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Wirtschaft, Recht und Politik 13.04.2017

„Politik befragt: Zahngesundheit 2020“

„Politik befragt: Zahngesundheit 2020“

Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl in NRW im Mai und Bundestagswahl im September 2017 sind ungewisse Entwicklungen und Entscheidungen in der Gesundheitspolitik zu erwarten. Um die hochwertige Versorgung ihrer Patienten zu sichern, haben die Zahnärzte in Westfalen-Lippe die gesundheitspolitischen Sprecher der Parteien zu wichtigen Themen wie Bürgerversicherung und notwendigem Bürokratieabbau befragt.

Dazu fand am Mittwoch, 8. März 2017, im Zahnärztehaus in Münster eine Podiumsdiskussion statt. An der Diskussionsrunde nahmen Zahnarzt Dr. Mathias Höschel (MdB CDU), Peter Preuß (MdL CDU), Angela Lück (MdL SPD), Susanne Schneider (MdL FDP) und der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mehrdad Mostofizadeh, teil. Moderiert wurde das Forum von Dr. Peter Stuckhard, ehemaliger Chefkorrespondent der Neuen Westfälischen.

Die Vertreter von SPD und Grüne sprachen sich klar für einen Systemwechsel im Gesundheitswesen aus, während die Abgeordneten der anderen Parteien einen Systemwechsel klar ablehnten und stattdessen das bestehende System weiterentwickeln wollen. SPD und Grüne mahnten an, dass die Gesundheitsversorgung für alle gleich gerecht sein solle. Lück: „Wie die Umsetzung einer Bürgerversicherung im Detail aussehen soll, wissen wir noch nicht.“

Die zahnärztlichen Standespolitiker kritisierten die Pläne von Rot/Grün scharf. „Das Ende des dualen Gesundheitssystems und würde zu einer massiven Verschlechterung in der Versorgung unserer Patienten führen. Die Auswirkungen wären überhaupt nicht absehbar“, sagte Kammerpräsident Dr. Klaus Bartling.

Dr. Holger Seib, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, ergänzte, „Wir Zahnärzte in Westfalen-Lippe sprechen uns klar gegen eine Bürgerversicherung aus. Wir stehen der Politik für Gespräche zur Weiterentwicklung des bestehenden Systems bereit, damit die Umsetzung nicht wie das Selbstverwaltungsstärkungsgesetz an der Selbstverwaltung vorbeigeht.“

Quelle: KZVWL

Foto: KZVWL
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