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Branchenmeldungen 13.12.2018

Klagenfurter Zahnarzt stellte um das 40-Fache höhere Rechnungen

Klagenfurter Zahnarzt stellte um das 40-Fache höhere Rechnungen

Dem Klagenfurter Zahnarzt werden in mehreren Fällen Betrug und Fehlbehandlung vorgeworfen. Details zu den Vorwürfen gab es bisher kaum. Das Bundesverwaltungsgericht gewährt nun erste Einblicke via RIS, dem Rechtsinformationssystem des Bundes, einer elektronischen Datenbank.

Vor einigen Wochen hatte das Bundesverwaltungsgericht Wien die Beschwerde des Zahnarztes zur Kündigung der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) behandelt. Das Gericht urteilte, die Kündigung sei rechtens (ZWP online berichtete).

Das nun öffentliche Urteil zeigt, welche Vertragsverletzungen dem Klagenfurter konkret vorgeworfen wurden. In einem Zeitraum von über fünf Jahren soll er bei der BVA Leistungen doppelt oder falsch berechnet haben. Ebenso stellte er Leistungen in Rechnung, die er nicht erbracht hatte oder die privat mit den Patienten hätten abgerechnet werden müssen.

In welchem Ausmaß dies vom Klagenfurter Zahnarzt scheinbar praktiziert wurde, zeigt der Vergleich mit den Durchschnittswerten anderer Zahnärzte. Beispielsweise habe er in einem Jahr für chirurgische Zahnbehandlungen das Fünffache abgerechnet. Für die „Wurzelspitzenresektion nach Position 29“ lag er in einem Jahr bei dem 17-Fachen zum Durchschnitt der Kollegen. Für „Blutstillungen mit Naht nach Position 35“ wollte er von der BVA sogar mehr als das 40-Fache.

Die Liste mit den Vorwürfen erstreckt sich über mehr als 100 Seiten und kann hier eingesehen werden.

Foto: slasnyi – stock.adobe.com
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