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Branchenmeldungen 26.07.2014

Fortschritt durch Fortbildung

Fortschritt durch Fortbildung

24. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie

Mit über 4.000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland fand vom 19.–25. Juli 2014 die 24. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie in München statt. Dabei reichte das Spektrum der größten deutschen Fortbildungsveranstaltung von der Hautkrebsprävention über Haarerkrankungen bis zur ästhetischen Dermatologie.

Das Kulturzentrum Gasteig und das Holiday Inn-Munich City Center boten dem Kongress eine nicht nur zentral gelegene, sondern auch abwechslungsreiche Kulisse. Insgesamt standen den Teilnehmern 50 Kurse, 76 Plenarvorträge und 65 Industrieseminare sowie -symposien zur Auswahl, um sich über die neusten Diagnose- und Behandlungsmethoden, Fallberichte und Neuigkeiten aus der Berufspolitik zu informieren. Begleitet wurde die Veranstaltung von einer umfangreichen Industrieausstellung und speziellen Kursangeboten für Fachärzte.

Impressionen aus München

 

 

Als eines der Topthemen galt auch in diesem Jahr die ästhetische Dermatologie. Dem in den letzten Jahren rapide erweiterten Wissensstand über die biologischen Alterungsprozesse der Haut wurde in zahlreichen Vorträgen und praktisch orientierten Workshops Rechnung getragen. Im Fokus stand dabei die Vermittlung der unterschiedlichen Methoden, mit denen Dermatologen zur Verbesserung von Mimikfalten, Volumenmangel und Hautstruktur im alternden Gesicht beitragen können.

„Wurde früher in erster Linie die Behandlung von Glabellaregion, Stirnregion und periorbitalen Falten mit Botulinumtoxin propagiert, wird die Substanz inzwischen auch zur Verbesserung von Nasenfalten, Oberlippenfalten, sogenannten Wangenknitterfältchen, Kinnfalten oder Platysmafalten eingesetzt“, erklärt Dr. Gerd Gauglitz, Leiter der Spezialambulanz Ästhetische Dermatologie am LMU-Klinikum in München. Filler werden heute neben der Behandlung einzelner Falten (Nasolabialfalten, Marionettenfalten) auch zur Neudefinierung des Gesichtsvolumens eingesetzt, im Bereich des Mittelgesichtes wird Volumen aufgefüllt, die Konturierung der Kinnkante wird wieder neu geformt.

„Zur Verbesserung der Hautstruktur steht uns neben Peelings und dem ‚Medical Needling‘ eine Vielzahl von verschiedenen Lasersystemen mit unterschiedlichen Wellenlängen zur Verfügung“, sagt Dr. Gauglitz. Besonders fraktionierte Laser werden momentan stark beworben. „Bei der fraktionierten Laserbehandlung dringen die Strahlen bis zur Lederhaut ein, um dort tausende von mikroskopisch kleinen vertikalen Lichtsäulen zu bilden, die thermische Änderungen verursachen.“ Diese kleinen Gewebsschädigungen stimulieren die Bildung von neuen Kollagenfasern und die behandelten, geschädigten Zellen werden abgestoßen. Da zwischen den geschädigten Arealen intakte Gewebebrücken bestehen bleiben, sind eine schnellere Heilung sowie deutlich kürzeren Ausfallzeiten möglich.

Insgesamt lässt sich in der ästhetischen Dermatologie ein deutlicher Trend zu Kombinationsbehandlungen erkennen, die dem Patienten durch das Zusammenwirken verschiedener Behandlungsmethoden zu einem natürlichen, frischeren Aussehen verhelfen. Auf der diesjährigen Fortbildungswoche spiegelte sich diese Methoden- und Themenvielfalt in dem variantenreichen Weiterbildungsangebot wider.

Die Fortbildungswoche fand erstmals 1951 statt, initiiert von der Klinik und Poliklinik für Allergologie und Dermatologie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Seither wird sie alle zwei Jahre mit großem Erfolg durchgeführt. Tagungsleiter 2014 war Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Thomas Ruzicka, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der LMU.

Quelle: www.fortbildungswoche.de

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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