• Titel

    Redaktion

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  • Vita Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG

  • Editorial: Computerunterstützte Systeme – „All in One“

    Dr. med. dent. Sven Mühlemann

    Die Digitalisierung hält immer mehr Einzug in die Zahnmedizin. Bei der Verwaltung der Praxis stel - len Computer und entsprechende Programme bereits eine Selbstverständlichkeit dar. Sie erlauben die digitale Terminverwaltung, das Führen einer digitalen Krankengeschichte oder eines digitalen Abrechnungswesens...

  • Inhalt

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  • Ivoclar Vivadent GmbH

  • Behandlung skelettaler ­Klasse III-­Malokklusion mit nicht angelegten oberen seitlichen Schneidezähnen

    Dr. med. Dr. med. dent. Rainer Fangmann, M.Sc., Dr. med. dent. Reiner Reinhold Franke, ZTM Fabian Zinser

    Die Nichtanlage von Zähnen gehört zu den verbreitetsten Anomalien und betrifft vorzugsweise das bleibende Gebiss. Da Aplasien eine erbliche Basis haben dürften, liegt der Anteil der Personen mit mäßiger Hypodontie unter den Geschwistern weit über dem Populationsdurchschnitt.

  • Digitaler Workflow nach Implantatfreilegung

    ZA Hermann Loos, Dr. René Loos

    Im ersten Teil des Artikels in Ausgabe 2/2016 der digital dentistry wurde die Herstellung einer Bohrschablone für die navigierte Implantation beschrieben. Im zweiten Teil soll nun die Versorgung des freigelegten Implantates gezeigt werden. Vorrangig geht es um den digitalen und rein technischen Workflow mit CEREC (Dentsply Sirona) und darum, wie man mit ein paar kleinen Tricks schnell zu guten Ergebnissen kommt.

  • Digitale Totalprothetik

    Dr. Piero Venezia, Pasquale Lacasella

    Die CAD/CAM-Technologie wurde zu Beginn der 1980er-Jahre in die Zahnmedizin eingeführt. Ihre Anwendung konzentrierte sich damals hauptsächlich auf die Herstellung festsitzender Restaurationen. Seit einigen Jahren entwickeln Hersteller nun Soft- und Hardware zur Herstellung von Totalprothesen.

  • News

    Redaktion

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  • Dental Bauer GmbH & Co.KG

  • Business-Tipp: So optimieren Sie Ihr Onlinemarketing

    Christoph Sander

    In unserer heutigen voll vernetzten und digitalisierten Welt scheint die erste Wahl eines Patienten, der sich auf der Suche nach einem neuen Zahnarzt befindet, die Befragung Googles. Eine gut ausgestattete und auch optimierte Website ist damit zu einem unerlässlichen Werkzeug des Praxismarketings geworden. Christoph Sander, Experte auf dem Gebiet des SEO-Marketings, gibt wertvolle Tipps zur Verbesserung des Onlinemarketings.

  • Event: Update digitale Zahnheilkunde

    Olivia Besten

    Heterogenität ist der Begriff, mit dem sich die Teilnehmergruppe des 4. Digital Oral Care Seminars von 3M wohl am treffendsten beschreiben lässt. Sie bestand aus 30 Wissenschaftlern, niedergelassenen Zahnärzten und Zahntechnikern (Abb. 1), die alle über fundierte Kenntnisse im Bereich digitaler dentaler Technologien verfügen. Die meisten von ihnen waren mit derselben Motivation der persönlichen Einladung an den Starnberger See gefolgt: Sie waren gespannt auf Neuigkeiten und freuten sich auf den fachlichen Austausch mit Gleichgesinnten.

  • Lernen, Lernen und Lernen!

    Redaktion

    Am 15. Oktober 2016 ruft Enrico Steger alle Zahntechniker und Zahnärzte nach Berlin zum ­Zirkonzahn Heldentag. Der Heldentag steht diesmal ganz im Zeichen der Zirkonzahn Schule. Die Zirkonzahn Schule ist Symbol und Aufruf zu fortwährendem Lernen und der Weiterentwicklung eigener fachlicher Fähigkeiten und des Charakters.

  • Eröffnung der Digital Dental ­Academy in Berlin

    Antje Isbaner

    Am 28. Juli 2016 eröffnete die Digital Dental Academy (DDA) in der Hauptstadt ihre Türen mit 
dem Ziel, Zahnärzte und Zahntechniker in der modernen computergestützten Zahnheilkunde fortzubilden. Unterstützt wird das Vorhaben von Dentsply Sirona mit CEREC- und inLab-Equipment sowie mit Behandlungseinheiten.

  • Interview: DDA Berlin – Fünf Fragen an Dr. Klaus Wiedhahn

    Dr. Klaus Wiedhahn im Gespräch

    Gemeinsam mit zwölf weiteren Zahnärzten, die sich auf die CAD/CAM-Fertigung von Restaura­tionen in der Praxis spezialisiert haben, gründete Dr. Klaus Wiedhahn, Zahnarzt aus Buchholz, die Digital Dental Academy in Berlin. Hier erklärt er die Hintergründe.

  • 3-D-Druck auf der IDS 2017: Einstieg in die Zukunft

    Redaktion

    Das 3-D-Druck-Verfahren hat sich seit den 1990er-Jahren, als man erste Nichtedelmetall-­
Gerüste im 3-D-Druck gefertigt hat, als modernes Herstellungsverfahren etabliert. Heute stehen auch verschiedene Kunststoffe als Hochleistungswerkstoffe zur Verfügung. Schon denken viele Anwender über Indikationserweiterungen und über Investitionen in diese Technologie nach – ­einen Überblick verschafft die Internationale Dental-Schau (IDS) vom 21. bis 25. März 2017 in Köln.

  • Erfolgreich digitalisieren dank zuverlässigem Netzwerk

    Jenny Hoffmann

    Viele Praxen möchten gern dem Trend der Digitalisierung folgen, doch ein Großteil steht der mit der Implementierung neuer Software und Geräte verbundenen Kosten und Mühen zurückhaltend gegenüber. Nicht nur die neue Technik stellt Mitarbeiter vor Herausforderungen, auch die rechtlichen Aspekte digitaler Verfahren haben es in sich. Um Praxen genau in diesen Belangen zu unterstützen, wurde vor sieben Jahren das Netzwerk praxis-upgrade eingerichtet. Zahlreiche Spezialisten stehen seither Tausenden Kunden tatkräftig mit Softwarelösungen, Beratung und Schulung zur Seite.

  • Beurteilung einer Fräsmaschine aus Sicht eines Dentalberaters

    Redaktion

    Das mittelständische Unternehmen imes-icore GmbH mit Sitz im hessischen Eiterfeld ist ein etablierter Maschinenhersteller im Industrie- und Dentalbereich. Die Fertigung der hochpräzisen CNC-Maschinensysteme erfolgt ausschließlich in Deutschland. Die imes-icore GmbH liefert CNC-Technik in den Economy-, Industrie- und Premiumbereich und hat sich auf die Technologien 5-Achs-Fräsen, Wasserstrahlschneiden und Laserbearbeitung spezialisiert.

  • Produkte

    Redaktion

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  • Kongresse, Kurse und Symposien/ Impresum

    Redaktion

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  • Digitale Dentale Technologien: Zirkon - ein Werkstoff für alle Fälle

ISSN 2192-9718 Entgelt bezahlt: 23833 Preis: € 10,00 zzgl. MwSt. 10. Jahrgang • September • 3/2016 digital dentistry_ practice & science 32016 Fachbeitrag Behandlung skelettaler Klasse III- Malokklusion Behandlung skelettaler Klasse III- Malokklusion Behandlung skelettaler Klasse III- Malokklusion Behandlung skelettaler Klasse III- Malokklusion Behandlung skelettaler Klasse III- Malokklusion Behandlung skelettaler Klasse III- Malokklusion Behandlung skelettaler Klasse III- Malokklusion Behandlung skelettaler Klasse III- Malokklusion Spezial Business-Tipp: So optimieren Sie Ihr Onlinemarketing Firmenporträt Erfolgreich digitalisieren dank zuverlässigem Netzwerk
Das Beste aus zwei Welten Die weltweit erste CAD/CAM Hybridkeramik. F e Die E stig k n Erfolg eit + Ela m sfor stizität el: D 8 2 5 3 VITA ENAMIC ® VITA Bestseller Wochen zu den Herbstmessen • 10.09.2016, Düsseldorf • 23. – 24.09.2016, Leipzig • 08.10.2016, München • 21. – 22.10.2016, Stuttgart • 11. – 12.11.2016, Frankfurt www.vita-zahnfabrik.com facebook.com/vita.zahnfabrik VITA shade, VITA made.
Editorial | Infos zum Autor Computerunterstützte Systeme – „All in One“ Dr. med. dent. Sven Mühlemann Oberarzt Klinik für Kronen- und Brückenprothetik, Teilprothetik und Materialkunde, Zentrum für Zahnmedizin, Universität Zürich. Die Digitalisierung hält immer mehr Einzug in die Zahnmedizin. Bei der Verwaltung der Praxis stel- len Computer und entsprechende Programme bereits eine Selbstverständlichkeit dar. Sie erlauben die digitale Terminverwaltung, das Führen einer digitalen Krankengeschichte oder eines digitalen Abrechnungswesens. Auch in der zahnärztlichen Therapie kommen computerunterstützte Systeme zum Einsatz. Bereits vor fast 30 Jahren wurde das erste CAD/CAM-System vorgestellt, das die Herstellung von kera- mischen Rekonstruktionen ermöglichte. Neben dem Einsatz in der Prothetik wurde auch die zahnärztlich-radiologische Diagnostik mit der digitalen Volumentomografie um ein computer- unterstütztes System erweitert. So kann vor der Extraktion eines Weisheitszahnes dessen ana- tomische Lage genau überprüft werden oder die apikale Wurzelspitze mit einer Aufhellung klar diagnostiziert werden. In der Implantologie ist es zusätzlich zur virtuellen Planung von Implanta- ten möglich, deren Position mithilfe von Schienen verlässlich in den Mund des Patienten zu über- tragen. Dank computerunterstützter Systeme wird unsere Arbeit als Zahnarzt zwar nicht ein- facher, aber wir können mehr Sicherheit gewinnen und die Therapie verlässlicher durchführen. In der Zwischenzeit gibt es eine Vielzahl computerunterstützter Systeme in der Zahnmedizin, die ihren Einsatz in allen Behandlungsphasen einer zahnärztlichen Therapie finden können. Und ob- wohl die Etablierung einer Schnittstelle zwischen der Software für Praxisadministration und dem digitalen Röntgen vielerorts bereits zum Standard gehört, ist es heute oft noch so, dass die meis- ten digitalen Systeme nicht automatisch miteinander kommunizieren. Aus unserem Alltag wissen wir aber, dass wir dank der Vernetzung unserer digitalen Geräte viele Vorteile gewinnen können. Der Geburtstag der Schwägerin, der einmal in einem digitalen Gerät eingegeben wurde, ist auch in allen anderen Geräten gespeichert und wird, dank einer einfachen Erinnerungsfunktion, auch nicht mehr vergessen. Ganz ähnlich könnten wir auch in unserer täglichen Arbeit mit computerunter- stützten Systemen von Vorteilen profitieren: Die Patientendaten, die bereits alle in der Software für die Praxis administration erfasst sind, sollten auch gleich im Intraoralscanner termingerecht hinterlegt sein. So würde das mühsame Eingeben der Patientendaten in die Maske des Scanners vor dem Abdruck entfallen. Und nach Abschluss des intraoralen Abdruckes wünschte man sich, dass der generierte digitale Datensatz automatisch im Patientendossier abgelegt wird. Zwar sind Schnittstellen vorhanden, doch müssen diese oft manuell überbrückt werden. Einige Hersteller haben dies bereits erkannt und arbeiten an der Etablierung dieser automatisierten digitalen Verknüpfungen. Die technische Umsetzung ist dabei aber nicht das Problem. Als viel langwieriger und schwieriger erweist es sich, dass sich die Hersteller rechtlich einigen. Wir können gespannt sein und freuen uns auf die vielen Vorteile in naher Zukunft! Dr. med. dent. Sven Mühlemann digital dentistry 3 2016 03
| Inhalt Fachbeitrag 12 Event 34 CAD/CAM 44 | Editorial 34 Eröffnung der Digital Dental Academy 03 Computerunterstützte Systeme – „All in One“ Dr. med. dent. Sven Mühlemann | digital dentistry 06 Behandlung skelettaler Klasse III- Malokklusion mit nicht angelegten oberen seitlichen Schneidezähnen Dr. med. Dr. med. dent. Rainer Fangmann, M.Sc., Dr. med. dent. Reiner Reinhold Franke, ZTM Fabian Zinser in Berlin Antje Isbaner 36 DDA Berlin – Fünf Fragen an Dr. Klaus Wiedhahn 38 3-D-Druck auf der IDS 2017: Einstieg in die Zukunft Firmenporträt 40 Erfolgreich digitalisieren dank zuverlässigem Netzwerk Jenny Hoffmann 12 Digitaler Workfl ow nach Implantatfreilegung CAD/CAM ZA Hermann Loos, Dr. René Loos 18 Digitale Totalprothetik Dr. Piero Venezia, Pasquale Lacasella | Spezial Marketing 26 Business-Tipp: So optimieren Sie Ihr Onlinemarketing Christoph Sander Event 28 Update digitale Zahnheilkunde Olivia Besten 32 Lernen, Lernen und Lernen! 44 Beurteilung einer Fräsmaschine aus Sicht eines Dentalberaters 22 News 46 Produkte 50 Impressum ISSN 2192-9718 Entgelt bezahlt: 23833 Preis: € 10,00 zzgl. MwSt. 10. Jahrgang • September • 3/2016 digital ry_ practice & science dentistry_ practice & science ry 32016 Titelbild: Mit freundlicher Unterstützung der imes-icore® GmbH Hintergrundbild: © itlada/Shutterstock.com 04 digital dentistry 3 2016
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| digital dentistry Fachbeitrag Behandlung skelettaler Klasse III- Malokklusion mit nicht angelegten oberen seitlichen Schneidezähnen Autoren: Dr. med. Dr. med. dent. Rainer Fangmann, M.Sc., Dr. med. dent. Reiner Reinhold Franke, ZTM Fabian Zinser Die Nichtanlage von Zähnen gehört zu den verbreitetsten Anomalien und betrifft vorzugsweise das bleibende Gebiss. Da Aplasien eine erbliche Basis haben dürften, liegt der Anteil der Personen mit mäßiger Hypodontie unter den Geschwistern weit über dem Populationsdurchschnitt. „Aplasien permanenter Zähne sind nicht unge- wöhnlich. Sie repräsentieren die häufigste kranio- faziale Malformation mit einer Prävalenz von 1,5 bis 11,3 Prozent. Die Prävalenz nicht angelegter oberer lateraler Inzisiven wird zwischen einem und zwei Prozent angegeben. Obwohl der Entstehungsme- chanismus noch nicht vollständig geklärt werden konnte, gelten – mit der Identifikation von zwei Ge- nen (PAX9, MSX1) – genetische Ursachen als wich- tige (Co-)Faktoren bei der Entstehung nonsyndro- maler Hypodontien.“1,2 Bei der Behandlung von Aplasien der oberen 2er steht der Kieferorthopäde vor der therapeutischen Ent- Abb. 1: Fernröntgenseitenbild. Literaturliste Abb. 1 06 digital dentistry 3 2016 scheidung des Lückenschlusses oder der Lückenöff- nung mit späterer Brückenversorgung oder implan- tatprothetischer Versorgung. Diese kann erst nach abgeschlossenem Wachstum durchgeführt werden, da andernfalls eine Infraposition des Implantats und somit ein ästhetischer Misserfolg resultiert.3–5 Zur Klärung dieser Entscheidung sind „folgende Para- meter zu berücksichtigen: – Ausmaß und Lokalisation der Lücken – Art der Dysgnathie und der Okklusion – extraorale und intraorale ästhetische Faktoren – parodontaler Zustand und Knochenangebot – Motivation, Mundhygiene und ökonomische Ver- hältnisse Aus implantologischer Sicht ist ein adäquates Platz- angebot die Grundvoraussetzung für eine implanto- logische Versorgung. Dabei zu beachten sind der interimplantäre Abstand von 3 mm und der Abstand vom Implantat zum Nachbarzahn von 1,5 mm.6 Auch der ausreichende Abstand zu den benachbarten Zahnwurzeln muss gewährleistet sein. Eine radio- logische Kontrolle muss präimplantologisch erfol- gen, um insbesondere die Abstände der Wurzelspit- zen zu eruieren. Die durchschnittliche Breite oberer lateraler Inzisivi wird mit 7 mm im Bereich der Kontaktpunkte und 5 mm auf Höhe der Zahnhälse angegeben.7 Da hier Durchschnittswerte angegeben wurden, sind auch kleinere Werte zu erwarten. Vor allem bei Nichtanlagen sind kleinere Werte jedoch wahrscheinlich, daher muss häufig auf durchmesser- reduzierte Implantate unter 4 mm Breite zurückge- griffen werden. Diese Richtwerte muss der Kiefer- orthopäde bereits in seine Behandlungsplanung einarbeiten.“8
I E G E Z N A Abb. 2 Abb. 3 Abb. 2: Ausgangssituation intraoral. – Abb. 3: KFO-Apparatur in situ. Folglich gilt für die Einzelzahnlücke eine Lücken- breite minus 3 mm als maximaler Implantatdurch- messer. Auch kann kieferorthopädische Lückenöff- nung zu einem Papillenverlust führen, der später chirurgisch oder prothetisch kompensiert werden muss. Hier ist die Einschätzung des Gingivatyps durch das behandelnde Team vorab sinnvoll. Ätiologie und Genese einer skelettalen Klasse III-Malokklusion Die Behandlung von skelettalen Klasse III-Dys- gnathien stellt eine der größten Herausforderungen für die kieferorthopädische Behandlung dar. Auf- grund der Komplexität, der Diagnose, der Prognose und der Langzeitstabilität des Behandlungsergeb- nisses ist diese Malokklusion als besonders schwie- rig einzustufen. Die Entstehung einer Klasse III-Dys - gnathie ist nicht abschließend geklärt. Aufgrund der familiären Häufung wird jedoch eine deutliche genetische Ätiologie vermutet, jedoch scheint die Ausprägung der Fehlstellung individuell und durch äußere Faktoren wie z. B. funktionelle und weich- gewebige Faktoren beinflussbar.9 Daher gibt es zu jeder individuellen Form der Progenie eine indivi- duelle Therapieoption, abhängig vom Grad der skelettalen Diskrepanz, dem skelettalen Muster und dem Alter des Patienten.10 Demnach sind in milden Formen durchaus dentale Kompensationen im Sinne einer Camouflage-Therapie (Extraktion von Prämolaren im Unterkiefer) denkbar. Frühbehand- lungen während des Wachstums mit extraoralen Geräten (z. B. Kopf-Kinn-Kappe) sind hinsichtlich der Prognose und der Rezidivbildung des Unterkie- fers schwierig einzuschätzen.11 Bei extremer Aus- prägung sollte als langfristig stabile Option eine kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgische
| digital dentistry Fachbeitrag Abb. 4: Klinische Okklusalansicht. Abb. 5: Klinische Frontalansicht. Abb. 6: Klinische Ansicht Regio 012 – rechts. Abb. 7: Klinische Ansicht Regio 022 – links. Abb. 4 Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7 Therapie nach Abschluss des Wachstums geplant werden.12 Die skelettale Klasse III-Dysgnathie kann insgesamt drei Ursachen haben: 1) eine maxilläre Retrognathie, 2) eine mandibuläre Prognathie oder 3) eine Kombi- nation von 1) und 2) als skelettale Diskrepanz zwi- schen Ober- und Unterkiefer. In der Diagnostik dieser Varianten spielt die Auswertung der FRS-Aufnahme eine entscheidende Rolle. Dabei ist besonders die WITS-Bewertung als individuelle Information über die sagittale Lage der Mandibula in Bezug auf die Schädelbasis und der SNA-Winkel entscheidend für die Ursachen und die Therapie der Malokklusion. Diese drei Varianten können so in unterschiedlichen Ausprägungen individuell vorliegen und unter ande- rem durch dentale Faktoren beeinflusst werden. Dies bezüglich konnte in einer umfangreichen Studie festgestellt werden, dass die Nichtanlage seitlicher Inzisivi signifikant häufig mit einem prognathen Unterkiefer vergesellschaftet ist.13 Dies ist bei o. g. Pa tienten ebenfalls erkennbar. Dabei ist in der The- rapie die Beseitigung der Diskrepanz zwischen Ober- und Unterkiefer das Hauptziel. Im Falle von Nicht anlage der seitlichen Schneidezähne ist bei gleich zeitigem Vorliegen einer skelettalen Klasse III- Malokklusion dies die Entscheidung zur Lückenöff- nung in dieser Region, um die transversale und sagit- tale Entwicklung der Maxilla zu fördern. Um eine solch langwierige und umfangreiche Therapie er- folgreich durchzuführen, ist eine kollegiale inter- disziplinäre Therapieplanung erforderlich. Fallbericht eines Patienten, Jahrgang 1992 Im vorliegenden Fallbericht werden die Ergebnisse der kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgi- schen Behandlung einer skelettalen Klasse III-Mal- okklusion in Kombination mit einer Aplasie von 12 und 22 und anschließender prothetischer Versorgung mit Implantaten vorgestellt. Der Patient zeigt eine retro- gnathe Maxilla und eine prognathe Mandibula. Diese Diskrepanz wird bei o. g. Patienten weiterhin durch die Aplasie von 12 und 22 verstärkt. Es führte zu einer verminderten Entwicklung des Frontzahnsegmentes und verstärkt somit den frontalen Kreuzbiss. Der o. g. Patient stellte sich das erste Mal im Jahr 2002 in unserer kieferorthopädischen Fachpraxis vor. Zu diesem Zeitpunkt ist der Patient 9 Jahre alt. Es handelt sich um eine familiär bedingte mandibuläre Pro- gnathie mit Aplasie von 12 und 22 bei maxillärer Retrognathie. Der WITS-Wert, gemessen auf dem FRS Abb. 8: Regio 012 tangential. Abb. 9: Regio 022 tangential. 08 digital dentistry 3 2016 Abb. 8 Abb. 9
Fachbeitrag digital dentistry | Abb. 10: DVT mit gematchtem Modelldatensatz und geplanten Bohrhülsen. Abb. 11: Geplante Bohrschablone. Abb. 12: Schnittführung und Pilotbohrung. Abb. 13: Bohrschablone in situ. Abb. 14: K3Pro Implantat auf der Einbringhilfe. Abb. 15: Implantatinsertion K3Pro. Abb. 10 Abb. 11 Abb. 12 Abb. 13 Abb. 14 Abb. 15 (Abb. 1), beträgt bereits jetzt –9,7 mm. Aufgrund des ausgeprägten Schweregrades der Anomalie wurde ein kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgi- sches Vorgehen geplant. Frühbehandlungen oder vorbereitende kieferorthopädische Maßnahmen waren bei dem vorliegenden zirkulären Kreuzbiss und bei einer Klasse III-Verzahnung von einer Prä - mola renbreite nicht indiziert. Es erfolgten Kontroll- termine zur Überwachung des Zahnwechsels. Die aktive kieferorthopädische Behandlung wurde im Jahr 2010 begonnen (Abb. 2). Zu diesem Zeitpunkt ist der Patient 18 Jahre alt. Die Auswertung des FRS er- gibt nun einen WITS-Wert von –14,6 mm. Da aufgrund der Aplasie von 12 und 22 die skelettale Komponente der maxillären Retrognatie in der Sagittalebene ver- stärkt wird und die Maxilla zusätzlich eine transver- sale Diskrepanz zeigt, ist in der präoperativen kiefer- orthopädischen Phase vor allem die Lückenöffnung (Abb. 3) für eine spätere Implantatinsertion in Regio 012 und 022 und eine transversale Erweiterung nötig. Nach Ausformung des Unterkieferzahnbogens er- folgte die bimaxilläre Umstellungsosteotomie im Jahr 2014. Anschließend erfolgte die Feineinstellung der Okklusion. Implantatplanung und Auswahl Die Ausgangssituation (Abb. 4 bis 7) des vorliegen- den Falles wies eine erhebliche chirurgische Heraus- forderung auf. Um eine umfassende Planung zu re- alisieren und ein damit entsprechendes realistisches Ergebnis zu garantieren, erfolgte die Aufnahme eines DVTs (Abb. 8 und 9) in der Abschlussphase der kiefer- orthopädischer Behandlung 2015. Der MKG-Chirurg importierte den Datensatz in die Planungssoftware coDiagnostiX und positionierte die Implantate aus chirurgischer Sichtweise. Bei der Implantatauswahl kam nach Annibali et al. und seinem systematischen Review der bis 2014 erschienenen Literatur nur ein Implantatsystem mit Platform-Switch infrage. Die Meta-Analyse zeigte einen osseoprotektiven Effekt des Platform-Switch im marginalen periimplantären Knochen. Weiter wichtig war die Dichtigkeit und Microleakage der Implantat-Abutment-Verbindung, denn Leakage von mikrobiellem Material durch die Implantat-Abutment-Verbindung wird als Einfluss- faktor diskutiert, der Entzündungsreaktionen im benachbarten Gewebe hervorruft. Es kam das Im- plantatsystem K3Pro zum Einsatz, da dieses eine digital dentistry 3 2016 09
| digital dentistry Fachbeitrag Abb. 16: Abformpfosten in situ. Abb. 17: Gestaltung der Abutments in einer CAD-Software. Abb. 18: Abutments in situ. Abb. 19: Design der provisorischen Kronen in der Software. Abb. 20: Design der definitiven Kronen. Abb. 16 Abb. 17 Abb. 18 Abb. 19 Abb. 20 Wurzelanalogie aufweist und zudem eine Klebebasis zur Verfügung stellt, um eine perfekte Ästhetik zu erzielen. Die chirurgische Planung wurde per caseXchange an das Dentallabor übertragen, wo diese Planung unter 10 digital dentistry 3 2016 prothetischen Gesichtspunkten verfeinert wurde. Abschließend erfolgte die Besprechung der geplan- ten Implantatpositionen im Team. Nach der Freigabe des Planungsdatensatzes durch den MKG-Chirur- gen erfolgte die Fertigung der Bohrschablone durch das Dentallabor im laboreigenen Druckzentrum (Abb. 10 und 11). Der implantologische Eingriff wurde unter antibioti- scher Abschirmung (Clindamycin 600 mg, zweimal täglich für einen Tag präoperativ und fünf Tage postoperativ) vorgenommen. Ein krestaler Schnitt zur Eröffnung sowie mit angedeuteten sulkulären Schnitten um die beiden Nachbarzähne herum wurde ausgeführt (Abb. 12). Es wurde ein Muko- periostlappen (Full-Flap) präpariert. Auf Entlas- tungsschnitte wurde aufgrund ästhetischer Ein- bußen verzichtet. Die mesiodistale Distanz der Schaltlücke betrug in der Breite ca. 5,5 mm. Ein K3Pro Rapid Implantat (Argon Medical, Bingen) von 3,0 mm Breite und 11 mm Länge wurde entsprechend Bohr- protokoll inseriert (Abb. 13–15). Prothetische Herangehensweise Die Abformung (Abb. 16) erfolgte im vorliegenden Fall intraoperativ vor Nahtverschluss mithilfe eines Folienlöffels. Das Meistermodell wurde im zahntechnischen Labor mit Zahnfleischmaske angefertigt und im Anschluss digitalisiert. Haupt- augenmerk bei der Anfertigung des Provisoriums galt bei dieser Arbeit dem Abutment. Der Patient sollte mithilfe des „One Abutment – One Time“ Konzeptes rehabilitiert werden, was im Umkehr- schluss bedeutet, dass der Zahntechniker sich aus der vorhandenen Gingivatopografie vor Naht- verschluss eine idealisierte Gingivasituation her- stellen musste. Dies geschah unter Verwendung eines präopera tiven Situationsmodells und dem stetigen Austausch über die angewandten Ope- rations- und Augmentationstechniken mit dem MKG-Chi rurgen. Bei einem „One Abutment – One Time“ Vorgehen ist die Kommunikation auf Augen- höhe eines der maßgeblichen Erfolgskriterien. Die Vorteile des Konzeptes wurden bereits ausreichend publiziert14 und reichen von dem nur einmaligen Verschrauben des Abutments über die Schonung des Weichgewebes bis hin zu weniger Behand- lungssitzungen und einer damit verbundenen Zeit- und Kosten-Ersparnis. Die Gestaltung der Abutments erfolgte mithilfe der Titanklebebasen auf K3Pro in einer CAD-Software (Abb. 17). Das Emergenzprofil und die damit verbun- dene Klebefuge wurden so gestaltet, dass die Klebe- fuge nach vollständiger Ausheilung leicht supragin- gival verlaufen sollte (Abb. 18). Dies erleichtert das Entfernen von Zementresten und beugt „Zementi- tis“ vor. Kontraindiziert ist dieses Vorgehen selbst- verständlich bei einem Patienten mit einer hohen
Fachbeitrag digital dentistry | Abb. 21: Intraorale Situation. Abb. 22: Abschlusssituation. Abb. 21 Abb. 22 Lachlinie. Im vorgestellten Fall zeigte der Patient jedoch selbst bei hochgezogener Lippe kein Zahn- fleisch. Ebenfalls wurden die beiden provisorischen Kronen aus PMMA in der Software designt (Abb. 19). Im An- schluss erfolgte die Fertigung der Hybridabutments aus Zirkon und des Provisoriums im laboreigenen Fräszentrum. Nach einer Einheilphase von drei Monaten erfolgte die definitive Versorgung. Hierfür wurde lediglich eine Alginatabformung über die vorhandene Situ- ation mit eingesetztem Provisorium sowie eine de- finitive Farbnahme mit Fotodokumentation genom- men. Die Abformung wurde im Labor digitalisiert und in den vorhandenen Datensatz gematcht. Somit konnte der Zahntechniker sich die aktuelle Gingiva- situation in den Datensatz laden, der schon zur Fertigung der definitiven Abutments und des Pro- visoriums benutzt worden war (Abb. 20). Das so designte Zir konkäppchen wurde ebenfalls im labor- eigenen Fertigungszentrum gefräst und im An- schluss voll verblendet. Zur Überprüfung der Kon- taktpunkte fertigte das Labor aus dem voran - gegangenen Abutment-Datensatz ein Modell im 3-D-Druckverfahren (Abb. 21 und 22). Schlussbemerkung Durch neu oder weiterentwickelte Materialien und Techniken wird es möglich, andere Therapieformen zu entwickeln, bessere ästhetische oder funktionelle Ergebnisse zu erzielen oder im Rahmen einer Behand- lung mehrere Möglichkeiten anbieten zu können, um z. B. den individuellen Patientenwünschen zu ent- sprechen. Dieses erfordert bei allen Mitgliedern des behandelnden Teams eine große Bereitschaft zur steten Wissensaktualisierung und permanenten Professionsentwicklung. Abschließend bleibt festzustellen, dass nur durch eine enge Absprache zwischen kieferorthopädi- schem, chirurgischem und prothetischem Behand- lungspartner eine erfolgreiche und ästhetisch an- sprechende Versorgung des Patienten gewährleistet wird. Das Ziel, dass die Klebefuge nach vollständiger Einheilphase leicht supragingival verlaufen sollte, konnte erreicht werden. Ebenso konnte das „One Abutment – One Time“ Konzept erfolgreich umge- setzt werden. In dem vorliegenden Fall konnten die vorher festge- legten Ziele mit hoher subjektiver Patientenzufrie- denheit erreicht werden. Es ist jedoch auch und ge- rade hier zu erkennen, dass der zuvor betriebene Aufwand von der kieferorthopädischen Vorbe- handlung bis zur implantatchirurgischen und -pro- thetischen Versorgung eine sehr große Compliance des Patienten und selbstverständlich eine um- fangreiche Absprache innerhalb des behandelnden Teams erfordert._ Kontakt Dr. med. Dr. med. dent. Rainer Fangmann, M.Sc. Implantologie Gesundheitszentrum St. Willehad Luisenstraße 28 26382 Wilhelmshaven drfangmann@gmx.de www.Implantologie-WHV.de Infos zum Autor Infos zum Autor Dr. med. dent. Reiner Reinhold Franke Dohuser Weg 12 26409 Wittmund ReinerFranke@gmx.net www.aerztehaus-wittmund.de/ praxen/kieferorthopadie/ Infos zum Autor ZTM Fabian Zinser Zinser Dentaltechnik GmbH Rademoorweg 7 27612 Loxstedt fz@zinser-dentaltechnik.de www.zinser-dentaltechnik.de digital dentistry 3 2016 11
| digital dentistry Fachbeitrag Digitaler Workflow nach Implantatfreilegung Autoren: ZA Hermann Loos, Dr. René Loos Teil 1 des Artikels Im ersten Teil des Artikels in Ausgabe 2/2016 der digital dentistry wurde die Herstellung einer Bohrschablone für die navigierte Implantation beschrieben. Im zweiten Teil soll nun die Versor- gung des freigelegten Implantates gezeigt werden. Vorrangig geht es um den digitalen und rein technischen Workflow mit CEREC (Dentsply Sirona) und darum, wie man mit ein paar kleinen Tricks schnell zu guten Ergebnissen kommt. Das gesetzte Implantat stammt von der Firma CAMLOG, besitzt einen Durchmesser von 4,3 mm und befindet sich in Regio 46. Es steht noch nicht fest, welche Versorgung gewählt wird – ob eine ein- teilig verschraubte Hybridabutmentkrone oder ein einzelnes Hybridabutment mit einer Krone darüber. Bevorzugt wird jedoch das Abutment mit Krone. Diese Entscheidung ist bei der vorliegenden Implan- tatlage rein subjektiv, da das Schraubenloch bei einer Hybridabutmentkrone ästhetisch nicht ins Gewicht fällt. Limitierend könnten nur die meso- distalen Platzverhältnisse sein, da bei einem Hybrid- abutment mit Einzelkrone mehr Platz benötigt wird. Für die Herstellung benötigen wir eine passende T-Base, einen passenden Scanbody und einen Ab- formpfosten, auch Scanpost genannt. Je nach Art der Versorgung brauchen wir außerdem entspre- chende Keramikblöcke. Das Emergenzprofil sollte zudem durch den Gingivaformer schon etwas aus- geformt und vollständig epitelisiert sein. Digitaler Workflow Als erstes legen wir in der Software (CEREC, Version 4.4.3) die Versorgung (wie in Abb. 1 gezeigt) an. Hier- bei ist es wichtig, die Option „Multilayer“ anzuwäh- len. Die Gründe hierfür werden im weiteren Verlauf des Artikels noch näher erläutert. Ebenfalls festge- legt werden in diesem Schritt die favorisierten Ma- terialien für das Hybridabutment (inCoris ZI meso, Dentsply Sirona) und für die Krone (VITA SUPRINITY® PC, VITA Zahnfabrik). Die Auswahl kann später auch noch verändert werden. Im abschließenden Register „Aufnahme“ fügen wir über „Katalog hinzufügen“ noch den Katalog „Gingivamaske UK“ hinzu. Nun beginnen wir als erstes mit der Bukkalauf- nahme. Der Bereich sollte nah am zu versorgenden Bereich liegen, diesen jedoch nicht einschließen. Die Aufnahme sollte etwa drei Zähne umfassen. Es empfiehlt sich deshalb, die Aufnahme zu Beginn zu machen, da der Patient noch entspannt ist. Abb. 1: Anlegen der Restauration. Abb. 2: Die gescannten Daten wurden sauber gematcht. Abb. 1 Abb. 2 12 digital dentistry 3 2016
Fachbeitrag digital dentistry | Abb. 3 Abb. 4 Abb. 5 Abb. 6 Als zweites wird der Gegenkiefer aufgenommen. Wir schrauben den Gingivaformer heraus und nehmen direkt das Emergenzprofil auf. Achtung: Dies sollte recht zügig erfolgen, da das Emergenz- profil schnell schrumpft. Weiterhin nehmen wir noch die anderen Bereiche des Unterkiefers auf. Als nächstes setzen wir den Scanpost ein. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Verdrehschutz mög- lichst lingual ist. Dort kann fast immer genügend Platz (Materialstärke) dafür geschaffen werden. Der Scanpost wird handfest angezogen und der Scanbody aufgesteckt. Auch hier gilt es, auf Sorg- falt beim richtigen Sitz des Verdrehschutzes zu achten. Um die Daten nicht doppelt aufnehmen zu müssen, kopieren wir den Inhalt des Ordners „Gin- givamaske UK“ in den leeren Ordner „Unterkiefer“. Mit dem Werkzeug „Ausschneiden“ schneiden wir den Bereich um das Implantat bis an die Nachbar- zähne aus. Nun müssen wir nur noch einen ausgeschnittenen Bereich aufnehmen und ergänzen. Generell ist bei den Aufnahmen zu beachten: Der zu versorgende Bereich, inklusive angrenzender Areale, muss voll- ständig und ohne Datenlöcher (sandfarbene Be- reiche) sein. Bei der bukkalen Aufnahme sowie bei den beiden Kieferaufnahmen müssen in den Bereichen, in denen es zur Überlagerung mit der bukkalen Auf- nahme kommt, ausreichend Gingivaanteile aufge- nommen werden. Falls diese zu gering sind, kann es zu Korrelationsproblemen kommen. Nun ist es au- ßerdem von Bedeutung, alle Anteile sowie Wangen, Zunge usw. mit dem Werkzeug „Ausschneiden“ zu entfernen. Wenn der eingebaute Artikulator ver- wendet werden soll, ist es außerdem zwingend er- forderlich, die Aufnahmen bis zum 3er der Gegen- seite auszudehnen. Nun geht es mit dem gewohnten Ablauf weiter: Die Modelle werden errechnet, danach die Modellachse eingestellt (Abb. 2–4). Der Trimmschritt ist bei Abut- ments zwingend vorgeschrieben (Abb. 5 und 6). Nun werden wir im nächsten Schritt aufgefordert, den Scanbody anzuklicken. Es muss die Spitze des Scan bodys an geklickt werden. Als nächstes wird eine Basislinie vorgeschlagen (Abb. 7). Diese Linie ist mit der Präparationsgrenze zu vergleichen. Diese sollte so gestaltet werden, dass eine vernünftige Kronenform zu erwarten ist. Dabei nehmen wir am Anfang keine Rücksicht auf das Emergenzprofil. Vielmehr gestalten wir die Krone so, dass sie harmo- Abb. 3: Beide Kiefer wurden sauber zusammengefügt. Abb. 4: Ausrichten des Modells in den drei Achsen. Abb. 5: Das Trimmen des Modells ist zwingend erforderlich. Abb. 6: So sollte der Trimm aussehen. digital dentistry 3 2016 13
| digital dentistry Fachbeitrag nisch in die Zahnreihe passt. Wir konstruieren fak- tisch erst einmal eine Krone, die dann in ein Abut- ment und eine Krone zerlegt wird. Nach Ausrichtung der Restaurationsachse sowie Festlegung und Über- prüfung der Restaurationsparameter erhalten wir einen Erstvorschlag (Abb. 8–10). Dieser kann nun wie eine normale Krone bearbeitet werden. Hier können und sollten wir bereits scharfe Kanten leicht glätten (Abb. 11 und 12). Nun stehen wir vor der Entscheidung, ob der Pa- tient mit einer verschraubten Abutmentkrone oder einem Abutment mit Krone versorgt werden soll. Abb. 7 Abb. 8 Abb. 9 Abb. 10 Abb. 12 Abb. 11 Abb. 13 Abb. 7: Die Basislinie stellt auch die Lage der Stufe des Abutments dar. – Abb. 8: Die Restaurationsachse stellt später die Richtung des Abutments dar. – Abb. 9: Der Parameter- dialog. – Abb. 10: Der Restaurationsvorschlag. – Abb. 11: Der freigestellte Erstvorschlag zur Beurteilung und eventuellen Bearbeitung. – Abb. 12: Die bearbeitete Restauration, bereit zur Teilung. – Abb. 13: Die grüne Linie stellt die Teilungsgrenze dar. Mit „Anwenden“ wird die Teilung ausgeführt. 14 digital dentistry 3 2016
Fachbeitrag digital dentistry | Abb. 14 Abb. 15 Abb. 16 Abb. 17 Für eine Abutmentkrone kann der nächste Schritt übersprungen werden. Im Menü „Werkzeug“ findet sich der Menüpunkt „Teilen“ (Abb. 13). Dieser be- wirkt, dass die Software die bisherige Abutment- krone in ein Abutment und eine Krone teilt. Nun wird auch verständlich, warum zu Beginn die Op- tion „Multilayer“ gewählt werden sollte. Denn hier besteht die Möglichkeit, abhängig vom Aussehen und der Größe der Abutmentkrone, entweder die Abutmentkrone fertigzustellen oder diese – wie oben beschrieben – zu teilen. Ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium ist die Stellung des Im- plantates und damit die Einschubrichtung der T-Base. Wenn es eine Abwinkelung zwischen Ein- schubrichtung T-Base und Einschubrichtung Krone gibt, sollte man eher eine Teilung bevorzugen, da diese Abweichung dadurch ausgeglichen wird. Wenn wir uns für eine Teilung entschieden und den Menüpunkt angewählt haben, erscheint am Gingi- varand eine grüne Linie. Dies ist die Teilungslinie – und der Verlauf der späteren Stufe (Präpara- tionsrand). Diese Linie können wir wie einen Präparationsrand auch editieren. Hier sind die Vor- lieben des Behandlers gefragt. Soll die Stufe sub-, epi- oder supragingival liegen? Wenn wir nun die Teilung „Anwenden“, erschei- nen am unteren Rand eine Krone und ein Abut- ment (Abb. 14 und 15). Die beiden Teile können wir nun ausschleifen (Abb. 16 und 17). Das kera- mische Abutmentteil muss noch gesintert wer- den. Die Krone wird leicht individualisiert und kristallisiert. Abb. 14: Das Bild nach der Teilung. Abb. 15: Die beiden Teile (Krone und Abutment) können noch in Grenzen bearbeitet werden. Abb. 16: Die Schleifvorschau der Krone. Abb. 17: Die Schleifvorschau des Abutments. Finalisierung von Abutment und Krone Nun können die T-Base und das keramische Teil zusammengefügt werden. Der Konnektor für das keramische Teil der T-Base wird vorsichtig abge- strahlt, um eine angeraute Oberfläche zu erhalten (Abb. 19). Es ist aber unbedingt darauf zu achten, dass der Konnektor für das Implantat geschützt wird. Am Zirkonoxid-Teil wir die Aufnahme für die T-Base gründlich gereinigt (Ivoclean, Ivoclar Viva- dent) und abgespült. Die beiden behandelten Flächen dürfen nicht mehr berührt werden. Auf beiden wird nun Silan (Monobond Plus, Ivoclar digital dentistry 3 2016 15
| digital dentistry Fachbeitrag Abb. 18: Materialauswahl. Abb. 19: Die gestrahlte T-Base. Abb. 20: Verkleben des Abutments. Abb. 21: Das fertig verklebte Abutment. Abb. 18 Abb. 19 Abb. 20 Abb. 21 Vivadent) aufgetragen (Abb. 20). Die beiden Teile werden nun verklebt (hier mit Multilink Hybrid Abutment-Zement in der Farbe HO 0, Ivoclar Viva- dent). Es ist dringend darauf zu achten, dass kein Kleber in den Schraubenkanal kommt. Der äußere Überschuss wir kurz mit der Polymerisationslampe angehärtet. Er hat dann eine gummiartige Konsis- tenz und lässt sich mit eine Sonde leicht entfernen. Das fertige Abutment lässt man nun noch etwa zehn Minuten liegen, damit die Verklebung noch völlig aushärten kann (Abb. 21). Zum Schluss noch etwas zur Ausarbeitung der keramischen Teile: Wichtig ist, dass vor dem Verkle- ben die Passung der Krone auf dem keramischen Abutmentteil kontrolliert wird. Das gilt sowohl für die Klebefuge als auch für den Übergang zwischen Krone und Abutmentteil. Es dürfen weder Absätze noch nennenswerte Fugen zu sehen und zu er- tasten sein. Es muss dringend darauf hingewiesen werden, dass der Teil des Abutments, der subgingi- val liegt, weder bemalt noch glasiert werden darf. Es ist nachgewiesen, dass dies der Anlagerung der Gingiva entgegensteht. Auch nach dem Verkleben ZA Hermann Loos Infos zum Autor Dr. René Loos Infos zum Autor muss der subgingivale Teil nochmals leicht nachpo- liert werden. Dabei ist Vorsicht am Rand der T-Base geboten, um hier am Rand nichts wegzupolieren._ Kontakt ZA Hermann Loos Chemnitzer Straße 72 09224 Chemnitz OT Grüna Tel.: 0371 852561 chef@zahnarzt-loos.de www.zahnarzt-loos.de Dr. René Loos Wartburgstraße 84 09126 Chemnitz Tel.: 0371 5212890 mail@drloos.de www.drloos.de 16 digital dentistry 3 2016
Die neueste Generation von dentalen CAD/CAM-Systemen imes-icore Qualität und Technologien Made in Germany Entdecken Sie die Möglichkeiten (cid:88)(cid:81)(cid:86)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:192)(cid:3)(cid:72)(cid:91)(cid:76)(cid:69)(cid:79)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:38)(cid:36)(cid:39)(cid:18)(cid:38)(cid:36)(cid:48)(cid:16)(cid:54)(cid:92)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:80)(cid:72)(cid:17) Das CORiTEC(cid:3)(cid:39)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:68)(cid:79)(cid:86)(cid:92)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:80)(cid:3)(cid:88)(cid:80)(cid:73)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:41)(cid:85)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:92)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:80)(cid:72)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:51)(cid:85)(cid:68)(cid:91)(cid:76)(cid:86)(cid:16)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:39)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:68)(cid:69)(cid:82)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:77)(cid:72)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:124)(cid:137)(cid:72)(cid:17)(cid:3) (cid:56)(cid:80)(cid:73)(cid:68)(cid:81)(cid:74)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:61)(cid:88)(cid:69)(cid:72)(cid:75)(cid:124)(cid:85)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)Bearbeitungs-Applikationen(cid:3)(cid:90)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:93)(cid:17)(cid:37)(cid:17)(cid:3)(cid:22)(cid:39)(cid:16)(cid:54)(cid:70)(cid:68)(cid:81)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:15)(cid:3)(cid:36)(cid:69)(cid:86)(cid:68)(cid:88)(cid:74)(cid:68)(cid:81)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3) (cid:57)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:85)(cid:68)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:86)(cid:80)(cid:68)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:76)(cid:68)(cid:79)(cid:76)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:90)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:38)(cid:36)(cid:39)(cid:18)(cid:38)(cid:36)(cid:48)(cid:16)(cid:37)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:78)(cid:86)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:58)(cid:72)(cid:85)(cid:78)(cid:93)(cid:72)(cid:88)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:78)(cid:82)(cid:80)(cid:83)(cid:79)(cid:72)(cid:87)(cid:87)(cid:76)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:86)(cid:3)(cid:54)(cid:92)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:80)(cid:17) (cid:58)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:44)(cid:81)(cid:73)(cid:82)(cid:85)(cid:80)(cid:68)(cid:87)(cid:76)(cid:82)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:90)(cid:90)(cid:90)(cid:17)(cid:76)(cid:80)(cid:72)(cid:86)(cid:16)(cid:76)(cid:70)(cid:82)(cid:85)(cid:72)(cid:17)(cid:71)(cid:72)
| digital dentistry Anwenderbericht Digitale Totalprothetik Autoren: Dr. Piero Venezia, Pasquale Lacasella Die CAD/CAM-Technologie wurde zu Beginn der 1980er-Jahre in die Zahnmedizin eingeführt. Ihre Anwendung konzentrierte sich damals hauptsächlich auf die Herstellung festsitzender Restau- rationen. Seit einigen Jahren entwickeln Hersteller nun Soft- und Hardware zur Herstellung von Totalprothesen. Die Idee, herausnehmbare Restaurationen im CAD/ CAM-gestützten Vorgehen herzustellen, erschien bis vor einigen Jahren wenig realistisch; auch wenn die Anwendung der CAD/CAM-Technologie für festsit- zende Suprakonstruktionen sowohl auf natürliche Zähne als auch auf Implantate bereits ein unverzicht- bares Element geworden ist. Seit Neuestem stehen digitale Werkzeuge zur Verfügung, die eine schnelle und vorhersagbare Therapie bei totaler Zahnlosigkeit ermöglichen. Mit der im Artikel beschriebenen Technik (Digital Denture-System, Wieland Dental) können To- talprothesen in nur drei Behandlungssitzungen gefer- tigt werden. Der virtuelle Entwurf und das Fräsen des Prothesenkörpers verkürzen die Herstellung im Ver- gleich zum konventionellen Vorgehen deutlich. Zu- gleich ermöglicht der digitale Weg einen hohen Quali- tätsstandard in Bezug auf Ästhetik und Funktion. Patientenfall Die 70-jährige Patientin trug im Oberkiefer eine Total- prothese und erlitt circa einen Monat vor der Erstkon- sultation in der Praxis eine Avulsion der unteren Frontzähne. Die fehlende Abstützung im hinteren Unterkieferbereich und der kontinuierliche Druck im anterioren Bereich der Maxilla hatten eine schwere Atrophie verursacht. Es stellte sich ein mit dem „Kom- binationssyndrom“ vergleichbares Krankheitsbild dar (Abb. 1 und 2). Die Patientin wünschte einen schnellen und kostengünstigen abnehmbaren Zahnersatz. Da- her fiel die Entscheidung auf das Protokoll „Digital Denture-System“. Erste klinische Sitzung Zunächst wurde der konfektionierte Abformlöffel mit einem Haftmaterial (Virtual® Tray Adhesive) be- strichen und die Abformmasse mit dem Katalysator vermischt (Virtual Putty Regular Set). Bei Bedarf kön- nen nach der Abformung die Bereiche mit übermäßi- ger Kompression mit einem Mikromotor-Handstück etwas abgetragen werden. Nun wurde die Abformung mit einem niederviskösen Silikon (Virtual Light Body Regular Set) vervollständigt (Abb. 3). Für die Bestim- mung der vorläufigen Kieferrelation und der Okklusi- onsebene wurden zwei Referenzpunkte auf Nase so- wie Kinn angezeichnet und der Abstand zwischen den beiden Punkten vermessen. Die Vertikaldimension wurde durch Abzug von 2 bis 3 mm des Wertes, der in der Ruheschwebelage gemessen wurde, ermittelt, was dem Free-Way-Space entspricht. Zur Kieferrela- tionsbestimmung diente das Centric Tray. Dieses Instrument besteht aus einem Kunststoffbogen mit Retentionsleiste. Das Centric Tray wurde mit dem Abb. 1a–c: Die zahnlose Patientin wünschte eine schnelle und kostengünstige Versorgung von Ober- und Unterkiefer. Abb. 1a Abb. 1b Abb. 1c 18 digital dentistry 3 2016
Anwenderbericht digital dentistry | Abb. 2a und b: Intraorale Ansicht: Resorbierte Kieferkämme und ein mit dem Kombinationssyndrom vergleichbares Krankheitsbild. Abb. 3: Doppelmischabformung von Ober- und Unterkiefer. Abb. 4: Bestimmung der Okklu- sionsebene mit dem UTS CAD. Abb. 2a Abb. 2b Abb. 3 Abformmaterial (Virtual Putty Regular Set) bestückt. Die Patientin wurde gebeten, den Mund langsam bis zur vorläufigen Bisshöhe zu schließen. Nach dem Ab- binden des Abformmaterials wurde zur Ermittlung der Okklusionsebene der UTS CAD (Wieland Dental) an der Kupplung befestigt. UTS CAD ist ein Registrierge- rät zur Bestimmung der Winkel von der Okklusions- ebene zur Camper’schen Ebene (CE) und zur Bipu- pillarlinie (BP). Die gemessenen Winkel wurden in die CAD-Software übertragen, um die virtuelle Lage der Okklusionsebene für das Design der 3D Bite Plate (Di- gital Denture Professional Add-on, Wieland Dental) und der Prothese zu reproduzieren. Das Centric Tray wurde am Adapter des UTS CAD fixiert und anschlie- ßend die Ausrichtung der Seitenarme des Bogens parallel zur CE vorgenommen (Abb. 4). Im nächsten Schritt wurde die Vorderseite des Grundbogens pa- rallel zur BP-Linie ausgerichtet und das Registrier- gelenk ebenfalls mit der BP-Schraube fixiert. Die bei der Patientin evaluierten Winkelwerte wurden auf dem Auftragsformular vermerkt, und selbiges wurde zusammen mit den Abformungen und dem Centric Tray-Registrat an das Labor übergeben. Abb. 4 Im Labor Mit dem Add-on Digital Denture Professional – basierend auf der Denture Digital Design-Software (3Shape) – sowie der Scanit Impression (3Shape) wur- den die Abformungen und das Centric Tray (Vorbiss- nahme) gescannt. Die CE- und BP-Winkelkorrekturen können mit dem oben genannten Add-on verwendet werden. Das Tool verbindet die Scans und erstellt zwei virtuelle Modelle der zahnlosen Kiefer, die gemäß der klinischen Situation zugeordnet werden (Abb. 5a und b). Der Zahntechniker fertigte die 3D Bite Plate für die Funktionsabformung und die Stützstiftregistrierung. Mithilfe des Vorregistrates wurden die Modelle in Relation gebracht. Anschließend musste die Aus- dehnung der Bisswälle festgelegt werden (Abb. 6). Das 3D Bite Plate Design ermöglicht sowohl die Auf- nahme der Bisswallauflagen während der Funktions- abformung als auch der Registrierplatten des Stütz- stiftregistriersets Gnathometer CAD (Wieland Dental). Die CAD-Konstruktion der 3D Bite Plates wurde an die Zenotec selection-Fräseinheit (Wieland Dental) übergeben und gefräst (Abb. 7). Abb. 5a Abb. 5b Abb. 6 Abb. 5a und b: Ausgangslage für die weiteren Designschritte: Anatomische Abformung der Kiefer und das digitalisierte Vorregistrat. Abb. 6: Design der 3D Bite Plate unter Berücksichtigung des Stützstift- registriersets (Gnathometer CAD). digital dentistry 3 2016 19
| digital dentistry Anwenderbericht Abb. 7: CAD/CAM-gefräste 3D Bite Plates bereit für die Aufnahme des Stützstiftregistriersets (Gnathometer CAD). Abb. 8: Funktionsabformung mit Virtual Light Body. Abb. 9: Stützstiftregistrierung: Die Patientin validiert die Zentrikposition. Abb. 10: Die exakt einander zugeordneten Abformungen (verschlüsselte Registrate) werden Abb. 7 mit dem Laborscanner digitalisiert. Abb. 11: CAD-Konstruktion der Prothesen – hierfür steht eine umfassende Zahnbibliothek zur Verfügung. Abb. 8 Abb. 9 Zweite klinische Sitzung Für die Funktionsabformung wurden die 3D Bite Plates mit den Bisswallauflagen bestückt. Zur Registrierung wurden die Bisswallauflagen einfach durch die Regis- trierplatten ausgetauscht. Zur Funktionsrandgestal- tung diente ein Polyvinylsiloxan (Virtual Monophase), das auf den Rand der oberen Platte aufgebracht wurde. Ist die Platte im Mund positioniert, werden die Muskelfaszien aktiviert. Anschließend wurde ein Haftlack (Virtual Tray Adhesive) auf der Innenseite des Trägers verteilt, nach dem Trocknen das Abformmate- rial Virtual Light Body aufgetragen und die 3D Bite Plate in den Mund eingebracht (Abb. 8). Die Patientin wurde gebeten, den Mund vorsichtig zu schließen und mit dem Gegenkiefer in Kontakt zu gehen. Danach wurde mit dem UTS CAD die Paralle- lität der Okklusionsebene zur Camper‘schen Ebene und zur Bipupillarlinie überprüft. Zur Registrierung der intermaxillären Relationen diente das Gnathometer CAD, ein intraorales Stütz- stiftregistrierset zur Bisslagenbestimmung bei zahn- losen Patienten. Die Bisswallauflagen wurden ent- fernt und das Gnathometer CAD wurde montiert. Auf die Unterkieferregistrierplatte wurde ein Farbstoff (Wachsstift, Filzstift) aufgetragen, und die Patientin wurde aufgefordert, Retrusions-, Protrusions- sowie Lateralbewegungen vorzunehmen. Auf der gefärbten Registrierplatte zeichnete der Stützstift das typische Bild des gotischen Bogens. Die Perforation des Fixier- plättchens wurde auf die Pfeilspitze (Zentrische Rela- tionsposition) ausgerichtet und fixiert. Die Patientin wurde gebeten, den Mund zu schließen. So wurde die korrekte Bestimmung der zentrischen Relationsposition überprüft (Abb. 9). Das dreidimen- sionale intermaxilläre Registrat konnte mit einem ge- eigneten Material (zum Beispiel CADBite) fixiert wer- den. Letztlich wurden mit einem Permanentmarker die ästhetischen Linien (Mittellinie, Eckzahnlinie, Lachlinie, Lippenschlusslinie) skizziert, und das ver- schlüsselte Registrat wurde mit der Zahnauswahl und den CE- und BP-Werten an das Labor geschickt. Abb. 10 Im Labor Mit dem Prothetik Scan-Halter (3Shape) ist es mög- lich, beide Seiten des Registrates positionsgetreu zu digitalisieren (Abb. 10). Die digitalen Kiefermodelle wurden gemäß der registrierten Relation virtuell zu- geordnet und die Okklusionsebene anhand der UTS CAD-Daten festgelegt. Der Zahntechniker definierte die Prothesenausdeh- nung und wählte die passende Zahnform aus der Zahnbibliothek (Abb. 11). In dem Software-Add-on Digital Denture Professional sind verschiedene funk- tionelle Musteraufstellungen ausgesuchter Ivoclar Vivadent- oder Candulor-Zähne hinterlegt. Das spart viel Zeit. Die Funktionsparameter und die Unterkiefer- Abb. 11 20 digital dentistry 3 2016
Anwenderbericht digital dentistry | Abb. 12: Einprobe eines Prototyps zur Kontrolle der funktionellen Parameter. Abb. 13: Die CAD/CAM-gefertigten Totalprothesen. Abb. 14: Die Patientin fühlt sich mit den digital gefertigten Prothesen sichtlich wohl. Abb. 12 Abb. 13 dynamik werden in einem mit dem Stratos 300 ver- gleichbaren virtuellen Artikulator ausgewertet, und eventuelle Interferenzen können ermittelt werden. Das Stützstiftregistrat mit der validierten Zentrik- position sowie die lagerichtige Position der Okklu- sionsebene liefern essenzielle Informationen für die Aufstellung der Prothesenzähne. Dritte und vierte klinische Sitzung Der dritte Praxistermin ist optional. Ein Prototyp der finalen Prothese wurde im Mund probiert, und Äs- thetik, Phonetik sowie Funktion wurden kontrolliert (Abb. 12). Feine Adaptionen – zum Beispiel Verlage- rung der Mittellinie, Verringerung der vertikalen Dimension – wurden dem Labor mitgeteilt. Im Labor Das Prothesendesign war für die CNC-Produktion freigegeben. Die automatisch errechnete Transfer- schablone erleichterte es, die Konfektionszähne in konstruierter Position im Prothesenkörper zu fixieren. Danach folgten die CNC-Fertigung der Prothesenba- sen, das Heraustrennen aus der Disc und die Politur der Prothesen (Abb. 13). Vierte klinische Sitzung Die Kontrolle der Totalprothesen im Mund und die nachfolgenden Anpassungen sind identisch mit de- nen, die bei einer auf konventionelle Art angefertigten Prothese vorgenommen werden. In diesem Fall waren kaum Änderungen notwendig. Die Prothesen saßen fest und sicher im Mund und fügten sich harmonisch in das Gesicht der Patientin ein (Abb. 14). Abb. 14 Fazit Die Scanning-Technologie in Kombination mit dem CAD/CAM-Verfahren ermöglicht es, den Arbeitsauf- wand bei der Herstellung von Totalprothesen deutlich zu senken. Durch die virtuelle Aufstellung und Gestal- tung (CAD) sowie das Fräsen der Prothese (CAM) wer- den die langwierigen Verfahren des Einartikulierens und des Einbettens in Küvetten vermieden. Da Poly- merisationsschrumpfungen ausgeschlossen sind, ist die Passgenauigkeit der Prothesen hoch. Das vorge- stellte System erfüllt die demografischen und ökono- mischen Anforderungen an eine einfache, schnelle, kostengünstige und qualitativ hochwertige Restau- ration des zahnlosen Kiefers._ Kontakt Dr. Piero Venezia Studio Cavalcanti & Venezia Via G. Posca 15 70124 Bari, Italien info@studiocavalcantivenezia.it Pasquale Lacasella Apulia Digital Lab SNC Via Pappacena Enrico 10 70124 Bari, Italien lacasella@apuliadigitalab.it digital dentistry 3 2016 21
News Neuer Onlineshop Ein digitales Einkaufserlebnis Er ist modern. Er ist strukturiert. Er ist intuitiv: Am 5. Juli 2016 öffnete die Dentaurum-Gruppe die Tore zu ihrem neu gestalteten Onlineshop, einer neuen Welt des Onlineshoppings auf dem Dentalmarkt. Dem Be- sucher zeigt sich schon auf der Startseite des neuen Shopping- Kanals ein verändertes Bild. Ganz in weiß, übersichtlich und optisch an die aktuellsten Webtrends und die Website des Dental-Unternehmens an- gepasst, rückt der überarbeitete Onlineshop das Wesentliche in den Mittelpunkt: Die über 8.500 Dentaurum-Produkte aus Ortho dontie, Zahntechnik und Implantologie. Ange bote, Marken und Produktnews sowie der Service- und Kontaktbereich werden für den Nutzer beim Scrollen sichtbar. Ein Plus an Benutzerfreundlichkeit Um den Weg zu den gewünschten Artikeln so einfach und bequem wie möglich für die Online shopper zu gestalten, verfügt der neue Shop über eine intuitive Bild- und Text-Navigation durch das Menü und die Produkt- bereiche bis zum einzelnen Artikel. Auf der Produktebene angekommen, kann der Anwender selbst bestimmen, wie die Artikel angezeigt wer- den sollen. Wählbar sind die klassische Kachel- oder die Listenansicht, die die wichtigsten Angaben auf einen Blick übersichtlich untereinander listet. Aussagekräftige Produktgrafiken und Detail ansichten zu jedem Artikel ermöglichen den besten Vorab-Eindruck, denn das Auge surft beim Online-Einkauf mit. Neben der Anzeige der Lieferfähigkeit und detaillierten Produktinforma tionen stehen den Nutzern zahlreiche Doku- mente, wie Gebrauchsanweisungen, Sicherheitsdatenblätter, 22 digital dentistry 3 2016 Verarbeitungshinweise und Zertifikate, rund um die Uhr als Download zur Verfügung. Der neu gestaltete Shopping-Kanal von Dentaurum ist ohne Einschränkungen auch über Tablets und Smartphones nutzbar – ein Plus an Benutzerfreundlichkeit und echter Mehrwert für den Kunden. Sollten sich Fragen ergeben, steht ein Service-Team der Dentaurum-Gruppe telefonisch oder per E-Mail unterstützend zur Seite. Funktionalität auf den Anwender zugeschnitten Auch funktional bedient der neue Onlineshop alle Bedürfnisse seiner An- wender. Über das persönliche Kundencenter lassen sich die Bestellungen der letzten zwei Jahre einsehen oder über die Artikelhitliste nachbestellen. Sollen Produkte für einen zukünftigen Einkauf vorgemerkt werden, lohnt sich der Einsatz der Merklistenfunktion. Mit dem optimierten Produktver- gleich können die Unterschiede ähnlicher Artikel herausgestellt und diese mit nur einem Klick in den Warenkorb gelegt werden. Beim Abwickeln der Bestellung steht es dem Onlineshop-Nutzer frei, die Versandart selbst zu bestimmen. Je nach Dringlichkeit der Lieferung reicht die Auswahl von einer Standardlieferung über diverse Expresslieferungen bis hin zur Festlegung eines gewünschten Versanddatums. Bei Dentaurum gilt generell: Standard-Bestellungen aus Deutschland, Öster- reich und der Schweiz sind im Onlineshop, unabhängig vom Be- stellwert, versandkostenfrei. Infos zum Unternehmen DENTAURUM GmbH & Co. KG Tel.: 07231 803-0 www.dentaurum.com
Open User Meetings Innovativ, intensiv, interaktiv Amann Girrbach lädt deutschlandweit zu Open User Meetings ein. Wagenhallen Stuttgart, Kosmos Berlin, Lokschuppen Bottrop – so klangvoll die Eventstätten so exklusiv wie interaktiv kündigen sich die AG Open User Meetings zwischen dem 4. und 18. November 2016 an. Mit brandaktuellen Neuigkeiten aus dem Hause Amann Girrbach wird sprichwörtlich „ausgepackt“ zu Innovationen und Produktentwicklungen rund um Ceramill CAD/ CAM. Ungefiltert und aus erster Hand erfahren Teilnehmer das Neueste zum Thema Maschinen, Materialien und Indikationen. Zudem gibt es spannende Praxisvorträge aus- gewählter Referenten zu erleben. Mit Situatio- nen und interdisziplinären Problemstellungen aus dem echten Leben lassen die Vortragenden in ihre Arbeit mit dem Ceramill System blicken. Eine hochkarätige Kombination bildet unter anderem ZTM Joachim Maier (Dental Design, Überlingen) und sein Praxisteam zum Thema „Implantate interdisziplinären Workflow“ (Stuttgart) wie auch Totalprothetik-Koryphäe Karl-Heinz Körholz, der zusammen mit ZTM Dietmar Schaan über die Digitalisierung voll- prothetischer Versorgungen mit dem Ceramill Full Denture System referiert (Berlin). Im Fokus der Eventreihe steht auch der offene und persönliche Austausch der Teilnehmer unter- im einander sowie mit den Referenten oder Amann Girrbach selbst. Für die kulinarische Umrahmung sorgen frisch Gezapftes sowie traditionelle und exotische Streetfood-Leckereien. Unkompliziert, frisch und direkt auf die Hand laden sie zum Plaudern, Lauschen und Austauschen ein. Detaillierte Informationen zu Programm, Vorträ- gen und Reservierungen sind telefonisch oder online erhältlich. Amann Girrbach AG Tel.: 07231 957-100 Tel. int.: +43 5523 62333-105 www.amanngirrbach.com 2. Jahrestagung der DGDOA Die digitale Abformung in Prothetik und KFO Konventionell war gestern: Unter diesem Thema veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für digitale orale Abformung (DGDOA) am 21. und 22. Okto- ber 2016 im Hyatt Regency in Mainz ihre zweite Jahrestagung. Nachdem im letzten Jahr die Genauigkeit der Scanner im Mittelpunkt stand, wird in diesem Jahr besonders auf den Workflow eingegangen. So ist es sicherlich einmalig, dass man verschiedene Scanner hautnah in Workshops erleben und miteinander vergleichen kann. Hier wird auch zwischen kiefer- orthopädischen und prothetischen Workflows unterschieden. Zudem zeigen erfahrene Praktiker die Umsetzung der Integration von Intraoralscannern in Praxis und Labor sowie die verschiedenen Möglichkeiten des prothetischen Workflows in der Implantattechnik. Die Referenten, die am Samstag durch die Tagung führen werden, gehören zu den im Moment in Deutschland sowie international gefragtesten Exper- ten zum Thema Digitalisierung in der Zahnmedizin. Prof. Edelhoff wird sich mit dem Thema „Präparationsrichtlinien, Materialauswahl und Einsetzen in Zeiten von CAD/CAM“ befassen und Prof. Mehl das Thema „CAD/CAM und Okklusion/Artikulation, Status quo und Zukunftsvisionen“ vorstellen. OA Dr. Güth wird „Die digitale Prozesskette – Möglichkeiten und Zukunfts- musik“ präsentieren. Den kieferorthopädischen Teil übernimmt Dr. Yong-Min Yo, der „Die digitale Abformung im kieferorthopädischen Workflow: Von der Befundaufnahme bis zum fertigen Behandlungsgerät“ darstellen wird. Dazu werden sich Frank Hornung und Dr. Ingo Baresel mit der Herstellung und Genauigkeit digitaler Modelle und Entscheidungskriterien beim Kauf eines Intraoralscanners befassen. Man kann ohne Zweifel feststellen, dass Mainz in diesem Jahr der „Place to be“ zum Thema digitale intraorale Abformung für digital interessierte, fortbildungsorientierte Zahnärzte und Kieferorthopä- den wie auch Zahntechniker ist. Des Weiteren findet im Rahmen der Tagung wieder eine Messe statt, auf der Firmen rund um die digitale Zahnmedizin ihre Leistungen und Produkte zeigen werden. Über die DGDOA Seit Anfang April ist es nun auch möglich, Mitglied der DGDOA zu werden. Die DGDOA ist eine optimale Plattform für Fachinformationen und Weiter- bildung auf dem Gebiet der digitalen oralen Abformung für alle Fachbereiche der Zahnmedizin. Sie bietet ihren Mitgliedern ein herstellerunabhängiges Forum für diesen immer populärer werdenden Bereich. Als Mitglied der DGDOA hat man den direkten Zugang zum aktuellsten Stand der Scanner- Technologie, nimmt an der ständigen Weiterentwicklung auf diesem Gebiet teil und dokumentiert damit die Fachkompetenz gegenüber Patienten und Kollegen. Mehr Informationen sind online erhältlich. Deutsche Gesellschaft für digitale orale Abformung Tel.: 09103 451 www.dgdoa.de digital dentistry 3 2016 23
News Infos zum Unternehmen Straumann Digital Performance Tour 2016/17 Unterwegs durch Deutschland Mit 2.000 PS, einem fahrbaren Showroom von 9 mal 6 Metern und einer Dachterrasse für Nut- zung bei schönem Wetter kommt der Straumann Truck ab September in 40 Städte Deutschlands. Im Inneren tauchen Zahntechniker und Zahnärzte in die Welt der digital gestützten Workfl ows ein. In einem virtuellen Rundgang durch die Strau- mann Zentralfertigung erleben sie eines der größten Fräszentren Europas. Live im Truck kön- nen Hard- und Softwarelösungen angefasst und ausprobiert werden, und das quasi direkt vor der eignen Praxis- und Labortür. Angefangen beim neuen Intraoralscanner, der hier erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wird und mit wegwei- senden Features wie Gestensteuerung sowie ei- nem extrem kleinen Handstück aufwartet, bis hin zu modernen Inhouse-Lösungen für Dentallabore, erfahren die Besucher, was CAD und CAM in der Gegenwart zu bieten haben. Dabei geht es nicht nur um effi ziente Arbeitsabläufe, die den Alltag erleichtern, sondern auch um die sich dynamisch entwickelnde Vernetzung der einzelnen Lösungen untereinander – wie beispielsweise der gleichzei- tigen chirurgischen und prothetischen Planung. Das direkte Erleben der Produktlösungen, die kompetente Beratung der Straumann Experten vor Ort und der kollegiale Austausch mit anderen Zahntechnikern und Zahnärzten bieten vielfältige Gelegenheiten, sich auf den neuesten Stand in der digitalen Welt zu bringen und sich einen umfas- senden Überblick über die Vor- und Nachtteile der unterschiedlichen Geschäftsmodelle zu verschaf- fen. Da jede Praxis und jedes Labor individuelle Anforderungen haben, bietet die Roadshow eine einmalige Möglichkeit, die digitalen Workfl ows zu vergleichen und für sich selbst herauszufi nden, welche Lösung für die eigene Praxis bzw. das eigene Labor geeignet ist. Die Straumann CARES Digital Solutions fassen digitale Technologien und Premium-Materialien zusammen, mit denen Zahntechnikern und Zahnmedizinern der Weg zu einem nahtlosen, offenen und validierten digitalen Workfl ow zur Verfügung steht. Alle Termine der Straumann Roadshow fi nden Interessenten unter www.straumann.de/ontour. Hier kann man sich auch direkt für einen Wunsch termin vor Ort anmelden. Straumann GmbH Tel.: 0761 4501-0 www.straumann.com Selfi e-Point Bad Selfi es begünstigen das Zahnputzverhalten Wie Forscher im Rahmen einer neuen Studie der Case Western Reserve University und des Ragas Dental College and Hospital in Chennai/Indien herausgefunden haben wollen, sind Selfi es förderlich für die Mundgesund- heit. Denn wer sich während des täglichen Prophylaxeprogramms fi lmt, putze gründlicher und fördere so das positive Putzverhalten. Mit der Zeit schleift sich bei jedem Menschen ein bestimmtes Putzverhalten ein. Das Filmen des Zähneputzens führte bei den Probanden zu einer signifi kanten Verbesserung hinsichtlich der Putzfrequenz und der Putzbewegungen, be- richten die Studienautoren im Indian Journal of Dental Research. Quelle: ZWP online 24 digital dentistry 3 2016 © MoonRock/Shutterstock.com © Mo
Erfolg im Dialog designed by dental bauer Der neue Maßstab für sterile Aufbereitung: 370 cm Hygiene in Perfektion! Sie legen in Ihrer Praxis höchste Ansprüche an zahnärztliches Know-how, modernste Zahnheilkunde und erstklassige Patientenversorgung. Dann gilt für Sie diese Prämisse sicher auch für den Aufbereitungsraum. Wählen Sie bei diesem Thema eine professionelle wie effi ziente Lösung – INOXKONZEPT von dental bauer. dental bauer GmbH & Co. KG Stammsitz Ernst-Simon-Straße 12 72072 Tübingen Tel +49 7071 9777-0 Fax +49 7071 9777-50 E-Mail info@dentalbauer.de www.dentalbauer.de www. dentalbauer.de
| Spezial Marketing Business-Tipp: So optimieren Sie Ihr Onlinemarketing Autor: Christoph Sander In unserer heutigen voll vernetzten und digitalisierten Welt scheint die erste Wahl eines Patien- ten, der sich auf der Suche nach einem neuen Zahnarzt befi ndet, die Befragung Googles. Eine gut ausgestattete und auch optimierte Website ist damit zu einem unerlässlichen Werkzeug des Praxismarketings geworden. Christoph Sander, Experte auf dem Gebiet des SEO-Marketings, gibt wertvolle Tipps zur Verbesserung des Onlinemarketings. bei Google platzierte Website hat, bekommt davon nicht einen einzigen ab. Je höher der Spezialisie- rungsgrad, desto bedeutsamer wird das. In der Ästhetischen Gesichtschirurgie geht ohne Web- marketing bereits nichts mehr – die Zeiten der Printwerbung sind dort schon längst vorbei. Was muss beim Onlinemarketing beachtet werden? Vorrangig ist, dass die Patienten Sie über die Such- maschine Google sofort fi nden können. Googeln Sie bitte einmal Ihren Namen und dann den Stadt- Unsere 15-jährige Erfahrung bei der Betreuung von vielen Hundert Zahnarztpraxen in Deutschland wird durch neueste wissenschaftliche Untersu- chungen belegt: Das Onlinemarketing wird zuneh- mend wichtiger. Zwar ist das Empfehlungsmarke- ting immer noch von wesentlicher Bedeutung, gerade bei marketingaktiven Praxen werden teil- weise jedoch schon mehr Patienten über das Inter- net gewonnen als über alle anderen Kanäle zu- sammen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Ent - wicklung des Konzentrationsprozesses (die Praxen werden immer weniger und größer) macht sich das auch im Wettbewerb bei den „kleinen“ Praxen be- merkbar: Das Bemühen um Neupatienten wird mehr und mehr mit Ellenbogen ausgetragen. Warum ist das Onlinemarketing so wichtig? Eine zahnärztliche Dienstleistung wird von den meisten Menschen ca. 1,5-mal im Jahr in Anspruch genommen. Dabei bleiben die meisten Patienten ihrer Praxis treu. Doch zehn Prozent wechseln, und das ist bei der häufi gen Inanspruchnahme viel. Im Umfeld jeder Praxis suchen im Mittel monatlich mehrere Hundert Patienten einen neuen Zahnarzt, und davon 50 bis 200 nur über Google. Eine Praxis, die keine, eine schlecht gemachte oder eine schlecht 26 digital dentistry 3 2016 © kirill_makarov/Shutterstock.com
Marketing Spezial | digital dentistry 3 2016 27 m o c . k c o t s r e t t u h S / v o r a k a m _ l l i r i k © namen und/oder den Begriff Zahnarzt. Idealerweise haben Sie eine eigene Website, die dann sofort er- scheint. Oder, wenn nicht, sind Sie eventuell trotz- dem zu fi nden, weil Sie z. B. in einem Verzeichnis gelistet sind, das angezeigt wird. So kann der Pa- tient, der Sie gezielt sucht, Sie auch gut fi nden. Wenn – wie das eben vielfach passiert – ein Patient nur „irgendeinen“ neuen Zahnarzt sucht, wird er „Zahnarzt“ eingeben (bzw. Implantate oder Ähnli- ches). Dann sollte Ihre Website ganz oben stehen, denn die Suchenden schauen sich nur die erste Google-Seite an. Und auf der sind mehrere Websites von Praxen zu fi nden. Wie das gelingt, ist eine Frage der Websiteprogram- mierung (On-Page) und des Bearbeitens des Inter- nets mit dem Herstellen von Bezügen zu Ihrer Web- site (Off-Page). Dieser hoch professionelle Prozess wird Suchmaschinenoptimierung (SEO) genannt. Dazu sind umfangreiche Erfahrungen die Voraus- setzung, weil sich die Google-Ansprüche ständig im Fluss befi nden. Sander Concept hat sich auf das SEO von zahnärzt- lichen Websites spezialisiert. Wie sieht der wirksame Webauftritt aus? Der ideale Webauftritt wird getragen von den Fotos des Teams und der Praxis. Nach all unseren Untersu- chungen und Erfahrungen – insbesondere bei den vielen von Sander Concept erstellten zahnärztlichen Websites – ist das das Wichtigste. Die Bilder sollten in ein ansprechendes Design eingebunden sein. Die Menge an Text sollte einerseits minimiert werden, weil viel Text für viele Patienten eher störend ist, andererseits ist der Textumfang SEO-relevant. Auch hier muss mit viel Erfahrung das richtige Maß ge- funden werden, bei dem sich möglichst viele Patien- ten für einen Besuch Ihrer Praxis entscheiden. Die Website ist auch die „Visitenkarte“ der Praxis. Be- denken Sie bitte, dass sich der Patient nicht auf- grund Ihrer Behandlungsqualität für oder gegen Sie entscheidet, weil er diese gar nicht beurteilen kann. Er beurteilt Sie nach den emotionalen Eindrücken, die er bekommt. Und diese Emotion sollte er schon haben, wenn er Sie das erste Mal im Internet fi ndet. Ansonsten landet er in einer anderen Praxis, die ihm genau dieses Gefühl vermittelt. Fazit Neben einer zu Ihnen passenden Website ist die Suchmaschinenoptimierung essenziell. Ihre Website nützt Ihnen umso mehr, je höher diese im Ranking platziert ist. Wir halten heute das Bemühen um ein gutes Ranking zusammen mit einem guten Bewer- tungsmanagement für wichtiger als jedes andere Werbemedium im Hinblick auf den Praxiserfolg._ Kontakt Christoph Sander Sander Concept GmbH Auf den Kämpen 14a 27580 Bremerhaven Tel.: 0471 8061000 sander.christoph@ sander-concept.de www.sander-concept.de Infos zum Autor Infos zum Unternehmen
| Spezial Event Abb. 1 Update digitale Zahnheilkunde Autorin: Olivia Besten Heterogenität ist der Begriff, mit dem sich die Teilnehmergruppe des 4. Digital Oral Care Seminars von 3M wohl am treffendsten beschreiben lässt. Sie bestand aus 30 Wissenschaftlern, niederge- lassenen Zahnärzten und Zahntechnikern (Abb. 1), die alle über fundierte Kenntnisse im Bereich digitaler dentaler Technologien verfügen. Die meisten von ihnen waren mit derselben Motivation der persönlichen Einladung an den Starnberger See gefolgt: Sie waren gespannt auf Neuigkeiten und freuten sich auf den fachlichen Austausch mit Gleichgesinnten. Zu der Gruppe der geladenen Zahntechniker ge- hörte ZTM Jürgen Mehlert (Meisterschule für das Zahntechnikerhandwerk, AZHH, Hamburg, Hoch- schule Osnabrück): „Gesunde Neugier gepaart mit Freude auf ein Wiedersehen mit lieben Kollegen wa- ren die Gründe für meine Teilnahme am DOC-Semi- nar. Bereits die Agenda des Events machte Lust auf mehr: Besonderes Interesse weckte die Aussicht auf Zukunftsperspektiven von Zirkoniumdioxid sowie die Auseinandersetzung mit neuen Verarbeitungs- verfahren. Ich beobachte die Digitalisierung in der Zahnheilkunde seit nunmehr 30 Jahren und möchte vorbereitet sein auf das, was die Zukunft bringt – alleine schon, um meinen Schülern die Richtung weisen zu können. Diesbezüglich lieferte das Se minar viele wertvolle Informationen." Begrüßt wurden die Teilnehmer durch den Organi- sator des Events, Dr. Peter Schubinski (Professional Service & Scientific Marketing Manager D-A-CH Region; Abb. 2), der kurz und knapp die Verände- rungen bei 3M vorstellte. Dazu gehören die Neu- gründung des Geschäftsbereichs 3M Oral Care, der die Sparten der Zahnheilkunde und Kieferortho- pädie umfasst, sowie die Zusammenfassung der Regionen Deutschland und Alpine in 3M D-A-CH. Intraoralscanner im Fokus Es folgte ein wissenschaftlicher Vortrag von Prof. Dr. Sven Reich (Uniklinik RWTH Aachen; Abb. 3) zur digitalen Abformung. Nach seiner Einschätzung bieten Intraoralscanner neben der möglichen Chair- Abb. 1: Teilnehmer, Referenten und Organisatoren des 4. Digital Oral Care Seminars am Starnberger See. 28 digital dentistry 3 2016
Abb. 2 Abb. 4 side-Fertigung von Zahnersatz bereits jetzt wei- tere Vorteile gegenüber konventionellen Verfahren: Bei umfangreichen Abformungen kann sequenziert vorgegangen werden. Im Bereich der Implantat- prothetik ermöglichen sie das intra operative Scan- nen von Implantatpositionen. Die Option, mehrere Scans zu überlagern, bietet die Chance, zusätzliche Informationen zu gewinnen. So kann beispielsweise ein überblendeter Gingivascan das Design des Emergenzprofils erleichtern. Um die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Intraoralscannern zu beantwor- ten, präsentierte Prof. Dr. Reich die Ergebnisse von In-vitro- Studien zur Genauigkeit.1–3 Diese liefern je nach Studiendesign unterschiedliche Ergebnisse, denn zahlreiche Faktoren wie die Version der Soft- ware und der gewählte Scanpfad beeinflussen die Qualität der Aufnahme maßgeblich. Insgesamt wird jedoch deutlich, dass die Genauigkeit der Scanner für Quadrantenaufnahmen aus wissenschaftlicher Sicht ausreicht, während bei Ganzkieferaufnahmen Qualitätsunterschiede bestehen. An der RWTH Aachen durchgeführte Untersuchun- gen weisen darauf hin, dass selbst unerfahrene Anwender mit Intraoralscannern sehr gute Resul- tate erzielen können. Eine In-vivo-Untersuchung attestierte im vollständig digitalen Workflow her- gestellten Kronen mit einer mittleren marginalen Diskrepanz von ca. 50 µm eine klinisch sehr zufrie- denstellende Passung.4 Ersten Tests zufolge ist es möglich, mit Intraoral- scannern gewonnene Daten in Zukunft auch für wissenschaftliche Analysen – beispielsweise von Verschleiß prozessen – einzusetzen. Bislang sind die hierzu verwendeten konventionellen Verfahren sehr aufwendig.5 Abschließend machte der Referent neu- Abb. 3 Abb. 5 gierig auf Möglichkeiten, die durch die Verknüpfung vorhan dener Technologien (DVT, Facescan etc.) ent- stehen. Abb. 2: Dr. Peter Schubinski bei der Begrüßung der Teilnehmer. Abb. 3: Prof. Dr. Sven Reich widmete Optimierung von Präparation und Abformung Dieser Entwicklung sieht auch Priv.-Doz. Dr. Jan- Frederik Güth (Universität München; Abb. 4) mit Spannung entgegen. Er demonstrierte anhand eines Fallbeispiels, welche komplexen Aufgaben sich durch intensive Teamarbeit sowie den unterstützenden Einsatz digitaler Technologien heute bereits meis- tern lassen. Zunächst erläuterte er jedoch, warum Bedarf an Intraoralscannern besteht. Umfragen zu- folge sind die Präparation und Abformung die zahn- ärztlichen Behandlungsschritte mit dem größten Optimierungsbedarf.6 Bei der Präparation stellt einer Studie zufolge die mangelhafte klinische Umsetz- barkeit der geltenden Empfehlungen ein Problem dar.7 Es wird häufig zu konisch präpariert und in vie- len Fällen ist der interokklusale Abstand zu gering. Zu einer Verbesserung der Situation könnte der Ein- satz von Intraoralscannern beitragen, die eine visu- elle Kontrolle der Präparation am Bildschirm ermög- lichen. Dies bestätigen die vorläufigen Ergebnisse einer weiteren Untersuchung, in der insbesondere ein positiver Einfluss auf die Kontinuität der Präpa- rationsgrenze erkennbar war. Bei der Abformung selbst führt der Einsatz von Intra oralscannern zu einer Reduktion der Anzahl an Arbeitsschritten und potenziellen Fehlerquel - len. Eine höhere Genauigkeit könnte die Folge sein – eine Annahme, die sich bei der Untersuchung von Quadrantenscans bestätigt.8 Allerdings wirkt sich dieser Vorteil nicht immer auch positiv auf die Pass- sich dem Thema Intraoralscanner. Abb. 4: Priv.-Doz. Dr. Jan-Frederik Güth erläuterte, welche Vorteile die digitale Abformung gegenüber konventionellen Verfahren bietet. Abb. 5: Dr. Andreas Zenthöfer stellte eine klinische Studie zu vollkerami- schen Freiendbrücken vor. Literaturliste digital dentistry 3 2016 29
| Spezial Event Abb. 6: Verschiedene Neu- und Weiterentwicklungen wurden genau unter die Lupe genommen. 30 digital dentistry 3 2016 Abb. 6 genauigkeit der finalen Versorgung aus: Speziell der Sinter schrumpf scheint für einen Genauigkeitsver- lust im Fertigungsprozess verantwortlich zu sein, wie ein Vergleich der Passung oxidkeramischer und metallischer Brücken zeigt.9 Hinsichtlich der Genauigkeit von Ganzkieferauf- nahmen werden mit konventionellen und digitalen Verfahren vergleichbare Resultate erzielt; aber es zeigen sich vom eingesetzten Gerät, dem Auf- nahmemodus und der Scanstrategie abhängige Unterschiede. Priv.-Doz. Dr. Güth stellte in diesem Zusammenhang unveröffentlichte Studienergeb- nisse der Universität München vor, die darauf hin- weisen, dass videobasierte Systeme bei komplexen Aufnahmen Point & Click-Systemen überlegen sind. Die Genauigkeitsmessungen erfolgten unter Einsatz des Munich Bar Models.10 Bei der Zusam- menfassung seines Vortrags rief der Referent dazu auf, den Dialog mit allen Behandlungspartnern zu fördern und den Mehrwert digitaler Verfahren zu nutzen, statt analoge Techniken digital zu kopieren. Diese Aussage stieß bei dem erfahrenen Intra oral- scanner-Anwender und Vizepräsident der DGDOA Dr. Jens Baresel (Cadolzburg) auf Zustimmung. Er berichtet: „Für den digital abformenden Zahnarzt waren die Vorträge von Prof. Dr. Reich und Priv.- Doz. Dr. Güth sehr informativ. Besonders gefallen haben mir zudem der Austausch mit Kollegen, die ebenfalls Intraoralscanner einsetzen, sowie die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen." Vollkeramische Freiendbrücken Dr. Andreas Zenthöfer (Universitätsklinikum Hei- delberg; Abb. 5) präsentierte die Ergebnisse einer ran domisierten, kontrollierten klinischen Studie.11 In dieser wurde die klinische Leistungsfähigkeit vollkeramischer (Lava Zirkoniumoxid) im Vergleich zu metallkeramischen Freiendbrücken nach einer Trage dauer von drei Jahren untersucht. In die Studie aufgenommen wurden 21 Patienten, die mit jeweils einer Freiendbrücke in Prämolarenbreite zu versor- gen waren. Eine Untersuchung der Restaurationen sowie des umliegenden Gewebes fand zwei Wochen, sechs Monate sowie ein, zwei und drei Jahre nach deren Eingliederung statt. In beiden Gruppen lag die Überlebensrate nach drei Jahren bei 100 Prozent. Sowohl vollkeramische als auch metallkeramische Freiendbrücken zeigten eine adäquate Leistungsfähigkeit. Dies ist laut Dr. Zent höfer ein Hinweis darauf, dass Lava- Freiend brücken zum Ersatz eines fehlenden Zah- nes eine gute Alter native zu metallkeramischen Systemen darstellen. Realdynamische Artikulation Ein Update zum heutigen Stand der Entwicklung virtueller Artikulatoren erhielten die Teilnehmer von Dr. Sebastian Ruge (Universität Greifswald). Die meisten der derzeit eingesetzten Systeme sind lediglich digital umgesetzte mechanische Artiku- latoren, die eine funktionelle Kauflächengestaltung nach Mittelwertartikulation ermöglichen. Eine real- dynamische Artikulation, d.h. die Aufzeichnung der tatsächlichen Kieferbewegungen eines Patienten, kann mit SICAT Function (SICAT) und dem Tizian System (Schütz Dental) erfolgen. Letzteres basiert auf einer realen Bewegungsauf- zeichnung mit dem Kieferregistriersystem JMA (Zebris). Dazu werden digitale Modelle des Ober- und Unterkiefers dem Koordinatensystem des JMA mithilfe eines Kopplungslöffels zugeordnet, der extraoral gescannt wird. Danach erfolgt die Auf- zeichnung der Bewegungsdaten sowie deren Import in das Software-Modul Tizian Creativ RT Real Move ment for zebris. Bislang lassen sich die Daten zur Validierung von Okklusalkontakten monolithi-
I E G E Z N A scher Restaurationen sowie zur Herstellung von Aufbissschienen einsetzen. Weiterentwicklungen werden die Verwendung von Bewegungsdaten in der CMD-Diagnostik, Spalt- raum analyse und Auswertung von Kaubewegun- gen ermöglichen. Letzteres ist interessant, um nicht nur Kontakte selbst aufzuzeichnen, sondern auch deren Häufigkeit anzuzeigen. In Kombination mit Daten zur Muskelaktivität (Elektromyografie) könn- ten auf Grundlage dieser Informationen Toleranzen evaluiert und bei der Konstruktion speziell von Im- plantatprothetik und Restaurationen für Patienten mit Funk tionsstörungen berücksichtigt werden. Workshops Neben den Vorträgen externer Referenten fanden verschiedene Workshops statt, die von Mitarbeitern der Forschung & Entwicklung bei 3M in Seefeld geleitet wurden. Diese stellten in Kurzvorträgen laufende Entwicklungsprojekte in den Bereichen digitale Abformung sowie CAD/CAM-Materialien vor und holten dazu ein Feedback der Anwender ein (Abb. 6). Die Einblicke in die Werkstoffentwicklung waren ein Highlight für ZTM Jürgen Sieger (Herdecke): „Ich habe mich gefreut, zu erfahren, welche Projekte derzeit bei 3M vorangetrieben werden, und bin ge- spannt darauf, die vorgestellten Produkte zu testen. Sehr positiv waren auch die fruchtbaren Diskussio- nen, in denen unterschiedliche Blickwinkel deutlich wurden, sowie intensive Gespräche mit Referenten und Teilnehmern. Deshalb möchte ich mich bei 3M herzlich für die Einladung bedanken.“ Für Prof. Dr. Martin Rosentritt (Universitätsklinikum Regensburg) war die Aussicht auf Informationen über neue Materialentwicklungen der Grund zur Teil- nahme: „Die Vorträge der Entwickler und die externen Referate waren für mich sehr aufschlussreich. Als Werkstoffwissenschaftler wünsche ich mir natürlich detaillierte Informationen zu laufenden Entwick- lungsprojekten. Gezeigt hat sich, dass das Potenzial der CAD/CAM-Werkstoffe und Scanner nicht ausge- schöpft ist – trotz der Vielfalt der bereits erhältlichen Materialien und der breiten Digitalisierungsoptionen. Um diese bestmöglich einzusetzen, führt für Zahn- ärzte, Zahntechniker und Industrie kein Weg daran vorbei, sich regelmäßig auszutauschen.“_ Infos zum Unternehmen Kontakt 3M Deutschland GmbH ESPE Platz, 82229 Seefeld Tel.: 0800 2753773 info3mespe@mmm.com www.3mespe.de VERTRAUEN DURCH KOMPETENZ 21. – 22. OKTOBER 2016 MESSE STUTTGART Besuchen auch Sie die wichtigste Fachmesse für Zahnmedizin und Zahntechnik in Süddeutschland. 2016 mit den Top-Themen: • Digitaler Worklow – vom Scan bis zum Zahnersatz • Hygiene in Praxis und Labor • Zahnerhaltung – Prophylaxe, Reinigung und Therapie Partner: www.fachdental-suedwest.de Eintrittskarten- Gutscheine erhalten Sie bei Ihrem Dental-Depot!
Lernen, Lernen und Lernen! Am 15. Oktober 2016 ruft Enrico Steger alle Zahntechniker und Zahnärzte nach Berlin zum Zirkonzahn Heldentag. Der Heldentag steht diesmal ganz im Zeichen der Zirkonzahn Schule. Die Zirkonzahn Schule ist Symbol und Aufruf zu fortwährendem Lernen und der Weiterentwicklung eigener fachli- cher Fähigkeiten und des Charakters. Die Zirkonzahn Schule fordert heraus! Die Refe- renten des Heldentags haben diese Herausfor derung allesamt bereits angenommen. Sie sind „Lehr ende“ oder „Schüler“ der Zirkonzahn Schule und teilen ihr Wissen nun mit den Besuchern des Heldentags: Zirkonzahn Softwareentwickler Wilfried Tratter (ZTM) wird alle Studiosi des Heldentags über aktuelle und kommende Softwareneuheiten informieren und zeigen, was damit zukünftig möglich sein wird. An- schließend beschreibt Dr. Alexander Vuck, Oberarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklini- kums Düsseldorf, den volldigitalen Workflow an- hand eines komplexen implantatprothetischen Falls von der Implantatplanung über die Anfertigung der Bohrschablone bis hin zur finalen Versorgung und wird damit in Zusammenhang stehende aktuelle Studienergebnisse erläutern. Neben wissenschaft- lichen Fakten geht es beim Heldentag vor allem sehr praktisch zu: Live auf dem Schulpodium werden die Zahntechniker des Dentallabors Steger und Schüler der Ranger School gemeinsam mit Lehrmeister Enrico Steger Patientenfälle digital modellieren und ausarbeiten. Ganz pragmatisch geht es dann weiter, wenn die Zahntechnikmeister Rainer Janousch und Clemens Schwerin über ihre Lern erfahrungen und Ziele bei der Implementierung digitaler Technologien in ihren Laboralltag berichten. Aus einem besonders reichen zahnmedizinischen und lehr enden Erfah- rungsschatz kann Prof. Dr. Carlo Marinello schöpfen. Auf dem Heldentag referiert er über seine Ansichten und Erkenntnisse in der Zusammenarbeit von Zahn- arzt und Zahntechniker sowie die sich daraus er- gebenden Notwendigkeiten z. B. für die Kommuni- kation. Neben fachlichen Vorträgen stehen wie immer auch der persönliche Austausch auf Augen- höhe und das Voneinander-Lernen im Mittelpunkt des Heldentags. Insgesamt ist der Heldentag sicher- lich keine gewöhnliche Weiterbildungsveranstal- tung. Der Heldentag ist eben der Heldentag! Mit den dort gesetzten Zukunftsimpulsen ist er definitiv nicht nur für Zirkonzahn Kunden relevant, sondern für alle Zahntechniker und Zahnärzte, die auf der Suche nach Neuem sind. Für die Teilnahme am Heldentag erhalten Zahnärzte 3 CME-Fortbildungspunkte. Anmeldungen und weitere Informationen unter www.zirkonzahn.com/heldentag_ Kontakt Zirkonzahn Deutschland Anita Nagel Tel.: 07961 933990 anita.nagel@zirkonzahn.com www.zirkonzahn.com Abb. oben: Vom Lehrer zum Schüler, vom Schüler zum Lehrer: Alle Refe- renten des Heldentags nahmen an Bildungsprogrammen der Zirkonzahn Schule teil oder sind darin Lehrende: Vom Heldencampus über das Moun- tain Monastery bis hin zu Military School und Ranger School. 32 digital dentistry 3 2016
Die digitale Abformung in Prothetik und KFO Konventionell war gestern 2. Jahrestagung D G D O A Freitag 21.10.2016, 12-17.30 Uhr Samstag 22.10.2016, 09-17.30 Uhr Workshops zu folgenden Intraoralscannern und Themen: ■ iTero element ■ Aadva Lab Scan & Aadva IOS von GC ■ 3shape Trios 3 ■ Sirona Omnicam ■ 3M True De(cid:3)nition ■ Straumann® CARES® IO ■ Digitale Abformung in Praxis u. Labor ■ Digitaler Implantatworklow Referenten ■ Prof. Dr. Daniel Edelhoff ■ Prof. Dr. Dr. Albert Mehl ■ Dr. Jan-Frederik Güth ■ Dr. Yong-Min Jo ■ Dipl.-Inform. Frank Hornung ■ Dr. Ingo Baresel Teilnahmegebühren Pro Workshop:............................. 69,- € Samstag: (Mitglieder der DGDOA)......... 300,- € Samstag: ................................... 350,- € Alle Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher MwSt. Fortbildungspunkte Pro Workshop: ...................... 2 Punkte Samstag: ............................... 8 Punkte ■ Die digitale Prozesskette – Möglichkeiten und Zukunftsmusik OA Dr. J.F. Güth ■ CAD/CAM u. Okklusion/Artikulation, Status quo und Zukunftsvisionen Prof. Dr. Dr. Albert Mehl Nach der Mittagspause werden die Gruppen nach dem gewählten Thema getrennt. Die weiteren Vor- träge (cid:2)nden wieder gemeinsam statt. Prothetisch: Präparationsrichtlinien, Material- auswahl und Einsetzen im CAD/CAM Prozess. Von der Einzelzahnrestau- ration bis zum komplexen Fall Prof. Daniel Edelhoff Kieferorthopädisch: Die digitale Abformung im kiefer- orthopädischen Worklow: Von der Befundaufnahme bis zum fertigen Behandlungsgerät. Dr. Yong-Min Jo ■ Entscheidungskriterien beim Kauf eines Intraoralscanners Dr. Ingo Baresel ■ Herstellungstechniken und Präzision von Modellen nach digitaler Abformung Dipl.-Ing. Frank Hornung Anmeldung nur online möglich über: www.dgdoa.de
| Spezial Event Eröffnung der Digital Dental Academy in Berlin Autorin: Antje Isbaner Am 28. Juli 2016 eröffnete die Digital Dental Academy (DDA) in der Hauptstadt ihre Türen mit dem Ziel, Zahnärzte und Zahntechniker in der modernen computergestützten Zahnheilkunde fort- zubilden. Unterstützt wird das Vorhaben von Dentsply Sirona mit CEREC- und inLab-Equipment sowie mit Behandlungseinheiten. International renommierte CEREC-Experten und -Trainer haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Kenntnisse über eine moderne computergestützte Zahnheilkunde an Zahnärzte und Zahntechniker aus aller Welt weiterzugeben: Dazu haben sie die Digital Dental Aca- demy (DDA) mit Unter stützung der Deutschen Gesellschaft für com- putergestützte Zahnheilkunde e.V. (DGCZ) sowie der International Society of Computerized Dentistry (ISCD) in Berlin gegründet. In der Hauptstadt entstand nun eines der weltweit modernsten Fort- und Weiterbildungszentren im Bereich der computergestützten Zahn- heilkunde – die Digital Dental Academy (DDA). Ausgestattet mit 20 CEREC-Geräten, fünf Behand- lungseinheiten (TENEO), einem Röntgengerät, acht inLab-Arbeitsplätzen mit Laborscannern und Schleif - einheiten sowie Sinteröfen kön- nen sich die Kursteilnehmer hier mit dem digi talen Workflow ver- traut machen. Feierlich wurden die neuen, lichtdurchfluteten Räum- lichkeiten von Moderator Dr. Olaf Schenk (stellv. Vorsitzender der DGCZ, Marketingveratwortlicher DDA) und dem erfahrenen CEREC- Anwender und -Trainer Dr. Klaus Wiedhahn (Ehrenpräsident der DGCZ, Geschäftsführer DDA) ein- Abb. 1: (v.l.) Dr. Otmar Rauscher, Dr. Wilhelm Schweppe, Roddy MacLeod, Prof. Dr. Dr. Albert Mehl, Dr. Klaus Wiedhahn, Prof. Dr. Dr. Werner Mörmann, Dr. Andreas Bindl, ZA Peter Neumann, Prof. Gerwin Arnetzl, ZA Lutz Brausewetter, Dr. Günter Fritzsche und Dr. Olaf Schenk. Abb. 1 34 digital dentistry 3 2016
Event Spezial | Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Bildergalerie Abb. 5 geweiht. Sie gehören zu den 13 Gesellschaftern, die das CEREC-Trainingszentrum gegründet haben. Be- sonderer Dank wurde dem Ehrengast und CEREC- Erfinder Prof. Dr. Werner Mörmann ausgesprochen, der auf das bisher Erreichte zurückblickte und die Entwicklungen des CEREC-Systems aufzeigte. Dr. Dr. Peter Ehrl, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter des Philipp-Pfaff-Institutes, erklärte, warum Weiterbildung eine unabdingbare Voraussetzung für die tägliche Praxis ist. Abschließend gab Prof. Dr. Albert Mehl noch einen Überblick über digitale Basistechnologien für die Zahnheilkunde 4.0. Als Ausstatter dieser Kurs-Räumlichkeiten gratulierte Dentsply Sirona und schätzte sich glücklich, dass das CEREC- System solch engagierte Unterstützer hat. Roddy MacLeod, Group Vice President CAD/ CAM, Dentsply Sirona, überreichte zwei außer- gewöhnliche Kunstwerke für das neue Trainings- zentrum. Die geladenen Gäste gehörten zu den ersten, die die Gelegenheit hatten, neben der Er- öffnung und Führung durch die Räumlichkeiten CEREC selbst ausprobieren. Auch die Absolvierung eines CEREC -Trainings wurde angeboten. Die Digital Dental Academy stellt aufgrund der modernen Ausstattung ein außergewöhnliches und individuelles Lernerlebnis für Zahnärzte und Zahn- techniker dar. Auch anderen Herstellern und Händ- lern bietet sich hier ab sofort die Möglichkeit, ihre neuesten Ma terialien und Technologien zu präsen- tieren. Die Digital Dental Academy ist somit die dritte Institution weltweit neben Scottsdale (USA) und Taipeh (Taiwan), die sich auf die Fortbildung mit CEREC spezialisiert hat._ Abb. 2: Im Beisein des CEREC- Erfinders Prof. Dr. Dr. Werner Mörmann wurde die DDA eröffnet. Abb. 3: Roddy MacLeod, Group Vice President CAD/CAM, Dentsply Sirona. Abb. 4: Prof. Albert Mehl sprach über die „Digitalen Basistechnologien für die Zahnheilkunde 4.0“. Abb. 5: Die Digital Dental Academy wurde u. a. mit Equipment von Dentsply Sirona ausgestattet. Kontakt Digital Dental Academy Katharina-Heinroth-Ufer 1 10787 Berlin Tel.: 030 76764388 info@dda.berlin www.dda.berlin digital dentistry 3 2016 35
| Spezial Event DDA Berlin – Fünf Fragen an Dr. Klaus Wiedhahn Gemeinsam mit zwölf weiteren Zahnärzten, die sich auf die CAD/CAM-Fertigung von Restaura- tionen in der Praxis spezialisiert haben, gründete Dr. Klaus Wiedhahn, Zahnarzt aus Buchholz, die Digital Dental Academy in Berlin. Hier erklärt er die Hintergründe. Sie haben gemeinsam mit anderen Zahnärzten den Bau dieses Trainingszentrums in Berlin vor- angetrieben. Was hat Sie dazu bewogen? Die Fortbildung in Sachen CAD/CAM, also CEREC, findet derzeit in Praxen, in Dentaldepots sowie in geringem Umfang beim Hersteller und Universitä- ten statt. Zusätzlich zu Basisseminaren werden von der DGCZ/DDS1 diverse CEREC-Kurse für Fort- geschrittene in Praxen angeboten. Diese Kurse sind in der Regel mit einem weit über Basiskurse hinaus- gehenden apparativen und personellen Aufwand verbunden und sehr material- und vorbereitungs- intensiv. Wir haben uns überlegt, dass der Aufbau und Betrieb eines Fortbildungsinstitutes für klini- sche und zahntechnische CAD/CAM-Anwendun- gen, kombiniert mit einem CEREC-Mentoren-Sys- tem nach dem Beispiel des Institutes in Scottsdale, USA, eine dritte Säule der CEREC-Fortbildung sein könnte – neben Online-Learning und Basissemina- Abb. 1: Dr. Klaus Wiedhahn, Mitbegründer der Digital Dental Academy in Berlin. Abb. 1 36 digital dentistry 3 2016 ren in der Praxis. Wir hoffen auch, dem weiterfüh- renden Kursgeschehen ein wenig mehr Leben ein- zuhauchen. Was unterscheidet die Digital Dental Academy (DDA) von anderen Fortbildungsinstituten? Die DDA ist als langfristiges Engagement der Kern- gruppe der Deutschen Gesellschaft für Computer- gestützte Zahnheilkunden (DGCZ) angelegt. Die Protagonisten und CEREC-Enthusiasten2 engagieren sich hier nicht nur fachlich und ideell, sondern auch wirtschaftlich, was eine hohe Kursqualität und auch eine besondere persönliche Bindung der Be- teiligten zur Academy sicherstellt. Sie haben sich für Räumlichkeiten mitten in Berlin entschieden. Was spricht für diesen Standort? Wir möchten in der DDA in idealer Umgebung mit optimaler didaktischer Ausstattung perfekte Fort- bildungskurse durchführen – auf Deutsch und Eng- lisch. Wir sprechen zwar vor allem deutschsprachige CEREC-interessierte Zahnärzte und Zahntechniker an, aber eben auch solche aus ganz Europa und dem Mittleren Osten. Dafür ist Berlin einfach bestens geeignet. Zudem ist die DGCZ dort beheimatet, das Sekretariat wird in die Räumlichkeiten der DDA ver- legt. Es gibt auf der ganzen Welt bisher nur zwei Institute dieser Art: eines, wie erwähnt, in Scotts- dale (Arizona, USA) und eines in Taipeh (Taiwan). Die DDA in Berlin ist somit der dritte und aus unserer Sicht ein würdiger Standort. Die Räumlichkeiten bieten viel Platz für Semi- nare. Wie ist hier der Stand der Planungen? Die DDA wurde gerade eröffnet, und das Kurs- programm ist schon recht umfangreich. Neben den klassischen Kursen für Zahnärzte (Frontzahn-, Seitenzahn-, Implantatkurse) sowie Brückenkurse, die wir für Zahntechniker anbieten, kommen auch Seminare für die Ortho-Software, die kieferortho- pädische Anwendungen ermöglicht, hinzu. Dazu sind übrigens auch Kieferorthopäden eingeladen,
I E G E Z N A die noch gar nicht mit CEREC arbeiten. Darüber hin- aus wird unser Partner Dentsply Sirona sogenannte Experience-Kurse hier veranstalten. Dabei lernen die Teilnehmer innerhalb von zwei Tagen sämtliche Aspekte der vollkeramischen Restauration einer Sitzung kennen. Das Besondere daran ist, dass je- weils ein CEREC-Mentor vier Kursteilnehmer be- treut. Da die Angebote für Zahnärzte vorwiegend an den Wochenenden stattfinden werden – das Jahr ist hier praktisch schon ausgebucht –, steht die Aca- demy an Wochentagen für weitere Nutzungen zur Verfügung. Gedacht ist an Fortbildungen für Zahn- techniker sowie Weiterbildungen oder Produkt- demonstrationen, die Dentalfirmen oder der dentale Fachhandel abhalten möchten. Welche Erwartungen verknüpfen Sie persönlich mit der DDA? Mir ist es ein Anliegen, meine Begeisterung für das CEREC-System weiterzugeben – am besten in einer Umgebung, die in jeder Hinsicht passt. Dazu gehö- ren die persönliche Betreuung in den Kursen, eine ausreichende Anzahl von Co-Referenten sowie qua- lifizierte Assistenzen. All das stellen wir durch erst- klassig ausgestattete Räumlichkeiten und entspre- chende Konzeption der Kurse sicher. Darüber hinaus habe ich mich, wie meine zwölf Kollegen, bei der DDA persönlich stark engagiert: Ich wünsche mir, dass diese Idee so funktioniert, wie wir alle uns das vorgestellt haben._ 1 DDS Digital Dental Service GmbH, Tochtergesellschaft der DGCZ. 2 Neben Wiedhahn gehören Prof. Dr. Gerwin Arnetzl, Graz; Dr. Andreas Bindl, Zürich; Dr. Lutz Brausewetter, Berlin; Dr. Elmar u. Dr. Sigrid Frank, Besigheim; Dr. Günter Fritzsche, Hamburg; Prof. Dr. Albert Mehl, Zürich; ZA Peter Neumann, Berlin; Dr. Bernd Reis, Malsch; Dr. Otmar Rauscher, München; Dr. Olaf Schenk, Köln; Dr. Wilhelm Schweppe, Fröndenberg, zu den Gründern der DDA. Kontakt Dr. Klaus Wiedhahn Bendestorfer Straße 5 21244 Buchholz Tel.: 04181 32232 praxis@wiedhahn.de www.praxis-wiedhahn.de 49 €* Bitte senden Sie mir das aktuelle Jahrbuch Digitale Dentale Technologien 2016 zum Preis von 49 €* zu. * Preis versteht sich zzgl. MwSt. und Versandkosten. Entsiegelte Ware ist vom Umtausch ausgeschlossen. Vorname PLZ/Ort Fax Name Straße Telefon E-Mail Praxisstempel OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 grasse@oemus-media.de DD 3/16
| Spezial Event m o c . k c o t s r e t t u h S / p d a c u l © 3-D-Druck auf der IDS 2017: Einstieg in die Zukunft Das 3-D-Druck-Verfahren hat sich seit den 1990er-Jahren, als man erste Nichtedelmetall- Gerüste im 3-D-Druck gefertigt hat, als modernes Herstellungsverfahren etabliert. Heute stehen auch verschiedene Kunststoffe als Hochleistungswerkstoffe zur Verfügung. Schon denken viele Anwender über Indikationserweiterungen und über Investitionen in diese Technologie nach – einen Überblick verschafft die Internationale Dental-Schau (IDS) vom 21. bis 25. März 2017 in Köln. Beim 3-D-Druck handelt es sich um eine addi- tive Fertigungstechnik – im Gegensatz zu den sub- traktiven Verfahren, zum Beispiel zum computer- gestützten Fräsen oder Schleifen von Vollkeramik oder zum Zerspanen von NEM oder Titan. Den- noch lassen sich viele Analogien entdecken und bei der Erwägung eines eigenen Einstiegs in den 3-D-Druck zurate ziehen. In der Zahntechnik bekannt und bewährt Zunächst gilt es, sich bewusst zu machen, dass es sich beim Additive Manufacturing um ein vertrau- tes Verfahren handelt. Die Bestellung industriell im 3-D-Druck hergestellter zahntechnischer Objekte ist seit vielen Jahren gängig. Unter anderem kennt man Selektives Laserschmelzen, SLM-Verfahren („selective laser melting“), Selektives Lasersintern (SLS), Direktes Metall-Lasersintern (DMLS) oder Laser cusing: Dabei werden Kronen, Brücken und Prothesenbasen („digitale Modellgussbasen“) aus NEM- Dentallegierungen gefertigt. Nichtedel- metallpulver-Schichten werden aufgetragen und kurzzeitig mit hoher Energie durch einen Laser- strahl an defi nierten Stellen aufgeschmolzen. So entstehen nach einem Bauplan, der zum Beispiel im CAD-Verfahren am Monitor festgelegt wurde, zahntechnische Objekte von hoher Präzision. Eine weitere schon recht vertraute 3-D-Druck-Variante stellt die Stereolithografi e dar. Modelle, Schienen und Bohrschablonen lassen sich damit fertigen. Das Prinzip ähnelt dem Lasersintern, doch während bei diesem das schichtweise aufgetragene Material aufgeschmolzen wird, kommt bei der Stereolitho- grafi e die Lichtpolymerisation von Kunststoff zum Zuge. Um die Zukunft der 3-D-Druck-Verfahren besser einschätzen zu können, lohnt ein Blick in die Anfänge der Zirkon oxid-Technologie. Zunächst stellten große Indus triemaschinen zahntechnische Objekte her, und das Labor konnte sie bei externen Dienstleistern bestellen. Später wurde auch die Inhouse-Fertigung attraktiv. So etablierte sich ein 38 digital dentistry 3 2016
Nebeneinander von Zentralherstellern, Koopera- tionslaboren, die für andere Lohnfertigung betrie- ben und dabei ihre eigenen Systeme besser auslas- teten, und Laboren mit rund um die Uhr laufender Eigenfertigung, die gegebenenfalls zusätzlich Teile der Produktion auslagerten. Zurzeit stellt sich nun für so manches Labor die Frage nach der optimalen Nutzung des 3-D- Drucks: Bohrschablonen, verschiedene Schienen, zahntechnische Modelle, individuelle Abformlöffel und Kunststoff-Gießgerüste für den Metallguss dürften die häufigsten Indikationen darstellen. Ob sie bei einem externen Dienstleister geordert oder im eigenen Betrieb gefertigt werden, ent- scheidet sich nach der Menge der zu erwartenden Aufträge und nach der von Kunden geforderten Schnelligkeit, wobei die Eigenfertigung prinzipiell die Sofortherstellung ermöglicht. Welche Techno- logien zur Verfügung stehen und wie man in sie investiert, zeigt die IDS 2017 – und erleichtert damit eine individuelle betriebswirtschaftliche Kalkulation. Die erweiterte Palette der Druckverfahren Neben den bereits erwähnten Verfahren erweisen sich unter anderem die sogenannte Multi-Jet- Technologie (Detailarbeit bis auf 16 Mikron genau), das Schmelzschichten (Fused Deposition Modeling, FDM; Fused Filament Fabrication, FFF) und das Maskenbelichtungsverfahren als interessant. Die Multi- Jet-Technologie funktioniert nach dem „Tinten strahldrucker-Prinzip“. Zum Beispiel werden (fast) zweidimensionale Pulverschichten ausge- walzt und dann mit Bindemittel bedruckt – genau an den Stellen, die nach dem Bauplan (virtuelle Modellation) zum betreffenden zahntechnischen Objekt gehören; das nicht gebundene Pulver lässt sich einfach entfernen. Als Material kommen Glas- oder Metallpulver infrage, wobei sich auf dem Stand der Technik allerdings nur das Metallpulver für die Herstellung massiver Objekte eignet, denn dafür müssen nach dem Drucken ein Sinter- und, zwecks Auffüllen der entstandenen Hohlräume, ein Infiltrierschritt erfolgen. Alternativ dazu druckt man (wiederum fast) zweidimensionale Fotopoly- mere gemäß dem Bauplan auf und härtet es aus, sodass auch hier Schicht für Schicht das Objekt entsteht. Beim Schmelzschichten extrudiert man zum Beispiel Formwachse oder Kunststoffe aus ei- ner Düse oder man tropft das Material auf, wonach es sich beim Abkühlen verfestigt – die nächste Schicht kann folgen. Die Maskenbelichtung schließ- lich funktioniert ähnlich wie die bekannten stereo- lithografischen Verfahren. Der entscheidende Unterschied: Statt eines Lasers wird der Kunststoff mithilfe einer UV-LED-Lampe ausgehärtet. Druck von zahnfarbenen Table Tops und Provisorien Eine der großen Hoffnungen des dentalen 3-D- Drucks ruht auf farblich optimierten Werkstoffen, zum Beispiel von Hochleistungskunststoffen. Die Erfahrung mit den subtraktiven Verfahren hat es gezeigt: Zirkonoxid hat man zunächst nur verblen- det eingesetzt. Neuere Varianten mit höherer Trans- luzenz dagegen werden auch monolithisch verwen- det. Wenn schon heute komplette Totalprothesen digital in einem Arbeitsschritt im Labor gefertigt werden und sich dadurch die zeitaufwendige Proze- dur für den Patienten auf zwei Zahnarztsitzungen reduziert: Warum nicht in Kürze gedruckte Table Tops und Provisorien? Fallbeispiele zeigen bereits jetzt: Eine implantatgetragene Oberkiefertotal- prothese kann durchaus im 3-D-Druck aus PEEK (Polyetheretherketon) gefertigt werden, und Kunst- stoff-Verblendschalen verleihen ihr eine anspre- chende Ästhetik. Zu den Gerüstwerkstoffen der Zukunft könnte auch PEKK (Polyetherketonketon) gehören, insbesondere weil es in Kombination mit einem Verblendkomposit ähnliche Eigenschaften aufweist wie verblendetes Zirkonoxid. Digitale Workflows machen 3-D-Druck zusätzlich attraktiv Neben neuen Materialien bewirkt die Möglichkeit zur Einbindung in die digitalen Welten einen Schub. Zum Beispiel dürfte mit einer weiteren Verbreitung von Intraoralscannern der 3-D-Druck zahntechni- scher Modelle zu einer oft genutzten Option wer- den. „Der 3-D-Druck birgt noch ungeahntes Po- tenzial“, ist Dr. Martin Rickert, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI), überzeugt. „Dies betrifft auch die engere Zusammenarbeit von Zahnarzt und Zahntechniker, die durch die gemeinsame Arbeit in digitalen Work- flows gefördert wird. Ein Beispiel stellt das Back- ward Planning in der Implantologie dar, wofür der 3-D-Druck mit der laborseitigen Herstellung von Bohrschablonen im Detail eine konkrete zusätz- liche Option schafft. Auf der Internationalen Dental- Schau in Köln lassen sich die Chancen dieser modernen Fertigungstechnologie hautnah erleben – mit Innova tionen zum Anfassen und im direkten Kontakt zu den jeweiligen Herstellern.“_ Kontakt Koelnmesse GmbH Messeplatz 1, 50679 Köln Tel.: 0221 821-0 info@koelnmesse.de www.koelnmesse.de Event Spezial | digital dentistry 3 2016 39
| Spezial Firmenporträt Erfolgreich digitalisieren dank zuverlässigem Netzwerk Autorin: Jenny Hoffmann Viele Praxen möchten gern dem Trend der Digitalisierung folgen, doch ein Großteil steht der mit der Implementierung neuer Software und Geräte verbundenen Kosten und Mühen zurückhal- tend gegenüber. Nicht nur die neue Technik stellt Mitarbeiter vor Herausforderungen, auch die rechtlichen Aspekte digitaler Verfahren haben es in sich. Um Praxen genau in diesen Belangen zu unterstützen, wurde vor sieben Jahren das Netzwerk praxis-upgrade eingerichtet. Zahlreiche Spezialisten stehen seither Tausenden Kunden tatkräftig mit Softwarelösungen, Beratung und Schulung zur Seite. Initiiert wurde praxis-upgrade im Jahr 2009 von den beiden Praxissoftware-Anbietern Medi-Tec GmbH und Computer konkret AG. Im Zentrum des Netzwerks stehen nicht nur qualitativ hochwertige Softwarelösungen oder technische und fachliche Hilfestellung, sondern auch das Bereitstellen von Wissen und Erfahrungen für die alltäglichen digi- talen Fragestellungen in der Praxis. Für diesen Zweck haben sich in dem Netzwerk neben den Softwareexperten auch EDV-Betreuer, Spezialis- ten für Recht, Steuer, Praxis- und Qualitätsma- nagement sowie Anwender aus der Zahnmedizin Abb. 1: Dank intuitiver Software wie dms.net von Medi-Tec lassen sich Dokumente von sämtlichen Arbeitsplätzen – auch in einer Zweigpraxis – abrufen. © Rose Benninghoff und Kieferorthopädie zusammengefunden, die auf breiter Basis als Ansprechpartner unmittelbar be- reitstehen und für eine ständige Weiterentwick- lung des Netzwerkangebotes eng zusammen- arbeiten. praxis-upgrade.de Den Kontakt zu den jeweiligen Ansprechpartnern finden Praxen auf der Website praxis-upgrade.de. Hier stellt das Netzwerk in seinem „Know-how- Depot“ zusätzliche hilfreiche Dokumente wie Check- listen oder Formulare für das Praxismanagement, die Hygiene und die Materialwirtschaft bereit. Über das „pu-magazin“ erhalten Anwender Zugang zu Fach- beiträgen und Ratgeberartikeln von Kollegen und anderen Experten. Darüber hinaus gibt die Webseite eine Übersicht über die verschiedenen Kurse und Seminare, die praxis-upgrade anbietet. Praxisnahes Weiterbildungskonzept Im Rahmen der praxis-upgrade Roadshow konnten Teilnehmer in den letzten Monaten an fünf Stand- orten bundesweit den nahezu voll digitalisierten Behandlungsablauf kennenlernen. Demonstriert wurde das Zusammenspiel aller wichtigen digitalen Zukunftslösungen anhand der Behandlung eines Pa tienten – von der Patientenaufnahme bis hin zur rechtskonformen Datenarchivierung. Das Besondere daran: Die Vorträge gingen einher mit Live-Präsenta- tionen der neuesten 3-D-Technologien und Soft- warelösungen, mit denen alltägliche Abläufe an- schaulich dargestellt werden konnten. 40 digital dentistry 3 2016
Firmenporträt Spezial | Abb. 2: Auf der Webseite von praxis-upgrade werden unter der Rubrik „Know-how-Depot“ verschiedene Vorlagen zum Download angeboten. „In welchem rechtlichen Rahmen bewege ich mich in der digitalen Welt?“ Frau Dr. Nolte, können Sie uns in wenigen Worten Ihr Verständnis von Behandlungsqualität zusam- menfassen? Welche Rolle spielt die Weiterbildung dabei? Im Praxisteam haben wir für uns defi niert, dass unsere Arbeit stets ein perfektes Zusammenspiel aus fachlicher Kompetenz, freundlichem Auftreten und serviceorientierter Vorgehensweise sein soll, in der der Patient im Mittelpunkt steht. Für uns als Be handler ist Weiterbildung selbstverständlich und auch unerlässlich. Sie haben letztes Jahr an der praxis-upgrade Road show teilgenommen. Was halten Sie vom Konzept der Fortbildung? Ich war überrascht, dass die Veranstaltung so völlig anders war, als man es kennt. Es gab kein stures Vor- tragsprogramm. Die Veranstalter haben sich statt- dessen bemüht, verschiedene Punkte aus dem Praxisleben aufzugreifen. Ich empfand das als sehr kurzweilig. Wenn es zwischen zwei Referenten mal inhaltliche Überschneidungspunkte gab, war es interessant, zu erfahren, wie dieselbe Thematik mit einen anderen Schwerpunkt und aus einer anderen Perspektive beleuchtet wurde. Bei der nächsten praxis-upgrade Fortbildung werde ich sicherlich noch ein oder zwei Mitarbeiterinnen mitnehmen. Für sie stellen sich im Praxisalltag häufi g ganz an- dere Fragen. Welche Themen der praxis-upgrade Roadshow haben Sie besonders angesprochen und was konn- ten Sie für sich mitnehmen? Unser Hauptaugenmerk lag klar auf den Software- anwendungen archiv.net und dms.net von Medi-Tec, in die wir uns kurz zuvor eingearbeitet hatten. Hierzu holten wir uns während der Live-Demonstrationen praktische Tipps. digital dentistry 3 2016 41
| Spezial Firmenporträt © Joachim Grothus Abb. 3: In der kieferorthopädischen Gemeinschaftspraxis Kledent setzen Dr. Julia Nolte und ihr Partner Torsten Hartwig auf moderne Behandlungsangebote und ein serviceorientiertes Vorgehen. 42 digital dentistry 3 2016 Besonders interessant waren außerdem die Erläute- rungen zu den rechtlichen Aspekten der Digitalisie- rung. Ich fand es wichtig, zu erfahren, in welchem rechtlichen Rahmen ich mich bewege. Was darf oder muss man, und was nicht? Was brauche ich, was auf gar keinen Fall? Hier bietet praxis-upgrade sehr gute Unterstützung. Das intraorale Scannen und die digitale Herstellung von Modellen und Schienen fand ich ebenfalls sehr spannend, allerdings wird das für mich erst in ein paar Jahren relevant sein. Die Digitalisierung hat einen starken Einfl uss auf die Entwicklung in den Praxen. Vom Einlesen der Gesundheitskarte bis hin zum rechtssicheren Archivieren aller Daten. Welche Prozesse laufen in Ihrer Praxis digital ab? Wir haben vor einigen Jahren das digitale Röntgen eingeführt. Das war zwingend notwendig, denn Digi- talröntgen heißt: schnellere Abläufe sowie sofortige praxisübergreifende Bildverfügbarkeit. Daran führt heute kein Weg mehr vorbei. Für unsere Modellarchi- vierung kommt archiv.net von Medi-Tec zum Einsatz. Von derselben Firma nutzen wir das Dokumenten- Infobox © Rose Benninghoff managementsystem dms.net, sodass uns alle Arzt- briefe, Schreiben der Krankenkassen und Behand- lungsverträge digital vorliegen. Für die Verwaltung der Patientendaten verwenden wir das digitale Kar- teiblatt von Computer konkret. Die Software ivoris® analyze unterstützt uns bei der Modell-/Foto-/ FRS-Dokumentation und Auswertung. Wie verlief die Umstellung auf diese Verfahren? Eine Mitarbeiterin von Computer konkret schaute uns damals bei einer Inhouse-Schulung über die Schulter und machte uns deutlich, dass die Arbeit mit Karteikarten viel zu aufwendig ist. Doch bis die Änderung umgesetzt war, hat es etwa ein Jahr ge- dauert. Wir mussten uns erst einmal klar werden: Ab wann stellen wir das System um? Wer trägt was, wie, wann, wo ein? Und schließlich mussten viele händi- schen Eintragungen aus den Karteikarten in den PC übernommen werden. Wenn man so etwas im lau- fenden Betrieb macht, braucht es einfach Zeit. Mit dms.net konnten wir von heute auf morgen star- ten. Wir haben einen Scanner angeschafft und ab diesem Zeitpunkt alle Dokumente digital verwendet. Nicht nur praxisrelevante Dokumente, sondern auch Fortbildungsmaterialien und Ähnliches sind dann auf jedem Rechner verfügbar – auch in unserer Zweigpraxis in Emmerich. Unabdingbare Vorausset- zung ist natürlich ein Rechner an jedem Arbeitsplatz. praxis-upgrade hat sich in den letzten Jahren für einen Zusammenschluss der einzelnen digitalen Lösungswege mit abgestimmter Beratung und Unterstützung rund um die Praxen starkgemacht. Wie haben Sie die Betreuung durch praxis-upgrade erlebt? Für unsere Belange funktionieren die Systeme von praxis-upgrade hervorragend. Alle Hardware- und Softwarekomponenten laufen reibungslos. Das An- genehme an der Zusammenarbeit ist, dass wir von den Abläufen im Hintergrund gar nicht viel mitbe- Gemeinsam mit einem Partner leitet Dr. Julia Nolte seit 2005 eine KFO-Gemeinschaftspraxis in Kleve, Nordrhein-Westfalen. Hier sind ein angestellter Fach- kollege, ein Weiterbildungsassistent und 23 Mitar bei- terinnen im Bereich Behandlung, Verwaltung und Labor beschäftigt. Im Nachbarort Emmerich führt das Team eine Zweigpraxis. Obwohl in den Klever Praxis- räumlichkeiten bereits seit 1982 unter verschiedenen Inhabern kieferorthopädische Leistungen angeboten werden, achtet die Kieferorthopädin auf Modernität und Effi zienz in der Einrichtung und Ausstattung sowie im Behandlungsablauf. Mithilfe von praxis-upgrade digitalisiert sie ihre Praxis Stück für Stück.
Firmenporträt Spezial | kommen. Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit medianetX, die uns hardwaretechnisch betreuen. Modulerweiterungen und Softwareupdates werden durch einen Servicemitarbeiter von medianetX ins- talliert, ohne dass der laufende Betrieb gestört wird. Bei der anschließenden Einarbeitung nehmen wir gern das Angebot einer Online- oder Telefonschu- lung in Anspruch. Seit fünf Jahren laden wir darüber hinaus zwei bis drei Mal im Jahr einen Mitarbeiter ein, der uns inhouse über Tipps und Tricks informiert bzw. spezielle Fragestellungen erörtert. Wo sehen Sie prinzipiell die Herausforderungen in der Praxisdigitalisierung? Die Integration digitaler Verfahren in den Praxisalltag ist immer mit Arbeit verbunden und benötigt Vorbe- reitungszeit und Planung. Deshalb sollte man sich vorab selbst klar werden, was man zeitnah digital umsetzen möchte und was nicht. Das muss jeder individuell entscheiden. Für mich ist das Wichtigste, dass die Umstellung für mich als Behandler, für die Praxis und für die Patien- ten einen Mehrwert bringt. Sicher kann man alles digital steuern, doch nicht immer hat man dadurch einen Zeitgewinn. Die Abläufe und Strukturen müs- sen sich verbessern, am Ende sollten eine schnelle Verfügbarkeit und ein besseres Behandlungsergeb- nis herauskommen. Digital sein nur um des Digital- seins willen – das brauche ich nicht. Man sollte außerdem nicht vergessen, dass man in dem ganzen Prozess auch die Mitarbeiter mit auf die Reise nehmen muss. Anfängliche Skepsis wurde schnell beseitigt, denn unser Team hat gemerkt, dass vieles auf dem digitalen Weg einfacher geht._ Kontakt Kledent Die Zahnspange Lindenallee 38 47533 Kleve Tel.: 02821 29191 rezeption@kledent.de www.kledent.de ANZEIGE Spezialisten-Newsletter Fachwissen auf den Punkt gebracht Anmeldeformular Newsletter www.zwp-online.info/newsletter www.zwp-online.info FINDEN STATT SUCHEN JETZT ANMELDEN digital dentistry 3 2016 43
| Spezial CAD/CAM Beurteilung einer Fräsmaschine aus Sicht eines Dentalberaters Das mittelständische Unternehmen imes-icore GmbH mit Sitz im hessischen Eiterfeld ist ein etablierter Maschinenhersteller im Industrie- und Dentalbereich. Die Fertigung der hochpräzi- sen CNC-Maschinensysteme erfolgt ausschließlich in Deutschland. Die imes-icore GmbH liefert CNC-Technik in den Economy-, Industrie- und Premiumbereich und hat sich auf die Technologien 5-Achs-Fräsen, Wasserstrahlschneiden und Laserbearbeitung spezialisiert. Gerade die CNC-Systeme für den Dentalbereich sind in den letzten Jahren ein sehr starkes Standbein von imes-icore geworden. Für die Einstiegsklasse im Dentalbereich bietet der deutsche Maschinen- hersteller fünf verschiedene Tischmaschinen. Diese wer den zur Herstellung von dentalen Res- taurationen verwendet, welche überwiegend für weichere Fräs ma terialien in Blank-Form verwen- det werden. Des Weiteren gehört das Schleifen von Keramik blöcken und individuellen Titanabutments zu den Fähigkeiten der kleinen Tisch- maschinen. Neuartige Dentalmaschinen mit und ohne Automatisierung ge- hören im anspruchsvolleren An- wenderbereich außerdem mit gro ßem Erfolg zur Produktpa- lette. Zusätzlich können diese Systeme modular mit zahlrei- chen Zusatzkomponenten und -funk tionen für weitgehend alle den talen Anfor der ungen erwei- tert und nachgerüstet werden. Fehlte bis dato also nur noch eine Maschine im Premiumbereich als Ergänzung für höchste Ansprü- che und Indikationen? Im Jahr 2014 erhielt die imes-icore GmbH eine Anfrage von einem großen Automobilzulieferer für eine vollautomatisierte Präzi sions- CNC-Maschine im 5- Achs-Be trieb. Dabei galt es eine konstante Fräs- und Bohr wiederholbarkeit von kleiner 5 µ zu erreichen. Preislich sollte das komplette Maschinen- system die 100.000-Euro-Marke nicht überschreiten. Einige re - nom mierte Maschinenhersteller am Markt winkten sofort ab. Die imes-icore GmbH stellte sich der Aufgabe, ein vollautomatisiertes System für den Premiumbe- reich inklusive einer Adaptionsmöglichkeit für einen vollautomatisierten Materialwechsler zu entwickeln und herzustellen. Mit der Chance, das eigene Know- how auf den Prüfstand zu stellen und auszureizen und somit eine Einschätzung der möglichen Leis- tungsfähigkeit zu erhalten. Das war der Startschuss für das neue 5-Achs-Frässystem 650i. Nach fast einjähriger Entwicklungs- und Testphase wurde die Maschine erstmals auf der IDS 2015 in Köln dem Dentalmarkt vorgestellt. Das Interesse für das Premiumsystem mit Vollautomatisierung war er- heblich. In der folgenden Zeit wurde der Maschinen- typ 650i für die den talen Anforderungen weiter stabilisiert und modifiziert. Es folgte eine Validie- rung einer 650i-Maschine nach den Vorschriften der GMP (Good Manufacturing Practice) für den amerikanischen Markt. Einschätzung des Dentalberaters Als Zahntechnikermeister und Unternehmer führte ich 20 Jahre lang ein Dentallabor. Als einer der Pio- niere im dentalen CAD/CAM-Bereich startete ich vor 15 Jahren mit einer der ersten imes-icore CAD/CAM-Maschinen in meinem Fräszentrum. Des Weiteren habe ich in der Dental industrie als CAD/CAM-Manager und Leiter eines Technologie- zentrums gearbeitet. Zurzeit bin ich als Qualitäts- manager und Consultant tätig. Als Dentalberater und erfahrener CAD/CAM-An- wender hatte ich nun die Chance, einige Wochen mit der neuen 650i-Maschine zu arbeiten. Meinen Fokus legte ich dabei auf die Vorgaben der FDA zur Herstellung von implantatgetragenen Steg- und Suprakon struktionen. Da für den europäischen Markt in 2016 eine Änderung der ISO EN 13485 für Medizinprodukte angedacht ist, wird meiner Meinung nach das Interesse für solche Präzisions- 44 digital dentistry 3 2016
CAD/CAM Spezial | maschinensysteme vonseiten der Dentallabore und Fräszentren massiv steigen. Das Erscheinungsbild der 650i ist sehr anspre- chend, da sich Fräsraum und Fräsbereich direkt im Sichtfeld befinden. Das System ist mit einem hochwertig industriellen Nullspannsystem für den Werkstückhalter ausgestattet. Die Maschine kann zusätzlich modular mit einem 16-fachen Materialwechsler (Loader) jederzeit erweitert wer- den. Ebenfalls verfügt die Maschine über einen 32-fachen Werkzeugwechsler mit industriellen HSK-Aufnahmen. Dieser wird nur während des Werkzeugwechsels geöffnet, um Verunreinigun- gen der Werkzeuge zu vermeiden. Die leistungs- fähige Frässpindel mit HSK-Auf nahmen (Hohl- schaftkegel) ist im Hinblick auf den genauen, stabilen und notwendigen Rundlauf der Werk- zeuge von großer Bedeutung. Die in regelmäßigen Abständen zu fräsenden Prüfkörper werden ver- messen und bewertet. Hierbei gilt es, die vorgege- benen Toleranzen strikt einzuhalten. Aus den vorher validierten Komponenten entschied ich mich für folgenden Arbeitsablauf: Scannen mit dem IScan D105i, De signen mit der Exocad, als CAM-Software nutzte ich WorkNC, Fräsen mit der 650i, Material mit CE-Kenn- zeichnung und Fräs werkzeuge mit einer Ge nauigkeit unter 6 µ beim Rundlauf an der Werkzeugspitze. Hierbei ist zu erwähnen, dass bei allen vali- dierten Komponenten auschließlich offene Systeme bewertet wur den. Zum Scannen kamen Scankörper von nt-trading, Karlsruhe (510[k]-Zulassung) und Scankörper von Imetric zum Einsatz. Als Scanner entschied ich mich für den neuen IScan D105i, welcher das Nachfolgemodell von D103i und D104i ist. Der neue Den- talscanner weist eine Ab- weichung kleiner als 10 µ über den gesamten Kiefer- bogen auf. Somit ist der IScan D105i auch für direkt verschraubte Suprakonstruktionen geeignet. Die neue Exocad-Version fand beim Designen Anwendung. Dental De signer und Dental Wings hätten hier ebenfalls gut zum Einsatz kommen kön- nen. Als CAM-Modul entschied ich mich für die WorkNC, da sie derzeit die einzige mir bekannte CAM-Software ist, die mit einer zertifizierten Im- plantat-Bibliothek arbeitet. Umfangreiche Testarbeiten aus Titan- und Kobalt - Chrom-Ronden mit jewei ligen CE-Kennzeichnun- gen rundeten meine Arbeit an der 650i-Maschine ab. Zum Einsatz kamen verschiedene validierte Werkzeuge der imes-icore GmbH, die eine Beschei- nigung der vorgegebenen Rundlaufgenauigkeit hatten. Die erziel ten Ergebnisse waren im Passungs- und Oberflächenbereich sehr sauber und präzise. Aufgrund der positiven Resultate fällt mein Fazit für die neue Premium-Fräsmaschine 650i des Maschinenherstellers imes-icore GmbH sehr positiv aus. Die Anforderungen an eine Premiummaschine mit einer konstanten Präzisionswiederholbarkeit im µ-Bereich, und dies unter einem Preis von 100.000 Euro, wurden vollständig erfüllt. Das neue ergebnis- und preis- orientierte Maschinensystem wird sich auch im Industrie- sektor im Bereich der Mikro- bearbeitung behaupten können, da moderne und zukunftsweisende Techno- logien verwendet werden._ ZTM Thomas Hofstetter Kontakt imes-icore® GmbH Im Leibolzgraben 16 36132 Eiterfeld Tel.: 06672 898228 info@imes-icore.de www.imes-icore.de digital dentistry 3 2016 45
Produkte Dentalpoint Restaurationen digital gestalten Die Prothetik gibt dem Patienten das Lächeln zurück. Deshalb ent wickelt der Schweizer Im- plantathersteller Dentalpoint das Prothetikport- folio seines zweiteiligen und reversibel ver- schraubbaren Keramikimplantats ZERAMEX® P6 stetig weiter. Mit der neuen ZERABASE kann ZERAMEX® P6 nun mit digital gestalteten, indivi- dualisierten Restaurationen versorgt werden und wird damit auch in den digitalen Workflow inte- griert. Die ZERAMEX® ZERABASE bietet die Basis für ein individuell ge staltetes Abutment für ok- klusal verschraubte Versor gungen. Wie gewohnt kann über ein Wax-up eine gepresste oder gefräste Restauration erstellt oder über den digitalen Arbeits- prozess die Versorgung gestaltet werden. Dazu bietet Dentalpoint den ZERAMEX® Scanbody an, welcher intra- und extraoral angewendet werden kann. Dank der Infos zum Unternehmen Integration in die marktführenden Systeme von exocad und 3Shape wird dadurch eine große Anwen- derbasis erreicht. Die Produktion der Kappe oder der Krone kann im praxis- eigenen Labor, in einem Fräszentrum nach Wahl oder chairside stattfinden. Dentalpoint AG Tel.: 0800 93556637 www.zeramex.com Zfx Upgrades zur Fertigung von Implantatprothetik Eine neue Funktion zur Verarbeitung von Zfx™ Pre-Abutment-Blanks aus Titan sowie eine Erweiterung um die Funktion der Multi-Unit- Bearbeitung sind Neuheiten. Damit wird das Einsatzgebiet der Inhouse5x auf zahlreiche In- dikationen in der Implantatprothetik erweitert. Möglich sind die Neuerungen vor allem dank der mit industriellen Fertigungseinheiten ver- gleichbaren Fräsgenauigkeit der Maschine, die u. a. mit einer Hochfrequenzspindel und extrem laufruhigen Servomotoren ausgestattet ist. Um von der Möglichkeit der Pre-Abutment-Blank- verarbeitung zu profitieren, ist die Anschaffung des patentierten Zfx™ Pre-Abutment-Blank- halters erforderlich. Ein zusätzliches CAM-Soft- waremodul inklusive Templates für die Fräsbear- beitung wird gratis mitgeliefert. Der Blankhalter verfügt über 12 Steckplätze für Pre-Abutment- Blanks aus Titan, die mit vorgefertigten Implan- tat-Anschlussgeometrien für alle Zimmer Biomet Implantate sowie andere gängige Implantatsys- teme verfügbar sind. Die Besonderheit liegt in der Art der Befestigung der Blanks im Halter: Sie wer- den bei der Bearbeitung nicht an der Anschluss- geometrie fixiert, sondern geometrieschonend am Abutmentkopf oberhalb des zu bearbeitenden Bereichs. Die korrekte Ausrichtung der Blanks im Maschineninnenraum erfolgt hochpräzise mittels absoluter Positionierung. Wer mit der Zfx™ Inhouse5x in Zukunft mehr- gliedrige implantatgetragene Brücken und Stege fertigen möchte, investiert lediglich in ein CAM-Zusatzmodul mit entsprechenden Tem - plates. Ist dieses vorhanden, so kann das Design mit der Zfx™ CAD-Software erfolgen (Modul Implantatbrücken). Mit Implantatsystemen der Hersteller Zimmer Biomet, Nobel Biocare, Dentsply Implants, Straumann etc. kompatible Multi-Unit-Plattformen sind bereits in der Software- Bibliothek hinterlegt. Das konstru- ierte Gerüst wird dann zur Fräsvorbereitung in die CAM-Software eingelesen und schließlich aus Zirkoniumdioxid, Titan, Kobalt-Chrom oder PMMA mit der Inhouse5x gefertigt. Die gefertig- ten Multi-Unit-Konstruktionen können somit auf Abutmentlevel direkt verschraubt oder alternativ mittels Zfx Multi-Unit-Titanbasen verklebt und verschraubt werden. Mit den neu verfügbaren Upgrades wird die 5-Achs-Fräsmaschine Zfx™ Inhouse5x noch vielseitiger einsetzbar. Weitere Informationen zu der Maschine, den zu verarbeitenden Materialien sowie den Upgrades erhalten Interessenten unter www.zfx-dental.com Zfx GmbH Tel.: 08131 33244-0 www.zfx-dental.com 46 digital dentistry 3 2016
Dentsply Sirona Endospezifische Software basierend auf DVT Infos zum Unternehmen Dentsply Sirona hat eine weitere Innovation für die Endodontie entwickelt: 3D Endo ist die erste endospezifische Software basierend auf DVT, die es ermöglicht, Endodontiebehandlun- gen auf der Grundlage von Röntgendaten der ORTHOPHOS-Einheiten vorab zu planen und zu optimieren. Sie ist zugleich das erste Soft- wareprojekt, in die das gebündelte Know-how von Dentsply Sirona und seiner führenden Ingenieure, Wissenschaftler und Softwareent- wickler aus den Bereichen Endodontie und digitales Röntgen eingeflossen ist. Mit dieser Endo-Software kann der Behandler fallspe- zifisch anhand der 3-D-Daten und ihrer spe- theratecc Ab jetzt alles aus einer Hand Um der ständig wachsenden Zahl von Kunden und Interessenten gerecht zu werden, hat die Firma theratecc seit Juli dieses Jahres ihr Vertriebs - konzept komplett auf Eigenvertrieb umgestellt. Immer mehr Zahnärzte und Zahntechniker ver- trauen bei der instrumentellen Bissregistrierung auf die beiden Systeme Centric Guide® und Centric Guide® easy. Laut Aussage von ZTM Christian Wagner war dieser Schritt notwendig, um auch in Zukunft einen zuverlässigen Support und die ent- sprechende individuelle Kundenbetreuung garan- tieren zu können. In den letzten Monaten wurde ein komplettes Konzept mit technischem Support und eigener effizienter Vertriebsstruktur aufge- baut. Kunden und Interessenten profitieren so von kurzen Entscheidungswegen und entsprechend schnel- len Lösungen. Beide Systeme, Centric Guide® und Centric Guide® easy, gibt es ab so- fort exklusiv nur bei theratecc. Aus diesem Anlass gibt es zurzeit einige überaus attraktive Vorteile für alle, die sich bis zum 30. September 2016 für ein Centric Guide® System entscheiden. theratecc GmbH & Co. KG Tel.: 0371 26791220 www.theratecc.de ziellen Visualisierung die Anforderungen an die Wurzelbehandlung des Zahnes erkennen, Wurzelkanalverläufe analysieren und mithilfe der integrierten Feilendatenbank die adäqua- ten Feilen wählen. Dadurch wird die Endo- dontiebehandlung effizienter und sicherer so- wie die Patientenkommunikation entscheidend verbessert. Denn mithilfe eines Planungsbe- richts oder auch direkt in der Software kann der Behandler dem Patienten die Ausgangslage und die entsprechende Behandlung anschau- lich erklären. Seit einigen Jahren arbeiten Dentsply und Sirona bereits eng zusammen und entwickeln inte- grierte Lösungen für endodontische Behand- lungen. So wurden 2014 mit WAVEONE® von Maillefer und RECIPROC® von VDW die markt - führenden reziproken Feilensysteme in die Be- handlungseinheiten TENEO und vor Kurzem auch SINIUS integriert, was die Endo-Funktion hinsichtlich des Workflows entscheidend ver- bessert. Mit der neuen Endodontiesoftware bietet Dentsply Sirona einen umfassenderen integrierten Zugang zur Endodontie. Dentsply Sirona Tel.: +43 662 2450-0 www.dentsplysirona.com digital dentistry 3 2016 47
Produkte Roland DG Deutschland Argon Dental Digitale Prozesslösung – Gesteigerte Effizienz im Praxislabor Wegweisendes 2-D- und 3-D-Röntgen TRIOS Abformscans effizient im Praxislabor ver- arbeiten sowie auf Knopfdruck monolithische Kronen und kleine Brücken fertigen? Möglich ist das mit der 3Shape Practice Lab Solution in Kombination mit der Schleifmaschine DWX-4W von Roland DG. Wie einfach es funktioniert, de- monstrierten die Unternehmen Roland DG und 3Shape gemeinsam mit ihrem Vertriebspartner Dental Axess auf der DENTAL BERN 2016. Für die Herstellung von Einzelzahnversorgun- gen bzw. bis zu dreigliedrigen Brücken erfolgt zunächst die digitale Abformung mit 3Shape TRIOS. Am virtuellen Modell kann die Präpara- tionsgrenze sofort in der 3Shape Practice Lab Solution eingezeichnet werden. Der vollanato- mische Konstruktionsvorschlag der inte grierten CAD-Software wird nach der Auswahl des ge- wünschten Werkstoffs – z. B. Glaskeramik oder Hybridkeramik – automatisch berechnet und im Block positioniert. Der Anwender überprüft lediglich das Ergebnis und startet die Fertigung per Mausklick. Prozesse wie die Fräsbahnbe- rechnung und Werkzeugwahl laufen automati- siert im Hintergrund ab. Dieser Prozess erfordert nicht nur wenig Zeit, sondern führt dank der hohen Qualität der verwendeten Einzelkomponenten sowie deren sorgfältiger Integration im Workflow zu pass- genauen Versorgungen. Für hohe Präzision bei der maschinellen Bearbeitung sorgt u. a. der Antrieb der vierachsigen Nassschleifeinheit DWX-4W über eine Präzisions-Kugelgewin- despindel. Von der hohen Qualität der geschliffenen Res- taurationen, die mit einem sehr geringen Aus- arbeitungsaufwand fertigzustellen sind, konnten sich die Besucher des Messestands von Dental Axess selbst überzeugen. Versorgungen aus unterschiedlichen Materialien wurden hier präsentiert. Informationen zu dem kompletten Workflow für Praxislabore, der Schleifeinheit DWX-4W und Vertriebspartnern in Deutsch- land erhalten Interessenten im Internet unter www.roland easyshape.com Roland DG Deutschland GmbH Tel.: 02154 8877-95 www.rolanddg.de 48 digital dentistry 3 2016 Infos zum Unternehmen Die mehrfach preisgekrönte Alpha-Reihe von Ray begeistert weltweit seit 2012 anspruchs- volle Oralchirurgen, Zahnärzte und Kieferortho- päden mit Innovation und maximalem Komfort. Mit der Neueinführung des DVT Alpha Plus im deutschsprachigen Raum zum Jahres wechsel 2015/16 erweitert sich das 3-D-Angebotsspek- trum auf ein Maximalvolumen von 12 x 10 cm. Damit setzt das Alpha Plus weltweit die Maß- stäbe in der Klasse der DVT-OPG-Kombigeräte und wird den Bedürfnissen der modernen Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie mit implantologischem Schwerpunkt gerecht. Neben der hervorragenden Bildqualität und der anwenderfreundlichen Bedienung ist die auto- matische DICOM-Datenkompatibilität mit offe- nen Schnittstellen für sämtliche Software der navigierten Implantologie ein besonderes High- light. Auch die Spezialisten für Endodontie freuen sich über Auflösungen bis zu 70 µm für Aufnah- men mit kleinem Volumen, die individuell der Patienten anatomie positioniert werden können. Argon Dental Tel.: 06721 3096-0 www.argon-dental.de
SICAT 3-D-geplante Schienentherapie bei obstruktiver Schlafapnoe Zur Behandlung von Patienten mit Atemaussetzern im Schlaf gibt es ab sofort mit SICAT Air ein einfaches Analyseverfahren sowie mit OPTISLEEP eine für den Patienten komfortablere Schienenlösung. Dabei ist SICAT Air die erste 3-D-Lösung, die die Analyse der oberen Atemwege im 3-D-Volu- men ermöglicht und den Workflow einer schienengeführten Therapie kom- plett digital abbildet. Mit dieser Software können Zahnmediziner schnell und einfach Protrusionsschienen bestellen, die Schnarchen sowie leichte bis mittlere obstruktive Schlafapnoe reduzieren oder lindern. Der Atem- wegsvergleich ermöglicht die direkte Gegenüberstellung der Atemwegssituation im Normalzustand und bei protrudiertem Unterkiefer. Auf diese Weise wird deutlich, ob eine Schienenthe- rapie den gewünschten Behandlungserfolg bringen kann. Eine Bissgabel, beispielsweise der George Gauge, misst die maxi - male Protrusion des Unterkiefers. Darauf basierend wird eine Therapieposition festgelegt. Anschließend erstellt der behan- VITA Zahnfabrik Effizient, einfach, präzise Genug gelesen? Sie wollen zeitgemäße Zahnmedizin und Zahntechnik endlich live sehen und erleben? Dann sind Sie am VITA Messestand genau richtig. Und weil Probieren bekanntlich über Studieren geht, bekommen Sie dieses Jahr gleich mehrfach und deutschlandweit die Gelegenheit, neueste Mate- rialgenerationen und innovative Technologien der VITA Zahnfabrik selber zu entdecken und auszutesten. Das VITA Team und renommierte Referenten aus Praxis und Labor freuen sich auf einen regen Austausch mit Ihnen. Mit kostenlosen Vorträgen, Demos und unter Anleitung von Pilotanwendern bleiben keine Fragen zu der VITA Produktwelt offen. Besondere Highlights versprechen z. B. die Bereiche CAD/CAM-Materialien und digitale Zahnfarb bestimmung. Infos zum Unternehmen delnde Arzt eine 3-D-Röntgenaufnahme in protrudierter Stellung. Die anschließende optische Abformung mit CEREC ermöglicht die digitale Bestellung der Therapieschienen. OPTISLEEP ist eine zweiteilige, alle Zähne einschließende Schiene, die dank ihres schlanken Designs hohen Tragekomfort bietet und somit für eine hohe Compliance sorgt. Das strapazierfähige Material und das Ver- binder-Design sind besonders stabil. Der Patient kann seinen Mund vollständig schließen und normal atmen. Die auswechsel- baren Verbinder sind in zehn Größen erhältlich. Infos zum Unternehmen SICAT GmbH & Co. KG Tel.: 0228 854697-0 www.sicat.de Auf der FACHDENTAL Leipzig am 23./24. September 2016, den id info- tagen dental am 8. Oktober 2016 in München, der FACHDENTAL Südwest am 21./22. Oktober 2016 in Stuttgart und der id mitte am 11./12. Novem- ber 2016 in Frankfurt am Main gilt: VITA Messestand besuchen, Produkte anschauen, ausprobieren und sich überzeugen lassen. CAD/CAM-Spektrum und digitale Zahnfarbbestimmung Wer passt zu wem? An allen Fachmessen steht den Besuchern des VITA Messestands der CAD/CAM-Experte ZTM Hans-Jürgen Lange (Darmstadt) Rede und Antwort. Er informiert praxisnah über die Kompatibilität von VITA Rohlingen zu unterschiedlichsten CAD/CAM-Systemen und deren breit gefächertes Indikationsspektrum. Welche Vorteile bietet die digitale Zahnfarbbestimmung für Praxis und Labor? Außer in Düsseldorf wird ZA Knut Mau (Tuttlingen) an allen Fachmessen die schnelle und vor allem präzise digitale Zahnfarbbestimmung und -kommunikation mit dem VITA Easyshade V ausführlich live erklären und demonstrieren. Bleiben Sie am Puls der Zeit. Das VITA Team und renom- mierte Referenten freuen sich auf Ihren Besuch auf dem VITA Messe stand und stehen Ihnen für Fragen, Diskussionen und Demonstrationen zur Verfügung. VITA Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG Tel.: 07761 562-0 www.vita-zahnfabrik.com digital dentistry 3 2016 49
| Impressum Kongresse, Kurse und Symposien digital dentistry_ practice & science EUROSYMPOSIUM/ 11. Süddeutsche Implantologietage 23./24. September 2016 Veranstaltungsort: Konstanz Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.eurosymposium.de 46. Internationaler Jahreskongress der DGZI 30. September/1. Oktober 2016 Veranstaltungsort: München Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.dgzi-jahreskongress.de 7. Münchener Forum für Innovative Implantologie 30. September/1. Oktober 2016 Veranstaltungsort: München Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.muenchener-forum.de Faxantwort an 0341 48474-290 Bitte senden Sie mir die angekreuzten Veranstaltungsprogramme zu. Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programmes.) Praxisstempel / Laborstempel 50 digital dentistry 3 2016 Impressum Verleger: Torsten R. Oemus Verlag: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 kontakt@oemus-media.de IBAN DE20 8607 0000 0150 1501 00 BIC Deutsche Bank AG, Leipzig DEUTDE8LXXX Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller Business Unit Manager: Stefan Reichardt Tel.: 0341 48474-222 reichardt@oemus-media.de Produktionsleitung: Gernot Meyer Tel.: 0341 48474-520 meyer@oemus-media.de Anzeigendisposition: Marius Mezger Tel.: 0341 48474-127 m.mezger@oemus-media.de Vertrieb/Abonnement: Andreas Grasse Tel.: 0341 48474-201 grasse@oemus-media.de Layout: Sandra Ehnert Tel.: 0341 48474-119 Theresa Weise Tel.: 0341 48474-119 Redaktionsleitung: Georg Isbaner Tel.: 0341 48474-123 g.isbaner@oemus-media.de Redaktion: Carolin Gersin Tel.: 0341 48474-129 c.gersin@oemus-media.de Korrektorat: Frank Sperling Tel.: 0341 48474-125 Marion Herner Tel.: 0341 48474-126 Sophia Pohle Tel.: 0341 48474-125 Druck: Löhnert Druck Handelsstraße 12 04420 Markranstädt Erscheinungsweise/Bezugspreis digital dentistry erscheint 4x jährlich. Der Bezugs preis beträgt für ein Einzelheft 10 % ab Verlag zzgl. gesetzl. MwSt. und Versandkosten. Jahres abo n ne ment im Inland 44 % ab Verlag inkl. gesetzl. MwSt. und Versandkosten. Kündi gung des Abonnements ist schriftlich 6 Wochen vor Ende des Bezugs zeit raumes möglich. Abonnementgelder werden jährlich im Voraus in Rechnung ge stellt. Der Abonnent kann seine Abonnementbestellung innerhalb von 14 Tagen nach Absenden der Bestellung schriftlich bei der Abonnementverwaltung widerrufen. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs (Datum des Post stem pels). Das Abonnement verlängert sich zu den jeweils gültigen Bestimmungen um ein Jahr, wenn es nicht 6 Wochen vor Ende des Bezugs- zeitraumes gekündigt wurde. Verlags- und Urheberrecht: Die Zeitschrift und die enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlegers und Herausgebers unzu lässig und strafbar. Dies gilt besonders für Vervielfältigungen, Über setzungen, Mikroverfi lmungen und die Einspei- cherung und Bearbeitung in elektronischen Sys temen. Nach druck, auch auszugswei se, nur mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Einverständnis zur vol- len oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausgesetzt, sofern nichts anderes vermerkt ist. Mit Einsendung des Manuskriptes gehen das Recht zur Veröffentlichung als auch die Rechte zur Über setzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elek- tronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken und Fotokopien an den Verlag über. Für unverlangt eingesandte Bücher und Manu skripte kann keine Gewähr über- nommen werden. Mit anderen als den redaktionseigenen Signa oder mit Verfassernamen gekenn- zeichnete Bei träge geben die Auffassung der Verfasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Beitrages trägt die Verantwortung. Gekenn- zeichnete Sonderteile und Anzeigen befi nden sich außerhalb der Veran t wortung der Redaktion. Für Verbands-, Unter nehmens- und Mark t informationen kann keine Gewähr übernommen wer- den. Eine Haftung für Folgen aus unrichtigen oder fehlerhaften Darstellungen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Firmennamen, Waren- bezeichnungen und dergleichen in dieser Zeitschrift berechtigt auch ohne besondere Kennzeich- nung nicht zu der Annahme, dass solche Namen und Bezeichnungen im Sinne der Warenzeichen- und Warenschutzgesetzgebung als frei zu betrachten seien und daher von jedermann benutzt werden dürfen. Gerichtsstand ist Leipzig.
DIGITALE DENTALE TECHNOLOGIEN 17. und 18. Februar 2017 Hagen – Dentales Fortbildungszentrum Hagen ONLINE-ANMELDUNG/ KONGRESSPROGRAMM www.ddt-info.de E12 T K N U F O R T B ILDUN G S P Digitale Dentale Technologien 17. und 18. Februar 2017 • Hagen Dentales Fortbildungszentrum Hagen Zirkon – Ein Werkstoff für alle Fälle? Thema: Zirkon – Ein Werkstoff für alle Fälle? Wissenschaftliche Leitung: ZTM Jürgen Sieger/Herdecke Veranstalter: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 | 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308 | Fax: 0341 48474-290 event@oemus-media.de | www.oemus.com Faxantwort an 0341 48474-290  Bitte senden Sie mir das Programm zum Symposium Praxisstempel / Laborstempel DIGITALE DENTALE TECHNOLOGIEN zu. Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programmes.) O EM U S M E D I A AG 6 1 / 3 D D