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Branchenmeldungen 08.11.2018

Lichtpolymerisation: Gute Aushärtung ist das A und O

Lichtpolymerisation: Gute Aushärtung ist das A und O

Immer wieder sind Zahnärzte bei der Lichtpolymerisation mit bestimmten Problemen und Fragestellungen konfrontiert. Zugleich zählen Polymerisationsgeräte zu den meistverwendeten Produkten in der Praxis. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, dass die verwendeten Geräte qualitativ hochwertig sind. Außerdem gilt es, bei der Lichtpolymerisation korrekt vorzugehen, da auch Anwendungsfehler Probleme verursachen können.

Einem Sprichwort zufolge ist jede Kette so stark wie ihr schwächstes Glied. Ebenso funktionieren lichthärtende Materialien nur dann gemäß Herstellerangaben, wenn ihnen die erforderliche Energiemenge sowie die passende blau-violette Lichtfarbe zugeführt werden. Zu den Problemen, die im Rahmen der Lichtpolymerisation unter Zahnärzten auftreten, gehören postoperative Sensitivitäten, ein frühzeitiger Verlust von Füllungen oder Retentionsverluste hochwertiger Keramikrestaurationen. Viele Kliniker denken in solchen Fällen zuerst an das verwendete Polymerisationsgerät. Und in der Tat gelten diese Geräte bei der Verarbeitung lichthärtender Dentalmaterialien als Fehlerquelle Nummer eins. Gleichzeitig zählen sie aber zu den am häufigsten verwendeten Produkten in der Praxis. Sie stehen somit in direkter Verbindung mit einem Großteil der Einkünfte.

Ein Erfolgsfaktor von vielen: hohe Lichtintensität

Eine ausreichende Aushärtung ist das A und O bei der Polymerisation. Nur sie gewährleistet den langfristigen Erfolg einer Versorgung mit lichthärtenden Materialien. Im Gegenzug kann eine unvollständige Aushärtung negative Folgen haben, zum Beispiel:

  • verminderte Härte und Abrasionsstabilität
  • reduzierte Haftung an der Zahnhartsubstanz
  • vermehrtes „Auswaschen“ des Komposits am Zahnfleischrand
  • verstärkte bakterielle Adhärenz auf dem Komposit
  • reduzierte Farbstabilität
  • erhöhte Abgabe herauslösbarer Substanzen und verstärkte Zytotoxizität
  • postoperative Sensitivitäten, Sekundärkaries und Füllungsfrakturen

Für eine ausreichende Aushärtung sind viele Einflussfaktoren verantwortlich. Die wichtigsten sind jedoch eine hohe Lichtintensität, die Belichtungsdauer und die erforderliche Lichtfarbe für die Anregung der verwendeten Photoinitiatoren, sprich die Kompatibilität mit den verwendeten Materialien.

Kriterien für die richtige Wahl des Gerätes

Aufgrund der oben beschriebenen Wichtigkeit einer ausreichenden Aushärtung und der Bedeutung des Polymerisationsgerätes für die tägliche Arbeit in der Praxis kommt der richtigen Auswahl des Gerätes entscheidende Bedeutung zu. Stehen Zahnärzte vor der Frage, welches Polymerisationsgerät für sie das richtige ist bzw. nach welchen Kriterien sie ein Gerät aussuchen sollen, tun sie gut daran, sich die folgenden Fragen zu stellen:

  • Bietet das LED-Gerät ein blauviolettes Breitband-Lichtwellenspektrum für alle Dentalmaterialien?
  • Wird die Lichtintensität vom Hersteller garantiert und beträgt sie mindestens 1.000 mW/cm2?
  • Ist ein Radiometer zur Überprüfung der Lichtintensität erhältlich?
  • Besitzt das Lichtgerät einen Lithiumakku und idealerweise induktive Ladetechnik?
  • Lässt sich das Gerät einfach bedienen und ist sein Design hygienisch und ergonomisch?

Wenn Zahnärzte diese Fragen bei Auswahl und Kauf eines neuen Gerätes beherzigen, sind sie auf einem guten Weg. Die goldene Regel lautet hier: sorgfältig auswählen; darüber nachdenken, was gebraucht wird – und was nicht. Schnellschüsse oder vermeintliche Schnäppchen sind zu vermeiden. Mit einem qualitativ schlechten oder unzureichenden Polymerisationsgerät arbeiten auch die versiertesten Zahnärzte ineffizient. Sie riskieren negative klinische Konsequenzen und haben dadurch schlussendlich unzufriedene Patienten – und möglicherweise ein Imageproblem.

Optimal Lichthärten: so geht es

Im Folgenden sind beispielhaft einige wichtige Punkte aufgeführt, die Zahnärzten helfen, richtig zu polymerisieren. Sie sind gut beraten, wenn sie

  • regelmäßig die Lichtintensität ihres Polymerisationsgerätes prüfen und die Ergebnisse aufzeichnen,
  • das Polymerisationsgerät vor der Verwendung kontrollieren und reinigen,
  • die Lichthärtezeiten und Schichtstärkenangaben des Komposit-Herstellers beachten,
  • einen Lichtleiter verwenden, der eine gleichmäßige Verteilung der Lichtleistung über das Lichtaustrittsfenster aufweist,
  • das Lichtaustrittsfenster so nahe wie möglich an dem Komposit positionieren und es fixieren, damit das Polymerisationsgerät nicht verrutscht.

Weitere Hinweise und Checklisten sind bei verschiedenen Herstellern, wie z.B. Ivoclar Vivadent, erhältlich. Das Unternehmen bietet zudem den informativen Zahnarzt-Blog
https://blog.ivoclarvivadent.com/dentist/de

Quelle: Ivoclar Vivadent

Foto: Ivoclar Vivadent
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