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Branchenmeldungen 20.12.2018

Steyrischer Zahnarzt berechnet 1.000 Euro für imaginären Sinuslift

Steyrischer Zahnarzt berechnet 1.000 Euro für imaginären Sinuslift

Glück im Unglück: Bei einer Patientin aus Aschach an der Steyr kam es nach einer Implantation zu Komplikationen. Die folgende Operation führte ein anderer Zahnarzt durch, der damit nicht nur eine Fehlbehandlung entlarvte.

Die Patientin war davon ausgegangen, dass im Zuge der Implantation ein Sinuslift durchgeführt werde. Das hatte ihr zumindest ihr Zahnarzt weisgemacht – und auch in Rechnung gestellt. Für das Implantat verlangte er 850 Euro, für den Sinuslift über 1.000 Euro.

Nach der Implantation klagte die 34-Jährige lange über starke Schmerzen. Ihr Zahnarzt unternahm allerdings nichts, sodass sie schließlich die Kieferchirurgie des Med Campus III des Kepler Universitätsklinikums aufsuchte, wie Oberösterreichische Nachrichten berichtete. Dort stellte der behandelnde Mediziner fest, dass bei der Patientin gar kein Sinuslift durchgeführt wurde.

Gegen den Zahnarzt läuft nun ein Ermittlungsverfahren. Die Patientin fordert zudem Schmerzensgeld in Höhe von 7.500 Euro. Der Zahnarzt weist die Vorwürfe zurück. Bis zur Urteilsverkündung gilt die Unschuldsvermutung.

Foto: freshidea – stock.adobe.com
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