• Titel

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  • Editorial: Eine Lanze für die Totalprothetik!

    Prof. inv. Dr. Jürgen Wahlmann

    Totalprothetik ist seit vielen Jahren das ungeliebte Stiefkind in der Ästhetischen Zahnmedizin. Hip sind andere Themen, wie Veneers, Bleaching, Implantate und Ähnliches. Hier werden die Patienten in den Praxen umfassend über die Möglichkeiten der verschiedenen Versorgungen mit Konzepten wie Vorher-Nachher-Fotos, Wax-up/Mock-up, Digital Smile Design aufwendig beraten. Im Gegensatz dazu findet bei der Versorgung mit Totalprothesen in den meisten Praxen fast keine Beratung über die unterschiedlichen ästhetischen Möglichkeiten, wie hochwertige Zahngarnituren, phonetische Aufstellungen oder die absolut perfekte ästhetische Gestaltung der Gingiva, statt....

  • Inhaltsverzeichnis

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  • Das schöne Gesicht - Praxis & Symposium

  • Diastemataschluss und Zahnform­korrektur mittels adhäsiv befestigter Keramikveneers

    Dr. Navid Jalilvand, M.Sc., Dr. Sahar Hajilou, M.Sc.

    Ästhetisch motivierte Behandlungen prägen zunehmend den zahnärztlichen Alltag. Neben einer perfekten Ästhetik äußern Patienten zunehmend den Wunsch nach minimalinvasiven Therapiemöglichkeiten. Adhäsiv befestigte Keramikveneers stellen eine substanzschonende Therapie­option zur Versorgung von verfärbten, kariösen, frakturierten oder fehlgestellten Zähnen dar. Zugleich ermöglichen sie herausragende ästhetische Ergebnisse, wodurch sie von natürlichen Zähnen häufig nicht zu unterscheiden sind.1

  • Der natürliche Erhalt des Emergenzprofils – Prävention statt Rekonstruktion

    Dr. Umut Baysal, Dr. Arzu Tuna

    Die implantologische Versorgung von Einzelzahnlücken in der ästhetischen Zone unterliegt einer strengen Beurteilung. Objektivierbare Kriterien wie der „Pink and White Esthetic Score“wurden erarbeitet1, 2 und der Fokus wissenschaftlicher Arbeiten überwiegend auf die Rekonstruktion der Hart- und Weichgewebe gelegt. Diese Konzepte basieren jedoch auf dem Prinzip der Geweberekonstruktion nach Gewebeverlust. Folgende Kasuistik verfolgt den Ansatz der Prävention von Resorptionsprozessen nach Zahnextraktion.

  • Einfaches Kompositsystem für komplexe Direktversorgungen

    Dr. Florian Klumpp

    Die hohen mechanischen und ästhetischen Anforderungen an adhäsive Füllungsmaterialien sind Anwendern bekannt. Doch welche Aspekte spielen bei der Materialwahl in der Praxis eine entscheidende Rolle – und was ist mit diesen Werkstoffen möglich? Dr. Florian Klumpp hat mit G-ænial ein Komposit gefunden, das seinen Ansprüchen gerecht wird: Es kombiniert einfaches Handling (auch in der Farbwahl) mit einer hervorragenden Farbadaption. Wie das folgende Fallbeispiel zeigt, gelingen damit auch anspruchsvolle Frontzahnversorgungen.

  • Von der Komplexität zur Einfachheit: Herstellung einer umfangreichen vollkeramischen Versorgung im Ober- und Unterkiefer

    Dr. Tetsuya Uchiyama, Michiro Manaka

    In dieser Dokumentation, welche mit dem IPS e.max Smile Award 2016 ausgezeichnet wurde (Siegerfall „Asien, Pazifik“), wird eine Therapie mit zahn- und implantatgestützten Versorgungen beschrieben. Beispielhaft ist, wie aus der zunächst komplexen Ausgangssituation eine „einfache“ Basis und eine einheitliche farbliche Grundlage für die Herstellung vollkeramischer Restaurationen geschaffen wurden.

  • 14. Jahrestagung der DGKZ – Aktuelle Trends in der ästhetischen Zahnheilkunde

  • Erste Leitlinie zu Kompositrestaurationen im Seitenzahnbereich

    Redaktion

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  • Ästhetik auf der Internationalen Dental-Schau (IDS) 2017 Keramik-Innovationen beflügeln

    Redaktion

    Schön ist, wer schöne Augen und schöne Zähne hat. Denn darauf fällt der Blick des Betrachters zuallererst. Die Proportionen müssen stimmen und ein harmonisches Ganzes ergeben. Was die Zähne anbetrifft, so hat die Dentalindustrie in den vergangenen Jahrzehnten eine Reihe innovativer Verfahren und Produkte geschaffen, die den Abstand zwischen einem hohen Ideal und der erreichbaren Realität immer stärker schwinden lassen. Dazu zählen moderne Diagnose- und Therapieoptionen (z. B. Gesichtsscanner, implantologisches Backward Planning, gesteuerte Geweberegeneration) und insbesondere keramische Werkstoffe. Einen umfassenden Überblick verschafft sich der Messebesucher auf der Internationalen Dental-Schau vom 21. bis 25. März 2017 in Köln.

  • Mit viel Liebe zur Präzision

    Christine Kaps

    Nachdem das Zahnarztehepaar Dr. Silvia und Dr. Chris­tian Fuchs bereits seit etlichen Jahren in getrennten Pra­xisgemeinschaften in der 1.200 Jahre alten Donaumetropole Ingolstadt tätig war, entstand bei beiden der Wunsch, noch einmal ein gemeinsames, neues Praxisprojekt auf die Beine zu stellen.

  • DGKZ-Jahrestagung in Hamburg erneut mit interdisziplinärem Ansatz

    Redaktion

    Die 14. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) findet am 5. und 6. Mai 2017 in Hamburg statt. Die 2003 gegründete Fachgesellschaft setzt bei der Programmgestaltung und Themenauswahl auf die interdisziplinären Aspekte eines gesamtgesellschaftlichen Trends – dem Streben nach Vitalität und Schönheit. In diesem Zusammenhang findet die Tagung auch in Verbindung mit dem bereits zum zweiten Mal von der DGKZ und der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin e.V. (IGÄM) veranstalteten „Praxis & Symposium – Das schöne Gesicht“ statt. Als weiterer interdisziplinärer Bestand­teil runden die MUNDHYGIENETAGE 2017 die Veranstaltung ab. Die Veranstaltungen haben sowohl gemeinsame als auch getrennte Programmteile. 
Somit findet sich für jeden Teilnehmer ein geeigneter Weiterbildungsfokus.

  • Produkte

    Redaktion

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  • Le Mans Classic – The Leading Vintage Car Racing Event

    Prof. inv. (Universität Sevilla) Dr. Martin Jörgens

    Das an der Sarthe gelegene französische Le Mans wurde bereits im Jahre 1923 das Zentrum des Rennsports. Damals wurde das 24-Stunden-Rennen von Le Mans geboren, welches über die Jahre auch fester Bestandteil der Markenweltmeisterschaft wurde. Seitdem jagen alljährlich Werksteams und Privatfahrer der begehrten Trophäe nach, welche in zahlreichen unterschied­lichen Klassen gewertet wird.

  • Fotokunst in der Praxis – auf die Hängung kommt es an

    Redaktion

    In den vergangenen Jahren hat LUMAS die Vielfalt der zeitgenössischen Fotografie online und in über 40 LUMAS-Galerien weltweit für einen immer größer werdenden Kreis von Kunstbegeisterten und jungen Sammlern zugänglich gemacht. Mehr als 2.000 Arbeiten von 230 etablierten Künstlern und Newcomern liefern einen umfassenden Einblick in die zeitgenössische Kunst- und Designszene. Die Werke bei LUMAS sind als handsignierte Originale in limitierten Auflagen von meist 75 bis 150 Exemplaren zu fairen Preisen erhältlich.

  • Kongresse, Kurse und Symposien/ Impressum

    Redaktion

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  • DGKZ - Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V.

  • OEMUS MEDIA AG

ISSN 1864-4279 Entgelt bezahlt: 74677 Preis: € 10,00 zzgl. MwSt. 15. Jahrgang • März • 1/2017 cosmetic dentistry _ beauty & science 12017 Fachbeitrag Der natürliche Erhalt des Emergenzprofils – Prävention statt Rekonstruktion Veranstaltung DGKZ-Jahrestagung in Hamburg erneut mit interdisziplinärem Ansatz Kunst Fotokunst in der Praxis – auf die Hängung kommt es an m o c . k c o t s r e t t u h S / a y a k s n e h c e r o P a y n e g v E © i
Die Kunst zu glänzen Besuchen Sie uns! Halle 10.2 Stand R10/S19 BRILLIANT EverGlow® Universal Submicron Hybridkomposit (cid:180) Hervorragende Polierbarkeit und Glanzbeständigkeit (cid:180) Brillante Einfarb-Restaurationen (cid:180) Ideales Handling dank geschmeidiger Konsistenz (cid:180) Gute Benetzbarkeit auf der Zahnsubstanz everglow.coltene.com | www.coltene.com 5 2 2 3 0 0
Editorial | Infos zum Autor Prof. inv. Dr. Jürgen Wahlmann Eine Lanze für die Totalprothetik! Totalprothetik ist seit vielen Jahren das ungeliebte Stiefkind in der Ästhetischen Zahnmedizin. Hip sind andere Themen, wie Veneers, Bleaching, Implantate und Ähnliches. Hier werden die Patienten in den Praxen umfas- send über die Möglichkeiten der verschiedenen Versorgungen mit Konzepten wie Vorher-Nachher-Fotos, Wax-up/Mock-up, Digital Smile Design aufwendig beraten. Im Gegensatz dazu findet bei der Versorgung mit Totalprothesen in den meisten Praxen fast keine Beratung über die unterschiedlichen ästhetischen Möglich- keiten, wie hochwertige Zahngarnituren, phonetische Aufstellungen oder die absolut perfekte ästhetische Gestaltung der Gingiva, statt. Eine Umfrage des Autors auf Facebook in verschiedenen Gruppen für Zahnärzte und Zahntechniker hat ergeben, dass die meisten Zahnärzte nicht wissen, welche Zahngarnitur(en) ihr Labor verwendet, geschweige denn, dass dem Patienten verschiedene Qualitäten zur Auswahl gestellt würden. Auch über weitere ästhetische Möglichkeiten wie zum Beispiel die Gingivaindividualisierung wird kaum mit den Patienten gesprochen. Zudem sind die Patienten selbst kaum informiert. Die Suchanfrage bei Google zum Thema „Veneers“ liefert deutlich mehr Ergebnisse als die Suchanfrage zum Thema „Totalprothese“. Auch in der Publikumspresse sind viele Artikel zum Thema Veneers zu finden, während Totalprothesen bestenfalls im Zusammenhang mit Druckstellen erwähnt werden. Umso mehr ist daher der Behandler in Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker gefragt, den Patienten nicht nur über neue Techniken (die nahende IDS wirft ihre Schatten voraus) zu informieren, die den Halt der Prothese verbessern, wie zum Beispiel die CAD/CAM gefräste Prothesenbasis, sondern darüber hinaus mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie bei anderen Versorgungsformen eben auch über alle ästhetischen Möglichkeiten, damit auch diese Patienten in den Genuss einer perfekten Ästhetik kommen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2017! Ihr Prof. inv. Dr. Jürgen Wahlmann cosmetic 1 2017 dentistry 03
| Inhalt Fachbeitrag 10 Event 28 Reise 40 | Editorial Event 03 Eine Lanze für die Totalprothetik! Prof. inv. Dr. Jürgen Wahlmann 28 Ästhetik auf der Internationalen Dental-Schau (IDS) 2017 | cosmetic dentistry 06 Diastemataschluss und Zahnformkorrektur mittels adhäsiv befestigter Keramikveneers Dr. Navid Jalilvand, Dr. Sahar Hajilou, M.Sc. 10 Der natürliche Erhalt des Emergenzprofi ls – Prävention statt Rekonstruktion Dr. Umut Baysal, Dr. Arzu Tuna 16 Einfaches Kompositsystem für komplexe Direktversorgungen Dr. Florian Klumpp 20 Von der Komplexität zur Einfachheit: Herstellung einer umfangreichen vollkeramischen Versorgung im Ober- und Unterkiefer Dr. Tetsuya Uchiyama, Michiro Manaka | Spezial Praxisplanung 32 Mit viel Liebe zur Präzision Christine Kaps 36 DGKZ-Jahrestagung in Hamburg erneut mit interdisziplinärem Ansatz | Lifestyle Reise 40 Le Mans Classic – The Leading Vintage Car Racing Event Prof. inv. (Universität Sevilla) Dr. Martin Jörgens Kunst 44 Fotokunst in der Praxis – auf die Hängung kommt es an 26 News 38 Produkte 48 Impressum 04 cosmetic dentistry 1 2017
Das schöne Gesicht Praxis & Symposium Referent I Dr. Andreas Britz/Hamburg Unterspritzungstechniken Für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profi s 6. Mai 2017 in Hamburg – EMPIRE RIVERSIDE HOTEL (bildgestützte Erfahrungsberichte bzw. Fallbeispiele, Misserfolge, Programmpunkte | Wissenschaftliche Vorträge zu folgenden Themen: – Das schöne Gesicht aus zahnärztlicher Sicht – Das schöne Gesicht aus ärztlicher Sicht – Das schöne Gesicht aus psychologischer Sicht | Theoretische Grundlagen und allgemeine Fragestellung Problemmanagement, Vorher-Nachher-Bilder) | Unterspritzungstechniken – Praktische Übungen – Demonstration am Patienten Organisatorisches Kursgebühr Tagungspauschale* 225,– € zzgl. MwSt. 59,– € zzgl. MwSt. * Umfasst Pausenversorgung und Tagungsgetränke. Die Tagungspauschale ist für jeden Teilnehmer verbindlich. In Kooperation mit DGKZ – Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin www.dgkz.com Faxantwort an +49 341 48474-290  Hiermit melde ich folgende Personen zu dem Kurs „Das schöne Gesicht – Praxis & Symposium“ am 6. Mai 2017 in Hamburg verbindlich an: Name, Vorname E-Mail-Adresse (Bitte angeben!) Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG (abrufbar unter www.oemus.com) erkenne ich an. Praxisstempel / Laborstempel Datum, Unterschrift O EM U S M E D I A AG O EM U S M E D I A AG 7 1 / 1 d c Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-308 · event@oemus-media.de
| cosmetic dentistry Fachbeitrag Diastemataschluss und Zahnform­ korrektur mittels adhäsiv befestigter Keramikveneers Autoren: Dr. Navid Jalilvand, M.Sc., Dr. Sahar Hajilou, M.Sc. Ästhetisch motivierte Behandlungen prägen zunehmend den zahnärztlichen Alltag. Neben einer perfekten Ästhetik äußern Patienten zunehmend den Wunsch nach minimalinvasiven Therapie- möglichkeiten. Adhäsiv befestigte Keramikveneers stellen eine substanzschonende Therapie- option zur Versorgung von verfärbten, kariösen, frakturierten oder fehlgestellten Zähnen dar. Zugleich ermöglichen sie herausragende ästhetische Ergebnisse, wodurch sie von natürlichen Zähnen häufig nicht zu unterscheiden sind.1 Jede Veneerversorgung bedarf einer sorgfältigen funktionellen und ästhetischen Diagnostik unter Be- rücksichtigung der Indikationsstellung, der Einhal- tung der Präparationsrichtlinien sowie der korrekten Verarbeitung, um eine langfristig stabile Versorgung zu erreichen.2 Einer der wichtigsten Entscheidungsgründe für die Versorgung mit Keramikveneers ist die zahnhartsub- stanzschonende Präparationstechnik. Während für die Aufnahme einer Vollkrone bis zu 72 Prozent der Hartsubstanz einer natürlichen Zahnkrone durch Präparation abgetragen wird, um die notwendigen Materialstärken für die künstliche Krone zu erhal- ten,3 beträgt der Substanzabtrag für ein Veneer je nach Präparationstyp lediglich zwischen 3 und 30 Prozent.3 Hierbei bleibt die Präparation in der Regel auf die labiale Fläche der Zähne und auf den Schmelzbereich begrenzt.4 In Einzelfällen kann bei der Versorgung mit sogenannten Non-Prep Veneers sogar komplett auf die Präparation verzichtet wer- den.5 Für diese Art der Restauration liegen jedoch noch keine klinischen Langzeitstudien vor.6 Adhäsiv befestigte Keramikveneers haben sich in verschiedenen klinischen Studien als langlebig und zuverlässig bewährt.7–13 Überlebensraten von über 90 Prozent in Beobachtungszeiträumen von fünf bis zehn Jahren zeigen die klinische Ausgereiftheit dieser Therapiemethode.14,15 Abb. 1a–d: Ausgangssituation der 25-jährigen Patientin – Lippenbild mit sichtbarem Diastema mediale, Frontalansicht, sichtbare Lücke zwischen 11 und 12, zapfenförmiger Zahn 22. Abb. 1a Abb. 1b Abb. 1c Abb. 1d 06 cosmetic dentistry 1 2017
Fachbeitrag cosmetic dentistry | Abb. 2a Abb. 2b Abb. 3a Abb. 3b Der vorgelegte Fallbericht beschreibt die minimal- invasive Frontzahnumformung bei gleichzeitigem Diastemataschluss im Oberkieferfrontzahnbereich mittels adhäsiv befestigter Keramikveneers bei einer 25-jährigen Patientin. Ausgangssituation Die Patientin stellte sich mit dem Wunsch nach einem Lückenschluss und einem insgesamt harmo- nischen Gesamtbild der Oberkieferfrontzähne in unserer Praxis vor (Abb. 1a–d). Da sie ein schnelles Behandlungsergebnis wünschte, lehnte sie eine Vorstellung beim Kieferorthopäden ab. Die Befund- aufnahme ergab ein kariesfreies, konservierend ver- sorgtes Gebiss mit gingival und parodontal gesun- den Verhältnissen. Die Zähne 12 bis 22 wiesen weder Kompositfüllungen noch unbehandelte kariöse Lä- sionen auf. Die Übersichtsaufnahmen (Abb. 1a–d) zeigen die sichtbaren Lücken zwischen den Zähnen 12/11, 11/21 und 21/22. Als ebenso störend empfand die Patientin die zapfenförmigen lateralen Schneide- zähne 12 und 22 (Abb. 1c und d). Therapieplanung Bei der geplanten Therapie handelte es sich um eine rein ästhetische Intervention. Eine adäquate Funk- tion und eine uneingeschränkte Phonetik waren bereits im Voraus gegeben. Als Behandlungsziel wurden daher der Diastemataschluss und die Form- korrektur der Zähne 12-22 definiert. Um hierbei möglichst zahnhartsubstanzschonend zu arbeiten, entschieden wir uns gemeinsam mit der Patientin für eine Versorgung mit Keramikveneers mit einer rein auf den Zahnschmelz begrenzten, minimalinva- siven Präparation. Behandlungsablauf Um im Vorfeld eine Visualisierung des späteren Be- handlungsergebnisses zu ermöglichen, wurden im zahntechnischen Labor anhand von Situationsmo- dellen Kunststoffschalen aus einem lichthärtenden Komposit (crea.lign, Bredent) angefertigt. Hiermit konnte der Patientin ähnlich wie bei einem Mock-up ein erster harmonischer Eindruck von der veränder- ten Ästhetik vermittelt werden (Abb. 2a und b). Die Präparation der Zähne 12-22 erfolgte rein schmelzbegrenzt und mit inzisaler Überkupplung („overlapped incisal edge preparation“).16 Mittels eines speziellen Tiefenmarkierungsdiamanten (Komet) wurden im labialen Schmelz ca. 0,3–0,5 mm tiefe horizontale Rillen angelegt (Abb. 3a), um eine rein schmelzbegrenzte Präparationstiefe zu gewährleis- ten. Anschließend wurde mit einem konischen Dia- mantschleifer (Komet) die Zahnsubstanz labial bis zur markierten Tiefe abgetragen und zervikal eine umlaufende epi- bzw. supragingivale Hohlkehle prä- pariert. (Abb. 3b). Um aus zahntechnischer Sicht die Diastemata schlie- ßen zu können, wurden die Approximalflächen mit in die Präparation einbezogen (Abb. 3b). Die Abfor- mung der präparierten Zähne erfolgte in der Doppel- mischtechnik mit Präzisionsabformmassen (Impre- gum, 3M Espe). in der Die definitiven Keramikveneers wurden Schichttechnik aus einer speziellen Feldspatkeramik (Delight, Tanaka Dental) angefertigt. Die fertigen Restaurationen wurden mit einer speziellen Veneer- Try-in Paste (Ivoclar Vivadent) einprobiert, um die Passgenauigkeit und das ästhetische Ergebnis be- urteilen zu können. Dann erfolgte die Vorbehand- lung der Keramikveneers mit 4,9%iger Flusssäure für 60 Sekunden. Abb. 2a und b: Mock-up-Anprobe mit laborgefertigten Kompositschalen zur ästhetischen, funktionellen und phonetischen Evaluierung der zukünftigen definitiven Versorgung – Lippenbild und Frontalansicht. Abb. 3a: Präparation von horizontalen Rillen unter Verwendung eines Tiefenmarkierungsdiamanten (Komet). Abb. 3b: Schmelzbegrenzte Präparation der Zähne 12-22. cosmetic 1 2017 dentistry 07
| cosmetic dentistry Fachbeitrag frage kommt, muss individuell nach sorgfältiger Di- agnostik und ausführlicher Planung eruiert werden. Bei dem vorliegenden Fall kam eine kieferorthopädi- sche Behandlung für die Patientin nicht infrage, da sie ein möglichst schnelles Behandlungsergebnis wünschte. Da sie höchste ästhetische Ansprüche stellte, wurde die indirekte Technik mit Keramik- veneers der direkten Technik mit Kompositrestau - ra tionen vorgezogen. Bei richtiger Indikationsstellung ermöglichen Keramikveneers eine herausragende Ästhetik mit einer Lichtführung in der Keramik, wel- che von der natürlichen Zahnhartsubstanz nicht zu unterscheiden ist.1 Aufgrund der optischen Eigen- schaften der Silikatkeramiken, die dem natürlichen Zahnschmelz sehr nahe kommen, bleiben die Trans- luzenz und das Lichtverhalten des Zahnes optimal erhalten.17 Bedeckt das Keramikveneer die gesamte Labialfläche und reicht ausreichend tief in die Appro- ximalräume hinein, lassen sich in der Regel keine Übergänge zum Zahn erkennen. Durch eine iso- bzw. supragingival verlaufende Präparationsgrenze lässt sich eine optimale Rot-Weiss-Ästhetik herstellen. Bei dem vorliegenden Patientenfall wurde durch die Ver- wendung einer speziellen Feldspatkeramik (Delight, Tanaka Dental), die zweimal mehr Leuzitkristalle ent- hält als eine konventionelle Feldspatkeramik, die Fes- tigkeit der Keramikveneers erhöht und zugleich eine hervorragende und naturgetreue Ästhetik geschaf- fen. Um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu er- zielen, ist eine offene und reibungslose Kommuni- kation zwischen Patient und Behandler, und ins be - sondere zwischen Zahnarzt und Zahntechniker, unabdingbar. Hierbei müssen die Wünsche und Vor- stellungen des Patienten im Vorfeld hinterfragt und deren Umsetzungsmöglichkeiten mit dem Zahn- techniker besprochen werden.18 Eine Versorgung mit Komposit wurde von den Auto- ren abgelehnt, da erfahrungsgemäß eine umfang- reiche Zahnformkorrektur bei gleichzeitigem Dias- Nach gründlichem Absprühen mit Wasser und Trock- nen wurden die Keramikoberflächen mit einem Ein-Komponenten-Haftsilan (Monobond-S, Ivoclar Vivadent) bearbeitet. Die präparierten Zahnoberflä- chen wurden mit Polierkelch und Prophylaxepaste gereinigt und anschließend mit 37%iger Phosphor- säure für 60 Sekunden konditioniert (Abb. 4). Auf die präparierten Bereiche wurde anschließend das Ad- häsivsystem Syntac (Ivoclar Vivadent) aufgetragen. Als defini tives Befestigungskomposit diente Vario- link Veneer (Ivoclar Vivadent). Es erfolgten regelmä- ßige Kontrollen inklusive einer abschließenden Fotodokumenta tion zwei Monate nach der definiti- ven Eingliederung (Abb. 5a–d). Diskussion/Epikrise Der vorliegende Patientenfall beschreibt eine mini- malinvasive Möglichkeit der Zahnformkorrektur bei gleichzeitigem Diastemataschluss im Frontzahn- bereich. Folgende Behandlungsoptionen sollten bei Diastemaschluss und Zahnformkorrektur grundsätz- lich in Erwägung gezogen werden: kieferorthopä- dische Maßnahmen, die direkte Versorgung mittels Komposit sowie die indirekte Technik mit labor - gefertigten Keramikveneers. Welches Verfahren in- Abb. 4 Abb. 4: Konditionierter Schmelz nach Verwendung von 37%igem Phosphorsäure-Gel. Abb. 5a: Definitive Eingliederung der Keramikveneers. Abb. 5b–d: Zwei Monate nach Eingliederung – Frontalansicht, Lippenansicht, Nahaufnahme. Abb. 5a Abb. 5b Abb. 5c Abb. 5d 08 cosmetic dentistry 1 2017
Fachbeitrag cosmetic dentistry | temataschluss wie im vorliegenden Fall chair side mit Komposit nicht zu dem gewünschten ästhetischen Ergebnis geführt hätte. Auch wenn sich grundsätz- lich mit Kompositmaterialien ästhetisch zufrieden- stellende Resultate erzielen lassen,19 können sie den- noch in komplexen Fällen, verglichen mit Veneers, den hohen ästhetischen Ansprüchen der Patienten häufig nicht voraussagbar gerecht werden.17 Darü- ber hinaus existieren bis heute nur wenige evidenz- basierte klinische Studien zur Langzeitstabilität von Kompositen für ästhetische Formkorrekturen im Frontzahngebiet.20 Bei einer indirekten keramischen Restauration hingegen bieten sich dem Zahntechni- ker bei der Herstellung bessere Möglichkeiten, die Anatomie des Zahnes und insbesondere die indivi- duelle Farbgebung und Transluzenz des Schmelzes exakt zu gestalten. Auch bezüglich der Haltbarkeit müssen bei der Anwendung von Kompositen Abstri- che gemacht werden. Mit der Zeit kommt es zu Verfärbungen des Materials, was besonders im sicht- baren Bereich zu Einschränkungen führt.21, 22 Studien bezüglich der Patientenzufriedenheit nach Versor- gung mit Veneers zeigten ein erhöhtes Selbstwert- gefühl23 und eine deutlich höhere und langfristige Zufriedenheit als bei der Versorgung mit Komposit- füllungen.24 Da bei dem hier vorgestellten Patientenfall die zu versorgenden Zähne 12-22 keine ausgedehnten Füllungen zeigten und kariesfrei waren, erwies sich das Schmelzangebot für die adhäsive Befesti gung der Keramikveneers als optimal. Zusätzlich lagen weder Zahnverfärbungen noch Fehlfunktionen vor. Zwar mussten die Zähne im Rahmen der Behand- lung beschliffen werden, blieb die Präparation jedoch rein schmelzbegrenzt, um eine optimale adhäsive Befestigung zu gewährleisten (Abb. 4). Hierbei konnte der Schmelz-Dentin-Verbund und somit die natürliche Steifigkeit des Zahnstumpfs er- halten werden, wodurch das Frakturrisiko der Kera- mikveneers gesenkt wird.25, 26 Aufgrund der rein schmelzbegrenzten Präparationstechnik und damit des sehr geringen Präparationstraumas traten bei der vorgestellten Patientin keine postoperativen Be- schwerden im Sinne einer erhöhten Sensibilität oder gar eines Vitalitätsverlustes auf, was insgesamt zu einer hohen Zufriedenheit seitens der Patientin führte.27 Die klinische Langzeitstabilität und Haltbarkeit von Keramikveneers sind in der Literatur hinreichend dokumentiert.7–13 Eine Übersichtsarbeit von Della und Kelly zur klinischen Haltbarkeit von kerami- schen Restauration berichtet über Ausfallquoten von weniger als 5 Prozent nach einer Beobach- tungsdauer von fünf Jahren, Land und Hopp von 10 Prozent über zehn Jahre Beobachtungszeitraum. In einer retrospektiven Studie von Friedmann9 konn- te über einen Zeitraum von 15 Jahren eine Erfolgs- rate von über 94 Prozent für Keramikveneers ge- zeigt werden. Die klinische Verweildauer ist mittler - weile mit jener von Kronen vergleichbar.6, 28 Schlussfolgerung Adhäsiv befestigte Keramikveneers sind zu einem festen Bestandteil der modernen, konservierenden Zahnheilkunde geworden. Die herausragende Ästhe- tik und ein im Vergleich zu Vollkronen deutlich geringerer Zahnhartsubstanzabtrag erhöhen und sichern langfristig die Patientenzufriedenheit. Zu- gleich bieten Keramikveneers bei korrekter Indikati- onsstellung und Anwendung langfristig beständige und langlebige Versorgungen. Danksagung Herrn ZT Akito Kani (Organ Dental Technology Ham- burg) gilt unser Dank für die Herstellung der zahn- technischen Arbeiten._ Kontakt Dr. Navid Jalilvand, M.Sc. DG Paro-Spezialist für Parodontologie® Master of Science in Oral Implantology (DGI) Zahnarztpraxis Dr. Jalilvand & Kollegen Am Kaiserkai 46 20457 Hamburg www.dr-jalilvand.de Zahnarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde Martinistraße 52 20246 Hamburg Dr. Sahar Hajilou, M.Sc. Master of Science in Parodontologie & Periimplantäre Therapie Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde Martinistraße 52 20246 Hamburg Infos zum Autor Infos zur Autorin Literatur cosmetic 1 2017 dentistry 09
| cosmetic dentistry Fachbeitrag Der natürliche Erhalt des Emergenzproils – Prävention statt Rekonstruktion Autoren: Dr. Umut Baysal, Dr. Arzu Tuna Die implantologische Versorgung von Einzelzahnlücken in der ästhetischen Zone unterliegt einer strengen Beurteilung. Objektivierbare Kriterien wie der „Pink and White Esthetic Score“ wurden erarbeitet1, 2 und der Fokus wissenschaftlicher Arbeiten überwiegend auf die Rekonstruktion der Hart- und Weichgewebe gelegt. Diese Konzepte basieren jedoch auf dem Prinzip der Gewebe- rekonstruktion nach Gewebeverlust. Folgende Kasuistik verfolgt den Ansatz der Prävention von Resorptionsprozessen nach Zahnextraktion. Eine implantologische Versorgung, die von den natürlichen Nachbarzähnen nicht zu unterscheiden ist, erfüllt die Ansprüche und Erwartungen von Zahnarzt und Patient. Die Nachahmung der Natur steht an erster Stelle. Die Schaffung natürlicher, le- bensechter Oberflächenstrukturen mit Berücksichti- gung der Verteilung von Lichtreflexion und -absorp- tion ist der Schlüssel für eine perfekte Ästhetik. Moderne Keramikmaterialien ermöglichen eine na- turgetreue Rekonstruktion der Zahnhartsubstanz. Falls keine Gewebedefizite vorliegen und eine kor- rekte Positionierung des Implantats ermöglichen, ist mit einem ästhetisch zufriedenstellenden Ergebnis zurechnen. Sind jedoch Defizite an Hart- und Weichgewebe vorhanden, muss eine bedarfsgerechte Augmenta- tion durchgeführt werden. Die Rekonstruktion von dreidimensionalen Defekten ist trotz unterschied- licher Therapieoptionen nach wie vor mit großem Aufwand verbunden und nicht immer vollständig zu erreichen.3, 4 Viele Konzepte in der Implantologie be- schäftigen sich mit dem Prinzip der Geweberekon- Abb. 1: Ausgangszustand Zahn 23 auf einem Zahnfilm. Abb. 2: Ausgangszustand Zahn 23 intraoral. Abb. 1 Abb. 2 10 cosmetic dentistry 1 2017
Fachbeitrag cosmetic dentistry | Abb. 3: Zustand nach Extraktion. Die entzündlichen Prozesse sind an der bukkalen Seite deutlich zu erkennen. Abb. 4: Abgetrennte Wurzel mit entzündlichem Prozess im mittleren Drittel. Abb. 5a: Zahnfilm nach Replantation der Zahnkrone. Abb. 5b: Zustand nach Replantation der Zahnkrone (intraoral). Schienung mit SDR (Dentsply Sirona) am Nachbarzahn. Abb. 3 Abb. 4 Abb. 5a Abb. 5b struktion nach Gewebeverlust, jedoch sind Verfah- ren der Primärprävention von Resorptionsprozessen der eigentliche Schlüssel zum Erfolg. Infolgedessen wurden verschiedene Verfahren wie die „Socket Pre- servation“ und die „Ridge Preservation“ entwickelt, um die nach der Zahnextraktion eintretenden hori- zontalen und vertikalen Veränderungen zu begren- zen. Darby et al. konnten in einer Übersichtsarbeit keine schlüssigen Hinweise dieser publizierten Tech- niken auf eine Verbesserung potenzieller Implanta- tionsstellen nachweisen.5 Eine weitere Technik, die Sofortimplantation, stellt für sich genommen keine kammprophylaktische Maßnahme dar. Dies konnte in tierexperimentellen und klinischen Untersuchun- gen gezeigt werden.6, 7 Die im Folgenden angewandte Verfahrenstechnik basiert auf dem „Tissue Master Concept“ von Stefan Neumeyer. Neumeyer konnte zeigen, dass die Replantation von Wurzelsegmenten oder hoch re- sezierten Zähnen nach Extraktion den Alveolenkol- laps verhindert und eine anschließende Extrusion zu einer koronalen Bewegung der alveolären Gewebe- strukturen führt.8 Nach einem Stabilisierungszeit- raum von drei bis sechs Monaten waren die Hohl- räume der Restalveole vollständig mit Knochen gefüllt. Nach seinen Fallanalysen scheint dabei die Ursache im parodontalen Ligament (Mindestbreite: 2 mm) zu liegen. Diese besitzt die Fähigkeit, mecha- nische Reize in Gewebereaktionen umzuwandeln. Vollständiger Erhalt und vertikaler Gewinn an al- veolärem Hart- und Weichgewebe sind vorhersag- bar und klinisch langzeitstabil.9 Durch eine zusätz- liche Extrusion kann ein vertikaler Gewinn von Weich- und Hartgewebestrukturen induziert wer- den.9, 10 Kasuistik und Behandlung Eine 44-jährige Patientin stellte sich wegen Be- schwerden an Zahn 23 erstmalig im Januar 2016 in unserer Praxis vor. Die Patientin war zum Zeitpunkt der Vorstellung gesund und litt weder an akuten noch an chronischen Allgemeinerkrankungen. Der Zahn 23 zeigte labial im mittleren Wurzeldrittel eine starke Perkussionsempfindlichkeit auf. Auf einem Röntgenzahnfilm Regio 21–24 konnten keine Anzeichen von resorptiven Prozessen gefunden werden (Abb. 1). Das Behandlungsziel bestand in der Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit von Zahn 23 mit Beseitigung der entzündlichen Pro- zesse. Es wurden verschiedene Therapieoptionen vorgeschlagen und die implantologische Versor- gung gewählt. Extraktion und Replantation Eine schonungsvolle Behandlung des Alveolarkno- chens und der umliegenden Gewebe während der cosmetic 1 2017 dentistry 11
| cosmetic dentistry Fachbeitrag Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8 Abb. 6: Nach zehn Tagen zeigte sich schon ein Verlust an marginaler Gingiva in apikaler Richtung von ungefähr einem Millimeter. Abb. 7: Zustand vor Extrusion durch einen Gummizug über einen Zeitraum von 24 Stunden. Abb. 8: Zustand nach 24 Stunden. Sehr schön ist das reaktive Gewebe im marginalen Bereich zu erkennen. Zuerst folgen die Weichgewebe dem Zug und anschließend der Knochen. Extraktion kann die Defektbildung positiv beeinflus- sen.11 Nach Durchtrennung aller von intrasulkulär erreichbaren parodontalen Fasern mit einer Mikro- skalpellklinge wurde der Zahn mit einer Zange axial aus der Alveole herausbewegt. Abbildung 2 zeigt die Situation vor und Abbildung 3 kurz nach der Extrak- tion. Die Resorptionsvorgänge im labialen Bereich lassen sich in Abbildung 3 erahnen, werden jedoch in Abbildung 4 bestätigt. Diese zeigt die schon ab- getrennte Wurzel mit der internen Resorption im la- bialen Bereich. Die Trennung von Krone und Wurzel erfolgte 2 mm unter der Schmelz- Zement-Grenze. Falls keine Wurzelfüllung vorliegen sollte, sollten die Bereiche der Pulpa gesäubert und mit einem Kom- posit gefüllt werden. Zur Replantation wurde ein zuvor angefertigter palatinaler Silikonschlüssel an- gewandt, um die Krone mittels SÄT (Phosphorsäure, Adhese Universal, Ivoclar Vivadent) und Komposit (SDR, Dentsply Sirona) am Nachbarzahn 22 zu be- festigen. Die Abbildungen 5a und b zeigen die Situ- ation kurz nach Replantation und Befestigung. Extrusion Nach zehn Tagen zeigte sich schon ein Verlust an marginaler Gingiva in apikaler Richtung von unge- fähr einem Millimeter (Abb. 6). Dieser sollte durch Extrusion zurückgewonnen werden. Die replantierte Krone wurde nach einer Einheilzeit von zehn Tagen im oberen Kronendrittel getrennt (Abb. 7) und über 24 Stunden mit Gummizügen 1,0 mm extrudiert (Abb. 8). Sehr schön ist das reaktive Gewebe im mar- ginalen Bereich zu erkennen. Zuerst folgen die Weichgewebe dem Zug und anschließend der Kno- chen. Die Stabilisierungsphase bis zur Implantation betrug 16 Wochen. Implantatplanung und Implantation Das ästhetische Ergebnis ist von der dreidimensio- nalen Positionierung des Implantates abhängig. Nach Replantation und Extrusion konnte ein Vo lumenverlust verhindert und eine vollständige Verknöcherung der Extraktionsalveole geschaffen werden. Abbildungen 9 und 10 zeigen die röntgeno- logischen Befunde kurz vor der Implantation. Be- sonders das Volumen in orovestibulärer Richtung (Abb. 9 Mitte) verhindert eine zu palatinale Positio- nierung des Implantates mit ausreichendem Kno- chenvolumen von 2 mm auf bukkaler Seite. Die replantierte Krone ermöglicht eine Planung der Im- plantatposition mit Berücksichtigung der protheti- schen Komponente im Sinne des Packward Plan- nings. Eine schablonengestützte Implantation bietet die Möglichkeit einer inzisionsfreien Technik mit verkürzter Behandlungsdauer, reduzierter Patien- tenmorbidität und besserer Oberflächentextur der Weichgewebe. Abbildung 11 zeigt den Zustand nach Entfernung der replantierten Krone und vor Implan- tation. Mit einer Mikroskalpellklinge wurde der Zu- gang zum Knochen dargestellt (Abb. 12). Es folgte die schablonengeführte Pilotbohrung (MIS Guide, Abb. 13) und nach Kontrolle der bukkalen Knochen- lamelle die weitere Aufbereitung mit Osteotomen (Abb. 14). Trotz der präventiven Maßnahmen war eine reine subtraktive Implantatbettaufbereitung mit Bohrern nicht indiziert. Zur Anwendung kam ein 3,3/11,5 mm-Implantat mit einem besonderen tri- angulären Design im krestalen Bereich, welches das Knochenangebot in der kritischen Zone noch zu- sätzlich erhöht (V3, MIS, Abb. 15 und 16). Nach der 12 cosmetic dentistry 1 2017
Fachbeitrag cosmetic dentistry | Abb. 9: Die dreidimensionale Bildgebung zeigt, dass ein Volumenverlust verhindert und eine vollständige Verknöcherung der Extraktionsalveole geschaffen werden konnte. Abb. 9 Implantation wurde die Krone wieder zurück replan- tiert. Die Abbildungen 16 und 17a zeigen den Zu- stand der Weichgewebe kurz nach Implantation. Bemerkenswert sind der atraumatische Zustand und der vollständige Erhalt des Emergenzprofils. Zur Kontrolle nach Implantation erfolgte ein Zahnfilm (Abb. 17b). Freilegung und Abformungen Das Implantat wurde drei Monate nach Implanta- tion wieder freigelegt. In der Zwischenzeit kam es einmal zum Versagen der Klebung der replantierten Krone. Durch die leicht unter sich gehenden Stellen des Komposits kommt es nicht zu einem Verlust der replantierten Krone, sondern nur zu einer Locke- rung, welche noch durch Fasern und Ligamente gut gehalten wird. Zum Schutz vor Aspiration oder Ver- schlucken tragen die Patienten nachts eine Schiene. Die atraumatische Freilegung mit der Entfernung der replantierten Krone und der anschließenden Darstellung des Implantates mit einer Mikroskal- pellklinge ist mit einer klassischen Freilegung nicht vergleichbar. Die Abformung erfolgte analog mit einem geschlos- senen Löffel über eine Transferkappe (Abb. 18). Im nächsten Schritt wurde ein individuelles Hybrid- abutment (Titan-Klebebasis, Zirkonabutment) im Labor hergestellt. Eine digitale Abformung hätte den Vorteil, dass schon vor der Zahnextraktion ge- scannte Daten mit dem Abdruck nach Freilegung gematcht werden könnten. Dies ermöglicht eine ge- naue Kopie des natürlichen Zahns nach dem Kon- zept „Biogenerik-Kopie“.10 In diesem Fall wurde auf- grund der individuellen Herstellung der Krone durch Schichtkeramik auf einen komplett digitalen Work- flow verzichtet. Die Zahnkrone wurde nach der Abdrucknahme erneut replantiert. In der nächsten Sitzung wurden das definitive Abut- ment (Abb. 19) und eine Kunststoffkrone zur Ästhe- tikanalyse anprobiert. Die Kompositreste an den Nachbarzähnen wurden entfernt und das Abutment wurde nach Herstellerangaben mit einer neuen Schraube fest angezogen (Abb. 20). Es folgte ein neuer Abdruck auf Silikonbasis mit Fadentechnik. Dieser Abdruck dient zur Herstellung der Krone mit den neu definierten Kontaktpunkten zu den Nach- barzähnen. Zuvor wurde im Labor ein Analog zum Abutment aus Superhartgips hergestellt, um eine genaue Kronenrandgestaltung zu gewährleisten. Abbildung 21 zeigt das Abutment nach Entfernung der Kompositreste an den Nachbarzähnen. Die Kunst stoffkrone wurde mit einem provisorischen Zement (Telio CS Link, Ivoclar Vivadent) befestigt. Auf eine weitere Replantation der Zahnkrone konnte so verzichtet werden. Die Kunststoffkrone hat einen diagnostischen Wert im Hinblick auf das definitive Erscheinungsbild der periimplantären Weichteile Abb. 10 Abb. 11 Abb. 12 Abb. 10: Zahnfilm Regio 023 nach vollständiger Verknöcherung. Abb. 11: Zustand nach Entfernung der replantierten Krone und vor Implantation. Abb. 12: Mit einer Mikroskalpellklinge wurde der Zugang zum Knochen dargestellt. cosmetic 1 2017 dentistry 13
| cosmetic dentistry Fachbeitrag Abb. 13: Schablonengeführte Pilotbohrung (MIS Guide). Abb. 14: Nach der Pilotbohrung erfolgte die weitere Implantatbettaufbereitung ausschließlich mit Osteotomen. Abb. 15: Zur Anwendung kam ein 3,3/11,5 mm-Implantat mit einem besonderen triangulären Design im krestalen Bereich, welches das Knochenangebot in der Abb. 13 Abb. 14 kritischen Zone noch zusätzlich erhöht (V3, MIS Implants). Abb. 16: Zustand nach Implantation und vor Replantation der Zahnkrone. Bemerkenswert sind der atraumatische Zustand und der vollständige Erhalt des Emergenzprofils. Abb. 15 Abb. 16 und der Kronenform.12 Eine zusätzliche Optimierung durch das Auf- und Abtragen von provisorischen Massen zur Formung der Emergenz ist in den meis- ten Fällen nicht mehr erforderlich. Dies sorgt eben- falls für eine deutliche Verkürzung der Behand- lungsdauer. Abbildung 22 zeigt die definitive Krone kurz nach Eingliederung (Variolink Esthetic DC, Ivoclar Vivadent). Diskussion Die Voraussetzung für einen ästhetischen Zahn- ersatz mit langfristigen stabilen Weichgeweben ist die korrekte Positionierung innerhalb der drei räum- lichen Komfortzonen. Wenn keine Gewebedefizite vorliegen, lassen sich berechenbare Ergebnisse mit Einzelzahn-Implantatkronen im Frontzahnbereich erzielen.12 Die Nachbarzähne tragen zur Unterstüt- zung der periimplantären Gewebe bei und determi- nieren die Papillenhöhe. Jedoch berichteten Schropp et al., dass die Extrak- tion von Zähnen die Resorption der umliegenden Gewebe begünstigt.13 Nach drei Monaten erreicht die zervikale Resorption ein Ausmaß von 30 % und die labiale Resorption ein Ausmaß von bis zu 50 %. Die initialen Resorptionsvorgänge nach Zahnext- raktion sind physiologische Vorgänge, die sich aus heutiger Sicht nicht verhindern lassen. Die Anwen- dung verschiedener augmentativer Strategien zur Volumen optimierung bei vorhandenen Defiziten ist in der Literatur ausführlich beschrieben. Horizontale Kammaugmentationen zur wirksamen Verbreite- rung des Alveolarkamms sind verfügbar und bieten langfristig stabile Ergebnisse. Allerdings sind die be- schriebenen Techniken zur Erhöhung des Alveolar- kamms deutlich weniger berechenbar.14 Es musste mit hohen biologischen und technischen Komplika- tionsraten gerechnet werden. Infolgedessen be- stand der Wunsch nach verlässlichen Konzepten, die zur Schaffung einer optimalen Ausgangssituation Abb. 17a: Zustand kurz nach Implantation. Abb. 17b: Zahnfilm nach Implantation. Abb. 17a Abb. 17b 14 cosmetic dentistry 1 2017
Fachbeitrag cosmetic dentistry | Abb. 18: Zustand nach Freilegung und vor der Abformung. Abb. 19: Zur Anprobe des definitiven Abutments wurden die Kompositreste an den Nachbarzähnen entfernt. Abb. 20: Das Abutment wurde nach Herstellerangaben mit einer neuen Schraube fest angezogen. Es folgte ein neuer Abdruck auf Silikonbasis mit Fadentechnik. Dieser Abdruck dient zur Herstellung der Krone mit den neu definierten Kontaktpunkten zu den Nachbarzähnen. Abb. 21: Ansicht von bukkal. Abb. 22: Zustand kurz nach Eingliederung der Krone. Abb. 18 Abb. 19 Abb. 20 Abb. 21 Abb. 22 entwickelt wurden. Kammprophylaktische Maßnah- men mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Kombinationen wurden entwickelt. Beschrie- ben wurden unter anderem das Einnähen dicker freier Schleimhauttransplantate in den koronalen Anteil der Extraktionsalveole, das Verdicken des Weich gewebes bukkal der Extraktionsalveole durch Bindegewebstransplantate, das Auffüllen der Ex traktionsalveole mit Knochen beziehungsweise Knochenersatzmaterial und die Anwendung der GBR-Technik.15 Bei den Füllertechniken konnte die Arbeitsgruppe um Fickl beim Vergleich unterschied- licher Verfahren zeigen, dass keine der untersuchten Techniken die Resorption der bukkalen Knochen- lamelle und die Entstehung von Gewebedefekten verhindern konnte.16 Ebenfalls lässt sich durch einen Verschluss der Extraktionsalveole mit einem freien Schleimhauttransplantat keine vollständige Kom- pensation der Defektbildung erzielen.16, 17 Deswegen beschäftigen sich noch viele neue Konzepte in der Implantologie mit dem Prinzip der Geweberekon- struktion nach Gewebeverlust. Eines haben jedoch alle beschriebenen Verfahren, ob reine Gewebe- rekonstruktion durch Augmentation oder Präven- tion durch kammprophylaktische Maßnahmen, gemeinsam: Die Intervention findet immer nach vollständiger Extraktion des Zahnes statt. Einen ganz neuen Ansatz verfolgt das Tissue Master Con- cept. Es kommt durch die Replantation der Krone zu keiner vollständigen Extraktion und somit zum Erhalt der alveolären Faserstrukturen und dem parodontalen Ligament. Die initialen Resorptions- vorgänge scheinen nicht einzutreten und Hei- lungsvorgänge laufen unter nahezu vollständigem Erhalt des alveolären Volumens ab.9 Weitere über- zeugende Argumente sind dabei die reduzierte An- zahl an chirurgischen Eingriffen, der Verzicht von Knochenersatzmaterial, die verkürzte Behandlungs- zeit und der insgesamt resultierende Patienten- komfort. Resümee Dieser Fallbericht macht deutlich, dass die Interven- tion mit kammprophylaktischen Maßnahmen vor der vollständigen Extraktion eines Zahnes in Betracht gezogen werden sollte. Dieser biologische Ansatz stellt eine Primärprävention von Resorp- tionsprozessen dar und ermöglicht so den Verzicht von zeit- und kostenintensiven augmentativen Maßnahmen._ Kontakt Dr. Umut Baysal Große Brinkgasse 29 50572 Köln www.myveneers.de u.baysal@me.com Infos zum Autor Infos zur Autorin Literatur cosmetic 1 2017 dentistry 15
| cosmetic dentistry Anwenderbericht Einfaches Kompositsystem für komplexe Direktversorgungen Autor: Dr. Florian Klumpp Die hohen mechanischen und ästhetischen Anforderungen an adhäsive Füllungsmaterialien sind Anwendern bekannt. Doch welche Aspekte spielen bei der Materialwahl in der Praxis eine ent- scheidende Rolle – und was ist mit diesen Werkstoffen möglich? Dr. Florian Klumpp hat mit G-ænial ein Komposit gefunden, das seinen Ansprüchen gerecht wird: Es kombiniert einfaches Handling (auch in der Farbwahl) mit einer hervorragenden Farbadaption. Wie das folgende Fall- beispiel zeigt, gelingen damit auch anspruchsvolle Frontzahnversorgungen. Abb. 1: Ausgangssituation – Es sollen unter anderem die Lücken 11/12 und 12/13 geschlossen werden. Abb. 2a: Die dentale Mitte der Oberkiefer 1er stimmt nicht mit der skelettalen Mitte und der Gesichtsmitte überein. Abb. 2b: Die Zahnbreiten der Zähne 11-13 entsprechen den Breiten der Zähne 21-23. Abb. 3: Ein direktes Mock-up dient der Farb- und Formgebung. Seit dem Aufkommen der direkten Komposit- füllung suchen Zahnärzte nach Lösungen, die äs- thetisch anspruchsvoll und trotzdem einfach zu handhaben sind. So sind moderne, hochwertige Komposite in verschiedenen Farbabstufungen und Transparenzen erhältlich. Auf diese Weise ermög- lichen sie eine Versorgung, die sich farblich nur kaum (oder idealerweise gar nicht) von der eigenen Zahnsubstanz unterscheidet. Das lichthärtende, röntgensichtbare Komposit G-ænial (GC) steht diesbezüglich nicht nur für eine ideale Farbanpas- sung, sondern sorgt dank seiner ausgeklügelten Materialzusammensetzung (mit den Varianten An- terior und Posterior stehen unter anderem spezielle Werkstoffe für Front- und Seitenzahnfüllungen be- reit) für ein problemloses Handling. So ist G-ænial Posterior radiopaker sowie abriebsbeständiger und lässt sich aufgrund einer festeren Konsistenz bes- ser stopfen als G-ænial Anterior, welches eine etwas längere Verarbeitungszeit aufweist und mit seiner mittleren Konsistenz für die Gestaltung frei aufzubauender ästhetischer Restaurationen ge- dacht ist. G-ænial Universal Flo wiederum erlaubt aufgrund seiner Viskosität eine Spritzenapplikation und lässt sich leicht in die Kavität einbringen. Gleichzeitig ist das Material ausgeprägt thixotrop – es „zerläuft“ demnach nicht, sondern bleibt stand- fest und formstabil. Abb. 1 Abb. 2b Abb. 2a Abb. 3 16 cosmetic dentistry 1 2017
Anwenderbericht cosmetic dentistry | Abb. 4: Das Arbeitsfeld wird mit Kofferdam trockengelegt, Ligaturen werden angebracht. Abb. 5: Teflonband schützt den Nachbarzahn bei der Ätzung mit Phosphorsäure. Abb. 6: Kontrolle des Ätzmusters. Abb. 7: Eine gekürzte metallische Teilmatrize wird zervikal unter den Kofferdam geschoben. Abb. 8: Für den Kompositaufbau wurde zunächst die approximale Lamelle mit Universal Flow A2 hergestellt. Abb. 9: Die restliche Schichtung wurde mit G-ænial Anterior A2 in einem Schritt aufgebaut und modelliert. Abb. 4 Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8 Abb. 9 Praxiserfahrungen Als Anwender stelle ich an die Kompositfüllung im Frontzahnbereich und das dazugehörige Restaura- tionsmaterial den Anspruch, dass das Farbsystem übersichtlich und das Material einfach und blasen- frei zu applizieren ist. Weiterhin sollte es gut model- lier- und polierbar sein und darüber hinaus die Vorhersagbarkeit der Farbwirkung sowie ein aus- geglichenes Fließ- und Standverhalten beim Flow gewährleistet sein. G-ænial erfüllt diese Anforde- rungen meiner Auffassung nach sehr gut. Das Komposit verwende ich seit knapp drei Jahren für alle Kavitätenklassen und unterscheide dabei zwischen den bereits genannten Varianten Anterior und Posterior sowie G-ænial Universal Flo. Bisher habe ich durchweg positive Erfahrungen gemacht: Hervorzuheben sind insbesondere das extrem gute und einfache Handling der Applikator-Spritze und die Konsistenz von G-ænial Universal Flo. Aufgrund der einfachen Anwendung sind besondere Tipps im Umgang mit diesem Komposit aus meiner Sicht überflüssig. Generell hat meine Erfahrung gezeigt, dass der Erfolg einer unsichtbaren Restauration im Frontzahnbereich mehr von der Oberfläche und deren Lichtreflexion bzw. der ausreichenden An- wendung von opaken Dentinmassen abhängt als von einer sehr peniblen Farbwahl; dementspre- chend komme ich fast ausschließlich mit den A- Farben aus. Prinzipiell steht bei G-ænial entweder die Möglich- keit einer Einzelfarbenrestauration oder eine Ver- sorgung in erweiterter Schichttechnik zur Verfü- gung. Bei mir kommen bei kleinen Restaurationen oder wenn die Geschwindigkeit und Effizienz an erster Stelle stehen meist die Grundfarben zum Einsatz. Bei größeren Restaurationen und sehr in- dividueller Ästhetik analysiere ich Farbe und Hellig- keitswert anhand der VITA-Farbskala oder einer digitalen Fotoaufnahme. Die opake Dentinfarbe wähle ich immer eine Stufe dunkler als die ermittelte Zahnfarbe; die Schmelzfarbe orientiert sich am Patienten alter. Über ein schnelles direktes Mock-up, welches ich ohne Bonding anbringe und lichthärte, teste ich die Farbwirkung und nehme – wenn notwendig – Änderungen vor. Für sehr helle bzw. sehr farbintensive Zähne nutze ich die Mal- farben Ocker und Weiß. Fallbeispiel Der folgende Patientenfall zeigt die Anwendung von G-ænial Anterior in der Oberkieferfront. Der 28- jährige Patient stellte sich in der Praxis mit dem Wunsch vor, die Lücken 11/12, 12/13 und 22/23 zu schließen (Abb. 1). cosmetic 1 2017 dentistry 17
| cosmetic dentistry Anwenderbericht Abb. 10 Abb. 11 Abb. 12 Abb. 10: Nach der präzisen Kontrolle jeder Restauration auf Homogenität und Vollständigkeit wurde der Kofferdam abgenommen. Abb. 11: Situation 11-13 zum Behandlungsabschluss. Abb. 12: Situation von frontal nach Lückenschluss 11-13 und 22/23 sowie nach Reparatur der kleinen Schmelzfraktur an Zahn 11 distal. Die funktionelle Voruntersuchung zeigte eine aus- geprägte, aber weiche und nicht druckdolente Kau- muskulatur. Mundöffnung und Kiefergelenke waren unauffällig; der Patient hatte keine Beschwerden. Klinisch wurde eine Angle-Klasse I mit sehr ausge- prägtem Overbite bei sehr geringem Overjet dia- gnostiziert. Entsprechend wies der Patient eine steile Front-/Eckzahnführung mit Abrasionen an den Zähnen 13-23 und 32-42 auf. Die ästhetische Analyse ergab, dass die dentale Mitte der Oberkiefer 1er mit der skelettalen Mitte und der Gesichtsmitte nicht übereinstimmten (Ab- weichung ca. 1 mm). Die Zahnbreiten der Zähne 11-13 entsprachen den Breiten der Zähne 21-23 (Abb. 2a und b). Vor diesem Hintergrund wurden dem Patienten zwei verschiedene Versorgungs- möglichkeiten aufgezeigt: Zum einen der Lücken- schluss bei bestehender Situation mit Komposit oder Keramik (in Form von Veneers). Zum anderen eine kieferorthopädische Behandlung, bei welcher der Zahn 12 und 11 distalisiert, die Achse des Zah- nes 11 korrigiert und eine symmetrische Lücken- situation erreicht wird, die dann wiederum eben- falls mit Komposit oder Keramik (Veneers) geschlossen wird. Zudem könnte die Unterkiefer- front etwas intrudiert werden und die durch Abra- sion verloren gegangene Zahnsubstanz in diesem Bereich mit Komposit oder Keramik (Veneers) wie- der rekonstruiert werden. Da der Patient keine kieferorthopädische Vor- behandlung wünschte, wurde die erstgenannte Versorgungsmöglichkeit umgesetzt. Dementspre- chend bestand die Herausforderung darin, die vorliegenden asymmetrischen Lücken so zu schlie- ßen, dass das Ergebnis trotzdem ästhetisch und harmonisch wäre. Da die Zähne kariesfrei waren und weder ein Aufbau von Funktionsflächen erfol- gen noch eine farbliche Veränderung bewirkt wer- den sollte, entschieden wir uns für die direkte, non invasive Versorgungsvariante mit Komposit. Aufgrund der eingangs genannten Vorteile wie der Einfachheit des Systems und der hervorragenden Farbadaption – auch der „Grundfarben“ – fiel die Wahl auf G-ænial. Zunächst wurde ein direktes Mock-up zur Form- gebung und für die Farbwahl erarbeitet (Abb. 3). Nachdem das Arbeitsfeld mit Kofferdam absolut trockengelegt worden war, wurden Ligaturen ange- bracht, um den Kofferdam möglichst weit nach apikal zu verdrängen (Abb. 4). Kofferdam lege ich fast immer an, da er mir ein entspanntes Arbeiten bei sicherer Trockenlegung gewährt. Die Technik mit Ligaturen ermöglicht mir, beim Lückenschluss trotz Kofferdam ein natürlich ausgeformtes Emer- genzprofil zu generieren. Lediglich bei fehlender Compliance seitens des Patienten, sehr kleinen bzw. „schnellen“ Restaurationen oder in Situationen, bei denen mir der Kofferdam eher Nachteile bringt (Brücken, Retainer etc.), verzichte ich auf diesen und lege (nur) relativ trocken. Zum Zweck der perfekten Reinigung der zu bekle- benden Zahnoberflächen kam ein intraorales Sand- strahlgerät (Aluminiumoxid; 50 µm) zum Einsatz. Die Nachbarzähne wurden hierbei mit einer durch- sichtigen Kunststoffmatrize geschützt. Nach deren Entfernung wurden die bestrahlten Oberflächen sorgfältig mit dem Luft-Wasser-Spray gesäubert. Allgemein ist zu beachten, dass keinerlei Strahlgut mehr auf der Oberfläche vorhanden sein darf, da dies die Adhäsion negativ beeinflussen würde. Die Nachbarzähne wurden nun mit Teflonband geschützt, der Zahnschmelz mit 37%iger Phosphor- säure für 60 Sekunden geätzt (Abb. 5), die Säure abgesaugt und die Zahnoberfläche weitere 60 Se- kunden mit Wasser abgesprüht. Nun erfolgten die Trocknung des Zahnes und die Kontrolle des Ätzmus- 18 cosmetic dentistry 1 2017
Anwenderbericht cosmetic dentistry | ters (Abb. 6). Dies war perfekt, also wurde das Adhä- sivsystem aufgetragen: Zunächst erfolgte das Auf- tragen des Primers für 20 Sekunden (OptiBond FL Primer/Kerr), dann das vorsichtige Trocknen des Lö- sungsmittels. Anschließend wurde das Adhäsiv ap- pliziert und nach 20 Sekunden wiederum vorsichtig verblasen. Die Überschüsse des Adhäsivs wurden mit dem Speichelzieher abgesaugt bzw. mit Schaumstoffpellets entfernt. Anschließend wurde für die Gestaltung eines natürlichen Emergenzpro- fils eine gekürzte metallische Teilmatrize zervikal unter den Kofferdam geschoben (Abb. 7). Um die Matrize zu stabilisieren, wurde erst jetzt das Adhä- siv für 20 Sekunden (Bluephase) polymerisiert. Für den Kompositaufbau wurde zunächst die approximale Lamelle mit G-ænial Universal Flo A2 hergestellt (Abb. 8). Durch eine leichte Verkeilung mit einem Heidemannspatel approximal mit dem Nachbarzahn wurde die approximale Kontaktflä- che sichergestellt. Die restliche Schichtung wurde mit G-ænial Anterior A2 in einem Schritt aufge- baut und modelliert (Abb. 9). Jede Komposit- schicht wurde für 20 Sekunden polymerisiert. Mit den weiteren betroffenen Zähnen der Oberkiefer- front wurde analog verfahren. Nach der präzisen Kontrolle jeder Restauration auf Homogenität und Vollständigkeit wurde der Kofferdam abge- nommen (Abb. 10). Die grobe Ausarbeitung erfolgte mit einem Skalpell Nr. 12c. Dieses Vorgehen kam für jeden Zwischen- raum separat zur Anwendung. Die Feinausarbeitung wurde mit kleinen Sof-Lex-Polierscheiben (3M ESPE) und Silikonpolierern vorgenommen. Meiner Erfah- rung nach erleichtert das wiederholte Zwischen- polieren mit einem Occlubrush (Kerr) den Vorgang der Politur, da dieses das vorläufige Endergebnis sichtbar macht. Trotz der angewendeten Matrizen- technik unter Kofferdam ist es ein Muss, die zervika- len Übergänge von der Restauration zum Zahn mit Zahnseide zu kontrollieren. Abschließend wurden die Kompositrestaurationen mit einem Occlubrush poliert (Abb. 11). Die kleine Schmelzfraktur an Zahn 11 distal wurde in einer separaten Sitzung wiederhergestellt (Abb. 12). Schließlich wurde für den Oberkiefer eine Schiene hergestellt, die der Patient nachts trägt. Die Pro- gnose der Versorgung ist gut, da keinerlei funkti- onsbedingte Belastungen auf die Restaurationen (außer Zahn 11 distal) treffen und der Patient eine sehr gute Mundhygiene sowie eine hervorragende Compliance zeigt. Abb. 13 Abb. 14 Abb. 13 und 14: Restauration nach drei Jahren in situ. dete G-ænial – zeigen eine hervorragende Farb- adaption, wodurch die Ergebnisse sicher vorher- sagbar werden. Besonders hervorzuheben ist aus meiner Sicht das Applikatorsystem von G-ænial Universal Flo, mit dem sich sicher und präzise die schwer zugänglichen subgingivalen Bereiche zwi- schen Matrize und Zahn aufbauen lassen. Somit erhält man beim Lückenschluss ein natürliches Emergenzprofil, das die Restauration unsichtbar macht und eine adäquate Hygiene erlaubt._ Kontakt Dr. Florian Klumpp Praxis Dr. Michael Fischer Hohe Straße 9/1 72793 Pfullingen f.klumpp@drmichaelfischer.de GC Germany GmbH Seifgrundstraße 2 61348 Bad Homburg Tel.: 06172 99596-0 Fax: 06172 99596-66 www.germany.gceurope.com info@germany.gceurope.com Fazit Infos zum Autor Infos zum Unternehmen Bei korrekter Anwendung lassen sich mit Komposit im Frontzahnbereich auch bei anspruchsvollen Situ- ationen sehr gute und stabile Ergebnisse erreichen. Moderne Kompositsysteme – wie das hier verwen- cosmetic 1 2017 dentistry 19
| cosmetic dentistry Anwenderbericht Von der Komplexität zur Einfachheit: Herstellung einer umfangreichen vollkeramischen Versorgung im Ober- und Unterkiefer Autoren: Dr. Tetsuya Uchiyama, Michiro Manaka In dieser Dokumentation, welche mit dem IPS e.max Smile Award 2016 ausgezeichnet wurde (Siegerfall „Asien, Pazifik“), wird eine Therapie mit zahn- und implantatgestützten Versorgungen beschrieben. Beispielhaft ist, wie aus der zunächst komplexen Ausgangssituation eine „einfache“ Basis und eine einheitliche farbliche Grundlage für die Herstellung vollkeramischer Restaurationen geschaffen wurden. Während die Vielfalt in der zeitgemäßen Zahn- medizin – diverse Materialien, verschiedene Techno- logien, individuelle Konzepte – von Patienten und Behandlungsteams gern gesehen wird, stellt der As- pekt „Komplexität“ oft eine große Herausforderung dar. Gerade in der prothetischen Zahnmedizin müs- sen häufig umfangreiche Restaurationen im Ober- und Unterkiefer vorgenommen werden. Hier gilt es zuerst, einen Überblick zu erhalten, die Situation zu analysieren und einen Behandlungsplan zu erarbei- ten. Ziel ist zunächst, aus der komplexen Situation eine sichere Basis für die Herstellung der Restaura- tionen zu erarbeiten. Die fundierte Planung ist hier- bei ein wichtiges Gebot. Komplexe Ausgangssituation bereits gelockert waren (Abb. 1a–c). Im Unterkiefer zeigte sich eine Freiendlücke in Regio 35 bis 37. Die Krone auf Zahn 34 hatte sich gelöst. Der Gingiva- verlauf an Zahn 13 war deutlich nach apikal ver- schoben. Die Wilson-Kurve (transversale Kompen- sationskurve) verlief unharmonisch, wodurch sich Interferenzen ergaben. Die Zahnfarbe der Restaura- tionen variierte stark. Die einzelnen Versorgungen passten hinsichtlich der lichtoptischen Eigenschaf- ten nicht zueinander. Die Patientin wünschte sich eine restaurative Versorgung, die sowohl funktionell als auch ästhetisch einem natürlich gesunden Ge- biss entspricht. Behandlungsziel Abb. 1a–c: Ausgangssituation – diverse insuffiziente Versorgungen, eingeschränkte Ästhetik und eine unversorgte Schaltlücke im Unterkiefer. Die 66-jährige Patientin klagte über eine unzurei- chende Kaufunktion und über eine mangelhafte Zahnästhetik. Im Oberkiefer trug sie diverse insuffi- ziente Metall-Keramik-Restaurationen, die teilweise Primäres Ziel waren kaufunktionelle stabile okklusa- le Verhältnisse und eine harmonische maxillofaziale Ästhetik. Hierfür sollten die vorhandenen Kronen und Brücken ausgetauscht und der Gingivaverlauf korrigiert werden. Für Regio 24 wurde ein Implantat Abb. 1a Abb. 1b Abb. 1c 20 cosmetic dentistry 1 2017
Anwenderbericht cosmetic dentistry | Abb. 2: Bewertung ästhetisch- fazialer Parameter. dolichofacial mesiofacial brachiofacial Bewertung ästhetisch-fazialer Parameter measurements dolichofacial mesiofacial brachiofacial skeltal pattern (Degrees of patient) facial axis (degrees) lower facial height (degrees) madibular arc (degrees) Abb. 2 84 5 22 als zusätzlicher Pfeiler geplant. Auch im Unterkiefer- seitenzahnbereich sollte eine Implantattherapie vorgenommen werden. Vom Wax-up zum Provisorium Grundsätzlich gilt das diagnostische Wax-up bei der Erarbeitung einer komplexen Behandlungs- planung als unverzichtbar. Der Substanzverlust beziehungsweise die vertikale Dimension werden in Wachs validiert und die Zähne auf dem Modell additiv (eventuell auch subtraktiv) an die anzustre- bende Situation angepasst. Gemeinsam wird der Behandlungsplan besprochen und unter Umstän- den modifiziert. Im dargestellten Fall galt das dia- gnostische Wax-up als Fundament für alle weiteren Arbeitsschritte. Anhand eines Röntgenbildes wur- den die horizontalen und vertikalen Ästhetiklinien und -ebenen ermittelt sowie die obere und untere Gesichtshöhe beurteilt (Abb. 2). Ergänzend zur klinischen und ästhetischen Diagnostik gab eine manuelle Funktions- und Strukturanalyse (MFA) wichtige Anhaltspunkte für die Behandlungspla- nung. Für die Modellation des Wax-ups wurde die Inzisalebene im Artikulator abgesenkt. Um die un- tere Gesichtshöhe idealisieren zu können, wurde die Schneidekante etwas gekürzt (1 mm). Zudem wurde der Winkel der Okklusionsebene entgegen dem Uhrzeigersinn geneigt (6°). Mit der sukzessi- ven Modellation der Kauebene konnten optimale okklusale Verhältnisse erreicht werden (Abb. 3). Über die Cross-Mounting-Methode – das Oberkiefer- Wax-up wurde gegen den Unterkiefer einartikuliert und umgekehrt – konnten die provisorischen Kom- 90 44 30 96 38 38 positversorgungen hergestellt werden (Abb. 4a–f). Nach der Entfernung der vorhandenen Versorgun- gen zeigte sich eine weitere Herausforderung (Abb. 6). Die Pfeilerzähne waren aufgrund von metallischen Aufbauten und diversen Füllungen in ihrer Farbe uneinheitlich. Um eine harmonische Integration zu erreichen, mussten die Pfeilerzähne vor der definitiven Versorgung entsprechend an- geglichen werden. Chirurgische Behandlung Nach einer Lokalanästhesie wurden in Regio 14 ein Implantat inseriert und Zahn 13 extrahiert. Über ein gezieltes Weichgewebemanagement sollte eine sig- nifikante Verbesserung des Gingivaverlaufes in Regio 13 erreicht werden. Die Patientin war wäh- rend der kommenden Monate mit den im Vorfeld gefertigten Provisorien versorgt. Während dieser Zeit heilte das Implantat ein. Zudem konnte sich die Abb. 3: Das diagnostische Wax-up. Abb. 3 cosmetic 1 2017 dentistry 21
| cosmetic dentistry Anwenderbericht Abb. 4a Abb. 4b Abb. 4c Abb. 4d Abb. 4e Abb. 4f Abb. 4a–f: Übertragung des Wax-ups in eine provisorische Versorgung über die Cross- Mounting-Methode. Patientin an die funktionell und ästhetisch neue Situation gewöhnen. Vorbereitung der Zahnstümpfe Die präparierten Pfeilerzähne wurden in Form und Farbe überarbeitet. Die beiden seitlichen Schneide- zähne sowie die Eckzähne im Oberkiefer waren de- vital und verfärbt. Beim Kaschieren der Verfärbun- gen und beim Angleichen der Präparationen ist es ratsam, sich für jeden einzelnen Zahn die fertige Krone bildlich vorzustellen (Abb. 7). Ein Wechsel der Perspektiven zwischen „Vollbildansicht“ (maxillo- fazial) und „Detailansicht“ (Weichgewebe) ver- einfacht die Visualisierung und die Stumpfpräpa- ration. Abformung der Situation und provisorische Versorgung ersten Blockes wurde der Inzisalstift des Artikula- tors abgesenkt, um im Frontzahnbereich ca. 1 mm Platz zu schaffen. Mit den Provisorien für die bei- den anderen Segmente wurde diese „Lücke“ dann geschlossen. Die provisorische Versorgung war zum Einsetzen vorbereitet (Abb. 9). Nach der Eingliede- rung wurden die funktionellen und ästhetischen Parameter überprüft und die Patientin wurde aus der Praxis entlassen. Während der folgenden Mo- nate kam sie mit dem Langzeitprovisorium sehr gut Die periimplantäre Weichgewebekontur in Regio 14 konnte mithilfe des Provisoriums optimal ausge- formt und das Emergenzprofil nun individuell ab- geformt werden (Abb. 8a und b). Mit der Doppel- fadentechnik wurden die vorbereiteten Zähne im Ober- und Unterkiefer abgeformt und im Labor die Meistermodelle hergestellt. Das Langzeitproviso- rium wurde in drei Segmenten gefertigt. Segment I integrierte die Zähne 23 bis 12, Segment II die zu restaurierenden Seitenzähne 13 bis 17 und Seg- ment III die Unterkieferversorgungen von Zahn 44 auf 47 (Abb. 5a und b). Nach der Anfertigung des Abb. 5a Abb. 5b Abb. 5a und b: Das in drei Segmenten hergestellte Langzeit- provisorium. 22 cosmetic dentistry 1 2017
14. JAHRESTAGUNG DER DGKZ 5./6. Mai 2017 in Hamburg EMPIRE RIVERSIDE HOTEL ONLINE-ANMELDUNG/ KONGRESSPROGRAMM www.dgkz-jahrestagung.de E16 T K F O R T B ILDUN G S P N U Aktuelle Trends in der Ästhetischen Zahnheilkunde 14. JAHRESTAGUNG DER DGKZ 5./6. Mai 2017 in Hamburg EMPIRE RIVERSIDE HOTEL Thema: Aktuelle Trends in der Ästhetischen Zahnheilkunde inkl.: Das schöne Gesicht – Praxis & Symposium inkl. Das schöne Gesicht – Praxis & Symposium Veranstalter: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 | 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308 | Fax: 0341 48474-290 event@oemus-media.de | www.oemus.com m o c . k c o t s r e t t u h S / n k h s a S © i Faxantwort an 0341 48474-290  Bitte senden Sie mir das Programm für die 14. Jahrestagung Praxisstempel / Laborstempel der DGKZ am 5./6. Mai 2017 in Hamburg zu. Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programms.) 7 1 / 1 d c O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-308 · event@oemus-media.de
| cosmetic dentistry Anwenderbericht Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8a Abb. 8b Abb. 9 Abb. 6: Situation nach Entfernung der alten Restaurationen. Abb. 7: Die für die vollkeramischen Restaurationen vorbereiteten Zahnstümpfe. Abb. 8a und b: Abformung des Emergenzprofiles Regio 14. Abb. 9: Situation im Oberkiefer nach der Gingivakontrolle. Abb. 10: Grundgerüst – Zirkonium oxid-Kappen. Abb. 11 und 12: Die Zirkonium oxid- Gerüste wurden mit IPS e.max ZirPress überpresst und anschließend individuell verblendet. zurecht und war auch mit der ästhetischen Gestal- tung zufrieden. Die Implantate in Regio 35, 36 und 37 waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht inseriert. Die Erfahrung zeigt, dass mit einem schrittweisen Vorgehen Therapiefehler minimiert werden können. Die Insertion der Implantate erfolgte acht Monate später. Zahntechnische Überlegungen zur Materialwahl Durch gezieltes Vorgehen konnte aus der komplexen Ausgangssituation eine vergleichsweise einfache Basis für die definitive vollkeramische Versorgung geschaffen werden. Die Herausforderung bestand Abb. 10 Abb. 11 Abb. 12 für den Zahntechniker nun darin, die verschieden- farbigen Pfeilerzähne kaschieren zu können. Die nonvitalen und unterschiedlich verfärbten Stümpfe sollten mit Zirkoniumoxid-Gerüsten abgedeckt werden. Um den funktionellen und ästhetischen Ansprüchen gerecht zu werden, wurde entschieden, die Gerüste zu überpressen und anschließend mit Schichtkeramik individuell zu verblenden. Was zu- nächst aufwendig klingt, unterstützt auf effizien- tem Weg das stabile und sichere Therapieergebnis. Herstellung der Restaurationen Zunächst musste die provisorische Versorgung bzw. die Funktion des Provisoriums „kopiert“ werden. Hierzu kam erneut die Cross-Mounting-Methode zur Anwendung. Im Anschluss wurde ein präzises Wax-up erstellt und digitalisiert und dieses vor der CAD/CAM-gestützten Herstellung der Zirkonium- oxid-Gerüste entsprechend reduziert. Die Zirkonium- oxid-Kappen kaschierten die verfärbten Stümpfe (Abb. 10) und sollten nun mit Überpresskeramik um- mantelt werden. Vorteil der Überpresstechnik ist die präzise Umsetzung der Wachsmodellation, d. h. Funktion in Keramik. Erneut diente das Wax-up als Grundlage. Die auf den Gerüsten aufgewachsten Modellationen wurden in der Fluor-Apatit-Glas- keramik IPS e.max® ZirPress, Farbe A3, gepresst und anschließend so reduziert, dass alle funktionellen Anteile sowie der Inzisalbereich vollanatomisch blieben. Abschließend wurden die Restaurationen mit Verblendkeramik (IPS e.max Ceram) überschich- tet (Abb. 11 und 12). Mit dem Auftragen von Dentin- und Schneidemassen sowie Impulse- und Mame- lonmassen konnten die Restaurationen individuell entsprechend dem Patientenwunsch nach altersge- rechten Zähnen charakterisiert werden. Nach einer 24 cosmetic dentistry 1 2017
Anwenderbericht cosmetic dentistry | Abb. 13a Abb. 13b Abb. 13c Abb. 14 Rohbrandeinprobe wurden die vollkeramischen Restaurationen fertiggestellt. Ergebnis bis 15). Die keramischen Restaurationen passen in Form und Farbe gut zu den natürlichen Front- zähnen im Unterkiefer und harmonieren mit dem Gesicht der Patientin. Die definitive Eingliederung erfolgte nach der letzten Passungskontrolle entsprechend dem be- kannten Vorgehen. Die verfärbten Stümpfe konn- ten optimal kaschiert werden. Das Weichgewebe schmieg te sich natürlich und gesund an die kera- mische Oberfläche an. Die Implantate waren ein- geheilt; im Röntgenbild zeigte sich eine stabile Situation. Bisshöhe, Inzisalkantenverlauf und Ok - k lusions ebene entsprachen der während der pro - visorischen Phase validierten Situation (Abb.13a Fazit Eine umfangreiche restaurative Therapie verlangt nach einem klaren Behandlungskonzept. Das Ziel und der Weg müssen im Vorfeld definiert sein. So kann der eigentliche Ablauf – auch bei hoher Kom- plexität – auf einer vergleichsweise einfachen Basis erfolgen. Das erleichtert die Behandlung für alle Be- teiligten und lässt zugleich die Erfüllung höchster Ansprüche zu._ Abb. 13a–c: Nach dem Einsetzen – Funktionell und ästhetisch gelungene Integration der vollkeramischen Versorgungen. Abb. 14: Stabile Verhältnisse und ausgezeichnete Ästhetik drei Jahre nach der Eingliederung der Restaurationen. Abb. 15: Die Patientin ist mit der neuen Versorgung sehr zufrieden. Kontakt Dr. Tetsuya Uchiyama Uchiyama Dental Clinic 1-10-4-1F Minamiaoyama, Minato-ku 107-0062 Tokio Japan tetsuya221@gmail.com Abb. 15 Infos zum Unternehmen Michiro Manaka Dent Craft Studio M’s Art 1-15-1-304 Chuo, Kasukabe-shi 344-0067 Saitama Japan mamcr75@gmail.com cosmetic 1 2017 dentistry 25
News Align Technology Zertifi zierungskurs direkt auf der IDS 2017 den Patienten bis hin zum erfolgreichen Ergebnis. Außerdem können der smarte Intraoralscanner iTero getestet und die Innovationen der fast un- sichtbaren Schiene entdeckt werden, die hinter vier Millionen Invisalign-Lächeln steckt. Allen Interessierten bietet Align Technology zu- dem die Möglichkeit der Teilnahme an einem Zertifi zierungskurs für Invisalign Go, der am 23. März auf Englisch und am 24. März auf Deutsch direkt auf der Messe durch renommierte Experten und klinische Berater abgehalten wird. So können die Teilnehmer gleich nach der IDS mit der ersten Invisalign Go-Behandlung starten und das Praxisangebot erweitern. Im Speakers Corner werden ganztägig Vorlesun- gen international bekannter Key-Opinionleader abgehalten – mit Schwerpunkten wie Digital Smile Design oder Peer-to-Peer-Erfahrungen. Align Technology GmbH Tel.: 0800 2524990 www.invisalign-go.de IDS-Stand: 2.2, E010-F029 Auf der IDS 2017 in Köln wartet Align Techno- logy mit einem innovativen Standkonzept auf: Besucher können den Behandlungsverlauf mit Invisalign Go live erleben und sich auf eine vir- tuelle Reise begeben – vom ersten Kontakt mit Handlungsempfehlung Erste Leitlinie zu Kompositrestaurationen im Seitenzahnbereich m o c . k c o t s r e t t u h S / c n i t a B s o i l i M © In den letzten zwei Jahrzehnten wurden die Werkstoffe für Kompositrestaurationen kontinu- ierlich weiterentwickelt – und damit auch ihr In- dikationsbereich im Seitenzahnbereich erweitert. Wissenschaftler der DGZ, DGZMK und der DGR²Z haben nach den Regularien der AWMF (Arbeits- gemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizini- schen Fachgesellschaften) eine S1-Leitlinie ent- wickelt, die Ärzten und Zahnärzten hierfür eine Entscheidungshilfe bietet. Die Handlungsempfeh- lungen beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Ver- fahren, berücksichtigen aber auch ökonomische Aspekte. Neben allgemeinen Einordnungskriterien von Kompositmaterialien, ihrer Biokompatibilität und werkstoffkundlichen Eigenschaften wird näher auf Bulkfi ll-Komposite, selbstadhäsive Kompo- site und Adhäsivsysteme eingegangen. Dabei wird herausgestellt, dass direkte Restaurationen aufgrund verschiedener Faktoren wie z. B. dem breiten Anwendungsspektrum oder der Zahnhart- substanzschonung gegenüber indirekten Restau- rationen in vielen Fällen bevorzugt werden sollen. Ausgeführt wird, in welchen Fällen direkte Kom- positrestaurationen im Seitenzahnbereich indi- ziert und kontraindiziert sind bzw. eingeschränkt angewendet werden sollten. Darüber hinaus werden auch die Verarbeitung, Lebensdauer und Reparatur von Kompositmaterialien thematisiert. Eine abschließende Empfehlung der Experten- gruppe rundet die neue S1-Leitlinie ab. Die neue Leitlinie ist bis zum 30. Oktober 2021 gültig. Die vollständige Leitlinie als Kurz- und Langver- sion sowie ein Evidenzbericht sind auf den Inter- netseiten der AWMF und der DGZMK zum Down- load verfügbar. Quellen: DGZ, DGZMK, DGR²Z 26 cosmetic dentistry 1 2017
DGKZ Prof. inv. Dr. Jürgen Wahlmann ist neuer Präsident Prof. inv. Dr. Jürgen Wahlmann/ Edewecht, Vorstandsmitglied der DGKZ, übernahm per 1. Januar 2017 turnusmäßig vom bisherigen Präsiden- ten, Prof. inv. (Universität Sevilla) Dr. Martin Jörgens, die Führung der 2003 gegründeten Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. Er machte sein Examen 1987 in Göttin- gen und ist seit 1989 niedergelassen in eigener Praxis in Edewecht. 2004 erwarb er den „Master in Aesthetics“ am Rosenthal Institute der New York University, 2005 gewann er die Gold- medaille in der AACD Smile Gallery in der Kategorie „Indirekte Restaurationen“ und ist seit 2006 Mitglied im International Relationship Committee der AACD. Neben seiner Referen- tentätigkeit ist er auch Autor zahlreicher Fach- beiträge in der Zeitschrift „cosmetic dentistry“ sowie anderen Publikationen. Prof. inv. Dr. Wahlmann ist seit 2004 Mitglied der DGKZ und seit 2006 auch Mitglied im Vor- stand der Gesellschaft. Unter seiner Führung wird der außerordentlich erfolgreiche Kurs der DGKZ auf dem Gebiet fachwissenschaftlich fundierter ästhetisch-kosmetischer Zahnmedi- zin fortgeführt. Quelle: DGKZ ANZEIGE cosmetic 1 2017 dentistry 27
| Spezial Event Ästhetik auf der Internationalen Dental-Schau (IDS) 2017 Keramik-Innovationen befl ügeln Schön ist, wer schöne Augen und schöne Zähne hat. Denn darauf fällt der Blick des Betrachters zuallererst. Die Proportionen müssen stimmen und ein harmonisches Ganzes ergeben. Was die Zähne anbetrifft, so hat die Dentalindustrie in den vergangenen Jahrzehnten eine Reihe innovativer Ver- fahren und Produkte geschaffen, die den Abstand zwischen einem hohen Ideal und der erreichbaren Realität immer stärker schwinden lassen. Dazu zählen moderne Diagnose- und Therapieoptionen (z. B. Gesichtsscanner, implantologisches Backward Planning, gesteuerte Geweberegeneration) und insbesondere keramische Werkstoffe. Einen umfassenden Überblick verschafft sich der Messebesucher auf der Internationalen Dental-Schau vom 21. bis 25. März 2017 in Köln. 28 cosmetic dentistry 1 2017 i r e t h c R h p a R l / H b m G e s s e m n e o K © l
Event Spezial | Neue Werkstoffe Es versteht sich von selbst, dass Keramiken mit ihrer weißen Grundfärbung für die Anwendung in der Zahnheilkunde prädestiniert sind. Seit Jahrzehnten spielen sie als Verblendwerkstoffe eine herausra- gende Rolle und seit etwa zwanzig Jahren etablie- ren sie sich zunehmend als Gerüstwerkstoffe. Zirkonoxid, Lithiumdisilikat, zirkonoxidverstärktes Lithiumsilikat, Feldspat – eine ganze Reihe von Op- tionen steht heute je nach Indikation zur Verfügung. Bis wohin diese Indikationen im Einzelnen reichen, bleibt eine spannende Frage. Inwiefern lässt sich zum Beispiel zirkonoxidverstärktes Lithiumsilikat für Brücken verwenden? Oder ein Einzelimplantat von der (künstlichen) Wurzel bis zur Krone aus Zirkon- oxid? In welchen Fällen stellt Hybridkeramik eine mögliche Alternative dar? Klare Antworten fi ndet der Besucher auf der IDS 2017. Neue Möglichkeiten zur ästhetischen Vollendung Mit einer auf die Zahnfarbe des Patienten abge- stimmten Verblendung gleicht eine Restauration den natürlichen Zähnen optisch (fast) wie ein Ei dem anderen. Die augenfälligste Entwicklung je- doch besteht darin, dass eine ansprechende Ästhe- tik in vielen Fällen auch ohne Verblendung zu erzie- len ist. Das bringt Zeitgewinn und ermöglicht ein Niveau an ökonomischem Arbeiten, wie man es bis vor Kurzem noch nicht gekannt hat. Nachdem sich bei Zirkonoxid transluzente Material- varianten faktisch durchgesetzt haben, sorgen jetzt vor allem in der Produktion eingefärbte Rohlinge für einen Schub. Sie können heute den gesamten gängigen Farbring abdecken und auf diese Weise häufi ger den Verzicht auf die Verblendung erlauben cosmetic 1 2017 dentistry 29
| Spezial Event oder sie einfacher und schneller von der Hand gehen lassen. Dabei helfen schlüssige Keramiksysteme für die klassische Schichttechnik. Im Falle unverblende- ter Zirkonoxidgerüste gelingt die individuelle Cha- rakterisierung mithilfe von Malfarbensystemen. Grundsätzlich bleibt daneben auch eine Keramik- infiltration von Zirkonoxidgerüsten mit geeigneten Färbeflüssigkeiten eine interessante Option. Und bestimmte Hybridkeramiken können einfach poliert oder über ein lichthärtendes Verfahren charakteri- siert werden. Unabhängig davon ist die Skala nach oben offen: Letztlich sind den individuellen Gestal- tungsmöglichkeiten unter Verwendung der kerami- schen Schichttechnik keine Grenzen gesetzt. Oft führen jedoch mehrere Wege nach Rom, sprich: zur patientengerechten ästhetischen Gestaltung. Für Zahnarzt und Zahntechniker gilt es, den ziel- sichersten und ökonomischsten auszuwählen. Neue Optionen zur Wirtschaftlichkeit Im Sinne einer ästhetisch überzeugenden und gleichzeitig wirtschaftlichen Lösung stehen für Labor und Praxis mehrere Möglichkeiten offen. Eine wirkungsvolle Maßnahme besteht zum Beispiel in der Einrichtung eines eigenen Zimmers für die Farb- nahme. Unterstützung kann auch von einer erwei- terten Diagnostik inklusive Simulation von protheti- schen Endergebnissen mit Gesichtsscannern in der Praxis kommen. Via digitalisierte Daten können die dadurch gewonnenen Informationen an das Labor weitergegeben werden. Die moderne Technik hilft insbesondere bei der im- plantologischen Planung und das sichere Definieren der besten Position für die künstlichen Zahnwurzeln mit Blick auf die ansprechendste prothetische Ver- sorgung stellt letztlich auch eine Optimierung der Ästhetik bei wirtschaftlichem Arbeiten dar. Dazu ge- hört selbstverständlich auch die Wahl des idealen Fertigungsweges. So lassen sich inzwischen auch dreigliedrige Zirkonoxidbrücken chairside herstel- len. Labside überzeugen bei diesem Material unter anderem die superschnelle „Speed-Fertigung“ und die Multilayer-Technik (aufgeklebte CAD/CAM-ge- fertigte Verblendung). Aktuell tritt der 3-D-Druck hinzu und erschließt wiederum neue Materialien, namentlich Hochleistungskunststoffe (z. B. PEEK). Welches Potenzial im hochemotionalen Thema „Äs- thetik“ steckt, demonstriert die Dentalindustrie auf der Internationalen Dental-Schau (IDS) 2017 in Köln. Hier präsentieren Hersteller ihre neuesten Ent- wicklungen. Zahntechniker wie auch Zahnärzte ent- decken Innovationen, und alle zusammen haben die Möglichkeit, vom gemeinsamen Wissensaustausch zu profitieren – idealerweise bei einem gemeinsa- men Rundgang. Besonders interessant wird er da- durch, dass auf der IDS Produkte und Verfahren live 30 cosmetic dentistry 1 2017 H b m G e s s e m e n e o K © l
H b m G e s s e m e n e o K © l H b m G e s s e m e n e o K © l vorgestellt werden, sich in Augenschein nehmen und „begreifen“ lassen. So wird ihr tatsächlicher Nutzen für die Anwender unmittelbar deutlich. Zahnärzte und Zahntechniker können dadurch ihre Investitionsentscheidung für den eigenen Betrieb auf diese Weise zukunftssicher treffen. „Die Ästhetische Zahnheilkunde wird ein Schwer- punkt der nächsten Internationalen Dental-Schau – nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal in dieser Breite von Werkstoffen und Verfahren. Dies kommt dem modernen Patienten entgegen, denn er wünscht sich von seinem Zahnarzt und von seinem Zahntechniker beides: funktional und ästhetisch perfekte Restaurationen“, erläutert Dr. Martin Rickert, Vorstandsvorsitzender des VDDI (Verband der Deutschen Dental-Industrie). Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental- Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI). Durchgeführt wird sie von der Koelnmesse GmbH. Quelle: Koelnmesse GmbH Täglicher Newsletter zur IDS H b m G e s s e m e n e o K © l Event Spezial | cosmetic 1 2017 dentistry 31
| Spezial Praxisplanung Abb. 1 Mit viel Liebe zur Präzision Autorin: Christine Kaps Abb. 1: Der Empfang als Eyecatcher. Nachdem das Zahnarztehepaar Dr. Silvia und Dr. Chris tian Fuchs bereits seit etlichen Jah- ren in getrennten Pra xisgemeinschaften in der 1.200 Jahre alten Donaumetropole Ingolstadt tätig war, entstand bei beiden der Wunsch, noch einmal ein gemeinsames, neues Praxisprojekt auf die Beine zu stellen. Dres. Fuchs waren sich einig, dass für diese neue Praxis in ihrer Ausführung, den eingesetzten Mate- rialien und der dentalen Technik nur modernste und hochwertige Produkte infrage kommen – sie sollte zu 100 Prozent zukunftsweisend, dentaltechnisch auf dem neuesten Stand und innenarchitekto- nisch absolut top ausgestattet werden, denn das Ergebnis sollte ein Spiegelbild der Arbeitsmoral ihrer Betreiber darstellen: Präzision in allen Praxisberei- chen bis ins kleinste Detail, perfekte Gestaltung, nichts sollte dem Zufall überlassen werden. Zur Verwirklichung dieses gemeinsamen Praxispro- jektes fehlten vorerst noch die passenden Räum- lichkeiten. Als mitten im zentralen Teil der histori- schen Altstadt Ingolstadts auf dem ehemaligen Gelände der 2007 geschlossenen Bierbrauerei Ingobräu in Anlehnung an deren Namen der Bau der „Ingohöfe“ begann, waren die Zahnärzte sofort interessiert. Zur Ausführung kam unter Berücksich- tigung des Denkmalschutzes, in Verquickung von Alt- und Neubau, auf insgesamt mehr als 10.000 Quadratmetern ein Areal mit etwa 120 hochwerti- 32 cosmetic dentistry 1 2017
Praxisplanung Spezial | Abb. 2a: Der an den Empfangs- bereich anschließende, mit Filz be spannte Kubus schafft Diskretion … Abb. 2b: … und birgt den Backoffice-Bereich. Abb. 2a Abb. 2b gen Wohnungen, Büros, kleineren Geschäften und vor allem Arztpraxen. Tatsächlich wurde das Ehepaar in der 1. Etage des Hahnenhofes, dem 2. Bauabschnitt der Ingohöfe, fündig: Auf einer Fläche von 310 Quadratmetern sollte die gemeinsame Praxis entstehen. Um eine durchdachte und strukturierte Planung ihrer zukünftigen Räumlichkeiten zu gewährleisten, beauftragten Dres. Fuchs den Innenarchitekten Hartwig Göke, der mit seinem Düsseldorfer Büro GÖKE Praxiskonzepte auf das Thema Praxispla- nung spezialisiert ist. Im gemeinsamen Dialog entstand nach und nach das gewünschte schlüssige Raumkonzept mit sechs Behandlungszimmern inklusive Prophylaxe und der Möglichkeit zur späteren Erweiterung um zwei zusätzliche Behandlungsbereiche. Dem Kun- denwunsch nach Geradlinigkeit in der Innenarchi- tektur, einem großzü gigen Empfangsbereich und einem optisch in sich geschlossenen Praxiskonzept leistete Göke durch eine klare Gestaltung, zurück- haltende Farben und den Einsatz sehr hochwertiger Materialien wie Corian und Filz Folge. Im Rahmen der engen, ausgesprochen fairen und sehr vertrau- ensvollen Zusammenarbeit flossen zudem die krea- tiven Ideen der im privaten Bereich bereits bau- erfahrenen Ärzte ein, die der Optik den „persönlichen Schliff“ gaben. Das unter Berücksichtigung der Kundenwünsche hinsichtlich Optik und modernster Technik entstan- dene Konzept setzte das Büro GÖKE Praxiskonzepte in einen CAD-Grundriss um, der nach erfolgtem Aufmaß der Räume und inhaltlicher Freigabe durch die Kunden die Grundlage für die detaillierte Instal- lationsplanung bildete. Diese gab neben den benötigten dentaltechnischen Installationsangaben alle weiteren notwendigen und gewünschten Anschlüsse für die gesamte Flä- che bis hin zur letzten Steckdose an. Diese Angaben entsprechen grundsätzlich dem planerischen Aus- führungsstandard des Büros GÖKE Praxiskonzepte, da so die Beauftragung eines zweiten Architekten für den Innenausbau außerhalb der dentalen Tech- nik entfällt. Nach erfolgtem Startschuss durch die Kunden konnten die beauftragten Gewerke mit der Umset- zung beginnen. Da Dr. Christian Fuchs bereits in der Vergangenheit bedingt durch private Baumaßnah- men ein nicht unerhebliches praktisches und theo- retisches Wissen im Innenausbau sammeln konnte und größten Wert auf eine perfekte bauliche Aus- führung durch die Gewerke legte, übernahm er, zusätzlich zu seiner Arbeit in der noch bestehenden Praxisgemeinschaft, kurzerhand selbst die Baulei- tung vor Ort und aktiv auch etliche Bereiche des Ausbaus. cosmetic 1 2017 dentistry 33
| Spezial Praxisplanung Abb. 3 Abb. 4 Abb. 6 34 cosmetic dentistry 1 2017
Praxisplanung Spezial | So entstand etappenweise eine Praxis, deren per- fekte und präzise Ausfertigung ihresgleichen sucht. Wie immer in der Entstehungsphase eines Projektes wurden auch hier in der Bauphase Ideen verworfen, geändert und ergänzt. Geblieben sind stumpf einschlagende flächenbün- dige, raumhohe Türen, eingebunden in eine kom- plette Wandverkleidung, welche in Verbindung mit einer optisch horizontalen Unterteilung, die sich durch sämtliche Wandbereiche inklusive der Glas- flächen zieht, absolute Großzügigkeit vermitteln. Die Vorratsschränke sind ebenfalls komplett flä- chenbündig eingebaut, sodass das Auge des Be- trachters eine ruhige, glatte Fläche findet, die den Blick ohne Unterbrechung durch die Praxis führt. Bleiben durfte ebenfalls die anthrazitgraue Filz- bespannung des Kubus hinter der aus weißem Corian bestehenden Empfangstheke, sodass sich dieser Bereich wie ein Solitär im Eingangs bereich ausnimmt. Die Liebe zum gestalterischen Detail der Zahnärzte spiegelt sich in den komplett auf Gehrung gearbei- teten Kanten des Kubus und der Wandverkleidun- gen wider. Da Dres. Fuchs größten Wert auf eine einwand freie Praxishygiene legen, wurde der Sterilisa tionsraum nach den aktuellsten Hygienericht linien äußerst umfangreich und durch dreifarbige Kenntlich- machung der einzelnen Bereiche sehr klar geglie- dert gestaltet und eingerichtet. Der in der gesamten Praxis durchgehend verlegte, hochwertige PVC-Boden in Holzoptik vermittelt Wärme; Glaselemente und ein durchdachtes Licht- konzept erzeugen freundliche Helligkeit. Abb. 5 Auf umfangreiche Dekorationselemente verzich- teten die Puristen Fuchs ganz bewusst. In Kombi- nation mit der äußerst hochwertigen Ausstattung fühlen sich nicht nur die Patienten, sondern auch die Praxisbetreiber und ihre Mitarbeiter sehr wohl. Fazit Die Praxisgestaltung ist unübersehbar Ausdruck des Kodex der Bauherren: Das Zahn ärzteehepaar legt uneingeschränkt Wert auf eine präzise Aus- führung der zahnärztlichen Behandlung mithilfe modernster Technik. Unnötige Spielereien haben dabei keinen Platz. Ohne Zweifel befindet sich in der historischen Altstadt Ingolstadts nun eine Praxis mit großem Potenzial und Zukunft, und das nicht nur aufgrund der von den Ärzten sehr geschickt gewählten Location!_ Fotos: Joachim Grothus (www.joachimgrothus.de) Kontakt Christine Kaps GÖKE PRAXISKONZEPTE Inh. Hartwig Göke Dipl.-Ing. Innenarchitekt BDIA Collenbachstraße 45 40476 Düsseldorf www.goeke-praxiskonzepte.de Infos zur Autorin Abb. 3: Die klare Raumflucht mit komplett flächenbündigen Türen leitet den Blick des Betrachters. Abb. 4: Indirekte Beleuchtung schafft Atmosphäre. Abb. 5: Die saubere Verarbeitung der Wandverkleidung im Detail. Abb. 6: Der Blick ins Wartezimmer zeigt die Kombination aus direkter und indirekter Beleuchtung. cosmetic 1 2017 dentistry 35
| Spezial Event | Spezial Event www.dgkz-jahrestagung.de 5./6. Mai 2017 EMPIRE RIVERSIDE HOTEL Hamburg DGKZ-Jahrestagung in Hamburg erneut mit interdisziplinärem Ansatz Die 14. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) fi ndet am 5. und 6. Mai 2017 in Hamburg statt. Die 2003 gegründete Fachgesellschaft setzt bei der Pro- grammgestaltung und Themenauswahl auf die interdisziplinären Aspekte eines gesamtgesellschaft- lichen Trends – dem Streben nach Vitalität und Schönheit. In diesem Zusammenhang fi ndet die Tagung auch in Verbindung mit dem bereits zum zweiten Mal von der DGKZ und der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin e.V. (IGÄM) veranstalteten „Praxis & Symposium – Das schöne Gesicht“ statt. Als weiterer interdisziplinärer Bestand teil runden die MUNDHYGIENETAGE 2017 die Veranstaltung ab. Die Veranstaltungen haben sowohl gemeinsame als auch getrennte Programmteile. Somit fi ndet sich für jeden Teilnehmer ein geeigneter Weiterbildungsfokus. DGKZ-Jahrestagung Kosmetische und ästhetische Aspekte der zahnärzt- lichen Therapie sowie der Ästhetischen Chirurgie stehen seit Jahren im Fokus von Fortbildungs- veranstaltungen und Publikationen. Eines wird dabei immer wieder deutlich: Um wird dabei immer wieder deutlich: Um den Patienten, der eine ästhetisch-kos- den Patienten, der eine ästhetisch-kos- metisch motivierte Behandlung wünscht, metisch motivierte Behandlung wünscht, zufriedenstellen zu können, ist die Qua- zufriedenstellen zu können, ist die Qua- lität der ärztlichen bzw. zahnärztlichen Leistung entscheidend für den Erfolg. Gefragt ist somit absolute High- End- Medizin. Da in diesem Zusammenhang u. a. eine intensive Fortbildung unab- dingbar ist, bietet die DGKZ im Rahmen ihrer Jahrestagung erneut ein an- spruchsvolles Programm mit Table Cli- nics und hochkarätigen wissenschaft- lichen Vorträgen an. Prof. inv. (Sevilla) Dr. Martin Jörgens Unter dem Motto „Aktuelle Trends in der ästheti- schen Zahnheilkunde“ werden Referenten von Uni- versitäten und erfahrene Praktiker mit den Teilneh- mern die gegenwärtigen Trends in der modernen Zahnheilkunde und deren Herausforderungen im Praxisalltag diskutieren. Auch für dieses Jahr wurde ein hochkarätiges Referen- tenteam zusammengestellt, das die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln sowie synergetischen Aspekten beleuchten wird. Im Rah- men des Pre-Congress Programms am Freitag fi nden Table Clinics zu Spezialgebieten der Ästhetisch- Kosmetischen Zahnmedizin statt, die Moderation übernimmt Prof. inv. (Sevilla) Dr. Martin Jörgens. Parallel zum zahnärztlichen Programm gibt es an den Kongresstagen ein Pro- es an den Kongresstagen ein Pro- gramm für die Zahnärztliche Assis- gramm für die Zahnärztliche Assis- tenz mit den Themen Prophy laxe, tenz mit den Themen Prophy laxe, Praxishygiene sowie Qualitätsma- Praxishygiene sowie Qualitätsma- nagement. nagement. 36 cosmetic dentistry 1 2017
MUNDHYGIENETAGE 2017 2017 fi nden die MUNDHYGIENETAGE erneut an zwei Standorten statt. Die Teilnehmer haben die Mög- lichkeit, die Veranstaltung entweder am 5. und 6. Mai 2017 in Hamburg (als Bestand- teil der DGKZ-Jahrestagung) oder am 29. teil der DGKZ-Jahrestagung) oder am 29. und 30. September 2017 in Berlin zu und 30. September 2017 in Berlin zu besuchen. Der Team-Kongress bietet im besuchen. Der Team-Kongress bietet im Rahmen des wissenschaftlichen Vor- Rahmen des wissenschaftlichen Vor- tragsprogramms am Samstag um- tragsprogramms am Samstag um- fassende Informationen zum Thema Mundhygiene sowie begleitend bzw. als Pre-Congress Seminare zu den Themen Praxishygiene und Qualitätsmanage- ment. Vermittelt wird das notwendige Handwerkszeug von der Bürste über die Zahnpasta, die Mundspüllösung, die Hilfsmittel für die Interdental- und Zungenpfl ege bis hin zu Fluoridierungs- maßnahmen und der Frage, ob Paro- dontitis wirklich immer nur eine Frage schlechter Mundhygiene ist. Das eintägige Vortrags- programm am Samstag (Hauptkongress) wird sich sehr konzentriert und spezialisiert diesen Themen widmen. Die parallel bzw. als Pre-Congress laufenden Semi- nare zu den Themen Hygiene und QM bieten eine vom eigentlichen Thema des Haupt- kongresses abweichende zusätz- liche Fortbildungsoption. Die wissen- schaftliche Leitung liegt in den Hän- den von Prof. Dr. Stefan Zimmer/Wit- ten. Weiterhin gehören mit Prof. Dr. Nicole B. Arweiler/Marburg, Prof. Dr. Thorsten M. Auschill/Marburg, Priv.-Doz. Dr. Mozhgan Bizhang/ Witten und Priv.-Doz. Dr. Gregor Petersilka/Würzburg ausschließlich ausgewiesene und anerkannte Exper- ausgewiesene und anerkannte Exper- ten auf diesem Gebiet zum Referen- ten auf diesem Gebiet zum Referen- tenteam. tenteam. Prof. Dr. Stefan Zimmer Praxis & Symposium – Das schöne Gesicht Seit 2005 bietet die OEMUS MEDIA AG unter ande- rem in Kooperation mit der Internationalen Gesell- schaft für Ästhetische Medizin e.V. (IGÄM) kombinierte Theorie- und Demonstrationskurse zum Thema „Unterspritzungstechniken“ an. Im Jahr 2016 wurde erneut das gesamte Kurskonzept (inklusive der Spezialistenkurse und der Masterclass) überarbeitet und noch effi zienter gestaltet. Als neues Modul ersetzt jetzt „Praxis & Symposium – Das schöne Ge- sicht“ den bisherigen Basiskurs. Ein einleitender Vortragsblock nähert sich dem Thema zunächst aus ärztlicher, zahnärztlicher und psychologischer Sicht. Im An- schluss werden theoretische Grundlagen zum Thema „Unterspritzungstechniken im Gesicht“ vermittelt und allgemeine Fragestellungen diskutiert. Die Grundlagenvermittlung wird abgerundet durch die bildgestützte Vorstellung von Erfahrungsberichten und Fallbeispielen, aber auch Misserfolge und Problemlösungsstrategien stehen dabei im Fokus. Den Hauptteil der neuen Veranstal- tungen machen aber praktische Übungen am Tierpräparat sowie Live-Demonstrationen am Pa- tienten aus. Eigens für die Kurse wurde zum Beispiel eine DVD „Unterspritzungstechniken“ produ- ziert, die jeder Teilnehmer der Kurs- reihe inkludiert in der Kursgebühr erhält. Dr. Andreas Britz hält die wissenschaftliche Leitung inne._ Dr. Andreas Britz 5./6.5.17 – Hamburg 14. Jahrestagung der DGKZ 5./6.5.17 – Hamburg MUNDHYGIENETAGE 2017 6.5.17 – Hamburg Praxis & Symposium – Das schöne Gesicht Kontakt Online-Anmeldung/ Kongressprogramm Online-Anmeldung/ Kongressprogramm Online-Anmeldung/ Kongressprogramm OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308 event@oemus-media.de www.oemus.com Spezial Event | cosmetic 1 2017 dentistry 37
Produkte COLTENE Flow-Variante von Universalkomposit schafft Füllungen spielend einfach Hinterschnitte, spitze Winkel oder zervikale An- schrägungen stellen besondere Herausforde- rungen beim Applizieren eines herkömmlichen Komposits dar. Vor allem bei schwer zugängli- chen Kavitätenarealen profi tiert der Behandler von einem innovativen Dentalwerkstoff, der quasi „selbst anfl ießt“ und sich gleichzeitig mühelos modellieren lässt. Die fl ießfähige Konsistenz eig- net sich besonders gut, um schwer zugängliche Areale zu behandeln und spart wertvolle Behand- lungszeit. Zügiges, lückenloses Auffüllen In Ergänzung zur klassischen Darreichungsform bietet der Schweizer Dentalspezialist COLTENE sein Submicron Universalkomposit BRILLIANT EverGlow nun zusätzlich in einer fließfähigen Variante an. Das niederviskose Füllungsmaterial verbindet komfortables Applizieren mit gleichzei- tig hoher Standfestigkeit. BRILLIANT EverGlow Flow eignet sich unter anderem ideal zum Auffül- len schwer erreichbarer Bereiche sowie zur Fissu- renversiegelung. Aufgrund seines Anfl ießvermö- gens spielt das Restaurationsmaterial seine volle Stärke beim Auffüllen des Kavitätenbodens aus. Die Flow-Variante kann material- und zeitsparend direkt aus der Spritze auf die gebondete Oberfl ä- che aufgetragen werden. Bis zur Polymerisation lässt sich das unter Druck fl ießfähige Komposit in aller Ruhe an die gewünschte Position bringen. Bereits das Hochleistungskomposit BRILLIANT EverGlow besticht durch eine ungewöhnlich ge- schmeidige Konsistenz. Aufgrund seiner raffi nier- ten Zusammensetzung mit speziellen Füllern lässt sich das fl exible Material leicht in Kavitäten aller Klassen einbringen, ohne dabei am Instrument zu kleben. Hinzu kommen die extrem lang an- haltende Glanzbeständigkeit und ausgezeichnete Polierbarkeit. BRILLIANT EverGlow Flow, ein hoch- ästhetisches Flowable, rundet das Programm ab. Je nach Indikation und persönlicher Vorliebe wäh- len Zahnärzte künftig die jeweils passende Varian- te aus der erweiterten Produktpalette aus. Mehr entdecken auf der IDS 2017 In Köln wird BRILLIANT EverGlow Flow dem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Im Anschluss ist das vielseitige Füllungsmaterial in einer 2g-Spritze im Dentalfachhandel erhältlich. Neben sechs Universal-Kompositmassen stehen bei der selbstanfließenden Variante auch die Schmelzfarbe Translucent sowie eine Opak masse in der Farbe A2/B2 zur Verfügung. Dank des aus- geklügelten „Duo Shade“-Systems deckt jede Kompositmasse wie gewohnt zwei klassische VITA-Farben von A1/B1 bis A4/C4 ab. Darüber hinaus gewährt das COLTENE-Experten- team auf der IDS noch tiefere Einblicke in die Zu- kunft der ästhetischen Füllungstherapie. Anhand einer spannenden, Virtual Reality-Präsentation erleben Messebesucher unter dem Motto „Dis- cover Upgrade Dentistry“ hautnah die Faszination neuer Perspektiven. Für persönliche Fragen ste- hen die Dentalspezialisten zudem gerne mit ihrem Fachwissen bereit. Coltène/Whaledent GmbH + Co. KG Tel.: 07345 805-0 www.coltene.com IDS-Stand: 10.2, R010–S019 38 cosmetic dentistry 1 2017
K Line Europe Effektivere Aligner dank 4-D-Druck Das 4-D Printing ist ein neues System zur Anpassung in- telligenter Druckmaterialien. Durch das 4-D Printing-Sys- tem lassen sich Multimateria- lien, die gewöhnlich mit einem 3-D-Drucker verwendet wer- den, bearbeiten und zusätzli- che Veränderungen durch die Fähigkeit der Formtransfor- mation direkt nach dem Druck durchführen. Für die Kieferorthopädie ist diese Innovation von großem Interesse, da sie eine präzise- re Behandlung mit verbesser- ten Vorteilen ermöglicht. Dank der Fähigkeit der Formtrans- formation können die Clear-Aligner-Anfertigun- gen exakt an die Bedürfnisse der Patienten ange- passt werden. Außerdem kann über die gesamte Behandlung nicht nur die Schienenstärke beliebig verändert werden, was die Kraft- und Veranke- rungsverteilung absolut beibehält, sondern auch ein Minimum von nur noch ein bis zwei Alignern eingesetzt werden. Des Weiteren genießen die Patienten eine noch freundlichere Behandlung, in der die üblichen Kontrollbesuche bei ihrem Kieferorthopäden in kurzen Abständen sowie den anschließenden Verfeinerungen nicht mehr notwendig sind. K Line Europe GmbH Tel.: 0211 93896976 www.kline-europe.de IDS-Stand: 2.1, F028 Komet Dental Präparationstiefen sicher und einfach markieren heruntergeladen werden. Hilfreich ist außerdem der kostenlose Vollkeramik-Kompass. Mit dem 30-seitigen Ringbuch sind alle Präparations- und Bearbeitungsregeln schnell und einfach zur Hand. Der Kompass bietet Zahnärzten einen guten Leit- faden für den souveränen Umgang mit Keramik. Komet Dental Tel.: 05261 701-700 www.kometdental.de IDS-Stand: 4.1, A078-B089 cosmetic 1 2017 dentistry 39 Die neuen PrepMarker markieren im Vorfeld einer Präparation die gewünschte Präparationstiefe. Dies kann z. B. bei Keramik(teil)kronen, -onlays, -overlays oder Okklusionsonlays (auch okklusale Veneers oder Table Tops genannt) eine große Hilfe sein. Sie decken besonders sicher die geringen Schnitttiefen (0,5; 1; 1,5 und 2 mm) ab. Diese sind auf den Schaft gelasert und damit schnell vom Behandler identifizierbar. Da nach dem diaman- tierten Arbeitsteil ein etwas kräftigerer Hals folgt, ist ein tieferes Vordringen mit den PrepMarkern nicht möglich. Es wird automatisch gestoppt, der Behandler kann nicht tiefer präparieren. Das bie- tet enorme Sicherheit bei allen vollkeramischen Restaurationen. Zum Einstieg eignet sich das Set 4663 mit je zwei der vier unterschiedlichen Prep- Marker. Die Produktinformation zu den neuen PrepMarkern kann online angefordert oder direkt
| Lifestyle Reise s n e g r ö J n a i l i i m x a M x i l e F , d r a z e B e n a h p e t i S i , e v e n n o B u e h t a M i , t o n g u e r i B e u q n m o D i , O C A : r e d l i B e l l A © Le Mans Classic – The Leading Vintage Car Racing Event Autor: Prof. inv. (Universität Sevilla) Dr. Martin Jörgens Das an der Sarthe gelegene französische Le Mans wurde bereits im Jahre 1923 das Zentrum des Rennsports. Damals wurde das 24-Stunden-Rennen von Le Mans geboren, welches über die Jahre auch fester Bestandteil der Markenweltmeisterschaft wurde. Seitdem jagen alljährlich Werksteams und Privatfahrer der begehrten Trophäe nach, welche in zahlreichen unterschied- lichen Klassen gewertet wird. Bereits seit 2002 jagen auch wertvolle und spek- takuläre historische Rennwagen über die weltbe- rühmte Rennstrecke von Le Mans. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal neben der Rennveranstal- tung für moderne Rennwagen und Prototypen die Rückkehr der klassischen Rennwagen an die Sarthe als „Le Mans Classic“ gefeiert. Hauptbedingung für einen der sehr begehrten Startplätze ist, dass das Fahrzeugmodell ebenfalls auf der originalen Le Mans-Veranstaltung gestartet ist. „Le Mans Classic“ wird seitdem im Zweijahresrhythmus veranstaltet und startete 2016 somit zum achten Mal. Dabei hat sich die von Patrick Peter von Peter Auto aus Paris und dem Automobile Club de l’Ouest (ACO) mit Sitz in Le Mans ins Leben gerufene Veranstaltung zum führenden Event im klassischen Motorrennsport gemausert. Auch andere Klassikevents bieten Prä- sentationen hervorragender Fahrzeuge mit toller Atmosphäre und besonderem Ambiente. Auf vielen stehen aber hervorragende Fahrzeuge, deren Res- 40 cosmetic dentistry 1 2017
taurationen und Historie sowie die reine Ausstel- lung im Vordergrund. Da findet auch jeder Oldtimer- liebhaber etwas Passendes, was ihn anspricht. Aber nirgendwo anders schlägt das Herz des Motor- rennsports stärker und lauter und sind die Emo- tionen für Motorsportenthusiasten intensiver. Hier werden die Rennmotoren auch gezündet und die historischen Klassiker zum vitalen Rennobjekt re- animiert. Es wird nicht nur still bewundert und foto- grafiert, sondern Motorsport live gelebt. Das Geheimnis liegt in dem puristischen und un verblümten Renngeschehen, welches an einem Wochenende mehr als 50 Stunden lang jegliches Erleben beherrscht. Hier geht es um unverschnör- kelten, klaren, reinen Motorrennsport und um Oktan im Blut. Qualifying und Start Die Veranstaltung beginnt für die Werksteams und Privatfahrer meist schon am Mittwoch oder Don- nerstag vor der Veranstaltung mit dem Aufbau des Lagerplatzes auf dem Campingplatz Le Houx (be- kannt aus dem Film Le Mans) und der Vorbereitung des Servicezelts im Bereich der jeweiligen Fahrzeug- gruppe. Danach beginnt der umfangreiche Prozess der technischen Fahrzeugabnahme durch die tech- nischen Kommissare der FIA. Erst danach erhalten die Teams die Starterlaubnis und die Startnummern. Ebenso müssen sich die Piloten einem aufwendigen Registrierungsprozess unterziehen, bei dem sämt- liche Papiere und die gesamte Rennbekleidung geprüft werden. Bereits am Freitagmittag um 12.00 Uhr starten die ersten Renntrainings und Qualifyings, aus denen sich die Startaufstellung in den einzelnen Renn- gruppen ergeben. Diese Qualifyings werden als Tagtraining mit Tageslicht gefahren und auch als Nachttraining bis spät in die Nacht bis nach 3.00 Uhr. Die Nachttrainings sind zwingende Bedin- gung für den Nachtstart eines Piloten, um ihm aus- reichende Sicherheit durch Kenntnis des Kurses auch zu Nachtzeiten zu geben. Am folgenden Sams- tagmorgen startet das Morgenprogramm schon früh mit zahlreichen weiteren Darbietungen, die den gesamten Tag bis zum Start des Rennens füllen. Auch für die ambitionierten Jugendlichen (im Alter von 6–13 Jahren) wird als Nachwuchsevent „Little Big Mans“ gefahren. Dabei starten die Kids mit originalgetreuen Kinderrennwagen und mit klassi- schem Le Mans-Start. Nach dem Start der Hauptrennen am Samstagnach- mittag um 16.00 Uhr gleitet das Renngeschehen in die Abendstunden und beherrscht schließlich die Nacht. Unablässig fliegen die Rennwagen vom Reise Lifestyle | cosmetic 1 2017 dentistry 41
| Lifestyle Reise m o c . k c o t s r e t t u h S / a i i l a t a N h c a k y t a N © Rennergebnisse von LMC Le Mans Classic 2016 : e n h a F C. Traber, S. Trennery auf Talbot Lago Ex Monoplace Décalée, 1939 Grid 2 von 1949 bis 1956: A. Wallace auf Jaguar D-Type, 1955 Grid 3 von 1957 bis 1961: C. Ward auf Lister Costin- Jaguar, 1959 Grid 4 von 1962 bis 1965: S. Lynn auf Ford GT40, 1965 Grid 5 von 1966 bis 1971: B. Thurner auf Lola T70 MK 3 Grid 6 von 1972 bis 1981: M. Werner auf Kremer- Porsche 936/82, 1982 Gruppe C von 1982 bis 1993: J. Piguet auf Spice SE89C, 1989 Zentrum des Circuit de Bugatti auf die lange Gerade der Hunaudieres. Der gesamte Sonntag wird vom Renngeschehen beherrscht, bis endlich um 16.00 Uhr das letzte Rennen mit der Zielfl agge abgewunken wird. Einmalige Rennstrecke Nur für die 24-Stunden-Rennen von Le Mans (so- wohl für die aktuellen modernen 24-Stunden-Ren- nen der Markenweltmeisterschaft der WEC-Serie als auch für „Le Mans Classic“) werden die Landstraßen von Le Mans nach Mulsanne, weiter nach Arnage und wieder zurück zum Start-Ziel-Bereich des Circuit de Bugatti zum einmaligen 13,65 km langen Renncircuit von Le Mans zusammengefügt. Das allein unterstreicht schon die Einmaligkeit dieser Strecke. Nur während der 24-Stunden-Rennen kann diese Strecke im Rennbetrieb überhaupt gefahren werden, und auch sonst gibt es fast keine Renn- strecke, die außerhalb des begrenzten Rennbetriebs sonst als Landstraße genutzt wird. Daraus resultieren dann auch sonst ungewöhnliche, spezielle Hinweise der Le Mans-Profi s: „Speziell nachts und bei Regen auf der Hunaudieres auf die Spurrinnen der Lkw achten, damit der Rennwagen auch auf der Straße bleibt“ oder „In Mulsanne und Arnage trifft die Rennstrecke auf eine Querstraße, hier muss man quasi rechts abbiegen“. Das gibt es nur in Le Mans, nirgendwo anders muss man auf Rennstrecken rechtwinklig abbiegen. Unabhängig von den beiden markanten rechtwink- ligen Straßeneinmündungen in Mulsanne und Arnage ist die Strecke sehr fl üssig und zügig zu fahren. Die Hochgeschwindigkeitsbereiche der Hun audières und Indianapolis gestatten Geschwin- digkeiten jenseits der 300 km/h auch heute noch für klassische Rennwagen. Ungleiche Rennwagen, ungleiche Fahrer Wie schafft man es nun, Klassiker unterschiedlicher Epochen gut miteinander oder gegeneinander fahren zu lassen? Zu groß sind doch die epochalen, technischen Entwicklungsschritte, um Vorkriegs- rennwagen gegen modernere und viel schnellere Rennwagen aus den 1970er-Jahren in einem 24-Stunden-Rennen gemeinsam antreten zu las- sen. Der Schlüssel liegt in der Schaffung von sechs zeitlich defi nierten Gruppen/Grids, in denen die Rennwagen der jeweiligen Epoche gegeneinander fahren. Die sechs Gruppen für „Le Mans Classic“ umfassen folgende Baujahre: Grid 1 von 1923 bis 1939 Grid 2 von 1949 bis 1956 Grid 3 von 1957 bis 1961 Grid 4 von 1962 bis 1965 Grid 5 von 1966 bis 1971 Grid 6 von 1972 bis 1981 Erstmalig in 2016 wurden diese klassischen Renn- wagen um die Königsklasse der Le Mans-Fahrzeuge, Gruppe C mit den Prototypen der Baujahre 1982 bis 1993, bereichert. Damit kamen beim „Le Mans Classic“ zum ersten Mal wieder diese schnellsten und technisch speziellsten Fahrzeuge an den Start, die das historische Bild der Le Mans-Rennwagen in den 1980er- und 1990er-Jahren prägten. 42 cosmetic dentistry 1 2017
Reise Lifestyle | Klassische Porsche-Rennwagen wie der Porsche 962 dominierten diese Epoche, und bei den wenigen straßenzugelassenen Fahrzeugen mag der Eintrag im Kfz-Schein zur zugelassenen Höchstgeschwin- digkeit von 402 km/h doch ein Stirnrunzeln beim Betrachter ausgelöst haben. Fakt ist aber, dass diese Fahrzeuge ihre volle Leistung in Le Mans auch fah- ren konnten und auf der Hunaudieres auch Ge- schwindigkeiten jenseits der 400 km/h erreichen konnten. Heute nur durch zwei Schikanen verlang- samt, wurden bis 1990 auf der 5 km langen Geraden Spitzengeschwindigkeiten jenseits der 400 km/h ge- fahren. Auch deshalb ist „Le Mans Classic“ ein malig, da dann den historischen Boliden hier ihre volle Kapazität abverlangt werden kann. Die sechs Grids fahren entsprechend auch nicht 24 Stunden nonstop, sondern über die 24 Stunden hinweg drei klassische Rennen à 45 Minuten. Dann wird das historische Material auch nicht überbean- sprucht oder zerstört, sondern bleibt erhalten. Es ergibt sich ein kontinuierlicher Rennrhythmus der aufeinanderfolgenden Rennen der baujahrspezi- fischen Grids. Tankstopps sind nicht erlaubt, Tank- größe und Füllzustand müssen passend zur Renn- zeit berechnet werden. Die Rennen verlangen immer einen Boxenpflichtstopp, der mindestens 90 Sekun- den dauern muss, sonst hagelt es Strafpunkte. Dabei können auch Fahrerwechsel durchgeführt werden. „Le Mans Classic“ kann entweder komplett allein, der Rennwagen kann aber auch von einem Team von zwei bis sogar drei Piloten gefahren wer- den. Das macht das ganze Renngeschehen sehr abwechslungsreich und spannend. Vielfach fahren ambitionierte Amateurfahrer zusammen mit gro- ßen Rennfahrerlegenden in einem Rennteam. Aus Deutschland fuhr der ehemalige Formel 1-Pilot Jochen Mass auf einem De Tomaso Pantera Gr. IV, 1971. Auch der mehrfache Porsche- und Toyota- Werksfahrer Ralf Kelleners fuhr für ein Team den Gruppe C-Porsche 962C, 1990. Diese Kombinationen von ambitionierten Gentle- man-Drivern und professionellen Fahrern beleben den historischen Motorsport doch sehr, da die hochklassigen Profis den Amateurfahrern fachlich und fahrerisch unter die Arme greifen und die Teams so insgesamt schneller und erfolgreicher sind. Es hebt die fahrerischen Qualitäten im Renn- betrieb und ermöglicht, Rennfahrzeuge auch ent- sprechend ihrer technischen Kapazitäten gekonnt einzusetzen. Das Gesamtbild der klassischen Renn- veranstaltung wird gehoben und es bringt mehr Spannung auf den Asphalt. „Le Mans Classic“ be- geisterte 2016 mehr als 120.000 rennbegeisterte Zuschauer. Freuen wir uns auf 2018, wenn die his- torischen Motoren dort wieder gezündet werden. Weitere Infos auf www.lemansclassic.com_ Kontakt Prof. inv. (Universität Sevilla) Dr. Martin Jörgens DentalSpecialists Kaiserswerther Markt 25 40489 Düsseldorf-Kaiserswerth Tel.: 0211 4790079 Fax: 0211 4790009 info@dentalspecialists.de www.dentalspecialists.de cosmetic 1 2017 dentistry 43
| Lifestyle Kunst Fotokunst in der Praxis – auf die Hängung kommt es an In den vergangenen Jahren hat LUMAS die Vielfalt der zeitgenössischen Fotografi e online und in über 40 LUMAS-Galerien weltweit für einen immer größer werdenden Kreis von Kunstbegeis- terten und jungen Sammlern zugänglich gemacht. Mehr als 2.000 Arbeiten von 230 etablierten Künstlern und Newcomern liefern einen umfassenden Einblick in die zeitgenössische Kunst- und Designszene. Die Werke bei LUMAS sind als handsignierte Originale in limitierten Aufl agen von meist 75 bis 150 Exemplaren zu fairen Preisen erhältlich. Dank der engen und kontinuierlichen Zusammen- arbeit mit den Künstlern und seinen erstklassigen Produktionspartnern bekleidet das Unternehmen im Bereich der Editionen weltweit eine einmalige Posi- tion. LUMAS ist Editeur und zugleich ein vom brei- ten Publikum wahrgenommener Händler. Durch die Strategie, alle Schritte von der Künstlerauswahl bis zur Produktion durch Experten direkt bei LUMAS anzusiedeln, können das künstlerische Niveau der Editionen auf höchstem Level gehalten und die Werke exklusiv mit hoher Beratungsqualität ange- boten werden. Abb. 1: Werke von René Twigge, Julian Wolkenstein, Man Ray. © Man Ray Trust, Paris/ VG Bild- Kunst, Bonn 2017 Abb. 1 44 cosmetic dentistry 1 2017 m o c . s a m u l . w w w © Neues Einrichtungskonzept In den LUMAS-Galerien haben Besucher dank des neuen Einrichtungskonzepts „The Collector’s Home“ das Gefühl, nicht eine unpersönliche Galerie, son- dern vielmehr die Privaträume eines Kunstsamm- lers zu betreten. Die gezeigten Exponate in Wohn- zimmer, Küche oder Bibliothek vermitteln so einen anschaulichen Eindruck davon, wie das jeweilige Werk an der eigenen Wand aussehen könnte. Das Angebot der Galerie wird dabei wie eine Privat- sammlung in wechselnden Ausstellungen präsen- tiert. Das LUMAS-Team, bestehend aus ausgewie- senen Kunstexperten, stellt hierfür ein heterogenes Portfolio zeitgenössischer Positionen zusammen. Begabte Nachwuchskünstler der großen Hoch- schulen werden ebenso berücksichtigt wie bereits etablierte, internationale Künstler. Die ausgewähl- ten Arbeiten sind herausragende Beispiele für das Konzept und Werk ihrer Autoren und werden in Ko- operation mit führenden Laboren und Herstellern produziert. Ganz vorne mit dabei: Das Fotolabor WhiteWall So schafft das Labor WhiteWall durch hochwertige Entwicklungs- und Veredelungstechniken aus foto- grafi schen Motiven einzigartige Kunstwerke. Hier garantiert die Verbindung zwischen Hightech und Handarbeit den hohen Galeriestandard, den LUMAS für sich beansprucht. WhiteWall bietet dabei unter anderem Kaschierungs- und Rahmungsmöglich- keiten für jeden Geschmack und Verwendungsbe- darf. Echte Fotoabzüge unter Acrylglas oder Spezial- harz sind die Premiumprodukte des Unternehmens: Durch diese spezielle Veredelung erhalten die Kunstwerke nicht nur eine tiefe, glänzende und strahlende Anmut, sondern auch einen natürlichen Schutz vor UV-Strahlung. Mehr Designobjekt als m o c . k c o t s r e t t u h S / 6 4 o r i s © : d n u r g r e t n H i
Rahmen ist der extra starke Acrylblock, durch den Fotomotive eine enorme Tiefenwirkung erhalten. WhiteWall bietet über 100 handgefertigte Rah- menmodelle im individuellen Format, die nicht nur zu jedem Motiv, sondern auch zu den zahlreichen Veredelungsmöglichkeiten passen. Alle Produkte von WhiteWall — auch Großformate, Panoramen und Hochformate — können auf Wunsch komplett aufhängfertig geliefert werden. Die neun schönsten Hängungen für Ihre Bilder Wie man die Kunstwerke am wirkungsvollsten an der eigenen Wand in Szene setzt, weiß Fotograf Jan-Ole Schmidt. Zur Vorbereitung rät der Produkt- manager von WhiteWall: „Damit alles direkt beim ersten Versuch sitzt, skizzieren Sie Anordnungen der Bilder zunächst auf Papier oder ordnen Sie Ihre Bilder auf dem Boden an, um die jeweilige Wirkung zu überprüfen.“ Tipp 1: Der Solist: Eine Wand — Ein Bild Jan-Ole Schmidt: „Der Solist ist eine Einzelhän- gung. Auch in kleinen Räumen und Nischen stellt sich der Solist kunstvoll dar. Ein Ehrenplatz für ein besonders schönes, ausgefallenes oder lieb gewon- nenes Bild. Ein tolles Zusammenspiel verschiedener Solisten erreichen Sie, indem Sie gleich an mehre- ren Wänden in einem Raum einzelne Werke prä- sentieren.“ Tipp 2: Die Petersburger Hängung „Die Petersburger Hängung ist als ein geordnetes Chaos zu verstehen — eine Anordnung zahlreicher, dicht aneinander platzierter Bilder an einer Wand. Es ist wichtig, dass Sie einem Prinzip folgen: Nut- zen Sie verbindende Elemente. Dies können Motive mit stilistisch ähnlichem Interpretationsansatz, gleiche bzw. ähnliche Rahmen und Passepartouts oder ähnliche Formate sein. Ein verbindendes Ele- ment sollte verwendet werden, um eine gewisse Ruhe in die Bilderwand zu bekommen.“ Tipp 3: Die Kantenhängung „Diese Hängung stellt einen Klassiker dar und ist auch in Räumen mit geringer Deckenhöhe wir- kungsvoll. Bei der Kantenhängung werden alle Bil- der an einer imaginären Mittellinie ausgerichtet. Ihr Abstand ist stets gleich, kann jedoch waagerecht und senkrecht variieren.“ Tipp 4: Die Reihenhängung „In der Reihenhängung werden mehrere Bilder in derselben Größe auf gleicher Höhe platziert. Sie be- fi nden sich demnach waagerecht oder senkrecht in einer Linie. Falls Sie Bilder in verschiedenen Forma- ten klar und in einer Reihe darstellen möchten, m o c . s a m u Kunst Lifestyle | l . w w w © Abb. 2 m o c . s a m u l . w w w © Abb. 3 m o c . s a m u l . w w w © Abb. 4 können Sie eine abgewandelte Reihenhängung wählen. Indem Sie verschieden große Bilder an deren Rahmenkanten oder einer gedachten Mittel- linie ausrichten, entsteht ein ähnlicher Effekt.“ Abb. 2 und 3: LUMAS Galerie Berlin-Mitte, Hackesche Höfe. Abb. 4: Werke von Billy & Hells. © LUMAS Tipp 5: Die Rasterhängung „Die Rasterhängung ist eine klare, streng geome- trische Anordnung von gleich großen Bildern. Diese werden vertikal und horizontal aneinander ausge- cosmetic 1 2017 dentistry 45
| Lifestyle Kunst Tipp 1 Tipp 5 Tipp 8 e d . l l a W e t i h W © t p e c n o C o B , e d . l l a W e t i h W © Tipp 2 e d . l l a W e t i h W © l l o n K r e t l a W , e d . l l a W e t i h W © a i l o t o f , e d . l l a W e t i h W © Tipp 6 richtet platziert. Wichtig ist, dass es sich um eine gerade Anzahl von gleich großen Bildern handelt und die Abstände zwischen ihnen an allen Seiten gleich sind — ähnlich wie bei einem Schachbrett.“ Tipp 6: Die Inside-the-Lines-Hängung „Die Inside-the-Lines-Hängung ist eine Anordnung von verschiedenen Bildern innerhalb einer imagi- nären geometrischen Form. Dies kann beispielsweise ein Kreis, eine Wanddiagonale oder ein Rechteck sein. Es muss keine verbindenden Elemente geben, keine einheitlichen Abstände und keine aufeinan- der abgestimmten Kanten. Die Bilder hängen zwang- los an der Wand und drücken dadurch Leichtigkeit aus.“ Tipp 7: Gestellte Bilder „Indem Sie Bilder an die Wand stellen, wählen Sie eine außergewöhnliche, gelockerte Präsentations- weise. Wichtig ist, dass Sie Bilder in einem großen Format und mit einem aussagekräftigen Motiv 46 cosmetic dentistry 1 2017
Kunst Lifestyle | l o d a n o b , e d . l l a W e t i h W © a i l o t o f , e d . l l a W e t i h W © , e d . l l a W e t i h W © Tipp 4 Tipp 3 Tipp 7 wählen. Aufgrund der Platzierung besteht andern- falls die Gefahr, dass Ihre Werke übersehen werden — Ihre Bilder müssen alle Blicke auf sich ziehen.“ dem das Bild aus drei Teilen besteht. Bei WhiteWall bieten wir eine Mehrteilerfunktion an, bei der Sie Ihr Bild in bis zu 16 Einzelelemente unterteilen können.“_ Tipp 8: Bilderleisten „Mit Bilderleisten können Sie Ihre Werke an der Wand abstellen. Das gibt der Wand eine Struktur und bietet Ihnen die Möglichkeit, fl exibel zu dekorieren. Da Sie auf der Leiste weitere ausgewählte Lieblingsgegen- stände platzieren können, kann die Geschichte Ihres Bildes noch besser abgebildet und transportiert werden.“ Tipp 9: Der Mehrteiler „Ein Motiv — mehrere Teile. Der Mehrteiler ist ein großformatiges Bild aus mehreren zusammengehöri- gen Elementen, die ein Ganzes ergeben. Die Elemente müssen dabei nicht zwingend gleich groß sein. Sie sollten aber auf jeden Fall in einer Reihe auf Kante angebracht werden und einen geringen Abstand zu- einander haben. Der Klassiker ist das Triptychon, bei Kontakt LUMAS Avenso GmbH Ernst-Reuter-Platz 2 10587 Berlin Tel.: 030 46722-0 info@lumas.de www.lumas.de WhiteWall Avenso GmbH Tel.: 030 22381462 info@whitewall.de www.whitewall.com Tipp 1: Der Solist: Eine Wand – Ein Bild. Tipp 2: Die Petersburger Hängung. Tipp 3: Die Kantenhängung. Tipp 4: Die Reihenhängung. Tipp 5: Die Rasterhängung. Tipp 6: Die Inside-the-Lines-Hängung. Tipp 7: Gestellte Bilder. Tipp 8: Bilderleisten. Tipp 9: Der Mehrteiler. cosmetic 1 2017 dentistry 47
| Impressum Kongresse, Kurse und Symposien E16 T K N U P F O R T B ILDUN G S Aktuelle Trends in der Ästhetischen Zahnheilkunde 14. JAHRESTAGUNG DER DGKZ 5./6. Mai 2017 in Hamburg EMPIRE RIVERSIDE HOTEL inkl. Das schöne Gesicht – Praxis & Symposium 14. Jahrestagung der DGKZ m o c . k c o t s r e t t u h S / n i k h s a S © 5. und 6. Mai 2017 Veranstaltungsort: Hamburg Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.dgkz-jahrestagung.de Chirurgische Aspekte der rot-weißen Ästhetik 5. Mai 2017 Veranstaltungsort: Konstanz Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.rot-weiss-seminar.de Das schöne Gesicht Praxis & Symposium 6. Mai 2017 Veranstaltungsort: Hamburg Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.unterspritzung.org Faxantwort an 0341 48474-290 Bitte senden Sie mir die angekreuzten Veranstaltungsprogramme zu. Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programms.) Praxisstempel, Laborstempel 48 cosmetic dentistry 1 2017 Impressum Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. Verleger: Torsten R. Oemus Verlag: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 kontakt@oemus-media.de IBAN DE20 8607 0000 0150 1501 00 BIC Deutsche Bank AG, Leipzig DEUTDE8LXXX Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke Tel.: 0341 48474-0 Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner Tel.: 0341 48474-0 Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller Tel.: 0341 48474-0 Projekt- und Anzeigenleitung: Stefan Reichardt Tel.: 0341 48474-222 reichardt@oemus-media.de Redaktionsleitung: Georg Isbaner, M.A. Tel.: 0341 48474-123 g.isbaner@oemus-media.de www.cd-magazin.de Redaktion: Lisa Schmalz, M.A. Tel.: 0341 48474-159 l.schmalz@oemus-media.de Produktionsleitung: Gernot Meyer Tel.: 0341 48474-520 meyer@oemus-media.de Korrektorat: Frank Sperling Tel.: 0341 48474-125 Marion Herner Tel.: 0341 48474-126 Art Direction / Layout: Dipl.-Des.(FH) Alexander Jahn Tel.: 0341 48474-139 a.jahn@oemus-media.de Layout: Stanley Baumgarten Tel.: 0341 48474-130 s.baumgarten@oemus-media.de Abo-Service Andreas Grasse Tel.: 0341 48474-201 grasse@oemus-media.de Druck: Löhnert Druck Handelsstraße 12 04420 Markranstädt Erscheinungsweise/Bezugspreis cosmetic dentistry – Info der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. erscheint 4 x jährlich. Der Bezugspreis ist für Mitglieder über den Mitgliedsbeitrag in der DGKZ abgegolten. Einzelheft 10 EUR ab Verlag zzgl. gesetzl. MwSt. und Versandkosten. Jahres- abonnement im Inland 44 EUR ab Verlag inkl. gesetzl. MwSt. und Versandkosten. Kündi gung des Abonnements ist schriftlich 6 Wochen vor Ende des Bezugszeit raumes möglich. Abonne- mentgelder werden jährlich im Voraus in Rechnung gestellt. Der Abonnent kann seine Abonnement- bestellung innerhalb von 14 Tagen nach Absenden der Bestellung schriftlich bei der Abonnement- ver waltung widerrufen. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs (Datum des Poststempels). Das Abonnement verlängert sich zu den jeweils gültigen Bestimmungen um ein Jahr, wenn es nicht 6 Wochen vor Ende des Bezugszeitraumes gekündigt wurde. Verlags- und Urheberrecht: Die Zeitschrift und die enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlegers und Herausgebers unzulässig und straf- bar. Dies gilt besonders für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfi lmungen und die Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Einverständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausgesetzt, sofern nichts anderes ver- merkt ist. Mit Einsendung des Manuskriptes gehen das Recht zur Veröffentlichung als auch die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken und Fotokopien an den Verlag über. Für unverlangt eingesandte Bücher und Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Mit anderen als den redaktionseigenen Signa oder mit Verfassernamen gekennzeichnete Beiträge geben die Auffassung der Verfasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Beitrages trägt die Verantwortung. Gekennzeichnete Sonderteile und Anzeigen befi nden sich außerhalb der Veran t wortung der Redaktion. Für Verbands-, Unternehmens- und Mark t informationen kann keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung für Folgen aus unrichtigen oder fehlerhaften Darstellungen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Firmennamen, Warenbezeichnungen und dergleichen in dieser Zeitschrift berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen und Bezeichnungen im Sinne der Warenzeichen- und Warenschutzgesetzgebung als frei zu betrachten seien und daher von jedermann benutzt werden dürfen. Gerichtsstand ist Leipzig.
DGKZ e.V. Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin Die innovative Fachgesellschaft für den modernen Zahnarzt Kostenlose Fachzeitschrift Lesen Sie kostenlos „cosmetic dentistry“– die qualitativ außer- gewöhnliche Mitgliederzeitschrift informiert Sie über alle rele- vanten Themen der kosmetischen Zahnmedizin. Auch als E-Paper mit Archivfunktion auf www.zwp-online.info verfügbar. Ermäßigte Kongressteilnahme Besuchen Sie die Jahrestagungen der DGKZ und nutzen Sie die für Mitglieder ermäßigten Teilnahmegebühren. Kostenlose Mitglieder-Homepage Nutzen Sie Ihre eigene, individuelle Mitglieder-Homepage, die die DGKZ allen aktiven Mitgliedern kostenlos zur Verfügung stellt. Über die Patientenplattform der DGKZ, die neben Infor- mationen für Patienten auch eine Zahnarzt-Suche bietet, wird der Patient per Link mit den individuellen Mitglieder-Homepages verbunden. Patientenwerbung und Öffentlichkeitsarbeit Profitieren Sie von einer starken Gemeinschaft, die durch Öffentlichkeitsarbeit auch Ihr Praxismarketing unterstützt. Mitgliedsantrag DGKZ Weitere Infos: Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-202, Fax: 0341 48474-290 info@dgkz.info / www.dgkz.com Nutzen Sie die Vorteile der Mitgliedschaft in der DGKZ und treten Sie jetzt dieser starken Gemein- schaft bei! Die einfache bzw. passive Mitgliedschaft kostet 200 €, die aktive Mitgliedschaft 300 € jährlich. Für Studenten ist die Mitgliedschaft kostenfrei.
MITGLIEDSANTRAG Hiermit beantrage ich die Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig, Tel.: 0341 48474-202, Fax: 0341 48474-290 Präsident: Generalsekretär: Prof. inv. (Sevilla) Dr. Jürgen Wahlmann Jörg Warschat LL.M. Name Straße Telefon E-Mail-Adresse Kammer/KZV-Bereich Besondere Fachgebiete oder Qualifikationen Sprachkenntnisse in Wort und Schrift Einfache/bzw. passive Mitgliedschaft Leistungen wie beschrieben Aktive Mitgliedschaft Leistungen wie beschrieben zusätzlich: 1. personalisierte Mitgliedshomepage 2. Stimmrecht Vorname PLZ/Ort Fax Geburtsdatum Jahresbeitrag 200,00 €  Jahresbeitrag 300,00 €  Assistenten mit Nachweis erhalten 50 % Nachlass auf den Mitgliedsbeitrag Studenten mit Nachweis erhalten eine kostenfreie Mitgliedschaft   Fördernde Mitgliedschaft (Unternehmen) Jahresbeitrag 500,00 €  Gläubiger-Identifikationsnummer: DE67ZZZ00001208450 Mandatsreferenz: wird separat mitgeteilt SEPA-Lastschriftmandat Hiermit ermächtige ich die Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. widerruflich, Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen. Vorname, Name (Kontoinhaber) Straße PLZ/Ort IBAN___ ___ ___ ___ l ___ ___ ___ ___ l ___ ___ ___ ___ l ___ ___ ___ ___ l ___ ___ ___ ___ l ___ ___ BIC___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ l ___ ___ ___ Kreditinstitut Datum Unterschrift BITTE SENDEN SIE DEN ANTRAG IM ORIGINAL PER POST AN: DGKZ E.V., HOLBEINSTR. 29, 04229 LEIPZIG. (Ihre Originalunterschrift ist für die Durchführung des SEPA-Lastschriftverfahrens erforderlich.)
ABOSERVICE cosmetic dentistry Interdisziplinär und nah am Markt BESTELLUNG AUCH ONLINE MÖGLICH www.oemus.com/abo ISSN 1864-4279 Entgelt bezahlt: 74677 Preis: € 10,00 zzgl. MwSt. 15. Jahrgang • März • 1/2017 cosmetic dentistry _ beauty & science 12017 Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe folgende Themen: Fachbeitrag Der natürliche Erhalt des Emergenzprofi ls – Prävention statt Rekonstruktion Veranstaltung DGKZ-Jahrestagung in Hamburg erneut mit interdisziplinärem Ansatz Kunst Fotokunst in der Praxis – auf die Hängung kommt es an Fachbeitrag Der natürliche Erhalt des Emergenzprofils – Prävention statt Rekonstruktion Veranstaltung DGKZ-Jahrestagung in Hamburg erneut mit interdisziplinärem Ansatz Kunst Fotokunst in der Praxis – auf die Hängung kommt es an m o c . k c o t s r e t t u h S / a y a k s n e h c e r o P a y n e g v E © i Fax an 0341 48474-290  Ja, ich möchte die „cosmetic dentistry“ im Jahresabonnement zum Preis von 44,– €*/Jahr inkl. MwSt. und Versandkosten beziehen. Unterschrift  Ich bezahle per Rechnung.  Ich bezahle per Bankeinzug. (bei Bankeinzug 2 % Skonto) Erscheinungsweise: 4 x jährlich Name / Vorname Straße/PLZ/Ort Telefon / E-Mail Praxisstempel Widerrufsbelehrung: Den Auftrag kann ich ohne Begründung innerhalb von 14 Tagen ab Bestellung bei der OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig schriftlich widerrufen. Rechtzeitige Absendung genügt. Das Abo nnement verlängert sich automatisch um 1 Jahr, wenn es nicht fristgemäß spätestens 6 Wochen vor Ablauf des Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. * Preis für Ausland auf Anfrage 7 1 / 1 d c O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-201 · grasse@oemus-media.de
Science in Every Smile Ästhetische Zahnbegradigung... ...Nun in den Händen (cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:98)(cid:61)(cid:68)(cid:75)(cid:81)(cid:166)(cid:85)(cid:93)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:17) (cid:57)(cid:76)(cid:72)(cid:79)(cid:3)(cid:40)(cid:85)(cid:73)(cid:82)(cid:79)(cid:74)(cid:3)(cid:69)(cid:72)(cid:76)(cid:3)(cid:44)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:3) (cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:70)(cid:75)(cid:85)(cid:76)(cid:87)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3) (cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:80)(cid:3)(cid:44)(cid:81)(cid:89)(cid:76)(cid:86)(cid:68)(cid:79)(cid:76)(cid:74)(cid:81)(cid:3)(cid:42)(cid:82)(cid:16) (cid:48)(cid:76)(cid:87)(cid:68)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:85)(cid:68)(cid:69)(cid:68)(cid:87)(cid:87)(cid:13)(cid:4)(cid:3) Weitere Informationen (cid:262)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3) (cid:90)(cid:90)(cid:90)(cid:17)(cid:76)(cid:81)(cid:89)(cid:76)(cid:86)(cid:68)(cid:79)(cid:76)(cid:74)(cid:81)(cid:16)(cid:74)(cid:82)(cid:17)(cid:71)(cid:72)(cid:3)oder (cid:69)(cid:72)(cid:86)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:86)(cid:3)(cid:68)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:86)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:80)(cid:3) (cid:44)(cid:39)(cid:54)(cid:16)(cid:54)(cid:87)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:49)(cid:85)(cid:17)(cid:3)(cid:40)(cid:18)(cid:41)(cid:3)(cid:20)(cid:19)(cid:18)(cid:21)(cid:28)(cid:15)(cid:3) (cid:43)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:72)(cid:3)(cid:21)(cid:17)(cid:21)(cid:3) (cid:13)(cid:3)(cid:40)(cid:86)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:79)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:74)(cid:72)(cid:80)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:166)(cid:73)(cid:87)(cid:86)(cid:69)(cid:72)(cid:71)(cid:76)(cid:81)(cid:74)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:90)(cid:90)(cid:90)(cid:17)(cid:76)(cid:81)(cid:89)(cid:76)(cid:86)(cid:68)(cid:79)(cid:76)(cid:74)(cid:81)(cid:16)(cid:74)(cid:82)(cid:17)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:69)(cid:85)(cid:88)(cid:73)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:78)(cid:184)(cid:81)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:17) A v e R 3 4 8 0 0 2