• Titel

    Redaktion

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  • dental bauer GmbH & Co. KG

  • Editorial

    Sascha Kötter

    Die Zahnmedizin ist im Umbruch – vielleicht auch im Aufbruch. Wohin, das weiß noch niemand so richtig. Schreckensvisionen findet man an jeder Ecke, sei es nun der Einfluss der Europapolitik auf die Freiberuflichkeit, bedrohliche Großstrukturen mit gefälligen Namen wie Medizinische Versorgungszentren oder der wahrgenommene Wettbewerb zwischen dir und deinen Kollegen...

  • Inhalt

    Redaktion

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  • EMS Electro Medical Systems GmbH

  • IDZ Existenzgründer-Analyse 2014 vorgestellt

    Redaktion

    Zahnärztliche Existenzgründer geben viel Geld für den Start in die Selbstständigkeit aus. Die Investitionen für eine Einzelpraxisübernahme, die beliebteste Form der Niederlassung, sind 2014 stark angestiegen und lagen bei 323.000 Euro. Das Finanzierungslevel bei Praxisneugründungen ist zwar im Vergleich zum Vorjahr gesunken, aber mit 422.000 Euro 
immer noch die teuerste Variante. 
Besonders für eine gute Ausstattung sind Zahnärzte bereit, hohe Summen aufzuwenden. Dies geht aus der ­aktuellen Erhebung im Rahmen des InvestMonitors Zahnarztpraxis des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ)* hervor.

  • Praxiswebsite – nur schön oder auch nützlich?

    Dipl.-Wirtsch.-Ing. Sabine Nemec, Langenselbold, und Achim Wagner, Ansbach

    Ob teures Design oder fertiger Baukasten, wenn Sie für Ihre Praxis eine eigene Website realisieren möchten, bieten sich Ihnen heute viele Lösungen: Neben professionellen Gestaltungsagenturen drängen immer mehr Do-it-yourself-Angebote auf den Markt, die sich teilweise ­einen harten Preiswettbewerb um den Kunden liefern und mit zahlreichen Vorteilen wie einer einfachen Handhabung und kleinen Preisen werben. Auf den ersten Blick mag das verlockend klingen, denn Baukasten-Websites gewähren dem Anwender neben technischem Know-how auch zunehmenden Gestaltungsspielraum für seine eigenen Werbeziele.

  • KaVo Dental GmbH

  • Vernetzung für die junge Zahnmedizin – der BdZA stellt sich vor

    Redaktion

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  • W&H Deutschland GmbH

  • Vom Assistenzarzt zum Praxischef

    Bianca Beck, Meisenheim

    Unser medizinisches Personal von heu­te durchläuft Ausbildungen auf höchstem Niveau. 
Man könnte sa­gen „Unsere Zahnärzte sind fit“ oder „Hier sind wir in den besten Hän­den“. Dem ist nicht zu widerspre­chen. Doch wissen sie auch, wie sie ihr Praxisteam am besten führen?

  • Standortanalyse für die neue Praxis

    Thies Harbeck, Damp

    Zahnärzte, die sich den Traum von der eigenen Praxis erfüllen möchten, stoßen bei den Banken auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer noch auf willige Geldgeber. Eine Entscheidung, die in vielerlei Hinsicht für die Entwicklung der beruflichen und privaten Existenz ausschlag­gebend ist, sollten Praxisneugründer oder Übernehmer jedoch auf keinen Fall dem Zufall überlassen. Die Rede ist von der Wahl des geeigneten Standorts. Um bei dieser Herausforderung Anfängerfehler zu vermeiden, lohnt es sich, bei der Suche einen fachkundigen Berater einzubeziehen.

  • BLUE SAFETY GmbH

  • J. Morita Europe GmbH

  • Neue Fördermittel für Zahnarztpraxen!

    Christoph Jäger, Stadthagen

    Ab dem 1. Januar 2016 gibt es eine neue ­Förderrichtlinie, die Zahnarzt­praxen nicht rückzahlbare Fördermittel zur Einführung eines Qualitäts- und Hygienemanagement­systems sichern. In der neuen Richtlinie gibt es viele Neuheiten, die in diesem Artikel näher betrachten werden sollen. Eine Förderung „unternehmerischen Know-hows“ können kleine und mittlere Unternehmen der 
gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige „der Freien Berufe“ in Anspruch nehmen.

  • VDW GmbH

  • Von Erdmännchen im Frankfurter Westend

    Christin Bunn, Frankfurt am Main

    Kinderzahnheilkunde und Oralchirurgie vereint in einer Praxis – unterschiedlicher können Behandlungsschwerpunkte kaum sein. Dass beides dennoch funktionieren kann und welche Herausforderungen es – gerade auch im Bereich des Marketings – bei der Praxisgründung zu meistern galt, zeigt das Gründerporträt der Zahnärzte Dr. Philipp und Loui­sa Pawlenka, die sich im Sommer 2014 niedergelassen haben.

  • ULTRADENT Dental-Medizinische Geräte GmbH & Co. KG

  • Nachgefragt: Einblick in den Alltag einer jungen Praxis

    Redaktion

    Vor rund zwei Jahren übernahm das Ehepaar Dr. Aneliya und Norbert Schulz eine Praxis in Altenfurt, einem Stadtteil von Nürnberg. Die Praxis – damals im 80er-Jahre-Flair – wurde in nur zwei Wochen komplett renoviert und mit neuen Geräten und neuer Dekoration ausgestattet. Bei der Ausstattung hatte das Paar großen Wert auf den Einsatz digitaler Technologien gelegt und sich daher gleich zu Beginn für ein ­CEREC-Gerät entschieden. Eine ­Praxis ohne Chairside-Systeme wäre für das Paar unvorstellbar gewesen.

  • Zahnärzte-MVZ – eine erste Zwischenbilanz

    Jens Pätzold, Bad Homburg

    Ein Jahr nach Einführung des fachgleichen MVZ kann bereits eine erste Zwischenbilanz gezogen werden. Mitte letzten Jahres hatte der Gesetzgeber das „Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV-VSG) verabschiedet. Erklärtes Ziel des Gesetzgebers war und ist es, kooperative Versorgungsformen verstärkt zu fördern, um zur Verbesserung der Versorgung und Erschließung von Effizienzreserven beizutragen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Möglichkeit geschaffen, auch arztgruppen­gleiche MVZs gründen zu können.

  • Heraeus Kulzer GmbH

  • Zum Traumlächeln am Traumstandort

    Claudia Hytrek, Holzgerlingen

    Exzellenz in jeglicher Hinsicht steht im Mittelpunkt der neu gegründeten Düsseldorfer Zahnarztpraxis Discover White: Fachlich, menschlich und organisatorisch in puncto Praxis­managementsoftware. Damit liegen die Praxisgründer Dr. Mariana Mintcheva, M.Sc., und 
Dr. Christian Dan Pascu auf Erfolgskurs, wie die Bestandsaufnahme nach rund einem halben Jahr Praxisbetrieb zeigt.

  • Mitgliedsantrag: DGKZ - Deutsche Gesellschaft für kosmetische Zahnmedizin e.V.

  • ZWP online Newsletter

  • Komet Dental

  • Teilzahlungsangebote in der modernen Zahnarztpraxis

    Dr. Peter Raab, Stuttgart

    Warum werden viele Heil- und Kostenpläne über hochwertige zahnmedizinische Versorgungen nicht realisiert und bleiben einfach liegen? Ein weitverbreiteter Grund ist: Die Patienten verfügen nicht sofort über die erforderlichen finanziellen Mittel, um die vorgeschlagene Behandlung beginnen zu können. Viele Patienten würden sich in dieser Situation gerne für ein faires Teilzahlungsangebot entscheiden.

  • Newsletter abonnieren!

  • Fehler bei der Praxis-neugründung vermeiden

    Thomas Weilbach, Frankfurt am Main

    Der Weg in eine selbstständige Tätigkeit als Zahnarzt birgt viele Verwirklichungsmöglichkeiten, aber auch einige Risiken. Bei schlechter Planung und mangelnder Information im Vorfeld steht unter Umständen der Verlust einer hohen Investitionssumme auf dem Spiel. Um vermeidbare Fehler beim Start in die Selbstständigkeit zu umgehen, sollten die im nachfolgenden Artikel beschriebenen Aspekte rechtzeitig bedacht werden.

  • Jahrbücher im Praxisshop

  • Der Zahnarzt und der Geldfluss in seiner Praxis

    Francesco Tafuro, Hamburg

    Wie kann der Zahnarzt seine unternehmerische Kompetenz ausbauen? Im folgenden Beitrag werden die betriebswirtschaftliche Praxisführung und das Liquiditätsmanagement thema­tisiert.

  • Terminausfälle und deren wirtschaftliche Auswirkungen

    Gordon Seipold, Schömberg

    Erscheinen Patienten nicht zu vereinbarten Terminen, wird dies häufig von Praxisinhabern und Mitarbeitern hingenommen, als – wenn auch ärger­li­che  – Einzelfälle gesehen und nicht weiter berücksichtigt. Mancher ist gar froh, wenn der Ausfall eine Verschnaufpause an einem termingedrängten Behandlungstag mit sich bringt. Summiert man allerdings die vermeintlichen „Einzelfälle“, gelangt man oft zu einer beachtlichen 
Anzahl von Terminausfällen je Monat. Die dadurch entstehenden Umsatz- und ­Ertragsausfälle kosten schlussendlich den Inhaber der Praxis eine Menge Geld.

  • Neue EU-Datenschutz-Grundver­ordnung: Was ändert sich mit dem neuen Recht für Zahnarztpraxen?

    Regina Mühlich, München

    Vier Jahre lang heftig diskutiert und debattiert, wurde im April 2016 die neue EU-DatenschutzGrundverordnung (EU-DSGVO) verabschiedet. Da diese zwei Jahre nach der Veröffentlichung wirksam wird, gelten ab Mai 2018 für fast alle EU-Länder die gleichen Standards. Unabhängig davon sollten Zahnärzte schon jetzt mit einer grundsätzlichen Überprüfung starten, welche Änderungen relevant sind, wo in der Praxis Anpassungsbedarf besteht und welche Ressourcen notwendig sind, um dem neuen Standard gerecht zu werden.

  • BEGO Implant Systems GmbH & Co. KG

  • Ist der Zahnarztberuf gesundheitsgefährdend?

    Prof. Dr. drs. drs. Jerome Rotgans, Witten

    Wenn man die Literatur durchforstet oder In­ternet­foren für Zahnmedizin­stu­denten besucht, bekommt man den Eindruck, der Zahnarztberuf sei gefährlich für die Gesundheit. Richtig ist allerdings wie immer: Vorbeugung ist die beste Medizin. Auch gilt, und das gerade für Sie als Erstsemester : „Was Häns­chen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“Als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Arbeits­wissenschaft und Zahnheilkunde“ in der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde möchte ich Sie mit einigen Aspekten vertraut machen, die Ihnen gesundheitlich ein unbelastetes Stu­dium und später darüber hinaus viel Freude am Beruf garantieren.

  • Abo: ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis

  • GUT VORGESORGT: Basis-Versicherungsschutz für Zahnärzte mit eigener Praxis

    Thomas Jans, Ulm

    Wer eine Praxis gründet, geht finanzielle Verpflichtungen ein, trägt Verantwortung für Patienten, Mitarbeiter und natürlich für sich selbst. Niemand beschäftigt sich gern mit den möglichen Wechselfällen des Lebens, aber keiner ist gegen sie gefeit. Versicherungen bieten sich an, aber welche sind die richtigen? Welche braucht man wirklich? Und worauf gilt es beim Kleingedruckten zu achten?

  • DAMPSOFT GmbH

  • Mitarbeiterführung: situativ und personenbezogen

    Claudia Davidenko, Potsdam

    Als Zahnarzt haben Sie viele Jahre studiert und sich im Laufe der Praxiszeit mit den Themen Steuern, Recht und Finanzen auseinandergesetzt. Dabei blieb das Thema Mitarbeiterführung meist unberührt.

  • KaVo Dental

  • Kickstart Your Career

    Zora Hocke / Bad Homburg

    Leidenschaftlich und gemeinschaftlich in eine erfolgreiche Karriere starten – gerade für angehende Zahnmediziner ist es wichtig, starke und kompetente Partner an der Seite zu wissen und von dem Austausch mit Experten und Gleichgesinnten zu profitieren. Mit dentXperts® unterstützt Heraeus Kulzer angehende Zahnmediziner und solche, die sich am Beginn ihrer Laufbahn befinden. Das Programm bietet spezielle Angebote für Studenten, Assistenzzahnärzte und Praxisgründer und begleitet so die Club-Mitglieder auf dem komplexen Weg von der Universität in die Praxis – für einen erfolgreichen „Kickstart“ in die Karriere.

  • Masterstudiengänge in der Zahnmedizin

    Redaktion

    Zahnärzte haben die Möglichkeit, nach dem Staatsexamen den Mastertitel als Abschluss 
eines postgradualen Masterstudienganges zu erwerben, wie er mittlerweile von sehr vielen Hochschulen und Instituten angeboten wird.

  • Fortbildung ist Teamsache

    Elisabeth Weiße, Leipzig

    Als Zahnärzte sind Sie stets dazu verpflichtet, Ihre Fähigkeiten fortzubilden und mit aktuellen Entwicklungen aus Industrie und Forschung Schritt zu halten. Ebenso wichtig wie Ihre Fortbildung ist die Weiterbildung des gesamten Praxisteams, welches hinter Ihnen steht. Teamschulungen rücken immer mehr in den Vordergrund und bringen sowohl für die Mitarbeiter selbst als auch für die Praxisinhaber wesentliche Vorteile mit sich.

  • Veranstaltungen der Oemus Media AG

  • Teamschulungen für das ganze Praxispersonal

    Redaktion

    Heutzutage sind Fortbildungsveranstaltungen nicht mehr nur Chefsache, sondern bringen dank ausge- klügelter Veranstaltungsstrukturen Mehrwerte für das ganze Praxisteam mit sich. Regelmäßig bietet die OEMUS MEDIA AG Fortbildungsveranstaltungen für Zahnärzte an, die neben einem Hauptkongress mit verschiedenen Vorträgen auch aus ei- nem Pre-Kongress und interessanten Fortbildungsseminaren bestehen...

  • Impressum

    Redaktion

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  • ZA Zahnärztliche Abrechnungsgesellschaft AG

  • Jobbörse auf ZWP online

E i n R a t g e b e r z u r N i e d e r l a s s u n g
Erfolg im Dialog Wachstum Innovation Vertrauen Ziele Stabilität dental bauer – das dentaldepot Kiel Oldenburg dental bauer steht für ein Unternehmen traditionellen Ursprungs im Dentalfachhandel. Es wird nach modernsten Grundsätzen geführt und zählt mit seinem kontinuierlichen Expansionskurs zu den Marktführern in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Derzeit sind rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an über 30 Standorten innerhalb dieser Länder beschäftigt. Der Hauptsitz der Muttergesellschaft ist Tübingen. Unser Kundenstamm: Zahnkliniken Praxen für Zahnmedizin Praxen für Kieferorthopädie Praxen für Mund-/Kiefer- und Gesichtschirurgie Zahntechnische Laboratorien dental bauer GmbH & Co. KG Stammsitz Ernst-Simon-Straße 12 72072 Tübingen Tel +49 7071 9777-0 Fax +49 7071 9777-50 E-Mail info@dentalbauer.de www.dentalbauer.de LLNNLNLNLNL Gütersloh Hamm Salzwedel Wennigsen Magdeburg ’s-Hertogenbosch Göttingen Düsseldorf Koblenz St. Ingbert Frankfurt Weinheim Mannheim Waibstadt Bruchsal Stuttgart Kassel Mühlhausen DD Döbeln Chemnitz Nürnberg Regensburg Service-Stützpunkte Tübingen Augsburg Karlsruhe München Freiburg Konstanz Bregenz AAAAAAA Graz www. dentalbauer.de
Editorial EDITORIAL Sascha Kötter Beirat im BdZA e.V. Centurion Software GmbH, Geschäftsführer BeoCondis AG, Senior Consultant Die Zahnmedizin ist im Umbruch – vielleicht auch im Aufbruch. Wohin, das weiß noch niemand so richtig. Schreckensvisionen indet man an jeder Ecke, sei es nun der Einfluss der Europapolitik auf die Freiberuflichkeit, bedrohliche Großstrukturen mit gefälligen Namen wie Medizinische Versorgungszentren oder der wahrgenom- mene Wettbewerb zwischen dir und deinen Kollegen. Bei all den Sorgen und Veränderungen solltest du dir drei Dinge bewusst machen: Schlimmstenfalls mündet die Vielfalt in Entscheidungs- verweigerung oder Aktionismus – beides ist gefährlich! Um dem vorzubeugen rate ich dir, genau zwei Kompe- tenzen zu perfektionieren: Zielbewusstsein und Resultat- orientierung! Denn nicht überall, wo dir eine Lösung ver- sprochen wird, gibt es auch tatsächlich ein passendes Problem. Indem du Verantwortung übernimmst für das, was du tust, aber vor allem auch für das, was du nicht tust, wächst das Vertrauen in dich selbst. Und das ist letztlich die Grundvoraussetzung, um gute Entscheidungen treffen zu können und sich selbst dabei treu zu bleiben! • Ja, das alles betrifft auch dich. • Ja, du darfst eine Meinung dazu haben. • Und nein, lass dir keine Angst machen – egal von wem! Ich wünsche dir viel Spaß mit der aktuellen [dental SUCCESS] und den Mut, deinen eigenen Weg zu gehen! Als Berater für zahnmedizinische Praxen habe ich aus- reichend Projekte begleitet, um behaupten zu können: Zahnmedizin funktioniert – wenn auch für jeden ein bisschen anders! Viele Grüße Gerade die Vielfalt der heutigen Möglichkeiten, fachlich als auch nicht fachlich, macht es schwer, zu entschei- den, was „das Richtige“ wäre. Angestellt bleiben oder niederlassen, Gemeinschaftspraxis, Praxisgemeinschaft, MVZ oder Einzelpraxis? Implantologie, Parodontologie, Endo-Spezialist oder doch Oralchirurg? Großstadt, Speckgürtel oder ländliche Praxis? Arschloch-Chef oder doch lieber Nice Guy? Sascha Kötter Beirat im BdZA e.V. Centurion Software GmbH, Geschäftsführer BeoCondis AG, Senior Consultant
Inhaltsverzeichnis © Valentina_G/Shutterstock.com © ProStockStudio/Shutterstock.com © ArtFamily/Shutterstock.com | Editorial | Zahnärzte-MVZ – | Gut vorgesorgt: Basis-Versicherungs- Wo will ich hin & wie schaffe ich das? | IDZ Existenzgründer- Analyse 2014 vorgestellt Durchschnittswerte bei der Praxisgründung | Praxiswebsite: nur schön oder auch nützlich? Was eine erfolgreiche Website ausmacht | Vernetzung für die junge Zahnmedizin – der BdZA stellt sich vor Der Bundesverband der zahnmedi- zinischen Alumni in Deutschland | Vom Assistenzarzt zum Praxischef Wichtige Punkte für das Führen einer Praxis | Standortanalyse für die neue Praxis Mit fachkundigem Berater das Beste rausholen | Neue Fördermittel für Zahnarztpraxen! … bei Einführung von Qualitäts- und Hygienemanagement eine erste Zwischenbilanz Umfassende Beratung sorgt für reibungslose Umwandlung | Zum Traumlächeln am Traumstandort Auf Erfolgskurs mit Praxismanagementsoftware Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? | Teilzahlungsangebote in der modernen Zahnarztpraxis Win-win-Situation für Patienten und Zahnärzte | Fehler bei der Praxisneugründung vermeiden Im Vorfeld richtig planen und informieren | Der Zahnarzt und der Geldfl uss in seiner Praxis Betriebswirtschaftliche Praxisführung und Liquiditätsmanagement | Terminausfälle und deren wirtschaftliche Auswirkungen Erinnern der Patienten – einfach und effektiv schutz für Zahnärzte mit eigener Praxis Übersicht über die berufliche und private Absicherung | Mitarbeiterführung: situativ und personenbezogen Vom Low Performer über die Aus- gebrannte bis hin zum Potenzial- und Leistungsträger | Kickstart your career Leidenschaftlich und gemeinschaftlich in eine erfolgreiche Karriere starten | Masterstudiengänge in der Zahnmedizin Wo kann der Mastertitel erworben werden? | Fortbildung ist Teamsache Positiver Nutzen für Zahnärzte und Mitarbeiter | Teamschulungen für das ganze Praxispersonal Fortbildungsveranstaltungen der OEMUS MEDIA AG Impressum Welche Praxis passt zu mir? | Von Erdmännchen im Frankfurter Westend Kinderzahnheilkunde und Oralchirurgie vereint in einer Praxis Wissen & Weiterbildung | Neue EU-Datenschutz-Grundver- sorgung: Was ändert sich mit dem neuen Recht für Zahnarztpraxen? Datenschutz als Prozess betrachten und vorbereiten | Nachgefragt: Einblick in den Alltag | Ist der Zahnarztberuf einer jungen Praxis Die Zahnärzte Dr. Aneliya und Norbert Schulz im Interview gesundheitsgefährdend? Rückenschmerzen frühzeitig vor- beugen, um Risiken zu minimieren
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Wo will ich hin & wie schaffe ich das? IDZ EXISTENZGRÜNDER- ANALYSE 2014 vorgestellt Zahnärztliche Existenzgründer geben viel Geld für den Start in die Selbstständigkeit aus. Die Investitionen für eine Einzelpraxisübernahme, die beliebteste Form der Niederlassung, sind 2014 stark angestiegen und lagen bei 323.000 Euro. Das Finanzierungslevel bei Praxisneu- gründungen ist zwar im Vergleich zum Vor- jahr gesunken, aber mit 422.000 Euro immer noch die teuerste Variante. Besonders für eine gute Ausstattung sind Zahnärzte bereit, hohe Summen aufzuwenden. Dies geht aus der aktuellen Erhebung im Rahmen des InvestMonitors Zahnarztpra- xis des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ)* hervor. Trotzdem stellt sie die teuerste und mit 11 % die am seltensten gewählte Variante der Selbstständigkeit dar. Der Anteil der Berufsausübungs- gemeinschaften hingegen bewegte sich in der Vergangenheit zwischen einem Drittel und einem Viertel. 2014 entschieden sich bereits fast 29 % für eine BAG. Die Finanzie- rungssumme für Neugründung bzw. die Übernahme einer BAG sind um 11 % bzw. sogar um 28 % gegenüber 2013 auf nur noch 312.000 Euro bzw. 262.000 Euro gefallen. Der Beitritt in eine bestehende BAG ist auf 281.000 Euro angestiegen. Die Übernahme einer allgemeinzahnärzt- lichen Einzelpraxis ist um fast 8 % auf 323.000 Euro gestiegen und ist seit einigen Jahren auch Favorit bei den Exis tenzgründern. Von 2010 bis 2014 stieg der Anteil der übernom- menen Einzelpraxen von 57 % auf 60 %. Hauptargument für eine Über- nahme ist in der Regel der beste- hende Patientenstamm, den der Zahnarzt durch fachliches Know- how und ein attraktives Konzept auch in der Zukunft weiter an die Praxis binden kann. Seit 1984 analysiert das IDZ ge- meinsam mit der Deutschen Apo- theker- und Ärztebank die Finanzie- rungsvolumina deutscher Fach- und Allgemeinzahnärzte. Dabei wurden für 2014 die Daten von 529 Praxen in Deutschland (hauptsächlich aus den alten Bundesländern) unter- sucht. Der InvestMonitor Zahnarzt- praxis bildet somit die Struktur des zahnärztlichen Investitionsverhaltens bei der Niederlassung 2014 ab und vergleicht diese mit den Vorjah- ren seit 2010. Dabei unterscheidet die Analyse prinzipiell drei Arten der Existenzgründung: Neugrün- dung einer Einzelpraxis, Übernahme einer Einzelpraxis und Niederlas- sung in Form einer Berufsaus - übungs gemeinschaft (BAG). Neugründung teuer, Übernahme präferiert Seit einigen Jahren ist die Zahl der Existenzgründer im zahnmedizini- schen Bereich laut KZBV rückläuig. 2014 machten sich nur noch 1.279 Zahnärzte selbstständig (2013: 1.309). Immer weniger Zahnärzte wählen als Berufsform die Selbst- ständigkeit in eigener Niederlas- sung. Das Finanzierungsvolumen, das die wenigen Exis tenzgründer für Praxisneugründung, -übernahme oder den Einstieg in eine BAG be- nötigen, ist bei allen Praxisformen seit 2010 angestiegen. Die Aufwen- dungen für eine Einzelpraxisneu- gründung sind gegenüber dem letz- ten Jahr um über 1 % auf 422.000 Euro (2013: 427.000 Euro) gefallen.
Wo will ich hin & wie schaffe ich das? 205 200 195 190 185 180 175 170 165 160 155 150 145 140 135 130 125 120 115 110 105 100 95 90 85 Index: 2010=100 2010 2011 2012 2014 Neugründung Einzelpraxis Übernahme Einzelpraxis Neugründung Berufsausübungsgemeinschaft Übernahme Berufsausübungsgemeinschaft Beitritt/Einstieg Berufsausübungsgemeinschaft  Diagramm 1: Entwicklung der Gesamtinanzierungsvolumina seit 2009. © I D Z / a p o b a n k  Diagramm 2: Art der Existenzgründung nach Altersgruppen. Aspekte Alter, Geschlecht und Standort In ihrer Analyse untersucht die IDZ nicht nur die Höhe der Gesamt­ investitionen, sondern auch die alters-, geschlechter- und standort- bezogenen Finanzierungsvolumina. So waren laut IDZ die Exis tenz- gründer 2014 im Durchschnitt 36,7 Jahre alt. Konkret waren 14 % der Gründer unter 30 Jahre, 62 % zwi- schen 30 Jahre und 40 Jahre und 24 % über 40 Jahre alt. Gegenüber 2013 nahmen die geschlechtsspezi- ischen Unterschiede in der Alters- struktur deutlich ab. 36,8 Jahre alt waren die männlichen Existenzgrün- der im Schnitt und die weiblichen durchschnittlich 36,7. Die Alters- analyse ergab weiter, dass Zahnärzte im Alter von 31 bis 40 Jahren mit 440.000 Euro durchschnittlich am meisten Geld für eine Einzelpraxis- neugründung investierten. Bei den Einzelpraxisübernahmen hingegen lag die jüngere Altersgruppe bis 30 Jahre mit 374.000 Euro auf dem Spitzenplatz. Zahnärzte über 40 Jahre waren bei ihren Investitionen deutlich zurückhaltender. Immer mehr junge Zahnärzte starten ihre Karriere hin gegen in BAGs. Die Kooperationsmöglichkeit mit ande- ren Zahnärzten scheint für viele eine sichere Alternative in einer wirt- schaftlich angespannten Situation zu sein. Im Vergleich von Frauen und Männern zeigte sich wie auch im Vorjahr, dass Zahnärztinnen ihr Geld vorsichtiger einsetzen. Wäh- rend Zahnärzte im Schnitt 458.000 Euro für die Neugründung und 356.000 Euro für die Übernahme einer Einzelpraxis aus gaben, betrug die Finanzierungssumme der weib- lichen Kollegen nur 392.000 Euro bzw. 286.000 Euro. Die Standort- wahl wird maßgeblich von der Bevölkerungs- und Zahnarztdichte des Gebietes bestimmt. Während in ländlichen Gebieten die häuigsten Einzelpraxisneugründungen statt- inden, wird die BAG in Großstädten am meisten bevorzugt. Angespannter Wettbewerb Ganz klar festzustellen ist, dass sich der wachsende Wettbewerbsdruck und die zunehmende Ökonomisie- rung des Gesundheitswesens auf das Investitionsverhalten der zahn- ärztlichen Exis tenzgründer auswir- ken. Dennoch sind Zahnärzte bereit, hohe Ausgaben auf sich zu neh- men, weil sie Erfüllung in ihrem Beruf inden. Laut Befragungen von IDZ und dem Zentrum Zahnärzt- liche Qualität (ZZQ) sind subjektiv gesehen für viele niedergelassene Zahnärzte die „Selbstständigkeit und Freiberuflichkeit“, der „Kontakt mit Menschen“ sowie die „Möglichkeit, einen Heilberuf auszuüben“ die zen- tralen Positivargumente für die Be- rufsausübung. In allen Niederlassungsformen so- wohl bei Allgemein- als auch bei Fachzahnarztpraxen machten die Ausgaben für Geräte und Einrich- tung einen Groß teil des Finanzie- rungs volumens aus. Die hohen In- vestitionen zeigen, wie notwendig aus ökonomischer Sicht mittler- weile eine umfangreiche technisch- apparative Ausstattung in der Zahnarztpraxis ist. Ohne moderne Technik, die ein breites Leistungs­ spektrum erlaubt, ist es heute schwierig, sich als Existenzgründer im unternehmeri schen Wettbewerb zu platzieren. * Die vollständige Analyse der „Investi­ tionen bei der zahnärztlichen Exis­ tenzgründung 2014“, in der das ge­ samtdeutsche Finanzierungsvolumen allge meinzahnärztlicher Praxen dar­ gestellt wird, kann unter www.idz­ koeln.de als PDF heruntergeladen werden.
Wo will ich hin & wie schaffe ich das? PRAXISWEBSITE: nur schön oder auch nützlich? © ArtFamily/Shutterstock.com Ob teures Design oder fertiger Baukasten, wenn Sie für Ihre Praxis eine eigene Website reali- sieren möchten, bieten sich Ihnen heute viele Lösungen: Neben professionellen Gestaltungs- agenturen drängen immer mehr Do-it-yourself-Angebote auf den Markt, die sich teilweise einen harten Preiswettbewerb um den Kunden liefern und mit zahlreichen Vorteilen wie einer einfachen Handhabung und kleinen Preisen werben. Auf den ersten Blick mag das verlockend klingen, denn Baukasten-Websites gewähren dem Anwender neben technischem Know-how auch zunehmenden Gestaltungsspielraum für seine eigenen Werbeziele. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Sabine Nemec, Langenselbold, und Achim Wagner, Ansbach Klingt gut, oder? Wir möchten dennoch infrage stellen, eine Praxis- homepage in „Eigenregie“ zu reali- sieren: Denn jede Unter nehmens- seite ist zugleich die virtuelle Visitenkarte eines Unternehmens und gilt als wichtiges Akquise- und Informationsinstrument Ihre Kunden – in Ihrem Fall: die Patien- ten. Neben werbepsychologischem Verständnis spielen hier verschie- dene Marketingkompetenzen wie Konzeption, Design, Programmie- für rung, Content bzw. Text und Such- maschinen optimierung zusammen. Das heißt: Für einen Laien ist es leider kaum noch möglich, auf ei- gene Faust gegen den steigenden Wettbewerb anderer kommerzieller Webseiten anzukommen, die von einer professionellen Onlinemarke- ting-Agentur erstellt und dauerhaft betreut werden. Wir möchten Ihnen nachfolgend die jenigen Qualitäts- faktoren erläutern, mit denen Sie bei Google punkten können. Zieldefi nition: Was möchte ich erreichen? Wie bei jedem Projekt stellt sich auch bei einer Website zuerst die Frage nach dem Ziel: Was soll mit einer Website erreicht werden? Für eine Praxis dient eine Website in der Regel zur Steigerung der Be- kanntheit in einem bestimmten Ziel- gebiet, meist Ihrem Standort und der Region, oder zur Akquise von Neupatienten. Diese Ziele sollten von Anfang an festgelegt sein und
KaVo Röntgensysteme – KaVo ORTHOPANTOMOGRAPH® OP300 Maxio Flexibilität5 Erweitern Sie Ihr Behandlungsspektrum mit dem KaVo OP300 Maxio: Maximale Flexibilität in der Anwendung dank fünf verschiedener Volumengrößen für individuelle, indikationsbezogene Diagnostik. KaVo OP300 Maxio mit Low Dose Technologyyy™ Weitere Infos unter www.kavo.de/maxio 13 x Ø 15 cm (optional): Gesamte maxillofaziale Region 8 x Ø 15 cm: Vollständige Ober- und Unterkieferregion 8 x Ø 8 cm: Beide Zahnbögen und Anteile der Kieferhöhlen 6 x Ø 8 cm: Vollständiger Zahnbogen 5 x Ø 5 cm: Lokale Diagnostik KaVo Dental GmbH · D-88400 Biberach/Riß · Telefon +49 7351 56-0 · Fax +49 7351 56-1488 · www.kavo.com
Wo will ich hin & wie schaffe ich das?  Ein ansprechender Suchmaschineneintrag kann die Klickrate erhöhen. dass es in Einzugsgebieten mit höherem Wettbewerb weiterer Maß- nahmen bedarf, um bei Google auf den vorderen Positionen zu landen. Suchmaschinenoptimierung – Seitenquelltext und Metadaten Sollten Sie gar nicht aufindbar sein, könnte es daran liegen, dass Ihre Website über zu wenige keyword- relevante Inhalte verfügt – also zu wenig Seitentext, der auf die Such- anfragen Ihrer Patienten abgestimmt wurde. Auch „Meta Tags“ spielen bei der Sichtbarkeit Ihrer Website eine entscheidende Rolle – dabei handelt es sich um einen Suchmaschinen- eintrag pro Unterseite (URL), der für den Nutzer auf den ersten Blick möglichst interessant sein sollte, damit er diesen anklickt. Patientenbindung mit Content-Marketing Ihr Website-Content dient aber nicht nur der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Leider wird diese Leistung immer noch von vielen SEO-Agen- turen missverstanden, die oft mit einer unnatürlich hohen Quantität alle weiteren Maßnahmen darauf abgestimmt werden. Nur so wirkt Ihre Praxis für Ihre Zielgruppe an- sprechend. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch mit Ihnen den Kontakt aufnimmt. Egal, wie Sie Ihre Ziele deinieren, in jedem Fall bedarf es einer Sichtbar- keit in den Suchmaschinen, insbe- sondere bei Google! Schön ist nicht gleich sichtbar … Im Marketing gibt es ein altes Sprichwort: „Wer nicht wirbt, stirbt!“ Genauso verhält es sich auch im Internet: Wenn eine Website bei der Suchabfrage im Browser nicht min- destens auf Google die Seiten 1 bis 3 erreicht, ist sie für den Nutzer nicht sichtbar. Die schönste Website bringt also nicht viel, wenn sie im Internet nicht gefunden wird. Deshalb warnen wir auch davor, sich ausschließlich auf die Expertise einer Gestaltungs- agentur zu verlassen, ohne die Fak- toren zu berücksichtigen, die eine Sichtbarkeit im Internet erst ermög- lichen. Fragen Sie daher gezielt nach der Leistung der „lokalen Such- maschinenoptimierung“, wenn Sie eine neue Website in Auftrag geben. Verfügen Sie bereits über eine eigene Praxishomepage, dann em pfehlen wir Ihnen unseren Sicht barkeits- Check, den wir in unserem ersten Beitrag (ZWP 3/16, S. 20–21) erläu- tert haben. Um Ihr Suchmaschinenranking zu überprüfen, geben Sie jetzt „Zahn- arzt“ oder eine bestimmte Leistung wie z.B. Ihren „Standort“ in Ihren Browser ein und prüfen Sie, ob Sie im Internet auf- indbar sind. Bitte bedenken Sie, „Implantate“ und
Wo will ich hin & wie schaffe ich das? an Keywords versuchen, eine Web- site „krampfhaft“ nach oben zu bringen. Die letzten Google-Updates zeigen jedoch, dass diese Strategie längst nicht mehr funktioniert. Statt- dessen beherrschen jetzt hochwerti- ge Inhalte den Algorithmus der Such- maschinen. Keywordlastige Texte, die nicht in den Seitenkontext pas- sen, müssen bei Google dagegen mit einer Herabstufung ihres Rankings rechnen. Das heißt: Sie sollten Ihren Patienten informativen Mehrwert bieten, indem Sie ihnen mit interes- santen leserfreundlichen Texten Lust auf „Mehr“ machen – idealerweise auf einen ersten Termin in Ihrer Pra- xis! Hochwertiger Content (Inhalt) deiniert sich nicht nur durch Texte, sondern auch durch Bilder. Ihre Pra- xishomepage ist der erste Kontakt für Ihre Patienten. Ob diese sich dann entschließen, Ihre Praxis tat- sächlich aufzusuchen, hängt auch von der ungeschriebenen Botschaft ab, die Sie ihnen vermitteln: Kann ich dieser Zahnarztpraxis vertrauen? Werden ich und meine Zähne dort gut behandelt? Dazu zählen maß- geblich Ihr Corporate Design, das Branding und aussagekräftige pro- fessionelle Fotos, die Ihr Praxis- unternehmen widerspiegeln. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, haben Sie bessere Chancen, dass sich der Patient dazu ent- schließt, auf Ihrer Praxishomepage zu bleiben und mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Responsives Design für die mobile Nutzung Sind Sie schon „mobile friendly“? Google hat 2015 aufgrund der stei- genden Internetzugriffe über Smart- phone und Co. die Mobilfähigkeit von Websites zu einem wichtigen Rankingfaktor erhoben. So zeigt die „TNS Google Global Connected Consumer Study“, dass sich zwi- schen den Jahren 2011 und 2014 die Nutzung der Smartphones mit rund 50 Prozent mehr als verdop- pelt hat, während die Nutzung der Desktops im Jahr 2014 nur noch 42 Prozent betrug. Ebenfalls stark zugenommen hat die Nutzung der Tablets. Ihre Website sollte auf jeden Fall für diese „mobile Revolu- tion“ vorbereitet sein und sich mit responsivem Design in Zukunft jedem Bildschirmformat anpassen können. Bedenken Sie außerdem, dass zentrale Schaltflächen auf Ihrer Website wie „Menü“ oder „Kontakt“ auch noch auf einem Smartphone für den Nutzer gut zu bedienen sein müssen. Usability für höhere Seitenverweildauer Die Mobilfähigkeit einer Website erfüllt auch das für Google immer wichtigere Kriterium der Nutzer- freundlichkeit. Weitere Faktoren die- ser „Usability“ wären eine übersicht- liche Seitenstruktur und Navigation. So empiehlt es sich, die Alleinstel- lungsmerkmale Ihrer Praxis auf der Website (Navigation, Startseite etc.) prominent zu kommunizieren und Ihren Patienten zudem die Möglich- keit zur Interaktion, z.B. durch ein Kontaktformular oder eine Telefon- nummer, zu geben. Nur wenn sich ein Patient auf Ihrer Praxishome- page gut zurechtindet, erhöhen sich meist auch die Seitenverweil- dauer und die Seitenrückkehrquote – und damit die Wahrscheinlichkeit einer Terminvereinbarung. Website-Optimierung und Entwicklung Auch wenn Sie die genannten Quali- tätsfaktoren erfüllen, ist der dauer- hafte Erfolg Ihrer Website noch nicht gesichert. Denn Google- Updates in der Zukunft oder ein er höhter Wett- bewerb an Ihrem Standort können eine gute Position bei Google auf Dauer gefährden. Deshalb sollte das Ranking Ihrer Web site regelmäßig überwacht werden – zum einen, um rechtzeitig Optimierungsmaßnah- men vornehmen zu können, bevor Ihre Website „abstürzt“, zum ande- ren, um Ihre Patienten anhand ihres Suchverhaltens noch besser ken- nenzulernen und ihnen noch besse- re Inhalte anbieten zu können. Oder Sie selbst bieten neue Leistungen und News, die Sie Ihren Patienten mitteilen möchten? Die Realisierung und Pflege einer Website besteht aus zahlreichen Teilschritten, die am besten in die Betreuung einer erfahrenen Online- marketing-Agentur gehört. Weder Gestaltung, Programmierung noch Suchmaschinenoptimierung können Ihnen alleine den Erfolg im Such- maschinenranking verschaffen – die richtige Kombination machts. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Ihre betreuende Agentur über möglichst viele Kompetenzen „aus einer Hand“ verfügt, um Ihre Web site it für das Internet zu machen – ob ansprechendes Konzept, mobilfä- higes Webdesign, Suchmaschinen- optimierung oder Content-Marketing. Website-Check In unserem Beitrag haben Sie einen kleinen Einblick erhalten, was eine er- folgreiche Praxishomepage bei Google ausmacht. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere technische und inhaltliche Feinheiten. Prüfen Sie, ob Ihre Praxis- homepage für den Wettbewerb im Inter- net gerüstet ist. Machen Sie auf www.conamed.de/ website-check unseren kostenlosen Website-Check! Gerne stehen wir unter zwp@conamed.de für weitere Fragen zur Verfügung. Kontakt Dipl.-Wirtsch.-Ing. Sabine Nemec NEMEC + TEAM – Healthcare Communication Agentur für Marke, Marketing und Werbung im Gesundheitsmarkt Oberdorfstraße 47 63505 Langenselbold Tel.: 06184 901056 sn@snhc.de www.snhc.de Achim Wagner conamed – Agentur für Praxismarketing Technologiepark 1 91522 Ansbach Tel.: 0981 20365350 info@conamed.de www.conamed.de
Wo will ich hin & wie schaffe ich das? VERNETZUNG für die junge Zahnmedizin – der BdZA stellt sich vor Die Webseite des BdZA ist unter www.bdza.de zu erreichen und bietet grundsätzliche Informationen zum Verband. Dort kann man online Mit- glied werden, sich über die Ziele des Verbandes informieren und dessen Satzung lesen. Der BdZA hat es sich als Aufgabe ge- stellt, die jungen Zahnärzte zu ver- netzen, untereinander und mit ihren Berufs- und Fachverbänden. Daher waren es große Schritte für einen jungen Verband, Organisationen wie die DGI und den Dentista Verband als Mitglieder zu gewinnen und mit der Bundeszahnärztekammer und der KZBV zu kooperieren. Natürlich kann man sich nicht nur als Organisation, sondern auch als individuelles Mitglied in den Verband einbringen, und das alles ist für euch kostenfrei. Damit wird man auch automatisch ein Mitglied von Young Dentists Worldwide, dem der BdZA seit Anfang 2010 angehört. So ist auch eine Verbindung zur interna- tionalen Standespolitik ge geben. Als BdZA- und YDW-Mitglied kann man in diesem Rahmen beispielsweise Vorträge auf den IADS/YDW- und den FDI-Kongressen halten. Informationen dazu und zu vielen anderen Projekten fi nden sich inzwi- schen auch auf der Seite des BdZA und in der Facebook-Gruppe der Young Dentists Worldwide, die inzwi- schen fast 35.000 Mitglieder hat. Der BdZA möchte gemeinsam mit euch die Zukunft der Zahnmedizin gestalten.  Vorstands- und Beiratsmitglieder des BdZA bei der Klausurtagung in Berlin. V.l.n.r.: Ingmar Dobberstein, Dr. Sonja Thole, Juliane von Hoyningen-Huene, Sascha Kötter, Nadja Alin Jung, Jan-Philipp Schmidt. Quelle: BdZA e.V. Der im Januar 2009 gegründete Bundesverband der zahnmedizini- schen Alumni in Deutschland e.V. (BdZA) füllt die Lücke zwischen der studentischen Vertretung, dem BdZM, und der Standesvertretung der Zahnärzteschaft, der Bundes- zahnärztekammer. Der BdZA hat sich über die Jahre inzwischen nicht zuletzt durch die Generation Lounge auf der IDS bestens etabliert. Die aktive Generation von jungen Zahnmedizinern, die sich seit jeher in den universitären Organisationen eingebracht hat, kann nun auf eine neue Kommunikationsplattform zu - rückgreifen. Der BdZA sieht sich als Starthilfe in einen bewussten Berufseinstieg, der von Entschei- dungssicherheit und Wissen um die Möglichkeiten und Grenzen des zahnärztlichen Berufes geprägt ist. Mit dem gemeinschaftlichen Projekt Berufskunde2020 bietet der BdZA auf seinem Portal www.dents.de sowie der extra eingerichteten Seite einen wichtigen Ratgeber rund um den Berufsstart. In dieser Hinsicht soll besonders der Aspekt des Struk- turwandels in der Zahnmedizin mit einfließen, wie beispielsweise der immer größer werdende Frauen- anteil und die neuen Formen der Berufsausübung. Auf www.dents.de sind außerdem die Themen strukturierte Fort- und Weiterbildung sowie Arbeitschan- cen im Ausland und Existenzgrün- dung vertreten.
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Wo will ich hin & wie schaffe ich das? Vom ASSISTENZARZT zum PRAXISCHEF Unser medizinisches Personal von heu te durchläuft Ausbildungen auf höchstem Niveau. Man könnte sa gen „Unsere Zahnärzte sind it“ oder „Hier sind wir in den besten Hän den“. Dem ist nicht zu widerspre chen. Doch wissen sie auch, wie sie ihr Praxisteam am besten führen? Bianca Beck, Meisenheim In der Tat ist das zahnmedizinische Studium in Deutschland ein schwe­ res, und wer es erfolgreich durch­ läuft, kann guten Gewissens auf Pa­ tienten losgelassen werden. Doch auch auf seine Mitarbei te rin nen und Mitarbeiter? „Ist das denn wichtig?“, möchte man da vielleicht einwerfen. „In erster Linie muss doch die medizinische Versorgung stimmen“, könnte man anführen. Doch dann erliegt man einem folgeschwerem Trugschluss. Gutes Personal ist nämlich, wie in so vielen Branchen, auch im Berufsstand der Zahnärzte nicht immer leicht zu inden. Be zie­ hungs weise stimmt das nicht so ganz. Denn was ist denn „gutes Per­ sonal“? Keine Sorge, es soll an die­ ser Stelle nicht philosophisch wer­ den, doch diese Frage sollte sich eine jede Führungskraft einmal stel­ len. Und dazu gehört unbestritten auch ein Zahnarzt, wel cher eine ei­ gene Praxis führt und damit unwei­ gerlich auch eine bestimmte Anzahl von Mitarbeite rinnen beschäftigt. Um die Frage danach, was „gutes Personal“ ist zu beantworten, kann man sich einem Zitat des deutschen Benediktinerpaters und Autors An­ selm Grün bedienen, welches da lautet: „Jeder Mitarbeiter ist folglich ein gu­ ter Mitarbeiter, man muss nur seine Stärken kennen.“ Klingt einfach, und das ist es auch. Doch diesem Grund­ satz bedie nen sich leider zu wenige Zahnärzte. Die Ursache hier für ist ebenfalls simpel – sie haben es nie gelernt. Wo auch? Wie aufgeführt, ist das zahnmedizinische Studium her­
Wo will ich hin & wie schaffe ich das? vorragend, doch über das Medizini­ sche geht es nicht hinaus. Die Zahn­ ärzte von morgen werden wie die Zahnärzte von heute und gestern nicht darauf vorbereitet, dass sie später einmal Führungs kraft sind sondern als Chef. Das Bewusstsein hierfür muss geschärft werden. In dieser Rolle leitet man seine Mitar­ beiter an, sagt ihnen auf gut Deutsch, wo es langgehen soll. Versäumt man dies, kann das im Team für Verwir­ Führen ist die Kunst, den Schlüssel zu finden, der die Schatztruhe des Mitarbeiters aufschließt.1 und Personal anleiten müssen. Das ist fatal, denn dabei handelt es sich um keine einfache Kom petenz, die man sich so einfach mal nebenher aneignen kann. Die wenigsten sind von Natur aus eine gute Chein oder ein guter Chef. Doch das sollten sie werden, denn das Personal ist knapp und kann sich bisweilen auch aus­ suchen, wo es arbeitet. Das erzeugt Konkurrenz zwischen den Praxen, der man sich stellen muss. Nicht nur Patienten können wechseln. Da rüber hinaus muss das Personal optimal gefördert wer den, um einen eventuel­ len Mitarbeitermangel auszugleichen. Gute Gründe ein guter Chef zu sein, gibt es also zur Genüge, doch wie wird man dazu? Im Fol genden wird näher darauf eingegangen, worauf man in Sachen Mitarbeiter­ und Teamführung achten muss. Klare Ansagen Junge Zahnärzte übernehmen nach ihrer Assistenz zeit häuig die Praxis eines in Rente gehenden Kol le gen. Der Mitarbeiterstab besteht bereits, in den meisten Fällen schon seit vie­ len Jahren, und auch alles Wei tere ist schon da. Sieht zunächst nach we­ nig Arbeit für den Nachwuchs aus. Ein, zwei Mal besucht er die Praxis vorher schon, um die Abläufe und Mitarbeiter kennenzulernen; doch im Großen und Ganzen verführt die Situation schon dazu, die Existenz­ gründung auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch das ist, wie zu erwar­ ten war, ein Fehler. Denn es gibt viel zu tun. Als Praxisbesitzer kommt man in die Praxis nicht als Kollege, rung sorgen. Aus diesem Grund ist es wichtig, zunächst eine klare Linie vorzugeben. Dies tut man in einer Mitarbeiterbesprechung. Auf wel che Fragen geht man hier, neben dem grundsätzli chen wer bin ich und wo komme ich her, ein? • Wo will ich mit der Praxis hin? • Welche Erwartungen habe ich an sie, meine Mit arbeiter? • Wie stelle ich mir die Kommuni­ kation vor? • Wie stellen sie sich, meine Mitar­ beiter, den Praxis alltag vor? Gibt es Anregungen oder Wünsche? 1. Wo will ich mit der Praxis hin? Bei ersterem Punkt muss klarge­ macht werden, welche Ziele man mit der Praxis hat. Will man zum Bei spiel expandieren oder sich auf ein Fach­ gebiet spe zialisieren? Möchte man vielleicht ein bestimmtes Patienten­ klientel ansprechen, gibt es eine bestimmte Praxisphilosophie? Ein Blick in die Zukunft gibt Ihren Mit­ arbeitern Sicherheit und der Einblick in Ihre Pläne schafft Vertrauen. 2. Welche Erwartungen habe ich an Sie, meine Mitarbeiter? An dieser Stelle wird ein Rahmen ge­ steckt, in dem sich die Mitarbeiter bewegen. Wie dieser Rahmen genau aussieht, ist an vielen Stellen flexibel und bleibt den Vorstellungen bezie­ hungsweise dem Praxis kon zept (ein solches muss vorliegen) des lei­ tenden Zahn arztes überlassen. Hier wird klar gesagt, wann Dienst beginn ist. Was ist Arbeitszeit und was ist Behand lungszeit? Wer hat welche Aufgaben und welche Er war tungen habe ich? In diesem Zusammenhang ist es natürlich unerlässlich, das Ge­ spräch mit dem Team zu suchen. Hierbei sollte geklärt werden, wie die Ab läufe bisher aussahen und wer welche Aufga ben wahrgenommen hat. An dieser Stelle kann man sich häuig schon ein erstes Bild davon machen, wie es in dem Team aus­ sieht und welcher Mitarbeiter in wel­ chem Bereich seine Stärken hat. Beziehungs weise meint, diese zu ha­ ben. Zunächst sollte man an dieser Aufteilung nicht allzu viel ändern, da man selber ja noch keine näheren Einblicke hat. Doch mit der Zeit soll­ ten die Strukturen angepasst und dies auch klar kommuniziert werden. Idealerweise in einer Be sprechung. 3. Wie stelle ich mir die Kommunikation vor? Ein wichtiger Aspekt in Sachen Mit­ arbeiterführung ist die Kommunika­ tion. Oben wurde bereits erwähnt, dass Änderungen klar artikuliert wer­ den sollten. Das Gleiche gilt auch für Themen wie Kritik oder Span nungen im Team usw. Vielem kann hierdurch früh entgegengewirkt werden. Re­ gelmäßige Besprechun gen, welche nicht willkürlich stattinden sollten, sondern in einem festgelegten Tur­ nus, sind dementsprechend eine Pflicht. Des Weiteren ist ein ange­ messener Umgangston natürlich Grundlage einer gelungenen Kom­ munikation. Mitarbeiter sollten auf keinen Fall verängstigt werden. Das schafft eine Kluft, welche schwer wieder zu schließen ist. Sie sind Chef, aber nicht Tyrann. 4. Wie stellen Sie sich, meine Mitarbeiter, den Praxisalltag vor? Gibt es Anregungen oder Wünsche? Im letzten Schritt gehen Sie noch­ mal auf Ihre Mit arbeiter ein. Der Ein­
Wo will ich hin & wie schaffe ich das? Als Praxisbesitzer kommt man in die Praxis nicht als Kollege, sondern als Chef. Das Bewusstsein hierfür muss geschärft werden. In dieser Rolle leitet man seine Mitarbeiter an, sagt ihnen auf gut Deutsch, wo es langgehen soll. bezug ist wichtig, um ein Ver­ trauensverhältnis zu schaffen und selbstverständlich, um Sympathien zu gewinnen. „Ein Chef, der zuhört, das wünscht man sich doch, das ist doch super.“ Das Gefühl, ernst ge­ nommen zu werden und ein wich­ tiger Be standteil des Praxisalltages zu sein, schafft enorme Motivation und holt das Beste aus Ihren Mitar­ beitern. Fazit Vorangehend wurden vier Punkte ausgeführt, wel che ein Zahnarzt bei der Übernahme einer Praxis unbe­ dingt beachten sollte. Das Ziel ist es, die Stär ken eines jeden Mitarbei ters zu kennen und diese an der richti­ gen Stelle einzusetzen. Aber auch das Team muss beachtet werden. Klare Ansagen und eindeutige Auf­ gabenverteilungen helfen, ein ge­ sundes Kli ma in der Gruppe zu schaffen und zu bewahren. Da rüber hinaus steigert dies natürlich die Effektivität Ihrer Praxis. Bei den vier Punkten handelt es sich jedoch ledig­ lich um einen kleinen Bruchteil einer langen Liste von Maßnahmen und Kompetenzen, die einen guten Chef ausmachen. Wie einführend bereits beschrieben, braucht es mehr als ein Se mi nar oder einen schriftlichen Ratgeber, um die entsprechenden Kompetenzen zu erwerben. Man be­ denke nur, dass jede große Firma spezielle Trainer einlädt, welche da­ bei helfen, Abläufe und Strukturen zu optimieren. Da fällt es schwer zu glauben, dass ein Zahnarzt, welcher medizinisch zweifel los etwas von seinem Handwerk versteht, so mir nichts dir nichts einen kleinen Be­ trieb, was eine Zahnarztpraxis nun mal ist, ohne Hilfe von außen führen kann. Leider ist diese Er kenntnis noch nicht flächendeckend verbrei­ tet und viele Praxis be sitzer glauben, alles im Griff zu haben. Meist ein fataler Trugschluss, der sich spätes­ tens als solcher he rausstellt, wenn ein externer Berater die Praxis be­ tritt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass durch Coaches, welche vor Ort ope­ rieren, enorme Erfolge erzielt wer­ den. Praxisbesitzer wenden sich meist erst an solche, wenn sie kei­ nen Ausweg mehr sehen, bleiben danach aber in den meisten Fällen bei einem externen Bera ter. Noch besser ist aber, gleich zu Beginn einer Neu gründung oder Übernah­ me mit einem Coach zusam men­ zuarbeiten. In einem kostenfreien Ersttele fonat mit einem Trainer von beck+co. beraten wir Sie gerne. 1 http://www.zitate.de/kategorie/ F%C3%BChrung?page=1 (17.01.2015) Kontakt Bianca Beck beck+co. Untergasse 48 55586 Meisenheim Tel.: 06753 124800 kontakt@beckundco.info www.beckundco.info © Dooder/Shutterstock.com
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Wo will ich hin & wie schaffe ich das? © ProStockStudio/Shutterstock.com STANDORTANALYSE für die neue Praxis Zahnärzte, die sich den Traum von der eigenen Praxis erfüllen möchten, stoßen bei den Banken auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer noch auf willige Geldgeber. Eine Entscheidung, die in vielerlei Hinsicht für die Entwicklung der berufl ichen und privaten Existenz ausschlag- gebend ist, sollten Praxisneugründer oder Übernehmer jedoch auf keinen Fall dem Zufall überlas- sen. Die Rede ist von der Wahl des geeigneten Standorts. Um bei dieser Herausforderung Anfän- gerfehler zu vermeiden, lohnt es sich, bei der Suche einen fachkundigen Berater einzubeziehen. Thies Harbeck, Damp Angebot und Nachfrage für die ge- planten zahnärztlichen Leistungen müssen stimmen. Ob ein angehen- der Praxischef nun sein Angebot dem Standort der Praxis anpassen sollte oder eine Praxis in aussichts- reicher Lage wählt, hängt auch von Faktoren ab, die mit der Persönlich- keit des Zahnarztes zu tun haben. Ländliches Idyll oder städtische Geschäftigkeit Vorausgesetzt, die Praxis liegt in einer Region, die damit gleichzeitig zum privaten Lebensmittelpunkt wird, muss er sich grundsätzlich fragen, ob er ländliche Strukturen be - vorzugt oder ein typischer „Städter“ ist. In diesem Zusammenhang ist oft die Bereitschaft zu einem Um- zug erforderlich – auch für junge Zahnärzte sind eine mögliche Tren- nung von Freunden und Familie und ein neues Umfeld Schritte, die wohl- überlegt sein wollen. Ebenso wie die Frage, ob sie eine Praxis neu gründen oder eine bereits bestehen- de übernehmen möchten. „Vor all diesen Entscheidungen sollte ein Zahnarzt, der sich mit dem Ge- danken der Praxisgründung trägt, jedoch in sich gehen und genau überlegen, ob er bereit ist, den Mehraufwand an Selbstverwaltung, Eigeninitiative und Engagement auf sich zu nehmen, den die Selbststän- digkeit erfordert“, rät Daniel Trulsen, Spezialist für Existenzgründungen bei der OPTI Zahnarztberatung GmbH. Hat sich der angehende Pra- xisgründer für einen bestimmten Standort entschieden, erhöht er die Chancen für einen gelungenen Start, wenn er – bevor er Verpflich- tungen eingeht –, einige wichtige Punkte abklärt: „Generell sollte der gewünschte Ort wirtschaftlich ge- sund sein. Ein erfahrener Berater recherchiert deshalb Kaufkraft und Schuldnerquote als signifi kante Hin - weise“, so der Analyst. Laufkundschaft und das passende Praxiskonzept Ein weiteres Schlagwort in diesem Zusammenhang sind „Frequenz- bringer“. „Darunter versteht man bestimmte Merkmale, die zur Folge haben, dass viele Menschen die Praxis wahrnehmen und deshalb potenzielle Patienten sind“, erklärt Trulsen. In anderen Branchen würde man diese möglichen Interessenten als „Laufkundschaft“ bezeichnen. Relevante Faktoren in unmittelbarer Nähe der Praxis können beispiels-
Wo will ich hin & wie schaffe ich das? weise ein Einkaufszentrum, ein Bahnhof oder eine Schule sein. Eine verkehrsgünstige Lage entfaltet eine ähnliche Wirkung. Der Zahn- arzt muss sich darüber hinaus fra- gen, ob der gewählte Praxisstand- ort zum geplanten Praxiskonzept passt. In ländlichen Gebieten ist der Bedarf an allgemeiner Zahnme- dizin vergleichsweise hoch, während in der Stadt eine Spezialisierung Vorteile gegenüber der Konkurrenz bringen kann. Eben diese Konkur- renten stehen im Blickpunkt des Beraters. Die aktuelle Wettbewerbs- situation am gewünschten Stand- ort ist hierbei ebenso wichtig wie die Frage nach der qua- litativen Aufstellung. Für zukünftige Praxisgrün- der ist dies inso- fern von Bedeu- tung, da sie sich vom Leistungsspektrum der Praxen im Umkreis abheben müssen. Kann der Zahnarzt in seiner Praxis zum Beispiel im Gegensatz zu seinen Konkurrenten digitale Röntgendia- gnostik anbieten, wäre das ein Wettbewerbsvorteil. Einzelkämpfer oder Teamplayer Steht der Standort fest, muss sich der Zahnarzt mit unternehmeri- schen Grundlagen befassen. Darü- ber hinaus sollte er den Wert eines durchdachten Marketingkon- zepts als Starthilfe nicht unterschätzen. Hierzu muss der zukünftige Chef eine klare Vor- stellung von sei- ner Praxis- m o c . k c o t s r e t t u h S / n r o s i a k philosophie mit einbringen. In die- sem Zusammenhang ist es durch- aus von Belang, ob er alleine oder gemeinsam mit einem Kollegen arbeiten möchte. Eine Entscheidung für die eine oder die andere Option hängt dabei nicht nur von der Persönlichkeit des Be- handlers ab. Auch fi nanzielle Aspekte können eine Rolle spielen: Bei hohen Investitionssummen kann eine Part- nerschaft entlasten und Sicherheit geben. Die Wahl des Standorts ist auch in diesem Punkt wieder rich- tungsweisend. Eine im ländlichen Raum übliche allgemeinzahnmedi- zinische Versorgung spricht für die Einzelpraxis. Die Konkurrenzsitua- tion in großen Ballungszentren erfor- dert eher Spezialisierung. Modelle der partnerschaftlichen Praxisorga- nisation mit mehreren Fachzahn- ärzten sind eine ideale Grund lage in Städten. Dieser Überblick über Faktoren der Standortanalyse zeigt vor allem eines: Die Wahl des rich- tigen Orts für die geschäftliche Existenz sollte nicht Gegen- stand einer Bauchent- scheidung sein und kei- nesfalls überhastet getroffen werden. Wer mög lichst viele Informationen im Vorfeld einholt, vermeidet Enttäuschun- gen – professionelle Unter- stützung verbessert die Chan- cen erheblich. Kontakt OPTI Zahnarztberatung GmbH Thies Harbeck Gartenstraße 8 24531 Damp Tel.: 04352 956795 info@opti-zahnarztberatung.de www.opti-zahnarztberatung.de
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Wo will ich hin & wie schaffe ich das? Neue FÖRDERMITTEL für ZAHNARZTPRAXEN! Ab dem 1. Januar 2016 gibt es eine neue Förderrichtlinie, die Zahnarzt praxen nicht rückzahlbare Fördermittel zur Einführung eines Qualitäts- und Hygienemanagement- systems sichern. In der neuen Richtlinie gibt es viele Neuheiten, die in diesem Artikel näher betrachten werden sol- len. Eine Förderung „unternehmeri- schen Know-hows“ können kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige „der Freien Berufe“ in Anspruch nehmen. Christoph Jäger, Stadthagen in Warum sind die Fördermittel wichtig? Alle Praxen müssen sich mit der gesetzlich geforderten Einführung eines Qualitäts­ und Hygienemanage­ ments auseinandersetzen. Die Ein­ führung des Qualitätsmanagement­ systems wird jährlichen 2%igen Stichprobe durch die jeweils zuständige KZV abgefragt. Hierzu muss die befragte Praxis dann einen entsprechenden Fragebogen ausfül­ len. Die Überprüfung des gesetzlich geforderten Hygienemanagement­ systems i ndet durch Praxisbege­ hungen behördlicher Institutionen statt. Hier kann ein mangelhaftes einer © Dimj/Shutterstock.com Hygienemanagement für die began­ gene Praxis erhebliche Folgen mit sich ziehen. Da Praxen kaum über die notwendige Zeit zur Einführung der oben genannten Systeme verfü­ gen, soll hier das Einkaufen externen Know­hows durch die nicht rück­ führbaren Fördermittel erleichtert werden. • ihren Sitz und Geschäftstätigkeit oder eine Zweigniederlassung in der Bundesrepublik Deutschland hat, • weniger als 250 Personen be­ schäftigt und • einen Jahresumsatz von nicht mehr als 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von nicht mehr als 43 Millionen Euro hat. Die Randbedingungen zu den Förder mitteln für eine Zahnarztpraxis Antragsberechtigt ist eine Zahnarztpraxis: • die rechtlich selbstständig und im Bereich der Freien Berufe tätig ist, Gefördert werden: • neu gegründete Unternehmen (Jung praxen innerhalb der ersten zwei Jahre nach Gründung, • am Markt bestehende Praxen (Bestandspraxen) ab dem dritten Jahr der Gründung. Tabelle 1 Jungpraxen (innerhalb der ersten zwei Jahre nach Gründung) sowie Bestandspraxen (ab dem dritten Jahr nach Gründung) Neue Bundesländer (ohne Berlin und Region Leipzig) Region Lüneburg Alte Bundesländer einschließlich Berlin (ohne Region Lüneburg) und Region Leipzig 80 % 60 % 50 %
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Wo will ich hin & wie schaffe ich das? Maximal förderfähige Beratungskosten = Bemessungsgrundlage Fördersatz (siehe Tabelle 1) maximaler Zuschuss Eigenanteil Tabelle 2 Jungpraxen 4.000 EUR Bestandspraxen 3.000 EUR 80 % 60 % 50 % 80 % 60 % 50 % 3.200 EUR 800 EUR 2.400 EUR 1.600 EUR 2.000 EUR 2.000 EUR 2.400 EUR 600 EUR 1.800 EUR 1.200 EUR 1.500 EUR 1.500 EUR Die unvoreingenommenen Augen eines externen Beraters im zahnärztlichen Gesundheitswesen zeigen eingefahrene Strukturen auf und weisen in neue Richtungen. Als Gründungsdatum zählt der Tag der Anmeldung beim Finanzamt. Bei Übernahme einer Praxis zählt das Datum der Übernahme und bei Betei­ ligung der Tag der tätigen Beteiligung als Gründungsdatum. Beratungen für Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsart eine max. Dauer von fünf Tagen nicht überschreiten. Diese Einschränkung gilt nicht für Jung­ unternehmen (Praxen). Für alle Bera­ tungen gilt, dass sie innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten ab­ gewickelt werden müssen. Praxis kann bis zu den maximal för­ derfähigen Beratungskosten (Tab. 2) mehrere Beratungen in Anspruch nehmen und bezuschussen lassen. Die Bemessungsgrundlage gilt nur innerhalb einer Beratungsart. Jung­ und Bestandspraxen können dem­ nach mehrere allgemeine Beratun­ gen (Qualitätsmanagement und Hy ­ gienemanagement) fördern lassen. Die Zahlung des Beratungshonorars muss von der beratenden Praxis in Form eines banküblichen Kontoaus­ hinsichtlich der Einführung oder An­ passung praxisinterner Strukturen. Auch mangelt es gerade in Zahn­ Der Experte unterstützt die Praxis und deren Mitarbeiterinnen beim Blick über den Tellerrand und berät hinsichtlich Einführung oder Anpassung praxisinterner Strukturen. Beratungsarten und -themen Jung­ und Bestandspraxen können für die Einführung eines Qualitäts­ oder Hygienemanagementsystems (allgemeine Beratung) eine inan­ zielle Unterstützung erhalten. Die unvoreingenommenen Augen eines externen Beraters im zahnärztlichen Gesundheitswesen zeigen eingefah­ rene Strukturen auf und weisen in neue Richtungen. Der Experte unter­ stützt die beratende Praxis und deren Mitarbeiterinnen bei dem Blick über den Tellerrand und berät arztpraxen oftmals an der notwendi­ gen Zeit, sich umfassend und inten­ siv mit Änderungen im Qualitäts­ und/oder Hygienemanagement aus­ einanderzusetzen. Welche Fördermittel stehen den Praxen zur Verfügung? Die Höhe der Zuschüsse für eine Zahnarztpraxis richtet sich nach deren Standort (Tab. 1). Nachdem nun feststeht, welcher Fördersatz gilt, kann der Zuschuss der Tabelle 2 entnommen werden. Eine beratende zuges über die Bankverbindung im Verwendungsnachweis nachgewie­ sen werden. Kontakt Christoph Jäger Qualitäts-Management-Beratung Enzer Straße 7 31655 Stadthagen Tel.: 05721 936632 info@der-qmberater.de www.der-qmberater.de
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Welche Praxis passt zu mir? Von ERDMÄNNCHEN im Frankfurter WESTEND Erdmännchen sind die Stars der Praxis. Ihr Familien­ sinn spiegelt die Praxisphilosophie der Pawlenkas ideal wider. Kinderzahnheilkunde und Oralchirurgie vereint in einer Praxis – unterschiedlicher können Behandlungsschwerpunkte kaum sein. Dass beides dennoch funktionieren kann und welche Herausforderungen es – gerade auch im Bereich des Marketings – bei der Praxisgründung zu meistern galt, zeigt das Gründerporträt der Zahnärzte Dr. Philipp und Loui sa Pawlenka, die sich im Sommer 2014 niedergelassen haben. Christin Bunn, Frankfurt am Main Louisa Pawlenkas wichtigstes Ar­ beitsgerät ist womöglich der Zau­ berstab. Kommt der zum Einsatz, hat sie zuvor mit ihren kleinen Pa­ tienten schon über bunte Turnschu­ he oder lustige Pullover gesprochen, ihnen den großen und den kleinen Bohrer gezeigt und natürlich den Püster. „Am Ende gebe ich ihnen den Zauberstab. Damit sollen sie sich auf den Stuhl setzen und diesen mit dem Stab hoch und runter bewegen.“ Nach dieser spielerischen Annähe­ rung hat bisher noch jedes Kind den Mund aufgemacht. Dem Kindheitswunsch auf der Spur Für Louisa Pawlenka selbst stand mit elf Jahren fest: Ich werde Zahn­ ärztin. „Mein Vater sagte nur: Mal abwarten“, lacht sie bei der Erinne­ rung daran. Sie hat ihn eines Besse­ ren belehrt. Mit 28 Jahren ist Louisa Pawlenka nun nicht nur Zahnmedi­ zinerin, sondern seit einem Jahr so­ gar schon Chein in ihrer eigenen Praxis. Doch von vorn. „Eigentlich hatte es mir die Kiefer­ orthopädie besonders angetan. Ich war selbst früh in Behandlung, und rückblickend würde ich sagen, ich habe damit immer was Künstleri­ sches verbunden. Nach zwei Praktika im Dentallabor hatte ich für mich herausgefunden, dass ich die nötige Fingerfertigkeit besitze“, erinnert sie sich. Pawlenka stammt ursprünglich aus Kassel, ging für das Studium zunächst nach Leipzig und dann nach Göttingen und kehrte anschlie­ ßend für die Assistenzzeit nach Nordhessen zurück. Im Rückblick ein Glücksfall, denn: Ihr damaliger Chef hatte seinen Schwerpunkt in der Kinderzahnheilkunde. „Am An­ fang fand ich das gar nicht so toll. Ich hatte mit meiner Assistenz ge­ nug zu tun – ein Kind zu behandeln war eine riesige Heraus­ forderung für mich.“ Aber da das nun ihre Aufgabe war, beschloss sie, her­ auszuinden, wie sie den Kindern am bes­ ten gerecht werden konnte. Sie las alle Bücher, die sie dazu inden konnte, eignete sich nach und nach Kniffe an. Die Bemühun­ gen fruchteten: „Für mich war es am Ende immer toll, positives Feedback zu be­ kommen – sowohl vom Kind als auch von den Eltern.“ Sie ist dabeigeblieben. Der Weg in die Selbstständigkeit Nach zwei Jahren Assistenzzeit hat sie sich selbstständig gemacht. Ge­ meinsam mit ihrem Mann, der Oral­ chirurg ist, hat Louisa Pawlenka eine Praxis mitten in der Frank furter Innenstadt übernommen. „Auslöser war im Grunde das Bedürfnis, selbst entscheiden zu können, wie man ar­ beiten möchte, seine eigenen Kon­ zepte umsetzen zu können. Außerdem ist es ein großer Vorteil, dass wir gemein­ sam ein brei­  Abb. 1: Dr. Philipp Pawlenka und Louisa Pawlenka entschieden sich 2014 für die eigene Praxis. Dabei galt es, die Schwerpunkte Kinderzahnheilkunde und Oralchirurgie zu kombinieren.
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Welche Praxis passt zu mir?  Abb. 2: Mit dem Beruf der Zahnärztin erfüllte sich Louisa Pawlenka einen Kindheitstraum. Ihre Begeisterung sowie Leidenschaft für den Beruf spüren auch die kleinen Patienten und danken es mit viel Kinder lachen und Vertrauen. tes Spektrum abdecken können. Un­ ser Konzept ist das einer Familien­ praxis, bei uns ist jeder gut aufgeho­ ben“, sagt sie. Gemeinsam leben und gemeinsam arbeiten – hat das wirk­ lich nur Vorteile? „Mir fällt zumindest kein wirklicher Nachteil ein – außer vielleicht, dass wir die Praxis momen­ tan noch zumachen müssen, wenn wir gemeinsam in den Urlaub fahren wollen. Aber sonst: Wenn man darauf achtet, dass man die Arbeit nicht immer mit nach Hause nimmt und die wichtigen Themen eben schon in der Praxis diskutiert, klappt das gut“, indet die Zahnärztin. Schritt für Schritt zur Familienpraxis Die Gründung selbst brachte andere Herausforderung mit sich, das war dem Paar von Anfang an klar: Buch­ haltung, Qualitätsmanagement, Mar­ keting, Personalführung – die zahl­ reichen Aufgaben, die frischgeba­ ckene Unternehmer zusätzlich zu ihrem Alltag als Behandler meistern müssen. Für diese Aufgabe holten sie sich Unterstützung von Gründer­ beraterin Nadja Alin Jung. Ihre Firma m2c hat sich auf Zahnmediziner spezialisiert. „Unmittelbar nach der Unterzeich­ nung des Praxisübergabevertrags begann die Zusammenarbeit – der ideale Zeitpunkt, um eine Ist­ und Soll­Analyse zu erstellen und den Weg für alle weiteren Schritte zu ebnen. Besonders in Ballungsgebie­ ten wie dem Frankfurter Westend kommt es auf eine ganzheitliche Strategie an, um von Anfang an er­ folgreich tätig sein zu können“, weiß die Existenzgründerberaterin Nadja Alin Jung zu berichten. Warum aber überhaupt auf Unterstützung setzen, wenn bei der Gründung sogar ein eingespieltes Zweierteam vorhanden ist? Hier weiß Louisa Pawlenka Hilf­ reiches zu erzählen: „Eine Praxiseröff­ nung ist zu vergleichen mit einem Hausbau. Wenn man viel Zeit und viel Talent hat, kann man alles auch in Eigen regie meistern. Wir waren je­ doch Zahnärzte, die innerhalb kurzer Zeit eine Praxis eröffnen wollten. Deshalb stand für uns von Anfang an fest, dass wir dies nur mit qualiizier­ ter Unterstützung umsetzen wollten.“ Unterschiedliche Zielgruppen Doch die Schwierigkeit der Pra xis­ etablierung in der lag nicht nur starken Mitbewerberdichte, sondern auch in der Praxisausrichtung. „Eine echte Herausforderung war für uns, die Brücke zu schlagen zwischen den Managern, die aus den umlie­ genden Banken und Unternehmen zu uns kommen, und den Kindern“, so Pawlenka. Denn der Behand­ lungsschwerpunkt der jungen Zahn­ ärztin liegt auf der kindlichen Ziel­ gruppe, während ihr Mann chir ur ­ gisch tätig ist. Es galt folglich, nicht nur eine Praxis zu etablieren, son­ dern auch eine Überweiserstruktur aufzubauen. Nach Ist­ und Soll­Analyse durch Marketingexpertin Nadja Alin Jung erfolgte die konkrete Maßnahmen­ planung sowie deren Umsetzung. Das Besondere war dabei: Für zwei gänzlich konträre Praxisausrichtun­ gen gab es nur ein Existenzgründer­ budget, sodass im Bereich des Marketings keine zwei Konzepte ver­ abschiedet werde sollten. So wurde eine einheitliche Corporate Identity entwickelt, die sich jedoch durch die Farbgebungen voreinander unter­ scheidet. Dies ermöglicht in der Zwei konträre Disziplinen unter einem Dach – dies brachte auch im Praxismar keting Heraus­ forderungen mit sich. Die Lösung: Ein Corporate Identity, aber zwei Adaptionen. Geht es um den Bereich Oralchirurgie, domi­ niert ein Grau, in der Kinder­ zahnheilkunde ist alles regenbogenfarben.
Welche Praxis passt zu mir? Sommer 2014, reflektierend stellt Zahnärztin Pawlenka dabei zufrieden fest: „Eine intensive Zeit, die so einige heiße Phasen hatte. Besonders das Fotoshooting ist mir dabei in posi­ tiver Erinnerung geblieben – damit haben wir den Grundstock für alle Marketingaktivitäten gelegt, nicht nur für die Eröffnung, sondern auch für die kommenden Jahre. Setzt man sich selbstkritisch die Brille des Pa­ tienten auf, macht es natürlich einen Unterschied, ob man eine Praxis­ broschüre mit universellen Bildern in den Händen hält oder eine, auf der Impressionen von Praxis, Behand­ lern und dem Team zu sehen sind.“ Um die Relevanz eines Fotoshoo­ tings weiß auch Nadja Alin Jung: Patienten erwarten heute etwas Besonderes von der Praxis ihrer Wahl. Dazu zählt auch das Praxis­ marketing, ob man will oder nicht. Ein Praxisshooting ist nicht nur eine sehr schöne Möglichkeit, sich den Patienten in emotionaler Weise zu präsentieren, sondern fügt das Team auch noch einmal ganz anders zu­ sammen. Alle sind aufgeregt, ein Shooting­Tag ist immer ein beson­ derer Tag – und welch schönere Be­ stätigung gibt es für das Team, als sich selbst auf Werbemitteln und der Website zu sehen? Eine schöne Geste für den Zusammenhalt und eine Wertschätzung und für das gesamte Praxisteam.“ Zusammenfassend bewertet Zahn­ ärztin Louisa Pawlenka die gemein­ same Schaffensphase mit Existenz­ gründerberaterin Nadja Alin Jung durchweg positiv: „Das gesamte Mar­ keting ist sehr stimmig und schön geworden, wir wirken professionell, aber dennoch menschlich und sym­ pathisch – hier würde ich mich selbst auch als Patientin wohlfühlen.“ Kleine Stars bei Groß und Klein Besonders sympathisch dürften den Kindern neben der tollen Wohlfühl­ atmosphäre auch die Stars der Kinder­ praxis sein: Erdmännchen. Genauso putzig und aufgeweckt, wie sie in zahllosen Zoos auf Erdhügeln ste­ hen und den Hals recken, schauen sie einem von den Visitenkarten und Außen wirkung einen einheitlichen Gesamtauftritt, sorgt aber im Detail dafür, dass sich die Patientenziel­ gruppen von Pawlenka und Paw­ lenka zudem innerhalb ihrer jeweils eigenen Adaption des CIs wieder­ inden. So ist die Geschäftsaus­ stattung von Dr. Philipp Pawlenka in einem Anthrazit gehalten, wohin­ gegen sich diese bei Louisa Pawlen­ ka in Regenbogenfarben zeigt. Die­ ses strategische Erscheinungsbild wurde bei den Visitenkarten, den Terminzetteln, dem Anamnesebogen, dem Überweiserkonzept und Co. um gesetzt. Doch damit nicht genug, denn ein ganzheitliches Praxismar­ keting hört bei der Geschäftsausstat­ tung noch lange nicht auf. Es wurden Praxisflyer konzeptioniert und kre ­ iert, eine Website programmiert und mit Leben gefüllt, eine Beschilderung wurde designt und zur Eröffnung ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Sichtbares Praxismarketing Viele Einzelbausteine, die in ihrer Gesamtheit ein professionelles Er­ scheinungsbild ermöglichen und für Wahrnehmung sorgen – auf allen Kommunikationswegen, auf denen sich auch die Patienten bewegen. Entstanden ist ein Praxismarketing aus einem „Guss“, das entscheiden­ de Vorteile mit sich bringt: „Patienten erwarten heute, mit einem beson­ deren Maß an Aufmerksamkeit be­ handelt zu werden – und hierzu zählt nicht nur die Behandlung selbst, son­ dern auch das gesamte Drumherum. Wie positioniere ich meine Praxis ge­ genüber den Patienten? Wie erfolgt die Ansprache? Wie transportiere ich mein Konzept? Und vor allem – wie schaffe ich es innerhalb kurzer Zeit, Bestands patienten zu binden, neue Patienten zu gewinnen und mich gegenüber Mitbewerbern abzugren­ zen? Mit persönlicher Note und einem Konzept geht hier vieles nicht nur schneller, sondern auch leichter“, weiß Jung zu berichten. Drei Monate blieben den Pawlenkas und Nadja Alin Jung insgesamt, um in der Praxis ein Marketing zu eta­ blieren und sie sichtbar werden zu lassen. Die Eröffnung erfolgte im der Internetseite des „Milchzahn­ teams“ von Louisa Pawlenka entge­ gen. Und sie sind nicht nur niedlich, sie haben eine Botschaft: „Mir ge­ fallen die Erdmännchen deshalb so gut, weil sie wachsam sind und auf­ einander aufpassen. Anders als viele andere Tiere leben sie in Familien und bleiben zusammen. Das inde ich bemerkenswert – und es passt zu unserer Idee der Familienpraxis.“ Fazit Wenn sie anderen Gründern etwas mit auf den Weg geben würde, was wäre das? „Überlegt euch sehr gut, ob ihr für das Thema Personal gewapp­ net seid. Das hatten wir deinitiv unterschätzt.“ Ein Jahr hat es ge­ dauert, bis Pawlenkas ein Team zu­ sammengestellt hatten, das so ist, wie sie es von sich selbst erwarten und von ihren Mitarbeitern wün­ schen: respektvoll, kritikfähig und lernwillig. Eine starke Mannschaft hält ihr nun auch den Rücken für ihr ehrenamtliches Engagement im Arbeitskreis Jugendzahnheilkunde Hessen frei. Louisa Pawlenka betreut zwei Kindergärten, die sie regelmäßig besucht. „Was ist der zuckerfreie Vormittag, wie putzt man die Zähne richtig, was ist ein Zahnarztstuhl – ich setze mich gerne für die Präven­ tion ein“, so die Zahnärztin. Vor der Übernahme hatte die Praxis nur sehr wenige Kinder als Patien­ ten. „Mittlerweile behandle ich jeden Tag mehrere Kinder, das ist für mich schon ein toller Erfolg. Ganz ohne Zauberei.“ Kontakt Christin Bunn, Projekt- und Kooperations- partnermanagement, Public Relations m2c | medical concepts & consulting Nadja Alin Jung, Dipl.-Betriebwirtin m2c | medical concepts & consulting Mainzer Landstraße 164 60327 Frankfurt am Main Tel.: 069 46093720 info@m-2c.de www.m-2c.de
Welche Praxis passt zu mir? NACHGEFRAGT: Einblick in den Alltag einer jungen Praxis Vor rund zwei Jahren übernahm das Ehepaar Dr. Aneliya und Norbert Schulz eine Praxis in Altenfurt, einem Stadtteil von Nürnberg. Die Praxis – damals im 80er-Jahre-Flair – wurde in nur zwei Wochen komplett renoviert und mit neuen Geräten und neuer Dekoration ausgestattet. Bei der Ausstattung hatte das Paar großen Wert auf den Einsatz digitaler Technologien gelegt und sich daher gleich zu Beginn für ein CEREC-Gerät entschieden. Eine Praxis ohne Chairside-Systeme wäre für das Paar unvor- stellbar gewesen. Im nachfolgenden Interview geben Dr. Aneliya und Norbert Schulz einen Rückblick, was sich in den zwei Jahren getan hat und wie CEREC ihren Arbeitsablauf positiv beeinlusst. Frau Dr. Aneliya Schulz, Herr Nor- bert Schulz, Sie sind nun seit rund zwei Jahren nieder gelassen. Erzäh- len Sie uns etwas über diese Zeit. N. Schulz: Die letzten zwei Jahre waren eine sehr spannende und interessante Zeit. Aus rein wirt- schaftlicher Sicht gibt es natürlich immer Höhen und Tiefen, aber im Großen und Ganzen läuft alles genau so wie geplant. Sogar noch etwas besser. Und da leistet CEREC sicher einen wesentlichen Beitrag. Seit knapp zwei Monaten haben wir als neueste Ergänzung noch einen Fotona LightWalker- Laser angeschafft. Abb. 1  Abb. 1: Zahnarzt Norbert Schulz nimmt mithilfe des Intraoralscanners CEREC Omnicam einen digitalen Abdruck.
Welche Praxis passt zu mir? Abb. 2 Abb. 3  Abb. 2: CEREC ermöglicht eine schnelle Planung und Fertigung von Restaurationen – und das komplett chairside.  Abb. 3: Dank des neuen Fotona-Lasers LightWalker können die Zahnärzte Schulz jetzt eine schmerzfreie Kariesbehandlung anbieten. Dr. A. Schulz: Dank dem Laser konn- ten wir die Indikationsmöglichkeiten noch etwas erweitern. Beim Ent- fernen von Karies oder Kunststoff- füllungen kann der Laser das un- angenehme Bohren vollständig er- setzen. Die Laserbehandlung ist wesentlich angenehmer und deut lich schmerzfreier. Gerade für ängstliche Patienten, die bereits von schlechten Erfahrungen geprägt sind, ist dies ein entscheidender Vorteil. N. Schulz: Auch neu in unserer Pra- xis: Seit einiger Zeit beschäftigen wir stundenweise eine Zahntechnikerin, die uns speziell bei schwierigen Indi- kationen unterstützt. Als nächstes digitales Zukunftsprojekt möchten wir herausnehmbaren Zahnersatz mittels 3-D-Druck anbieten. Schließ- lich leben wir ja auch im digitalen Zeitalter. Welchen Beitrag leistete CEREC zu Ihrem Praxiserfolg? N. Schulz: In unserer Praxis können wir mittels CAD/CAM-Technologie direkt in einer Behandlungssitzung Inlays, Onlays, Veneers und Kronen im Chairside-Verfahren herstellen. Viele Fremdkosten, die zum Beispiel durch das Abdruckverfahren, die Herstellung und das Tragen eines Provisoriums sowie höhere Labor- kosten entstehen, entfallen hierbei. Das war uns damals bei der Integra- tion des Systems auch sehr wichtig, denn wir möchten so viel wie mög- lich inhouse herstellen. Wenn es mal schnell gehen muss, können wir den Zahnersatz auch komplett in einer Sitzung machen. Dann wird die Präparation, das Scannen und der Schleifvorgang chairside vorgenom- men. Der Patient muss dann nicht erst mit einem vielleicht nicht opti- mal sitzenden Provisorium rumlau- fen, sondern hat gleich den Zahn- ersatz, den er sich wünscht. Auch viele unserer Patienten wissen zu schätzen, dass der Zahnersatz bei uns abdruckfrei hergestellt werden kann. Was würden Sie rückblickend im Gründungsprozess anders machen? N. Schulz: Wir würden alles wieder genauso machen. Es gab während und nach der Gründungsphase keine Situation, bei der wir an unserem Handeln gezweifelt haben. Doch, eine Sache würden wir vielleicht an- ders machen: Den Laser würden wir gleich zu Anfang anschaffen und direkt in den Praxisablauf etablieren. Dr. A. Schulz: Je früher man damit anfängt, desto besser. Wenn man zu viele Jahre wartet, haben sich ge - wisse Gewohnheiten etabliert und man ist nicht mehr so offen für Verän- derungen. Da sollte man gleich zu Be- ginn überlegen, welches Equipment für die eigene Praxis sinnvoll ist und den Behandlungsablauf optimiert. Was ist Ihr wertvollster Tipp für Gründer, die gerade darüber nachdenken, ob sie sich nieder lassen möchten? N. Schulz: Ich denke, der wertvollste Tipp, den wir Praxisgründern mit- geben können, ist, dass ein guter Niederlassungsberater schon die halbe Miete ist. Die meisten Exis- tenzgründertipps kann man nach- lesen. Aber ein Berater, der einem in der Gründungsphase kompetent zur Seite steht und ein gutes Netzwerk hat, ist Gold wert. Dieser hat dann zum Beispiel bereits einen fachkun- digen Steuer- oder Bankberater an der Hand. Was viele nicht wissen: Ein Niederlassungsberater steigert außerdem die Bonität und senkt die Finanzierungszinsen. Und, man sollte auf jeden Fall zu einer Bank gehen, die sich mit der Finanzierung für Zahnärzte auskennt. Wer dann noch einen ausgearbeiteten Wirt- schaftsplan mit zur Bank bringt, ist optimal vorbereitet. Kontakt Zahnarztpraxis Aneliya und Norbert Schulz Löwenberger Straße 14 90475 Nürnberg Tel.: 0911 836010 www.zahnarzt-schulz-altenfurt.de
Welche Praxis passt zu mir? ZAHNÄRZTE-MVZ – eine erste Zwischenbilanz Ein Jahr nach Einführung des fachgleichen MVZ kann bereits eine erste Zwischen- bilanz gezogen werden. Mitte letzten Jahres hatte der Gesetzgeber das „Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV- VSG) verabschiedet. Erklärtes Ziel des Gesetzgebers war und ist es, koope- rative Versorgungsformen verstärkt zu fördern, um zur Verbesserung der Versorgung und Erschließung von Effi zienzreserven beizutragen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Möglichkeit geschaffen, auch arztgruppen- gleiche MVZs gründen zu können. Jens Pätzold, Bad Homburg © bizvector/Shutterstock.com Mit dieser Änderung steht nunmehr den Zahnärzten ebenso wie bereits Haus­ und Fachärzten die Möglich­ keit offen, ihre Praxis auch in Form eines MVZ zu betreiben. Gem. § 95 Abs. 1a SGB V kann die Gründung eines Zahnärzte­MVZ in der Rechts­ form einer Personengesellschaft, einer eingetragenen Genossenschaft oder aber als Gesellschaft mit be­ schränkter Haftung erfolgen. Vorteile des fachgleichen MVZ Die deutlichen Vorteile eines MVZ gegenüber einer „klassischen“ Ge- meinschaftspraxis sind sicherlich die Wachstumsmöglichkeiten und ­chancen. Das mögliche Wachstum einer Praxis ist aufgrund der Pflicht zur persönlichen Leistungserbrin­ gung begrenzt. Die sich aus § 4 Abs. 1 Satz 6 Bundesmantelvertrag Zahnärzte ergebende Begrenzung, wonach ein Vertragszahnarzt am Vertragszahnarztsitz zwei vollzeit- beschäftigte Zahnärzte bzw. bis zu vier halbzeitbeschäftigte Zahnärzte anstellen kann, schränkt Vertrags­ ärzte auf Expansionskurs erheblich ein. Oftmals sehen die Betroffenen nur die Möglichkeit, anstelle der An­ stellung von Zahnärzten diese als Juniorpartner aufzunehmen. Zumin­ dest wenn dieser Juniorpartner „nur“ an den selbst erwirtschafteten Um­ sätzen beteiligt wird, drohen zukünf- tig erhebliche Konsequenzen für die Praxis. Möchte man diese Problematik umgehen, ohne wiederholt neue Ju­ niorpartner aufzunehmen, stellt die Gründung eines solchen MVZ eine sehr interessante Alternative dar, über die es sich lohnt gründlich nachzudenken. Durch die Möglich­ keit, im Praxis­MVZ in theoretisch unbegrenzter Zahl angestellte Zahn­ ärzte zu beschäftigen, wird die Wachstumsgrenze aufgehoben. Die Inhaber des Praxis­MVZ können ihre Einrichtung um weitere Budgets mit angestellten Zahnärzten ohne Abgabe von Entscheidungsfreiheiten ausbauen oder sich selber durch Anstellungen Raum für neue Pro- jekte schaffen. Entwicklung seit Einführung des GKV-VSG Die Möglichkeit des fachgleichen MVZ wurde in den letzten Monaten bereits dankbar von großen Praxen und solchen, die groß werden wollen, angenommen. Gerade ein Teil der Zahnärzteschaft hat offensichtlich auf diese Möglichkeit gewartet, sich zukünftig rechtssicher aufzustellen und nicht weiter auf Hilfsstrukturen wie z. B. die Aufnahme von nicht kapitalbeteiligten Juniorpartnern zu­ rückgreifen zu müssen. Mit Blick auf die erheblichen Risiken, die mit
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Welche Praxis passt zu mir? solchen Gesellschaftsformen einher­ gehen, muss hiervon schlicht abge­ raten werden. Ebenso interessant ist die Grün­ dung eines MVZ für die Zahnärzte, die beabsichtigen, eine weitere Pra­ xis zu übernehmen, um zukünftig an mehr als einem Standort tätig zu sein. Da heutzutage wohl nur noch selten eine Zweitpraxis genehmigt werden wird, kann auch hier die Einbindung der Zweitpraxis in ein MVZ-Konstrukt weiterhelfen. Die ver­ schiedenen Möglichkeiten, die ein zahnärztliches MVZ bietet, haben bereits in den ersten Monaten Zahn­ ärzte im gesamten Bundesgebiet erkannt. Zwischenzeitlich haben diverse zahnärztliche MVZ ihre Zu- lassung erhalten und konnten die Tätigkeit aufnehmen. Der Trend zur Gründung eines MVZ bzw. der Um­ wandlung der eigenen Praxis in ein MVZ hält nach wie vor ungebrochen an und dürfte auch in Zukunft kaum nachlassen. Vorgehen zur Gründung des fachgleichen MVZ Vor Gründung des eigenen zahn­ ärztlichen MVZ muss stets die Ist-Situation bewertet werden. Ob für die eigene Praxis ein MVZ emp­ fehlenswert im ersten Schritt vom Praxisinhaber zusam­ men mit dessen Beratern aus prak- tischen, rechtlichen und steuer­ rechtlichen Gesichtspunkten geprüft ist, muss oder als GmbH gegründet werden. Zahnärzte, die das MVZ alleine grün­ den möchten, sind auf die Rechts­ form der GmbH angewiesen, da die Personengesellschaft stets mindes­ tens zwei Gründer verlangt. Welche Rechtsform die richtige ist, ist im Einzelfall zu prüfen. Dabei sind rechtliche und steuerliche Rahmen­ bedingungen zu prüfen, die eine exakte Kenntnis der medizinrecht­ lichen Besonderheiten verlangt. Erst wenn alle Voraussetzungen vorliegen und ein tragfähiges Kon­ zept umgesetzt wurde, steht der Umsetzung des eigenen zahnärzt­ lichen MVZ nichts mehr entgegen. Fazit Mit der Änderung der Gründungsvo­ raussetzungen für ein MVZ werden nunmehr auch den Zahnärzten die gleichen Möglichkeiten wie Haus­ und Fachärzten gegeben. Hierdurch Der Trend zur Gründung eines MVZ hält nach wie vor ungebrochen an ... bieten sich gerade für große Praxen und solche die groß werden wollen, neue interessante Möglichkeiten. Wie man diese Chancen am besten nutzt, lässt sich erst anhand einer Analyse der individuellen Bedürfnis­ se und Gegebenheiten beurteilen. Daher ist eine rechtzeitige und um­ fassende Beratung notwendig, be­ vor eine reibungslose Umwandlung weg von der Gemeinschaftspraxis hin zum zahnärztlichen Praxis­MVZ erfolgen kann. Neben der gesellschafts- und Steuer­ rechtlichen Aufgabenstellung im Zusammenhang mit der Gründung eines MVZ ist das Zulassungsver­ fahren durchzuführen. Hier zeigt die Erfahrung, dass es keine einheit­ liche Verwaltungspraxis bei den Zulassungsausschüssen gibt und stets vorhandene Besonderheiten zu berücksichtigten sind, damit das eigene MVZ die Zulassung zur Teil­ nahme an der vertragszahnärztlichen Versorgung erhält. Unabhängig von den Besonderheiten der einzelnen Zulassungsausschüs­ se ist auch stets Kenntnis von den jeweiligen vertragszahnärztlichen Re- gelungen der einzelnen KZVen erfor­ derlich. Beispielsweise akzeptiert die Der deutliche Vorteil eines MVZ gegenüber einer „klassischen“ Gemeinschaftspraxis sind sicherlich die Wachstumsmöglichkeiten ... Kontakt Jens Pätzold Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht Lyck + Pätzold. healthcare . recht wer den. Nicht für jeden ist ein MVZ sinnvoll, und nur, weil die Möglich­ keit hierzu besteht, sollte ein MVZ nicht gegründet werden. Ist das MVZ eine vernünftige Alter­ native, ist über die Rechtsform nachzudenken. Grundsätzlich kön­ nen MVZs als Personengesellschaft KZV Nordrhein derzeit lediglich einen Vorbereitungsassistenten pro MVZ und die KZV Niedersachsen gewährt angestellten Zahnärzten lediglich ein reduziertes Budget. Diese Besonder­ heiten muss man kennen, um früh­ zeitig Lösungen für solche Probleme zu entwickeln. Lyck + Pätzold. healthcare . recht Nehringstraße 2 61352 Bad Homburg Tel.: 06172 139960 kanzlei@medizinanwaelte.de www.medizinanwaelte.de
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Welche Praxis passt zu mir? Zum TRAUMLÄCHELN am TRAUMSTANDORT Exzellenz in jeglicher Hinsicht steht im Mittelpunkt der neu gegründeten Düsseldorfer Zahn­ arztpraxis Discover White: Fachlich, menschlich und organisatorisch in puncto Praxis­ managementsoftware. Damit liegen die Praxisgründer Dr. Mariana Mintcheva, M.Sc., und Dr. Christian Dan Pascu auf Erfolgskurs, wie die Bestandsaufnahme nach rund einem halben Jahr Praxisbetrieb zeigt. Claudia Hytrek, Holzgerlingen Düsseldorf, Medienhafen: Hinter der Glasfassade des architektonisch eindrucksvollen, an einen Schiffsbug erinnernden Gebäudes des Grand Bateau verbirgt sich eine gleicher- maßen moderne wie imponierende Zahnarztpraxis. In einem Viertel, in dem sich junge und innovative Fir- men aus der Werbe- und Modebran- che ebenso inden wie Anwaltskanz- leien und Unternehmensberatungen, eröffneten Dr. Mariana Mintcheva, M.Sc., und Dr. Christian Dan Pascu im September 2014 die Gemein- schaftspraxis Discover White. „Die dynamische Atmosphäre des Medienhafens passte auf Anhieb gut zu unserem Konzept“, erinnert sich Dr. Mintcheva. Nachdem sie lange bestehende Praxen besichtigt und keine geeignete gefunden hat- ten, wussten sie gleich, hier ihren „Traumstandort“ entdeckt zu haben. Das Konzept der Praxis richteten die beiden Praxisinhaber stringenter- weise auf die Zielgruppe des Vier- tels aus: Mit langen Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr ermöglicht Disco- ver White Berufstätigen, ihren Zahn- arztbesuch mit den Bürozeiten in Einklang zu bringen. Das kommt an. Die Praxis hat sich im vergangenen halben Jahr besser entwickelt als
DGKZ e.V. Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin Die innovative Fachgesellschaft für den modernen Zahnarzt Kostenlose Fachzeitschrift Lesen Sie kostenlos „cosmetic dentistry“– die qualitativ außer- gewöhnliche Mitgliederzeitschrift informiert Sie über alle rele- vanten Themen der kosmetischen Zahnmedizin. Auch als E-Paper mit Archivfunktion auf www.zwp-online.info verfügbar. Ermäßigte Kongressteilnahme Besuchen Sie die Jahrestagungen der DGKZ und nutzen Sie die für Mitglieder ermäßigten Teilnahmegebühren. Kostenlose Mitglieder-Homepage Nutzen Sie Ihre eigene, individuelle Mitglieder-Homepage, die die DGKZ allen aktiven Mitgliedern kostenlos zur Verfügung stellt. Über die Patientenplattform der DGKZ, die neben Infor- mationen für Patienten auch eine Zahnarzt-Suche bietet, wird der Patient per Link mit den individuellen Mitglieder-Homepages verbunden. Patientenwerbung und Öffentlichkeitsarbeit Profitieren Sie von einer starken Gemeinschaft, die durch Öffentlichkeitsarbeit auch Ihr Praxismarketing unterstützt. Mitgliedsantrag DGKZ Weitere Infos: Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. Holbeinstr. 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-202, Fax: 0341 48474-290 info@dgkz.info / www.dgkz.com Nutzen Sie die Vorteile der Mitgliedschaft in der DGKZ und treten Sie jetzt dieser starken Gemeinschaft bei! Die einfache bzw. passive Mitgliedschaft kostet 200 € , die aktive Mitglied- schaft 300 € jährlich. Für Studenten ist die Mitgliedschaft kostenfrei.
Welche Praxis passt zu mir? prognostiziert. Viele Weiterempfeh- lungen führten zu einem hohen Pa- tientenaufkommen und zu einem deutlichen Wachstum der Praxis. Die Mitarbeiteranzahl hat sich seit der Eröffnung vor gut einem halben Jahr nahezu verdoppelt. Mittlerweile unter- stützt ein 13-köpiges Team die Be- handler Dr. Mintcheva und Dr. Pascu. Vor allem im zahntech nischen Be- reich wurden Team und Geräte aufge- stockt, um so viel wie möglich „schnell aus einer Hand“ herzustellen – „Quali- tät made in Düsseldorf“. Das gelungene Beispiel einer Praxis- neugründung begann vor rund zwei Jahren. Nach gesammelter Berufs- erfahrung wuchs der Wunsch, sich beruflich zu 100 Prozent selbst ver- wirklichen zu können – sowohl bei Dr. Mintcheva als auch bei ihrem Kollegen Dr. Pascu. In ihrer gemein- samen Zeit als angestellte Zahn- ärzte lernten sich die Praxisgründer kennen und menschlich schätzen. Gemeinsam beschlossen sie, ihre hohen Standards in Aus- und Wei- terbildung sowie ihre individuellen Vorstellungen in einer eigenen Pra- xis mit implanto logischen und oral- chirurgischen Schwerpunkten ein- zubringen. Investition in Praxismanagement- software keine Sekunde bereut Bei der Ausstattung der neu gegrün- deten Praxis standen neben hoch- wertiger Qualität auch ästhetische Gesichtspunkte im Vordergrund. Daher iel die Wahl schnell auf design orientierte iMacs. Auch an die Praxismanagementsoftware hatten die Praxisgründer hohe Anforderun- gen. Ihre Erwartung: Das Programm als Herz einer jeden Zahnarztpraxis muss jederzeit und möglichst um- fassend Informationen auf typische Fragestellungen liefern: Welches Material muss bestellt werden? Wie viele und welche Rechnungen sind noch offen? Welchen Status haben unterbreitete Kostenvoranschläge? „Bei einer neu gegründeten Praxis ist natürlich besonders interessant, welche Umsätze gemacht werden und wie sich die Patientenzahlen entwickeln“, weiß Dr. Mintcheva. Im Zuge ihrer Recherchen stieß sie auf die Praxismanagementsoftware CHARLY (solutio GmbH) und ent- deckte ein vielseitiges Programm ganz nach ihren Vorstellungen, das nicht nur auf Windows, sondern auch rein auf Mac lief – und damit ideal zur Hardwareausstattung der Praxis passte. Ein besonderes Lob erhält die Durchgängigkeit der Software. Die faszinierende Philosophie von CHARLY halte auch im Praxisalltag,
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Welche Praxis passt zu mir? was sie verspricht. „Man merkt ein- fach die zahnärztliche Expertise, die dahintersteckt“, freut sich Dr. Mint- cheva. „Wir haben nicht nur eine komplette Übersicht über den kauf- männischen Bereich der Praxis, das Team schätzt zudem die einfache Abrechnung mithilfe von Komple- xen und die große Erleichterung im Praxisalltag.“ Gut ausgerüstet mit einer Software für alle Arbeits - ab läufe – von der Patientenaufnah- me über die Befundung und Be- handlungsplanung bis hin zur Rech- nungsstellung – ist das Praxisteam entlastet und beide Behandler können sich voll und ganz auf ihre Arbeit konzentrieren. Ästhetische Zahnmedizin: Lächeln wie die Stars Neben den implantologischen Be- handlungen ist auch die Nachfrage an einem strahlend schönen, makel- losen und gesunden Lächeln deut- lich steigend. „Smile Design“ heißt die Methode aus den USA, die in der Düsseldorfer Praxis angeboten wird und die mittels individuell angefer- tigter, hauchdünner Keramikveneers ein Hollywood-Traumlächeln ver- spricht. „Das Smile Design macht inzwischen ein gutes Drittel aller Be- handlungen in der Praxis aus“, weiß Dr. Mintcheva. Ziel sei das optimale Lächeln, das sich mit Zahnform und -farbe sowie unter Anwendungen der Proportionen des goldenen Schnitts realisieren lässt. Dank auf- genommener Bilder, einem Video und einem Wax-up-Vorschlag, mit dem die Veränderung vor der letzt- endlichen Umsetzung in Wachs si- muliert wird, hat der Patient maxi- males Mitspracherecht. Für den Zahnarzt ermöglicht die genaue Analyse und Planung ein minimal- invasives Vorgehen, oftmals gänz- lich ohne Beschleifen der Zähne. Auch dieses Konzept, das die Düssel- dorfer Praxis als eine der wenigen in Deutschland durchführt, ist Teil der Erfolgsgeschichte von Discover White. Eineinhalb Jahre intensive Vorbereitungszeit zahlen sich heute in jeder Hinsicht aus. Trotz vieler Aufgaben und Anschaffungen im großen Stil erinnert sich Dr. Mint- cheva durchweg positiv zurück: „Wir hatten eigentlich nur Highlights – in der Gründungsphase und bis heute“, freut sich die Praxisgründerin. Jeder Neupatient, das tolle Team und die freundschaftliche Atmosphäre seien Belohnung für das bisher Geleistete und Ansporn für die Zukunft. Den Schritt in die Selbstständigkeit kann Dr. Mintcheva jedem empfehlen. Ihr Erfolgsrezept: „Mut haben, sich selbst zu verwirklichen, an Träumen festhalten und sie umsetzen – das funktioniert!“ Kontakt Discover White Gemeinschaftspraxis Dr. Mintcheva & Dr. Pascu Zollhof 8 40221 Düsseldorf Tel.: 0211 8763460 info@discover-white.de www.discover-white.de solutio GmbH Zahnärztliche Software und Praxismanagement Max-Eyth-Straße 42 71088 Holzgerlingen Tel.: 07031 4618-700 info@solutio.de www.solutio.de
Talent ist nichts ohne das richtige Instrument. Jeder Virtuose kann nur so gut performen, wie es sein Instrument Unsere Produkte sind nur im Direktvertrieb erhältlich, also direkt zulässt. Darum empfehlen wir, von Anfang an auf höchste Standards vom Hersteller. Welche Vorteile das hat, merken Sie spätestens im zu setzen. Wir stellen seit 1923 feinste Instrumente und Systeme Gespräch mit dem Komet Partner an Ihrer Uni. Jeder Kunde wird für die Zahnheilkunde her und gelten als Markt- bzw. Innovations- individuell und auf höchstem fachlichen Niveau beraten, egal ob er führer. Maßstäbe setzen wir auch im Bereich Service und Beratung: Zahnarzt oder Student ist. 0 V 0 6 9 3 1 4 · 5 1 0 2 / 5 0 © www.kometdental.de
Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? TEILZAHLUNGSANGEBOTE in der modernen Zahnarztpraxis Stmool/ll S/ t t hh u e r rr s t o c k . c o m Warum werden viele Heil- und Kostenpläne über hoch- wertige zahnmedizinische Versorgungen nicht realisiert und bleiben einfach liegen? Ein weitverbreiteter Grund ist: Die Patienten ver- fügen nicht sofort über die erforderlichen fi nanziellen Mittel, um die vorgeschlagene Behandlung beginnen zu können. Viele Patienten würden sich in dieser Situation gerne für ein faires Teilzahlungsangebot entscheiden. vladwel/Shutterstock.com vladwel/Shutterstock.com Dr. Peter Raab, Stuttgart Um die Kosten zahnärztlicher Be­ handlungen haben sich die Patien­ ten vor einigen Jahren noch keine großen Gedanken machen müssen. Die erstattenden Stellen haben viele Leistungen in hohem Umfang über­ nommen. Doch die Zeiten haben sich grundlegend geändert. Mittler­ weile ist bei Patienten in der gesetz­ lichen Krankenversicherung (GKV) der Selbstzahleranteil deutlich an­ gestiegen. Im Bereich der privaten 0 – 17 Jahre 18 – 30 Jahre 30 – 49 Jahre 50 – 69 Jahre > 70 Jahre 14,96 % 19,39 % 20,33 % 20,79 % 22,10 % 24,39 % 22,30 % 24,23 % 15,58 % 19,20 % Laufzeit Teilzahlung > 6 Monate 2010 Laufzeit Teilzahlung > 6 Monate 2013  Abb. 1: Anteil der Ratenzahlungen mit längerer Laufzeit ist über alle Altersgruppen hinweg angestiegen (Quelle: DZR, 2015). Krankenversicherung (PKV) gibt es eine Vielzahl von Tarifen mit unter­ schiedlichen Erstattungssätzen. Je nach Tarif variiert bei den privat ver­ sicherten Patienten der selbst zu tragende Eigenanteil. Parallel zu die­ ser Entwicklung hat die Zahnheil­ kunde enorme Fortschritte verzeich­ net, zum Beispiel in der digitalen Diagnostik, dem CAD/CAM­gefertig­ ten Zahnersatz mit hochwertigen Keramikmaterialien und in der Im­ plantologie. Mit den vielfältigen Mög­ lichkeiten ist auch der Anspruch der Patienten an die Behandlung gestie­ gen. Sie erwarten heute hochwertige ästhetische Lösungen, die ihnen ein dauerhaftes Wohlbei nden und Le- bensqualität geben. Fast alles ist machbar, doch es hat seinen Preis. Den Blick in den Heil­ und Kostenplan empi nden dann doch viele Patienten als eine unange­ nehme Überraschung. Verfügen sie nicht über die erforderlichen i nanziel- len Mittel, um die vorgeschlagene Be­ handlung beginnen zu können, bleiben sie der Praxis erst einmal fern oder bitten um Zeitaufschub. Die Folge: Der Heil­ und Kostenplan wird nicht reali­ siert. In diesen Fällen kann ein Teilzah­ lungsangebot dem Patienten helfen, die gewünschte Therapie anzugehen.
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Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? Vorbehalte gegen Teilzahlung? Jedoch ist diese Finanzierungsform im Gesundheitsbereich noch immer nicht ausreichend verbreitet. Dabei ist sie gerade in diesem Sektor mehr als sinnvoll und notwendig. Die Praxen, die ihren Patienten Teilzah­ lungsangebote im Rahmen einer der Ratenzahlungen mit einer länge­ ren Laufzeit steigt über alle Alters­ gruppen hinweg an (Abb. 1). Haben die Patienten Vorbehalte ge­ gen Teilzahlungsmodelle? Wenn man die Daten aus anderen Branchen zugrunde legt, dann ist die Antwort: nein. Denn die Patienten kennen Die Pra xen, die ihren Patienten Teil zah lungs- angebote unterbreiten, haben im vergangenen Jahrzehnt einen deutlichen Anstieg der Nach- frage nach dieser Zahlungsform zu ver zeichnen. Kooperation mit einem Abrechnungs ­ dienstleister anbieten, haben im ver ­ gangenen Jahrzehnt einen deutli­ chen Anstieg der Nachfrage nach dieser Zahlungsform zu verzeich­ nen. So hat sich beispielsweise die Anzahl der Teilzahlungsvereinbarun­ gen in der Zeit von 2003 bis 2013 beim Deutschen Zahnärztlichen Re­ chenzentrum (DZR) – unter Berück­ sichtigung einer gestiegenen Kun­ denzahl – glatt verdoppelt. Und ein weiterer Trend zeichnet sich seit rund fünf Jahren ab: Die Anzahl Finanzierungsangebote aus nahezu allen anderen Lebensbereichen. An­ schaffungen werden häuig nach Monatsraten und Laufzeiten, nicht nach absoluter Höhe taxiert. Nach einer repräsentativen Studie der GfK im Auftrag des Bankenfachverban­ des von 2011 nutzen bereits 37 Pro­ zent der deutschen Bevölkerung min destens eine Finanzierung. Der Ratenkredit steht an oberster Stelle. Eine Studie des Instituts für Han­ delsforschung aus dem Jahr 2012 beleuchtet die Relevanz aus Sicht der Leistungserbringer. Die Möglich­ keit, einen Kaufpreis in Raten zu zahlen, ist für die Unternehmen ver­ schiedener Branchen von hoher Re­ levanz. Denn ohne diese Angebote würden sehr viele Käufe nicht getä­ tigt (Abb. 2). Finanzierungsangebote Mit einem fairen und patienten­ freundlichen Teilzahlungsangebot schaffen Zahnärzte eine sogenann­ te Win­win­Situation: Die Patienten erhalten mehr inanzielle Flexibilität sowie eine hochwertige Versorgung und die Praxisinhaber die Möglich­ keit, höherwertige Versorgungen zu realisieren und damit auch höhere Umsätze zu erzielen. Doch wie indet man das richtige und passende Angebot? Bei den verschie­ denen Finanzierungsangeboten lohnt es sich, genau hinzusehen. Nicht alle Angebote entsprechen tatsächlich den Wünschen der Patienten. Zu unterscheiden sind isolierte Fi­ nan zierungsangebote, wie sie von Banken und Kreditinstituten als Kon­ sumentenkredite angeboten werden, von sogenannten „integrierten Finan­ zierungsangeboten“ von Abrech­ nungsdienstleistern, bei denen die Finanzierung in die Abrechnungs­ Wenn Finanzierungen angeboten werden: Wie wichtig erscheint es Ihnen im Hinblick auf den Geschäftserfolg Ihres Unternehmens, dass Sie Ihren Kunden Finanzierungen anbieten? 0% 20% 40% 60% 80% 100% Autohandel Elektrohandel Möbelhandel  Abb. 2: Anteil der Unternehmen, für deren Geschäftserfolg Finanzierungen wichtig sind (Quelle: Institut für Handelsforschung: Bedeutung der Point-of-sale-Finanzierung im Handel, 2012).
Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? schüren oder auf der Website ist ein unaufdringlicher Weg, die Patienten über diesen Service zu informieren. Gerade bei umfangreichen Therapie­ vorschlägen gehen immer mehr Zahnärzte dazu über, ihre Patienten in schriftlicher Form ausführlich zu informieren. Diese Unterlagen enthal­ ten umfangreiches Aufklärungsma­ terial über die Therapie und teilweise sogar über den Kostenvoranschlag. Wird hier die Teilzahlungsinformation bereits beigelegt, kann sich der Pa­ tient zu Hause in aller Ruhe über den Therapievorschlag und die Finanzie­ rung beraten und den Teilzahlungs­ wunsch direkt dem Rechenzentrum mitteilen. Kein Patient wird sich brüs­ kiert fühlen, wenn er die Zeit bis zur Kostenerstattung durch eine PKV einfach mit einer zinsfreien Raten­ zahlung überbrücken kann, und die Patienten, die längere Laufzeiten wünschen, freuen sich über ein ent­ sprechendes Angebot. Eines sollten Praxisinhaber und Mit­ arbeiter jedoch berücksichtigen: Pa­ tienten wollen sich in der Praxis nicht als Ratenzahler outen. Die Patien­ ten erhalten zwar in der Praxis das Finanzie­ rungsangebot, aber bis zu 80 Pro ­ zent der Patienten schicken an­ schließend den Finanzierungsantrag bevorzugt direkt an das Rechenzen­ trum. Sie outen sich in der Praxis nicht als Ratenzahler. Diese Zahlen belegen: Eine Tren­ nung von medizinischer Leistung und deren Finanzierung auf zwei Ansprechpartner fördert nicht nur das Vertrauensverhältnis von Zahn­ arzt und Patient, sondern führt auch zu mehr Umsatz für die Praxis. Denn: Es werden mehr Heil­ und Kostenpläne realisiert. Kontakt Dr. Peter Raab Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH Unternehmensentwicklung Marienstraße 27 70178 Stuttgart Tel.: 0711 96000-240 p.raab@dzr.de www.dzr.de dienstleistung eingebunden ist. Hier ist darauf zu achten, dass die Pa­ tientenforderungen unabhängig von der später vom Patienten gewählten Form der Bezahlung über das Ab­ rechnungsunternehmen abgerechnet werden kann. Der Patient sollte nach Rechnungsstellung frei wählen kön­ nen, ob er die Rechnung sofort oder in Raten bezahlt. Als Praxisinhaber sollte man im Sinne seiner Patienten genau auf die Konditionen des Finanzierungs­ angebots achten. Ein vermeintlich attraktives Finanzierungsangebot mit einem auf den ersten Blick günstigen Effektivzins kann schnell zu Irritationen und zur Patienten­ unzufriedenheit führen, wenn die Patienten • einen Original­Einkommensnach­ weis erbringen müssen, • Schufa­Auskünfte und ­Einträge zu akzeptieren haben, • Angaben zum Arbeitgeber und zur Beschäftigungsdauer machen müssen, • gegebenenfalls Originalkontaus­ züge oder Ähnliches vorlegen sol­ len. Führende Abrechnungsunternehmen wie das DZR bieten patientenfreund­ liche Teilzahlungsmodelle ohne diese Beschränkungen an. Angebote mit beispielsweise bis zu sechs völlig zins­ und gebührenfreien Monatsra­ ten i nden zunehmend auch bei zah- lungskräftigeren Patienten Anklang. Sie empi nden die sechs gebühren- freien Monatsraten als besonders „intelligentes“ Angebot, mit dem sich bequem die private Liqui­ dität beibehalten lässt. S/ els/s Pixii 2 3 Diskrete Kommunikation ist gefragt Diskret lässt sich jedem HKP ein Finanzierungs­ angebot beilegen, wenn dieses eine kostenfreie Variante enthält. Neben der Beilage in einem HKP kann man die Teilzahlungsinforma­ tion auch am Empfang oder im Wartezimmer als diskrete Informationsmöglichkeit auslegen. Der Hinweis in Praxisbro­ t o c k . c o m h u tt e r srr © Pixels/Shutterstock.com
m o c . k c o t s r e t t u h S / o d u t s k c o t s - g © i Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? FEHLER bei der Praxis- neugründung VERMEIDEN Der Weg in eine selbstständige Tätigkeit als Zahnarzt birgt viele Verwirklichungsmöglichkei- ten, aber auch einige Risiken. Bei schlechter Planung und mangelnder Information im Vorfeld steht unter Umständen der Verlust einer hohen Investitionssumme auf dem Spiel. Um ver- meidbare Fehler beim Start in die Selbstständigkeit zu umgehen, sollten die im nachfolgen- den Artikel beschriebenen Aspekte rechtzeitig bedacht werden. Thomas Weilbach, Frankfurt am Main Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich als Zahnarzt selbstständig zu ma- chen: die Praxisneugründung, die Übernahme einer bestehenden Pra- xis oder der Einstieg als Partner in eine Berufsausübungsgemeinschaft. Bei der Übernahme einer bestehen- den Praxis bzw. dem Einstieg in eine Berufsausübungsgemeinschaft ist das Risiko des Existenzgründers zunächst überschaubarer als bei einer Neugründung, da man hier auf Basis von Vergangenheitswer- ten einfacher planen und kalkulieren kann. Mit den bereits vorhandenen Organisations-, Personal- und Pa- tientenstrukturen ist der Existenz- gründer in der Lage, vom ersten Tag an zu arbeiten und Umsätze zu generieren. Dies lässt die Praxis- übernahme bzw. den Einstieg in eine Gemeinschaft im ersten Mo- ment für viele lukrativer erscheinen. Bei der Neugründung ist wesentlich mehr zu organisieren und zu beden- ken. Der Unternehmer ist hier am Anfang mehr gefordert als der Zahnarzt. Vorteile: • Praxisstandort frei wählbar • Praxisgestaltung und Geräteaus- stattung frei wählbar • Praxiskonzept frei wählbar • Praxispersonal frei wählbar/keine Abindungen für überbezahlte Alt- kräfte etc. • Kein Kaufpreis für Patienten die ggf. nach Übernahme nicht mehr kommen • Keine Investition in veraltete Pra- xisausstattung ohne Garantie • Keine inanziellen Mittel für nötige Umbau- und Modernisierungskos- ten Nachteile: • Keine Kollegen zum Erfahrungs- austausch • Keine Erfahrungswerte vorhanden • Circa ein bis zwei Jahre Vorinan- zierung des privaten Lebensunter- haltes • Höherer Planungsaufwand • Mehr unternehmerische Kompe- tenz und Willen erforderlich • Höherer Kapitalbedarf Die Entscheidung zwischen Neu- gründung und Übernahme sollte da- her zunächst in den Fokus gestellt werden. Erst wenn sichergestellt ist, dass der Zahnarzt bei einer Neu- gründung eine bessere berufliche Verwirklichung erreichen kann, soll- te nach einem geeigneten Standort gesucht werden. Standortsuche/-analyse Ist die Wahl auf eine Neugründung gefallen, sollten die Vorstellungen vom Standort und der Wunsch- praxis mit einem Depot erörtert werden. Passende Objekte werden oft von Depots in Zusammenarbeit mit Immobilienentwicklern vermit- telt. Zur Standortanalyse gehören unter anderem die Kaufkraft und das Alter der Bevölkerung, die Wett- bewerbssituation sowie die Patien- tenzahl pro Zahnarzt. Die Standortwahl ist das A und O der erfolgreichen Neugründung. Erst wenn sicher ist, dass das Praxiskon- zept und die Schwerpunkte auch zu
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Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? den Erwartungen der Patienten vor Ort passen und man sich damit gegenüber der Konkurrenz durch- setzen kann, sollte der Einstieg in die Planung erfolgen. Praxiskonzept Vor allem in den Ballungsräumen und Großstädten nimmt der Wett- bewerb immer mehr zu. Daher soll- ten vor allem die Zielgruppe sowie das Leistungsspektrum der Praxis klar deiniert werden. Das gesamte Team muss hinter der festgelegten Behandlungs- und Abrechnungsphi- losophie stehen, damit eine einheit- liche Praxismeinung vertreten wird. Die Unternehmerseite des Existenz- gründers ist hierbei noch stärker gefragt als seine zahnärztliche Qua - liikation. Businessplan/Drei-Jahres- Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Für die inanzierende Bank, aber vor allem für sich selbst, sollte der Gründer gemeinsam mit seinem – auf die Beratung von Zahnärzten spezialisierten – Steuerberater eine sogenannte Drei-Jahres-Wirtschaft- lichkeitsberechnung durchführen. Diese sollte ein realistisches Er- gebnis der Lage widerspiegeln. Ge- fragt ist Ehrlichkeit zu sich selbst: Fällt die Prognose nicht vorteilhaft aus, sollte das Projekt verworfen werden. Die Wirtschaftlichkeitsprognose soll- te in Anlehnung an das Praxis- konzept eine fundierte Umsatzpla- nung mit den damit verbundenen Kosten beinhalten. Nachdem das Praxisergebnis ermittelt wurde, ist die Liquidität nach Abzug von Steu- ern, Tilgung, Privatausgaben, Ver- sicherungen und Vorsorgeaufwen- dungen Basis für die Kalkulation des geplanten Kontokorrentrahmens. In aller Regel wird bei einer Neugrün- dung im ersten Jahr ein Verlust erwirtschaftet. Das zweite Jahr führt meist zu einem ausgegliche- nen Ergebnis und erst das dritte Jahr endet mit einem ausreichen- den Gewinn. Dieses Wissen sollte als Basis für die Finanzierungs- planung dienen. Finanzierungskonzept/ Versicherungen/Liquidität Die durchschnittliche Neugründung kostet nach IDZ 429.000 EUR bzw. 414.000 EUR nach KZBV Jahrbuch von 2013. Eigenkapital ist in aller Regel auch bei einer Neugründung nicht erforderlich. Rücklagen für pri- vate Lebenshaltungskosten in der Anlaufphase sind aber durchaus hilf- reich. Finanzierungsmängel und vor allem eine unzureichende Liquidi- tätsplanung führen häuig zum Scheitern der Neugründung. Daher sollte lieber ein Sicherheitspuffer eingeplant werden, damit unan- genehme Überraschungen erspart bleiben. Folgende Fragen sollten sich klar beantworten lassen: Wie viel Geld von welcher Bank wird zu welchem Zeitpunkt benötigt? Wie fahrung zeigt, dass hier mitunter erhebliche Planungsfehler begangen werden, wenn dem Architekten das nötige Spezialwissen fehlt. Ebenfalls empiehlt es sich, ein Depot vor Ort zu wählen, das später auch den nöti- gen Service anbieten kann. Bei einer durchschnittlichen Investition von 400.000 EUR kann ruhig mit allen Anbietern verhandelt werden. Bei der Neugründung sollte man nicht gleich überpowern, denn je höher das Investitions volumen, des- to höher ist auch der Druck, von Anfang an genug Umsatz zu er- wirtschaften. Daher macht es hier durchaus Sinn, z. B. schon Vorkeh- rungen für ein eventuell geplantes Eigenlabor oder z. B. das vierte Be- handlungszimmer zu treffen, diese aber eben noch nicht einzurichten. Das gesamte Team muss hinter der fest- gelegten Behandlungs- und Abrechnungs- philosophie stehen, damit eine einheitliche Praxismeinung vertreten wird. und ab wann soll getilgt werden? Be- steht ein Anspruch auf Förder mittel, welche Unterlagen sollten für das Bankgespräch vorbereitet werden? Macht es Sinn, zur Verbesserung der Liquidität von Beginn an mit einer Abrechnungsgesellschaft zusam- menzuarbeiten? Welche Versiche- rungen werden benötigt? Praxisplanung und Geräteausstattung Hierzu sollte frühzeitig das Gespräch mit einem Depot gesucht und sich über die Ausstattungs- und Gestal- tungsmöglichkeiten informiert wer- den. In aller Regel verfügen die Depots über gute Erfahrungswerte darüber, was alles benötigt wird, und können Service aus einer Hand anbieten. Bei Interesse für eine individuellere architektonische Gestaltung ist drin- gend darauf zu achten, dass der Architekt der Wahl bereits einige Zahnarztpraxen geplant hat. Die Er- Das wird sich positiv auf die Rentabi- lität auswirken, denn der häuigste Fehler sind zu hohe Investitionen. Daher lieber klein starten und wenn es gut läuft, weiter investieren. Das gilt auch für Personal- und andere Kostenpositionen. Mietvertragsgestaltung Auch hier ist es wichtig, einen auf Zahnärzte spezialisierten Anwalt hin- zuzuziehen, für den ein Mietvertrag über eine Zahnarztpraxis nichts Neu- es ist. Gerade wenn es um das The- ma der Übernahme von Umbau-/Ein- baukosten durch den Vermieter geht, sollte man die einzelnen Möglichkei- ten durchkalkulieren. Auch Verlänge- rungsoptionen sowie die Möglichkeit, weitere Kollegen mit in den Mietver- trag aufnehmen zu können, sollten verhandelt werden. Entscheidend ist auch, ob der Praxismietvertrag spä- ter mit oder ohne Rückbauverpflich- tung beendet werden darf.
Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? Marketingkonzept Gerade bei einer Neugründung, bei der alle Patienten neu gewonnen werden müssen, ist ein Marketing- konzept mit entsprechendem Mar- ketingbudget unerlässlich. Es bringt nichts, an dieser Stelle zu sparen und darauf zu warten, bis die Pa- tienten über Mund-zu-Mund-Propa- ganda den Weg in die Praxis i nden. Der Gründer benötigt von Beginn an so viele Patienten wie möglich, um seine Kosten zu decken. Daher sollte das Marketingkonzept schon min- destens vier Wochen vor Eröffnung der Praxis ansetzen und frühzeitig auf diese aufmerksam machen. Es gibt heute vielfältige Möglichkei- ten, neue Patienten zu akquirieren. Das fängt bei den klassischen Maß- nahmen wie Praxislogo, Corporate Identity, Visitenkarten, Flyer, Schil- der, Homepage an und geht über Bewertungsportale wie Jameda, So- cial Media wie Facebook und Such- maschinenoptimierung wie Google AdWords weiter. Daneben sind Zei- tungskampagnen, Patienteninforma- tionsveranstaltungen etc. möglich. Sehr wichtig ist die Erfolgsüber- wachung dieser Maßnahmen mit gezielten Fragen bei der Anamnese. Auch hierbei ist die Zusammen- arbeit mit Beratern/Agenturen sinn- voll, die sich mit dem dentalen Be- rufsfeld auskennen. Privatkonzept/Familie Viele Existenzgründungen scheitern daran, dass es neben dem beruf- lichen Stress noch zu privatem Ärger kommt. Daher sollte die Fa- milie/Lebenspartner darauf vorbe- reitet wer den, dass in der Grün- dungsphase sowie in den ersten drei Jahren sehr viel Zeit, auch Freizeit, in die neue Praxis inves- tiert werden muss und dass es auch in i nanzieller Hinsicht zu Ein- schränkungen kommen kann. Nur mit der nötigen Unter stützung wird der Erfolg greifbar. Fazit Eine Praxisneugründung ist grund- sätzlich sehr interessant und indivi- dueller als andere Formen der Exis- tenzgründung. Sie hat den Vorteil, dass die Räume, Ausstattung und Arbeitsweise nach eigenen Vorstel- lungen gestaltet werden können. Die Neugründung verlangt aber ins- gesamt etwas mehr „Unternehmer- geist“ als die Übernahme, daher ist eine fundierte branchenspezii sche Beratung bereits in der Planungs- phase unerlässlich. Kontakt Thomas Weilbach Dipl.-Betriebswirt ADVISA Steuerberatungs GmbH Grüneburgweg 12 60322 Frankfurt am Main Tel.: 069 154009-39 thomas.weilbach@etl.de www.advisa-online.de © Antiv/Shutterstock.com Blueguy/Shutterstock.com
Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? Der ZAHNARZT und der GELDFLUSS in seiner Praxis Wie kann der Zahnarzt seine unternehmerische Kompetenz ausbauen? Im folgenden Beitrag werden die betriebswirtschaftliche Praxisführung und das Liquiditätsmanagement thema- tisiert. Francesco Tafuro, Hamburg Fachliche Kompetenz allein genügt heutzutage nicht mehr, um als nie­ dergelassener Zahnarzt Erfolg zu haben. Der Mediziner muss glei cher­ maßen auch Unternehmer sein und seine Praxis nach betriebswirt­ schaftlichen Gesichtspunkten orga­ nisieren. Gelingt das, ist er auch wirtschaftlich erfolgreich. Erfolg hat jedoch viele verschiedene Fa­ cetten und ist ganz vom Individuum abhängig. Allein zu erkennen, wo Stärken, Schwächen und Perspek­ tiven liegen und die entsprechen­ den Maßnahmen zu ergreifen, ist oft schwierig. Als sinnvoll erweist es sich hier oftmals, gerade auch beim Geldfluss in einer Praxis, einen externen Berater hinzuzuziehen. Im Unternehmenscoaching hat das Thema Liquiditätsmanagement in der Zahnarztpraxis einen wesent­ lichen Anteil am Gesamterfolg. Das resultiert zum einen aus der Notwendigkeit, sich im zunehmend dichteren „Nachfrager­ markt“ auch als Unternehmen posi­ tionieren zu müssen. Zum anderen bemerken wir, dass sich viele Zahn­ ärzte um die betriebswirtschaftli­ chen Belange wenig bis gar nicht kümmern. Die Konsequenzen dieser einseiti­ gen Ausrichtung sind daran zu er­ kennen, dass der Zahnarzt zu große Privatentnahmen vornimmt, ohne dass dies erwirtschaftet wurde. Auf der anderen Seite existieren gerade in einer „Betriebswirtschaft negie­ renden“ Praxis die größten Unsicher­ heiten für den Unternehmer und Mediziner. Aussagekraft einer „Betriebs- wirtschaft lichen Auswertung“ (BWA) Die Aussagefähigkeit einer BWA hängt stark vom Zahlungsverhal­ ten der Patienten sowie vom Zah­ lungsverhalten der Praxis selber ab. Sollten in einem Jahr wesentli­ che Patientenzahlungen ausgeblie­ ben bzw. eigene Zahlungen für z.B. Labor­ oder Depotrechnungen nicht vorgenommen worden sein, kann die Vergleichbarkeit ohne zusätz­ liche Informationen nicht gegeben und können die Aussagen zum wirt­ schaftlichen Ergebnis stark ein­ geschränkt sein. Grundsätzlich empfi ehlt sich ein Vergleich über mehrere Perioden bzw. Jahre hinweg. Praxisliquidität Die Bestandsaufnahme der Vermö­ genswerte und der Verbindlichkei­ ten sind erste Schritte, um die Pra­ xisliquidität zu eruieren. Neben den Sachwerten wird noch der ideelle Praxiswert für den Patientenstamm ermittelt. Für den Analysten ist jedoch nicht der absolute Wert interessant, son­ dern wie sich die Entwicklung im Zeit­ ablauf darstellt: Zeigt die Praxis eine positive oder negative Entwicklung? Neben der Ermittlung eines „rechneri­ schen Eigenkapitals“ ist auch die ak­ tuelle Liquiditätssituation für die Pra­ xis relevant. Hier wird die verfügbare Liquidität ermittelt. Insgesamt zeigt dies, warum die Liquidität für jede Zahnarztpraxis, aber auch generell für jeden Unter­ nehmer, so wich­ tig ist: Bukhavets Mikhail/Shutterstock. tock.com
Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? Liquide sein heißt, zu jedem Zeit­ punkt in der Lage zu sein, allen sei­ nen Zahlungsverpflichtungen nach­ kommen zu können. Wenn jemand nicht zahlungsfähig ist, bedeutet dies, er ist insolvent. Patientenstamm Dem Aufbau und der Pflege des Patientenstammes kommt auch betriebswirtschaftlich eine große Bedeutung zu. Es gibt Praxen, die bewusst den Anteil der Frauen am Fazit In vielen Fällen wird eine Praxis nach dem „Kontostand“ oder den Gesamtumsätzen geführt. Diese können als kurzfristige Indikatoren sehr hilfreich und nützlich sein, sind Liquiditätsverbesserung Die Maßnahmen zur Liquiditätsver­ besserung folgen dem Prinzip • Einnahmen vorziehen • Ausgaben verzögern • „Gebundenes Vermögen“ frei setzen. Weitere Schritte zur Liquiditätsver­ besserung könnten sein, verlängerte Zahlungsziele für das Labor und das Depot zu vereinbaren. Angenom­ men, die Praxis hat bisher innerhalb von 15 Tagen ihre Rechnun gen be­ zahlt, stellt sie jetzt auf 60 Tage Zahlungsziel um. Dies wird sich auch direkt positiv auf die Liquidität auswirken. Allerdings: Die Verlänge­ rung der Zahlungsziele führt letzt­ lich auch zu erhöhten Kosten, da die Praxis dann kein Skonto mehr zie­ hen kann. Gewöhnlich beträgt dieser Nachlass bei Zahlung innerhalb von 28 Tagen bis zu drei Prozent. Die wunderbare Welt der Zahlen Über die Bildung individueller Praxis­ (kenn)zahlen kann die Situation in einer Praxis fortlaufend gemessen und bewertet werden. Die Grund­ überlegung hierbei ist, dass, wenn es gelingt, für die Praxis wichtige Kennzahlen zu verbessern, dies dann automatisch zu einem besseren Ge­ samtergebnis führt. Stichpunkte hierbei sind: • Honorarumsatz (ohne Labor) • Umsatz pro Mitarbeiter • Leistungsstundensatz • Kostenquote • Interne Praxisstatistik Mindestens zwei Mal pro Jahr sollten durch ein um fangreiches Planungs- und Strategie- gespräch die Ziele in persönlicher und wirtschaftlicher Sicht abgeglichen werden. Patientenstamm steuern. Bei einem Verhältnis von 2/3 Frauen zu 1/3 Männer hat eine Praxis eine sehr ge­ sunde Struktur. Die Frauen sorgen für das „konstante Grundrauschen“ und bringen dann auch ihre Männer mit, wenn Sanierungsbedarf besteht und damit die etwas aufwendigere Behandlung notwendig wird. Neupatienten sind wichtig für jede Praxis. Aber Neupatienten bringen erst im Laufe der Zeit Erträge für die Praxis. Am Anfang stehen der Be­ fund und längere Beratungsgesprä­ che, erst die danach folgende Ver­ sorgung und die Umsetzung der Behandlungskonzepte führen zu ei­ nem nachhaltigen Ertrag. jedoch allein genommen für eine gesamte Praxisplanung zu wenig aussagekräftig. Mindestens zwei Mal pro Jahr sollten durch ein um­ fangreiches Planungs­ und Strate­ giegespräch die Ziele in persön­ licher und wirtschaftlicher Sicht abgeglichen werden. Die enge Zusammenarbeit mit ei­ nem Steuerberater und der Zahn­ arztpraxis stellt für uns hierbei ein wichtiges Führungsinstrument dar, um dem Mediziner die Entnahme zu ermöglichen, die er braucht und sich verdient hat – aufgrund seiner Potenziale und Möglichkeiten. Ausführlicher Beitrag auf ZWP online Kontakt Francesco Tafuro TAFURO & TEAM Coaching – Consulting – Controlling für Zahnärzte & Ärzte Grelckstraße 36 22529 Hamburg Tel.: 040 76973967 info@tafuro-und-team.de www.tafuro-und-team.de
t e r s t o c k . c o m t o e y / S h u t t o e y Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? TERMINAUSFÄLLE und deren wirtschaftliche AUSWIRKUNGEN Erscheinen Patienten nicht zu vereinbarten Terminen, wird dies häufi g von Praxisinha- bern und Mitarbeitern hingenommen, als – wenn auch ärger li che – Einzelfälle gesehen und nicht weiter berücksichtigt. Mancher ist gar froh, wenn der Ausfall eine Verschnauf- pause an einem termingedrängten Behand- lungstag mit sich bringt. Summiert man allerdings die vermeintlichen „Einzelfälle“, gelangt man oft zu einer beachtlichen Anzahl von Terminausfällen je Monat. Die dadurch entstehenden Umsatz- und Ertragsausfälle kosten schlussendlich den Inhaber der Praxis eine Menge Geld. Gordon Seipold, Schömberg Was sind die Ursachen für diese Ter- minausfälle? Können die fi nanzie l - len Auswirkungen beziffert werden? Gibt es eventuell hierfür Lösungs- möglichkeiten? Fünf bis 15 Prozent aller Termine werden nicht wahrgenommen Die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern kam im August 2014 nach einer Umfrage zu dem Ergebnis: „Fünf bis zehn Pro- zent der vergebenen Termine wer- den von Patienten nicht wahrge- nommen.“ Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern ermittelte 2013 in einer Um- frage bei rund einem Drittel der 400 befragten Ärzte eine Ausfallquote von fünf bis zehn Prozent. Jeder Fünfte der Befragten gab an, dass zehn bis 15 Prozent der vereinbar- ten Termine nicht wahrgenommen werden. Zu ähnlichen Ergebnissen kam im Jahr 2014 eine Kurzumfra- ge unter Zahnarztpraxen in Deutsch- land: Abhängig vom Standort und Schwerpunkt der Praxis wurden Ausfallquoten von bis zu 18 Prozent ermittelt. Die Auswirkungen versäumter Ter- mine treffen dabei gleichermaßen die Patienten und Zahnarztpraxen. So kommt es zu: (cid:149) unnötigen Verzögerungen bei Be- handlungen oder Untersuchungen von Patienten, (cid:149) einer Verschärfung der Termin- enge, die sich auch zum Nachteil anderer Patienten auswirkt, (cid:149) einem deutlichen wirtschaft lichen Schaden für Praxisinhaber, (cid:149) vermeidbaren Stressfaktoren für das Praxisteam. Wirtschaftliche Auswirkungen Zahnarztpraxen verbuchten im Jahr 2011 laut des Statistischen Bundes- amtes Einnahmen in Höhe von durch- schnittlich 531.000 EUR. Als Rein- ertrag ermittelten die Statistiker einen Wert von 178.000 EUR pro Praxis – dabei wurde „Reinertrag“ als „eine rein rechnerische Größe, die man er- hält, wenn man die Summe der Auf- wendungen von der Summe der Ein- nahmen abzieht“ defi niert (Abb. 1). Wurden nur fünf Prozent der verein- barten Termine nicht von Patienten wahrgenommen, fehlten in einer Zahnarztpraxis (kalkulatorisch) Ein- nahmen in Höhe von 27.947 EUR pro Jahr. Der Reinertrag fi el um 9.368 EUR pro Jahr geringer aus. Betrachtet man die Situation bei einer Ausfallquote von zehn Prozent, waren es 59.000 EUR pro Jahr weni-
Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? Terminerinnerung in (Zahn-)Arztpraxen – ein Ratgeber Wie mithilfe von Terminerinnerungen die Anzahl vergessener Termine und somit Leerlaufzeiten reduziert werden, die betriebliche Effi zienz und damit die Einnah- men einer Arztpraxis gesteigert werden, was zu beachten ist und wie eine effi - ziente Umsetzung aussieht, zeigt der Ratgeber „Terminerinnerung in Arztpraxen“ von Gordon Seipold. Neben der mit zahlreichen statistischen Daten und Quellen angaben versehenen Neben der mit zahlreichen statistischen Daten und Quellen angaben versehenen Darstellung der Ursachen und Wirkungen von Terminausfällen im medizinischen Bereich werden hier vor allem einfache und praktische Umsetzungsbeispiele für analoge und digitale Terminerinnerungssysteme dargestellt. Zahlreiche Tipps und Tricks sowie Mustervorlagen für SMS, E-Mails und Briefe erlauben eine sofortige und unkomplizierte Umsetzung. Der Ratgeber mit der ISBN 3839119022 (ISBN-13: 978-3839119020) ist ab so- fort als gedrucktes Werk für 14,95 EUR im Buchhandel oder im Internet (bei- spielsweise bei www.amazon.de) erhältlich. Zusätzlich gibt es die Ausgabe auch als E-Book spielsweise bei www.amazon.de) erhältlich. Zusätzlich gibt es die Ausgabe auch als E-Book für 9,99 EUR. Eine Leseprobe und weitere Informationen fi nden sich unter: www.gordonseipold.com/tia ger Einnahmen und 19.778 EUR pro Jahr weniger Reinertrag pro Zahn- arztpraxis. Bei einer Ausfallquote von 15 Prozent bedeutet dies Einbußen in Höhe von 93.706 EUR pro Jahr bei den Ein- nahmen und 31.412 EUR pro Jahr beim Reinertrag. werden Termine nicht einge- halten. (cid:149) Generell ist zudem festzustellen, dass montags und freitags die Wahrscheinlichkeit für ein Nicht- erscheinen von Patienten steigt. (cid:149) Darüber hinaus spielt das Alter eine Rolle: Jüngere Patienten nei- gen im Vergleich zu älteren eher zu Unpünktlichkeit. (cid:149) Ebenso gibt es Anzeichen dafür, dass Patienten, die in der Ver- gangenheit zu einem Termin unentschuldigt nicht erschienen sind, dazu tendieren, dies zu wiederholen. Warum nehmen Patienten vereinbarte Termine nicht wahr? Hinsichtlich der nicht erscheinenden Patienten lässt sich folgendes fest- stellen (Abb. 2): (cid:149) 30 bis 40 Prozent „vergessen“ ihren Termin oder versäumen, rechtzei- tig abzusagen. (cid:149) 20 Prozent nennen familiäre Ver- pflichtungen als Grund für ihr Nicht- erscheinen oder waren zu krank, um den Termin wahrzunehmen. (cid:149) Circa zehn Prozent haben den Ter- min im Kalender falsch vermerkt. (cid:149) Circa acht Prozent fühlen sich gesundheitlich besser. Weitere Faktoren für das Versäumen von Terminen: (cid:149) Je länger ein Termin im Voraus vereinbart wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die- ser nicht wahrgenommen wird. (cid:149) Ebenso kann die Wartezeit ein Grund sein: Je länger Patienten warten müssen, desto häufi ger 100.000 € 80.000 € 60.000 € 40.000€ 20.000 € 0 € Einnahme-Einbußen Reinertrag-Einbußen 93.706 € 59.000 € 27.947 € 9.368 € 31.412 € 19.778 € 5 % Ausfallquote 10 % Ausfallquote 15 % Ausfallquote  Abb. 1: Ausfallquoten und wirtschaftliche Auswirkungen für Zahnärzte.
Wie viel BWL braucht der Zahnarzt? Vergesslichkeit fühlten sich besser  Abb. 2: Gründe der Patienten für das Versäumen von Terminen (Zusammen- fassung verschiedener Studien, nicht repräsentativ). Eintragungsfehler Familiäre Verpfl ichtungen oder Patienten waren zu krank Unter dem Strich bleibt somit die Erkenntnis: Durch proaktive Maß- nahmen im Patienten- und Termin- management der Praxis kann den gut 30 bis 40 Prozent durch „ver- gessen“ und den circa zehn Prozent durch „Eintragungsfehler“ entstehen- den Terminausfällen effektiv begeg- net werden. Die Ursachen „verges- sen“, „versäumt“ oder „falsch einge - tragen“ müssen demnach nicht mehr die Hauptursache für ausge- fallene Patiententermine sein – mit direkten positiven Folgen für Umsatz und Reinertrag der Praxis. Lösung: Erinnern Sie Ihre Patienten an Termine Praktische Umsetzungen zeigen es: Durch die Einführung von Termin- erinnerungen konnten in deutschen Zahnarztpraxen die Ausfälle um bis zu 82 Prozent gesenkt werden. Zu- dem: (cid:149) Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden ins Positive gewendet. (cid:149) Die Patienten erhalten einen zeit- gemäßen Service angeboten, über den circa 19 Prozent der Patienten marketingwirksam in ihrem Freun- des- und Familienkreis sprechen. (cid:149) Leerlaufzeiten werden reduziert und den Verzögerungen bei Be- handlungen oder Untersuchungen sowie der ohnehin vieldiskutierten Terminenge wird entgegen gewirkt. (cid:149) Praxisteams berichten über ein besseres Betriebsklima, da vor- zugsweise eine durch Absage frei werdende Behandlungszeit an ei- nen anderen Patienten vergeben wird, anstatt den Arzt über einen nicht erschienenen Patienten zu informieren. Praxismanagementsystem bringt (meist) alle Funktionen mit sich Über Zusatzmodule bieten viele Pra- xismanagementsysteme die Mög- lichkeit, komfortabel und effektiv Terminerinnerungen zu versenden – ob per SMS, E-Mail oder Brief. Ohne eine automatisierte Software- lösung gestaltet sich ein Erinne- rungswesen jedoch sehr aufwendig und fehleranfällig. Befragen Sie daher Ihren Softwareanbieter oder Ihr Sys- temhaus und buchen Sie – gegebe- nenfalls nach einer Testphase und Anleitung – diese Funktion hinzu. Da sich Ihre Patienten auf diesen Service verlassen werden, ist es un- abdingbar, im Vorfeld die Einführung, die Abläufe und erforderlichen Ar- beitsschritte zu planen, um diese künftig konsequent im Praxisalltag weiterführen zu können. Wie viel Zeit Sie für die Durchführung von Termin- erinnerungen benötigen, hängt – neben der Anzahl zu versendender Nachrichten – davon ab, wie häufi g Sie in der Woche an Termine erin- nern wollen und auf welche Weise die Erinnerung erfolgen soll. Ob Sie Ihre Patienten per SMS, E-Mail, Brief oder Telefonanruf an Termine erinnern, ist in erster Linie von deren Präferenzen abhängig: So ist im Vorfeld der Einführung bei- spielsweise zu prüfen, ob Ihre Pa- tienten überwiegend über ein Handy verfügen, E-Mails als Kommunika- tionsmittel nutzen, tagsüber telefo- nisch erreichbar sind, wie kurzfristig Termine vereinbart werden und der- gleichen. Es bietet sich zudem an, die Behandlungsart zu berücksich- tigen: So hat es sich vor größeren Eingriffen oder Terminen mit länge- rer Behandlungsdauer bewährt, den Patienten anzurufen und eine direkte Rückmeldung zu erhalten. Kontakt Gordon Seipold Zollernstraße 87 75328 Schömberg mail@gordonseipold.com www.gordonseipold.com
Wissen & Weiterbildung NEUE EU-DATENSCHUTZ- GRUNDVER ORDNUNG: Was ändert sich mit dem neuen Recht für Zahnarztpraxen? © Maksim Kabakou/Shutterstock.com Vier Jahre lang heftig diskutiert und debattiert, wurde im April 2016 die neue EU-Datenschutz- Grundverordnung (EU-DSGVO) verabschiedet. Da diese zwei Jahre nach der Veröffentlichung wirksam wird, gelten ab Mai 2018 für fast alle EU-Länder die gleichen Standards. Unabhängig davon sollten Zahnärzte schon jetzt mit einer grundsätzlichen Überprüfung starten, welche Änderungen relevant sind, wo in der Praxis Anpassungsbedarf besteht und welche Ressour- cen notwendig sind, um dem neuen Standard gerecht zu werden. Regina Mühlich, München Zahnärzte – wie alle anderen Unter- nehmer auch – fragen sich völlig zu Recht: Wie geht es in Sachen Daten- schutz nun weiter? Was bleibt, was verändert sich? Welche Verbesserun- gen oder Herausforderungen bringt die EU-DSGVO mit sich? Auch wenn es auf diese Fragen noch nicht alle Antworten gibt, steht eines fest: Be- troffen sind von den Änderungen alle! Nicht nur Zahnärzte, sondern auch je- der Einzelne (sowohl als Teil der Wirt- schaft als auch als Privatperson, ins- besondere als Nutzer des Internets) sollte sich damit auseinandersetzen. Regelung mit Durchgriffswirkung Die Vereinheitlichung nationaler Ge- setze zum Umgang mit personen- bezogenen Daten ist das große Hauptanliegen der neuen Verord- nung. Entsprechend heißt es in Arti- kel 91: „Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt un- mittelbar in jedem Mitgliedsstaat.“ Der bisherige Flickenteppich natio- naler Regelungen gehört damit der Vergangenheit an. Als allgemeine Regelung mit unmittelbarer inner- staatlicher Geltung verfügt die neue EU-DSGVO über eine „Durchgriffs- wirkung“. Diese grundsätzliche Voll- harmonisierung ersetzt nationales Datenschutzrecht. Übergangsfrist und Öffnungs- klauseln für nationale Umsetzung Die Verordnung tritt 20 Tage nach der Veröffentlichung im EU-Amts- blatt in Kraft. Zwei Jahre, bis etwa Mai 2018, haben die einzelnen Län- der dann Zeit, die EU-Verordnung mit ihrer nationalen Gesetzgebung in Einklang zu bringen. In bestimmten Bereichen gibt es Öffnungsklauseln für den nationalen Gesetzgeber, die
Wissen & Weiterbildung nehmen mit mehr als neun Mit - arbeitern, welche computergestützt mit per sonenbezogenen Daten arbei- ten, benötigen einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten. 4. Datenschutz-Folgeabschätzung Neu ist auch die Pflicht zur Daten- schutz-Folgeabschätzung. Wobei, so ganz neu ist das Thema nicht, denn § 4d BDSG regelt dies bereits mit der Praxen müssen ihre Mitarbeiter über die Datenschutzrichtlinien schulen und die Einhaltung nachweisen. es vor Inkrafttreten der EU-DSGVO zu regeln gilt. Die Liste reicht von Gesundheit und Forschung, über den Arbeitnehmerdatenschutz und den Datenschutzbeauftragten bis hin zu Berufsgeheimnissen. Auch die Be- deutung des zukünftigen EU-Daten- schutzrechts für Unternehmen und Betriebe im Detail, sprich für den für die Verarbeitung Verantwortlichen (im BDSG bisher die verantwortliche Stelle), zählt dazu. Was ändert sich mit dem neuen Recht für Zahnarztpraxen? Ob das EU-Datenschutzgesetz wirk- lich strenger als das bisherige deut- sche Recht ist, wird kontrovers dis- kutiert. Wie so oft kommt es auf den Blickwinkel des Einzelnen an. Die EU schraubt an vielen Stellen: 1. Bußgelder Waren sie bisher kaum ein Thema, macht Brüssel bei den Sanktionen nun Ernst. Sie sollen „wirksam und abschreckend“ sein. Halten sich Zahnarztpraxen nicht an die neuen Zu den bisherigen Aufgaben des Datenschutzbeauftragten – Sicher- stellungs- und Hinwirkungsauftrag – wird jedoch ein Über wachungs- auftrag hinzukommen. Da der Daten- schutzbeauftragte die Umsetzung datenschutzrecht licher Vorschriften nicht selbst vornehmen kann, konnte er bislang auf die Einhaltung von Gesetz und Vorschriften zum Daten- schutz nur hinwirken. Die EU-DSGVO verlangt zukünftig die Überwachung, dass alle Vorgaben und Regeln ein- gehalten werden. In der Konsequenz Vorabkontrolle. Setzt eine Zahnarzt- praxis eine neue Technik oder ein neues System zur Datenverar beitung ein, sollen Risiken für betroffene Per- sonen erkannt und bewertet werden. Angesichts der unterschiedlichen In- teressen und Rollen der Beteiligten sollen so Grundrechts verletzungen ver hindert werden. Die sechs Schutz- ziele wie Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit sowie aus den Daten- schutzzielen die Nichtverkettbarkeit, Transparenz und Inter venierbarkeit werden nicht nur aus der Praxispers- pektive zur Sicherung der Geschäfts- prozesse betrachtet. Vielmehr geht es um die Organisation selbst, die Daten verarbeitet und als Risiko be- trachtet wird. Wenn also eine Daten- verarbeitung voraussichtlich hohe Risiken für die persönlichen Rechte und Freiheiten betroffener Personen zur Folge hat, muss die Zahnarzt- praxis eine umfassende Vorprüfung vornehmen, dokumen tieren und ge- gebenenfalls später mit der Daten- schutzbehörde abstimmen. Neue Rechte für betroffene Personen Datenschutz klingt vordergründig, als müssten Daten geschützt wer- den. Doch vielmehr geht es um den Schutz all der Personen, welche diese Daten „verursachen“. Die Schutz- würdigkeit der Persönlichkeitsrechte liegt dem Datenschutz zugrunde bzw. macht ihn überhaupt erst notwendig. Demzufolge ist es nur logisch, dass die neue EU-Daten- schutz-Grundverordnung insbeson- dere die Rechte der betroffenen Per- sonen stärkt. Bei Nichteinhaltung des neuen Rechts drohen Zahnarztpraxen empfindliche Geldbußen. Vorgaben, drohen empindliche Geld­ bußen, z.B. bei Verstößen gegen Or- ganisationsregeln bis zu zwei Pro- zent des Umsatzes oder 10 Mio. Euro – je nachdem, welche Summe höher ist. Bei Verstößen gegen Zulässigkeit und Rechte der Betrof- fenen sollen zukünftig Bußgelder bis 20 Mio. Euro oder vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes ver- hängt werden. Der Bußgeldkatalog ist bindend. Die Aufsichtsbehörden haben keinen Ermessensspielraum. 2. Haftung betrieblicher Datenschutzbeauftragter Da eine nationale Öffnungsklausel existiert, wird Deutschland vermutlich § 4 BDSG übernehmen. Eine Be­ stellpflicht besteht, wenn die Bedin- gungen gegeben sind: Bereits Unter- haften Unternehmer und Daten- schutz be auftragte nun auch persön- lich. 3. Nachweisplicht und Unterrichtung Zahnarztpraxen müssen, wie bisher auch, wirksame Datenschutzricht- linien einführen und ihre Mitarbeiter schulen. Neu ist, dass die Einhal- tung nachgewiesen werden muss. Ein effektives Datenschutz-Manage- mentsystem inklusive Risikoanaly- sen, Strukturen, Prozessen, Kontrol- len und Change Management wird notwendig. Des Weiteren müssen Praxen betroffene Personen, sprich Patienten, über deren Datenver- arbeitung künftig umfassender und früher informieren. Bei Nichtbeach- tung drohen hohe Bußgelder.
Wissen & Weiterbildung 1. Recht auf Vergessenwerden An erster Stelle sei das neue „Right to be forgotten“ genannt. Es bedeu- tet, dass bei der Veröffentlichung von Daten angemessene, auch tech- nische Maßnahmen ergriffen wer- den müssen, um dritte Parteien über einen Löschungswunsch informie- ren zu können. Damit haben Nutzer zukünftig das Recht, Informationen leichter wieder löschen zu lassen. Auch der Empfänger, an den eine Zahnarztpraxis Daten weitergegeben hat (beispielsweise ein Dentallabor), muss über eine Löschung informiert werden. 2. Datenportabilität Ein weiteres neues Recht stellt die Datenportabilität dar. Sie begründet den Anspruch Betroffener auf eine Kopie der verarbeiteten Daten, wo- bei die Übergabe in einem gängigen und strukturierten Format erfolgen muss. Die Datenportabilität gilt auch, wenn beispielsweise ein Arbeitsver- hältnis endet. Für Zahnarztpraxen wird die Umsetzung dieser Rege- lung sicherlich aufwendig und auch teuer werden. 3. Arbeitnehmerdatenschutz Für den Arbeitnehmerdatenschutz gibt es eine natio nale Öffnungs- klausel. Es bleibt abzuwarten, wie die Bundesregierung damit um geht. Es ist davon auszugehen, dass § 32 BDSG („Datenerhebung, ­verar­ beitung und -nutzung für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses“) weitestgehend unverändert bleibt. Zahn arztpraxen müssen ihre IT- Sys teme nach dem Grundsatz der Erforderlichkeit und Zweckbindung gestalten, z. B. sollen von vornhe­ rein nur so viele personenbezogene Daten gesammelt und verarbeitet werden, wie es zur Erreichung des Zwe ckes konkret notwendig ist. Wenn immer möglich, sind diese Daten zu pseudo nymisieren. Ins- besondere dem Grundsatz Daten- schutz durch Technik („data pro- tection by design“) und daten - schutz freundliche Voreinstellungen („data protection by default“) ist hier Genüge zu tun. Das Wichtigste auf einen Blick • Nutzer erhalten das Recht, Infor- mationen leichter wieder löschen zu lassen („Recht auf Vergessen- werden“) und Daten von einem Anbieter zum nächsten mitzuneh- men („Portabilität“). • Zugleich wird das Alter, ab dem man sich bei Online-Netzwerken wie Facebook oder WhatsApp an- melden darf, in einigen europäi- schen Ländern von 13 auf 16 Jah- re steigen. • Internet-Konzerne wie Google, Facebook & Co. müssen sich die • Prüfen Sie Ihr bestehendes Daten- schutzmanagement-System auf Ge setzeskonformität. • Wo steht Ihre Praxis jetzt und was ist wann zu tun, um den zukünf- tigen gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden? • Führen Sie eine Risikoanalyse durch. Welche Risiken und Gefähr- dungen drohen Ihrer Praxis? • Planen Sie Ihre Ressourcen – so- wohl im Hinblick auf Mitarbeiter als auch auf das Budget. Es gibt viele Veränderungen und vieles wird anzupassen sein. Jetzt schon auf die neue EU-Datenschutz- grundverordnung vorbereiten. Zustimmung zur Datennutzung ausdrücklich einholen und ihre Produkte datenschutzfreundlich voreinstellen („privacy by design“). Daran sind nicht nur europäische Unternehmen gebunden, sondern beispielsweise auch US-Firmen. • Bei Verstoß gegen die Daten- schutzregeln können gegen Un- ternehmen Strafen von bis zu vier Prozent des weltweiten Jahres- umsatzes verhängt werden. Was sollten Zahnarztpraxen jetzt (schon) tun? Zahnärzte sind gut beraten, sich in- nerhalb der eigenen Praxis bereits jetzt auf das Inkrafttreten der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung vor zubereiten. Unabhängig davon, wie Bestimmun- gen mit Öffnungsklauseln in der nationalen Umsetzung konkret aus- formuliert werden, führt an der ver- schärften Regelung kein Weg vor- bei. Damit es im Mai 2018 kein böses Erwachen gibt, sollten die praxisinternen Vorarbeiten bald- möglichst anlaufen. Im Einzelnen bedeutet dies: • Prüfen Sie bereits jetzt, welche Systeme in der Praxis von der neuen Gesetzgebung betroffen sind. • Erstellen Sie einen Plan. In größeren Praxen wird die Transformation auf die neue EU-Datenschutz-Grund- verordnung eine große Her aus for- derung. Beginnen Sie recht zeitig – einige Arbeitsschritte können schon jetzt umgesetzt werden. • Das neue Datenschutzgesetz sieht umfassende Rechenschafts- und Dokumentationspflichten vor. Über - legen Sie, wie und mit welchen Mitteln Sie dies zukünftig gewähr- leisten können. • Dies alles verursacht (hohe) Um- setzungskosten. Planen Sie diese auch in Ihr zukünftiges Budget ein. Datenschutz ist kein Produkt, Daten- schutz ist ein Prozess! Unter diesem Aspekt betrachtet werden auch die Herausforderungen der neuen EU- Datenschutz-Grundverordnung zu meistern sein. Kontakt Regina Mühlich AdOrga Solutions Drachenseestraße 15 81373 München Tel.: 089 411726-35 info@adorgasolutions.de www.adorgasolutions.de
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Wissen & Weiterbildung Ist der Zahnarztberuf GESUNDHEITSGEFÄHRDEND? Wenn man die Literatur durchforstet oder In ternet foren für Zahnmedizin stu denten besucht, bekommt man den Eindruck, der Zahnarztberuf sei gefährlich für die Gesundheit. Richtig ist allerdings wie immer: Vorbeugung ist die beste Medizin. Auch gilt, und das gerade für Sie als Erstsemester : „Was Häns chen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Arbeits wissenschaft und Zahnheilkunde“ in der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde möchte ich Sie mit einigen Aspekten vertraut machen, die Ihnen gesundheitlich ein unbelas- tetes Stu dium und später darüber hinaus viel Freude am Beruf garantieren. Prof. Dr. drs. drs. Jerome Rotgans, Witten Was ist eigentlich Ergonomie und zahn ärztliche Ergonomie insbe- sondere? Googlen Sie doch mal den Begriff „Ergonomie“. Bei Wikipedia fi n- den Sie eine Beschreibung, die gut verständlich ist. Da- rin heißt es in etwa: „Die Ergono mie ist die Wis- senschaft von der Gesetzmäßigkeit mensch licher Ar- beit. Ziel der Ergonomie ist es, die Arbeitsbe- dingungen, den Arbeitsablauf, die Anord nung der zu greifenden Ge- genstände räumlich und zeitlich optimiert anzuordnen sowie die Arbeits gerä te für eine Aufgabe so zu optimieren, dass das Ar beits- ergebnis optimal wird und die arbei- tenden Menschen möglichst wenig ermüden oder gar geschädigt wer- den, auch wenn sie die Arbeit über Jahre hinweg ausüben.“ Zahnmedizinisch würde ich dies so zusam men fassen: Zahnärztliche Ergonomie umfasst alle Aspekte ei- ner effi zienten Patien ten behand lung, ohne dass dadurch das Zahnarztteam und seine Patienten einen gesundheit- lichen Schaden erleiden. Eigentlich eine Selbstver ständ lichkeit, oder? Wie kommt es dann doch noch dazu, dass Schmer zen in Rücken, Schul- tern, Nacken, Augen oder Kopf als typische Folge der Arbeit als Zahn- arzt betrachtet werden? Dass es die- se Schmerzen gibt, zeigen viele wissenschaftliche Veröffentlichungen, wie bspw. ei ne bedeutende schwedi- sche Untersuchung (Hjalmers), in der 2006 festgestellt wurde, dass Zahn- ärztinnen häufi ger als die Allgemein- bevölkerung ohne direkte Ursa che müde sind (28 %), häufi ger Schlaf- störungen (23 %) und Rücken-/Hals-/ Schulterschmerzen haben (44 %). m o c . k c o t s r e t t u h S / r e t e g r a p K © j
Wissen & Weiterbildung grundlegender Bedeutung, sich die eigene Körper hal tung möglichst oft bewusst zu machen, um der Einge- wöh nung von Haltungs schäden früh entgegenzuwirken. Fragen Sie sich: Wie sitze ich im Hörsaal, im Semi- nar – lungere ich? Wie hinter mei- nem Mikroskop, meinem Techniker- tisch? Ist der Ho cker, mein Stuhl am Schreibtisch richtig eingestellt? Wie sitze ich vor dem Fernseher oder am Esstisch? Ob richtig oder falsch gesessen, spielt erst mal keine Rolle. Sich der Kör perhaltung im Raum be- wusst zu machen ist das A und O in Sachen Prävention von Haltungs- schäden. Was eine richtige Arbeits- haltung bei der Behandlung von Patienten ausmacht, können Sie bspw. auf der Webseite der European Society of Dental Ergonomics www. esde.org (Rubrik „Documents“) zur Kenntnis nehmen. Der hier angesprochene Bereich entspricht der physischen Ergono- mie. Im Alltag geht es dabei um die physischen und visuellen Aspekte zur Vermeidung von Gesundheits- schäden, vor allem der Vermeidung von unnötigem Stress. Grundlage dafür ist nicht nur, genau zu wissen, was Sie tun (müssen). Dafür reicht es nicht, in einem Kurs einfach ein sog. Testat für eine physisch kor- rekte Leistung zu bekommen. Viel wichtiger ist es, die jeweilige Auf- gabe mental zu visualisieren. Damit meine ich bspw., sich am Vorabend im Bett in Gedanken die bevorste- hende Aufgabe wie ein Video abzu- spielen, um dann am Tag da rauf noch die Aufgabe in den Fingern so zu spüren, dass die Bewe gungen im Hirn programmiert werden. Wenn Sie dieses Niveau erreicht haben, sind Sie gegen jeden Stress, auch Körperstress durch eine falsche Haltung, gefeit – Sie wissen ja, wann eine entsprechend gesunde Haltung eingenommen werden muss. Dafür müssen Sie allerdings auch einen gesunden Körper haben bzw. wissen, wo es weshalb even- tuelle körperliche Einschränkungen gibt. Hierfür hat die Universität Groningen in den Niederlanden einen Gesundheits- fragebogen zur Selbstüberprüfung entworfen.* Gesunder Geist in gesundem Körper Ein weiterer, gleich wichtiger Be reich ist die kognitive oder mentale Er- gonomie. Sie geht über die physische Ergo nomie insofern hi n aus, dass sie sich mit der Orga ni sation der Ar- beits umgebung auseinandersetzt: Was tue ich – kann es nicht bes- ser, effi zienter geschehen? Wie stark wer de ich belastet? Wie ist die Stimmung? Wie treffe ich Entscheidungen? Diese Punkte betreffen nicht nur die Zahnarztpraxis, sondern gelten fürs normale Leben, ab heute für Ihr Leben als Studierende: Die Antworten auf all diese „garan tiert“ psychischem Stress und Burn- Fragen beugen out vor. Sogar bei 70 % der Studierenden der University of San Francisco wurden 2006 (Yang et al.) vergleichbare Probleme festgestellt, die vom 1. bis 3. Studien jahr in Ausdehnung und Intensität zunahmen. Bei einer Studie, die 1980 in Düssel- dorf durchgeführt wurde, wurden bandscheibenbedingte Erkrankun- gen bei Zahnärzten (64 %) mit Nicht- zahnärzten (61 %) verglichen (Boe- ger). Als Ursache gaben ca. 67 % der Zahnärzte, aber nur ca. 27 % der Nichtzahnärzte ihren Beruf an. Auch wenn diese Studie etwas länger zurückliegt, ist nicht anzunehmen, dass das Ergebnis heute im Trend anders ausfallen würde. In der Tat sind die Rücken-/Hals-/ Schulterschmerzen Folge von Fehl- haltungen. Aber ist eine verdrehte Haltung am Behandlungsstuhl mit entsprechend verkrampften Mus- keln wirklich unvermeidbar? Ich be- zweifele dies vehement: Weshalb soll der zu behandelnde Patienten- mund, wie der Teller auf dem Ess- tisch, nicht mittig vor dem Behand- ler oder vor der Be handlerin liegen? Ja, heißt es, das Gefühl der ange- nehmen Lagerung ist für den Pati- enten doch der wichtigste Faktor. Dies stimmt nur halb. Patienten ertragen durchaus ein unbe- quemes Liegen auf dem Pati- entenstuhl, wenn sie wissen, gut aufgehoben zu sein. Stress für den Körper vermeiden Hier bietet die zahnärztliche Ergonomie eine wesentliche Hilfe. Dabei geht es nicht nur um die Vorbeugung von Hal- tungsproblemen. Dennoch, als wichtigster erster Schritt ist es von . m o c k c o t s r e t t u h S / k y z c a r G l e w a P : n e k fi a r G
Wissen & Weiterbildung eveleen/Shutterstock.com Organisation ist alles Schließlich wird der bisher angespro- chene Kom plex durch die sozialorga- nisatorische Ergonomie abgerundet: Ziel der Praxisorga ni sation ist es, ei ne gute medizini- sche Dienstleistung zu erbringen, die Sicherstellung einer ausrei- chenden Pro- duktivität und die Förderung der Gesundheit und des Wohl- befi ndens von sich selber und dem Pra- xisteam. Da zu gehören u.a. Organisa- tion, Kom munikation und Beratung, Ma na gementinforma tions sys te me und Personalführung. In übertrage- nem Sinne Aspekte, die auch für Sie im Studium Gültigkeit haben. Hier denke ich einerseits sozialorga- nisatorisch an Pha sen, in denen das Smartphone ruhig mal abge- schaltet sein kann, um sich einer bestimmten Auf gabe hoch kon- zentriert zu widmen. Anderer- seits physisch, denn eine Hals- biegung von mehr als 10 bis 15 Grad vorwärts, wie bei der Bedie- nung mobiler Ge räte, ist oft Ursa- che für spätere chronische Hals-/ Schulterbeschwerden. . m o c k c o t s r e t t u h S / k y z c a r G l e w a P : n e k fi a r G Des Weiteren denke ich an ein Orga- nisationskonzept für ein sorgen- freies Studium, was die stressfreie Vor bereitung für Klausuren, Prüfun- gen und die Staats examina betrifft. Bereich aufgezeigt zu haben, mit dem Sie an den meisten unserer Uni- ver sitäten nicht oder kaum mehr Be- rührung haben werden, und dennoch Ihr Interesse geweckt zu haben. Fazit Zusammenfassend möchte ich fest- stellen, dass der Zahnarztberuf Ihre Gesundheit nicht gefährden muss. Vorausgesetzt, Sie sind mit den je- weiligen Risiken vertraut und achten auf Prävention – wenn die Rücken- schmerzen da sind, ist es für die Rü- ckenschule eigentlich schon zu spät! Ich weiß aber, dass von Ihnen im Studium viel verlangt wird und es nicht einfach ist, dabei immer „die Nerven zu behalten“. Ich hoffe aber, mit meiner kurzen Einführung einen Einladung Um in Verbindung zu bleiben und da- bei Ihr Wissen in Sachen zahnärzt- liche Ergonomie zu vertiefen, lade ich Sie ein, beitragsfrei Mitglied unserer Arbeits gemeinschaft zu werden. Alle Informationen und An träge fi nden Sie unter www.dgzmk.de * QR-Code zum Online- Gesundheits- fragebogen. Kontakt Prof. Dr. drs. drs. Jerome Rotgans Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Arbeitswissenschaft und Zahnheilkunde“ (AGAZ) der DGZMK Bleichestraße 17 58452 Witten Tel.: 02302 30451 agaz-vorsitzender@dgmzk.de www.dgzmk.de
ABOSERVICE ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis Das Wirtschaftsmagazin für Zahnärzte. ISSN 1617-5077 · www.oemus.com · Preis: 6,50 EUR | sFr 10,– zzgl. MwSt. · 22. Jahrgang · November 2016 11 / 16 WIRTSCHAFT – SEITE 16 Human Resources: Personalmanagement in der Mehrbehandlerpraxis RECHT – SEITE 32 Antikorruption: Keine Vorteile für medizinische Empfehlungen ZWP SPEZIAL – BEILAGE Prävention und Mundhygiene BESTELLUNG AUCH ONLINE MÖGLICH www.oemus.com/abo Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe folgende Themen: Wirtschaft Human Resources: Personalmanagement in der Mehrbehandlerpraxis Recht Antikorruption: Keine Vorteile für medizinische Empfehlungen ZWP spezial – Beilage Prävention und Mundhygiene Diagnostik in der Zahnmedizin Diagnostik in der Zahnmedizin AB SEITE 52 m o c . k c o t s r e t t u h S / o d u t s k c o t s - g © i Fax an 0341 48474-290 Ja, ich möchte die Informationsvorteile nutzen und sichere mir folgende Journale bequem im günstigen Abonnement:  ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis  cosmetic dentistry  PN Parodontologie Nachrichten  Implantologie Journal 10 x jährlich 70,– Euro* 4 x jährlich 44,– Euro* 6 x jährlich 40,– Euro* 10 x jährlich 99,– Euro* Widerufsbelehrung: Den Auftrag kann ich ohne Begründung innerhalb von 14 Tagen ab Bestellung bei der OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig schriftlich widerufen. Rechtzeitige Absendung genügt. Das Abonnement verlängert sich automatisch um 1 Jahr, wenn es nicht fristgemäß spätestens 6 Wochen vor Ablauf des Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. * Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und Versandkosten (Preise für Ausland auf Anfrage). Name / Vorname Telefon / E-Mail Unterschrift Praxisstempel 6 1 0 2 S D O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-201 · grasse@oemus-media.de
Wissen & Weiterbildung GUT VORGESORGT: Basis-Versicherungsschutz für Zahnärzte mit eigener Praxis Wer eine Praxis gründet, geht fi nanzielle Verpfl ichtungen ein, trägt Verantwortung für Patienten, Mitar- beiter und natürlich für sich selbst. Niemand beschäftigt sich gern mit den möglichen Wechselfällen des Lebens, aber keiner ist gegen sie gefeit. Versicherungen bieten sich an, aber welche sind die richtigen? Welche braucht man wirklich? Und worauf gilt es beim Kleingedruckten zu achten? Thomas Jans, Ulm © Mangsaab © Mangsaab/Shutterstock.com Ein gesundes Selbstvertrauen, et- was Wagemut und Risikofreude ge- hören schon dazu, wenn man als Zahnarzt den Schritt in die Selbst- ständigkeit wagt. Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, und wer Vorsorge trifft für mögliche Schicksalsschläge, ist im Zweifels- fall eindeutig besser dran. „Allah be- hütet dein Kamel, aber zuerst binde es an einen Baum“, sagt eine alte arabische Weisheit. Eine Versicherung springt im Scha- densfall für den Einzelnen ein und zahlt aus dem Geldtopf, in den viele regelmäßig einbezahlen – so funk- tioniert das Prinzip der kollektiven Risikoübernahme. Ein gutes Risi ko- management wägt ab, welche Even- tualitäten es abzudecken gilt, wel- che Versicherung das am besten leistet und welche Beiträge man da- für sinnvollerweise zahlt. Der Basis- schutz für Zahnärzte mit eigener Praxis umfasst insgesamt neun Versicherungen, die einen Ausgleich schaffen für berufliche und private Risiken. Zur Absicherung der Praxis Fünf Versicherungen decken die wichtigsten Risiken im Zusammen- hang mit Ihrer Praxis, der Ausstat- tung und der Arbeit dort ab: Berufshaftpfl icht Wie der Name schon sagt, ist diese Absicherung eine Pflicht, wenn Sie zahnärztlich tätig sind. Als angestellter Zahnarzt ist man oft noch beim Praxisinhaber mitversichert und eine eigene Be- rufshaftpflicht ist nicht zwingend er- forderlich, jedoch empfehlenswert. Als selbstständiger Zahnarzt in der eigenen Praxis kommen Sie um diese Versicherung nicht herum. Nach aktueller Rechtslage sind Sie zum Schadens ersatz verpflichtet, wenn Sie oder Ihre Angestellten ei- ner Person einen körperlichen oder materiellen Schaden zufügen. Ei- nem Patienten wurde das Hemd verkleckert, oder – tragisch: der fal- sche Zahn ge zogen. Oder nach ei- ner Behandlung stellt sich anhal- tende Taubheit ein. Der Schadens - ersatz kann so hoch sein, dass Sie ihn nicht mehr aus eigener Tasche bestreiten können. Die Berufshaftpflichtversicherung hat zwei wesentliche Funktionen: Sie wehrt unberechtigte Forderun- gen ab und agiert damit wie eine passive Rechtsschutzversicherung für den Haftungsbereich. Im berech- tigten Schadensfall übernimmt sie die Leistungen. TiPP >> Die maximale Versiche- rungssumme, die im Schadensfall bezahlt wird, sollte mindestens fünf Millionen Euro betragen. Außerdem sollte ein Strafrechtsschutz inklu- diert sein; dieser kommt zum Tragen,
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Wissen & Weiterbildung wenn der Patient Sie aufgrund einer Körperverletzung auf Schadens- ersatz verklagt. Praxisinhaltsversiche- rung und Betriebsunter- brechungsversicherung Sie kommen morgens in Ihre Pra- xis und die Tür steht offen – es wurde eingebrochen. Auf den ers- ten Blick fehlt zwar nichts, jedoch haben die Einbrecher Geräte zer- stört, die Praxis verwüstet und einen ziemlich großen Schaden angerichtet. Eine Praxisinhaltsver- sicherung ersetzt Ihnen den ent- standenen Schaden. Sie greift auch bei Schäden durch Feuer, Leitungs- wasser, Sturm/Hagel, teils auch bei Glasbruch und lässt sich erweitern auf Elementarschäden wie Über- schwemmung und Schneedruck. Der Wiederaufbau der Praxis dau- ert zwei Wochen, in denen Sie keine Patienten behan deln können und keinen Verdienst haben. Ihre Praxiskosten, zum Beispiel die Ge hälter, laufen jedoch weiter. In die sem Fall springt die Betriebs- unterbrechungsversicherung ein und zahlt Ihnen ein Tagegeld, das den entgangenen Praxisumsatz ersetzt. TiPP >> Achten Sie bei der Praxis- inhaltsversicherung darauf, dass alle für Sie relevanten Gefahren einge- schlossen sind und Ihr Inventar nicht zum Zeitwert, sondern zum Neuwert entschädigt wird – denn das ist der Preis, den Sie im Schadensfall tat- sächlich aufbringen müssen. Bei Praxisausfall sollte eine Entschädi- gung möglichst schnell bezahlt wer- den, idealerweise schon ab dem drit- ten Ausfalltag, und sie sollte später nicht mit dem tatsächlichen Jahres- ergebnis verrechnet werden. Elektronikversicherung Wird eine Behandlungsein- heit oder das Röntgengerät zum Beispiel durch einen Brand zer- stört, erhalten Sie eine Entschädi- gung von der Praxisinhaltsversiche- rung. Zusätzlich können Sie diese teuren Geräte noch gegen unsach- gemäße Handhabung und Über- spannung bei Blitzschlag versichern. Das ist verhältnismäßig teuer und lohnt sich meist nur bei neuen Gerä- ten. Sie können entweder alle Geräte pauschal oder nur einzelne Geräte absichern. Letzteres empfi ehlt sich bei der Übernahme einer älteren Pra- xis, wenn Sie zum Beispiel nur ein neues Röntgengerät anschaffen. TiPP >> Die Elektronikversicherung deckt meist nur den Zeitwert von Geräten ab. Daher sollten Sie jähr- lich prüfen, ob die Versicherungs- summe noch dem aktuellen Wert der Geräte entspricht. Rechtsschutz Gegen Streitigkeiten mit Pa- tienten, Angestellten oder dem Vermieter ist kein Zahnarzt gefeit. Eine gute Rechtsschutzver- sicherung übernimmt die Kosten für Rechtsberatung, Anwalt und Gericht. In der Regel umfasst der Schutz auch das Verkehrsrecht und das Sozialrecht. Vor allem Letzteres ist wichtig, sollte es bei ei ner Ab- rechnung mit der Kassenzahnärzt- lichen Vereinigung (KZV) oder einer privaten Krankenversicherung ein- mal zu Unstimmigkeiten kommen, die sich nur gerichtlich lösen lassen. TiPP >> Der Beitrag zur Rechts- schutzversicherung für niedergelas- sene Zahnärzte richtet sich in der Regel nach der Anzahl angestellter Mitarbeiter. Jede Versicherung wer- tet einen Mitarbeiter jedoch anders. So zählt die eine zum Beispiel die reine Anzahl, eine andere wertet Teilzeitmitarbeiter oder Azubis nur zu einem Drittel. Darauf sollten Sie besonders achten, um den Beitrag niedrig zu halten. Zur privaten Absicherung Sie sind nicht nur Zahnarzt, sondern immer auch Privatmensch. Auch hier gilt: Nur mit Risiken, die man erkennt, kann man planmäßig umgehen: Private Haftung Das Pendant zur Berufs- haftpflicht- ist die Privat- haftpflichtversicherung – ebenfalls ein Muss. Sie deckt Schadensersatz- forderungen im privaten Bereich ab. Der Schutz sollte alle Familienmit- glieder einschließen und ebenfalls mindestens fünf Millionen Euro be- tragen. Krankheit Können Sie Ihre Praxis nicht betreiben, weil Sie erkrankt © Mangsaab/Shutterstock.com
Wissen & Weiterbildung Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie stellt Ihnen monatlich den zuvor vereinbarten Betrag zur Verfügung und ergänzt somit eine mögliche Leistung des Ver- sorgungswerks. Die Höhe sollte so gewählt sein, dass das Fami- lieneinkommen in etwa gleich bleibt und Sie weiterhin Ihren gewohnten Lebensstan- dard halten können. TiPP >> Achten Sie bei der Berufsunfähig- keitsversicherung auf die richtige Höhe der Leistungen und auf Anpassungsmöglichkeiten ohne eine erneute Gesundheitsprüfung. Die Versicherung sollte bis zum Ein- tritt in den Ruhestand laufen, sofern Sie nicht Ihr Vermögen zur Überbrü- ckung heranziehen möchten. Todesfall Eine Absicherung für den Todesfall gilt in der Regel als Voraussetzung, um ein Darle- hen von der Bank zu erhalten. Der Todes fallschutz sollte in ausrei- chender Höhe gewählt sein und über die Praxiskredite hi naus auch die Familie absichern. TiPP >> Um eine große Gesund- heitsprüfung mit einem Check beim Arzt zu umgehen, kann der Ver- sicherungsschutz auf zwei oder mehr Anbieter verteilt werden. Dann reicht es meist aus, einen Gesund- heitsfragebogen auszufüllen. sind, dann sollten Sie eine entspre- chende Ersatzleistung erhalten, um die laufenden Kosten der Pra xis, eine Vertretung und Ihre privaten Kosten bezahlen zu können. Für diesen Fall gibt es die Kran kentagegeldversiche- rung. Die Praxisausfallversicherung bietet eine optimale Ergänzung zur Krankentagegeldversicherung. Wäh- rend einer Krankheit des Praxisinha- bers und des hierdurch bedingten Ausfalls müssen die fortlaufenden Kosten (z. B. Personalkosten, Miete, Versicherungsbeiträge) weiterhin auf- gebracht werden. Häufi g reichen hier die Leistungen aus der Krankentage- geldversicherung aufgrund einer Be- grenzung nicht mehr aus. Die sich daraus ergebende Deckungslücke kann über die Praxisausfallversiche- rung geschlossen werden. Die Krankentagegeldversicherung sichert Ihnen wäh rend einer vorüber- gehenden Arbeitsunfähigkeit das Einkommen ab. Das Krankentage- geld kann in verschiedenen Karenz- stufen abgeschlossen werden. Mög- lich ist zum Beispiel, dass Sie ab dem 21. Krankheitstag täglich 150 Euro und ab dem 28. Krank- heitstag täglich weitere 150 Euro erhalten. Eine jährliche Überprüfung und Anpassung ist erforderlich. Wer beide Absicherungen miteinan- der kombiniert und aufeinander ab- stimmt, ist im Krankheitsfall gut ver- sorgt, kann private und betriebliche Ausgaben weiterhin bezahlen und erhält genug Einnahmen, um eine Praxisvertretung zu beschäftigen. Schließlich möchten Sie nicht, dass Ihre Patienten zur Konkurrenz ab- wandern, während Sie nicht da sind. TiPP >> Sichern Sie sich frühzeitig das Eintrittsrecht in eine Kranken- tagegeldversicherung, da diese eine Gesundheitsprüfung voraussetzt. © venimo/Shutterstock.com © ve© v standen hat, kann das im Schadens- fall zu unliebsamen Überraschungen führen. Ein unabhängiger und kom- petenter Berater bespricht mit Ihnen die Risiken und entwirft ein indivi- duelles Absicherungskonzept für Ihre Praxis und Sie persönlich. Ideal, wenn er nicht an einen Anbieter gebunden ist, sondern auf eine große Auswahl an Versicherungspartnern zurück- greifen kann und dazu noch spezia- lisiert ist auf Ihre Berufsgruppe. TiPP >> Wenn Sie alle Versiche- rungen unter Dach und Fach haben, vergessen Sie nicht, einen jährlichen Check-up mit Ihrem Berater zu ver- einbaren, um die Absicherung auf den aktuellen Stand zu bringen. Kontakt Berufsunfähigkeit Eine der wichtigsten per- sönlichen Absicherungen ist die Berufsunfähigkeitsversiche- rung. Wenn Sie Ihren Beruf dauer- haft nicht mehr ausüben können, erlischt Ihr Anspruch auf Kranken- tagegeld. In diesem Fall greift die Professionelles Risikomanagement Es ist nicht einfach, sich in der Vielfalt der Versicherungsange- bote zurechtzufi nden. Bei der Tarif- wahl gilt es, ge nau hinzusehen. Wenn man eine Klausel im Kleingedruckten übersehen oder nicht wirklich ver- Thomas Jans zertifi zierter Ärzte- und Zahnärzteberater, diplomierter Bankbetriebswirt,, Certifi ed Financial Planner, Qualitätsmanager (DGQ) tjans@zsh.de www.zsh.de www.praxisgruendungen.de
Wissen & Weiterbildung MITARBEITERFÜHRUNG: situativ und personenbezogen m o c . k c o t s r e t t u h S / n o t s o B k c n a r F © Als Zahnarzt haben Sie viele Jahre studiert und sich im Laufe der Praxiszeit mit den Themen Steuern, Recht und Finanzen auseinandergesetzt. Dabei blieb das Thema Mitarbeiterführung meist unberührt. Claudia Davidenko, Potsdam Jedes Praxisteam setzt sich aus unterschiedlichen Charakteren zu­ sammen – das bedeutet tagtäglich eine neue Herausforderung. Im We­ sentlichen bestimmen drei Themen­ kreise die Mitarbeiterführung. Zum einen gibt es die Ziele Ihrer Praxis. Was wollen Sie erreichen? Zum an­ deren stellt sich die Frage: Kennen Ihre Angestellten diese Praxisziele? Denn daraus resultiert das Verhalten der Mitarbeiter im Team und somit der zweite Themenkreis. Der dritte Aspekt beschäftigt sich mit dem Mitarbeiter als Individuum – mit sei­ nen Stärken, aber auch mit seinen Schwächen. Ihre Aufgabe ist es, alle Mitarbeiter so zu beeinflussen, dass die Ziele der Praxis gemeinsam im Team erreicht werden. Und genau an dieser Stelle beginnt Ihre situ­ ative Führung. Denn Sie müssen je­ des einzelne Teammitglied entspre­ chend­der­vorhandenen­Qualii­kation­ und Motivation führen. Berücksichtigen Sie den Reifegrad Jedes Teammitglied bringt ein ge­ wisses Maß an Reife mit. Der Reife­ grad Ihrer Angestellten umfasst
Der integrierte, elektronisch steuerbare Sitz ermöglicht eine sichere und exakte Positionierung des Patienten. Volumentomograph mit integriertem Panorama-Sensor Ergonomisch. Vielseitig. Qualitativ. Eff ektiv. Ergonomisch Die einzigartige AutoSwitch-Funktion wechselt automatisch zwischen 3D-Modus und 2D-Modus (Panorama-Aufnahme). Vielseitig Vier Gesichtsfeldeinstellungen (FOV), einstellbar für die diagnostische Aufgabe und an jeder Stelle des Kopfes zu platzieren. Kompromisslose Qualität Die erstmals eingesetzte Algebraische Rekonstruktionstechnik (ART) verbessert die Bildqualität, ist gegen Bildartefakte weniger empfi ndlich und verkürzt die Verarbeitungszeit. Eff ektiv Die integrierte Bildbearbeitungssoftware enthält alle Tools für die Bearbeitung der diagnostischen Informationen und Behandlungsplanung. FOV 6 cm x 6 cm FOV 7,5 cm x 10 cm FOV 7,5 cm x 14,5 cm FOV (Optional) 13 cm x 14,5 cm www.soredex.de DIGITAL IMAGING MADE EASY™ SOREDEX Schutterstraße 12, D–77746 Schutterwald kontakt@soredex.de Tel. +49 (0) 781 28 41 98-0 Fax +49 (0) 781 28 41 98-30
Wissen & Weiterbildung zwei Aspekte: einen sachlichen und einen psychologischen. In sachlicher Hinsicht streben „reife“ Mitarbeiter Verantwortung an. Sie entwickeln selbstständig ihre Fähigkeiten und erweitern ihr Fachwissen. In psy­ chologischer Hinsicht wollen „reife“ Mitarbeiter etwas erreichen, sie sind motiviert und engagiert. Berücksich­ tigen Sie, dass der Reifegrad auch Bestimmen Sie Qualiikation und Motivation Das Modell der situativen Führung ist von Paul Hersey und Ken Blan­ chard vor mehr als dreißig Jahren erarbeitet worden. Es beruht auf zwei Grundkonzepten. Zum einen spielt der Führungsstil eine Rolle und zum anderen ist es vom Reife­ grad des Mitarbeiters bzw. der Führen Sie Ihre Praxis situativ und individuell. Erkennen Sie die Einzelinteressen Ihrer Mitarbeiter und nutzen Sie diese, um Arbeitsleistung und -zufriedenheit zu steigern. an bestimmte Aufgaben gebunden ist. Das bedeutet für Sie, dass ein Mitarbeiter mit der Organisation von Abläufen eine hohe Reife demons­ trieren kann. Gleichzeitig kann dieser Kollege bei einer anderen Aufgabe, zum Beispiel einem Beratungsge­ spräch, eine wesentlich niedrigere Reife aufweisen. Gruppe abhängig. Diese beiden Grundkonzepte müssen aufeinan­ der abgestimmt werden. Hersey und Blanchard unterscheiden zwi­ schen einem aufgabenbezogenen und einem personenbezogenen Führungsstil. Damit Sie erkennen, wie Sie welches Teammitglied in Ihrer Praxis erfolgreich führen, ge­ Einschätzung der Qualiikation und Motivation der Mitarbeiterinnen Namen der Mitarbeiterinnen:  Maria  Gisela  Katja  Carmen 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 N E N N Ö K / N O I T A K I F I L A U Q 1 2 4 5 7 3 8 MOTIVATION/WOLLEN 6 9 10  Hinweis: Dargestellte Übersicht im umgekehrten Modell; kein Originalmodell nach Hersey und Blanchard. ben Sie eine Einschätzung ab. Be­ nennen Sie Ihre Mitarbeiter mit einer Zahl oder einem Buchstaben. Da­ nach schätzen Sie auf der waage­ rechten Skala ein, wie hoch Sie die mitgebrachte Motivation einschät­ zen. Auf der senkrechten Skala ­bewerten­ Sie­ die­ fachliche­ Qualii­ kation. Beide Einschätzungen auf einem Punkt zusammengebracht ergeben den notwendigen Füh­ rungsstil. Als­ Orientierung­ dient­ die­ Graik:­ Beide Ausrichtungen stellen ein Kontinuum dar. Dabei handelt es sich zum einen um die „Aufgaben­ orientierung“­(Qualiikation­mit­Kön­ nen) und zum anderen um die „Be­ ziehungsorientierung“ (Motivation mit Wollen). Bei der Aufgabenorien­ tierung geben Sie detaillierte An­ weisungen und formulieren klare Erwartungen und Vorgaben im Hin­ blick darauf, was bis wann und wie erledigt werden muss. Im Falle der Beziehungsorientierung legen Sie großen­ Wert­ auf­ gute­ persönliche­ Kontakte. Bieten Sie Unterstützung an, loben und ermuntern Sie Ihre Mitarbeiter. Führen Sie Ihre Mitarbeiter situativ Das Ziel Ihrer Mitarbeiterführung in der Praxis ist die Mitarbeiter zu­ friedenheit. Das bedeutet, dass Sie es schaffen müssen, eine hohe Arbeitsleistung bei gleichzeitig ho­ her Arbeitszufriedenheit der Kol­ legen zu erzielen. Das heißt aber noch lange nicht, dass eine ho he Arbeitszufriedenheit auch zu einer hohen Arbeitsleistung führen muss. Und umgekehrt, dass eine hohe Arbeitsleistung noch kein Ausdruck für eine hohe Arbeits­ zufriedenheit ist. Erkennen Sie die Fähigkeiten und den Reifegrad je­ des einzelnen Mitarbeiters. Es gibt mit Sicherheit einen Kommunika­ tionsproi,­ ein­ Organisationstalent,­ einen Abrechnungsfuchs oder ei­ nen Hygienefreak in Ihrer Praxis. Diese unterschiedlichen Stärken führen zu sehr verschiedenen Ein­ zelinteressen. Dadurch sind Sie angehalten, situativ und individuell zu führen.
Wissen & Weiterbildung © dotshock/Shutterstock.com „Der Low Performer“ Maria (1) besitzt keine ausgeprägte Motivation­und­Qualii­kation.­Sie­ist­ entweder nicht fähig und nicht willig oder sie ist nicht fähig und unsicher. Woran das liegt, erfahren Sie nur in einem­persönlichen­Gespräch.­Liegt­ es­ an­ der­ Unsicherheit,­ können­ Sie­ Unterstützung bieten. Stärken Sie diesen Mitarbeiter. Stellen Sie hier einen unmittelbaren Ansprechpart­ ner zur Seite, der Ruhe bewahrt und Aufgaben erklärt. Somit stärken Sie die Fähigkeiten und damit steigt auch die Motivation. Ist dieser Mitarbeiter allerdings nicht willig, wird es schwierig. Geben Sie stets genaue und klare Anweisungen und überwachen Sie die zu erle­ digenden Aufgaben. Bei einer nied­ rigen Reife dieses Mitarbeiters wird eine hohe Aufgabenorientierung bei gleichzeitig niedriger Beziehungs­ orientierung empfohlen. In einigen Praxen sind diese Angestellten trotz­ dem wertvoll. Sie erledigen Aufga­ ben, die andere nicht machen wollen. Allerdings kommt es bei der Zusam­ menarbeit mit diesen Mitarbeitern schnell zu Spannungen im Team. Gerade dann, wenn das Team sehr leistungsorientiert ist. dungen und geben Sie Gelegenheit für Fragen. Delegieren Sie Aufga­ ben.­Hier­kann­das­Prinzip­„Learning­ by doing“ helfen. Anschließend über­ prüfen Sie die Erledigungen und ge­ ben ein Feedback. Hat sich der Mit­ arbeiter weiterentwickelt (geringe bis mäßige Reife), führen Sie stark mitarbeiterbezogen und gleichzeitig aufgabenbezogen. Potenzialträger werden ab einem bestimmten Reife­ grad­oftmals­zu­Leistungsträgern.­ „Der Ausgebrannte oder Lustlose“ Katja (3) besitzt ein umfangreiches Fachwissen, allerdings ist die Moti­ vation erloschen oder war vielleicht nie wirklich vorhanden. Auch hier bekommen Sie die genauen Hinter­ gründe­nur­in­einem­persönlichen­Ge- spräch heraus. Gründe dafür liegen oftmals im privaten Bereich. Aller­ dings sind auch ältere Mitarbeiter nach all den Berufsjahren manchmal ausgebrannt und lustlos. Bei mäßiger bis hoher Reife dieser Teammitglie­ der führen Sie stark mitarbeiter­ und gleichzeitig weniger aufgabenbezo­ gen. Beteiligen Sie diese Person an der Zielsetzung. Ermutigen Sie, Ent­ scheidungen zu treffen. Unterstützen Sie und sind Sie präsent. „Der Potenzialträger“ Gisela (2) ist motiviert, also willig und vertrauensvoll, aber nicht fähig. Fördern­und­leiten­Sie­diesen­Mitar- beiter an, erklären Sie Ihre Entschei­ „Der Leistungsträger“ Carmen (4) bringt eine hohe Motiva­ tion­und­Qualii­kation­mit.­Sie­ist­für­ die Aufgabenerledigung fähig und willig oder/und fähig und vertrau­ ensvoll. Sehr „reife“ Mitarbeiter be­ nötigen­ weder­ eine­ besondere­ Zu- wendung durch Sie noch brauchen Sie detaillierte Vorgaben bezüglich ihrer Aufgaben. Übergeben Sie Ver­ antwortung­ zur­ Entscheidungsi­n- dung und Durchführung. Delegieren Sie­ so­ viele­ Aufgaben­ wie­ möglich­ und fordern Sie diese Mitarbeiter heraus. Geben Sie Anreize mit neuen Aufgaben. Tipp: Vernachlässigen Sie hier aller­ dings­ Ihren­ persönlichen­ Kontakt­ nicht.­Geben­Sie­auch­hier­Lob,­denn­ diese Angestellten brauchen eben­ falls Motivation von außen. Fazit Damit Sie Ihre Praxis optimal führen, fördern­Sie­die­Zusammen­arbeit­Ih- rer Mitarbeiter im Sinne einer Koope­ ration. Wenn Sie erfolgreich führen möchten,­ müssen­ Sie­ wissen,­ was­ die Menschen um Sie herum brau­ chen und von Ihnen er warten. Kontakt Claudia Davidenko dentacoach Hegelallee 14 14467 Potsdam Tel.: 0331 97912-48 www.denta-coach.de www.claudia-davidenko.de
Wissen & Weiterbildung KICKSTART YOUR Career Leidenschaftlich und gemeinschaftlich in eine erfolgreiche Karriere starten – gerade für an- gehende Zahnmediziner ist es wichtig, starke und kompetente Partner an der Seite zu wissen und von dem Austausch mit Experten und Gleichgesinnten zu profi tieren. Mit dentXperts® unterstützt Heraeus Kulzer angehende Zahnmediziner und solche, die sich am Beginn ihrer Laufbahn befinden. Das Programm bietet spezielle Angebote für Studenten, Assistenzzahn- ärzte und Praxisgründer und begleitet so die Clubmitglieder auf dem komplexen Weg von der Universität in die Praxis – für einen erfolgreichen „Kickstart“ in die Karriere. „Wir wollen mit unseren Lösungen und Angeboten nah an den Bedürf- nissen der Anwender sein. Das gilt im Besonderen auch für den zahn- medizinischen Nachwuchs.“ Jörg Scheffler, Country Manager Deutsch- land bei Heraeus Kulzer, bringt den Anspruch des dentXperts-Programms auf den Punkt. Der Club gibt seinen Mitgliedern die einzigartige Mög- lichkeit, sich bei Ausbildung und Berufseinstieg umfassende Beglei- tung und Hilfestellung an die Seite zu holen. Zum Clubangebot zählen eine Viel- zahl an Veranstaltungen, Fortbil- dungen sowie der Erfahrungsaus- tausch mit anderen Mitgliedern und führenden Experten der Zahn- heilkunde. Je nach beruflicher Phase fördert Heraeus Kulzer die jungen und an- gehenden Zahnärzte mit maßge- schneiderten Lösungen: m o c . k c o t s r e t t u h S / s u a G © j
Wissen & Weiterbildung Studenten Studenten sitzen an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. Ihnen ist es daher wichtig, das Gelernte möglichst praxisnah anzuwenden. Sie profitieren mit dentXperts zum Beispiel von studienpraktischen Workshops, dem Zugang zu Lehr- material aus der umfangreichen dentXperts-Materialbibliothek und einem exklusiven Studentenrabatt. Außerdem steht bei Fragen rund um den zahnmedizinischen Studien- alltag ein persönlicher Ansprech- partner von Heraeus Kulzer bereit. Assistenzzahnärzte Assistenzzahnärzte erhalten über das dentXperts-Programm Zugang zu regelmäßigen, praxisbezogenen Workshops, die anschaulich Theorie mit konkreten Hands-on-Übungen verbinden – unter anderem zu The- men wie Füllungstherapie und Pra- xismanagement. Sie proitieren als dentXperts-Clubmitglied von verschiedenen Produkttest-Paketen und Sonderkonditionen für praxis- nahe Seminare und Fortbildungen zu Themen wie moderne Füllungs- therapie, intraligamentäre Anästhe- sie oder Paraodontitistherapie. Praxisgründer Mit dentXperts für Praxisgründer erhalten junge Zahnärzte ferner Unterstützung beim Weg in die ei- gene Zahnarztpraxis, zum Beispiel durch eine persönliche Fachbe- ratung vor Ort oder Produktange- bote zu Sonderkonditionen im Gründungsjahr. Außerdem erhalten Mitglieder attraktive Rabatte für Fortbildungen und Seminare zu Fach- und Service-Themen wie be- triebswirtschaftliches Praxisma- nagement und Mitarbeiterführung. Assistenzärzte und Praxisgründer können zudem von Kursgutscheinen für exklusive Heraeus Kulzer-Ver- anstaltungen wie ausgewählten Schicht kursen sowie einem persön- lichen Außendienstansprechpartner proitieren. Ein regelmäßiger News- letter informiert alle dentXperts- Clubmitglieder über aktuelle Trends und Themen aus der Zahnheilkunde und versorgt sie mit speziischen Inhalten zu ihrer Berufsgruppe. Inte- ressierte können sich ab sofort auf der neuen Website des dentXperts- Clubs unter www.dentXperts.de kos- tenlos anmelden. Kontakt Heraeus Kulzer GmbH Grüner Weg 11 63450 Hanau www.heraeus-kulzer.de www.dentXperts.de
Wissen & Weiterbildung MASTERSTUDIENGÄNGE in der Zahnmedizin Zahnärzte haben die Möglichkeit, nach dem Staatsexamen den Mastertitel als Abschluss eines postgradualen Masterstudienganges zu erwerben, wie er mittlerweile von sehr vielen Hochschulen und Instituten angeboten wird. Mit der Bologna-Erklärung beschlossen 1999 die Bildungsminister von 29 europäischen Nationen die Ein- führung eines konsekutiven zweistufi gen Abschlusssystems, dessen Abschlüsse meist als „Bachelor“ und „Master“ bezeichnet werden. Im Gegensatz zu Fächern, die mit einem Diplom oder Magister abschließen, wurden Fächer, die mit einem Staatsexamen abschließen, nicht in Bachelor und Master gegliedert. Für Zahnmediziner gibt es allerdings die Möglichkeit, den Masterabschluss im Rahmen einer postgra- dualen Weiterbildung nach Erlangung der Approbation zu erwerben. Diese Masterstudiengänge werden als berufsbegleitende part-time Studiengänge oder universitätsgebundene full-time Studiengänge angeboten. Die freiwillige, selbstbestimmte, postgraduale Fortbildung ist mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden, bietet aber als Ergebnis eine zusätzliche, staatlich anerkannte Qualifi kation. Die folgende Übersicht informiert über Masterabschlüsse für Zahnmediziner in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. m o c . k c o t s r e t t u h S / G _ a n i t n e a V © l
Wissen & Weiterbildung Bildungseinrichtung Studiengänge Kontakt AALZ – Aachener Arbeitskreis für Laserzahnheilkunde – Lasers in Dentistry (M.Sc.) info@aalz.de www.aalz.de Tel.: +49 241 4757130 Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – Integrated Practice in Dentistry (M.A.) Brita Nürnberger Tel.: +49 721 9181-200 fortbildung@za-karlsruhe.de brita_nuernberger@za-karlsruhe.de www.za-karlsruhe.de DGI – Deutsche Gesellschaft für Implantologie e.V., Ludwigshafen DGZI – Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e.V., Düsseldorf Dresden International University – Orale Implantologie und Parodontal- therapie (M.Sc.) Tel.: +49 621 68124457 info@dgi-master.de www.dgi-master.de – Implantology and Dental Surgery (M.Sc.) – Aesthetic and Dental Surgery (M.Sc.) – Specialized Orthodontics (M.Sc.) Tel.: +49 211 16970-77 sekretariat@dgzi-info.de www.dgzi.de/zahnaerzte/ masterkurse/ – Parodontologie und Implantattherapie (M.Sc.) Marlen Zumpe Tel.: +49 351 40470-108 paro@di-uni.de www.di-uni.de Düsseldorf Dental Academy an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – Endodontologie (M.Sc.) Ernst-Moritz-Arndt- Universität Greifswald IMC International Medical College/ MIB GmbH, Münster – Clinical Dental CAD/CAM (M.Sc.) – Digitale Dentaltechnologie (M.Sc.) – Kinderzahnheilkunde (M.Sc.) – Zahnmedizinische Ästhetik und Funktion (M.Sc.) – Zahnmedizinische Funktions- analyse und -therapie (M.Sc.) – Zahnmedizinische Prothetik (M.Sc.) – Aesthetic Dentistry (M.Sc.) – Implantology and Dental Surgery (M.Sc.) – Periodontology (M.Sc.) – Specialized Orthodontics (M.Sc.) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Oral Implantology (M.Sc.) Justus-Liebig-Universität Gießen – Kinderzahnheilkunde (M.Sc.) Medizinische Hochschule Hannover – Lingual Orthodontics (M.Sc.) RWTH International Academy, Aachen – Lasers in Dentistry (M.Sc.) Tel.: +49 211 669673-41 apw.lobianco@dgzmk.de www.duesseldorf-dental-academy.de Kristin Ostendorf Tel.: +49 3834 515500 masterzahn@uni-greifswald.de www.medizin.uni-greifswald.de/ dental/master Tel.: +49 251 28769990 imc@med-college.de www.med-college.de Tel.: +49 69 6301-5729 info-moi@uni-frankfurt.de www.moi.uni-frankfurt.de Claudia Becker Tel.: +49 641 99-46241 claudia.becker@dentist.med. uni-giessen.de www.uni-giessen.de Prof. Dr. Rainer Schwestka-Polly Tel.: +49 511 532-4846 schwestka-polly.rainer@mh- hannover.de www.mh-hannover.de/lingual-ortho- dontics.html Verena Jacoby Tel.: +49 241 8023543 v.jacobi@academy.rwth-aachen.de www.academy.rwth-aachen.de Steinbeis-Hochschule Berlin – Biotechnology Interdisciplinary Dentistry (M.Sc.) – Innovationsmanagement Dentale Technologie (M.Sc.) – Dentaltechnologie und -manage- ment (M.Sc.): Orale Implantologie und Parodontaltherapie Tel.: +49 711 451001-32 SU1276@stw.de www.steinbeis-hochschule.de Tel.: +49 30 293309-0 SU0812@stw.de www.steinbeis-hochschule.de
Wissen & Weiterbildung Bildungseinrichtung Studiengänge Kontakt Universität Witten/Herdecke – Ästhetische Gesichtschirurgie (M.Sc.) – Implantology (M.Sc.) – Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz und chronischen Einschränkungen (M.A.) Universitätsklinikum Freiburg – Master Parodontologie und Implantattherapie (M.Sc.) Tel.: +49 89 189046-21/22 contact@efmz.de www.efmz.de www.uni-wh.de/gesundheit/zahn- medizin/postgraduiertenprogramm Otto Inhester Tel.: +49 2302 926-243 otto.inhester@uni-wh.de www.uni-wh.de/gesundheit/zahn- medizin/postgraduiertenprogramm Rebekka Balsam Tel.: +49 761 270-47290 rebekka.balsam@uniklinik-freiburg.de www.masterparo.de ZÄT-INFO Informations- und Fortbildungsgesell- schaft für Zahnheilkunde GmbH – Craniomandibuläre und muskuloskeletale Medizin (M.D.Sc.) www.zaet.info Tel.: +49 2532 7330 info@zaet-info.de Danube Private University (DPU), Krems, Österreich Implantologist (MSc) – Ästhetisch-Rekonstruktive Zahnmedizin (MSc)* – Clinical Oral Surgeon/ – Clinical Orthodontist (MSc) – Endodontie (MSc) – Funktion und Prothetik (MSc) – Kieferorthopädie (MSc)* – Orale Chirurgie/Implantologie (MSc)* * auch in englischer Sprache Tel.: +43 676 842419-305 bzw. -330 info@DP-Uni.ac.at www.danube-private-university.at Donau-Universität Krems, Österreich – Dentaltechnik (MSc) Karin Galli Tel.: +43 2732 893-2681 karin.galli@donau-uni.ac.at www.donau-uni.ac.at/zahn – Kieferorthopädie (MSc) – Orale Chirurgie/Implantologie (MSc) – Parodontologie/Implantologie (MSc) Nicole Puszter Tel.: +43 2732 893-2686 nicole.puszter@donau-uni.ac.at Medizinische Universität Innsbruck, Österreich – Craniomandibuläre und muskuloskelettale Medizin (MDSc) Medizinische Universität Wien, Österreich – Parodontologie (MSc) – Prothetik (MDSc) Universität Bern, Schweiz – Implantologie (MAS) – Kieferorthopädie (MAS) – Oralchirurgie und – Parodontologie und Implantatzahnmedizin (MAS) – Rekonstruktive Zahnmedizin Implantatchirurgie (MAS) und Implantologie (MAS) Universität Zürich, Schweiz – Parodontologie (MAS) universitaetslehrgang@i-med.ac.at www.i-med.ac.at/studium/ fort_weiterbildung Brigitte Kneidinger Tel.: +43 1 40070-4101 paromaster@meduniwien.ac.at www.meduniwien.ac.at/paromaster Caroline Langstadlinger Tel.: +43 1 2243 21962 ulg-prothetik@meduniwien.ac.at www.meduniwien.ac.at Tel.: +41 31 6313928 zuw@zuw.unibe.ch www.zuw.unibe.ch Prof. Dr. Patrick R. Schmidlin Tel.: +41 44 6342967 patrick.schmidlin@zzm.uzh.ch www.paro-master.ch
dentalfresh Das Magazin für Zahnmedizinstudenten und Assistenten 13. Jahrgang | Juli 2017 ISSN 1860-630X Preis: E 3,50 zzgl. MwSt. Zeitschrift des Bundesverbandes der Zahnmedizinstudenten in Deutschland e.V. dentalfresh Das Magazin für Zahnmedizinstudenten und Assistenten #2 2017 Internationale Dental-Schau 2017 So war die IDS Junge Zahnmediziner auf der IDS Der BdZM berichtet Die Praxiswebsite Was macht Sinn, was nicht? BdZM Bundesverband der Zahnmedizinstudenten in Deutschland e.V. Universitäre Bildung und täglich neue Informa­ tionen auf dem Dentalmarkt sind unabdingbar für ein erfolgreiches Studium der Zahnmedizin und die persönliche Zukunft. Als Mitteilungsorgan des BdZM informiert die „dentalfresh“ neben der Ver­ bandstätigkeit auch über alle wirtschaftlichen und fachlich relevanten Themen für Studenten und Assis tenten. Für Wissen, Erfolg und gutes Aussehen! Bestellung auch online möglich unter: www.oemus.com/abo Unterschrift ✂ Abonnieren Sie jetzt! Ja, ich möchte „dentalfresh“ im Jahres abo nne- ment zum Preis von 20 E/Jahr inkl. MwSt. und Ver- sandkosten beziehen. Das Abonnement umfasst vier Ausgaben pro Jahr. Die Lieferung beginnt mit der nächsten Ausgabe nach Zah- lungseingang (bitte Rechnung abwarten) und verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht sechs Wochen vor Ablauf des Bezugszeitraumes schriftlich ge- kündigt wird (Poststempel genügt). Name, Vorname Firma Straße PLZ/Ort E-Mail Widerrufsbelehrung: Den Auftrag kann ich ohne Begründung innerhalb von 14 Tagen ab Bestellung bei der OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig schriftlich widerrufen. Rechtzeitige Absendung genügt. Anwort, per Fax 0341 48474-290 an OEMUS MEDIA AG oder per E-Mail an grasse@oemus-media.de Unterschrift df 2/17 OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig, Tel.: 0341 48474-0, Fax: 0341 48474-290, E-Mail: grasse@oemus-media.de
Wissen & Weiterbildung Fortbildung ist TEAMSACHE Als Zahnärzte sind Sie stets dazu verpfl ichtet, Ihre Fähigkeiten fortzubilden und mit aktuellen Entwicklungen aus Industrie und Forschung Schritt zu halten. Ebenso wichtig wie Ihre Fort- bildung ist die Weiterbildung des gesamten Praxisteams, welches hinter Ihnen steht. Team- schulungen rücken immer mehr in den Vordergrund und bringen sowohl für die Mitarbeiter selbst als auch für die Praxisinhaber wesentliche Vorteile mit sich. Elisabeth Weiße, Leipzig m o c . k c o t s r e t t u h S / s e g a m I n o g a r D © Wer kennt nicht den 5-Jahres-Zeit- raum, an dessen Ende im Idealfall 125 Punkte stehen sollten. Erfreu- licherweise ist dies für viele Zahn- ärzte mehr Kür als Pflicht. Kontinu- ierlich streben sie nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Weiterentwicklung ihrer eigenen Fähigkeiten. Doch was passiert mit Ihrer Praxis und Ihrem Praxisteam, wenn Sie auf einer Fortbildung sind? Dank günsti- ger Veranstaltungsstrukturen bringen Fortbildungsveranstaltungen auch Mehrwerte für Ihre Mitarbeiter mit sich. Nehmen Sie Ihr Team einfach mit. Denn nicht nur auf Ihre eigenen Fortbildungen kommt es an, genau- so wichtig sind die Weiterbildungen der Mitarbeiter. Blicken Sie daher stets engagiert auf Ihr Team und dessen weitere Entwicklung. Dies steigert ebenfalls Ihren unterneh- merischen Erfolg. Meist sind es Ihre Mitarbeiter, die den ersten Kontakt zu potenziellen Patienten bzw. Kun- den haben. Daher gilt es, hier einen bestmöglichen ersten Eindruck zu hinterlassen. bringen Pluspunkte auf beiden Seiten Weiterbildungen unter- schiedliche Vorteile sowohl für das Team als Arbeitnehmer als auch für den Zahnarzt als Arbeitgeber mit sich. Durch Teamschulungen können Sie sich als Zahnarzt Ihre eigenen Fach kräfte ausbilden, um mit der Konkurrenz und neuen Entwicklun- gen mitzuhalten. Außerdem wirken Sie einem Fachkräftemangel entge- gen und können sich das zusätz- lich gewonnene Wissen für Ihre weitere Praxisentwicklung zunutze machen. Als Arbeitgeber werden Sie für potenzielle neue Mitarbeiter attraktiver. Bei krankheitsbedingten Ausfällen können Teamkollegen unter einander einspringen, da alle Mitarbeiter auf dem gleichen Wis- sensstand sind. Zusätzlich binden Teamschulungen die Mitarbeiter nicht nur aneinander, sondern auch an die Praxis. Gleichzeitig moti vieren sie das Team auf ganzer Linie und regen es dazu an, seine Leistung zu steigern. Wenn Sie die Weiterbildun- gen im ganzen Team durchführen, stärken Sie nicht nur eine einzelne Person, sondern alle. So bündeln Sie die einzelnen Stärken und machen Ihr Team unschlagbar. Es führt zu einem gestärkten Wir- Gefühl, welches eine positive Außen- wirkung hat. Dies steigert die Grup- pendynamik und sorgt für einen besseren Workflow als Team. Für die Mitarbeiter selbst verbes- sern sich durch Fortbildungen auch die eigenen Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt und sie können mit dem technischen Fortschritt mithalten, um den neuen beruf- lichen Anforderungen gerecht zu werden. Sie werden in ihrer Arbeit gefördert und können sich sowohl im Beruflichen als auch im Privaten selbst verwirklichen. Zudem stellen die Schulungen eine Abwechslung und positive Ergänzung zur Alltags- routine dar.
REGIONALE FORTBILDUNGEN IMPLANTOLOGIE 2016/2017 KONGRESSÜBERSICHT November 2016 – Mai 2017 www.oemus.com E16 T K N U F O R T B ILDUN G S P Moderne implantologische Behandlungskonzepte – Diagnostik, Behandlungsplanung und chirurgisch / prothetische Umsetzung IMPLANTOLOGIE IM RUHRGEBIET 6. Essener Implantologietage 11./12. November 2016 ATLANTIC Congress Hotel Essen E16 T K N U F O R T B ILDUN G S P Wann gehen Implantate verloren? – Implantologie im Spannungsfeld von Erfolg und Misserfolg 6. Badische Implantologietage 2./3. Dezember 2016 Kongresshaus Baden-Baden Wissenschaftliche Leitung: Priv.-Doz. Dr. Dr. Ronald Bucher/ Baden-Baden M I T L I V E - O P Hauptsponsoren Hauptsponsoren E16 T K N U F O R T B ILDUN G S P Optimale Knochen- und Gewebeverhältnisse als Grundlage für den Erfolg in der Implantologie 16. UNNAER IMPLANTOLOGIE TAGE 10./11. Februar 2017 Mercure Hotel | Kamen Unna Implantologie im Ruhrgebiet / 6. Essener Implantologietage 6. Badische Implantologietage 16. Unnaer Implantologietage E16 T K N U F O R T B ILDUN G S P Metallfreie Implantologie – Eine Standortbestimmung 3rd Annual Meeting of am 5. und 6. Mai 2017 in Konstanz – hedicke´s Terracotta E16 T K N U F O R T B ILDUN G S P Moderne implantologische Behandlungskonzepte – Diagnostik, Planung und chirurgisch/prothetische Umsetzung 18. EXPERTENSYMPOSIUM „INNOVATIONEN IMPLANTOLOGIE“ IMPLANTOLOGIE FÜR VERSIERTE ANWENDER IMPLANTOLOGY START UP 2017 IMPLANTOLOGIE FÜR EINSTEIGER UND ÜBERWEISERZAHNÄRZTE 12./13. Mai 2017 I Hotel Palace Berlin NEU MIT TABLE CLINICS Wissenschaftlicher Kooperationspartner E12 T K B ILDUN G S P N U F O R T 3.Giornate Romane Implantologie ohne Grenzen 19./20. Mai 2017 in Rom/Italien Sapienza Università di Roma 3rd Annual Meeting of ISMI IMPLANTOLOGY START UP 2017/ 3. Giornate Romane 18. EXPERTENSYMPOSIUM Faxantwort an 0341 48474-290 Bitte senden Sie mir die Programme zu den von mir ausgewählten Kongressen zu. Praxisstempel / Laborstempel Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programmes.) 6 1 0 2 S D O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-308 · event@oemus-media.de
Wissen & Weiterbildung TEAMSCHULUNGEN für das ganze Praxispersonal m o c . k c o t s r e t t u h S / r e t s a m s s e r P © Heutzutage sind Fortbildungsver- anstaltungen nicht mehr nur Chef- sache, sondern bringen dank ausge- klügelter Veranstaltungsstrukturen Mehrwerte für das ganze Praxisteam mit sich. Regelmäßig bietet die OEMUS MEDIA AG Fortbildungsver- anstaltungen für Zahnärzte an, die neben einem Hauptkongress mit ver- schiedenen Vorträgen auch aus ei- nem Pre-Congress und interessanten Fortbildungsseminaren bestehen. Doch nicht nur das: Zusätzlich gibt es innerhalb der Fortbildungen für Zahn- ärzte parallel auch Weiterbildungs- kurse für das gesamte Praxisperso- nal. Nehmen Sie also Ihr ganzes Praxisteam einfach mit zur Fortbil- dungsveranstaltung. So nutzen Sie die Zeit effektiv, in der Ihre Praxis ge- schlossen bleibt, und es profi tieren alle davon. Angeboten werden fol- gende Helferinnen-Seminare: • Seminar A: Weiterbildung und Qua- lifi zierung Hygienebeauftragte/-r für die Zahnarztpraxis (Iris Wäl- ter-Bergob) • Seminar B: Ausbildung zur zertifi - (Chris- zierten QM-Beauftragten toph Jäger) • Kompaktkurs 1B: Kompaktkurs für das zahnärztliche Prophylaxeteam: Update Prophylaxe und Parodon- taltherapie (Annkathrin Dohle) Das erfolgreiche Seminar zur Hygie- nebeauftragten wird bereits seit zehn Jahren veranstaltet. Doch um mit der Zeit zu gehen, wurde das Kurspro- gramm für 2016 völlig neu überarbei- tet. Das Seminar zeigt sich jetzt als 20-Stunden-Kurs mit Sachkunde- nachweis für das gesamte Praxis- team, inkl. praktischer Übungen und DIOS HygieneMobil. Das Reisemobil mit einer Grundfläche von 7 m² be- inhaltet einen Musteraufbereitungs- raum, in dem eine vollstufi ge, geset- zeskonforme Sterilgutaufbereitung auf höchstem technischem Stand möglich ist. Im Folgenden fi nden Sie die kom- menden Fortbildungsveranstaltun- gen, die auch Helferinnen-Seminare anbieten. Nähere Informationen zu den Fortbildungsveranstaltungen für Zahnärzte fi nden Sie unter events. oemus.com sowie zu den Helferin- nen-Seminaren unter www.praxis- team-kurse.de sowie unter www. paro-seminar.de.
Wissen & Weiterbildung Datum Veranstaltung Helferinnen-Seminare Ort 11./12.11.2016 IMPLANTOLOGIE IM RUHRGEBIET/ 6. Essener Implantologietage Seminar A, B Kompaktkurs 1B Essen, ATLANTIC Congress Hotel 02./03.12.2016 6. Badische Implantologietage Seminar A, B 10./11.02.2017 16. Unnaer Implantologietage Seminar A, B 05./06.05.2017 6. MUNDHYGIENETAG 2017 Seminar A, B Baden-Baden, Kongresshaus Unna, Mercure Hotel Kamen Hamburg, EMPIRE RIVERSIDE HOTEL 12./13.05.2017 18. EXPERTENSYMPOSIUM „Innovationen Implantologie“ 24. IMPLANTOLOGY START UP Seminar A, B Berlin, Hotel Palace 26./27.05.2017 Ostseekongress/10. Nord- deutsche Implantologietage Seminar A, B Kompaktkurs 1B Rostock-Warnemünde, Hotel Neptun 15./16.09.2017 14. Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin Seminar A, B Kompaktkurs 1B Leipzig, pentahotel 22./23.09.2017 EUROSYMPOSIUM/12. Süd- deutsche Implantologietage 23.09.2017 4. Hamburger Forum für Innovative Implantologie Seminar A Seminar B Konstanz, hedicke‘s Terracotta Hamburg, EMPIRE RIVERSIDE HOTEL 29./30.09.2017 7. MUNDHYGIENETAG 2017 Seminar A, B Berlin, Maritim Hotel 13./14.10.2017 IMPLANTOLOGIE IM RUHRGEBIET/ 7. Essener Implantologietage Seminar A, B Essen, ATLANTIC Congress Hotel 03./04.11.2017 2. Wiesbadener Forum für Innovative Implantologie Seminar A Wiesbaden, Dorint Hotel Pallas 01./02.12.2017 7. Badische Implantologietage Seminar A, B Baden-Baden, Kongresshaus
ANZEIGE JETZT bestellen! Impressum IMPRESSUM Herausgeber: OEMUS MEDIA AG Verleger: Torsten R. Oemus Verlagsanschrift: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller Projekt-/Anzeigenleitung: Timo Krause Redaktion: Jenny Hoffmann Elisabeth Weiße Korrektorat: Marion Herner Sophia Pohle Frank Sperling Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 kontakt@oemus-media.de Deutsche Bank AG, Leipzig IBAN DE20 8607 0000 0150 1501 00 BIC DEUTDELXXX Tel.: 0341 48474-0 Tel.: 0341 48474-0 Tel.: 0341 48474-0 Tel.: 0341 48474-220 t.krause@oemus-media.de Tel.: 0341 48474-145 Tel.: 0341 48474-152 j.hoffmann@oemus-media.de e.weisse@oemus-media.de Tel.: 0341 48474-126 Tel.: 0341 48474-125 Tel.: 0341 48474-125 Art Direction: Dipl.-Des. (FH) Alexander Jahn Tel.: 0341 48474-139 a.jahn@oemus-media.de Layout/Satz: Max Böhme Tel.: 0341 48474-118 m.boehme@oemus-media.de Bitte senden Sie mir das aktuelle Handbuch [d e n t a l SUCCESS] zum Preis von 9,95 EUR* zu. Preis versteht sich inkl. MwSt. und Versandkosten. Faxsendung an 0341 48474-290 Erscheinungsweise: [d e n t a l SUCCESS] erscheint 1 x jährlich als E-Paper. Es gelten die AGB, Gerichts stand ist Leip zig. Verlags- und Urheberrecht: Das E-Paper und die enthaltenen Beiträge und Abbil dungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt besonders für Vervielfältigungen, Über setzungen, Mik roverfi lmungen und die Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen. Nach druck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Redak- tion wird das Einverständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausgesetzt, sofern nichts anderes vermerkt ist. Mit Einsendung des Manuskriptes gehen das Recht zur Veröffentlichung als auch die Rechte zur Über- setzung, zur Vergabe von Nach druckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken zur Herstellung von Sonderdrucken und Fotokopien an den Verlag über. Für unverlangt eingesandte Bücher und Manu s kripte kann keine Gewähr übernommen werden. Mit anderen als den redaktions eigenen Signa oder mit Verfassernamen gekenn zeichnete Beiträge geben die Auffassung der Verfasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Beitrages trägt die Verantwortung. Gekennzeich- nete Sonderteile und Anzeigen befi nden sich außerhalb der Veran t wortung der Redaktion. Für Verbands-, Unterneh- mens- und Markt informationen kann keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung für Folgen aus unrichtigen oder fehlerhaften Darstellungen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Gerichtsstand ist Leipzig. Name: Vorname: Straße: PLZ/Ort: Telefon/Fax: E-Mail: Unterschrift: * Nur Assistenten und Studenten mit Nachweis, sonst 19,95 EUR. OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290
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