Anzeige
Branchenmeldungen 19.03.2019

Steyrer Zahnarzt schließt Praxis, um U-Haft zu entgehen

Steyrer Zahnarzt schließt Praxis, um U-Haft zu entgehen

Betrug, sexuelle Belästigung und Fehlbehandlungen in mehreren Fällen werden dem im Steyr-Land tätigen Zahnarzt zur Last gelegt. Die Polizei nahm den 42-Jährigen fest, musste ihn aber kurz darauf wieder auf freien Fuß setzen.

Seit Wochen beschäftigt der Fall des Steyrer Zahnarztes Polizei, Staatsanwaltschaft, Gebietskrankenkasse und nicht zuletzt die lokalen Medien. Die Liste der Vorwürfe scheint dabei stetig länger zu werden, wie ein aktueller Zwischenbericht der Kripo zeigt. So sollen bei allen bisher geprüften Fällen Unstimmigkeiten aufgetaucht sein, wie nachrichten.at berichtet.

Der aus Syrien stammende Zahnarzt wurde verhaftet, konnte allerdings unter der Bedingung, seine Praxis zu schließen, die U-Haft abwenden. Im Zuge dessen musste er eine eidesstaatliche Erklärung unterschreiben und den Praxisschlüssel am Gericht abgeben.

Im Gegensatz zu seinem Bruder, der ohne Anerkennung seines Studiums auch in der Praxis tätig war, war sein in Aleppo erworbener Doktortitel in Österreich nostrifiziert. Gutachter bezweifeln nun jedoch die Echtheit seiner Qualifikationen.

Der Fall des Zahnarztes hat indes auch auf politischer Ebene eine Grundsatzdebatte ausgelöst. Für FPÖ-Bundesrat Michael Raml ist klar, dass dem Ärztemangel nicht mit Zuwanderung begegnet werden könne. Vielmehr sollte, seiner Meinung nach, der Fokus auf der Ausbildung österreichischer Jugendlicher zu Fachkräften liegen. Rudolf Anschober, Landesrat für Integration, wolle indes an seinen Kampagnen festhalten, wie wochenblick.at schreibt.

Foto: あんみつ姫 – stock.adobe.com

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige