM/Süddeutsche Implantologie- tage statt. Rund 150 Zahnärzte aus der im Bodenseeregion diskutierten Rahmen des EUROSYMPOSIUM/ Süddeutsche Implantologietage Fra- gen der Knochen- und Geweberege- neration als Grundlage für den im- plantologischen Erfolg. Angesichts der sehr positiven Resonanz, die diese besondere Implantologiever- anstaltung in den letzten Jahren als Plattform für den kollegialen Know- how-Transfer für die Bodensee- region und darüber hinaus gefun- den hat, hatten die wissenschaft- lichen Leiter und Organisatoren der Tagung auch für 2016 wieder ein ausserordentlich spannendes Pro- gramm zusammengestellt. Neben den Fachvorträgen gehörte dazu tra ditionsgemäss auch wie der ein vielseitiges Pre-Congress Programm mit Seminaren und Live-Operatio- nen. Insbesondere Letztere stiessen auch in diesem Jahr wieder auf das besondere Interesse der Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. IT Quelle: ZWP online ANZEIGE ONLINE-ANMELDUNG/ KONGRESSPROGRAMM 6. BADISCHE IMPLANTOLOGIETAGE 2./3. Dezember 2016 Baden Baden – Kongresshaus Baden-Baden E16 F O R T T K N U © Rainer Lesniewski/Shutterstock.com FDA-Zulassung für ZERAMEX® P6 B ILDUN G S P Wann gehen Implantate verloren? – Implantologie im Spannungsfeld von Erfolg und Misserfolg 6. Badische Implantologietage 2./3. Dezember 2016 Kongresshaus Baden-Baden Wissenschaftliche Leitung: Priv.-Doz. Dr. Dr. Ronald Bucher/ Baden-Baden M I T L I V E - O P Marktzulassung für Implantatsystem von Dentalpoint erteilt. Hauptsponsoren Hauptsponsoren US-Gesundheitsbehörde FDA die Marktzulassung. Neben der in- no vativen karbonfaserverstärkten VICARBO-Schraube und der Kera- miktechnologie hat die FDA auch klinische Daten des ZERAMEX® P6 Implantates überprüft. „Wir sind stolz, dass wir die hohen Standards der FDA erfüllt haben, und freuen uns auf den Markteintritt in den USA, wo wir sehr grosses Wachs tums potenzial für unsere innova tiven Produkte sehen“, sagt Dr. Sandro Matter, CEO von Dentalpoint. Die USA ist einer der weltweit grössten und immer noch wachsenden Märkte für Dental- implantate und bietet ein attraktives Absatzpotenzial. Zudem öffnen sich für Dentalpoint nun auch Wege für weitere Länder, die sich auf die FDA-Zulassung stützen und diese als Qualitätsstandard anerkennen. IT Quelle: Dentalpoint AG Strong. Bright. Right. Der Schweizer Implantathersteller Dentalpoint AG hat einen weiteren Meilenstein in seiner Firmen- geschichte erreicht. Das zweitei - lig verschraubte, 100 Prozent me- tallfreie Keramikimplantatsystem ZERAMEX® P6 erhielt von der www.badische-implantologietage.de Thema: Wann gehen Implantate verloren? – Implantologie im Spannungsfeld von Erfolg und Misserfolg Wissenschaftliche Leitung: Priv.-Doz. Dr. Dr. Ronald Bucher Veranstalter: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 | 04229 Leipzig | Deutschland Tel.: +49 341 48474-308 | Fax: +49 341 48474-290 event@oemus-media.de | www.oemus.com Sponsoren: Faxantwort an +49 341 48474-290  Bitte senden Sie mir das Programm zu den BADISCHEN IMPLANTOLOGIETAGEN zu. Praxisstempel / Laborstempel Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programmes.) 6 1 / 0 1 H C T D O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Deutschland · Tel.: +49 341 48474-308 · grasse@oemus-media.de
28 Implant News IMPLANT TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Teilnehmer können Kongress aktiv mitgestalten Der Jahreskongress der SGI fi ndet am 4. und 5. November in Biel statt. BIEL – Anfang November veranstal- tet die Schweizerische Gesellschaft für orale Implantologie (SGI) ihren Jahreskongress mit dem Titel „Die 3. Dimension“. Präsident Dr. Bruno Schmid lädt hierzu in die Kongress- halle in Biel, das architektonische Wahrzeichen der Uhrenstadt. Die Tagung in diesem Jahr steht ganz unter dem Zeichen der aktiven Mit- gestaltung, und so wurden einige Neuheiten eingeführt, um einen regen Austausch zu gestalten. Neuheiten und Programm Zum ersten Mal werden Teilneh- mer die Möglichkeit haben, im Vor- feld online Fragen direkt an die Referenten zu richten. Diese werden die Anregungen und Problemstel- lungen dann in anonymisierter Form in ihre Vorträge integrieren. Am Ende jeder der drei Themen- blöcke fi ndet zudem eine Podiums- diskussion statt, bei der auch Patien- tenfälle diskutiert werden. Zuhörer können sich hier ebenso mit Fragen und Meinungen einbringen. Ein weiteres Novum dieses Jahr stellt das Parallelprogramm speziell für Dentalhygienikerinnen dar. Da- bei werden am Samstagvormittag namhafte Referenten dem Titel „Was Dentalhygienikerinnen über Im- plantate wissen sollten“ mit umfas- senden Beiträgen gerecht. Das Kongresshaus in Biel ist Veranstaltungsort des Jahreskongresses der SGI. (© Stadt Biel) Das Programm wird nach der Er- öffnung durch Dr. Bruno Schmid mit einem Vortrag vom Höhenmediziner und Extrembergsteiger Prof. Dr. Os- wald Oelz eröffnet. Bis Samstagmit- tag folgen Beiträge und Diskussionen rund um die Themen Befund/Dia- gnostik/Planung, Implantatchirurgie sowie rekonstruktive Versorgung und Langzeiterfolg. Ausgewiesene Spezia- listen wie Prof. Dr. Nicola Zitzmann, Prof. Dr. Michael Bornstein, Dr. Wolfgang Bolz und Prof. Dr. Andrea Mombelli werden zu hören sein. Research Award Im Rahmen der Veranstaltung verleiht die SGI auch dieses Jahr wie- der den Research Award, der junge Forscher aus Universitäten und der Praxis honoriert. Ausgewählte Kurz- vorträge werden präsentiert und die besten prämiert. Bevor der Kongress allerdings mit der Verleihung des Preises been- det wird, haben alle Teilnehmer nach der Generalversammlung der SGI Dr. Bruno Schmid, Präsident der SGI, (oben) und Prof. Dr. Oswald Oelz. am Abend des 4. November die Möglichkeit, sich bei einem Get- together auszutauschen. Mehr Informationen zu dem Jahreskongress fi nden Sie unter www.sgi-jahreskongress.ch. IT ITI startet ITI Online Academy University Campus setzt als erste Bildungsanstalt die E-Learning-Umgebung des ITI für das zahnmedizinische Studium ein. University of Texas Health Science Center in San Antonio, TX, USA, Infos zur Fachgesellschaft © Jacob Lund/Shutterstock.com plette E-Learning-Umgebung zur Unterstützung der implantologi- schen Ausbildung. University Campuses sind ein in- tegraler Teil der ITI Online Academy, der im Peer-Review Verfahren be- gutachteten und evidenzbasierten E-Learning-Plattform des ITI. Sie er- möglichen es Universitäten, selbst- ständig ihre individuelle Lernumge- bung für dentale Implantologie ein- zurichten, anzupassen und zu ver- walten. Jeder University Campus umfasst die notwendige technische Infrastruktur sowie unlimitierten Zugriff auf sämtliche Lerninhalte der ITI Online Academy. Universitäten können auch ihre eigenen Lernmate- rialien in ihren Campus integrieren und den gesamten Inhalt in ein strukturiertes Curriculum gliedern. Dies bietet Universitäten die einzig- artige Möglichkeit, dentale Implan- tologie auf einfache Art und Weise in Das Internationale Team für Im- plantologie (ITI) gab die Lancierung seiner University Campus-Initiative bekannt. Dieses einzigartige Pro- gramm steht Universitäten kostenlos zur Verfügung und bietet eine kom- ihren Lehrplan für das zahnmedizi- nische Studium zu integrieren. In jedem Campus kann eine un- begrenzte Anzahl von sogenannten Classrooms angelegt werden. Jedem einzelnen Classroom können Stu- dierende sowie individuelle Lern- inhalte zugeordnet werden. Diskus- sionsforen auf Classroom- und auf Campus-Ebene runden das Angebot ab. Studierende haben während des gesamten Studiums permanenten Zugriff auf sämtliche in ihren Class- rooms zur Verfügung stehenden Ma- terialien. Der erste ITI Online Academy University Campus startete im Juni 2016 am University of Texas Health Science Center (UTHSCSA) in San Antonio TX, USA. Im Verlauf dieses Jahres werden drei weitere Campusse an der University of Melbourne, Aus- tralien, der „The Barts and The Lon- don School of Medicine and Dentis- try“ im Vereinigten Königreich und am „Academisch Centrum Tand- heelkunde Amsterdam“ (ACTA) in den Niederlanden eingerichtet. Ab 2017 wird das Programm dann an jeder Universität eingeführt, die be- reits durch ein ITI Scholarship Cen- ter oder ein ITI Center of Excellence mit dem ITI verbunden ist. Danach kann jede Universität, die bestimmte vom ITI defi nierte Kriterien erfüllt, einen ITI Online Academy Univer- sity Campus beantragen. IT Quelle: ITI
IMPLANT TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Science 29 Die biomechanische Stabilität des augmentierten Alveolarkammes im Vergleich zum nativen Kieferknochen (Teil 1) Dieser Fachbeitrag stellt in einer zweiteiligen Serie Ergebnisse einer randomisierten klinischen Studie mit der neuen Klasse der selbsthärtenden Biomaterialien vor. Von Dr. med. univ. et med. dent. Angelo Chistian Trödhan, Dr. med. dent. Izabela Schlichting, Prof. inv. (Sevilla) Dr. med. dent. Marcel A. Wainwright und Dr. med. dent. Andreas Kurrek. Es kann mittlerweile als gesichertes Wissen betrachtet werden, dass Lang- zeiterfolge in der dentalen Implanto- logie direkt proportional von der Pri- märstabilität der inserierten Implan- tate abhängen und vergleichbare Er- folge bei Sofortbelastung nur erzielt werden können, wenn ein bestimmtes Mass an biomechanischer Primärsta- bilität gewährleistet ist.1 Die Messung der Primärstabilität kann mittels Re- sonanzfrequenzanalyse (RFA) als um- ständlich durchführbarer, fiktiver, rein empirischer und fehler anfälliger Im- plant Stability Quotient (ISQ) ohne Massreferenz bestimmt werden, weni- ger gebräuchlich über einen Implan- tatperiotest oder über das Implantat- eindrehmoment (Insertion Torque Value), das sich mittlerweile interna- tional als zuverlässigstes Messverfah- ren für die primäre Implantatstabilität durchgesetzt hat und für den nieder- gelassenen Praktiker das zuverlässigste Messinstrument für die Langzeitprog- nose des inserierten Implantates dar- stellt.2–6 Ein Grenzwert von mindes- tens 45 Ncm für die Sofortbelastung hat sich mittlerweile etabliert, jedoch sind höhere ITVs bis zu 100 Ncm durchaus wünschenswert, um die Mi- krobewegungen des frisch inserierten Implantates, die eine Osseointegra- tion verhindern, zu minimieren.7, 8 Dem Aberglauben, Implantat- eindrehmomente jenseits der 60 Ncm würden zu Knochennekrosen führen, muss entschieden auf Wissensbasis entgegengetreten werden. Die bio- mechanische Kieferknochenqualität kann einerseits iatrogen höchst erfolg- reich durch das Bone Condensing (Os- teotome, Bone Condenser) verbessert werden (hier werden je nach Instru- mententyp Spitzenwerte von mehre- ren Newton erzielt) und ein Implantat, das mit hohen Drehmomentwerten inseriert wird, letztendlich als sein ei- gener Bone Condenser agieren. Ande- rerseits bricht Kompaktaknochen bei Überschreitung der ortsspezifischen individuellen Grenzwerte stets und wird somit einem unspezifischen Crest Splitting unterzogen und spongiöser Knochen wird aufgrund des inter- trabekulären Leerraumes durch Trabe- kelfrakturen kompaktiert.8 Auf biologischer Ebene gelten für den Kieferknochen die gleichen biolo- gischen Gesetzmässigkeiten wie für jeden Knochen im Säugetier körper, der in Jahrmillionen der Evolution nutzungsspezifisch seiner Aufgabe angepasst wurde: Röhren knochen vermögen hohe statische Drücke auf- zunehmen, dürfen jedoch nur gering- gradig elastisch sein (sonst wäre Gehen und Lasten heben unmöglich), Rippen und Gesichtsschädelknochen als evolutionär ursprünglichere Ge- flechtknochen dagegen bedürfen einer höheren Elastizität (um die At- mung nicht zu behindern bzw. beim Zerkauen harter Nahrung nicht zu brechen). Wie jede einfache oder komplexe Gewebeformation (Organ) des Säu- getierkörpers (darunter auch der Mensch) unterliegt diese einer biolo- gischen Nutzungsbreite: Werden die evolutionsbestimmten Betriebsgren- zen über- oder unterschritten, kommt es zur irreversiblen Schädigung oder wegen Nichtnutzung zur Atrophie. Für das skeletomuskuläre System – zu dem auch das stomato gnathe System gehört – sind die Auswirkungen allge- mein bekannt (universell gültiges Wolff’s Law der Knochenphysiolo- gie): Eine traumatische, akute Über- belastung führt zu Knochenbrüchen, eine chronische akute Überbelastung zu den gefürchteten Grünholzfraktu- ren der Fussknochen (auch Marsch- frakturen genannt, da beim Militär oft untrainierte Wehrdiener mit 30 kg Rückengepäck lange Märsche absol- vieren müssen) und Übergewicht zu Gelenkerkrankungen infolge chroni- scher Überlastung (im Falle des Kie- fergelenks bei Kaugummikauen und/ oder Bruxismus).11 Ein Unterschrei- ten der Betriebsgrenzen des skeleto- muskulären Systems dagegen führt zu rascher Demi neralisation und Atro- phie – seit langer Zeit allgemein be- kannt und restlos geklärt in der Raumfahrtmedizin – und gilt selbst- verständlich in gleicher Weise als Ursache der Alveolarkamm atrophie nach Zahnentfernung.12, 13 Da der praktisch tätige Implanto- loge immer häufiger mit den Folgen des Wolffschen Gesetzes der Knochen – der Kieferkammatrophie – konfron- tiert Implantate zur Vermeidung von komplizierten augmenta tionschirurgischen Eingrif- ist und kurze 1 2 Abb. 1: Koronarer DVT-Schnitt durch den Gesichtsschädel mit eingezeichneten Periost-Schichten (rot) und Augmentation (gelb). – Abb. 2: Horizontaler DVT-Schnitt durch den Gesichtsschädel mit eingezeichneten Periost-Schichten (rot) und Augmentation (gelb). fen zwar aus Sicht des Wissenschafts- marketings die Lösung versprechen (sie aber nicht langfristig halten wer- den können, da sie die evolutionären biologischen Gesetze nicht umstossen können), kommt der Implantologe nicht umhin, sich mit der Augmenta- tionschirurgie tiefgreifend auseinan- derzusetzen. Ein wesentlicher Faktor für das Verständnis von Erfolg und Miss- erfolg in der Implantologie und Aug- mentationschirurgie bei selbstkriti- scher Reflexion besteht im Wissen um die grundsätzliche Bedeutung des Be- griffs „Osseo integration“. Osseointegration ist das grund- sätzliche biologische Entgegenkom- men des Knochens, biologisch kom- patibles Material nach einer natür- lichen oder iatrogenen Verletzung der Knochenstruktur im Rahmen des universell gültigen Knochenheilungs- vorganges reaktions los zu integrieren. Dabei kümmert es die Biologie nicht, aus welcher Art das biokompatible Material besteht. Titan, Titanschäume (z. B. Tigran), ZiO, PEEK, Biogläser, Korallen (z. B. Algipore), zermahlener Kuh-, Schweine-, Pferde-, Ziegen-, Schafs-, Antilopen-, Känguruhkno- chen, β-Tricalciumphosphat, Hy- droxyl apatit (das eigentlich eine auto- loge Substanz ist, da der Säugetier- röhrenknochen hauptsächlich mit HA mineralisiert ist) werden gleicher- massen osseointegrieren, wenn die Kardinals voraussetzung der Kno- chenheilung vom implantologisch tä- tigen Zahnarzt ver innerlicht und auch chirurgisch um gesetzt wird: Die grundlegende und alles entschei- 3 5 4 6 Abb. 3–6: Transkrestales Piezotome-INTRALIFT-Verfahren. – Abb. 3: Krestale Auf- klappung eines ca. 5 x 5 mm messenden Mukoperiostlappens („Booklet-Flap“). – Abb. 4: Präparation des Zuganges zum Kieferhöhlenboden mit der diamantierten Arbeitsspitze TKW 2. – Abb. 5: Präparation des „Ventilsitzes“ mit TKW 4. – Abb. 6: Atraumatisches hydrodynamisches Ablösen des Periost der Kieferhöhlenschleimhaut durch den Ultraschall-Kavitationseffekt mit TKW 5. dende Grundvoraussetzung der er- folgreichen Augmentation ist die Im- mobilisation des Augmentates und des Augmentationsgebietes. Nur unter dieser Voraussetzung – in der orthopädischen Chirurgie schon seit Jahrzehnten bekannt – kann die Vas- kularisation als Grund voraussetzung der Osseointegration (und späteren Degradation, je nach chemischer Zu- sammensetzung) des Augmentates erfolgen. Erst am Ende des universell gültigen Knochenheilungszyklus er- folgt dann – ebenfalls unter der Vor- aussetzung der Immobilisation – die Mineralisation um das osseointeg- rierte Augmentat. Jedoch gewährleistet eine erfolg- reiche Osseointegration noch nicht zwingend einen langfristigen Erfolg, da die bereits oben angeführten funk- tionellen Aspekte der biologischen 7 8 9 10 Abb. 7: Klinisches Ergebnis nach Durchführung des INTRALIFT-Verfahrens. – Abb. 8: Anmischen und Einbringen des selbsthärtenden Biomaterials. – Abb. 9: Situation vor Wundverschluss. – Abb. 10: Radiologisches Ergebnis nach INTRALIFT mit Piezotome und Augmentation.
30 Science IMPLANT TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 11 12 Abb. 11: Eindrehmomentermittlung standardisierter zweiteiliger Q2-Implantate mit dem Implant Center II. – Abb. 12: DVT vor und nach Insertion eines normierten 2-teiligen Q2-Implantates. Belastungsbreite der über das Implan- tat eingeleiteten Kräfte in den Alveo- larkamm die funktionell unbeein- trächtigte Liegedauer des Implantates bestimmen. Mit der Einführung einer neuen Klasse selbsthärtender mono- und (β-TCP, β-TCP/HA) biphasischer Biomaterialien für die Augmenta- tions chirurgie scheint endgültig die Ablöse des autologen Knochenblocks als Standard möglich zu sein, da diese Biomaterialien die gleiche biologische Funktion wie ein Knochenblock er- füllen, nämlich ein völlig starres und immobiles Augmentationsvolumen herzustellen (Primat der Immobilisa- tion).14 Da jedoch bis dato keine wissen- schaftlichen Erkenntnisse über die native biomechanische Qualität eines vollständig osseointegrierten Aug- mentates vorlagen, hat die For- schungsgruppe diese nun in einer ver- gleichenden randomisierten klini- schen Studie anhand der mono- und biphasischen selbsthärtenden Bio- materialien bei der Anwendung mit trans krestalem hydrodynami- schen Ultraschall-Cavitationssinuslift (Piezo tome tHUCSL-INTRALIFT) und der bukkalen ultraschallgestütz- ten subperiostalen Tunneltechnik er- mittelt.15–19 Eine weitere grundsätzli- che Überlegung war, zwei virtuell no- menklatorisch unterschiedliche Aug- mentationsverfahren zu vergleichen, die jedoch rein biologisch exakt die gleichen Voraussetzungen zur Rege- neration eines biologisch aktiven Scaffolds besitzen (subperiostale Tunneltechnik und Sinus lift erfolgen beide auf der gleichen Basis des atrophen Oberkieferalveolarknochens 13 14 15 16 17 und bilden beide ein subperiostales Volumen zur Aufnahme des Biomate- rials; Abb. 1 und 2). Material und Methode 143 fortlaufende Patienten, die zur Ermöglichung der Insertion von Implantaten aufgrund hochgradiger subantraler vertikaler Kieferkamm- atrophie oder anteriorer horizon taler Kammatrophie einen vorbreitenden augmentations chirurgischen Eingriff benötigten, wurden in zwei Gruppen unterteilt. Gruppe I – transkrestaler hydrodynamischer Ultraschall-Cavitationssinuslift (INTRALIFT) mit Piezotome II, Implant Center II, Piezotome Solo, ACTEON, Frankreich: 60 Patienten mit 79 INTRALIFT-Augmentatio- nen und 79 standardisierten Q2- Mess implantaten (Q2-Implant-Sys- tem, TRINON Titanium GmbH, Karlsruhe) Gruppe II – Piezotome enhanced Subperiostal Tunnel Technique mit Piezotome II, Implant Center II, Piezotome Solo, ACTEON, Frankreich, im Oberkie- ferfrontzahnbereich: 64 Patienten mit 67 PeSPTT-Augmentationen und 71 standardisierten Q1-Mess- implantaten (Q1- Implant-System, TRINON Titanium GmbH, Karls- ruhe) Den Patienten wurden je Gruppe unterschiedliche Nummern zur Ano- nymisierung für Augmentation und Implantatinsertion zugewiesen, Aug- mentationen und Implantatinsertio- nen stets von unterschiedlichen Ope- rateuren durchgeführt und in ge- trennten Excel-Tabellen dokumen- tiert, die erst der Statistiker aufgrund des Codes zusammenführen konnte. easy-graft Beiden Gruppen wurde je Augmentationsgebiet (pro INTRA- LIFT-situs/pro PeSPTT anteriorem Kieferviertel) über einen Zufallsgene- rator entweder das monophasische β-TCP-Biomaterial selbsthärtende GUIDOR CLASSIC (Sunstar, Schweiz) oder das bipha- selbsthärtende HA/β-TCP- sische Biomaterial GUIDOR easy-graft CRYSTAL (Sunstar, Schweiz) zuge- wiesen. Pro Augmentationssitus wur- den jeweils exakt 2 ccm Biomaterial eingebracht, um präzise vergleichbare Werte auf der Wissensbasis der zeitli- chen biologischen Gesetzmässigkei- ten der Knochenregeneration pro Vo- lumeneinheit ermitteln zu können.16 Als Kontrollgruppen dienten je- weils Patienten mit ausreichendem subantralen Knochenangebot für Gruppe I (Mini mum der Kiefer- kammdimensionen: 12 mm Höhe 18 Abb. 13: Klinische Situation vor Durchführung der Piezotome enhanced Subperiostal Tunnel Technique (PeSPTT). Auf Position 22 ging alieno loco bereits ein Implantat verloren und eine autologe Knochenblockaugmentation scheiterte ebenfalls alieno loco. – Abb. 14: Piezotome-Präparation des subperiostalen Tunnels. – Abb. 15: Ein- bringen von 2 ccm Biomaterial. – Abb. 16: Zustand nach Modellation und Aushär- tung. – Abb. 17: Zustand nach Wundverschluss. – Abb. 18: Im Uhrzeigersinn: prä- operative Situation, postoperatives DVT, DVT nach Implantatinsertion (das Augmentat ist aufgrund seiner höheren röntgenologischen Dichte zum hochatrophen Restalveolarkamm deutlich abgrenzbar). und 6 mm Breite, N = 36) und ausrei- chender anteriorer Alveolarkamm- höhe (mind. 14 mm) und -breite (mind. 5 mm) für die Gruppe II (N = 30). OP-/Studienprotokoll Gruppe I Gemäss dem festgelegten Proto- koll für den tHUCSL-INTRALIFT für das Piezotome II erfolgte stets eine minimal invasive krestale Mukope- riostlappenpräparation (Abb. 3), ge- folgt von der Eröffnung des Kiefer- höhlenbodens mit der diamantierten Arbeitsspitze TKW 2 (Abb. 4) und Präparation des Ventil sitzes mit TKW 4 (Abb. 5) sowie hydro- dynamischer Ablösung der Kiefer- höhlenschleimhaut mit der TKW 5- Arbeitsspitze (Piezotome-Modus D3, 30 ml, 5 s) zur Schaffung eines suban- tralen Augmentationsvolumens von gleichbleibend 2,5 ccm (Abb. 6).14, 17, 18 Nach Inspektion der Schnei- der’schen Membran (Abb. 7) erfolgte das randomisierte Einbringen von exakt 2 ccm der selbsthärtenden Bio- materialien easy-graft CLASSIC (100 % β-TCP) oder easy-graft CRYS- TAL (60 % HA, 40 % β-TCP) (Abb. 8). Nach Aushärten der Materialien (Abb. 9) erfolgte der Wundverschluss und ein Kontrollröntgenbild (Abb. 10). Nach einer Abheilzeit von durch- schnittlich 8,92 Monaten gemäss den zeitlichen biologischen Gesetzmässig- keiten der Knochenregeneration pro Volumeneinheit, wurden exakt an der Position, an der der INTRALIFT statt- gefunden hatte (meist Position des 1. Molaren), standardisierte Q2-Im- plantate in den Dimensionen 4 mm/ 12 mm nach vorgeschriebenem Bohr- protokoll eingebracht, das Eindreh- moment mit dem Implant Center II in 1-Ncm-Schritten gemessen (Abb. 11) und ein Kontroll-DVT ange fertigt (Abb 12).16 Die Eindrehmomentwerte wur- den im Falle der Insertion mehrerer Implantate stets nur für diejenige Im- plantatposition ermittelt, an der zuvor der transkrestale Zugang zum Kiefer- höhlenboden angelegt wurde, um von vorhandenem nativem restlichem subantralem Kieferkammknochen unbeeinflusste Werte für das Regene- rat zu erhalten. OP-/Studienprotokoll Gruppe II Gemäss dem festgelegten Proto- koll für die Piezotome enhanced sub- periostale Tunneltechnik (Abb. 13) erfolgte die vertikale Mukoperiostin- zision ca. 3–4 mm mesial des prospek- tiven Augmentationsgebietes und Präparation des subperios talen Tun- nels mit einer für die subperiostalen Tunneltechnik modifizierten Arbeits- spitze BS 4 mit dem Piezotome (Abb. 14). Die Präparation des subperiosta- len Tunnels mit ultraschallchirurgi- schem Arbeitsgerät ist hier von ent- scheidender Bedeutung, da vor allem im präparatorisch diffizilen Oberkie- ferfrontzahnbereich nur mit dem Pie- zotome eine verletzungsfreie Ablö- sung des Periosts gelingt, das die Basis für die spätere Knochenregeneration gewährleistet.20, 21 Pro zukünftigem Implantatsitus erfolgte anschliessend das randomisierte Einbringen von exakt 2 ccm der selbsthärtenden Bio- materialien (Abb. 15). Nach Model- lation und vollständiger Aushärtung des Biomaterials (Abb. 16) erfolgte der Wundverschluss (Abb. 17). Nach einer Abheilzeit von durch- schnittlich 8,31 Monaten gemäss den zeitlichen biologischen Gesetzmässig- keiten der Knochenregeneration pro Volumen einheit wurden exakt an der Position, an der die PeSPTT stattge- funden hatte, standardisiert einteilige Q1-Implantate in den Dimensionen 3,5 mm/14 mm (die Nettofriktions- flächen und Gewinde schnitte sind – mathematisch verifiziert – identisch zu den Q2-Implantaten in der Gruppe I) exakt nach vorgeschriebe- nem Bohrprotokoll eingebracht und das Eindrehmoment mit dem Im- plant Center II in 1-Ncm-Schritten gemessen sowie der ermittelte Wert in das Studienprotokoll eingetragen.16 Abbildung 18 zeigt im Uhrzeigersinn die präoperative Situation im Panora- maröntgen, die postoperative Situa- tion nach PeSPTT mit 2 ccm easy- graft im DVT und die Situation nach Insertion des Q1-Implantates. Die statistische Auswertung erfolgte ex- tern mit der Software SPSS 22.0 und beinhaltete die Er- mittlung der Mittelwerte, Standardabweichung, One- way ANOVA-, student T- und Tukey-Kramer-Test. IT Literatur Im zweiten Teil, der in der kom- menden Ausgabe der Dental Tribune Schweiz veröffentlicht wird, werden das Studienprotokoll der Gruppe II wieder- gegeben und die bisherigen Ergebnisse zusammengefasst. Dabei werden beide Vergleichsgruppen ausgewertet und umfassend diskutiert. Infos zum Autor Dr. Trödhan Kontakt Infos zur Autorin Dr. Schlichting Infos zum Autor Dr. Wainwright Infos zum Autor Dr. Kurrek DDr. Angelo Chistian Trödhan Institut für Mund-Kiefer- Gesichtschirurgie und Zahn- heilkunde Allgemeines Krankenhaus der Gemeinde Wien „Hietzing“ Wolkersbergenstr. 1 Pavillon 3a 1130 Wien, Österreich dr.troedhan@gmail.com Dr. Izabela Schlichting Zentrum für Gesichtsästhetik Wien Bräuhausgasse 12 1050 Wien, Österreich ordination.tsl@gmail.com Prof. inv. (Sevilla) Dr. Marcel A. Wainwright SWISS BIOHEALTH AG Brückenstr. 13–17 8280 Kreuzlingen, Schweiz info@swiss-biohealth.com Dr. Andreas Kurrek Implantologie-Praxis Oberkassel Dominikanerstr. 10 40545 Düsseldorf, Deutschland dr.kurrek@gmail.com
IMPLANT TRIBUNE Swiss Edition Nr. 10/2016 · 5. Oktober 2016 Implant Products 31 Gesteuerte Gewebe- und Knochenregeneration Gesteuerte Gewebe- und Knochenregeneration Sunstar präsentiert die bioresorbierbare GUIDOR matrix barrier. Sunstar präsentiert die bioresorbierbare GUIDOR matrix barrier. GUIDOR bioresorbable matrix bar- GUIDOR bioresorbable matrix bar- rier aus resorbierbaren Polymeren rier aus resorbierbaren Polymeren steht für ein einzigartiges Sorti - steht für ein einzigartiges Sorti - ment transluzenter mehrschichtiger ment transluzenter mehrschichtiger Membranen, die die Weichgewebe- Membranen, die die Weichgewebe- integration und -regeneration unter- integration und -regeneration unter- stützen. Dabei ist GUIDOR matrix stützen. Dabei ist GUIDOR matrix barrier die erste und derzeit am barrier die erste und derzeit am umfassend s ten untersuchte alloplas- umfassend s ten untersuchte alloplas- tische Membran mit Matrix- und tische Membran mit Matrix- und Barriere-Funktion. Barriere-Funktion. Die Matrix weist ein mehrschich- Die Matrix weist ein mehrschich- tiges Design auf und stabilisiert so tiges Design auf und stabilisiert so effektiv die Wunde, unterstützt die effektiv die Wunde, unterstützt die schnelle Integration von gingivalem schnelle Integration von gingivalem Bindegewebe und hemmt wirksam Bindegewebe und hemmt wirksam das epitheliale Wachstum nach das epitheliale Wachstum nach unten – all dies trägt zu einer „ech- unten – all dies trägt zu einer „ech- ten Zellokklusion“ bei. Die Eigen- ten Zellokklusion“ bei. Die Eigen- schaften der GUIDOR matrix barrier schaften der GUIDOR matrix barrier entsprechen den Kriterien für eine ide- entsprechen den Kriterien für eine ide- ale Dentalmembran1 und sorgen so dafür, dass für mindestens sechs Wo- chen eine Barrierestabilität und -funk- tion gegeben ist.2 In dieser Zeit bleiben ihre Strukturen stabil und ermögli- chen so die Aufrechterhaltung des Raums, der für Zement, parodontales Ligament und Knochenregeneration notwendig ist. Danach wird das Pro- dukt in einer vorhersagbaren Zeit- spanne resorbiert und nach und nach durch parodon tales Gewebe ersetzt. Die GUIDOR matrix barrier ist in ver- schiedenen Konfi gurationen erhält- lich, die entsprechend für Indikatio- nen der geführten Knochenregenera- tion (GBR) und der geführten Gewebe regeneration (GTR) geeignet sind. IT Sunstar Deutschland Tel.: +49 7673 885 10 855 www.guidor.com 1 Scantlebury T, Guided regeneration. A decade of Technology, J Perio 1993 64 1129–1137. 2 Lundgren D, Mathisen T, Gottlow J. The development of a bioresorbable barrier for guided tissue regeneration. J Swed Dent Assoc 1994; 86: 741. Mundspülungen für Implant- und Periopatienten Von Curasept ADS® gibt es zwei neue Chlorhexidin-Spülungen, eines für Perio-, eines für Implantpatienten. Besonders interessante Wirkstoffe: Hyaluronsäure und Polyvinylpyrrolidon-Vinylacetat. sogar den Geweberegenerations- prozess und hemmt auch die Pla- quebildung. Die neue Generation Curasept ADS®-Spülungen für Perio- und Implantpatienten setzt auf Chlor- hexidin (CHX) plus Hyalu- ronsäure (HA) und Polyvi- nylpyrrolidon-Vinylacetat (PVP-VA). Diese Kombina- tion wirkt antiseptisch, un- terstützt die Genesung und bildet zusätzlich einen star- ken Schutzfi lm auf Zähnen, Zahnfl eisch und Schleim- haut. Dieser Film unterstützt Erhältlich in zwei Versionen: Die neuen Mundspülungen sind auf die Bedürfnisse von Parodontolo- gie- und Implantatpatienten zu- geschnitten. Direktimplantation – schnelle Einheilung Langzeitstudien belegen hohe Erfolgsraten von IMPLANTIUM Implantaten. Die bewährte Zahnimplantatlinie IMPLANTIUM steht im Dreiklang aus Stabilität, einfacher Handha- bung und Design und erfreut sich internationaler Beliebtheit. Das zy- linderförmige Schraubenimplantat weist synchronisierte positive Hals- gewinde und optimale Fixierungs- gewinde auf. Die Gestaltung der Gewindeplattform sorgt zudem für einen optimalen Knochen-Implan- tat-Kontakt. Wie alle anderen Dentium Implantatlinien sind die IMPLAN- TIUM Implantate mit einer speziel- len S.L.A.-Oberfl äche ausgestattet, welche den Prozess der Osseointe- gration signifikant beschleunigt. Langzeitstudien belegen die hohen Erfolgsraten bei einem Zeitraum von mehr als zehn Jahren. Sämtliche Systemkom- ponenten sind aufeinander abgestimmt, d. h. alle Im- plantatdurchmesser weisen den gleichen Innensechs- kant auf. Entsprechend pas- sen die Abutmentschrau- ben auf alle Abutments und Befestigungsplattformen. Die Farbcodierung nach Implantatdurchmesser er- möglicht zudem eine si- chere und einfache Hand habung. IT Dentium/ICT Europe GmbH Tel.: +49 6196 95482-0 www.dentium.com Für Implant-Patienten Für die Plaquekontrolle nach Operationen wurde Curasept ADS® Implant entwickelt: ideal nach besonders komplizierten Ein- griffen wie dem Setzen von Im- plantaten und plastischen chirur- gischen Eingriffen. Die Chlor- hexidin-Konzentration von 0,20 % CHX mit PVP-VA und HA garan- tiert eine starke Wirkung gegen Plaque und Bakterien. Für Perio-Patienten Curasept ADS® Perio mit 0,12 % CHX mit PVP-VA und HA eignet sich bei Gingivitis, Parodon- titis, Parodontaltherapien und um die tägliche Mundhygiene zu ver- vollständigen. Gut für die Compliance Beide Spülungen sind ange- nehm: Sie schmecken, sind wirksam und der Geschmackssinn leidet nicht. Auch in der Langzeitanwen- dung führen sie höchstens zu mini- malen, kaum bemerkbaren Verfär- bungen. IT Infos zum Unternehmen Curaden AG Tel.: +41 44 744 46 46 www.curaprox.com CHX, HA und PVP-VA Hyaluronsäure (HA) wirkt wie CHX antimikrobiell, aktiviert aber zusätzlich die Im- munabwehr. Ausserdem stabilisiert HA das Gewebe, unterstützt die Wundheilung und sichert die Feuchtigkeitszufuhr. Das Copolymer Polyvinylpyrrolidon-Vinyl- acetat (PVP-VA) bildet dank besonders hoher Mukoadhäsivität nicht nur auf Zäh- nen, sondern auch auf Schleimhäuten und Zahnfleisch einen Schutzfilm. Diese mechanische Schutzwirkung verhindert die Anlagerung von Bakterien und macht dadurch Infektionen während der Heilung höchst unwahrscheinlich. Unser DLZ-Angebot. ANZEIGE i e d . 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