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Marketing 11.05.2014

Corporate Blogs – von den ersten Tagebüchern zum Massenmedium

Corporate Blogs – von den ersten Tagebüchern zum Massenmedium

Im ersten Teil unserer Serie zum Thema „Corporate Blog für die Zahnarztpraxis“ hat Dental-Blogger Klaus Schenkmann eine Einordnung der Onlinekommunikation für Zahnärzte vorgenommen: „Ein Blog bündelt die aktuellen Informationen der Praxis, die dann – je nach Definition der einzelnen Zielgruppen – über die diversen Online- und Offlinekanäle verteilt werden können. Der Praxisblog kann zum Teil einer erfolgreichen Kommunikations- und Informationsstrategie der Zahnarztpraxis werden – wenn die Umsetzung professionell und nach journalistischen Kriterien erfolgt!“

Im zweiten Teil unternimmt der Autor des dentalen Blogs „ZwischenRaum“ einen kurzen Ausflug in die Geschichte der Blogs und betrachtet deren Bedeutung für die Onlinekommunikation einer Zahnarztpraxis. 

Der Blog (das Blog) ist keine kommunikative Neuerscheinung. Schon 1991 protokollierte WWW-Erfinder Tim Berners-Lee chronologisch die Entwicklung der neuen digitalen Technologie auf einer Internetseite am Kernforschungszentrum CERN. 1997 wurde der Begriff „Weblog“ erstmals von Jorn Barger verwendet. „Weblog“ ist die Kombination aus World-Wide-Web (Internet) und Log (Logbuch) – die Kurzform ist der (das) Blog!

In den Anfängen der Blogs wurden sie in erster Linie als eine Art Onlinetagebuch genutzt – vor allem für Reisende. Mit der rasanten Verbreitung der digitalen Kommunikation etablierten sich Blogs auf unterschiedlichste Art und Weise als eine Publikationsform für Jedermann. Es waren auf einmal nicht mehr nur die Journalisten und die Medien, die Meinungen und Themen setzen konnten. Insbesondere in Zeiten politischer Krisen oder dramatischer Ereignisse, wie der Terroranschlag auf das World Trade Center, nutzten Menschen, Organisationen und Institutionen die neuen Möglichkeiten, eigene Inhalte weltweit zu produzieren.

Blogs sind heute ein sehr erfolgreicher Informationskanal als wichtiger Teil einer sich stetig weiterentwickelnden Onlinekommunikation. Bekannte und viel gelesene Blogger, die nicht immer einen journalistischen Hintergrund haben (müssen), setzen Themen und prägen Meinungen innerhalb ihrer jeweiligen Spezialgebiete. Was aber sorgt dafür, dass ein Blog erfolgreich wird und eine nennenswerte Zahl regelmäßiger Leser, die wir gerne auch „Follower“ nennen dürfen, generiert? Wie bei jeder Form der Kommunikation, die eine bestimmte Zielgruppe erreichen soll, gilt auch hier: Der Informationsgehalt für den Leser muss hoch sein, die Inhalte glaubwürdig und die Darstellung professionell!

Damit muss auch ein Blog die Qualitätskriterien anderer gängiger Informationskanäle erfüllen.

Wenn Content „King“ ist, sind Blogs der Königsweg?

In Zeiten sehr differenzierter Kommunikationsmöglichkeiten im Internet gibt es sicher nicht „den einen Erfolgsweg“ oder „die eine Erfolgsstrategie“. Spätestens seit Google guten Content bei der Bewertung und Einordnung von Internetseiten wieder in den Vordergrund stellt, sind relevante Inhalte gefordert. Auch Facebook präferiert Information und Inhalte mit Mehrwert, wenn es um die Entscheidung geht: „Wer liest was?“ Die Verknüpfung guter Bloginhalte mit der eigenen Homepage ist demnach auch für das Ranking in Suchmaschinen und für die Sichtbarkeit in großen Onlinenetzwerken interessant.

In erster Linie dienen Bloginhalte allerdings der Verbreitung von Themen. Zahnarztpraxen, aber auch Labore, können via Blog gut erzählte Storys kommunizieren und sich so als Verbreiter glaubwürdiger Informationen positionieren. Laut der aktuellen Onlinestudie von ARD und ZDF suchen 72 Prozent der Internetnutzer gezielt bestimmte Angebote und Informationen im Netz. Dentale Blogs, die selbstverständlich innerhalb der Suchmaschinen um die besten Rankingplätze kämpfen müssen, können so zu einer Art Nachrichtenzentrale für Praxen und Labore werden. Die in diesem „digitalen Informationszentrum“ veröffentlichten Inhalte werden mithilfe weiterer Onlinekanäle, wie Facebook, Twitter oder Google+, weiterverbreitet.

Bis es soweit ist, gibt es für die Dentalunternehmen aber einiges zu tun: Wer im Internet erfolgreich kommunizieren möchte, der benötigt nicht nur die technischen Voraussetzungen. Die Unternehmen müssen Strategien entwickeln, aktuell relevante Themen identifizieren und diese journalistisch aufbereiten. Publizistische Kompetenzen müssen ebenso vorhanden sein wie personelle und zeitliche Ressourcen. Zahnarztpraxen sollten zudem immer die Vorgaben des zahnärztlichen Berufsrechtes und des Heilmittelwerbegesetzes beachten. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte mit erfahrenen Partnern und Agenturen kooperieren, die eine professionelle Beratung und Umsetzung der dentalen Onlinekommunikation garantieren.

Wie ein Blog eingerichtet wird und wie die Verbreitung von Inhalten über relevante Onlinekanäle funktioniert, lesen Sie im dritten Teil unserer Serie.

Foto: © parsmedia
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