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Prophylaxe 16.08.2017

18 Jahre Erfahrung mit Pic-Brush®-Interdentalreinigung

18 Jahre Erfahrung mit Pic-Brush®-Interdentalreinigung

In der zahnärztlichen Praxis findet seit einigen Jahren ein Wandel von der kurativen zur prophylaxeorientierten Therapie statt. In unserer Praxis beschäftigen wir uns nun seit mehr als zwanzig Jahren mit Individualprophylaxe. Hierzu gehört neben der Anleitung zur normalen Zahnpflege ebenso die richtige Zahnzwischenraumreinigung. Bei fortgeschrittenem Zahnfleischrückgang bedarf es besonderer Hilfsmittel, weil die Zahnseide hier nicht mehr eine ausreichende Reinigung ermöglicht.

Am Anfang wurden Bürsten, ähnlich wie man sie zur Reinigung von Babyflaschen verwendet, erprobt. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass besondere Modifikationen notwendig waren.

Zurzeit gibt es auf dem Markt verschiedene Systeme, die sich mehr oder weniger ähneln. Klinisch zu fordern sind folgende Merkmale, um eine Anwenderfreundlichkeit zu erzielen:

  • kugelschreiberähnliche Form mit leicht einsteckbaren Ersatzbürsten
  • integriertes Aufbewahrungsfach für Ersatzbürsten
  • Größenunterschied der verschiedenen Bürsten durch Farbcodierung
  • einfache Handhabung
  • Haltbarkeit der Bürsten.

Abb. 1: Kunststoffhalter in Pink transparent. © Hager & Werken

Diese Forderungen werden zurzeit lediglich von dem System Pic-Brush® erfüllt. Verfügbar sind die Halter als Pic-Brush® Set (Halter und eine Bürste) oder als Intro Kit (Halter und vier Bürsten). Diese Sets sind in Gelb, Blau, Blau transparent und Pink transparent erhältlich (Abb. 1). Die Ersatzbürsten sind erhältlich in sieben verschiedenen Stärken von 1,6 mm bis 5 mm. Diese lassen sich einfach unterscheiden durch die Farbcodierung der Kunststoffsockel (pink, gelb, weiß, grün, blau, orange und bordeaux; Abb. 2). Die praktische Handhabung dieser Interdentalbürsten ermöglicht eine schnelle Akzeptanz bei Behandlern sowie Patienten.

Abb. 2: Farbcodierte Ersatzbürsten in sieben Stärken. © Hager & Werken

Anwendungen

Schon bei Zwischenräumen mit geringer Öffnung lässt sich eine problemlose und optimale Reinigung mit der 1,6 mm-Bürste (pink) erreichen. Die meisten anderen Systeme beginnen erst bei 2 oder 2,5 mm und schließen somit solche Fälle aus. Ebenso ist die Anwendung bei festsitzenden kieferorthopädischen Geräten bei Kindern hervorragend, da die dicksten Bürsten eine optimale Reinigung z. B. zwischen Bracket/Bogen und Zahnsubstanz ermöglichen (Abb. 3). Neben den KFO-Geräten sind auch festsitzender Zahnersatz sowie implantatgetragene Versorgungen problemlos zu reinigen.

Abb. 3: Anwendung mit Pic-Brush®-Interdentalbürsten. © Hager & Werken

Der Bürstendraht ist galvanisch neutral überzogen, sodass keine Wechselwirkungen mit anderen Metallen stattfinden können. Dies sorgt auch für einen neutralen Geschmack. Die Borsten selbst sind aus Nylon gefertigt.

Durch den 70°-Winkel zwischen Borstenfeld und Griff ist auch das Erreichen der hinteren Zwischenräume problemlos möglich. Außerdem verhindert der Kunststoffschaft am Bürstchen im Gegensatz zu anderen Systemen das Abbrechen des Bürstendrahtes an der Befestigungsstelle. Die Bürstchen können im Griff sauber und griffbereit aufbewahrt werden (Abb. 4).

Abb. 4: Die praktische Aufbewahrungsfunktion. © Hager & Werken

Haltbarkeit

Bei täglicher Anwendung beträgt die durchschnittliche Haltbarkeit eines Bürstchens ca. zwei bis drei Wochen – somit deutlich länger als bei früher verwendeten Systemen. Dies lässt Rückschlüsse auf die verwendeten Materialien und deren Verarbeitung zu. Angesichts dieser Tatsache kann das Pic-Brush®-System – in der zahnärztlichen Praxis oder im Fachhandel gekauft – jedem Vergleich mit „Supermarktangeboten“ standhalten.

Fazit

Nach nunmehr achtzehnjähriger Anwendung in unserer Praxis lässt sich Folgendes zusammenfassen. Im Rahmen der Paro-Behandlung und allgemeinen Prophylaxe werden die Patienten mit den verschiedenen Systemen vertraut gemacht und erkennen schnell die Vorteile der Interdentalreinigung mit Pic-Brush®. Dies führt zu einer hohen Compliance bei unseren Patienten, zumal der Anschaffungspreis im Vergleich sehr günstig ist. Mehr als 1.000 Patienten verwenden nunmehr dieses System. Dank der leichten Handhabung ist eine regelmäßige Benutzung auch über lange Zeiträume möglich. Die Erfolge werden von den Patienten wahrgenommen. Dies ist die Voraussetzung für ein dauerhaft gutes Ergebnis im Recall.

Der Artikel ist im Prophylaxe Journal 4/2017 erschienen.

Foto: Hager & Werken GmbH & Co. KG
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