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Branchenmeldungen 11.02.2019

Betrugsfall Steyrer Zahnarzt: Jetzt wird jede „Plombe“ geprüft

Betrugsfall Steyrer Zahnarzt: Jetzt wird jede „Plombe“ geprüft

Die Vorwürfe gegen einen Steyrer Zahnarzt häufen sich. Zunächst stand „nur“ der Verdacht auf Betrug in einem Fall im Raum, dann in mehreren Fällen. Nun sind unsachgemäße Behandlungen und sexuelle Belästigung dazugekommen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Ins Visier der Staatsanwaltschaft geriet der Zahnarzt zunächst durch den Fall einer Patientin aus Aschach. Er hatte der Frau einen Sinuslift in Rechnung gestellt, ohne ihn durchgeführt zu haben (ZWP online berichtete).

Im Zuge der Ermittlungen kamen immer mehr Verdachtsfälle zutage. Demnach soll der 42-Jährige nicht nur seinen Patienten, sondern ebenso der Gebietskrankenkassen (GKK) falsche Rechnungen ausgestellt haben. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die GKK ermitteln nun und prüfen jede einzelne Abrechnung, um alle Unregelmäßigkeiten aufzudecken. Der Schaden wird derzeit auf mehrere Hundertausend Euro geschätzt, wie Oberösterreichische Nachrichten berichten.

Die GKK stellten bereits Rückforderungen in Höhe von 150.000 Euro und kündigten dem Zahnarzt den Kassenvertrag. Dieser war daraufhin in Berufung gegangen, so sn.at.

Ein weiterer Tatbestand wird zudem derzeit von der Staatsanwaltschaft geprüft: Mehrere (ehemalige) Mitarbeiterinnen hatten dem Zahnarzt sexuelle Belästigung vorgeworfen. Es soll nicht nur sexistische Kommentare und Nachrichten gegeben haben, sondern auch körperliche Übergriffe.

Foto: Andrey Popov – stock.adobe.com

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