• Titel

    Redaktion

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  • Dental Bauer GmbH & Co.KG

  • Editorial: Liebe Erstis!

    Maximilian Voß

    Herzlichsten Glückwunsch! Ihr habt die erste große Hürde bereits gemeistert – egal, ob ihr durch eure herausragenden Noten über den NC genommen wurdet oder ob ihr schon mehrere Jahre in einem zahnmedizinischen Beruf gearbeitet und euch durchgebissen habt – ihr habt euch alle sehr wahrscheinlich richtig reingekniet, um jetzt „Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ an einer deutschen Universität studieren zu können.

  • Inhaltsverzeichnis

    Redaktion

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  • Komet Dental

  • Willkommen im Zahnmedizinstudium

    Redaktion

    Herzlichen Glückwunsch! Wenn du das hier liest, hast du es geschafft. Du hast dich für ein Studium der Zahnmedizin entschieden und erfolgreich beworben. Doch nun geht die Arbeit erst richtig los. Jetzt heißt es lernen, vorbereiten, nacharbeiten und vor allem viel üben. Aber keine Panik! Mit Disziplin und einem guten Plan in der Tasche kann nichts schiefgehen. Als guten Start hast du ja bereits dieses informative Handbuch erworben, welches dir in deinem Zahnmedizinstudium als Ratgeber zur Seite stehen wird.

  • Wer und was an der Uni

    Redaktion

    Mit dem Studienstart beginnt für euch ein neuer Lebensabschnitt. Jetzt heißt es, sich umzuorientieren und zurechtzufinden. Damit euch das gleich von Anfang an gut gelingt, folgt hier ein kleiner Überblick, welche Abteilung an der Uni für was genau zuständig ist.

  • Der erste echte Patient

    Redaktion

    Vorklinik und Phantomkurs sind vorbei. Jetzt wird es ernst! Ab dem 7. Semester dürfen junge Zahnis nach Übungen an Kunststoffköpfen und Kommilitonen endlich Hand an echte Patienten legen. Wie sich das anfühlt und was ihr dabei beachten solltet, wollten wir von BdZM-Mitglied Lotta Westphal erfahren.

  • DGZI - Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e.V.

  • Ablauf des Studiums

    Redaktion

    Das Zahnmedizinstudium dauert mindestens zehn Semester und besteht aus zwei Abschnitten – der Vorklinik und der Klinik mit jeweils fünf Semestern. Zwei Vorprüfungen gilt es zu bestehen, bevor dann abschließend das Staatsexamen kommt. Hier erfahrt ihr, welche einzelnen Fächer und genauen Inhalte auf euch zukommen.

  • Studienplatztausch

    Redaktion

    Viele junge Menschen finden es spannend, sich mit Beginn des Studiums von Eltern und Heimat zu emanzipieren und fortan größtenteils eigenverantwortlich zu handeln. Sie stürzen sich mit Enthusiasmus auf den neuen Lebensabschnitt. Dann gilt: Je weiter weg die Hochschule von zu Hause, desto besser. Doch genauso viele Studienanfänger möchten sich räumlich nicht von Familie und Freunden trennen und hoffen auf einen Studienplatz in der Heimatstadt.

  • Masterstudiengängein der Zahnmedizin

    Redaktion

    Zahnärzte haben die Möglichkeit, nach dem Staatsexamen den Mastertitel als Abschluss eines postgradualen Masterstudienganges zu erwerben, wie er mittlerweile von sehr vielen Hochschulen und Instituten angeboten wird.

  • Die Fachgebieteder Zahnmedizin

    Redaktion

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  • Ist der Zahnarztberuf gesundheitsgefährdend?

    Prof. Dr. drs. drs. Jerome Rotgans

    Wenn man die Literatur durchforstet oder Internetforen für Zahnmedizinstudenten besucht, bekommt man den Eindruck, der Zahnarztberuf sei gefährlich für die Gesundheit. Richtig ist allerdings wie immer: Vorbeugung ist die beste Medizin. Auch gilt, und das gerade für Sie als Erstsemester, „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“.

  • Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog – Neues Zeitalter für die medizinische Lehre

    Redaktion

    Im Sommer 2015 wurde der Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog für Medizin (NKLM) und Zahnmedizin (NKLZ) erfolgreich in Kiel verabschiedet. Für die langfristige Etablierung der beiden Lernzielkataloge setzt sich seitdem eine Implementierungsgruppe aus dem Kreis der Fakultäten ein. An der Entstehung des NKLZ wirkte unter anderem auch der BdZM als Vertretung der deutschen Zahnmedizinstudenten tatkräftig mit. Mittlerweile stehen beide Kataloge als Onlinedatenbanken mit erweiterten Funktionen und Features unter www.nklm.de und www.nklz.de zur Verfügung.

  • Lernen kann man lernen

    Redaktion

    Von der Schule in die Uni – Für viele Studienanfänger bedeutet das eine unerwartete Umstellung der Arbeits- und Lerngewohnheiten. Während auf dem Gymnasium der Stoff auf die Schüler abgestimmt und in verdaulichen Häppchen angeboten wird, erwartet die Studenten gleich im ersten Semester ein großes Lernpensum, das in der Regel ohne Rücksicht auf individuelle Fähigkeiten vermittelt und abgefragt wird.

  • Finanzierungsmöglichkeitendes Studiums

    Redaktion

    Erstausstattung, Lebenshaltung und nicht zuletzt Studiengebühren – Wer hier nicht auf die Hilfe durch Eltern oder Großeltern zählen kann, muss sich früh mit dem Thema der Studienfinanzierung auseinandersetzen. Möglichkeiten gibt es viele: Ob Mischfinanzierung oder die Nutzung einer einzelnen Quelle – jeder sollte selbst entscheiden, welche Methode die günstigste für ihn ist. Die folgenden Seiten sollen einen Überblick geben und die Entscheidung erleichtern helfen.

  • Förderungsangebotefür Zahnmedizinstudenten

    Redaktion

    Für jeden Studenten gibt es das richtige Förderprogramm möchte man meinen, wenn man sich die Vielzahl an Angeboten auf dem deutschen Bildungsmarkt ansieht. Ob staatlich oder privat – zahlreiche Mittel fließen jährlich von Staat, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen an auserwählte Studenten. Gute bis hervorragende Leistungen sind dafür in der Regel Voraussetzung.

  • Kleine Einführung in die Standespolitik

    Redaktion

    Standespolitik – Dieser Begriff ist für viele ein Abstraktum, unter dem sie sich nichts Konkretes vorstellen können. Dabei ist es gerade für angehende Zahnmediziner wichtig, sich einmal mit dem Terminus und vor allem mit den Inhalten der Standespolitik auseinanderzusetzen. Berufstätige Zahnärzte sollten zudem möglichst über aktuelle Entwicklungen und Änderungen informiert sein, um die Qualität der eigenen Behandlung entsprechend hochhalten zu können. Darüber hinaus gibt die Beschäftigung mit der Thematik Aufschluss über die bestehenden Möglichkeiten, sich selbst einzubringen und in der Standespolitik mitwirken zu können.

  • Inkrafttreten verzögert: Die neue zähnarztliche Approbationsordnung

    Redaktion

    Die Approbationsordnung für Zahnärzte stammt aus dem Jahr 1955 und ist seitdem inhaltlich weitgehend unverändert geblieben. Nach einem langen Anlauf ist nun die neue zahnärztliche Approbationsordnung beschlossen und damit eine fundamentale Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung in Sicht. Kernziel der neuen Verordnung ist es, auf eine moderne Zahnmedizin hinzuwirken, die sich in Gänze am aktuellen Stand der Wissenschaft orientiert. Doch noch müssen, in einem letzten Schritt, Bundesregierung und Bundesrat dem vom Bundesgesundheitsministerium längst befürwortetem Entwurf zustimmen. Das Warten hält somit noch an. Die Bundeszahnärztekammer erklärt, warum eine Novellierung notwendig ist.

  • BdZA: Junge Zahnmedizin vernetzt

    Redaktion

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  • BdZM: Wir stärken euch den Rücken

    Redaktion

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  • BuFaTa – eure Chance, etwas zu bewegen!

    Jonas Langefeld

    Die Bundesfachschaftentagung, kurz BuFaTa, ist eine Art Konferenz der freiwilligen Interessenvertretung der Studierenden. Zwei Mal im Jahr kommen Mitglieder der zahnmedizinischen Fachschaften aus ganz Deutschland zusammen, um gemeinsam über wichtige bildungspolitische Themen zu diskutieren. Veranstalter der BuFaTa sind die jeweiligen Fachschaften der verschiedenen Hochschulstandorte. Jonas Langefeld, ehemaliger 2. Vorsitzender des Bundesverbands der Zahnmedizinstudenten in Deutschland e.V. (BdZM), gibt nachfolgend einen Einblick, was die BuFaTas so besonders macht.

  • Wohnen – von WG bis Studentenwohnheim

    Redaktion

    In großen, beliebten Universitätsstädten ist Wohnraum häufig knapp, entsprechend teuer sind dort die Mieten. Für Studenten, die oft jeden Euro zweimal umdrehen müssen, kann das zum echten Problem werden. Wem die finanziellen Mittel fehlen, der muss meist intensiv nach günstigen Wohnmöglichkeiten suchen und oft auch seine Ansprüche herunterschrauben.

  • Meine Auslandsfamulatur am anderen Ende der WeltFebruar – April 2015

    Can-Florian Keles

    Ausland, Sommer, Sonne, Sonnenbrand, Stipendium – weg aus Deutschland und dem Uni-Stress. Wie sich herausstellte, ist es kein Honigschlecken, mal eben so selbst einen Trip auf die Beine zu stellen. Im Frühjahr 2015 war es dann so weit: von Februar bis April würde Neuseeland der Ort meines Auslandspraktikums sein.

  • Qualität von Anfang an:Mit Komet durchs Studium und weiter

    Redaktion

    In der Uni lernen viele Studenten die individuellen Instrumentensätze von Komet zu schätzen. Sie können sich auf Qualität und unkomplizierte Nachbestellung verlassen – insbesondere über den Komet Campus Shop. Die Studentenbetreuer Matthias Wölk, Michael Pelka und Marvin Etzkorn beschreiben, wie nützlich der Komet-Service für Studenten ist.

  • Kostenlose Fortbildung für Studenten – Kongresse, Seminare und Workshops der OEMUS MEDIA AG

    Redaktion

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  • Aus dentalSUCCESS wird Assistentenhandbuch

    Redaktion

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  • dentalfresh even fresher

    Redaktion

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  • ZWP online: Dein tägliches News-Update aus der Dentalbranche

    Redaktion

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  • Universitätsverzeichnis

    Redaktion

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  • Glossar

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  • Impressum

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  • NSK Europe GmbH

dentalfresh Das Magazin für junge Zahnmedizin STUDENTENHANDBUCH Infos und Tipps für ein sorgenfreies Studium
Studium, Examen und dann? Jetzt durchstarten mit dental bauer Welche Herausforderung Sie auch angehen: Wir möchten für Sie Türen öffnen und Sie vertrauensvoll und kompetent auf Ihrem Weg begleiten. Als verlässlicher Partner starten wir gemeinsam durch. Erfahren Sie mehr über das Rundum-sorglos-Paket in unserem neuen Existenzgründerangebot existKONZEPTdb unter www.dentalbauer.de Für Studenten, Assistenzzahnärzte, angestellte Zahnärzte und Existenzgründer bietet dental bauer bundesweit fachkundige sowie fundierte Beratung und Dienstleistungen in puncto: Stellenbörse Praxisbörse Spezialseminare Standortanalyse Praxisbewertung Praxisplanung Existenzgründungsberatung Dentalangebote namhafter Hersteller und vieles mehr ... dental bauer GmbH & Co. KG Stammsitz Ernst-Simon-Straße 12 72072 Tübingen Tel 0800 6644718 Fax 07071 9777-50 E-Mail existkonzept@dentalbauer.de www.dentalbauer.de www. dentalbauer.de
E D I T O R I A L Liebe Erstis! T e x t : M a x i m i l i a n V o ß Herzlichsten Glückwunsch! Ihr habt die erste große Hürde bereits ge- meistert – egal, ob ihr durch eure herausragenden Noten über den NC genommen wurdet oder ob ihr schon mehrere Jahre in einem zahnmedizinischen Beruf gearbeitet und euch durchgebissen habt – ihr habt euch alle sehr wahrscheinlich richtig reingekniet, um jetzt „Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ an einer deutschen Universität studieren zu können. Die Univerpflichtungen sind nicht mit dem Aufwand der Schule zu vergleichen. Die Menschen sind vielfältiger, eure Kommilitonen werden aus ganz Deutschland und dem Ausland kommen. Eure Studienzeit soll euch auf das Leben danach vorbereiten, wenn ihr eigenständige Ärzte sein und täglich mit Pa tienten zu tun haben werdet. Es gibt einen Riesenandrang auf begrenzte Plätze, die durch die Stiftung Hochschulstart vergeben werden. Finanzielle Hürden während des Studiums sind keine Seltenheit. Ihr werdet sehr eng mit euren Betreuern zusammenarbeiten, werdet viele Pflichtveranstaltungen haben und euch auf YouTube Tutorials zu den Basics des Medizinstudiums an- schauen. Ihr habt euch mit diesem Studium ein sehr definier- tes Berufsziel ausgewählt. Die meisten von euch werden später den typischen Beruf des Zahnarztes ausüben und keine Journalisten, Forensiker oder Ähnliches werden. Ihr müsst mit Gips umgehen lernen, Drähte biegen, die Eigenschaften von Wachsen und vielen anderen Materialien kennen, Kunststoffzähne präparieren und sehr viel auswen- dig lernen. Ihr werdet spätestens im klinischen Abschnitt nicht selten 12-Stunden-Tage haben und jeden und alles infrage stellen. Ihr solltet dabei allerdings bitte eines nie ver- gessen, dass dieses – wie auch jedes andere Studium – keine unüberwindbare Hürde ist und schon Unzählige vor euch eben dieses Studium erfolgreich abgeschlossen haben. Am Ende liegt es an euch, was ihr mitnehmt, was ihr aus dem Studium macht, wie ihr es schafft, alles unter einen Hut zu bekommen und an jeder Aufgabe zu wachsen. Wir möchten euch mit diesem Studentenhandbuch zu einem erleichterten Einstieg in euren neu beginnenden Studien- und Lebensabschnitt verhelfen und als erfahrener Ratgeber Tipps und Hinweise u.a. zu Themen wie Ablauf des Studiums, Finan- zierung oder auch zur Politik in der Zahnmedizin bereitstellen. Es hat sich gezeigt, dass Eigengestaltung des Studiums die Zufriedenheit der Studenten steigert. Ihr dürft euch selbst vertreten, als Semester und mit eurem Uni-Standort auf un seren gemeinsamen Tagungen. Politik kennt ihr vermut- lich bisher „nur“ aus den Nachrichten und der Schule. Wir wollen euch an dieser Stelle vermitteln, dass auch in der Zahnmedizin die Politik nicht ganz ohne Bedeutung ist. Tat- sächlich ist sie gerade in unserem Berufsstand von extrem großer Bedeutung, denn ohne das politische Engagement der letzten Jahrzehnte hätten wir nicht die Vorteile und das Standing, das wir heute haben. Ihr könnt euch als Semestersprecher für euer Semester ein- setzen, einen Zusammenhalt schaffen und fördern. Ihr könnt Aufgaben verteilen und Ansprechpartner für eure Kommi- litonen und eure Dozenten sein. Darüber hinaus könnt ihr eure Uni im Fachschaftsrat vertreten, der Seminare, Partys, Sitzun- gen und andere Veranstaltungen plant. Bei all dem gilt: Es liegt in eurer Hand und was ihr daraus macht. Ihr könnt es gestalten! Und ihr könnt euch im „BdZM – Bundesverband der Zahnmedizinstudenten in Deutschland e.V.“ engagieren. Er ist für alle Unis und Studenten Ansprechpartner, hält euch – den Zahnmedizinstudenten – den Rücken frei und ist sowohl bei Problemen als auch bei innovativen Ideen gerne und je derzeit für euch da! Der BdZM vertritt euch auf Bundesebene und wird zu Gre- mien eingeladen, die die Zahnmedizin gestalten. Dort geht es um Themen wie die Approbationsordnung, nach deren Inhalt ihr euer Examen machen werdet. Altbekannte Probleme der Politik machen auch hier keine Ausnahme. Der BdZM wird genau aus diesem Grund immer öfter zurate gezogen, um unter anderem frischen Wind in die Entwicklungen zu bringen und vor Ort zu vermitteln, was genau die nachstrebenden Generationen wollen. Im Heft findet ihr auch nochmal einen Artikel über den BdZM und was er für euch zur Verfügung stellt – wie die Zeitschrift dentalfresh oder unsere Homepage mit hilfreichen Links. Persönliche Anlaufpunkte wären: BuFaTas – hier treffen sich alle Fachschaften einmal pro Semester; die Internatio- nalen Dental-Schauen in Köln und die einmal im Jahr statt- findenden Studententage des Deutschen Zahnärztetages in Frankfurt am Main. Wir, der BdZM, hoffen, dass euch dieses Studentenhand- buch die ersten Schritte erleichtern wird, dass ihr Hilfestel- lungen bekommt, euren Kommilitonen davon erzählt und über unsere Medien wisst, an wen ihr euch wenden könnt, wenn ihr Probleme habt! Viel Spaß und vor allem Freude im Studium wünschen euch Maximilian Voß und natürlich der gesamte BdZM. dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 3
Inhaltsverzeichnis 3 Editorial STUDIUM UND POLITIK STUDIUM UND STUDIEREN 32 Kleine Einführung in die Standespolitik 33 Inkrafttreten verzögert: 6 Willkommen im Zahnmedizinstudium Die neue zahnärztliche Approbationsordnung 8 Wer und was an der Uni 38 BdZA: Junge Zahnmedizin vernetzt 10 Der erste echte Patient 39 BdZM: Wir stärken euch den Rücken 12 Ablauf des Studiums 40 BuFaTa – eure Chance, etwas zu bewegen! 15 Studienplatztausch STUDIUM UND MEHR WISSEN UND WEITERBILDUNG 42 Wohnen – von WG bis Studentenwohnheim 16 Masterstudiengänge in der Zahnmedizin 44 Auslandsfamulatur am anderen Ende der Welt STUDIUM UND FACHWISSEN 20 Die Fachgebiete der Zahnmedizin 22 Ist der Zahnarztberuf gesundheitsgefährdend? 48 Qualität von Anfang an: Mit Komet durchs Studium und weiter 50 Kostenlose Fortbildung für Studenten – Kongresse, Seminare und Workshops der OEMUS MEDIA AG 52 Aus dentalSUCCESS wird Assistentenhandbuch 24 Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog – Neues Zeitalter für die medizinische Lehre 53 dentalfresh even fresher 26 Lernen kann man lernen 54 ZWP online: Dein tägliches News-Update STUDIUM UND FIN A NZIERUNG aus der Dentalbranche 56 Universitätsverzeichnis 28 Finanzierungsmöglichkeiten des Studiums 59 Glossar 30 Förderungsangebote für Zahnmedizinstudenten 63 Impressum 4 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
© Artur Marciniec/Fotolia.com · © 06/2016 · 418883V0 . w w w k o m e t c a m p u s . d e O N L I N E . O R D E R A N D C A L M K E E P
S T U D I U M U N D S T U D I E R E N Willkommen im Zahnmedizinstudium Herzlichen Glückwunsch! Wenn du das hier liest, hast du es geschafft. Du hast dich für ein Studium der Zahnmedizin entschieden und erfolgreich beworben. Doch nun geht die Arbeit erst richtig los. Jetzt heißt es lernen, vorbereiten, nach- arbeiten und vor allem viel üben. Aber keine Panik! Mit Disziplin und einem guten Plan in der Tasche kann nichts schiefge- hen. Als guten Start hast du ja bereits dieses informative Handbuch erworben, welches dir in deinem Zahnmedizinstudium als Ratgeber zur Seite stehen wird. Inhalte zum Studienstart Zunächst startest du mit dem vorklinischen Bereich, der fünf Semester dauert und in dem du alles Grundlegende aus Naturwissenschaften und Medizin lernst. Hier hast du ganz verschiedene Fächer, wie Biologie, Chemie, Physik, Biochemie, aber auch Physiologie und Anatomie. Zudem können noch nicht vorhandene Lateinkenntnisse nachgeholt werden. Die meiste Zeit in der Vorklinik nimmt allerdings die Zahntechnik in Anspruch. Hier wirst du deine ersten zahnmedizinischen Arbeits- weisen in den Kursen TPK sowie den Phantomkursen 1 und 2 kennenlernen. TPK ist der Technisch-Propädeutische Kurs, der eine wissenschaftliche Einführung in die Zahntechnik und Zahnmedizin gibt. Außerdem erfährst du unter anderem, wie man einen Abdruck richtig nimmt, und lernst das Prä- parieren eines Zahns. Du wirst viele zahntechnische Arbeiten mithilfe von ganz unterschiedlichen Materialien anfertigen. Welches Verfahren angewandt wird, wie die genaue Vor- gehensweise aussieht und worauf hierbei am meisten Wert gelegt wird, hängt von der Uni ab, die du gewählt hast, und kann ganz verschieden aussehen. An der Uni Würzburg zum Beispiel wirst du im TPK am Anfang lernen, wie man Zähne zeichnet. Dahingegen werden diese an anderen Unis, wie zum Beispiel an der Uni Bonn, in 10 cm Größe geknetet. Wich- tige Tatsache ist aber, dass es darum geht, mehr über die Morphologie der Zähne zu erfahren. Dabei spielt keine Rolle, wie das genau geschieht – Hauptsache ist, dass du Erfah- rungen über die Arbeitsschritte in der Zahntechnik machst. Dazu gehört als Grundlage auch das Modellieren mit Wachs – was dir vielleicht den letzten Nerv rauben wird. Auch das Klammernbiegen ist besonders knifflig. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Verliere also nicht gleich den Mut! Folgende Regeln können dir dabei helfen. Tipps, die das Arbeiten erleichtern Aufräumen und richtig messen Halte deinen Arbeitsplatz stets sauber und aufgeräumt. So kannst du dich viel besser auf die eigentliche Aufgabe und die einzelnen Schritte konzentrieren und bist weniger abgelenkt. Außerdem ist Sauberkeit bei Modellen und am Arbeitsplatz für viele Kliniken sehr wichtig. Das sorgt für eine gute Be- wertung. Platz für Kreativität bietet das Studium der Zahn- medizin eher weniger, da sich alle testatpflichtigen Teilschritte exakt an vorgegebenen Richtlinien orientieren. Als weitere Schwierigkeit werden deine Augen häufig an ihre Grenzen stoßen. Um hier Fehler zu vermeiden, verwende am besten geeignete Messinstrumente wie Zirkel und Geodreieck, damit erst gar keine optischen Täuschungen entstehen kön- nen. Wichtig ist das vor allem, wenn dir die Höckerabstände genau richtig erscheinen. Hier solltest du lieber noch mal nachmessen und überprüfen! Das wird sehr gern vernach- lässigt und vergessen. Nun hast du also einen ordentlichen Arbeitsplatz und die passenden Messinstrumente. Wachs und Hilfsmittel Jetzt kommt die nächste Herausforderung: das Material Wachs. Wenn er aushärtet, hinterlässt er immer eine konvexe Form aufgrund wirkender Kohäsionskräfte im Inneren. Da- durch lassen sich ohne richtige Modellierhilfsmittel auch nur konvexe Formen bilden. Allerdings weisen natürliche Zähne ebenfalls konkave Bereiche auf. Außerdem zieht sich Wachs beim Erstarren zusammen, wodurch natürliche Strukturen entstehen. Wenn man sich diese Eigenschaften vor Augen führt, lassen sie sich in bestimmten Bereichen gezielt nutzen. Ein weiterer Tipp ist, immer auf eine glanzpolierte Sonden- spitze zu achten. Ist die Spitze verkohlt, musst du sie polieren oder direkt austauschen. Denn verkohlte Sonden erschweren das Gleiten erwärmter Wachstropfen. Dadurch erhitzt die Sonde zu sehr, das Wachs wird schließlich zu heiß zum Be- arbeiten und die Sonde verkohlt noch mehr. Die optimale Temperatur zum Modellieren von Wachs liegt unmittelbar über dessen Schmelzpunkt. Mit den heißen Bunsenbrennern ist dies anfangs nur schwer zu kalkulieren. Daher ist es empfehlenswert, Alcohol Torch zu verwenden, wodurch die Flammentemperatur niedriger ist. Für eine per- fekte Gestaltung der Fissuren solltest du auf das richtige Modellier instrument achten. Üblicherweise wird dafür das LeCron genutzt. Klar gibt es auf dem Markt eine Fülle an Instrumenten zum Modellieren, aber viele machen das Arbeiten nicht unbedingt leichter und schaffen nur Un- ordnung auf deinem Arbeitsplatz. Nutze dein ganzes Wissen sowohl über die Wachseigenschaften als auch über die natürlichen Zahnformen und schaffe so eine perfekte Re- produktion, wie du sie geplant hast. 6 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
X X X X X „Das Wissen über die natürliche Form der Zähne ist für das perfekte Modellieren eines Zahnmodells sehr wichtig. Es wird dich das ganze Studium über begleiten und in den höheren Semestern eine noch größere Rolle spielen.“ © L i g h t h u n t e r / S h u t t e r s t o c k . c o m Zahnformen Für dich als angehenden Zahnarzt ist es besonders wichtig, die Morphologie der Zähne begreifen zu lernen. Denn du kannst schließlich auch nur einen Baum malen, wenn du schon mal einen gesehen hast! Das Wissen über die natürliche Form der Zähne ist für das perfekte Modellieren eines Zahnmodells sehr wichtig. Es wird dich das ganze Studium über begleiten und in den höheren Semestern eine noch größere Rolle spielen. Um dich also mit der Zahnform auseinanderzusetzen, empfiehlt es sich, even- tuell direkt bei deinem Zahnarzt nach passenden Modellen zu fragen, aber auch bei zahntechnischen Betrieben kannst du dich erkundigen. längeren Hebel eine weichere Rundung in den Draht. Hier heißt es wieder üben, üben, üben. Die Material kosten halten sich in Grenzen, also biege ruhig zu Hause mehrere Klam- mern, solange bis du den Dreh raushast. Fleiß und Mühe lohnen sich auf jeden Fall. In TPK lernst du die Abdruck- nahme und Präparation durch Übung. Als Erstes wirst du Abdrücke mit Alginat an Epoxid harzmodellen machen. Hier liegt schon die erste Schwierigkeit: Alginat ist hydro- phil (wasserfreundlich), da es im Mund ver wendet wird, und Epoxidharz ist hydrophob (wasserabweisend). Ein perfektes Modell kann hieraus also nicht entstehen. Auch mit üben kommst du dieses Mal nicht weiter. Drei Ab drücke reichen aus. Wähle einfach den besten davon! Klammernbiegen und Abdrücke Nun weiter mit der nächsten Herausforderung: dem Klam- mernbiegen. Dir wird schnell bewusst werden, dass eine bereits gebogene Stelle am Draht nicht einfach zu repo- nieren ist. Das Metall wird hier steif und bricht. Nutze die Hebelgesetze geschickt, um beim Biegen erfolgreich zu sein. Dann klappt das Ganze! Achte auch da rauf, die Zange nicht zu fest zu drücken. Dadurch können unschöne Knicke im Draht entstehen. Versuche es mit weniger Druck und halte den Draht mit der Zange nur fest und bringe so über den Zum Schluss sei noch der hohe Leistungs- und Zeitdruck zu erwähnen, welcher als überdurchschnittlich hoch empfunden wird. Lass dich davon nicht abschrecken! Habe dein Ziel immer vor Augen, dann klappt das schon. Bewahre Ruhe, auch wenn du gereizt bist und deine Nerven blank liegen. Hysterie bringt dich nicht weiter. Versuche Stress und Angst zu vermeiden und atme einfach 5 Minuten tief durch und starte erneut. Bereite dich immer gut vor, konzentriere dich, arbeite ruhig und zielstrebig. Dann steht deinem Erfolg nichts mehr im Wege. Gutes Gelingen! dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 7
S T U D I U M U N D S T U D I E R E N Wer und was an der Uni Mit dem Studienstart beginnt für euch ein neuer Lebensabschnitt. Jetzt heißt es, sich umzuorientieren und zurechtzu- finden. Damit euch das gleich von Anfang an gut gelingt, folgt hier ein kleiner Überblick, welche Abteilung an der Uni für was genau zuständig ist. AStA/Studentenrat (StuRa) Die Interessen der Studenten werden durch den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) bzw. durch den Studentenrat (StuRa) vertreten. Der AStA ist das exekutive Organ und fungiert als Studierendenvertretung. Gewählt wird er vom Studierendenparlament (StuPa). Er kann einen oder mehrere Vorsitzende haben und mehrere Referenten für unterschied- liche Aufgabenbereiche einsetzen. BAföG-Beauftragte Wer nicht die finanziellen Möglichkeiten für eine schulische Ausbildung oder ein Studium hat, der kann sich beim Amt für Ausbildungsförderung bzw. den Studentenwerken be- raten lassen. Eine staatliche Unterstützung von Schülern und Studenten ist mit dem Bundesausbildungsförderungs- gesetz (BAföG) festgelegt. Es dient dazu, jedem die Chance zu geben, eine Ausbildung zu absolvieren. Wer die För- derung nutzen möchte, der sollte sich bei den entsprechen- den Stellen über die Antragstellung und alle weiteren wich- tigen Punkte informieren. Dekan Als Leiter einer Fakultät oder eines Fachbereiches einer Hochschule gibt es den Dekan, der vom Fakultätskonvent gewählt wird und seine Position in Deutschland meist für zwei bis vier Jahre innehat. Seine Rechte sind vom jeweiligen Bundesland bzw. der Hochschule abhängig und werden im Landeshochschulgesetz beschrieben. Meist zählen Per- sonal- und Finanz fragen zu seinem Aufgabenbereich. Außer- dem ist der Dekan für das Unterschreiben sowie das fest- liche und öffentliche Über geben von Habilitations- und Promotionsurkunden zuständig. Als Stellvertreter gibt es den Prodekan, der häufig ebenfalls schon Dekan gewesen ist bzw. es noch sein wird. Unterstützend gibt es meist noch einen Studien dekan, der den Dekan im Hinblick auf die aka demische Lehre entlasten soll. Bei offiziellen Veranstaltun- gen der Hochschule ist es nicht unüblich, ihn mit „Spekta- bilität“ anzureden (lat. spectabilitas, „Ehrwürdigkeit“). Fachschaft & Fachschaftsrat Alle Studierenden einer Fakultät, eines Instituts bzw. eines Fachbereiches einer Universität bilden zusammen die jewei- lige Fachschaft. Abhängig vom Bundesland gehört man in vielen deutschen Hochschulen bereits mit der Immatri- kulation (Einschreibung an der Universität) automatisch einer Fachschaft an. Erst mit der Exmatrikulation (Austritt) endet diese Mitgliedschaft. Eine vorzeitige Beendigung ist nicht möglich. Beginnt man demnach ein Studium in Zahn- medizin, tritt man direkt auch in die Fachschaft Zahnmedizin ein. Es kann vorkommen, dass sich kleinere Fakultäten zu einer Fachschaft zusammenschließen. Zudem findet eine Wahl mehrerer Studierenden aus allen Semestern statt, die dann gemeinsam den Fachschaftsrat bilden. Dieser beschäftigt sich mit organisatorischen Aufgaben und dient als Ver treter der Studierenden gegenüber Verwaltung und Professoren.
„An allen Hochschulen gibt es eine zentrale Studienberatung. Hier können sich Interessierte oder Studierende bei allen Fragen rund ums Studium sowie über die verschiedenen Studiengänge informieren und auch bei privaten Angelegenheiten Rat suchen.“ Gleichstellungsbeauftragte Das Landesgleichstellungsgesetz (LGG) regelt die Sicherung · Erstellung und Aushändigung von Zeugnissen und Urkunden Im Prüfungsamt können sich Studenten bei den Mitarbeitern der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern. Dafür ver- über alle Prüfungsfragen beraten lassen. Immer üblicher ist antwortlich ist der Gleichstellungsbeauftragte, des sen Position es, dass sich Studenten auch elektronisch für Prüfungen an- häufig mit einer Frau besetzt ist. Ihre Aufgabe an Universitäten ist melden können. Alleine bei großen Abschlussarbeiten wie es, für eine Verbesserung konkreter Situationen von Frauen zu der Magister- oder Masterarbeit muss eine Anmeldung per- sorgen und bei strukturellen Benachteiligungen einzugreifen. Die sönlich und schriftlich im Prüfungsamt erfolgen. Gleichstellungsbeauftragte überwacht stets, ob die Gleichbe- rechtigung von Frauen gewährleistet ist, bspw. wenn neue Stellen besetzt werden oder es um die Nachwuchsförderung und die Studienberatung An Hochschulen gibt es eine zentrale Studienberatung. Hier Vergabe finanzieller Mittel geht. Außerdem berät sie zu entspre- können sich Interessierte oder Studierende bei allen Fragen chenden Themen wie z. B. Frauenförderung und Diskriminierung rund ums Studium sowie über die verschiedenen Studien- und entwickelt familienfreundliche Strukturen, die neben Barriere- gänge informieren und auch bei privaten Angelegenheiten freiheit und Wickelräumen unter anderem auch die Realisierbar- Rat suchen. Die Berater unterstützen die Studenten und keit eines Studiums mit Kind und zusätzlicher Arbeit betreffen. verhelfen ihnen zu einem geregelten Studieren. Zudem gibt Prüfungsamt Für alle prüfungsrelevanten Informationen einer Hochschule es Studienfachberater, die detaillierte Auskunft über ein bestimmtes Studienfach geben können. Sie helfen weiter, wenn es z. B. um Einführungsveranstaltungen für Erst- trägt das Prüfungsamt die Verantwortung. Es organisiert ge- semester, Tutorien, Stundenplanhilfe oder die Studien- meinsam mit dem jeweiligen Prüfungsausschuss eines Stu- und Prüfungsordnung geht. diengangs folgende Punkte: · Anmeldung/Zulassung zur Prüfung · Rücktritt von einer Prüfung · Erfassung aller Prüfungsergebnisse · Erstellung von Prüfungsstatistiken Studentenpsychologen In der Regel gibt es an Hochschulen auch psychosoziale Be ratungsstellen, an die sich die Studierenden wenden können. Studentenpsychologen haben ein Studium in · Ausstellung von Bescheinigungen, z. B. für Kindergeld, BAföG Psychologie abgeschlossen. Sie sollen als erste Anlauf- · Anfertigung von Notenspiegeln bei Hochschulwechsel stelle bei psy chischen Krisen und Belastungen gelten, oder für Bewerbungen z. B. bei Prüfungs- und Redeangst, Problemen beim Lernen, Leistungsstress, aber auch bei zwischenmen- schlichen Konflikten und privaten Angelegenheiten. Je nach Problematik werden Einzel- oder Gruppengespräche ge- führt. In ernsteren behandlungsbedürf tigen Fällen küm- mert sich der Psychologe darum, dass der Ratsuchende schnellstmöglich an eine entsprechend spe zialisierte Einrichtung weitergeleitet wird. Studentenwerk Mit allen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Ange- legenheiten der Studenten beschäftigt sich das jeweilige Studentenwerk eines Hochschul ortes. Dazu zählen folgende Aufgaben: · Betreiben von Mensen und Cafeterien · Verwaltung der Wohnheime · Finanzierung des Studiums (BAföG) · psychologische, soziale und rechtliche Beratung · Kinderbetreuung · kulturelle Veranstaltungen © Matej Kastelic/Shutterstock.com dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 9
S T U D I U M U N D S T U D I E R E N Der erste echte Patient Vorklinik und Phantomkurs sind vorbei. Jetzt wird es ernst! Ab dem 7. Semester dürfen junge Zahnis nach Übungen an Kunststoffköpfen und Kommilitonen endlich Hand an echte Patienten legen. Wie sich das anfühlt und was ihr dabei beachten solltet, wollten wir von BdZM-Mitglied Lotta Westphal erfahren. Lotta, du studierst im 7. Semester an der Uni Witten und bist Mitglied im BdZM. Kannst du dich noch an deinen ersten Patienten erinnern und was kommt dir als erstes ins Gedächtnis, wenn du daran zurückdenkst? Wenn ich an die erste Behandlung zurückdenke, war es ein Gefühl leichter Aufregung und Unsicherheit, welches sich aber nach zehn Minuten schon gelegt hatte. Schneller als ich vorher dachte, gewöhnte ich mich an die neue Situation, und die Behandlung hat dann Freude bereitet. Hast du den Kontakt zum Patienten selbst hergestellt? Wenn ja, wie und wo hast du einen Freiwilligen gefunden? Den Kontakt zu meinem ersten Patienten habe ich selber her- gestellt. Im Rahmen einer Prüfung musste jeder Student aus einer Liste den Patienten selber kontaktieren und einbestellen. Welche Anforderungen müssen die Patienten erfüllen, um im Kurs behandelt werden zu können? Ich denke, die wichtigste Anforderung an die Patienten ist, dass diese viel Zeit mitbringen. Die studentische Behand- lung ist einfach mit mehr Zeit verbunden. Geschuldet ist dies nicht nur der längeren Arbeitszeit des Studenten, sondern auch den Wartezeiten auf die Kursaufsicht. Welche Erwartungen und Ängste hattest du vor der Be- handlung? Erwartet habe ich von der Behandlung eine Unsicherheit meinerseits, die auch zugleich meine größte Angst war. Natür- lich möchte man verhindern, dass der Patient sich schlecht aufgehoben fühlt, weil man selber ein bisschen aufgeregt ist. In den vorangegangenen Semestern hast du dich für die- sen einen Moment schon tapfer stundenlang durch zahn- medizinische Theorie und nicht enden wollende Res- taurationen geschlagen. Wie sicher hast du dich da- durch gefühlt und hast du dich zusätzlich vorbereitet? Durch die gelernten theoretischen und praktischen Grund- lagen habe ich mich gut vorbereitet gefühlt. Das gab mir auch während der Behandlung eine gewisse Sicherheit. Vor der Behandlung habe ich nochmal gewissenhaft Arbeitsabläufe wiederholt, damit dann die Behandlung ohne unangenehme Überraschungen verläuft. Kannst du uns sagen, wie die Untersuchung bzw. Be- handlung ablief? Was hast du genau gemacht? Zuerst stand eine ausgiebige Anamnese und Befunderhe- bung mit Zahnreinigung an. Gerade bei Neupatienten ist dies immer sehr aufwendig. Es wird seitens der Uni auf die erste Behandlung eines Patienten sehr viel Wert gelegt, damit die anschließende Behandlung genau geplant werden kann. Gab es Probleme oder Schwierigkeiten? Worauf musstest du besonders achten? Die Mundöffnung am Phantomkopf war riesig. Im Vergleich dazu ist die beim Patienten sehr klein. Mit dem Winkelstück muss man sehr vorsichtig sein, da man beim Herausnehmen aus dem Mund schnell an die oberen Frontzähne anstößt, was für den Patienten schmerzhaft sein kann. Außerdem muss man viel mit dem Patienten kommunizieren und ihm erklären, bei welchen Schritten der Behandler gerade ist und wie es danach weiter- geht. Das kennt man vom Phantomkopf natürlich auch nicht. War die Umstellung vom Phantomkopf bzw. Untersuchung am Kommilitonen auf den Patienten sehr groß? Was hat für dich den größten Unterschied gemacht? Ein Riesenproblem ist die Sicht im Mund. Ich war vom Phantomkopf gewohnt, dass man den Kopf beliebig lagern konnte und es durch die fehlende Zunge und großen „Wangen“ nie zu Sichtproblemen gekommen ist. Gerade die Zunge habe ich häufig als sehr störend empfunden. Hinzu kommt dann noch der Speichelfluss. Gerade bei älteren Patienten muss man dann zusätzlich noch auf die Lagerung achten, sie machen dann leider schon nicht mehr alles mit. Welche Erfahrung nimmst du für weitere Behandlungen mit? Die wichtigste Erfahrung ist, dass man sich keinen Stress vor der Behandlung machen muss. Jeder von uns hat eine sehr gute Grundausbildung und braucht daher keine Angst vor der Patientenbehandlung zu haben. Die anfängliche Un sicherheit verschwindet dann ganz schnell. Außerdem haben die meisten Patienten schon Erfahrung mit der Studentenbehandlung und sind freundlich und geduldig. Welchen Tipp möchtest du allen Erstis mit auf den Weg geben? Nutzt alle Möglichkeiten, die euch geboten werden, schon vor dem 7. Semester Patientenkontakt aufzunehmen. Zum Beispiel die Assistenz im klinischen Studentenkurs oder in der Zahnklinik. Darüber hinaus kann ich aber jedem empfehlen, in einer Praxis für einige Tage zu famulieren. Gerade das hilft, viele Zusammenhänge zu verstehen und sich auch schon im ersten Jahr der Ausbildung die „Realität“ des Zahnarztberufes anzuschauen. Vielen Dank für das Gespräch! 10 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
DAS DGZI E-LEARNING CURRICULUM IMPLANTOLOGIE Kurs 157 – Starten Sie jederzeit mit den 3 E-Learning Modulen 3 E-Learning Module + 3 Pflichtmodule + 2 Wahlmodule BIS ZU 160 FORTBILDUNGS- PUNKTE © Daniel Sibinski © Martina Vollmer © Daniel Sibinski 3 E-Learning Module (cid:88) Allgemeine zahnärztliche und oralchirurgische Grundlagen (cid:89) Implantologische Grundlagen I (cid:90) Implantologische Grundlagen II BEGINN JEDERZEIT MÖGLICH! 3 Pflichtmodule (cid:88) Spezielle implantologische Prothetik Berlin Prof. Dr. Michael Walter Priv.-Doz. Dr. Torsten Mundt 2 Wahlmodule (cid:89) Hart- & Weichgewebs- management Ort wird individuell bekannt gegeben DGZI-Referenten (cid:90) Anatomiekurs mit praktischen Übungen am Humanpräparat Dresden Prof. Dr. Werner Götz Dr. Ute Nimschke (cid:88) Sedation – Conscious sedation for oral surgery1 Speicher (cid:89) Bonemanagement praxisnah3 – Tipps & Tricks in Theorie und Praxis Essen (cid:90) Problembewältigung in der Implantologie – Risiken erkennen, Komplikationen behandeln, Probleme vermeiden. Essen (cid:91) Laserzahnheilkunde & Periimplantitistherapie Freiburg im Breisgau (cid:92) Implantologische und implantatprothetische Planung unter besonderer Berücksichtigung durchmesser- und längenreduzierter Troisdorf Implantate (Minis und Shorties) (Laserfachkunde inklusive!) Piezotechnik (cid:93) München (cid:94) Hart- und Weichgewebsmanagament Konstanz DVT-Schein2 & Röntgenfachkunde (DVT-Schein inklusive!) Hürth – CRANIUM Institut oder Digitale Volumentomografie für Zahnärzte (DVT) und Röntgenaktualisierung (DVT-Schein inklusive!) München EAZF oder Nürnberg EAZF 1: Bitte beachten Sie, dass es sich um einen Drei-Tages-Kurs handelt. Hierfür ist eine Zuzahlung von 200,– Euro zu entrichten. 2: Aufgrund der Spezifik und des Aufwandes für diesen Kurs zahlen Sie eine zusätzliche Gebühr von 400,– Euro. 3: Für diesen Kurs ist eine Zuzahlung von 250,- Euro zu entrichten. WEITERE INFORMATIONEN ERHALTEN SIE BEI DER Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e.V. Geschäftsstelle: Paulusstraße 1, 40237 Düsseldorf Tel.: 0211 16970-77 | Fax: 0211 16970-66 | sekretariat@dgzi-info.de | www.dgzi.de
S T U D I U M U N D S T U D I E R E N Ablauf des Studiums Das Zahnmedizinstudium dauert mindestens zehn Semester und besteht aus zwei Abschnitten – der Vorklinik und der Klinik mit jeweils fünf Semestern. Zwei Vorprüfungen gilt es zu bestehen, bevor dann abschließend das Staatsexamen kommt. Hier erfahrt ihr, welche einzelnen Fächer und genauen Inhalte auf euch zukommen. Struktur der Vorklinik Wer jetzt Angst hat, die vielen Fächer nicht alle im Stundenplan unterzubekommen, kann aufatmen. Da das Studium einen sehr schulischen Charakter hat, steht der Plan mit allen Zeiten und Fächern schon fest und muss nicht mühselig zusammen- gebastelt werden. Allerdings lässt dies leider auch weniger Freiraum für die individuelle Planung zu, wodurch ihr euch kei- nen bestimmten Vormittag in der Woche freihalten könnt. Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Nach dem zweiten Semester steht in der Regel die erste staatliche Prüfung an, die naturwissenschaftliche Vorprüfung – das Vorphysikum. Hier- bei werdet ihr mündlich in Biologie, Physik und Chemie ge- prüft. Wenn ihr diese drei Fächer noch nicht in der Sekundar- stufe 2 abgewählt hattet, seid ihr schon einmal gut vorbereitet. Falls doch, ist das auch kein Beinbruch, dann müsst ihr eben etwas mehr tun. Ihr lernt, wie die Evolutionstheorie laut Darwin aussieht und was es mit natürlicher Auslese auf sich hat, warum die Kugel Eis nach unten von der Waffel auf die Straße purzelt und nicht nach oben wegschwebt und warum man beim Arbeiten mit Salzsäure vorsichtig sein sollte. Ziel in den ersten beiden Semestern ist es jedenfalls, bis zum Vorphysi- kum alle Studenten auf eine gemeinsame Wissensstufe zu bringen. Außerdem heißt es, in der Vorklinik eine theoretische und zahn- technische Basis zu schaffen. Hier darf in TPK, dem Tech- nisch-Propädeutischen Kurs, und im Phantomkurs 1 und 2 gebastelt und gewerkelt werden. So manches Mal werdet ihr verzweifeln, aber freut euch auf das Gefühl, wenn eure aller- erste selbstgemachte Krone oder Brücke endlich perfekt passt. Das ist alle Mühe wert! Weitere Grundlagen liefern euch noch die Fächer Anatomie, Histologie, Physiologie und Biochemie. Die Vorklinik endet dann nach dem fünften Semester mit dem Physikum – der zweiten staatlichen Prü- fung und zahnärztlichen Vorprüfung. Biologie Im Fach Biologie müsst ihr meist eine Vorlesung belegen, in der ihr alles über Genetik, Ökologie, Zytologie und besonders über Bakteriologie lernt. Das Wissen wird dann mündlich im Vorphysikum abgefragt. Für die Leistungskursler in Biologie wird es eine gute Wiederholung werden. Alle anderen müssen etwas intensiver zuhören und lernen. Aber seid beruhigt: In die Themen lässt es sich schon nach kurzer Zeit gut einarbeiten, sodass ihr optimal vorbereitet sein werdet. Physik Aus einem Praxis- und einem Theorieteil besteht das Fach Physik. Ihr besucht hier eine Vorlesung und schreibt, abhängig von der Uni, mindestens eine Klausur. Außerdem führt ihr im Praktikum ganz verschiedene interessante Experimente durch und wertet dann die Ergebnisse aus. Euch wird physi- kalisches Grundwissen vermittelt, wie beispielsweise Elektri- zität, geometrische Optik, Mechanik, Radioaktivität, Röntgen, Schall und Thermodynamik. Als Teil des Vorphysikums ist das Gelernte wichtig für die mündliche Prüfung. Chemie Als dritter Teil wird im Vorphysikum Chemie mündlich geprüft. Hier gilt es, die organische und anorganische Chemie zu ver- innerlichen. Helfen soll euch dabei eine Vorlesung, die uniab- hängig mit einer oder mehreren Klausuren geprüft wird. Inhalt- lich wird es unter anderem um Aggregatzustände, Atom- modelle, chemische Reaktionen, Salzlösungen, Elementar- teilchen, das Periodensystem sowie Säuren und Basen gehen. Zur besseren Veranschaulichung und Einprägung gibt es ergänzend einen Praxisteil, bei dem unterschiedliche spannende Versuche in Angriff genommen, ausprobiert und analysiert werden. Ihr könnt von Glück reden, wenn ihr das Fach nicht allzu zeitig abgewählt habt. Das wird euch einiges leichter machen. Zwar ist es aufregend, mit anzusehen, wie sich eine Flüssigkeit im Reagenzglas hinsichtlich Farbe und Volumen verändert; allerdings ist es vorteilhaft, wenn man zu- mindest grob eine Ahnung hat und dem Dozenten ant worten kann, warum genau das passiert und nichts anderes. Vorphysikum Die erste staatliche Prüfung ist das Vorphysikum. Es findet häufig nach dem zweiten Semester statt, kann aber an man- chen Unis auch nach dem dritten Semester erfolgen. Getestet werden mündlich die drei naturwissenschaftlichen Fächer Bio logie, Physik und Chemie. TPK Der Technisch-Propädeutische Kurs (TPK) ist nun endlich der erste praktische Kurs im Zahnmedizinstudium. Für gewöhn- lich findet er in einem der ersten drei Semester statt. Er wird euch die Grundkenntnisse von Zahntechnik und -medizin leh- ren und zeigen, wie ihr diese richtig einsetzt. Ihr lernt mehr über die Morphologie von Zähnen und Zahnreihen sowie der Bewegungsfunktion des Kiefers. Außerdem fertigt ihr hier zum Beispiel Gipsmodelle, Goldkronen und Prothesen unter einem gewissen Zeitlimit an. Die einzelnen Aufgaben sind in mehrere Testatschritte gegliedert und werden unter den wachsamen Augen der Assistenzzahnärzte gefertigt, damit auch wirklich jeder Arbeitsschritt zuverlässig und ordentlich von jedem Studenten persönlich erledigt wurde, um ein bestmögliches 12 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
„Und dann seid ihr endlich in der Klinik. Es wird sicherlich anders werden als bisher, aber keinesfalls einfacher! Macht euch schon mal mit dem Gedanken vertraut, tagsüber in der Klinik zu sein und nachts am Schreibtisch zu sitzen, um zu lernen und euch auf die Prüfungen vorzu bereiten. Immerhin habt ihr in der Theorie ausreichend Zeit dafür.“ m o c . k c o t s r e t t u h S / r e p o k i L © Ergebnis zu erzielen. Eure Geduld wird hier stark auf die Probe gestellt werden, aber dafür ist das tolle Gefühl umso besser, wenn ihr dann euer erstes Testat zurückbekommt und eure Arbeit fortsetzen dürft! Häufig werden die einzelnen Schritte auch bewertet. Je nach Uni ist es möglich, dass ihr Arbeitspro- ben, die ihr vorher in mehreren Schritten und über einen län- geren Zeitraum angefertigt habt, in kürzester Zeit erstellen müsst und diese dann noch bewertet werden. In der Regel schließt der Kurs dann mit einer Klausur ab, in der die behan- delten Themen abgefragt werden, wie beispielsweise Aufbau und Eigenschaften von Gipsen, Kunststoffen und Wachsen. Phantomkurs 1 Im Phantomkurs wird es dann noch praxisbezogener und ihr übt das im TPK Gelernte an einem Phantom-Patienten. Dieser hat ein Gesicht ganz aus Gummi und ihr könnt ungehindert dessen Kiefer behandeln. Ihr werdet zum Beispiel seine Zähne präparieren, ihm Kronen anpassen, Abdrücke nehmen, Prothesen herstellen und Klammern biegen. Der Kurs ist ähnlich dem TPK aufgebaut. Auch hier gibt es meist einzelne Testatschritte und am Kurs- ende schreibt ihr eine Klausur. Zudem sind häufig wieder Ar- beitsproben anzufertigen, die bewertet werden und zu meis- tern sind. Phantomkurs 2 Die nächste Stufe stellt dann der Phantomkurs 2 dar, der in- haltlich an den ersten Kurs anknüpft. In der Regel besucht ihr ihn direkt nach dem Phantomkurs 1 oder unmittelbar vor dem Physikum. Alles ist hier noch eine Zacke schärfer, und neben Klammern biegen und dem Fertigen von Teilprothesen und totalen Prothesen heißt es zudem, Brücken, erste Stiftaufbau- ten und Verblendungen herzustellen. Abschließend gibt es wie üblich erneut eine Klausur, die ihr zu bestehen habt. Anatomie Mehrere Kommilitonen arbeiten im Anatomiekurs gemeinsam an einer ihnen zugeteilten Körperspende. Dies kostet anfangs viel Überwindung, aber nach kurzer Zeit werdet ihr hier aller- hand Interessantes und Spannendes lernen! Häufig unter- stützt euch ein Medizinstudent als Vorpräparant. Ihr arbeitet dann weiter und präpariert anatomische Strukturen frei. Im Kurs gibt es sehr viel für euch zu lernen. Also teilt den Lernstoff am besten gut auf und geht strukturiert vor, dann schafft ihr auch das gesamte Lernpensum relativ stressfrei. Zusätzlich solltet ihr der kursbegleitenden Vorlesung aufmerksam folgen, die den ganzen Lernstoff optimal verdeutlicht. Dann seid ihr auch gut auf die mündlichen Testate und die kursabschlie- ßende Klausur vorbereitet. Histologie Um mikroskopische Anatomie geht es in Histologie. Im Kursverlauf werdet ihr über 100 Präparate durch das Mikro- skop betrachten und beispielsweise lernen, wie Zellkern und Darmwand aussehen und wie man verschiedene Drüsen dif- ferenziert. Hier ist es ratsam, sich Zeichnungen der Präparate zu machen. Mit Unterstützung durch eine Vorlesung gilt es auch hier, wieder eine oder mehrere Klausuren zu bestehen. Physiologie Wie der Körper funktioniert, lernt ihr in Physiologie, zum Bei- spiel wie Reize durch unsere Nerven übertragen werden, wie dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 13
S T U D I U M U N D S T U D I E R E N das Immunsystem arbeitet und wie die Regulation der Hor- Praxisteil geben, für den ihr eine Woche Zeit habt, selbststän- mone aussieht. Um das alles zu begreifen und zu verstehen, dig verschiedene technische Arbeiten anzufertigen – bei- helfen euch hierbei ein praktischer Teil und eine begleitende spielsweise dem Herstellen von Kronen und Prothesen. Vorlesung. Das bereitet euch dann auch bestmöglich auf die abschließende Klausur vor. Klinik – Wir kommen! Ab dem sechsten Semester seid ihr dann endlich in der Klinik. Biochemie Der Kurs Biochemie setzt sich aus Chemie und Biologie zu- Es wird sicherlich anders werden als bisher, aber keinesfalls einfacher! Macht euch schon mal mit dem Gedanken vertraut, sammen. Im Praktikum und einer Vorlesung lehrt man euch tagsüber in der Klinik zu sein und nachts am Schreibtisch zu mehr über Enzyme, den Stoffwechsel und die molekulare Hor- sitzen, um zu lernen und euch auf die Prüfungen vorzubereiten. monwirkung. Dieses Wissen könnt ihr dann in einer abschlie- Immerhin habt ihr in der Theorie ausreichend Zeit dafür. Aber ßenden Klausur unter Beweis stellen. keine Angst! Viele Dozenten wissen noch, wie es bei ihnen gewesen ist, und so schafft ihr es auch und werdet es überste- Physikum Die zweite staatliche Prüfung sowie die zahnärztliche Vorprü- hen. Oftmals genügen euch somit schon wenige Tage statt mehrere Wochen, um euch das benötigte Prüfungswissen fung ist das Physikum. Im Vergleich mit der Schulzeit könnte einzutrichtern und die Klausuren zu meistern. Nach dem zehn- man diese Prüfung von der Aufregung und Angst her dem ten Semester folgt dann abschließend das Staatsexamen, Abitur gleichsetzen. Aber auch das haben wir alle einmal ge- welches etwa vier Monate dauert. Hier gilt es, viele mündliche schafft. Also ist auch das Physikum erfolgreich machbar. Habt Einzelprüfungen sowie praktische Prüfungen zu bestehen, die immer vor Augen, dass ihr nach dem Bestehen nicht mehr nur man nicht unterschätzen sollte. Die Klinikzeit wird schnell vor- stud. med. dent. seid, sondern endlich cand. med. dent. Nor- beigehen, fast zu schnell. Also genießt es auch! Eure meiste malerweise findet das Physikum nach dem fünften Semester Zeit werdet ihr neben den Vorlesungen mit Behandlungen am statt. Mündlich werdet ihr hier in Anatomie, Biochemie, Histo- Patienten verbringen. Und abends seid ihr dann ganz ausge- logie und Physiologie sowie in den drei technischen Kursen – powert und kraftlos, aber es lohnt sich – dafür gibt es das tolle TPK, Phantomkurs 1 und 2 – geprüft. Zusätzlich wird es einen Gefühl, etwas erreicht zu haben! m o c . k c o t s r e t t u h S / u e . e e h p a r g o t o h P © 14 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D S T U D I E R E N Studienplatztausch Viele junge Menschen finden es spannend, sich mit Beginn des Studiums von Eltern und Heimat zu emanzipieren und fortan größtenteils eigenverantwortlich zu handeln. Sie stürzen sich mit Enthusiasmus auf den neuen Lebensabschnitt. Dann gilt: Je weiter weg die Hochschule von zu Hause, desto besser. Doch genauso viele Studienanfänger möchten sich räumlich nicht von Familie und Freunden trennen und hoffen auf einen Studienplatz in der Heimatstadt. Egal wie, häufig gibt es Präferenzen bei der Hochschulwahl. Anhand der Immatrikulationsordnungen und Satzungen der Weil Studienplätze in der Zahnmedizin jedoch zentral ver- Hochschulen kann ebenfalls überprüft werden, welche Unter- geben werden, ist es oft reine Glückssache, ob man tatsäch- lagen verlangt werden und welche Fristen gelten. Empfeh- lich an der Wunsch-Uni landet. Für Studenten, die unzufrie - lenswert ist ein Tausch prinzipiell nach großen Prüfungen, den mit ihrem Unistandort sind, gibt es die Möglichkeit, mit etwa dem Physikum. Als staatliche Prüfung wird dies in der Studenten anderer Hochschulen zu tauschen oder sich nach Regel von allen Hochschulen anerkannt. Studenten sollten einigen Semestern direkt anderswo zu bewerben. außerdem nicht vergessen, sich auch mit den zuständigen Die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH), ehemals Zentral- Stellen der bisherigen Hochschule wegen des geplanten stelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS), ist in Deutsch- Tauschs frühzeitig in Verbindung zu setzen. land für die zentrale Vergabe von Studienplätzen bestimmter Ein Tausch zum 1. Semester gestaltet sich meist sehr schwie- Fachbereiche wie Zahnmedizin zuständig. Gemäß der aktuel- rig und ist nicht an jeder Universität möglich. Viele Hochschu- len Vergabeordnung werden dabei Bewerber nach Abitur- len stimmen einem Wechsel erst nach erfolgter Einschreibung bestnoten (20 Prozent), nach Wartezeit (20 Prozent) und im zu. Oftmals ist es auch von Bedeutung, über welches Verfah- Auswahlverfahren (60 Prozent) der Hochschulen ausgewählt. ren der Studienanfänger seine Zusage erhalten hat, sodass er Zwar können bei der Bewerbung um den Studienplatz bis zu nur mit Studenten tauschen kann, die ihren Platz auf gleiche sechs Hochschulen als Favoriten angegeben werden, doch Weise erworben haben. Für den Einzelfall ist eine konkrete die meisten Bewerber haben insgeheim nur ein oder zwei Nachfrage nötig. Wer die formellen Bedingungen abgesteckt Favoriten. Klappt es nicht mit dem Platz an der gewünschten hat, kann sich auf die Suche nach einem Tauschpartner Einrichtung, bleibt den Studenten der Weg über einen Stu- machen. Hier helfen zahlreiche Internetportale wie studien- dienplatztausch. Endlich weg von zu Hause! Viele Studienanfänger nutzen das Studium, um neue Städte und Menschen kennenzulernen. platztausch.de (Verein zur Förderung studentischer Belange e.V.) oder studis-online.de weiter, die unter anderem richtige Tauschbörsen für Studienplätze anbieten. Sollte sich kein Partner für einen direkten Tausch finden, kann üblicherweise auch ein Ringtausch unter mehreren Studenten erfolgen. Selbst wenn nicht alle angegebenen Voraussetzungen bis ins Kleinste erfüllt sind, sollten Studierende ihr Glück versuchen. Denn eine Hochschule darf grundsätzlich nur dann einen Studienplatztausch ablehnen, wenn ihm schutzwürdige Be- lange der Hochschule, zum Beispiel nachteilige Veränderun- gen für den Studienablauf, die Studienorganisation bzw. die Kapazitätsauslastung oder eine Benachteiligung anderer Studierender im betroffenen Fachbereich, entgegenstehen. Studienplatztausch Ein Tausch ist grundsätzlich nur mit Studenten derselben Studienortwechsel Sollte ein Studienplatztausch nicht möglich sein, können Zahnmedizinstudenten auch versuchen, über eine Direkt- Fachrichtung und desselben Fachsemesters möglich, die bewerbung zur gewünschten Universität zu wechseln. In den außerdem auf gleichem Leistungsstand sind, d.h. über die höheren Semestern werden im Fachbereich durch Wechsel gleiche Anzahl an Scheinen verfügen. Allerdings werden die oder Studienabbruch häufig Studienplätze frei, die auf Antrag detaillierten Voraussetzungen für den Studienplatztausch an andernorts eingeschriebene Studierende vergeben wer- häufig von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich ge- den. Hierfür gibt es jedoch keine Garantie, ein Studienort- regelt. Deshalb sollten Tauschinteressierte vor dem Wechsel wechsel ist nur sehr eingeschränkt gerichtlich durchsetzbar. prüfen, ob an der Ziel-Uni die bisher erhaltenen Scheine und Um die Chancen bei der Vergabe eventuell frei werdender die Zugangsberechtigung anerkannt werden. Dazu wenden Plätze zu erhöhen, kann unter Umständen eine Melde- sie sich am besten an das Studentensekretariat und Prü - bescheinigung als Nachweis, dass der jeweilige Bewerber fungsamt der Wunsch-Uni bzw. an das Sekretariat des dorti- mit Eltern, Ehepartner und/oder Kind in der näheren Umge- gen Fachbereichs Zahnheilkunde direkt. bung wohnt, helfen. dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 15
W I S S E N U N D W E I T E R B I L D U N G Masterstudiengänge in der Zahnmedizin Zahnärzte haben die Möglichkeit, nach dem Staatsexamen den Mastertitel als Abschluss eines postgradualen Master- studienganges zu erwerben, wie er mittlerweile von sehr vielen Hochschulen und Instituten angeboten wird. Mit der Bologna-Erklärung beschlossen 1999 die Bildungs- minister von 29 europäischen Nationen die Einführung eines konsekutiven zweistufigen Abschlusssystems, dessen Ab- schlüsse meist als „Bachelor“ und „Master“ bezeichnet wer- den. Im Gegensatz zu Fächern, die mit einem Diplom oder Magister abschließen, wurden Fächer, die mit einem Staats- examen abschließen, nicht in Bachelor und Master gegliedert. Für Zahnmediziner gibt es allerdings die Möglichkeit, den Mas- terabschluss im Rahmen einer postgradualen Weiterbildung nach Erlangung der Approbation zu erwerben. Diese Master- studiengänge werden als berufsbegleitende part-time Stu- diengänge oder universitätsgebundene full-time Studien- gänge angeboten. Die freiwillige, selbstbestimmte, post- graduale Fortbildung ist mit einem hohen Zeit- und Kosten- aufwand verbunden, bietet aber als Ergebnis eine zusätzliche, staatlich anerkannte Qualifikation. Die folgende Übersicht informiert über Master abschlüsse für Zahnmediziner in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bildungseinrichtung Studiengänge Kontakt Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung an der CAU zu Kiel e.V. · iMasder – International Master of Applied Scientific Dental/Medical Education and Research (M.Sc.) Dresden International University · Orale Medizin und Alterszahnheil- kunde (M.Sc.) · Parodontologie und Implantattherapie (M.Sc.) (in Kooperation mit der DG PARO) Tonja Soós Tel.: +49 431 50014453 info@zww.uni-kiel.de www.medizin.uni-kiel.de Kerstin Döllmann Tel.: +49 351 40470-122 azh@di-uni.de www.di-uni.de Marlen Zumpe Tel.: +49 351 40470-108 paro@di-uni.de www.di-uni.de Deutsches Zentrum für orale Implantologie e.V., Landshut · Oral Implantology and Function (M.Sc.) in Vorbereitung Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald · Clinical Dental CAD/CAM (M.Sc.) · Digitale Dentaltechnologie (M.Sc.) · Kinderzahnheilkunde (M.Sc.) · Zahnmedizinische Ästhetik und Funktion (M.Sc.) · Zahnmedizinische Funktionsanalyse und -therapie (M.Sc.) · Zahnmedizinische Prothetik (M.Sc.) Kristin Ostendorf Tel.: +49 3834 515500 masterzahn@uni-greifswald.de www.medizin.uni-greifswald.de/dental/ master · Zahnmedizinische Ästhetik und Funktion (M.Sc.) (in Kooperation mit der DGÄZ) Lilli Reusch Tel.: +49 2663 9119033 lilli.reusch@dgaez.de 16 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
W I S S E N U N D W E I T E R B I L D U N G Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Düsseldorf Dental Academy · Endodontologie (M.Sc.) (in Kooperation mit der DGZMK) Tel.: +49 211 66967341 apw.lobianco@dgzmk.de www.duesseldorf-dental-academy.de IMC International Medical College / MIB GmbH, Münster · Aesthetic Dentistry (M.Sc.) · Biomaterials and Biomedical Science (M.Sc.) · Implantology and Dental Surgery (M.Sc.) · Periodontology (M.Sc.) · Specialized Orthodontics (M.Sc.) · Aesthetic and Dental Surgery (M.Sc.) · Implantology and Dental Surgery (M.Sc.) · Specialized Orthodontics (M.Sc.) (in Kooperation mit der DGZI) Tel.: +49 251 2108639 imc@med-college.de www.med-college.de Tel.: +49 211 1697077 sekretariat@dgzi-info.de www.dgzi.de/zahnaerzte/masterkurse Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt · Oral Implantology (M.Sc.) Justus-Liebig-Universität Gießen · Kinderzahnheilkunde (M.Sc.) (in Kooperation mit der Philipps- Universität Marburg) Medizinische Hochschule Hannover · Lingual Orthodontics (M.Sc.) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe PUSH Postgraduale Universitätsstudien für Heilberufe GmbH (in Kooperation mit Danube Private University Krems (DPU) und der Donau-Universität Krems (DUK)) · Integrated Practice in Dentistry (M.A.) · Ästhetisch-Rekonstruktive Zahnmedizin (M.Sc.)* · Dental-Technik (M.Sc.)** · Endodontie (M.Sc.)* · Orale Chirurgie/Implantologie (MSc)* · Kieferorthopädie (MSc)* · Parodontologie und Implantologie (MSc)* * Studienzentrum Donau-Universität Bonn ** Krems, Österreich Tel.: +49 69 63015729 info-moi@uni-frankfurt.de www.moi.uni-frankfurt.de Prof. Dr. Norbert Krämer Tel.: +49 641 99-46240 norbert.kraemer@dentist.med. uni-giessen.de www.uni-giessen.de Prof. Dr. Klaus Pieper Tel.: +49 6421 5866690 pieper@med.uni-marburg.de Prof. Dr. Rainer Schwestka-Polly Tel.: +49 511 532-4846 schwestka-polly.rainer@ mh-hannover.de www.mh-hannover.de/ lingual-orthodontics.html Brita Nürnberger Tel.: +49 721 9181200 fortbildung@za-karlsruhe.de brita_nuernberger@za-karlsruhe.de www.za-karlsruhe.de Tel.: +49 228 969425-15 info@duk-push.de www.duk-push.de dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 17
W I S S E N U N D W E I T E R B I L D U N G RWTH International Academy, Aachen · Lasers in Dentistry (M.Sc.) (in Kooperation mit dem AALZ Aachen Dental Laser Center) Steinbeis-Hochschule Berlin Steinbeis-Transfer-Institut · Biomedical Interdisciplinary Dentistry (M.Sc.) · Innovationsmanagement Dentale Technologie (M.Sc.) · Orale Implantologie und Parodontal- therapie (M.Sc.) (in Kooperation mit der DGI) Universität Witten/Herdecke · Ästhetische Gesichtschirurgie (M.Sc.) · Implantology (M.Sc.) (in Kooperation mit der Europäischen Fortbil- dungsakademie für Medizin und Zahnmedizin) · Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz und chronischen Einschränkungen (M.A.) Universitätsklinikum Freiburg · Parodontologie und Implantattherapie (M.Sc.) Marko Gerstenkorn Tel.: +49 241 8027696 lasers@academy.rwth-aachen.de www.academy.rwth-aachen.de Tel.: +49 241 47571310 info@aalz.de www.aalz.de Prof. Dr. Gregor Slavicek Tel.: +49 711 451001-32 gregor.slavicek@stw.de SU1276@stw.de www.sti-bid.org www.steinbeis-hochschulde.de Prof. Dr. Günter Dhom Tel.: +49 30 293309-0 SU0812@stw.de www.sti-bid.org www.steinbeis-hochschule.de Prof. Dr. Günter Dhom Tel.: +49 621 68124457 info@dgi-master.de www.dgi-master.de Tel.: +49 89 18904622 contact@efmz.de www.efmz.de www.uni-wh.de/gesundheit/zahnmedi- zin/postgraduiertenprogramm Otto Inhester Tel.: +49 2302 926-243 otto.inhester@uni-wh.de www.uni-wh.de/gesundheit/ zahnmedizin/postgraduiertenprogramm Rebekka Balsam Tel.: +49 761 270-47290 rebekka.balsam@uniklinik-freiburg.de www.masterparo.de © Photographee.eu/Shutterstock.com 18 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
ZÄT-INFO Informations- und Fortbildungs- gesellschaft für Zahnheilkunde GmbH, Ostbevern Danube Private University (DPU), Krems, Österreich (in Kooperation mit der PUSH GmbH) W I S S E N U N D W E I T E R B I L D U N G · Craniomandibuläre und muskulo- skeletale Medizin (M.D.Sc.) Tel.: +49 2532 7330 info@zaet-info.de www.zaet.info Tel.: +43 676 842419305 info@dp-uni.ac.at www.dp-uni.ac.at · Ästhetisch-Rekonstruktive Zahnmedizin (MSc)* · Clinical Oral Surgeon/Implantologist (MSc)** · Clinical Orthodontist (MSc)** · Dental-Technik (MSc) · Endodontie (MSc) · Kieferorthopädie (MSc)* · Orale Chirurgie/Implantologie (MSc)* · Parodontologie und Implantologie (MSc)* Medizinische Universität Innsbruck, Österreich · Craniomandibuläre und muskulo- skelettale Medizin (MDSc) (in Kooperation mit ZÄT-INFO) Medizinische Universität Wien, Österreich · Parodontologie (MClinDent) (in Kooperation mit der ÖGP) Ilona Peisser-Schatz Tel.: +43 512 9003-70020 lifelong-learning@i-med.ac.at www.i-med.ac.at/studium/ fort_weiterbildung Brigitte Kneidinger Tel.: +43 1 40070-4101 paromaster@meduniwien.ac.at www.meduniwien.ac.at/paromaster · Prothetik – Interdisziplinäre Therapie- konzepte (MDSc) Tel.: +43 1 40070-4901 ulg-prothetik@meduniwien.ac.at www.meduniwien.ac.at/ulg-prothetik Universität Bern, Schweiz Zahnmedizinische Kliniken (in Kooperation mit der Medizinischen Universität Graz) · Implantologie (MAS) · Kariologie, Endodontologie und Kinderzahnmedizin (MAS) · Kieferorthopädie (MAS) · Oralchirurgie und Implantatchirurgie (MAS) · Parodontologie und Implantat- zahnmedizin (MAS) · Rekonstruktive Zahnmedizin und Implantologie (MAS) Universität Genf, Schweiz · Dental Medicine (MAS) Universität Zürich, Schweiz · Parodontologie (MAS) Hinweis: * in Deutsch/Englisch, ** nur in Englisch Tel.: +41 31 6322572 zentrale.dienste@zmk.unibe.ch www.zuw.unibe.ch Serge Bouillaguet Tel.: +41 22 3794107 serge.bouillaguet@unige.ch masters.unige.de Prof. Dr. Patrick R. Schmidlin Tel.: +41 44 6342967 patrick.schmidlin@zzm.uzh.ch www.paro-master.ch dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 19
S T U D I U M U N D F A C H W I S S E N Die Fachgebiete der Zahnmedizin Behindertenzahnheilkunde Im Teilgebiet der Behindertenzahnheilkunde werden die be- sonderen Bedürfnisse von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in den Fokus gerückt. Eine begrenzte Mobi- lität und der allgemeine Gesundheitszustand können es not- wendig machen, Therapieformen und Behandlungskonzepte anzupassen. Eine standardisierte Zahnarztbehandlung funk- tioniert dann nicht mehr. Für den Behandler ist es wichtig, sich individuell auf die physischen und/oder psychischen Beson- derheiten des Patienten einzustellen. Unter Umständen kann die Fähigkeit zur eigenständigen Mundhygiene bei den Patienten eingeschränkt sein. Sie brau- chen eine intensivere Betreuung und ein umfassendes Pro- phylaxekonzept. Auch der generelle Umgang mit den behin- derten Patienten bedarf spezieller Kenntnisse. Deshalb stellt sich dieses Fachgebiet sehr komplex dar. Seit Mitte 2015 gibt es in Deutschland an der Universität Witten/Herdecke den ersten Lehrstuhl für Behindertenorientierte Zahnmedizin. Bis dahin wurde dieser Bereich meist nicht als eigenständiger Behandlungszweig gesehen, sondern relevante Inhalte oft nur in Verbindung mit der Alterszahnheilkunde angedeutet. Cosmetic Dentistry Die Kosmetische Zahnmedizin umfasst ein weites Feld und ist High-End-Zahnmedizin. Ihr Fokus liegt – anders als bei allen anderen Fachbereichen – nicht in der Reparatur und Beseiti- gung von Zahnschäden, sondern in der Optimierung des per- sönlichen Erscheinungsbildes. Ähnlich wie in der klassischen Schönheitschirurgie wird auch hier dem Trend nach jugend- lichem schönen Aussehen nachgegangen. So zählen neben der Ästhetisch-Kosmetischen Zahnmedizin und der Kiefer- orthopädie auch die Implantologie sowie ästhetische Korrek- turen an den Lippen (z. B. -Facelift, Unterspritzung) zur Cos- metic Dentistry. Dabei soll das Wohlgefühl des Patienten an erster Stelle stehen. Letztlich ergibt sich im Rahmen der Kos- metischen Zahnmedizin eine Vielzahl von Anwendungsmög- lichkeiten, wie z. B. Bleaching, Komposite, Veneers, kerami- sche Versorgungen, Zirkonoxid und Zahnschmuck. Endodontie Die Endodontie (griech. „Lehre des Zahninneren“) zählt mit zu den schwierigsten Teilgebieten der Zahnheilkunde. Sie setzt sich mit Erkrankungen des Pulpa-Dentin-Komplexes (Zahn- mark und Zahnhartgewebe) und des periapikalen Gewebes (um die Wurzelspitze herum) auseinander. Diese werden durch akute oder chronische Entzündungen des Zahnmarks oder Zahnhalteapparates ausgelöst. Das Behandlungsziel liegt darin, Gewebereste aus dem Wur- zelkanalsystem zu entfernen und dadurch die Keime zu redu- zieren. Höchste Priorität der Endodontie ist, den erkrankten Zahn zu erhalten – auch wenn die Zahnkrone bereits größten- teils zerstört ist. Eine Extraktion kommt erst bei einer aus - sichtslosen Erhaltung als allerletzte Option infrage. Ebenso gehören Pulpaüberkappungen und Wurzelspitzenresek - tionen in das Feld der Endodontie. Das Fachgebiet hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, wodurch dem Zahnarzt viele neue Instrumente und Materialien zur Ver - fügung stehen. Implantologie Die Implantologie ist die Lehre vom Einpflanzen künstlicher Stoffe in den Organismus, um verlorene körpereigene Sub- stanzen zu ersetzen. In der Zahnmedizin bezeichnet man diese künstlichen Stoffe als Zahnimplantate, welche im Kiefer- knochen als künstliche Zahnwurzeln dienen. Dort verwachsen sie im Normalfall drei bis neun Monate nach der Behandlung mit dem umliegenden Knochen und werden zu einer belast- baren Trägereinheit für Kronen, Brücken oder Prothesen. Für die Implantate verwendet man meist die verträglichen Stoffe Titan oder Zirkonoxid, die durch ihre gute Osseointegration (Einheilung des Implantats in den Kieferknochen) dauerhaft im Kiefer bleiben können. Dank neuester Entwicklungen ist es mittlerweile sogar möglich, Implantate mittels Augmentation (Knochenaufbautechniken) in ungeeigneteren Kiefergegen- den einzusetzen. Als relativ junger Teilbereich der Zahnmedizin entwickelt sich die zahnärztliche Implantologie immer mehr zur Standardmaßnahme bei Zahnverlust. „In modernen Praxen verwenden immer mehr Zahnärzte Laser für ihre Thera- piemethoden. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Je nach Lasergerät und Anwendungsort kann man bspw. schmerzfrei bohren, infizierte Wurzelkanäle sterilisieren oder überempfindliche Zahnhälse gezielt sensibilisieren. 20 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D F A C H W I S S E N Kieferorthopädie Das Teilgebiet der Kieferorthopädie beschäftigt sich mit der Prävention, Diagnose und Behandlung von Kiefer- und Zahn- fehlstellungen. Eine kieferorthopädische Behandlung wird dann zwingend notwendig, wenn solche Fehlstellungen das Kauen, Beißen oder Sprechen beeinträchtigen. Aber auch ästhetische Aspekte spielen dabei eine Rolle. Am häufigsten gilt es, einen Überbiss, Tiefbiss, offenen Biss, Kreuzbiss oder einen Engstand zu korrigieren. Meist werden die Behandlun- gen während des Kieferwachstums zwischen dem 9. und 14. Lebensjahr durchgeführt. Die Bandbreite der Therapie- maßnahmen reicht von prophylaktischen Methoden, wie Lutschentwöhnung, bis hin zu Maßnahmen mit herausnehm- baren oder festsitzenden Behandlungsgeräten. In besonders schweren Fällen kann es fachübergreifend auch zu einer kie- ferorthopädisch-kieferchirurgischen Behandlung kommen. Laserzahnheilkunde In modernen Praxen verwenden immer mehr Zahnärzte Laser für ihre Therapiemethoden. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Je nach Lasergerät und Anwendungsort kann man bspw. schmerzfrei bohren, infizierte Wurzelkanäle sterili- sieren oder überempfindliche Zahnhälse gezielt sensibilisie - ren. Neben einer Vielzahl an neuen Einsatzmöglichkeiten helfen Laser dabei, traditionelle Therapiemethoden sinnvoll zu ergänzen. Je nach Lasertyp mit ihren jeweiligen Wellen- längen kommen dabei verschiedene Behandlungsgebiete infrage. So nutzt man z. B. einen CO2-Laser (10.600 nm Wel- lenlänge) häufig in der Weichgewebschirurgie und einen Erbium: YAG-Laser (2.940 nm Wellenlänge) bei Hartgewebs- anwendungen. Gemeinsam stehen sie aber alle für eine schmerzfreie, präzise und schonende Wirkungsweise. Oralchirurgie Mit operativen Eingriffen in der Mundhöhle beschäftigt sich die Oralchirurgie. Hierzu zählen bspw. Weisheitszahnent- fernungen, Zahntransplantationen, die Behandlung von den- togenen Kieferhöhlenerkrankungen sowie ästhetische Zahn- fleischkorrekturen. Bei den chirurgischen Eingriffen sind die zahn ärztlichen Aspekte immer mit zu berücksichtigen. Die Oral chirurgie zählt als Schnittstelle zwischen Zahnheilkunde und humanmedizinischen Fachgebieten. man in der Parodontologie, den Rückgang der Gingiva (Zahn- fleisch) und des Alveolarknochens vorzubeugen. Dafür ist eine Verbesserung der Mundhygiene Voraussetzung. Neben Zahnseide, Interdentalbürsten und regelmäßiger professio- neller Zahnreinigung helfen Scaling, Ultraschall bzw. Laser, die Zahnfleischtaschen von bakteriellen Belägen zu befreien. Prophylaxe/Dentalhygiene Die Prophylaxe beschäftigt sich mit allen präventiven Maßnah- men, die die Bildung von Zahnerkrankungen verhindern sollen. Sie ist ein elementarer Bestandteil der Dental hygiene. Ziel ist eine möglichst zahnstein- und plaquefreie Mundhöhle, um Karies und Parodontitis vorzubeugen. Dies erreicht man durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Plaquekontrolle, Fluoridierung, eine sorgfältige Zahn hygiene, professionelle Zahnreinigung sowie gesunde Ernährung. Auch vorbeugende Tests beim Zahnarzt senken deutlich das Risiko einer Erkran- kung. Es ist weitaus effektiver, prophylaktisch zu handeln als bereits erlittene Schäden zu beheben. Dabei spielen neben Hand- und elektrischer Zahnbürste ebenso spezielle Zahn- pasten, Mundspüllösungen, Interdentalbürsten, Zahnseiden und -sticks sowie Zungenschaber und Mundgele eine wichtige Rolle. Prothetik Mit der Planung, Entwicklung und Eingliederung von Zahn- ersatz befasst sich die Prothetik. Hierbei wird versucht, dauerhaft verlorenes Gewebe künstlich auszutauschen. Somit geht es bei der prothetischen Versorgung um die funktionelle und ästhetische Wiederherstellung fehlender Zähne bzw. fehlenden Knochengewebes. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen festsitzendem (z. B. Kronen, Veneers, Brücken), herausnehmbarem (Teil- und Vollprothe- sen) und kombiniertem Zahnersatz (Teleskopversorgung). Zahnerhaltungskunde/Konservierende Zahnheilkunde Die Konservierende Zahnheilkunde beschäftigt sich mit dem Erhalt der Zähne und stützt sich dabei auf die Prophylaxe, Endodontie, Kariologie und Füllungstherapie. In ihr vereinen sich – ohne auf prothetischen Zahnersatz zurückzugreifen – sowohl präventive als auch therapeutische Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung von Form und Funktion der Zähne. Parodontologie Die Parodontologie (griech. „Lehre vom Zahnhalteapparat”) befasst sich mit der Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Zahnbetterkrankungen und zählt zur Konservierenden Zahnheilkunde. Sie steht in engem Zusammenhang mit ande- ren Fachbereichen der Zahnmedizin. Parodontitis ist die häu- figste Erkrankung des Zahnhalteapparates. Man unterschei- det hierbei zwischen der Parodontitis marginalis (Zahnbett- entzündung) und Parodontitis apicalis (Wurzelspitzenentzün- dung). Die Ursache bei beiden liegt im Vertiefen der Zahn - fleischtaschen – ausgelöst durch bakteriellen Plaque –, wo- durch sich der Alveolarknochen (knöchernes Zahnfach) zu- rückbildet. Mit der Zeit verliert die Zahnwurzel dadurch an Halt, was wiederum zu Zahnverlust führen kann. Daher versucht Zahntechnik Das Gebiet der Zahntechnik ist auf die Anfertigung von Zahn- ersatz spezialisiert, wie bspw. Zahnkronen, Brücken, Teil- und Vollprothesen, Inlays oder kieferorthopädische Therapie- geräte. Somit ist die Zahntechnik oft ein unverzichtbarer Grundbestandteil zahnärztlicher Behandlungen. In der Regel werden die handwerklichen Arbeiten nach Absprache mit dem Zahnarzt in einem zahntechnischen Labor ausgeführt und individuell für den Patienten mithilfe von Abdrucknahmen angefertigt. Dabei werden die konventionell hergestellten Gipsmodelle immer mehr durch digitale Intraoral- und Mo - dell scanner abgelöst. Planungssoftware und CAD/CAM- gestützte Herstellung helfen dabei, den Zeit- und Kosten- aufwand gering zu halten. dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 21
S T U D I U M U N D F A C H W I S S E N Ist der Zahnarztberuf gesundheitsgefährdend? T e x t : P r o f . D r . d r s . d r s . J e r o m e R o t g a n s Wenn man die Literatur durchforstet oder Internetforen für Zahnmedizinstudenten besucht, bekommt man den Eindruck, der Zahnarztberuf sei gefährlich für die Gesundheit. Richtig ist allerdings wie immer: Vorbeugung ist die beste Medizin. Auch gilt, und das gerade für Sie als Erstsemester, „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Arbeitswissen- schaft und Zahnheilkunde“ in der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde möchte ich Sie mit einigen Was ist eigentlich Ergonomie und zahnärztliche Ergonomie insbesondere? Googlen Sie doch mal den Begriff „Ergonomie“. Bei Wikipedia Aspekten vertraut machen, die Ihnen gesundheitlich ein un- finden Sie eine Beschreibung, die gut verständlich ist. Darin belastetes Studium und später darüber hinaus viel Freude heißt es in etwa: „Die Ergonomie ist die Wissenschaft von der am Beruf garantieren. 22 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH m o c . k c o t s r e t t u h S / e u q s a t i S © Gesetzmäßigkeit menschlicher Arbeit. Ziel der Ergonomie ist es, die Arbeitsbedingungen, den Arbeitsablauf, die Anord- nung der zu greifenden Gegenstände räumlich und zeitlich optimiert anzuordnen sowie die Arbeitsgeräte für eine Auf- gabe so zu optimieren, dass das Arbeitsergebnis optimal wird und die arbeitenden Menschen möglichst wenig ermüden oder gar geschädigt werden, auch wenn sie die Arbeit über Jahre hinweg ausüben.“ Zahnmedizinisch würde ich dies so zusammenfassen: Zahnärztliche Ergonomie umfasst alle As- pekte einer effi zienten Patientenbehandlung, ohne dass da- durch das Zahnarztteam und seine Patienten einen gesund- heitlichen Schaden erleiden. Eigentlich eine Selbstverständ- lichkeit, oder? Wie kommt es dann doch noch dazu, dass Schmerzen in Rü- cken, Schultern, Nacken, Augen oder Kopf als typische Folge der Arbeit als Zahnarzt betrachtet werden? Dass es diese Schmerzen gibt, zeigen viele wissenschaftliche Veröffentlichun- gen, wie bspw. eine bedeutende schwedische Untersuchung (Hjalmers), in der 2006 festgestellt wurde, dass Zahnärzte häu- figer als die Allgemeinbevölkerung ohne direkte Ursache müde sind (28 %), häufiger Schlafstörungen (23 %) und Rücken-/ Hals-/Schulterschmerzen haben (44 %). Sogar bei 70 % der Studierenden der University of San Francisco wurden 2006 (Yang et al.) vergleichbare Probleme festgestellt, die vom 1. bis 3. Studienjahr in Ausdehnung und Intensität zunahmen. Bei einer Studie, die 1980 in Düsseldorf durchgeführt wurde, wurden bandscheibenbedingte Erkrankungen bei Zahn - ärzten (64 %) mit Nichtzahnärzten (61 %) verglichen (Boeger). Als Ursache gaben ca. 67 % der Zahnärzte, aber nur ca. 27 % der Nichtzahnärzte ihren Beruf an. Auch wenn diese Studie etwas länger zurückliegt, ist nicht anzunehmen, dass das Ergebnis heute im Trend anders ausfallen würde. In der Tat sind die Rücken-/Hals-/Schulterschmerzen Folge von Fehlhaltungen. Aber ist eine verdrehte Haltung am Behandlungsstuhl mit entsprechend verkrampften Muskeln wirklich unvermeidbar? Ich bezweifele dies vehement: Wes-
S T U D I U M U N D F A C H W I S S E N halb soll der zu behandelnde Patientenmund, wie der Teller auf dem Esstisch, nicht mittig vor dem Behandler oder vor der Behandlerin liegen? Ja, heißt es, das Gefühl der ange- nehmen Lagerung ist für den Patienten doch der wichtigste Faktor. Dies stimmt nur halb. Patienten ertragen durchaus ein unbequemes Liegen auf dem Patientenstuhl, wenn sie wissen, gut aufge hoben zu sein. Stress für den Körper vermeiden Hier bietet die zahnärztliche Ergonomie eine wesentliche Hilfe. Dabei geht es nicht nur um die Vorbeugung von Haltungs- problemen. Dennoch, als wichtigster erster Schritt ist es von grundlegender Bedeutung, sich die eigene Körperhaltung möglichst oft bewusst zu machen, um der Eingewöhnung von Haltungsschäden früh entgegenzuwirken. Fragen Sie sich: Wie sitze ich im Hörsaal, im Seminar lungere ich? Wie hinter meinem Mikroskop, meinem Technikertisch? Ist der Hocker, mein Stuhl am Schreibtisch richtig eingestellt? Wie sitze ich vor dem Fernseher oder am Esstisch? Ob richtig oder falsch gesessen, spielt erst mal keine Rolle. Sich der Körperhaltung im Raum bewusst zu machen, ist das A und O in Sachen Prävention von Haltungsschäden. Was eine richtige Arbeits- haltung bei der Behandlung von Patienten ausmacht, können Sie bspw. auf der Webseite der European Society of Dental Ergonomics www.esde.org (Rubrik „Documents“) zur Kennt - nis nehmen. Der hier angesprochene Bereich entspricht der physischen Ergonomie. Im Alltag geht es dabei um die physischen und visuellen Aspekte zur Vermeidung von Ge- sundheitsschäden, vor allem der Vermeidung von unnötigem Stress. Grundlage dafür ist nicht nur, genau zu wissen, was Sie tun (müssen). Dafür reicht es nicht, in einem Kurs einfach ein sog. Testat für eine physisch korrekte Leistung zu bekom- men. Viel wichtiger ist es, die jeweilige Aufgabe mental zu visualisieren. Damit meine ich bspw., sich am Vorabend im Bett in Gedanken die bevorstehende Aufgabe wie ein Video abzuspielen, um dann am Tag darauf noch die Aufgabe in den Fingern so zu spüren, dass die Bewegungen im Hirn pro- grammiert werden. Wenn Sie dieses Niveau erreicht haben, sind Sie gegen jeden Stress, auch Körperstress, durch eine falsche Haltung gefeit – Sie wissen ja, wann eine entsprechend gesunde Haltung eingenommen werden muss. Dafür müssen Sie auch einen gesunden Körper haben bzw. wissen, wo es weshalb eventuelle körperliche Einschränkungen gibt. Hier- für hat die Universität Groningen in den Niederlanden einen Gesundheitsfragebogen zur Selbstüberprüfung entworfen.* Organisation ist alles Schließlich wird der bisher angesprochene Komplex durch die sozialorganisatorische Ergonomie abgerundet: Ziel der Praxisorganisation ist es, eine gute medizinische Dienstleis- tung zu erbringen, die Sicherstellung einer ausreichenden Produktivität und die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von sich selber und dem Praxisteam. Dazu gehören u. a. Organisation, Kommunikation und Beratung, Managementinformationssysteme und Personalführung. In übertragenem Sinne Aspekte, die auch für Sie im Studium Gültigkeit haben. Hier denke ich einerseits sozialorganisato- risch an Phasen, in denen das Smartphone ruhig mal ab- geschaltet sein kann, um sich einer bestimmten Aufgabe hoch konzentriert zu widmen. Andererseits physisch, denn eine Halsbiegung von mehr als 10 bis 15 Grad vorwärts, wie bei der Bedienung mobiler Ge räte, ist oft Ursache für spätere chro nische Hals-/Schulter beschwerden. Des Weite- ren denke ich an ein Organisationskonzept für ein sorgen - freies Studium, was die stressfreie Vorbereitung für Klau - suren, Prüfungen und die Staatsexamina betrifft. Fazit Zusammenfassend möchte ich feststellen, dass der Zahn- arztberuf Ihre Gesundheit nicht gefährden muss. Voraus- gesetzt, Sie sind mit den jeweiligen Risiken vertraut und achten auf Prävention – wenn die Rückenschmerzen da sind, ist es für die Rückenschule eigentlich schon zu spät! Ich weiß aber, dass von Ihnen im Studium viel verlangt wird und es nicht einfach ist, dabei immer „die Nerven zu behalten“. Ich hoffe aber, mit meiner kurzen Einführung einen Bereich aufgezeigt zu haben, mit dem Sie an den meisten unserer Uni versitäten nicht oder kaum mehr Berührung haben wer- den, und dennoch Ihr Interesse geweckt zu haben. Einladung Um in Verbindung zu bleiben und dabei Ihr Wissen in Sachen zahnärztliche Ergonomie zu vertiefen, lade ich Sie ein, beitrags- frei Mitglied unserer Arbeitsgemeinschaft zu werden. Alle In- formationen und Anträge finden Sie unter www.dgzmk.de * Über den unten stehenden QR-Code gelangen Sie direkt zum Gesundheitsfragebogen. Gesunder Geist in gesundem Körper Ein weiterer, gleich wichtiger Bereich ist die kognitive oder men- tale Ergonomie. Sie geht über die physische Ergonomie inso- fern hinaus, dass sie sich mit der Organisation der Arbeits- umgebung auseinandersetzt: Was tue ich – kann es nicht besser, effizienter geschehen? Wie stark werde ich belastet? Wie ist die Stimmung? Wie treffe ich Entscheidungen? Diese Punkte betreffen nicht nur die Zahnarztpraxis, sondern gelten fürs normale Leben, ab heute für Ihr Leben als Studierende: Die Antworten auf all diese Fragen beugen „garantiert“ psy- chischem Stress und Burn-out vor. KONTA K T Prof. Dr. drs. drs. Jerome Rotgans Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Arbeitswissenschaft und Zahnheilkunde“ (AGAZ) der DGZMK Bleichestraße 17 58452 Witten Tel.: 02302 30451 agaz-vorsitzender@dgmzk.de www.dgzmk.de Gesundheitsfragebogen dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 23
S T U D I U M U N D F A C H W I S S E N Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog – Neues Zeitalter für die medizinische Lehre Im Sommer 2015 wurde der Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog für Medizin (NKLM) und Zahn medizin (NKLZ) erfolgreich in Kiel verabschiedet. Für die langfristige Etablierung der beiden Lernzielkataloge setzt sich seitdem eine Imple- mentierungsgruppe aus dem Kreis der Fakultäten ein. An der Entstehung des NKLZ wirkte unter anderem auch der BdZM als Vertretung der deutschen Zahnmedizinstudenten tatkräftig mit. Mittlerweile stehen beide Kataloge als Onlinedaten- banken mit erweiterten Funktionen und Features unter www.nklm.de und www.nklz.de zur Verfügung. Um in der Zahnmedizin die Vergleichbarkeit und Qualität der Ausbildung zu fördern, braucht es gewisse Standards Ziele und Hintergründe Konkretes Ziel der Lernzielkataloge ist es, Fähigkeiten fest- in der Lehre. Bis zum Sommer letzten Jahres gab es je- zuschreiben, über die jeder Studierende am Ende seines Stu- doch auf Bundesebene keine einheitlichen Lernziele für das diums bis zur Approbation verfügen sollte. So soll zukünftig Medizin- und Zahnmedizinstudium. Deshalb haben die Ge- eine einheitliche Qualität der Medizindidaktik sichergestellt sellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) und der Medi- werden. Der Lernzielkatalog ist eine Empfehlung ohne direkte zinische Fakultätentag (MFT) in Zusammenarbeit mit Vertre- Umsetzungsanweisung, d. h. jede Fakultät kann frei entschei- tern aus medi zinischen Fachgesellschaften, Organisationen den, ob und inwieweit sie ihre Lehre an die aufgestellten Lern- der Selbstverwaltung, zuständigen Ministerien und Behörden ziele anpasst. Im Prinzip sind die Lernziele jedoch so detailliert sowie Wissenschaftsorganisationen den sogenannten Natio- beschrieben, dass die Fakultäten sie nur noch mit ihren vorhan- nalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) denen Strukturen verknüpfen und mit eigenen Inhalten füllen und Zahnmedizin (NKLZ) erstellt. müssen. Aus der individuellen Inte gration des Katalogs in die „Für die tägliche Arbeit in Praxis, Klinik oder Wissenschaft braucht der Zahnarzt nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch ein wissenschaft­ liches Denkvermögen. Schließlich fächern sich die Anforderungen an den Beruf des Zahnmediziners von diagnostischen Fähig ­ keiten, über die Auswahl adäquater therapeutischer Maßnahmen bis hin zur Durchführung dieser. “ 24 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
m o c . k c o t s r e t t u h S / v e g r o e G m d a V © i i einzelnen Fakultäten erhoffen sich die geistigen Väter des NKL eine ständige Validierung und Weiterentwicklung der Ideen. NKLZ: Lernzielkatalog Zahnmedizin Für die tägliche Arbeit in Praxis, Klinik oder Wissenschaft braucht der Zahnarzt nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch ein wissenschaftliches Denkvermögen. Schließlich fächern sich die Anforderungen an den Beruf des Zahnmediziners von diagnostischen Fähigkeiten, über die Auswahl adäquater the- rapeutischer Maßnahmen bis hin zur Durchführung dieser. Ein einheitliches Fundament für dieses Wissen und die benö- tigten Fertigkeiten sollen mithilfe der im NKLZ definierten Lern- ziele möglichst im gesamten Bundesgebiet gelegt werden. Anhand eines Kerncurriculums sollen den Studierenden Kom- petenzen vermittelt werden, die in Bezug auf die zahnärztliche Weiterbildung eine zentrale Rolle spielen. Damit will der NKLZ den Übergang von der zahnärztlichen Ausbildung zur Weiter- qualifizierung, wie etwa Spezialisierungen oder postgraduale Studiengänge, erleichtern. Der NKLZ orientiert sich dabei an der Richtlinie der Europäischen Union (2005/36/EG1), in der Umfang und Dauer der universitären Ausbildung für Zahn - ärzte europaweit geregelt ist. Struktur des NKLZ Der NKLZ beleuchtet einerseits die verschiedenen Rollen des Zahnarztes, andererseits das medizinische Wissen, die klini- schen Fähigkeiten sowie professionellen Haltungen und zu guter Letzt die patientenzentrierte Gesundheitsversorgung. In diesen drei Abschnitten wird jeweils in Kompetenzen (Ebene 1), Teilkompetenzen (Ebene 2) und detaillierte Lern- ziele (Ebene 3) unterteilt. Während Ebene 1 und Ebene 2 Emp- m o c . k c o t s r e t t u h S / a k n o r e V o k h c u n U © i fehlungscharakter haben, soll Ebene 3 möglichst von den Fakultäten erprobt und bewertet werden. Die zeitliche Abfolge des Kompetenzerwerbs während des Studiums richtet sich nach didaktischen Aspekten und der Patientensicherheit. Grundsätzlich hat man sich bei der Erstellung des NKLZ in diesem Punkt nach dem Entwurf der neuen Zahnärztlichen Approbationsordnung (ZÄApprO) gerichtet. Daraus ergaben sich folgende Meilensteine: das Erlangen einer Grundlagen- kompetenz, zahnmedizinischer Basiskompetenzen für die Ausbildung mit unmittelbarem Patientenbezug und einer Pa- tientenbehandlungskompetenz und schließlich der Erwerb einer Berufs- und Weiterbildungskompetenz. Gleichzeitig soll langfristig durch das gesamte Studium eine Wissenschafts- kompetenz ausgebildet werden. Ausblick In den nächsten Jahren wird sich zeigen, inwieweit die Fakul- täten in Deutschland bereit sind, dem Lernzielkatalog Beach- tung zu schenken und aktiv an der Verbesserung der Lehr- situation teilzunehmen. Auch wenn Studenten kein unmittel- bares Mitspracherecht bei der Umsetzung der Lernzielkata- loge haben, können sie durch genug Engagement innerhalb ihrer Fakultät sicherlich einen Anstoß zur Diskussion über eine Implementierung der Lernziele geben. Quellen: www.nklz.de, www.gmds.de dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 25
S T U D I U M U N D F A C H W I S S E N Lernen kann man lernen Von der Schule in die Uni – Für viele Studienanfänger bedeutet das eine unerwartete Umstellung der Arbeits- und Lern- gewohnheiten. Während auf dem Gymnasium der Stoff auf die Schüler abgestimmt und in verdaulichen Häppchen angebo- ten wird, erwartet die Studenten gleich im ersten Semester ein großes Lernpensum, das in der Regel ohne Rücksicht auf individuelle Fähigkeiten vermittelt und abgefragt wird. In der Universität werden die Studierenden nicht mehr ange- wiesen, bestimmte Inhalte zu notieren und zu lernen. Jetzt müssen sie selbst entscheiden, was vom Gesagten wichtig ist und in ihren Aufzeichnungen erscheint. Der abrupte Wechsel von schulischen Strukturen zum selbstverantwortlichen Ler- nen kann zur echten Herausforderung werden. Generell fordert die selbstbestimmte Form des Studenten- lebens ein gewisses Maß an Struktur. Wer nicht in der Lage ist, seinen Tag eigenständig zu organisieren, wird es schwer haben. Das beginnt schon bei der Mitschrift in den Lehrveran- staltungen. Was ist wichtig und wie schreibe ich es auf? Eine Hürde dabei ist häufig die Simultaneität von Zuhören und Schreiben. Die gehörten Worte sollten im besten Fall gedank- lich mitverfolgt und nicht nur stur notiert werden. Auch wenn dies anfangs Schwierigkeiten bereitet, im Laufe des Studiums entwickelt sich eine individuelle Technik, aus dem Gesagten verwertbare Notizen zu machen. Lernbereich klar strukturieren Vor allem bei der Vorbereitung auf Klausuren oder Prüfungen sollte durch planmäßiges Lernen Chaos vermieden werden. Zur Organisation des Lernens gehört auch ein strukturierter Arbeitsplatz. Dieser sollte möglichst klar vom Erholungsbe- reich abgetrennt sein. Das heißt, dass etwa der Schreibtisch ausschließlich zum Lernen genutzt werden sollte. Anders- herum sollten das Bett oder der Lieblingssessel, die zum Relaxen dienen, lernfreie Zone bleiben. Der Lernplatz sollte darüber hinaus aufgeräumt sein und alle benötigten Arbeits- materialien in Griffweite liegen. Oftmals gibt es in der eigenen Wohnung zahlreiche Dinge, die vom Lernen ablenken können. Diese gilt es, weitgehend zu beseitigen. Dazu zählen Medien und Kommunikationsmittel wie Fernseher, Telefon, PC. Sie sollten ausgeschaltet bleiben oder sicherheitshalber während der Lernphase ganz verbannt werden. Anstehende Tagesaufgaben wie Einkauf oder Haus- halt sollten vor dem Lernen erledigt werden. Weil sie sich zu Hause nur schlecht konzentrieren können, ziehen viele Studenten das Lernen in der Bibliothek vor. Wer in den eigenen vier Wänden lernt, sollte auf ein angeneh- mes „Arbeitsklima“ achten. Eine ausreichende Beleuchtung ist wichtig, es sollte weder zu warm noch zu kalt sein. Frische Luft durch regelmäßiges Lüften oder Pausen im Freien wirken außerdem Sauerstoffmangel und Müdigkeit entgegen. Auch auf ausgewogene Ernährung und Bewegung sollten Studen- ten Wert legen, denn diese Faktoren beeinflussen ebenfalls die geistige Leistungsfähigkeit. Time is running Ein gutes Zeitmanagement ist das A und O für erfolgreiches Lernen. Wichtig dabei ist, auch feste Pausen im Zeitplan zu berücksichtigen, denn ohne Erholungsphasen ist das Ge- hirn nur begrenzt aufnahme- und leistungsfähig. Die Hochleis- tungsphasen des Gehirns liegen üblicherweise in den Vor- mittags- und späten Nachmittagsstunden und sollten gezielt für anstrengende Lerneinheiten genutzt werden. Am frühen Abend empfehlen sich Übungen und Wiederholungen. Grund- sätzlich sollten Studenten täglich nicht mehr als sechs bis acht Stunden lernen. Sinnvoll ist es, kleine und große Ziele im Zeit- plan zu definieren und sich beim Erreichen von Etappensiegen selbst zu belohnen. Um den stets herrschenden Zeitdruck ge- ring zu halten, ist es ratsam, frühzeitig mit den Prüfungsvor- bereitungen zu beginnen. Lernmethoden Gelernt wird im Studium meist eindimensional. Studenten ver- suchen in der Regel, sich den Stoff durch wiederholtes Lesen einzuprägen. Manchmal hilft es aber auch, andere Lernkanäle zu testen. Viele wissenschaftliche Theorien kategorisieren Lerntypen nach Sinneseindrücken. Demnach nehmen Men- schen neue Informationen über das Sehen (visuell), das Hören (auditiv), die schriftliche Verarbeitung von Gelesenem oder die praktische Anwendung (kinästhetisch) wahr. Für visuelles Lernen kann etwa die Erstellung von Mindmaps oder textstüt- zenden Skizzen helfen. Auditive Lerntypen können Lernpart- ner bitten, ihnen die Notizen vorzulesen. Eine beliebte Lern- methode ist darüber hinaus die Arbeit mit Karteikarten und Exzerpten. Hierbei werden die wichtigsten Inhalte aus dem Stoff herausgefiltert, sortiert und geordnet auf Papier ge bracht. Schon die Vorbereitung der Stichpunktsammlungen hat einen Lerneffekt, anschließend festigt die ständige Wiederholung der Karteninhalte den Stoff. Besonders fürs Lernen unterwegs eignet sich diese Form. Wer lieber gemeinsam mit anderen lernt, sollte sich nach einer passenden Lerngruppe umsehen, die sich regelmäßig trifft. Die Verbindlichkeit der Gruppe kann für den Studenten eine große Motivation sein. Hier findet er Gleichgesinnte, die für die eigene emotionale Situation Ver- ständnis aufbringen. Darüber hinaus ergänzen sich die Team- mitglieder meist in ihren Fähigkeiten, sodass Fragen oder Probleme konstruktiv gelöst werden. Soziale Netzwerke oder E-Learning-Plattformen wie Moodle helfen bei der Suche und beim Teammanagement. Hierüber können nicht nur vielver- sprechende Lernkontakte geknüpft, sondern auch Termin- pläne erstellt und Dokumente ausgetauscht werden. 26 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
.. D E I N Z U K U N F T I G E R P A T I E N T . B R A U C H T D E I N W I S S E N . K O P F F R E I .. F U R ’ S S T U D I U M . M I T U N S E R E M S T U D E N T E N P A K E T.* Unser Studentenpaket*. Jetzt online abschließen und alle Vorteile genießen. (cid:131) Kostenlos Bargeld an über 18.700 Geldautomaten in Deutschland** (cid:131) Kostenlose apoClassicCard – die VISACARD der apoBank – mit weltweit kostenloser Bargeldverfügung** (cid:131) Und vieles mehr facebook.com/scrubsnet * Angebot gilt für Studenten der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin sowie Pharmazie unter Vorlage einer gültigen Immatrikulationsbescheinigung. Höchstalter bei Studienbeginn: 35 Jahre, bei Promotion 40 Jahre. Die Vergabe des apoStudienKredits hängt von weiteren Voraussetzungen ab. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. ** Gegebenenfalls werden Sie durch den Geldautomatenbetreiber mit einem zusätzlichen Entgelt belastet. Dieses Entgelt werden wir Ihnen auf Antrag erstatten.
S T U D I U M U N D F I N A N Z I E R U N G Finanzierungsmöglichkeiten des Studiums Erstausstattung, Lebenshaltung und nicht zuletzt Studiengebühren – Wer hier nicht auf die Hilfe durch Eltern oder Groß- eltern zählen kann, muss sich früh mit dem Thema der Studienfinanzierung auseinandersetzen. Möglichkeiten gibt es viele: Ob Mischfinanzierung oder die Nutzung einer einzelnen Quelle – jeder sollte selbst entscheiden, welche Methode die günstigste für ihn ist. Die folgenden Seiten sollen einen Überblick geben und die Entscheidung erleichtern helfen. BAföG – Bundesausbildungsförderungsgesetz Wer wird gefördert? Welche Höhe hat die monat liche Auszahlung? Der Student hat in der Regel die Möglichkeit, zu wählen, wie Studenten, die ihre Ausbildung, für die sie För derung beantra- viel Geld er wann braucht. So kann die monatliche Kreditrate gen, vor Vollendung des 30. Lebens jahres beginnen. Bei indivi duell angepasst werden. Masterstu diengängen gilt ein Maximalalter von 35 Jahren. Es müssen Nachweise über Studienfortschritte erbracht werden, Wie gestaltet sich die Rück zahlung? z. B. in Form von Scheinen. Die Höhe der Rückzahlung ist abhängig von der Bank. Einige Banken liegen mit dem Effek tivzins sogar unter vier Prozent. Ab wann und wie lange wird BAföG gewährt? In der Regel beginnt die Rückzahlung nicht unmittelbar nach BAföG kann man während der gesamten Regel studien zeit Auszahlung der letzten Rate. beziehen. Früh ester Beginn ist der Antrags monat. In welcher Höhe wird gefördert? Auf pauschale Bedarfsbeträge werden Vorteile und Nachteile des Kredits das eigene Einkommen und Vermögen sowie das Ein kommen Man kann die Höhe der monatlichen Auszahlung individuell des Ehegatten und der Eltern angerechnet. Der BAföG-Höchst- gestalten. Am Ende des Studi ums sitzt der Student auf einem satz liegt derzeit bei 670 Euro. Zum Wintersemester 2016 soll hohen Schul denberg. Bei Ver einbarung eines variablen Zinses die Summe auf 735 Euro angehoben werden. Grund ist eine ist die Zinslast nach einigen Jahren nicht mehr abschätzbar umfassende BAföG-Reform durch den Bund, die ab diesem und der Kre dit somit unkalkulierbar. August erste Neuerungen bringt. Wie gestaltet sich die Rück zahlung? Bildungskredit Wer bekommt den Kredit? Die Rückzahlung der Hälfte der Förderung beginnt fünf Jahre Stu die ren de kön nen zur Fi nan zie rung von fort ge schrit te nen nach Ende der Förderungshöchstdauer. Die Rück zahlung ist Aus bil dungs pha sen ei nen Bil dungs kre dit er hal ten. Der Antrag- auf 10.000 Euro und maximal 20 Jahre begrenzt. Wer das steller muss daher volljährig und nicht älter als 35 Jahre sein. BAföG ganz oder teilweise vorzeitig zurückzahlt, dem können auf Antrag bis zu 50,5 Prozent erlassen werden. Ab wann und wie lange wird der Kredit gewährt? Der Bildungskredit wird erst im Hauptstudium und nur bis zum Vorteile und Nachteile des Kredits Ende des 12. Hochschulsemes ters vergeben. Innerhalb eines Man muss nur die Hälfte der Förderung ohne Zinsen zurück- Ausbildungs ab schnittes werden bis zu 24 Mo natsraten ge- zahlen. Das BAföG reicht oft nicht aus, um alle Lebens- währt. Die Promotion wird nicht gefördert. haltungskosten zu decken. Studienkredite Wer bekommt den Kredit? Welche Höhe hat die monat liche Auszahlung? Die Förderung beträgt maximal 300 Euro im Monat. Jeder Student kann bei einer be liebigen Bank einen Stu dien - Wie gestaltet sich die Rückzahlung? kre dit beantragen. Es ist möglich, dass einige Banken das An- Die Rückzahlung beginnt vier Jahre nach Aus zahlung der ers- gebot einschränken. Beispielsweise erhal ten nur Studenten ten Rate. Der Zinssatz ist variabel. Die monatliche Rate beläuft aus der Region oder bestimmter Fächer einen Kre dit. Außer- sich auf 120 Euro. dem setzen einige Geldinstitute das Erbringen von Leistungs- nachweisen nach bestimmten Studienabschnitten voraus. Vorteile und Nachteile des Kredits Ab wann und wie lange wird der Kredit gewährt? Kredit kann zusätzlich zum BAföG beantragt werden. Der Zins- Der Kredit kann ab dem ersten Semester beantragt werden. Die satz ist variabel und kann sich somit erhöhen. Es besteht Dauer der Auszahlung ist vom jeweiligen Kreditinstitut abhängig. zudem kein An spruch auf Gewähr ung des Kredits. Der Bund übernimmt für den Stu denten eine Bürg schaft. Der 28 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D F I N A N Z I E R U N G © Singkham / Shutterstock.com Bildungsfonds Wer bekommt den Kredit? Für Unterstützung aus einem Bildungsfonds ist neben der Immatrikulation an einer Hochschule häufig ein individuelles Bewerbungsverfahren notwendig. Ab wann und wie lange wird der Kredit gewährt? Startzeitpunkt und Dauer der Förderung können individuell fest gelegt werden. Welche Höhe hat die monatliche Auszahlung? Monatlich werden bis zu 1.000 Euro gewährt. Außerdem über- nimmt der Fonds in der Regel zu 100 Prozent die Studien- gebühren. Es können bis zu 5.000 Euro für Einmalaufwen- dungen gezahlt werden. Wie gestaltet sich die Rückzahlung? Nach Studienabschluss und mit Aufnahme einer Arbeit be- ginnt in der Regel die einkommens abhängige Rückzahlung in die Fonds. Bei andauernder Arbeits losigkeit zahlt der Student gar nichts zurück. jeden Studenten vergeben werden. Für manche Sti pendien muss man vorgeschlagen werden, für die meisten kann man sich allerdings selbst bewerben. Ab wann und wie lange wird das Stipendium gewährt? 1. Es ist üblich, Stipendien frühes tens ab dem 3. Fach semester zu gewähren. Es gibt aber auch Stiftungen, die bereits ab dem 1. Semester bezahlen. Die Dauer der Unter stützung hängt sowohl von den Studien leistungen als auch dem Engagement für die Stiftung ab. Hier muss man sich genau informieren. Welche Höhe hat die monat liche Auszahlung? Die Höhe kann von einer ein maligen Bezuschussung von 100 Euro bis zu 600 Euro monatlich reichen, es gibt sogar noch höher dotierte Forschungs stipen dien. Hilfreich können aber auch kleinere Unterstützungen wie Teil stipendien oder monatliches Büchergeld sein. Wie gestaltet sich die Rück zahlung? Das ist natürlich das Beste daran: Das Geld muss nicht zurück- gezahlt werden. Vorteile und Nachteile des Kredits Die Rück zahlung erfolgt meist einkommensabhängig vom späteren Bruttogehalt. Bei andauernder Arbeitslosigkeit zahlt man gar nichts zurück. Der Antrag steller muss sich einem strengen Auswahlverfahren unterziehen. Stipendien Wer bekommt die Stipendien? Stipendien können entweder aufgrund von politischen und sozialen Kriterien und/oder besonders guter Leistungen an Vorteile und Nachteile der Stipendien Die Bewerber müssen sich schweren Auswahl ver fahren unter- ziehen und sind sogar manchmal vom Wohlwollen ihrer Dozen- ten abhängig, um überhaupt vorgeschlagen zu werden. Eine gewisse welt anschauliche Übereinstimmung mit der betref- fenden Stiftung ist genauso nötig wie ein beständi ges Enga- gement für diese, d. h. Berichte über den Studien ablauf etc. Für ein Stipendium ausgewählt worden zu sein, ist selbstver- ständlich eine große Ehre, die oftmals den Eintritt ins akade- mische und berufliche Leben enorm erleichtert. dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 29
S T U D I U M U N D F I N A N Z I E R U N G Förderungsangebote für Zahnmedizinstudenten Für jeden Studenten gibt es das richtige Förderprogramm möch te man meinen, wenn man sich die Vielzahl an Angeboten auf dem deutschen Bildungsmarkt ansieht. Ob staatlich oder privat – zahlreiche Mittel fließen jährlich von Staat, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen an auserwählte Studenten. Gute bis hervorragende Leistungen sind dafür in der Regel Vora ussetzung. m o c . k c o t s r e t t u h S / o d u t S a v r e n M © i i Die Förderung von Studierenden und Promovierenden folgt in gesprächen durch persönliche Leistungen und Moti vation zu den letzten Jahren einem steten Aufwärtstrend. Ein Großteil überzeugen. Die Bewerbung bzw. das Auswahlverfahren läuft wird von den 13 vom BMBF unterstützten Begabtenförde- meist über die Hochschulen selbst, die für das Programm an- rungswerken ge tragen. gemeldet sein müssen. Bei der Stiftung des deutschen Volkes Als jüngstes Begabten förderungswerk ist 2015 das Avicenna- etwa ist mittlerweile aber auch eine Selbstbewerbung mit Aus- Studienwerk hinzugekommen, das gezielt muslimische Stu- wahltest möglich. Die BMBF-Fördersummen orien tieren sich dierende und Promovierende unterstützt. Mit knapp 22.500 in der Regel am aktuellen BAföG-Höchstsatz und sind, ebenso Stipen diaten in 2014 stieg erneut auch die Vergabezahl des wie die Bundesausbildungsförderung, abhängig von den Deutsch land stipendiums. Das teils von privaten Stiftungen fi nanziellen Ver hältnissen des Stipendiaten. und teils staatlich finanzierte Programm wurde 2011 einge- Eine Studien kosten pau schale von durchschnittlich 300 Euro führt, um dem steigenden Fachkräftemangel ent gegenzu- ist jedoch jedem sicher. Mehrere Stipendien können in der wirken. Der Rest besteht aus Aufstiegsstipendien für Berufs- Regel nicht mitein ander kombiniert werden, um Chancen- erfahrene. Voraussetzung für die vom Bund finanzierten gleichheit sicherzustellen. Für die gerechte Verteilung der Mittel Förder programme ist meist eine überdurchschnittliche Schul- wurden in den letzten Jahren auch immer mehr Programme oder Studien leistung. Häufig spielen auch das soziale Engage- entwickelt, die speziell Studierende mit Migrationshintergrund ment und teilweise die politische Orientierung eine Rolle bei der so wie aus nichtakademischem oder sozial benachteiligtem Ent scheidung. Wer nicht mit dem allerbesten Notendurch- Elternhaus fördern sollen. Neben dem finanziellen Aspekt schnitt glänzen kann, hat die Chance, in den Bewerbungs- gehört zum Konzept der meisten Stipendien auch eine ideelle 30 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D F I N A N Z I E R U N G m o c . k c o t s r e t t u h S / l a n o i s s e f o r P B S E © Unterstützung, die sich aus Weiterbildungsangeboten sowie Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch und Networking zusammensetzt. Förderprogramme des Fachbereichs Für Zahnmedizinstudenten gibt es neben den allgemeinen BMBF- Förderpro gram men auch die Möglichkeit, über Stiftun- gen aus dem Fachbereich finanzielle Unterstützung zu bezie- hen. Viele Verbände, Unternehmen und Institutionen gewäh- ren Fördermittel, um angehenden Zahnmedizinern die Ausbil- dung zu erleichtern. Seit 2012 wird zum Beispiel das Hochschul stipendium des Deutschen Zahnarzt Service vergeben. Einzige Vorausset- zung für das Stipendium ist die Immatrikulation im Zahnmedi- zinstudium. Notendurchschnitt, Alter oder Semesterzahl sind nicht relevant. Das Auswahlverfahren läuft unkompliziert on- line und demokratisch ab. Die Stipendiumsanwärter müssen sich lediglich auf www.deutscher-zahnarzt-service.de anmel- den und einige Fragen zu ihrer Motivation und ihren Plänen für den Zahnarztberuf beantworten. Der Deutsche Zahnarzt Service wählt dann die 15 interessantesten Bewerbungen aus und stellt diese auf der Webseite zur öffentlichen Abstim- mung. Die drei Bewerber mit den meisten Stimmen erhalten bis zu 1.000 Euro Förderung. Oftmals sind Förderangebote auf die späteren Studienab- schnitte, also die klinischen Semester bzw. die Famulatur, aus- gerichtet. Das Medical Excellence Programm, eine Initiative der Manfred-Lau tenschläger-Stiftung, bietet Studierenden der Medizin und Zahn medizin beispielsweise im klinischen Abschnitt insgesamt 15 Stipendien in drei Kategorien sowie u. a. ein Sonderstipendium für „Innovationen in der Zahnmedi- zin“ an. Zahnmedizinstudenten und junge Zahnärzte können über Organi sationen wie den Freien Verband Deutscher Zahn- ärzte e.V. (FVDZ) auch Zuschüsse in anderer Form erhalten. Der FDVZ vermittelt zum Beispiel zinsgünstige Darlehen, über- nimmt Versicherungsbeiträ ge und bietet Sonder kon di tion en beim Bezug von Materialien an. Studieren und Famulatur im Ausland Wer ein Auslandssemester oder Auslandspraktikum bestrei- ten will, wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit Programmen wie Erasmus/Sokrates oder Promos ge fördert. Hierbei werden die Studenten von den Studien- gebühren der ausländischen Hochschule befreit und erhalten zusätzlich eine monatliche Förderung. Über den Zahnmedizi- nischen Austauschdienst (ZAD) können Studenten für die Fa- mulatur außerdem Reisekostenzuschüsse vom DAAD bean- tragen. Ansprechpartner sind hierfür die LEO (Local Exchange Officer), die es im güns tigsten Fall in jeder Fachschaft gibt. Zahl- reiche weitere, auch kleinere, Auslandsförderprogram me sind außerdem in der Da ten bank des DAAD zu finden. Stipendiaten der BMBF-Förderwerke können eben falls eine Sonderförde- rung fürs Aus land nutzen, die dem BAföG-Auslandszuschlag entspricht. Die 13 vom BMBF unterstützten Begabten förderungswerke · Avicenna-Studienwerk · Cusanuswerk · Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk · Evangelisches Studienwerk Villigst · Friedrich-Ebert-Stiftung · Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit · Hanns-Seidel-Stiftung · Hans-Böckler-Stiftung · Heinrich-Böll-Stiftung · Konrad-Adenauer-Stiftung · Rosa-Luxemburg-Stiftung · Stiftung der Deutschen Wirtschaft · Studienstiftung des deutschen Volkes dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 31
S T U D I U M U N D P O L I T I K Kleine Einführung in die Standespolitik Standespolitik – Dieser Begriff ist für viele ein Abstraktum, unter dem sie sich nichts Konkretes vorstellen können. Dabei ist es gerade für angehende Zahn mediziner wichtig, sich einmal mit dem Terminus und vor allem mit den Inhalten der Standespolitik auseinanderzusetzen. Berufstätige Zahnärzte sollten zudem möglichst über aktuelle Entwicklungen und Änderungen informiert sein, um die Qualität der eigenen Behandlung entsprechend hochhalten zu können. Darüber hinaus gibt die Beschäftigung mit der Thematik Aufschluss über die bestehenden Möglichkeiten, sich selbst einzubringen und in der Standespolitik mitwirken zu können. Standespolitische Strukturen und Aufgaben Nach allgemeinem Verständnis setzt sich die Standespolitik aus allen Maßnahmen zusammen, die die Qualität der Ar- beitsbedingungen sicherstellen. Dazu gehören unter an- derem die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit, die geleitet wird vom Selbst verständnis der Zahnmedizin und bestrebt ist, die Selbstverwaltung des Berufsstandes zu wahren. Denn Zahnärzte sind in Deutschland, ähnlich wie Anwälte oder Steuerberater, freiberuflich tätig und unterliegen in bestimmten Rahmen der Selbstverwaltung. Diese hat im Kern die Schaffung unbürokratischer, schneller und kos- tengünstiger Handlungsmöglichkeiten im Interesse der Zahnärzte zum Ziel. Hierfür werden jedoch gewisse Reg- lements, die Berufsordnungen, nötig. Für die Organisation dieser Regelungen und die Übernahme der Verwaltungs- aufgaben für den Berufsstand sind als Interessenvertre- tung in erster Linie die Zahnärztekammern verantwortlich. Federführend ist hierbei die Bundeszahnärztekammer (BZÄK). Auch die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV) spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung be- stehender standespolitischer Anforderungen. Als Körper- schaften des öffentlichen Rechts, wie es die Kammern auch sind, sind sie unter anderem für Mantelverträge mit Regierungen und Kassen zuständig. Darüber hinaus sor- gen sie auch für die Sicherstellung der vertrags zahnärztlichen Versorgung entsprechend eben dieser vertraglichen Be- stimmungen. Neben den Vereinbarungen zu Honoraren und Leistungen regeln die geltenden Berufsordnungen das Verhalten ge- genüber Patienten, Mitarbeitern und anderen Vertretern des Gesundheitswesens und legen damit die Rechte und Pflich- ten des Zahnarztes in seinem Beruf fest. Auch das Gebiet der Aus- und Fortbildung von zahnmedizi- nischem Personal wird von den Ver einbarungen abgedeckt. Zu den standespolitischen Bestimmungen gehört deshalb die Approbationsordnung. Sie regelt den Ablauf des Stu- diums für Zahnmediziner in Deutschland und stellt damit eine einheitliche Qualität der Ausbildung und der Voraus- setzungen für die Be rufsausübung sicher. Nach jahrelanger Diskussion gelten seit 2011 überarbeitete Approbations- bestimmungen. Bei der Novellierung wurden der Studien- 32 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH aufbau und die Studieninhalte um einige Punkte ergänzt, die sich stärker auf den Praxisalltag und die aktuellen Entwick- lungen fokussieren. Im Gegenzug dazu wurden die Stunden für das zahntechnische Arbeits gebiet deutlich reduziert. Aktiv mitwirken Das Bewusstsein für standespoli tische Themen schon bei Studenten und Berufseinsteigern zu wecken, hat sich der Bundes verband der zahnmedizinischen Alumni in Deutsch- land (BdZA) zur Aufgabe gemacht. Er übernimmt die Einführung junger Zahnmediziner in Struktur und Aufgaben der Kammern und gibt dafür um- fangreiche Informationen an Studenten und Absolventen der Zahnmedizin sowie Assistenzzahnärzte weiter. Generell sind die Vertreter der Vereinigungen und Verbände bemüht, immer mehr Berufsangehörige für die aktive Mitarbeit in der Stan despolitik zu motivieren, die auch als Chance für eine persönliche Wei terentwicklung begriffen werden kann. Wer sich mit Hintergründen und aktuellen Problemen des Be- rufsfeldes beschäftigt und mithilft, Lösungsansätze zu finden, kann besonders in Hinblick auf die eigene Arbeit seinen Horizont erweitern und neue Potenziale entdecken. Und schon mit der Übernahme kleinerer ehrenamtlicher Aufgaben ist eine Mitwirkung möglich. Raum für standes- politische De batten ist grundsätzlich auf Ärz te tagen, ge- meinsamen Ausschüssen und Kommissionen. Hier wird über aktuelle Fragestellungen, Aufgaben und Herausfor- derungen der Selbstverwaltung diskutiert. Für junge Zahn- mediziner werden häufig von den regionalen Institutionen spezielle Informations ver anstaltungen angeboten. Hinweis: Auf den folgenden Seiten wird der aktuelle Entwurf der angestrebten ZApprO genauer vorgestellt.
S T U D I U M U N D P O L I T I K Inkrafttreten verzögert: Die neue zähnarztliche Approbationsordnung Die Approbationsordnung für Zahnärzte stammt aus dem Jahr 1955 und ist seitdem inhaltlich weitgehend unverändert geblieben. Nach einem langen Anlauf ist nun die neue zahnärztliche Approbationsordnung beschlossen und damit eine fundamentale Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung in Sicht. Kernziel der neuen Verordnung ist es, auf eine moderne Zahnmedizin hinzuwirken, die sich in Gänze am aktuellen Stand der Wissenschaft orientiert. Doch noch müssen, in einem letzten Schritt, Bundesregierung und Bundesrat dem vom Bundesgesundheitsministerium längst befürwortetem Entwurf zustimmen. Das Warten hält somit noch an. Die Bundeszahnärztekammer erklärt, warum eine Novellierung notwendig ist. 1. Deutlich bessere Ausbildung Die studentische Ausbildung in der Zahnmedizin hat einen zahnmedizinischen Prävention ist Karies deutlich seltener geworden. Zahnärztinnen und Zahnärzte müssen dafür hohen praktischen Anteil, doch wird bislang streng nach heute über fundierte Kenntnisse in der Prävention und Paro- Abteilungszuschnitt ausgebildet: In einem Semester nur Fül- dontologie verfügen. lungen, im anderen nur Prothesen und Brücken. Dies verhin- dert, dass der Student den Patienten „als Ganzes“ begreift Das verbessert die neue ZApprO: und lernen kann, die Behandlung strukturiert zu planen und · Zahnärztliche Prävention wird zum wichtigen Schwerpunkt durchzuführen. Gleichzeitig müssen Abstriche in der Inten- des Studiums und bereits in frühen Semestern vermittelt. sität der Ausbildung am Patienten gemacht werden, weil eine · Medizinische Kenntnisse aus den vorklinischen Studien- zahnärztliche Aufsicht sechs Studierende zu betreuen hat. abschnitten erleichtern das Verständnis für die Zusammen- hänge zwischen Parodontitis und allgemeinen Erkrankungen. Das verbessert die neue ZApprO: · Der Querschnittsbereich „wissenschaftliches Arbeiten“ · Integrierte Behandlungskurse stellen den Patienten in den ermöglicht das Verständnis für epidemiologische und Vordergrund und nicht den Abteilungszuschnitt. prä ventive Forschungsresultate. · Mit drei Studierenden kann die zahnärztliche Aufsicht we- sentlich intensiver und nachhaltiger am Patienten ausbilden. · Medizinische Kenntnisse werden schon im vorklinischen 4. Wissenschaftliches Denken fördern Besondere Anregungen zum wissenschaftlichen Denken Studienabschnitt vermittelt und sind bei der Patienten- fehlen im aktuellen Zahnmedizinstudium. Gleichzeitig ver- behandlung verfügbar. langt die Gesellschaft immer mehr, dass medizinische Dia - · Die vierwöchige Famulatur gibt Gelegenheit, Erfahrungen gnostik und Therapie auf wissenschaftlicher Evidenzgrund- im „wirklichen Leben“ der Zahnarztpraxen zu sammeln. lage beruht. Die Aussagekraft und Qualität eines Forschungs- 2. Endlich Alterszahnheilkunde Die Zahl der Menschen mit Pflegegrad wird stetig steigen. beweises kann jedoch nur beurteilen, wer sich selbst intensiv mit diesen Fragestellungen auseinandergesetzt hat. Die stu dentische Ausbildung in der Pflegezahnmedizin ist bis- Das verbessert die neue ZApprO: lang jedoch unzureichend: Umgang mit Demenzkranken, · Ein Querschnittsbereich „wissenschaftliches Arbeiten“ setzt Verständnis von Alterserkrankungen, mobile Behandlung. Schwerpunkte in Biometrie, Informatik, Literaturrecherche, Forschungsbewertung und evidenzbasierter Zahnmedizin. Das verbessert die neue ZApprO: · Mit einem neu eingeführten Wahlfach werden die Studieren- · Das Pflegepraktikum gibt Einblicke in die Pflege und baut den an Forschungsthemen und wissenschaftliches Arbeiten Berührungsängste ab. herangeführt. · Medizinische Schwerpunkte im vorklinischen Studien- abschnitt verbessern die Kenntnisse über allgemeine Er- krankungen und Erkrankungen im Alter. 5. Gleichwertigkeit ausländischer Abschlüsse prüfen Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte mit ausländischen Abschlüs- · Die vierwöchige Famulatur gibt Gelegenheit, praktische sen wollen in Deutschland arbeiten. Hierfür ist eine staatliche Erfahrungen in der Alterszahnmedizin zu sammeln. Zulassung, die Approbation, erforderlich. Diese wird erteilt, sofern 3. Schwerpunkt Prävention und Parodontologie Die bisherige Approbationsordnung legt den Schwerpunkt des Zahnmedizinstudiums auf die mechanische Therapie der die zuständige Stelle die Gleichwertigkeit des Abschlusses mit dem deutschen Abschluss feststellen kann. Eine gerichtsfeste Beschreibung des Prüfungsprozesses fehlt jedoch bislang. Folgen von Karies: Füllungen, Kronen, Brücken, Prothesen Das verbessert die neue ZApprO: und Wurzelfüllungen. Mit den besonderen Erfolgen der · Klare Regelung über Prüfungsablauf und Prüfungsinhalt. dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 33
S T U D I U M U N D P O L I T I K Auszug aus dem aktuellen Entwurf der neuen Approbationsordnung ABSCHNITT 1 Zahnärztliche Ausbildung § 1 Ziele (1) Ziel der zahnärztlichen Ausbildung ist der Zahnarzt und die Zahnärztin, der oder die wissenschaftlich und praktisch in der Zahnmedizin ausgebildet und zur eigenverantwort- lichen und selbständigen Ausübung der Zahnheilkunde, zur Weiterbildung und zu ständiger Fortbildung befähigt ist. (2) Die zahnärztliche Ausbildung vermittelt grundlegende Kennt nisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in allen Fächern, die für die zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung erforderlich sind. Sie wird auf wissenschaftlicher Grundlage durchgeführt. Die zahnärztliche Ausbildung vermittelt die Grundsätze einer evidenzbasierten Bewertung medizini- scher und zahnmedizinischer Verfahren. Die zahnärztliche Ausbildung beinhaltet auch Gesichtspunkte zahnärzt - licher Gesprächsführung sowie zahnärztlicher Qualitäts- sicherung. Sie fördert die Bereitschaft zur Zusammen - arbeit mit anderen Zahnärzten und Zahnärztinnen und mit Ärzten und Ärztinnen sowie mit Angehörigen anderer Be- rufe des Gesundheitswesens. (3) Das Erreichen dieser Ziele muss von der Universität oder der gleichgestellten Hochschule (Universität) regelmäßig und systematisch bewertet werden. (1) Die Universität bietet ein Studium der Zahnmedizin an, durch das die in § 1 Absatz 1 und 2 genannten Ziele erreicht werden und das es den Studierenden ermöglicht, die er- forderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben. (2) Der Unterricht im Studium soll fächerübergreifendes Denken fördern und, sofern zweckmäßig, problemorien- tiert am Lehrgegenstand ausgerichtet sein. Die Universitä- ten haben fächerübergreifenden Unterricht und Unterricht in Querschnittsbereichen anzubieten. Die Vermittlung der naturwissenschaftlichen und theoretischen Grundlagen ist auf die medizinisch und zahnmedizinisch relevanten Aus bildungsinhalte zu konzentrieren. (3) Die Vermittlung des theoretischen und klinischen Wissens soll während der gesamten Ausbildung so weitgehend wie möglich miteinander verknüpft werden. (4) Sofern in dieser Verordnung nicht etwas Abweichendes geregelt ist, ist das Studium an Lernergebnissen orientiert in Modulen zu organisieren. Jedem Modul sind Leistungs- punkte nach dem Europäischen System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen zuzurechnen. § 4 Studienordnung (1) Die Universität schreibt in einer Studienordnung vor, an welchen Unterrichtsveranstaltungen die Studierenden regelmäßig und erfolgreich teilnehmen müssen. Die re- gelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den in den An- lagen 1 bis 4 festgelegten Unterrichtsveranstaltungen ist zwingend. (2) In der Studienordnung werden auch die Voraussetzungen für die Feststellung der regelmäßigen und erfolgreichen Teilnahme an den Unterrichtsveranstaltungen geregelt. § 2 Gliederung und Dauer § 5 Unterrichtsveranstaltungen (1) Die zahnärztliche Ausbildung umfasst 1. ein Studium der Zahnmedizin an einer Universität in einem Umfang von 5 000 Stunden und mit einer Dauer von fünf Jahren, 2. eine Ausbildung in Erster Hilfe, 3. einen Krankenpflegedienst von einem Monat, 4. eine Famulatur von vier Wochen und 5. die Zahnärztliche Prüfung. (2) Die Zahnärztliche Prüfung besteht aus 1. der Ärztlich-Zahnärztlichen Prüfung, 2. dem Zweiten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung und 3. dem Dritten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung. (3) Die Regelstudienzeit im Sinne des § 10 Absatz 2 des Hochschulrahmengesetzes beträgt fünf Jahre und sechs Monate. § 3 Inhalt und Organisation des Studiums der Zahnmedizin (1) Im Studium der Zahnmedizin haben die Universitäten folgende Unterrichtsveranstaltungen anzubieten: 1. Vorlesungen, 2. praktische Übungen und 3. Seminare. Darüber hinaus kann die Universität weitere Unterrichts- veranstaltungen anbieten, zum Beispiel gegenstands- bezogene Studiengruppen. (2) Die Universitäten müssen mindestens die in den Anlagen 1 bis 4 festgelegten Unterrichtsveranstaltungen anbieten. (3) Neben den in Anlage 1 festgelegten Unterrichtsveran- staltungen sind Seminare im Umfang von mindestens 84 Stunden als integrierte Veranstaltungen anzubieten, in die geeignete klinische Fächer einbezogen werden. Da rüber hinaus sind weitere Seminare mit klinischem Be- zug im Umfang von mindestens 42 Stunden anzubieten. (4) Die Teilnahme an den in Anlage 2 festgelegten Unterrichts- veranstaltungen ist vorbehaltlich des § 90 erst nach Beste- 34 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D P O L I T I K hen der Ärztlich-Zahnärztlichen Prüfung möglich. Die Teil- nahme an den in Anlage 3 Nummer 1 bis 5 festgelegten Unterrichtsveranstaltungen ist vorbehaltlich des § 90 erst nach Bestehen des Zweiten Abschnitts der Zahnärztlichen Prüfung möglich. (5) Die Universitäten evaluieren die Unterrichtsveranstaltungen regelmäßig auf ihren Erfolg. Sie geben die Ergebnisse bekannt. § 6 Vorlesungen (1) Die Vorlesung ist eine zusammenhängende Darstellung und Vermittlung von wissenschaftlichen und methodischen Kenntnissen durch den Vortrag von Lehrkräften. (2) Die praktischen Übungen, Seminare und gegenstands- bezogenen Studiengruppen sind durch Vorlesungen sys tematisch vorzubereiten oder zu begleiten. § 7 Praktische Übungen (1) Die praktischen Übungen umfassen 1. Praktika, 2. den Unterricht am Patienten oder an der Patientin und 3. die Behandlung des Patienten oder der Patientin. (2) In den praktischen Übungen bearbeiten die Studierenden eigenständig praktische Aufgaben unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung der ausbildenden Lehrkraft. Die prak- tischen Übungen erfordern eine ständige Betreuung der Studierenden. Bei den praktischen Übungen haben die Uni versitäten die praktische Anschauung zu gewährleisten. Sofern es der Lehrstoff erfordert, ist in kleinen Gruppen zu unterrichten. (3) Der Lehrstoff der praktischen Übungen soll sich an den Anforderungen der zahnärztlichen Behandlungspraxis aus- richten. Dabei steht zunächst die Unterweisung an gesun- den Strukturen, in Diagnostik und in Prävention und dann entsprechend dem Stand der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Studierenden die Behandlung des Patienten oder der Patientin im Vordergrund. (4) Den Studierenden ist ausreichend Gelegenheit zu geben, unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung der ausbilden- den Lehrkraft an einem Patienten oder einer Patientin tätig zu werden, sofern dies zum Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten erforderlich ist. Unzumutbare Belastungen des Patienten oder der Patientin durch den Unterricht sind zu vermeiden. Beim Unterricht an einem Patienten oder an einer Patientin darf die ausbildende Lehrkraft jeweils nur eine Gruppe von höchstens sechs Studierenden gleich zeitig unmittelbar an dem Patienten oder an der Patientin ausbilden. Bei der Behandlung eines Patienten oder einer Patientin durch die Studierenden darf die ausbildende Lehrkraft höchstens drei behandelnde Studierende gleichzeitig betreuen. (5) Eine erfolgreiche Teilnahme an einer praktischen Übung liegt vor, wenn die Studierenden in der praktischen Übung in einer dem betreffenden Fachgebiet angemessenen Weise gezeigt haben, dass sie sich die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten angeeignet haben und dass sie sie in der Praxis anzuwenden wissen. § 8 Seminare (1) In den Seminaren wird der durch praktische Übungen und Vorlesungen vermittelte Lehrstoff vertiefend anwen- dungs- und gegenstandsbezogen erörtert. Die Seminare sind darauf ausgerichtet, den Studierenden wichtige me dizinische und zahnmedizinische Zusammenhänge zu vermitteln. Die Seminare umfassen auch die Vorstellung von Patienten und Patientinnen. (2) Die Studierenden haben in den Seminaren durch eigene Beiträge vor allem fächerübergreifende Probleme und Beziehungen zwischen medizinischen und zahnmedi - zinischen Grundlagen und klinischen Anwendungen zu verdeutlichen. (3) Die Zahl der jeweils an einem Seminar teilnehmenden Studierenden darf 20 nicht überschreiten. Eine Über- schreitung ist zulässig, wenn andernfalls eine Gruppe ge- bildet werden müsste, die weniger als zehn Studierende umfassen würde. In diesem Fall sind die Studierenden, für die keine weitere Gruppe gebildet wird, auf die übri- gen Gruppen möglichst gleichmäßig zu verteilen. (4) In Verbindung mit Seminaren sollen die Universitäten auch die Abhaltung von Tutorien ermöglichen. (5) Eine erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar liegt vor, wenn die Studierenden gezeigt haben, dass sie den Lehr- stoff in seinen Zusammenhängen erfasst haben, und in der Lage sind, dies darzustellen. § 9 Gegenstandsbezogene Studiengruppen (1) Gegenstandsbezogene Studiengruppen haben die Auf- gabe, den in praktischen Übungen, Seminaren und Vor- lesungen dargestellten Stoff zu besprechen und das eigenständige, problemorientierte Arbeiten zu üben. In den gegenstandsbezogenen Studiengruppen sollen vor allem Fallbeispiele behandelt werden. (2) Gegenstandsbezogene Studiengruppen werden von den Lehrkräften der Universität oder von Lehrkräften geleitet, die von der Universität beauftragt sind. (3) Sofern eine Universität gegenstandsbezogene Studien- gruppen anbietet, soll sie in Verbindung mit diesen gegen- standsbezogenen Studiengruppen auch die Abhaltung von Tutorien ermöglichen. (4) Eine erfolgreiche Teilnahme an einer gegenstandsbezo- genen Studiengruppe liegt vor, wenn die Studierenden in der gegenstandsbezogenen Studiengruppe gezeigt haben, dass sie vor allem Fallbeispiele eigenständig und sachgerecht bearbeiten können. dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 35
S T U D I U M U N D P O L I T I K § 10 Wahlfach vor der Ärztlich-Zahnärztlichen Prüfung (1) Die Studierenden haben bis zur Ärztlich-Zahnärztlichen Prüfung ein Wahlfach abzuleisten. (2) Sie können aus den von der Universität angebotenen Wahlfächern frei wählen. (3) Die in dem Wahlfach erbrachten Leistungen werden be- notet. Die Note wird in das Zeugnis nach dem Muster der Anlage 18 aufgenommen. 3. eine Bescheinigung über die Ausbildung als Pflege- diensthelfer oder Schwesternhelferin oder eine Be- scheinigung über eine Sanitätsausbildung, 4. eine Bescheinigung eines Trägers der öffentlichen Ver- waltung, insbesondere der Bundeswehr, der Polizei oder der Bundespolizei, über die Ausbildung in Erster Hilfe, 5. eine Bescheinigung einer nicht in den Nummern 1 bis 4 genannten Stelle über die Ausbildung in Erster Hilfe, wenn die Eignung dieser Stelle für eine solche Aus - bildung von der nach Landesrecht zuständigen Stelle anerkannt worden ist. § 11 Wahlfach vor dem Dritten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung (1) Die Studierenden haben bis zum Dritten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung ein weiteres Wahlfach abzuleisten. (2) Sie können aus den von der Universität angebotenen Wahl- fächern frei wählen. Anlage 9 enthält eine beispielhafte Aufzählung möglicher Wahlfächer. (3) Die in dem Wahlfach erbrachten Leistungen werden be- notet. Die Note wird in das Zeugnis nach dem Muster der Anlage 20 aufgenommen. § 12 Bescheinigung der regelmäßigen und erfolgreichen Teilnahme an den Unterrichtsveranstaltungen Die Universitäten bescheinigen den Studierenden ihre re gel mäßige und erfolgreiche Teilnahme an den Unter- richtsveranstaltungen, die in § 5 Absatz 2 und 3 genannt sind, nach dem Muster der Anlage 5 oder nach dem Muster der Anlagen 6, 7 oder 8 (zusammenfassende Be- scheinigungen). § 13 Ausbildung in Erster Hilfe § 14 Krankenpflegedienst (1) Der Krankenpflegedienst hat den Zweck, Studienanwärter und Studienanwärterinnen oder Studierende in den Be - trieb und die Organisation eines Krankenhauses einzu- führen und mit den üblichen Verrichtungen der Kranken- pflege vertraut zu machen. (2) Der Krankenpflegedienst ist in einem Krankenhaus oder in einer Rehabilitationseinrichtung mit einem Pflegeauf- wand abzuleisten, der dem eines Krankenhauses ver- gleichbar ist. Als Nachweis stellt das Krankenhaus oder die Rehabilitationseinrichtung dem Studienanwärter oder der Studien anwärterin oder dem oder der Studierenden ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 10 aus. (3) Der Krankenpflegedienst ist vor Beginn des Studiums oder während der unterrichtsfreien Zeiten des Studiums vor dem Antrag auf Zulassung zur Ärztlich-Zahnärztlichen Prüfung abzuleisten. (4) Der Krankenpflegedienst dauert einen Monat. (5) Auf den Krankenpflegedienst sind anzurechnen: 1. eine krankenpflegerische Tätigkeit im Sanitätsdienst der Bundeswehr oder in vergleichbaren Einrichtungen, 2. eine krankenpflegerische Tätigkeit im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres nach dem Gesetz zur För- derung eines freiwilligen sozialen Jahres oder nach dem Jugendfreiwilligendienstegesetz, (1) Die Ausbildung in Erster Hilfe soll durch theoretischen Unter- richt und praktische Unterweisungen gründliches Wissen und praktisches Können in Erster Hilfe vermitteln. 3. eine krankenpflegerische Tätigkeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes nach dem Bundesfreiwilli- gendienstgesetz, (2) Die Ausbildung in Erster Hilfe ist vor dem Antrag auf Zu- 4. eine krankenpflegerische Tätigkeit im Rahmen eines lassung zur Ärztlich-Zahnärztlichen Prüfung abzuleisten. Zivildienstes nach dem Zivildienstgesetz, (3) Die Ausbildung in Erster Hilfe ist bei dem Antrag auf Zu- lassung zur Ärztlich-Zahnärztlichen Prüfung nachzuweisen. (4) Der Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe kann ins- besondere durch folgende Bescheinigungen erfolgen: 1. eine Bescheinigung des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland e. V., des Deutschen Roten Kreuzes e. V., der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. oder des Malteser Hilfs- dienstes e. V., 2. das Zeugnis über eine abgeschlossene Ausbildung in einem bundesgesetzlich geregelten Beruf im Gesund- heitswesen, sofern die Ausbildung in Erster Hilfe in der jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vor- geschrieben ist, 5. eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung a) als Entbindungspfleger oder Hebamme, b) als Rettungsassistent oder Rettungsassistentin, c) als Notfallsanitäter oder Notfallsanitäterin, d) in der Gesundheits- und Krankenpflege, e) in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder 6. eine erfolgreich abgeschlossene landesrechtlich ge- regelte Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Krankenpflegehilfe oder in der Altenpflegehilfe. f) in der Altenpflege und (6) Ein im Ausland abgeleisteter Krankenpflegedienst kann angerechnet werden, wenn er den Anforderungen der Absätze 1 bis 4 entspricht. Eine im Ausland abgeleistete 36 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D P O L I T I K ber 2014 (BGBl. S. 2010) geändert worden ist, festgestellt hat, dass die Universität die für dieses Anwendungsgebiet geeignete Ausbildung und praktische Erfahrung (Sach- kunde) im Strahlenschutz sowie das erforderliche theore- tische Wissen im Strahlenschutz in dem Radiologischen Prak tikum nach Anlage 3 Nummer 6 vermittelt und dass die Qualifikation des Lehrpersonals und die Ausstattung der Universität eine ordnungsgemäße Wissensvermittlung in dem Radiologischen Praktikum und den Behandlungs- kursen gewährleisten. (2) Mit dem Erwerb der Sachkunde im Strahlenschutz für das Anwendungsgebiet Intraorale Röntgendiagnostik mit dentalen Tubusgeräten, Panoramaschichtaufnahmen, Fern röntgenaufnahmen des Schädels kann erst nach re- gelmäßiger und erfolgreicher Teilnahme an dem von der nach Landesrecht zuständigen Behörde des Landes an- erkannten Radiologischen Praktikum nach Anlage 3 Num- mer 6 begonnen werden. Inhalt und Umfang der zu er- werbenden Sachkunde richten sich nach den Vorgaben zur Fachkunde im Strahlenschutz für Zahnärzte bei der Untersuchung mit Röntgenstrahlung gemäß der Richtlinie Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz bei dem Be trieb von Röntgeneinrichtungen in der Medizin oder Zahnmedizin vom 22. Dezember 2005 (GMBl. 2006, S. 415), die zuletzt durch das Rundschreiben des Bundes- minis teriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicher- heit vom 27. Juni 2012 RS 11 4 11603/01 (GMBl. 2012, S. 724) geändert worden ist. Für die komplette neue Approbations- ordnung, scannt den nebenstehenden Aktueller Entwurf der Approbationsordnung QR-Code. krankenpflegerische Tätigkeit oder eine im Ausland erfolg- reich abgeschlossene Ausbildung kann angerechnet werden, wenn sie mit den in Absatz 5 genannten Tätig- keiten und Ausbildungen vergleichbar ist. (7) Die Ableistung des Krankenpflegedienstes ist bei dem Antrag auf Zulassung zur Ärztlich-Zahnärztlichen Prüfung nachzuweisen. § 15 Famulatur (1) Die Famulatur hat den Zweck, die Studierenden mit der praktischen zahnärztlichen Tätigkeit auf verschiedenen zahnärztlichen Berufs- und Tätigkeitsfeldern mit unmittel- barem Patientenkontakt vertraut zu machen, ohne dass die Studierenden bereits selbstständig an dem Patienten oder an der Patientin tätig werden. (2) Die Famulatur darf nur unter der Aufsicht und Leitung einer Person durchgeführt werden, die die Approbation als Zahnarzt oder als Zahnärztin besitzt und selbst an dem Patienten oder an der Patientin praktisch zahnärztlich tätig ist. Die Universität schließt mit fachlich und persönlich ge eigneten Zahnärzten und Zahnärztinnen Vereinbarungen über die Durchführung der Famulatur. Als Nachweis stellt die Person, unter deren Aufsicht und Leitung die Famulatur abgeleistet wurde, dem oder der Studierenden ein Zeug - nis nach dem Muster der Anlage 11 aus. (3) Die Famulatur ist nach bestandener Ärztlich-Zahnärztlicher Prüfung während der unterrichtsfreien Zeiten abzuleisten. Wenn die Ärztlich-Zahnärztliche Prüfung im Studiengang Medizin abgelegt wurde, kann die Famulatur erst nach re gelmäßiger und erfolgreicher Teilnahme an den Unter- richtsveranstaltungen begonnen werden, die nach An- lage 1 Teil 11 vorgeschrieben sind. (4) Die Famulatur ist ganztägig abzuleisten. Sie dauert ins- gesamt vier Wochen. Die Famulatur ist mindestens zwei Wochen bei demselben Zahnarzt oder bei derselben Zahnärztin abzuleisten. (5) Eine im Ausland abgeleistete Famulatur kann angerechnet werden, wenn sie den Anforderungen der Absätze 1 bis 4 entspricht. (6) Die Ableistung der Famulatur ist bei dem Antrag auf Zu- lassung zum Dritten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung nachzuweisen. § 16 Fachkunde im Strahlenschutz (1) Mit Bestehen des Dritten Abschnitts der Zahnärztlichen Prüfung wird die Fachkunde im Strahlenschutz für das Anwendungsgebiet Intraorale Röntgendiagnostik mit dentalen Tubusgeräten, Panoramaschichtaufnahmen und Fernröntgenaufnahmen des Schädels erworben, wenn die nach Landesrecht zuständige Behörde zuvor nach § 18a Absatz 1 Satz 5 der Röntgenverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. April 2003 (BGBl. 1 S. 604), die zuletzt durch Artikel 6 der Verordnung vom 11. Dezem- dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 37
S T U D I U M U N D P O L I T I K BdZA: Junge Zahnmedizin vernetzt Der im Januar 2009 gegründete Bundesverband der zahn- rierter Fort- und Weiterbildung und einen umfangreichen, auf medizinischen Alumni in Deutschland e.V. (BdZA) füllt die die junge Zahnmedizin abgestimmten Artikel- & Newsbe- Lücke zwischen der studentischen Vertretung, dem BdZM, reich. Die Webseite des BdZA ist unter www.bdza.de zu und der Standesvertretung der Zahnärzteschaft, der Bundes- er reichen und bietet grundsätzliche Informationen zum Ver- zahn ärztekammer. Der BdZA hat sich über die Jahre durch band. Hier kann man online Mitglied werden, sich über die zahlreiche Projekte einen Namen gemacht. Ziele des Verbandes informieren und dessen Satzung lesen. Hierzu zählt, neben der Generation Lounge auf der IDS und Der BdZA hat es sich als Aufgabe gestellt, die jungen Zahn- dem Dental Summer, vor allem auch die ZahniCampus ärzte zu vernetzen, untereinander und mit ihren Berufs- und Roadshow, die im Frühjahr 2017 bereits zum zweiten Mal Fachverbänden, Organisationen wie die DGI und den Den- gestartet ist – mit dem Ziel Inhalte zur Freiberuflichkeit und tista Verband als Mitglieder zu gewinnen und mit der Karriereplanung mit jungen Zahnmedizinern direkt an der Uni Bundeszahn ärztekammer und der KZBV zu kooperieren. zu diskutieren. Der BdZA sieht sich als Starthilfe für einen be- Natürlich kann man sich nicht nur als Organisation, sondern wussten Berufseinstieg, der von Entscheidungssicherheit auch als individuelles Mitglied in den Verband einbringen, und und Wissen um die Möglichkeiten und Grenzen der zahnärzt- das alles ist für euch kostenfrei. Informationen dazu und zu lichen Berufe geprägt ist. Mit dem gemeinschaftlichen vielen anderen Projekten fin- Projekt Be rufskunde2020 und dem Informationsportal det ihr auf der Seite des BdZA. www.bdza.de www.dents.de DENTS.de stellt der BdZA wichtige Orientierungshilfen rund um den Berufsstart zur Verfügung. Neben standespolitischen Lasst uns gemeinsam die und existenzgründungsrelevanten Themen findet ihr auf Zukunft der Zahnmedizin DENTS.de überdies Informationen und Angebote zu struktu- gestalten. Vorstands- und Beiratsmitglieder des BdZA (v.l.n.r.): Jan-Philipp Schmidt (Past-President), Nadja-Alin Jung (Beirat), Dr. Art Timmermeister (2. Vorsitzender), Juliane von Hoyningen-Huene (Kassenwart), Ingmar Dobberstein (1. Vorsitzender), Sascha Kötter (Generalsekretär). 38 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D P O L I T I K BdZM: Wir stärken euch den Rücken Die Aufgaben des BdZM sind vielfältig: Wir vertreten eure Inte- ren kann, und diskutieren aktuelle Probleme, Verbesserungen ressen deutschlandweit vor Dekanen und Politikern. Wir hören oder gemeinsame Projekte. Man lernt sich kennen, bekommt uns für euch um und gestalten für euch Projekte. Wir sind euer Ideen und kann eigene einbringen. Gute Projekte lassen sich Sprachrohr, eure Presse, euer Medium. Wir stärken euch den so von einer Uni schnell auf eine andere Uni übertragen. Rücken und sind euer Möglichkeitenpool. Die Ideen, z. B. wie Unsere Mitgliedschaft ist für euch kostenlos, jederzeit kündbar das Studium aussehen sollte, vertreten wir vor Menschen, die und stärkt uns den Rücken. Als Zahnis seid ihr automatisch es im Endeffekt wirklich entscheiden. Deswegen würden wir Mitglieder im BdZM. Wer im BdZM eingetragenes Mitglied wer- auch gerne so viel von euch hören wie nur möglich. Das Stu- den möchte, darf bei Abstimmungen für die weitere Führung dium der Zahnmedizin ist komplex und vielseitig. Gleichzeitig offiziell mitsprechen, wird öfter von uns kontaktiert, wenn wir ist es veraltet, Lehrmethoden seit Jahrzehnten überholt, das Meinungsbildner benötigen, und kann sich mehr in uniüber- Studium stellt finanziell für einige eine große Hürde dar und ver- greifendes Geschehen einbringen. wehrt somit vielen begabten Studenten einen problemlosen Auf www.bdzm.de findet ihr alle aktuellen Meldungen des Studienverlauf. Wir setzen uns gegen diese Missstände ein. BdZM, Informationen zum Verband, zu dessen Vorstand und Außerdem vertreten wir euch u. a. vor der Bundeszahnärzte- dessen Projekten. Registrierten Benutzern steht hier eine Fülle kammer, der DGZMK, der Hochschullehrervereinigung der an Möglichkeiten zur Verfügung, gezielt an aktuellen Projekten Zahnis und dem FVDZ. mitzuarbeiten, neue Projekte in Bewegung setzen und sich Eure direkten Ansprechpartner sind eure Semestersprecher, über Probleme austauschen. Zudem können sich Studenten Fachschaften und Studienkoordinatoren. Wir stehen über den in unserer Facebook-Gruppe – „Zahnmedizinstudierende in Fachschaften noch drüber und ebnen als „Bundesverband der Deutschland“ austauschen. Damit ist ein wichtiger Bestandteil Zahnmedizinstudenten in Deutschland e.V.“ bei so vielen Pro- der BuFaTa, die Fachschaftenaussprache, jederzeit auch jekten wie möglich den Weg. Einmal im Semester treffen online möglich. sich alle Zahni-Fachschaften zur Bundesfachschaftentagung Wir freuen uns, von euch zu hören! Bitte schreibt uns bei (BuFaTa) an einer der Standorte, wo man Zahnmedizin studie- Fragen und Problemen per E-Mail unter mail@bdzm.de bdzm.de Der aktuelle BdZM-Vorstand (v.l.n.r.): Kai Becker (Immediate Past President), Björn Bierlich (Ressort Worldwide Relations), Leon Sonntag (Generalsekretär), Arne Elvers-Hülsemann (2. Vorsitzender), Lotta Westphal (Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit), Maximilian Voss (1. Vorsitzender), Sabrina Knopp (Vorstand für Kommunikation). dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 39
m o c . k c o t s r e t t u h S / s o d u t S y n n u S © i S T U D I U M U N D P O L I T I K BuFaTa – eure Chance, etwas zu bewegen! T e x t : J o n a s L a n g e f e l d Die Bundesfachschaftentagung, kurz BuFaTa, ist eine Art Konferenz der freiwilligen Interessenvertretung der Studierenden. Zwei Mal im Jahr kommen Mitglieder der zahnmedizinischen Fachschaften aus ganz Deutschland zusammen, um gemein- sam über wichtige bildungspolitische Themen zu diskutieren. Veranstalter der BuFaTa sind die jeweiligen Fachschaften der verschiedenen Hochschulstandorte. Jonas Langefeld, ehemaliger 2. Vorsitzender des Bundesverbands der Zahnmedizin- studenten in Deutschland e.V. (BdZM), gibt nachfolgend einen Einblick, was die BuFaTas so besonders macht. Zu einer BuFaTa zu fahren ist eine tolle Gelegenheit, die ver- So gab es in der Vergangenheit verschiedene Ideen, wie schiedenen Uni-Städte kennenzulernen, zu sehen, wie die zum Beispiel einen „Pre-Congress“ als Testlauf für die Kommilitonen dort studieren, und viele interessante Leute zu BuFaTa oder Workshops mit dem Namen „How to make a treffen. Bekommt man die Gelegenheit, ein zweites oder BuFaTa“ , um eine Art Standardkonzept zu entwickeln. Im drittes Mal mit seiner Fachschaft zu einem dieser Events zu Rahmen der folgenden BuFaTas wurden auf Initiative der fahren, fühlt man sich wie auf einem Treffen vieler guter Göttinger Studenten diese Konzepte bestmöglich auf die Freunde, die alle dasselbe Interesse teilen: Das Interesse an kommenden Ausrichter und die jeweiligen Gegebenheiten standespolitischer Arbeit auf universitärer Ebene. Dieses angepasst. Interesse zeigt sich vor allem an den Samstagen einer Nach einiger Zeit erreichten die Fachschaftstagungen BuFaTa, die – abgesehen vom unterhaltsamen Rahmen- schließlich durch ein striktes Umsetzen dieser „Leitlinien“ programm – für die Organisatoren und vor allem auch den eine hohe Produktivität. Kernprobleme, die auf den Ta- BdZM im Mittelpunkt stehen. Hier kam es in den vorange- gungen erörtert werden sollen, werden im Vorfeld per gangenen Jahren zu mal mehr und mal weniger hitzigen Mailumfrage in Erfahrung gebracht. Bei einer moderierten Diskussionen über Themen, die die gesamte Studenten- Aussprache hat jede Fachschaft Gelegenheit, ihre Prob- schaft der Zahn medizin betrafen und teilweise immer noch leme mitzuteilen oder Neuerungen vorzustellen. Probleme, betreffen. Für Gesprächsstoff sorgt zum Beispiel immer die an mehreren Kliniken verstärkt auftreten, werden im wieder die Pro blematik des Patientenmangels an vielen Anschluss an die Aussprache in sogenannten „Taskforces“ Kliniken sowie die neue, längst überfällige jedoch noch weiter vertieft. Häufig können Dinge an der eigenen Uni nicht endgültig in Kraft getretene Approbationsordnung. nach dem Vorbild anderer Unis, bei denen es besser funk- Organisation ist alles Ein Hauptproblem, dem sich der BdZM in Zusammenarbeit schaften vor allem von dem starken Gruppengefühl bei einer solchen BuFaTa. Man spürt, dass man als Einheit mit den Fachschaften immer wieder stellen muss, ist die ver- mehr erreichen kann als allein. Vor allem dann, wenn man meintlich simple Frage „Wie organisiert man eine BuFaTa?“ sich an seiner Klinik an den positiven Beispielen anderer oder „Wie schaffen wir es, die BuFaTa mit Leben zu füllen?“. Zahnkliniken orientiert. tioniert, umgesetzt werden. Profitieren können die Fach- 40 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D P O L I T I K Hier könnt ihr was erleben! Natürlich sollte auch der Spaß während der BuFaTas nicht tionswege machen es heute möglich, akute Probleme un- mittelbar anzusprechen. Denn, so gut es aktuell mit enga- zu kurz kommen. Deshalb sind Partys ein fester Pro- gierten Kommilitonen funktioniert – auch die nachfolgenden grammpunkt bei den Veranstaltungen. Rückblickend be- Studentenvertreter müssen am Ball bleiben, sonst funk- trachtet, sind sie fast genauso wichtig wie das Diskutieren tioniert es nicht auf Dauer. Hier ist auch Kreativität gefragt. im großen Plenum. Denn viele Konzepte und Ideen ent - Es gilt, die eigenen Fachschaften und den BdZM als Bundes- stehen dort und uniübergreifende Freundschaften werden verband so attraktiv zu machen, dass sich Studenten schon vertieft. Eine große Rolle für das Gelingen einer jeden in den frühen Semestern für die Vereinigungen interessieren BuFaTa spielt aber auch der Fakt, dass möglichst viele und Lust bekommen, mitzu wirken. Zu diesem Thema wur- Fachschaften teilnehmen. Leider ist es nicht immer reali- den Workshops und Fachschaftsaussprachen abgehalten, sierbar, dass alle 30 Unis bei der BuFaTa vertreten sind. die verschiedene Lösungsansätze hervorbrachten. Alle Hören und gehört werden Aufgabe des Organisationsteams ist es, nicht nur ein erleb- führten jedoch immer wieder zu dem einen Schluss: Worauf es wirklich ankommt, ist das Engagement des Einzelnen. nisreiches Wochenende auf die Beine zu stellen, sondern auch den Problemen der einzelnen Unis Raum zu geben Euer Engagement zählt! Was ist also eine BuFaTa? Es sind einzelne inte ressierte und im Optimalfall Lösungsansätze hervorzubringen. Dafür und engagierte Studenten, die sich um die aktuelle und muss das Organisationsteam den Studenten die rich tige zukünftige Situation von mehr als 15.000 Studenten der Plattform bieten, ihre Anliegen dem Plenum vorzustellen. Zahnmedizin in Deutschland sorgen und sich zu deren Ver- Was aber noch viel wichtiger ist, sind die Kommilitonen, die besserung einmal im Semester zusammensetzen und dis- ein Ohr für die Probleme haben – egal, ob im Plenum oder kutieren. Dieses In teresse, welches die BuFaTas in den im Zwiegespräch abends an der Bar oder beim Essen. letzten Jahren vo rangetrieben hat, gilt es weiter zu fördern Ein großer Erfolg der BuFaTas ist es, dass mittlerweile fast und auch an die nachfolgenden Generationen Zahnmedi- alle Fachschaften im Register eingetragene Vereine sind und zinstudenten zu vermitteln. Und zwar mithilfe lokaler Fach- sich die Organisation der Fachschaften am Uni-Standort schaftsarbeit. Denn wir alle haben es in der Hand, wie un- deutlich verbessert hat. Auch hat sich die Kommunikation sere Zukunft und die unserer Kommilitonen aussieht. Die der Fachschaften untereinander, unabhängig von den Fach- nächste Gelegenheit dazu gibt es auf der kommenden schaftstagungen, deutlich verstärkt. Moderne Kommunika- BuFaTa im Juni 2018 in Münster. Abb. 1 Abb. 2 zur Bildergalerie Abb. 3 Abb. 4 Abb. 1: Die Ausrichter der diesjährigen Winter-BuFaTa 2017: die Fachschaft Hannover. Abb.2: Die BuFaTa in Hannover bot ein vielfältiges Programm, u.a. auch einen Hands-On-Kurs. Abb.3: Zur Fachschaftsaussprache haben alle angereisten Fachschaften die Möglichkeit, ihnen wichtige Themen im Plenum vorzutragen und zu diskutieren. Abb.4: Ein voller Hörsaal in Hannover: Es lädt immer eine andere Universität zur BuFaTa ein. Wichtig ist, dass möglichst viele Fachschaften vertreten sind. dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 41
© Lightfi eld Studios/Shutterstock.com Wohnen – von WG bis Studentenwohnheim In großen, beliebten Universitätsstädten ist Wohnraum häufi g knapp, entsprechend teuer sind dort die Mieten. Für Studenten, die oft jeden Euro zweimal umdrehen müssen, kann das zum echten Problem werden. Wem die fi nanziellen Mittel fehlen, der muss meist intensiv nach günstigen Wohnmöglichkeiten suchen und oft auch seine Ansprüche herunterschrauben. Laut Untersuchungen des Immobilienportals immowelt.de, möglich.** Doch nicht für jeden ist der WG-Alltag das Rich- das zum Wintersemester 2017/2018 erneut die Quadratmeter- tige. Zwar hat in der WG jeder sein eigenes Zimmer, Bad preise von Singlewohnungen und WGs in den Universitäts- und Küche werden jedoch gemeinschaftlich genutzt. Allein städten verglich, ist München klarer Spitzenreiter in Sachen ist man dort nur selten. Viele Studenten entscheiden sich hohe Wohnungsmieten. Mit 21,50 Euro pro Quadratmeter aber genau aus diesem Grund für eine Wohngemeinschaft. liegt die bayrische Landeshauptstadt weit über dem bundes- Gerade für ortsfremde Studenten bietet eine WG die Möglich- deutschen Durchschnitt von 7,52 Euro.* Es folgen Frankfurt keit, erste Kontakte in der neuen Stadt zu knüpfen. am Main (14,80 Euro), Stuttgart (14,40 Euro) sowie Frei- burg im Breisgau und Gießen (jeweils 13,60 Euro). Die güns- tigsten Mieten finden Studierende der Zahnmedizin hingegen in Wohngemeinschaften Wichtig für das Funktionieren einer WG sind in erster Linie Magdeburg (6,30 Euro), Rostock (6,50 Euro) und Halle (Saale) klare Strukturen. Die meisten WGs einigen sich deshalb auf (6,60 Euro). Mieten für WG-Zimmer sind pro Quadratmeter deut- genaue Pläne für die Badbenutzung, das Saubermachen lich güns tiger, hier ist ein Sparpotenzial von bis zu 36 Prozent oder die Aufteilung des Kühlschranks. Solange alle Bewohner 42 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D M E H R sich gleichermaßen an die Vereinbarungen halten, gibt es in der Regel keine Probleme. Grundsätzlich muss aber auch die Chemie zwischen den einzelnen Parteien stimmen. Deswe- gen sollten sich potenzielle WG-Partner vor dem Zusammen- ziehen kennenlernen. In Städten, wo die Mietsituation ange- spannt ist, veranstalten Bewohner einer bereits bestehenden WG bei der Suche nach neuen Mitbewohnern teilweise richtige Castings, um unter der Vielzahl an Bewerbern den passenden auszuwählen. Wenn einander fremde Studenten gemeinsam eine WG neu gründen wollen, sollten sie vorher schon einige Male über Telefon, soziale Netzwerke oder auch persönlich miteinander kommuniziert haben. Denn die meisten Stu- dierenden suchen eine längerfristige Unterkunft. Müssen sie aufgrund von Diskrepanzen schon nach kurzer Zeit wieder ausziehen, kostet das Zeit, Geld und Nerven. von der Ausstattung, sondern auch vom Standort der Anlage. Je zentraler bzw. näher an der Uni das Wohnheimgebäude liegt, desto kostenintensiver wird die Unterkunft. Um einen Platz im Wohnheim zu be kommen, müssen sich Studenten zunächst einmal bewerben. Besonders in beliebten bzw. teuren Uni-Städten kann es jedoch mehrere Semester dauern, bis ein Wohnheimplatz frei wird. Eine weitere, wenig verbreitete Unterbringungsmöglichkeit für Studenten ist das Wohnen zur Untermiete. Häufig sind es Familien oder ältere Leute, die zum Beispiel in einer freien Einliegerwohnung Wohnraum anbieten. Sie vermieten meist recht günstig und erhalten teilweise im Gegenzug von den Studenten auch Unterstützung im Haushalt. Projekte wie „Wohnen für Hilfe“ fördern diese Form der Wohngemeinschaft von Studenten und älteren oder hilfebedürftigen Menschen. Allein wohnen Der Einzug in eine eigene Wohnung kann Stress ersparen, hier muss der Student auf niemanden Rücksicht nehmen und kann sich in den eigenen vier Wänden frei entfalten. Einzig die Kostenfrage steht im Raum. Wer nichts vom WG-Leben hält und wem Single-Wohnun- gen zu teuer sind, dem bleibt die Alternative Studenten- wohnheim. Vielerorts werden die Wohnkomplexe vom Deut- schen Studentenwerk angeboten, aber auch konfessionelle Träger, Vereine oder private Vermieter sind möglich. Gerade für Studenten von außerhalb bieten die häufig teilmöblierten Zimmer große Vorteile. Größe, Ausstattung und Gestaltung der Studentenwohnungen können allerdings sehr unterschiedlich ausfallen. Vom kleinen Zimmer mit Gemeinschaftsbad und -küche bis zu einem ge- räumigen Einzelappartement ist fast alles möglich. Und auch die Form der Gemeinschaftsräume kann sich unterscheiden. In den meisten Wohnheimen befinden sich Waschmaschinen- raum und Fahrradkeller, teilweise können Studenten aber auch auf Angebote wie einen Klub- oder Fitnessraum zu- greifen, deren Benutzung in der Miete berücksichtigt wird. Die Preise für die Wohneinheiten divergieren dementspre- chend stark. In den Wohnanlagen des Deutschen Studenten- werks zahlen Studenten im Durchschnitt 233,76 Euro inklu- sive Nebenkosten. Abhängig sind die Mieten aber nicht nur Wohnungssuche Freie Wohnungen und Zimmer finden Studenten über ver- schiedene Kanäle. Manchmal reicht es aus, sich unter den Mitstudenten umzuhören. Alternativ hängen in den Hoch- schulen oftmals Zettel mit Wohnangeboten aus. Viele Unis bieten auf ihrem digitalen Schwarzen Brett ebenfalls eine Plattform für Wohnungssuchende. Neben dem Blick auf die einschlägigen Immobilienportale lohnt sich außerdem der Besuch von Webseiten mit spezialisiertem Angebot wie wggesucht.de. Bei der Suche sollte unbedingt die Lage der Wohnmöglichkeiten beachtet werden. Stadtteile, die sehr weit entfernt von der Hochschule liegen, erschweren gegebenenfalls den täglichen Weg zur Uni und verursachen eventuell zusätzliche Kosten für S-Bahn-Ticket oder Ähn- liches. Wer ortsfremd ist, sollte sich über die Bezirke infor- mieren und kann sich zum Beispiel in Studentenforen Tipps von anderen holen. Fazit Ob WG, Wohnung oder Wohnheim, grundsätzlich gilt für alle Wohnmöglichkeiten: Wer zum Studieren in eine fremde Stadt zieht, sollte sich frühzeitig vor Studienbeginn um eine Wohnung kümmern. Besonders in Städten, in denen die Nachfrage hoch ist, kann die Suche nach der passenden Unterkunft einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Tipp: „Ein vorheriges Treffen ist für zukünftige WG-Bewohner besonders wichtig, um herauszufinden, ob die Chemie für ein gemeinsames Wohnen auch wirklich stimmt.“ * Stand: Juli 2017 (immowelt.de) ** „Datenbasis für die Berechnung der 67 Studentenstädte, waren 132.800 auf immowelt.de inserierte Wohnun- gen mit einer Wohnfl äche von 20 bis 40 Quadratmetern und 70 bis 90 Qua- dratmetern. Die Preise geben den Median der Kaltmieten bei neu zu vermietenden Wohnungen wieder, die zwischen Juli 2016 und Juni 2017 auf immowelt.de angeboten wurden. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.“ (immowelt.de, Meldung vom 23.08.2017) dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 43
S T U D I U M U N D M E H R Auslandsfamulatur am anderen Ende der Welt T e x t : C a n - F l o r i a n K e l e s Ausland, Sommer, Sonne, Sonnenbrand, Stipendium – weg aus Deutschland und dem Uni-Stress. Wie sich herausstellte, ist es kein Honigschlecken, mal eben so selbst einen Trip auf die Beine zu stellen. Im Frühjahr 2015 war es dann so weit: von Februar bis April würde Neuseeland der Ort meines Auslandspraktikums sein. Zum Glück hat mein Bruder dort ein Jahr gelebt, was mir den ganzen Trip erst wirklich möglich gemacht hat. So konnte ich bei seiner alten Gastfamilie gemütlich unterkommen. Die Familie hat mir daraufhin Kontakt zu ihrem Zahnarzt her- gestellt – so konnte Dr. Morris Wong der Supervisor für meine Auslandsfamulatur werden. Dr. Morris Wong ist in Neuseeland geboren – „Kiwi“ nennt man dort die Einwohner –, hat seine Wurzeln allerdings in Asien und hat nach seinem Bachelor in Dentistry nochmal eine Zeit in China gelebt und sich dort in der Parodontologie vertieft. In Neuseeland angekommen, besuche ich meinen Supervisor und seine Zweigstelle in Lower Hutt. Mein erster Eindruck von Neuseeland zieht sich wie ein roter Faden durch meinen ge- samten Aufenthalt: Alle sind einfach unheimlich nett! Ein Beispiel: Ich habe etwa drei Mal Leute nach dem richtigen Weg gefragt und mir wurde direkt angeboten, doch einfach ins Auto zu springen, denn sie könnten mich doch auch direkt dorthin fahren. Die Assistentinnen in der Praxis begrüßen mich schon mal und lernen mich kennen, als mein Supervisor mich mit höf - licher Zurückhaltung zum Lunch einlädt. Alle Scheu verfliegt sehr schnell, nachdem er mich auf meinen CV (Lebenslauf) anspricht, meine Hobbys und das gemeinsame Interesse an der Musik. Dr. Morris Wong (periodontics & implant specialist) hat als Vorbereitung auf meinen Besuch bei einigen seiner Kollegen angefragt, ob diese nicht auch Interesse hätten, mich für ein paar Tage über ihre Schultern schauen zu lassen; Morris ist der Ansicht, dass „nur Paro gucken“ zu langweilig für mich sein könnte – von seinem Engagement (einem Fremden gegen- über) bin ich sehr gerührt und beeindruckt. Selbst hoch motiviert, freue ich mich auf die nächsten zwei Monate in diesem schönen Land. Ich werde in der Praxis jedem Patienten einzeln vorgestellt und keiner der Patienten hat ein Problem mit einem „German dental Student“ im Raum. Anmerkung zu meinem Englisch: Ich war ein Austausch - jahr während der Schulzeit in Los Angeles, Kalifornien, hatte Englisch Leistungskurs in der Oberstufe und studierte vor der Zahnmedizin ein Jahr lang Anglistik; trotzdem ist es für das ungeübte Ohr unheimlich schwer, Kiwis zu verstehen, erst recht, wenn man an amerikanisches Englisch gewöhnt ist und Ärzte immer einen Mundschutz tragen müssen. Auch am Tele- fon hatte ich anfangs einige Verständigungsschwierigkeiten. Ähnlich war es mit dem Linksverkehr: Man gewöhnt sich irgendwann daran. Ein paar Haltestationen neben Dr. Morris Wongs „private practice“ in Lower Hutt ist auch schon das „Hutt Hospital“, wo ich mich am Folgetag bei einem seiner Freunde vorstelle. Neuseeland hat knapp 4,5 Millionen Einwohner – das sind immer noch weniger Einwohner als im kleinen Irland leben, und ist von der Fläche nur etwas größer als das Vereinigte Königreich (UK). Es leben also ca. 16,4 Einwohner auf einem Quadratkilometer. Neuseeland (NZ) hat nur eine einzige Uni- versität, an welcher man den „Bachelor of Dentistry“ erhalten kann – die University of Otago (in Dunedin, sehr südlich auf der Südinsel). „Morris ist der Ansicht, dass „nur Paro gucken“ zu langweilig für mich sein könnte – von seinem Engagement (einem Fremden gegenüber) bin ich sehr gerührt und beeindruckt. Selbst hoch motiviert, freue ich mich auf die nächsten zwei Monate in diesem schönen Land.“ 44 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
Worauf ich hinaus möchte: Das Land ist unheimlich klein, und es gibt sehr wenige Einwohner; wenn man dann nur an einer einzigen Uni Zahnarzt werden kann, kennt sich quasi jeder. Man kennt die Zahnärzte, die fünf Jahre vor und nach einem selbst Zahnarzt geworden sind, und den Rest lernt man dann irgendwann auf Kongressen kennen. Im Krankenhaus „Hutt Hospital“ soll ich „irgendwann in der Früh“ erscheinen. Als ich um 9 Uhr dort aufkreuze, ist Neil (fast alle sprechen sich mit Vornamen an, und ein devotes „Sir“ höre ich auch nie) von meiner „deutschen Pünktlichkeit“ sehr überrascht – er habe nicht vor 11 Uhr mit mir gerechnet. Nach einer kurzen Viertelstunde Einweisung bin ich auch schon wieder free to go. Da ich allerdings hier bin, um was zu lernen und mich auszutauschen, darf ich bei den „House Sur- geons“ bleiben. Auf Neuseeländisch oder Kiwi werden die frischen Zahnärzte/Ärzte die ersten zwei Jahre so betitelt. Den Vieren assistiere ich den Rest des Tages und erkläre der Chefin etwas über zahnärztliche Hypnose, um einer Patientin ihre Angst vor Spritzen zu lindern. Neuseeland hat im Gegensatz zu Deutschland eine etwas an- dere Krankenversicherung. Bis zum 18. Lebensjahr werden die Kosten einer Behandlung quasi vom Staat übernommen, danach ist jeder Patient selbst dazu angehalten, eine adä quate Mundhygiene zu führen, die zu keiner Karies/Problemen führt, ansonsten muss man eben den Leistungen und der Therapie privat nachkommen. Was die Kiwis allerdings haben, ist ein ACC – Accident Compensation Corporation. Kurz (unjuris- tisch) zusammengefasst: Wer in NZ arbeitet, zahlt in diesen Topf ein, sollte man einen Unfall erleiden, so übernimmt der ACC die meisten Kosten dafür. Sollte einem Patienten während einer Kneipenschlägerei also ein Zahn ausgeschla- gen werden, müsste der Patient für ein Implantat nur noch weniger als die Hälfte dazuzahlen (ich gebe hier keine Rechts- belehrung heraus, alle meine hier dargestellten Informationen wurden mir auch so von neuseeländischen Ärzten erklärt). Wird man nach einem Unfall zum Pflegefall, so springt auch hier der ACC ein. All dies entlastet die Gerichte und verhindert ein gegenseitiges Verklagen, wer denn nun für den Rest eines Lebens für Betreuung aufkommt. Auch das Recht auf Klagen wird in NZ sehr viel anders gehandhabt als in Deutschland. Während man in Deutschland für alles eine Aufklärung be - nötigt und Bedenkzeit verordnet, ist es in NZ sehr viel schwie- riger, von einem Arzt Finanzielles einzufordern. Zahnmedizinische Unterschiede zwischen den Ländern zei- gen sich meines Erachtens v. a. am System. Natürlich gibt es auch in NZ Geringverdiener. Wenn dann mal eine WKB (ca. >500 $) nicht bezuschusst wird, ist für viele das Zähneziehen (ca. 50 $) günstiger. Während in Deutschland Kontrollen vom Staat bezahlt werden und das Bonusheft den Patienten zur jährlichen Kontrolle bewegen soll, kostet auch eine 01 in NZ dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 45
zwischen 80 und 300 $ – was sich auch mit einem geschulten Zahni-Blick auf der Straße widerspiegelt und erkennen lässt. Wer gar keine finanziellen Mittel besitzt, läuft nicht selten län- gere Zeit mit Schmerzen umher, bis ggf. ein Härtefallantrag durchgewunken wird, der dann auch die 120 $ zahlt, damit eine Menge Zähne gezogen werden können. Aus rechtlichen Gründen darf ich in Neuseeland bei den Behandlungen nur zuschauen und gelegentlich assistieren. Hin und wieder kommt ein Spezialist. Dr. Wayne Gillingham (MKGler; Engl.: maxillofacial surgeon – kurz: maxfacs) meinte in einem Gespräch zu mir, dass er eigentlich eine gut laufende Praxis besitzt und sein Erscheinen in der Klinik auf reinem Interesse und fachlicher Neugier beruht. In seiner Praxis ver- diene er verhältnismäßig viel Geld für einen geringen Zeitauf- wand. Für komplizierte Operationen muss er hingegen viel Zeit aufwenden für wenig Kompensation. Beeindruckend finde ich, dass er es als interessantes Hobby sieht und gerne Menschen/Pa tienten hilft, obwohl kein wirklicher finanzieller Mehrwert für ihn dadurch entsteht. Dr. Andrew Cautley (prosthetic specialist) fliegt donnerstags alle zwei Wochen von Nelson (Südinsel) nach Wellington, um im Krankenhaus komplizierte prothetische Fälle zu behandeln und zu versorgen. Lustig und interessant finde ich, dass er sich extra deutsche Zahntechnikermeister nach NZ geholt hat, weil sie bzw. deren Ausbildung in Deutschland bei Weitem besser seien. Da ich auch unbedingt die Lehre in Neuseeland erfahren möchte, plane ich nebenbei meine Reise von Wellington nach Dunedin: Reisepartner übers Internet finden, Zelt und Schlafsack kaufen, Finanzen geregelt bekommen und Couchsurfer-Kontakte knüpfen, dann mit einer Fähre von Wellington (Nordinsel) drei Stunden über das Meer und dann auf Picton (Südinsel) landen. Für die Reise lohnen sich Reise- führer und Reisepartner (am besten mit Auto, denn möchte man was sehen, langen die Busse nicht, um überall hinzu- kommen). In NZ gibt es übrigens keinen „billigen Alkohol“. Eine Flasche Wein fängt bei 8 $ an (dafür ist er auch immer von guter Qualität). Auch Bier gibt es erst ab ca. 3 $. Kiwis versuchen mir diesen Umstand damit zu erklären, dass Deutschland ja eine „Trinkkultur“ hätte und Kiwis sich sonst zu oft betrinken wür- den. Obwohl NZ eines der „freiesten Länder der Welt ist“ (es gibt ja für alles Statistiken), wird hier doch einiges anders reguliert, so plant man z. B., in Zukunft das öffentliche Rauchen abzu- schaffen. Den Weg gen Süden (via West Coast) bestreite ich mit mehreren Reisepartnern, meinem vollen Rucksack und meiner Gitarre. Da ich insgesamt nur knapp acht Wochen in NZ bin, wird das meiste nur einen kurzen Tag besucht und gleich weitergereist. Trotzdem kommt es mir wie im Paradies vor. Einige großartige Landschaften, fast unberührt, und eine atemberaubende Flora, die jeden deutschen Kommilitonen neidisch werden lässt. Dank eines Missverständnisses stehe ich in Dunedin am Bahnhof plötzlich ohne Couch zum Schlafen da. Ich frage also einfach den Nächstbesten, ob er denn nicht noch eine Couch für mich frei hätte, und war dann auch erst mal wieder für vier Tage doch nicht obdachlos. Habe ich schon erwähnt, dass Kiwis unheimlich nett sind? Generell gibt es auch keine/n Kassierer/-in, der/die mich nicht in ein kleines Gespräch verwickelt. Eine Reisepartnerin for- muliert dies sinngemäß so: Neuseeländer sind anders … Man lebt ein wenig in den Tag hinein, sie sind sehr relaxt und selten gestresst, Meister im Smalltalk und oftmals handwerklich be- gabt. Auf der anderen Seite fällt es schwer, mit ihnen zu pla- nen, weil alles sehr „wetterabhängig“ ist und tiefgründige Ge spräche oft abgeblockt werden. So westlich und ähnlich, wie sich die zwei Länder doch sind. Hier gibt es keine deutsche Pünktlichkeit, und mittlerweile verstehe ich auch besser, warum das überakademisierte Deutschland das Land der Dichter und Denker ist. An der Uni melde ich mich bei Assoc. Prof. Dr. Jonathan W. Leichter, der mich neugierig und fröhlich mit offenen Armen empfängt und mir erstmal die halbe Klinik zeigt. Das Uni- klinik-Leben ist großartig! Es scheint mir so, als wären einfach 46 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
alle Kiwis nett. Ausnahmslos. Oft sehr hilfsbereit, gesprächig und offen. Natürlich könnte dies auch daran liegen, dass man als „Reisender“ anders wahrgenommen wird und mit anderen Leuten in Berührung kommt als ein alteingesesse- ner Schreibtischhengst. Trotzdem habe ich mich jederzeit fast überall immer sehr willkommen gefühlt. Die Studenten im „final year“ (zwei Jahre naturwissenschaft- liches Grundstudium plus drei Jahre „dental school“, um dann einen Bachelor in Dentistry in den Händen zu halten) be- handeln drei Tage und haben zwei Tage die Woche frei, um sich aufs Lernen zu konzentrieren. Vorlesungen gibt es im letzten Jahr nicht mehr wirklich. Diese „freie Zeit“ rührt daher, dass sich die Studenten nicht gegenseitig assistieren, son- dern alleine behandeln, da hält auch mal der Patient den Sauger oder ein/e ausgebildete/r oder noch in der Ausbildung befindliche/r Zahnarzthelfer/-in. Diese müssen in NZ übrigens auch an die Uni, um ihre Ausbildung abzuschließen, und dür- fen dann auch Kindern Füllungen legen oder helfen mal aus. Auch werden neuseeländische Zahnis kaum in praktischer Zahntechnik unterwiesen, die Uniklinik beschäftigt Zahn- techniker, welche Patientenarbeiten anfertigen. Außerdem gibt es ein sehr schönes „buddysystem“. Jeder Zahni in NZ hat einen Tutor, einen fertigen Zahnarzt, der ihn/sie während der Uni begleitet, mit Rat zur Seite steht und bei dem man Famulaturen machen kann. Nach fast einer Woche Uniklini- kum habe ich nur noch wenige Tage, um über die East Coast wieder nach Wellington zu gelangen und dort meine letzte Woche zu verbringen und mich bei allen mit Kuchen zu be- danken und zu verabschieden. Auch die Wellington Dental Practice ist unheimlich nett und aufgeschlossen. Die vier Zahnärzte nehmen mich zu interessanten Patienten dazu und bieten mir quasi ein Eins-zu-eins-Training mit Fallbespre- chung am Patienten. Immer sehr höflich, immer auf den Pa- tienten bedacht und immer sehr neu gierig, wie man alles so in Deutschland macht. Jeder Zahnarzt, mit dem man sich austauscht, möchte na- türlich auch sehr neugierig wissen, wie denn alles in Deutsch- land funktioniert – von WKB-Methoden, SÄT, welche Bon- dings wir benutzen, Implantate, wie die Uni funktioniert und aufgebaut ist und das staatliche Versorgungssystem. Am Ende muss ich wirklich sagen, dass diese zwei Monate die Zeit meines Lebens war. Ich habe in wenigen Wochen knapp einem Dutzend Zahnärzten über die Schulter schauen dürfen, die unterschiedlichsten Menschen kennengelernt, einige der schönsten und bezauberndsten Orte der Welt gesehen und Freunde fürs Leben gewonnen. Ich konnte nicht alles sehen, aber das ist verkraftbar, da ich definitiv nach Neuseeland zurückkehre.Um in den „Commonwealths“ arbeiten zu dürfen, benötigt man dem Dental Council of New Zealand (DCNZ) zufolge übrigens ein Extraexamen, das etwa 7.000 $ kostet. Momentan wird von mir also ein etwas professionelleres Level an Work & Travel vorbereitet. „Trotzdem kommt es mir wie im Paradies vor. Einige großartige Land- schaften, fast unberührt und eine atemberaubende Flora, die jeden deutschen Kommilitonen neidisch werden lässt.“ dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 47
S T U D I U M U N D M E H R Qualität von Anfang an: Mit Komet durchs Studium und weiter In der Uni lernen viele Studenten die individuellen Instrumentensätze von Komet zu schätzen. Sie können sich auf Qualität und unkomplizierte Nachbestellung verlassen – insbesondere über den Komet Campus Shop. Die Studentenbetreuer Matthias Wölk, Michael Pelka und Marvin Etzkorn beschreiben, wie nützlich der Komet-Service für Studenten ist. Welche Vorteile bietet Komet Zahnmedizinstudenten? Wölk: Und der Mega-Zeitspar-Effekt: Wir haben die Instru- Etzkorn: Wir punkten mit unserem Service: Der Campus Shop menten-Sätze nach Universität und Semester individuell be- (www.kometcampus.de) wurde speziell für Studenten ausgelegt stückt. Das heißt, dass wir mit den Dozenten und Fachschaften und läuft unter dem Slogan „Registrieren, Bestellen, Weiter- deutschlandweit in ganz engem Schulterschluss stehen und bohren“. Wir bieten persönliche Betreuung durch die Komet- die Instrumentensatz-Inhalte für jedes Semester neu abfragen Fach berater und sind per Telefon über die Uni-Betreuerinnen und einpflegen. Das bedeutet für die Studenten: Sie finden Melanie Landmesser, Tel.: 05261 701-224, und Katja Kalous, genau den Instrumenten-Satz, der in ihrem Kurs auch wirklich Tel.: 05261 701-402, bzw. per E-Mail (zahni@kometdental.de) und benötigt wird. Keine überflüssigen Instrumente – kein sinn - unter WhatsApp 0151 65227911 erreichbar. Die Mischung aus loses Geldausgeben. Das System navigiert supersicher zur Online-Möglichkeiten und persönlichem Kontakt machts aus! Bestellung. Form, Schaftlänge und Größe braucht man nicht mehr heraussuchen, alles ist zuverlässig hinterlegt. Ein Onlineshop ausschließlich für Studenten – wie cool! Etzkorn: Befindet sich der Student in einem höheren Pelka: Ja, Komet will die Studenten noch schneller bedienen, Semester und will losgelöst vom k ursüblichen Instrumen- noch individueller. Denn wer für den Vorklinik-Kurs nächste tarium bestellen, dann ist das im Campus Shop natürlich Woche den Bohrer X in Größe Y und Schaftlänge Z braucht, auch möglich. Ihm steht dann das gesamte Sortiment vom der möchte das Instrument möglichst fix finden und dann Komet-Store online zur Verfügung. Der Store bedient ja schnell und persönlich zugesendet bekommen. Wer im alle Zahnärzte, deshalb Achtung, hier kriegt er zwar noch Campus Shop bestellt, der bekommt alle Vorteile für Studis die 25 % Rabatt, aber die Instrumente nicht mehr einzeln. automatisch zugespielt. Er erhält immer 25 % Rabatt auf Pelka: Wer sich im Campus Shop zum ersten Mal registriert, seine Komet-Bestellung, kann die Instrumente auch einzeln erhält automatisch einen weißen Gymsack (cooler Turnbeu - anfordern und erhält die Ware als portofreie Lieferung. tel), den witzigen Mr. Byte (unser USB-Zahnarztmännchen) Abb. 1 Abb. 2 Abb. 1: Die Komet Studentenbetreuer Michael Pelka, Matthias Wölk und Marvin Etzkorn (v.l.) beantworten alle Anliegen persönlich Die Komet Studentenbetreuer Michael Pelka, Matthias Wölk und Marvin Etzkorn (v.l.) beantworten alle Anliegen persönlich Die Komet Studentenbetreuer Michael Pelka, Matthias Wölk und Marvin Etzkorn (v.l.) beantworten alle Anliegen persönlich oder via Social-Media-Kanälen wie Facebook und WhatsApp. Abb. 2: Die Campus Shop-Vorteile auf einen Blick. 48 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D M E H R Abb. 3 Abb. 4 Abb. 5 Abb. 3 und 4: Das Mutterhaus in Lemgo: Hier können Studenten gruppen gerne hinter die Kulissen blicken. Abb. 5: Immer offen für individuelle Fragen, z. B. auf der IDS in Köln. und viele weitere Überraschungen gratis dazu. Um weitere Aktionen in Zukunft nicht zu verpassen, abonniert man im Campus Shop am besten auch gleich unseren Newsletter. Welchen Mehrwert kaufe ich über Komet mit ein? Wölk: Bei uns muss man nicht den Umweg über den Dental- handel gehen. Ein Service, der sehr geschätzt wird und sich in einer vertrauensvollen Teamarbeit lange fortsetzen kann. Pelka: Man kann sagen: Durch Webinare, Produktinforma- tionen, Poster, Broschüren, Kompass, Praxiskurse und den Systemcharakter in fast allen Fachdisziplinen steht hin- ter jedem Komet-Produkt ein Mehrwert, der hilft, den Erfolg in der zahnmedizinischen Behandlung sicherer zu stellen. Etzkorn: Wir bieten außerdem Führungen auf Messen (z. B. der IDS) und Informationsveranstaltungen vor Ort. Wer also einmal als Gruppe das Mutterhaus in Lemgo besichtigen möchte, dem bieten wir ein unterhaltsames Rahmenprogramm. deutliche Markierungen an den Qualitätsinstrumenten leis- ten echte Hilfe, um Arbeitsabläufe darzustellen und eine Qualitätssicherung zu gewährleisten. Wölk: Außerdem sind die meisten Produkte in ein logisches System eingebettet. Individuelle Studenten-Sets gibts natür - lich auch. Der Student kann also in vielen Bereichen aus einem Vollsortiment schöpfen, kriegt quasi alles aus einer Hand. Etzkorn: Wir sind immer offen für Fragen, Anregungen und Vorschläge – persönlich bei unserer Uni-Roadshow oder jederzeit gerne per E-Mail oder über die verschiedenen So cial-Media-Kanäle wie Facebook und WhatsApp. Vielen Dank für das Gespräch. KONTA K T Komet Dental Und wie spürt der Student die Komet-Qualität? Pelka: Speziell beim Einstieg ist es wichtig, mit Instrumenten zu arbeiten, die sicher und logisch aufgebaut sind. Komet bie - tet die größte Produktpalette an rotierenden Instrumenten deutschlandweit. Selbsterklärende Nummerierungen bzw. Gebr. Brasseler GmbH & Co. KG Trophagener Weg 25 32657 Lemgo info@kometdental.de www.kometdental.de dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 49
S T U D I U M U N D M E H R Kostenlose Fortbildung für Studenten – Kongresse, Seminare und Workshops der OEMUS MEDIA AG Jeder Zahnmedizinstudent dürfte sich der Tatsache be- wusst sein, dass das während des Studiums vermittelte theoretische und praktische Know-how auf Dauer nicht ausreicht, um sich in einem extrem innovativen Marktum - feld langfristig zu behaupten. Ob Implantologie oder Endo- dontologie, Ästhetische oder Digitale Zahnmedizin, ob Laser oder Skalpell – kaum eine andere medizinische Dis- ziplin kann mit dem Innovationstempo in der Zahnmedizin mithalten. Was in diesem Kontext für den niedergelassenen Zahnarzt gilt, sollte daher bereits auch für Studenten zur Maxime werden – die permanente Fortbildung. Die OEMUS MEDIA AG als einer der führenden Fachverlage, dentaler Online-Anbieter und erfolgreicher Kongressveranstalter, stellt bei allen eigenen Kongressen sowie bei durch die OEMUS MEDIA AG betreuten Veranstaltungen führender Fachgesellschaften kostenfrei Kontingente für Studenten bereit (Voraussetzung für eine kostenfreie Anmeldung ist der Studentenausweis). Den Studenten erschließt sich auf diese Weise der freie Zugang zu hochkarätiger Fortbildung auf folgenden Gebieten: · Implantologie · Parodontologie · Endodontologie · Laserzahnmedizin · Oralchirurgie · Ästhe- tische Zahnheilkunde · Prophylaxe/Mundhygiene Die Kongresse der OEMUS MEDIA AG beinhalten neben dem wissenschaftlichen Programm im Hauptplenum auch ein breites Angebot an vertiefenden Seminaren, Work- shops und Hands-on-Kursen. Von besonderem Interesse für Studierende sind vor allem der START UP-Kongress Implantologie. Hier werden die fachlichen Basics und die praktische Umsetzung der Therapien einsteigerorientiert vermittelt. E16 T K N U F O R T Moderne implantologische Konzepte – schnell, Moderne implantologische Konzepte – schnell, ästhetisch, planbar, sicher? B ILDUN G S P 16 F O E T K N R U P T BILDU N G S 15. Moderne Konzepte der Knochen- und Geweberegeneration Moderne Konzepte der Knochen- und Geweberegeneration LEIPZIGER FORUM in der Implantologie und Parodontologie in der Implantologie und Parodontologie 19. EXPERTENSYMPOSIUM FÜR INNOVATIVE ZAHNMEDIZIN „INNOVATIONEN IMPLANTOLOGIE“ „INNOVATIONEN IMPLANTOLOGIE“ IMPLANTOLOGIE FÜR VERSIERTE ANWENDER IMPLANTOLOGIE FÜR VERSIERTE ANWENDER IMPLANTOLOGY IMPLANTOLOGY START UP 2018 IMPLANTOLOGIE FÜR EINSTEIGER UND ÜBERWEISERZAHNÄRZTE IMPLANTOLOGIE FÜR EINSTEIGER UND ÜBERWEISERZAHNÄRZTE 7./8. September 2018 pentahotel Leipzig E16 T K N T B R F I O Ostseekongress Ostseekongress Ostseekongress Ostseekongress 11. Norddeutsche 11. Norddeutsche Implantologietage Implantologietage DUN G S P L U 8./9. Juni 2018 Rostock-Warnemünde | Hotel NEPTUN Rostock-Warnemünde | Hotel NEPTUN 16 I L DUN G S P U F O R T B E T K N Cosmetic Dentistry – State of the Art 15. JAHRESTAGUNG DER DGKZ 15./16. Juni 2018 in Lindau INSELHALLE LINDAU MIT TABLE CLINICS m m o o c c . . k k c c o o t t s s r r e e t t t t u u h h S S / / n n i i k k h h s s a a S S © ©
S T U D I U M U N D M E H R © OEMUS MEDIA AG © OEMUS MEDIA AG © OEMUS MEDIA AG IMPLANTOLOGY START UP 2018 4. und 5. Mai 2018 in Mainz www.startup-implantologie.de 5. Hamburger Forum für Innovative Implantologie 21. und 22. September 2018 in Hamburg www.hamburger-forum.info 2. Trierer Forum für Innovative Implantologie 9. Münchener Forum für Innovative Implantologie 27. und 28. April in Trier www.trierer-forum.de Ostseekongress/ 12. und 13. Oktober 2018 in München www.muenchener-forum.de 3. Wiesbadener Forum für Innovative Implantologie 11. Norddeutsche Implantologietage 8. und 9. Juni 2018 in Rostock-Warnemünde 27. Oktober 2018 in Wiesbaden www.wiesbadener-forum.info www.ostseekongress.com 15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) 15. und 16. Juni 2018 in Lindau www.dgkz-jahrestagung.de 4th Annual Meeting of International Society of Metal Free Implantology e.V. (ISMI) 22. und 23. Juni 2018 in Hamburg www.ismi-meeting.com KONTA K T OEMUS MEDI A AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 event@oemus-media.de www.events.oemus.com dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 51
S T U D I U M U N D M E H R Aus dentalSUCCESS wird Assistentenhandbuch W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? IDZ Existenzgründer-Analyse IDZ Existenzgründer-Analyse 2016 vorgestellt 2016 vorgestellt Zahnärztliche Existenzgründer geben viel Geld für den Start in die Selbstständigkeit aus. Mit durchschnittlich 528.000 Euro stieg 2016 Zahnärztliche Existenzgründer geben viel Geld für den Start in die Selbstständigkeit aus. Mit durchschnittlich 528.000 Euro stieg 2016 das Finanzierungslevel bei Praxisneugründungen im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent und ist damit die teuerste Form der Nieder- das Finanzierungslevel bei Praxisneugründungen im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent und ist damit die teuerste Form der Nieder- lassung. Die Investitionen für eine Einzelpraxisübernahme, die beliebteste Variante, lagen in etwa 5 Prozent über dem Vorjahresniveau lassung. Die Investitionen für eine Einzelpraxisübernahme, die beliebteste Variante, lagen in etwa 5 Prozent über dem Vorjahresniveau und beliefen sich auf 342.000 Euro. Besonders für eine gute Ausstattung sind Zahnärzte bereit, hohe Summen aufzuwenden. Dies und beliefen sich auf 342.000 Euro. Besonders für eine gute Ausstattung sind Zahnärzte bereit, hohe Summen aufzuwenden. Dies geht aus der aktuellen Erhebung im Rahmen des InvestMonitors Zahnarztpraxis des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ)* hervor. geht aus der aktuellen Erhebung im Rahmen des InvestMonitors Zahnarztpraxis des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ)* hervor. liches Know-how und ein attraktives Konzept auch in der liches Know-how und ein attraktives Konzept auch in der Zukunft weiter an die Praxis binden kann. Zukunft weiter an die Praxis binden kann. Aspekte Alter, Geschlecht und Standort Aspekte Alter, Geschlecht und Standort In ihrer Analyse untersucht die IDZ nicht nur die Höhe der Ge- In ihrer Analyse untersucht die IDZ nicht nur die Höhe der Ge samtinvestitionen, sondern auch die alters-, geschlechter- und samtinvestitionen, sondern auch die alters-, geschlechter- und standortbezogenen Finanzierungsvolumina. So waren laut IDZ standortbezogenen Finanzierungsvolumina. So waren laut IDZ die Existenzgründer 2016 im Durchschnitt 35,9 Jahre alt. Kon- die Existenzgründer 2016 im Durchschnitt 35,9 Jahre alt. Kon- kret waren 16 % der Gründer unter 30 Jahre, 64 % zwischen kret waren 16 % der Gründer unter 30 Jahre, 64 % zwischen 31 Jahre und 40 Jahre und 20 % über 40 Jahre alt. Gegenüber 31 Jahre und 40 Jahre und 20 % über 40 Jahre alt. Gegenüber 2015 sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der 2015 sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Altersstruktur stabil geblieben. 35,5 Jahre alt waren die männ- Altersstruktur stabil geblieben. 35,5 Jahre alt waren die männ lichen Existenzgründer im Schnitt und die weiblichen durch- lichen Existenzgründer im Schnitt und die weiblichen durch schnittlich 36,5. Die Altersanalyse ergab weiter, dass Zahn- schnittlich 36,5. Die Altersanalyse ergab weiter, dass Zahn Die Standortwahl wird maßgeblich von der Bevölkerungs- Die Standortwahl wird maßgeblich von der Bevölkerungs- und Zahnarztdichte des Gebietes bestimmt. Während in Groß und Zahnarztdichte des Gebietes bestimmt. Während in Groß- städten die häufigsten Einzelpraxisübernahmen stattfinden, städten die häufigsten Einzelpraxisübernahmen stattfinden, wird die BAG vergleichsweise am meisten in mittelstädtischen wird die BAG vergleichsweise am meisten in mittelstädtischen Lagen bevorzugt. Lagen bevorzugt. Wettbewerb bleibt angespannt Wettbewerb bleibt angespannt Ganz klar festzustellen ist, dass sich der wachsende Wett- Ganz klar festzustellen ist, dass sich der wachsende Wett bewerbsdruck und die zunehmende Ökonomisierung des bewerbsdruck und die zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitswesens auf das Investitionsverhalten der zahn Gesundheitswesens auf das Investitionsverhalten der zahn- ärztlichen Existenzgründer auswirken. Dennoch sind Zahn ärztlichen Existenzgründer auswirken. Dennoch sind Zahn- ärzte bereit, hohe Ausgaben auf sich zu nehmen, weil sie Er- ärzte bereit, hohe Ausgaben auf sich zu nehmen, weil sie Er füllung in ihrem Beruf finden. Laut Befragungen von IDZ und füllung in ihrem Beruf finden. Laut Befragungen von IDZ und dem Zentrum Zahnärztliche Qualität (ZZQ) sind subjektiv ge dem Zentrum Zahnärztliche Qualität (ZZQ) sind subjektiv ge- 135 130 125 120 115 110 105 100 95 90 85 80 Index: 2012=100 2012 2013 2014 2015 2016 Neugründung Einzelpraxis Übernahme Einzelpraxis Beitritt/Einstieg Berufsausübungsgemeinschaft Neugründung Berufsausübungsgemeinschaft Übernahme Berufsausübungsgemeinschaft Diagramm 1: Entwicklung der Gesamtfinanzierungsvolumina im Zeitraum 2012–2016. Entwicklung der Gesamtfinanzierungsvolumina im Zeitraum 2012–2016. © I I D D Z Z / / a p p o o b b a a n n k Seit 1984 analysiert das IDZ gemeinsam mit der Deutschen Apo- Seit 1984 analysiert das IDZ gemeinsam mit der Deutschen Apo theker- und Ärztebank die Finanzierungsvolumina deutscher theker- und Ärztebank die Finanzierungsvolumina deutscher Fach- und Allgemeinzahnärzte. Dabei wurden für 2016 die Fach- und Allgemeinzahnärzte. Dabei wurden für 2016 die Daten von 474 Praxen in Deutschland (dabei belief sich das Ver- Daten von 474 Praxen in Deutschland (dabei belief sich das Ver Daten von 474 Praxen in Deutschland (dabei belief sich das Ver Daten von 474 Praxen in Deutschland (dabei belief sich das Ver hältnis 7 zu 1 auf die alten und die neuen Bundesländer) unter- hältnis 7 zu 1 auf die alten und die neuen Bundesländer) unter hältnis 7 zu 1 auf die alten und die neuen Bundesländer) unter hältnis 7 zu 1 auf die alten und die neuen Bundesländer) unter sucht. Der InvestMonitor Zahnarztpraxis bildet somit die Struktur sucht. Der InvestMonitor Zahnarztpraxis bildet somit die Struktur des zahnärztlichen Investitionsverhaltens bei der Niederlassung des zahnärztlichen Investitionsverhaltens bei der Niederlassung des zahnärztlichen Investitionsverhaltens bei der Niederlassung 2016 ab und vergleicht diese mit den Vorjahren seit 2012. Dabei 2016 ab und vergleicht diese mit den Vorjahren seit 2012. Dabei 2016 ab und vergleicht diese mit den Vorjahren seit 2012. Dabei unterscheidet die Analyse prinzipiell drei Arten der Existenzgrün- unterscheidet die Analyse prinzipiell drei Arten der Existenzgrün unterscheidet die Analyse prinzipiell drei Arten der Existenzgrün dung: Neugründung einer Einzelpraxis, Übernahme einer Einzel- dung: Neugründung einer Einzelpraxis, Übernahme einer Einzel dung: Neugründung einer Einzelpraxis, Übernahme einer Einzel praxis und Niederlassung in Form einer Berufsausübungsge- praxis und Niederlassung in Form einer Berufsausübungsge praxis und Niederlassung in Form einer Berufsausübungsge meinschaft (BAG), wobei zur letzteren Art sowohl die Neugrün- meinschaft (BAG), wobei zur letzteren Art sowohl die Neugrün meinschaft (BAG), wobei zur letzteren Art sowohl die Neugrün dung einer BAG, als auch die Übernahme einer BAG sowie der dung einer BAG, als auch die Übernahme einer BAG sowie der dung einer BAG, als auch die Übernahme einer BAG sowie der Beitritt/Einstieg in eine Berufsausübungsgemeinschaft zählen. Beitritt/Einstieg in eine Berufsausübungsgemeinschaft zählen. Beitritt/Einstieg in eine Berufsausübungsgemeinschaft zählen. len als Berufsform die Selbstständigkeit in eigener Nieder- len als Berufsform die Selbstständigkeit in eigener Nieder lassung. Das Finanzierungsvolumen, das die wenigen lassung. Das Finanzierungsvolumen, das die wenigen Existenzgründer für Praxisneugründung, -übernahme oder Existenzgründer für Praxisneugründung, -übernahme oder den Einstieg in eine BAG benötigen, ist bei allen Praxisformen den Einstieg in eine BAG benötigen, ist bei allen Praxisformen seit 2012 deutlich angestiegen. Die Aufwendungen für eine Ein- seit 2012 deutlich angestiegen. Die Aufwendungen für eine Ein zelpraxisneugründung sind gegenüber dem letzten Jahr um zelpraxisneugründung sind gegenüber dem letzten Jahr um über 9 % auf 528.000 Euro (2015: 484.000 Euro) gestiegen. Sie über 9 % auf 528.000 Euro (2015: 484.000 Euro) gestiegen. Sie stellt die teuerste und, wie im Vorjahr 2015, mit 7 % die am seltensten gewählte Variante der Selbstständigkeit dar. Der Anteil der Berufsausübungsgemeinschaften hingegen be- wegte zwischen 2012 bis 2016 zwischen 24 % und 30%. 2016 W E L C H E P R A X I S P A S S T Z U M I R ? W E L C H E P R A X I S P A S S T Z U M I R ? entschieden sich 30 % für eine BAG. Die Finanzierungssumme für Neugründung bzw. die Übernahme einer BAG sind im Ver- gleich zu 2015 auf 339.000 Euro bzw. 318.000 Euro gestiegen. Der Beitritt in eine bestehende BAG ist auf 310.000 Euro ange- stiegen. Das Finanzierungsvolumen bei der Übernahme einer allgemeinzahnärztlichen Einzelpraxis lag mit 342.000 Euro nur vergleichsweise gering höher als in 2015 (2015: 326.000 Euro) und bleibt, wie die Jahre zuvor, Favorit bei den Existenzgrün- dern. Hauptargument für eine Übernahme ist in der Regel der bestehende Patientenstamm, den der Zahnarzt durch fach- Neugründung teuer, Übernahme präferiert Neugründung teuer, Übernahme präferiert Neugründung teuer, Übernahme präferiert Die Zahl der Existenzgründer im zahnmedizinischen Bereich Die Zahl der Existenzgründer im zahnmedizinischen Bereich Die Zahl der Existenzgründer im zahnmedizinischen Bereich erreichte laut KZBV im Jahr 2016 1.301, und ist damit im Ver- erreichte laut KZBV im Jahr 2016 1.301, und ist damit im Ver erreichte laut KZBV im Jahr 2016 1.301, und ist damit im Ver gleich zum Vorjahr minimal angestiegen (2015: 1.299). Grund- gleich zum Vorjahr minimal angestiegen (2015: 1.299). Grund gleich zum Vorjahr minimal angestiegen (2015: 1.299). Grund sätzlich aber ist die Zahl seit 2000 tendenziell rückläufig (histo- sätzlich aber ist die Zahl seit 2000 tendenziell rückläufig (histo sätzlich aber ist die Zahl seit 2000 tendenziell rückläufig (histo rischer Tiefstand 2012: 1.195). Immer weniger Zahnärzte wäh- rischer Tiefstand 2012: 1.195). Immer weniger Zahnärzte wäh rischer Tiefstand 2012: 1.195). Immer weniger Zahnärzte wäh Individuell, hochwertig, Individuell, hochwertig, fortschrittlich. fortschrittlich. Diagramm 2: Art der Existenzgründung nach Altersgruppen. Art der Existenzgründung nach Altersgruppen. ärzte der mittleren Altersgruppe (31 bis 40 Jahre) mit ärzte der mittleren Altersgruppe (31 bis 40 Jahre) mit 551.000 Euro durchschnittlich am meisten Geld für eine 551.000 Euro durchschnittlich am meisten Geld für eine Einzelpraxisneugründung in 2016 investierten. Und auch bei Einzelpraxisneugründung in 2016 investierten. Und auch bei den Einzelpraxisübernahmen lag diese Altersgruppe mit den Einzelpraxisübernahmen lag diese Altersgruppe mit 360.000 Euro auf dem Spitzenplatz. Die älteren Zahnärzte (über 40 Jahre) legten bei der Finanzierung hingegen deutliche Zurückhaltung an den Tag und investierten bei Einzelpraxis- übernahmen 289.000 Euro. Die Trends der letzten Jahre zeigten, dass im Vergleich Frauen tendenziell vorsichtiger mit ihrem Geld umgehen als Männer. Während Zahnärzte im Schnitt 372.000 Euro für die Über- nahme einer Einzelpraxis ausgaben, betrug die Finanzierungs- summe der weiblichen Kollegen nur 301.000 Euro. Bei der Neugründung gingen die Investitionskosten der Zahnärztinnen mit 509.000 Euro im Vergleich zu 2015 leicht zurück. Männ- liche Kollegen investierten mit durchschnittlich 543.000 Euro 7 % mehr als ihr weiblicher Gegenpart. sehen für viele niedergelassene Zahnärzte die „Selbstständig- sehen für viele niedergelassene Zahnärzte die „Selbstständig- keit und Freiberuflichkeit“, der „Kontakt mit Menschen“ sowie keit und Freiberuflichkeit“, der „Kontakt mit Menschen“ sowie die „Möglichkeit, einen Heilberuf auszuüben“ die zentralen die „Möglichkeit, einen Heilberuf auszuüben“ die zentralen Positivargumente für die Berufsausübung. Positivargumente für die Berufsausübung. In allen Niederlassungsformen sowohl bei Allgemein- als auch bei Fachzahnarztpraxen machten die Ausgaben für Geräte und Einrichtung einen Großteil des Finanzierungsvolumens aus. Die hohen Investitionen zeigen, wie notwendig aus ökono- mischer Sicht mittlerweile eine umfangreiche technisch-appa- rative Ausstattung in der Zahnarztpraxis ist. Ohne moderne Technik ist es heute schwierig, sich als Existenzgründer im unternehmerischen Wettbewerb zu platzieren. * Die vollständige Analyse der „Investitionen bei der zahnärztlichen Existenz- gründung 2016“, in der das gesamtdeutsche Finanzierungsvolumen allge- meinzahnärztlicher Praxen dargestellt wird, kann unter www.idz-koeln.de als PDF heruntergeladen werden. 6 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH T e x t : E l i s a b e t h W e i ß e T e x t : E l i s a b e t h W e i ß e dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 7 Die Geschichte der Dentlounge Herdecke reicht über 30 Jahre zurück. In ihrer jetzigen Form existiert sie allerdings noch Die Geschichte der Dentlounge Herdecke reicht über 30 Jahre zurück. In ihrer jetzigen Form existiert sie allerdings noch nicht so lange. 2011 begannen Dr. Bernd und Dr. Marc Hetheier mit der Suche nach neuen Räumlichkeiten und Planung nicht so lange. 2011 begannen Dr. Bernd und Dr. Marc Hetheier mit der Suche nach neuen Räumlichkeiten und Planung des Praxisumzugs. Das helle und offene Raumkonzept der neuen Praxis geht auf, und dank moderner Ausstattung und des Praxisumzugs. Das helle und offene Raumkonzept der neuen Praxis geht auf, und dank moderner Ausstattung und Blick ins Grüne hat sich der Umzug 2013 gelohnt. Blick ins Grüne hat sich der Umzug 2013 gelohnt. Die Dentlounge Herdecke ist eine moderne Mehrbehand- Die Dentlounge Herdecke ist eine moderne Mehrbehand- lerpraxis mit eigenem Dentallabor, geführt von Dr. Marc lerpraxis mit eigenem Dentallabor, geführt von Dr. Marc Hetheier. Sie deckt das ganze Spektrum der Zahnheilkunde Hetheier. Sie deckt das ganze Spektrum der Zahnheilkunde ab und setzt vor allem auf schonende und moderne Be- ab und setzt vor allem auf schonende und moderne Be- handlungsmethoden. handlungsmethoden. Familienpraxis in 2. Generation Familienpraxis in 2. Generation Die Ursprünge der Praxis liegen im Jahr 1983 in Herdecke, Die Ursprünge der Praxis liegen im Jahr 1983 in Herdecke, als Dr. Bernd Hetheier die Praxis Dr. Hetheier gründete. Im als Dr. Bernd Hetheier die Praxis Dr. Hetheier gründete. Im Jahr 2011 schloss er sich gemeinsam mit seinem Sohn Dr. Jahr 2011 schloss er sich gemeinsam mit seinem Sohn Dr. Marc Hetheier zur Dentlounge Herdecke zusammen. Ende Marc Hetheier zur Dentlounge Herdecke zusammen. Ende 2011 waren sie auf der Suche nach einem neuen Objekt. 2011 waren sie auf der Suche nach einem neuen Objekt. Die Wahl fiel auf ein bereits neu gebautes Mietobjekt, wo Die Wahl fiel auf ein bereits neu gebautes Mietobjekt, wo- durch den beiden Zahnärzten alle Möglichkeiten offenstan durch den beiden Zahnärzten alle Möglichkeiten offenstan- den, eine moderne Praxis ganz nach eigenen Wünschen und den, eine moderne Praxis ganz nach eigenen Wünschen und Vorstellungen von der Entwurfsplanung an zu realisieren. Vorstellungen von der Entwurfsplanung an zu realisieren. Anderthalb Jahre nach Planungsbeginn folgte dann im April Anderthalb Jahre nach Planungs beginn folgte dann im April 2013 der Umzug in die neuen Räumlichkeiten. Dank 340 m² 2013 der Umzug in die neuen Räumlichkeiten. Dank 340 m² Fläche verfügt die Gemeinschaftspraxis über eine offene Fläche verfügt die Gemeinschaftspraxis über eine offene Raumstruktur inklusive angeschlossenem 80 m² großen Raumstruktur inklusive angeschlossenem 80 m² großen Dentallabor. Die Dentlounge Herdecke ist zudem der Dentallabor. Die Dentlounge Herdecke ist zudem der Zweitstandort zur Dentlounge Kirchhörde in Dortmund, die Zweitstandort zur Dentlounge Kirchhörde in Dortmund, die von Dr. Marc Hetheiers Frau Dr. Carmen Hetheier seit 2012 von Dr. Marc Hetheiers Frau Dr. Carmen Hetheier seit 2012 geführt wird. geführt wird. Abb. 2 Abb. 2 Abb. 2: Der großzügige Empfangsbereich der Dentlounge Herdecke heißt alle Patienten willkommen. Offenes und helles Raumkonzept Offenes und helles Raumkonzept Beim Betreten der Dentlounge Herdecke spürt man sofort Beim Betreten der Dentlounge Herdecke spürt man sofort das besondere Flair der offen geschnittenen Praxis. Der das besondere Flair der offen geschnittenen Praxis. Der großzügige und sehr helle Empfangsbereich lässt genug großzügige und sehr helle Empfangsbereich lässt genug Raum zum Durchatmen. Patienten fühlen sich frei und nicht Raum zum Durchatmen. Patienten fühlen sich frei und nicht eingeengt, was nicht zuletzt Angstpatienten zugutekommt. eingeengt, was nicht zuletzt Angstpatienten zugutekommt. Das große Birkenbild gegenüber der Rezeption strahlt Ge- Das große Birkenbild gegenüber der Rezeption strahlt Ge- borgenheit aus, macht neugierig und lädt zum Träumen ein. borgenheit aus, macht neugierig und lädt zum Träumen ein. Schweift dann der Blick vom Eingang weiter nach hinten, Schweift dann der Blick vom Eingang weiter nach hinten, schauen die Patienten direkt durch die gläserne Wand ins schauen die Patienten direkt durch die gläserne Wand ins einladende Wartezimmer. einladende Wartezimmer. Absolutes Highlight der Praxis: der Weitblick in die Natur. Absolutes Highlight der Praxis: der Weitblick in die Natur. Der Wartebereich ist als großzügige Lounge angelegt. Durch Der Wartebereich ist als großzügige Lounge an gelegt. Durch die bodentiefe Fensterfront blicken die Patienten auf die die bodentiefe Fensterfront blicken die Patienten auf die Abb. 1 Abb. 1 Abb. 3 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 4 Abb. 3: Praxisinhaber Dr. Marc Hetheier (links) gemeinsam mit seinem Vater Dr. Bernd Hetheier. – Abb. 4: Bodentiefe Fenster ermöglichen den Naturblick auf Abb. 3: Praxisinhaber Dr. Marc Hetheier (links) gemeinsam mit seinem Vater Dr. Bernd Hetheier. – Abb. 4: Bodentiefe Fenster ermöglichen den Naturblick auf Abb. 1: Blick auf die Wartelounge. Gegenüber der Rezeption lädt das Birkenbild zum Träumen ein. die Ruhr von der Wartelounge aus. 24 24 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH ASSISTENTENHANDBUCH 25 25 Das neue Assistentenhandbuch ist da! Bisher als dentalSUCCESS geführt, präsentiert die OEMUS MEDIA AG ab sofort den beliebten Ratgeber zur Nieder - lassung mit neuem Namen, überarbeiteten Inhalten und in einem neuen, reduziert-klarem Layout. Die Publikation zielt darauf hin, Absolventen und Assistenzzahnärzte durch die Auswahl wesentlicher Informationen und fundierten Wissens auf ihr Arbeitsleben vorzubereiten. „Der Zahnarzt muss auch Unternehmer sein“, tönt es mittlerweile von allen Seiten. Doch, was wie ein plötzlicher Paradigmenwechsel klingen mag, beschreibt eine längst bekannte und unumstößliche Entwick- lung: Betriebswirtschaft, Marketing, Recht und Steuern ge- hören heute genauso zum Praxisalltag dazu wie Bohrer und Behandlungsstuhl. Und genau dort setzt auch das Assistentenhandbuch an. Es möchte jungen Zahnmedizinern vermitteln, welche Pflich- ten und Hürden, aber auch welche Rechte und Möglichkeiten der Zahnarztberuf mit sich bringt. Zu diesem Zweck befasst sich das Heft mit den finanziellen und rechtlichen Aspekten einer Praxisgründung und gibt hilfreiche Tipps zur Existenz- 52 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH gründung und Selbstständigkeit. Der Online-Ratgeber rückt wichtige Themen wie Datenschutz und Altersvorsorge in den Fokus. Praxen mit erfolgreichen Konzepten, die als Inspirationsquelle für die eigene Zukunft dienen können, werden porträtiert und Gründer teilen ihre Erfahrungen mit den Lesern. Psycho logische Kniffe für die Kommunikation mit Patienten und Mit arbeitern komplettieren das inhaltlich viel- fältige An gebot. Unter www.oemus/publikationen ist das Assistentenhandbuch abrufbar. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das E-Paper als Print on Demand zu bestellen. KONTA K T OEMUS MEDI A AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-201 Fax: 0341 48474-390 grasse@oemus-media.de www.oemus.com
S T U D I U M U N D M E H R 14. Jahrgang · März 2018 · ISSN 1860-630X · Preis: % 3,50 zzgl. MwSt. dentalfresh 20181 Das Magazin für junge Zahnmedizin dentalfresh even fresher even fresher Für angehende Zahnärzte, Assistenten oder auch Praxis- neugründer ist nicht nur das an der Hochschule erworbene Vorsprung durch Wissen Die dentalfresh bietet Beiträge zu unterschiedlichsten Fach- Fachwissen entscheidend. In gleicher Weise zählen Erkennt- themen und Veranstaltungen und informiert über die online nisse und Informationen zu zahnmedizinischen Neuerungen, ver fügbare Fachkommunikation. Zudem berichtet sie aus zu fachpolitischen Ereignissen und wirtschaftsrechtlichen Fra- einem speziellen Blickwinkel über die Aktivitäten von Fach- gestellungen und Aspekten, um in Studium und Beruf über- gesellschaften sowie Unternehmen und ihre Produkte. Nicht durchschnittlich erfolgreich zu sein. Denn je breiter und fundier- zuletzt steht das Leben von Studenten und jungen Zahn- ter man informiert ist, desto klarer werden die einzelnen Schritte medizinern im besonderen Fokus der neuen dentalfresh. und desto erfolgreicher die Verwirklichung der eigenen Ziele. Hierzu zählen auch Erfahrungsberichte von Studenten, die Neues Jahr. Neues Konzept. Neues Layout. Der Bundesverband der Zahnmedizinstudenten in Deutsch- ihre Famulatur oder ein Semester im Ausland wagten. Interes- sierte seien ermutigt, ihre Erfahrungen zu teilen und an die dentalfresh zu senden. land e.V. (BdZM) gibt deshalb seit nunmehr elf Jahren ein Auf facebook.com/dentalfresh.community kann man außer- bundesweit erhältliches Magazin heraus, das 2018 ganz dem in direkten Kontakt mit dem dentalfresh-Team treten und neu in Erscheinung tritt. Mit der neuen dentalfresh informiert sich über News und Aktivitäten rund um die Zahnmedizin der BdZM Zahnmedizinstudenten, Assistenten und junge hautnah informieren. Zahnärzte gleichermaßen über klassische Themen rund um das Zahnmedizinstudium und die Aktivitäten des BDZM, so - wie zu wichtigen Fragestellungen, die den gesamten Prozess Jetzt abonnieren! Die dentalfresh erscheint viermal im Jahr und kann im Jahres- von Studium über die Assistenzzeit bis hin zu Berufseinstieg abonnement zum Preis von 20 EUR/Jahr inkl. MwSt. und bzw. Niederlassung umfassen. Neben organisatorischen As- Versandkosten bezogen werden. Das Abonnement umfasst pek ten in allen Phasen geht es zudem um berufsrechtliche vier Ausgaben pro Jahr. Bestellungen sind per E-Mail unter und juristische Aspekte, Praxis modelle, Konzepte zur Gestal- grasse@oemus-media.de oder online unter www.oemus. tung der eigenen beruflichen Entwicklung oder Themen rund com/abo möglich. um das große Feld der Work-Life-Balance. 53 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D M E H R ZWP online: Dein tägliches News-Update aus der Dentalbranche www.zwp-online.info Seit zehn Jahren informiert das dentale Nachrichten- und Informa- tionsportal ZWP online tagtäglich aus der Welt der Zahnmedizin. Wer auf der Suche nach frischem Newscontent aus dem Fach- bereich oder Events, Produkten, Unternehmen, Jobangeboten, CME-Fortbildungen, Live-OPs, Bildern oder Videos ist – ist auf www.zwp-online.info genau richtig. Die Nachrichtenplattform weist dabei alle Features auf, die die moderne Medientechno- logie derzeit zu bieten hat: Sei es die responsive Darstellung auf allen mobilen Endgeräten, die uneingeschränkte Lesbarkeit auf allen gängigen Tablets inkl. ePaper- Funktion für alle OEMUS MEDIA- Publikationen oder die Übertragung von Live-OPs. Die Leser profitieren auf ZWP online von einer beispiellosen struk- turierten Vernetzung der Print- und interaktiven Onlinemedien. Newsletter liefern Update Der ZWP online-Newsletter versorgt wöchentlich mehr als 33.000 Empfänger mit aktuellsten Informationen aus Zahn- medizin, Wissenschaft, Fortbildung, Event, Berufspolitik und Wirtschaft. Darüber hinaus gibt es Newsletter für Zahnmedizi- nische Fachangestellte, Zahntechniker, Kieferorthopäden und Studenten sowie Spezialisten-Newsletter für die einzelnen Teildisziplinen der Zahnmedizin. Der Newsletter Dental Life & Style komplettiert das Portfolio mit Berichten aus den The- menbereichen Reise, Auto, Fashion, Beauty & Architektur. Darüber hinaus bietet das Portal einen CME-Community Newsletter an, der monatlich über die neuesten Onlinefortbil- dungen auf ZWP online informiert. Zur Newsletter Anmeldung 54 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D M E H R dentalfresh- Community auf Facebook ZWP-Themen bieten Fachinformationen auf einen Klick Die Rubrik „ZWP Thema“ ermöglicht einen schnellen Zugriff auf Fachinformationen zu einem Spezialthema. Monatlich rückt das „ZWP Thema“ ein neues Gebiet der Zahnmedizin in den Fokus. Neben zahlreichen News, Videobeiträgen und diversen Bildergalerien werden dem Leser gebündelt fach- übergreifend wissenschaftliche Informationen in Form von Fach- bzw. Anwenderberichten sowie Marktübersichten und Produktinformationen schnell abrufbar zur Verfügung gestellt. „Zahnis“ – mit eigenem Themenspecial auf ZWP online Junge Zahnmediziner können sich in dem eigens für Studen- ten und Assistenten eingerichteten ZWP-Thema (www.zwp- online.info/zwp-thema) „Junge Zahn medizin“ über das Leben an der Uni, Neues aus der Zahnmedizin, Tipps und Tricks zur Niederlassung, Fortbildungsangebote, Finanzratschläge sowie ersten Schritten im Studium informieren. Den richtigen Job finden Schnell, unkompliziert und punktgenau liefert die Jobbörse auf ZWP online alle freien Stellen in zahnmedizinischen Arbeits bereichen – gut sortiert auf einen Blick. Über den ent- sprechenden Menüpunkt im rechten oberen Seitenbereich der Startseite gelangt der User in die Rubrik. Eine anwender- freundliche Eingabemaske mit gewünschter Berufsbezeich- nung bzw. Ortswahl macht die Suche nach dem Traumjob zum Kinderspiel. In Nullkommanix erhält der User einen Über- blick zu allen Jobangeboten der Dentalwelt. Ob Zahnarzt, Zahntechniker, Helferin oder Handelsvertreter – bei derzeit über 1.000 Angeboten ist der Traumjob nicht mehr weit: www.zwp-online.info/jobsuche Die dentalfresh als ePaper lesen Als Mitteilungsorgan des BdZM informiert die Zeitschrift „dentalfresh“ neben der Verbandstätigkeit auch über alle wirt- schaftlichen und fachlich relevanten Themen für Studenten und Assistenten. Die jeweils neueste Ausgabe kann auf ZWP online als ePaper schnell und unkompliziert abgerufen werden. Dieser Service ist kostenfrei. Mittendrin statt nur dabei: Netzwerken auf Facebook, Twitter & Co. Folgt uns im Social Web! Wer ZWP online bei Instagram, Twitter, Facebook und Google+ abonniert, bleibt immer auf dem Laufenden und kann aktiv mitreden. Übrigens: ZWP online steht über eine eigene App, die im Google Play Store oder App Store downloadbar ist, zur Ver- fügung. ZWP online auf Facebook ZWP online auf Twitter ZWP online bei Google+ ZWP online auf Instagram Zur aktuellen Ausgabe der dentalfresh dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 55
S T U D I U M U N D M E H R Universitätsverzeichnis Aachen Universität Uniklinik RWTH Aachen Adresse Pauwelsstraße 30 52074 Aachen 52074 Aachen Tel.: 0241 80-89184 Quelle www.charite.de fs-zahnmedizin@ukaachen.de www.hochschulstart.de BAföG-Amt Dekanat Amt für Ausbildungsförderung Dekan Prof. Dr. Axel Radlach Pries, MD Turmstraße 3 52072 Aachen Charité – Universitätsmedizin Berlin Charitéplatz 1 10117 Berlin Tel.: 0241 80-0, -84444 Tel.: 0241 80-93200 Studienbeginn WS Zulassungszahlen 62 Studiengebühren keine Quelle bafoeg@stw.rwth-aachen.de Tel.: 030 450-570251 AStA/Studierendenrat Fachschaft Pontwall 3 52062 Aachen Tel.: 0241 80-93792 Mo–Fr: 10.00–14.00 Uhr Mensa · Mensa Vita Helmertweg 1, 52074 Aachen CharitéCentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Aßmannshauser Straße 4–6 14197 Berlin Tel.: 030 84456203 info@svzm.de www.svzm.de www.rwth-aachen.de Mo – Fr: 11.30 –14.30 Uhr BAföG-Amt www.asta.rwth-aachen.de · Mensa Eupener Straße Studierendenwerk Berlin www.hochschulstart.de www.ukaachen.de Eupener Straße 70, 52066 Aachen Amt für Ausbildungsförderung Mo – Do: 11.30 –14.15 Uhr Behrenstraße 40/41 Erstsemesterveranstaltung · Mensa Bayernallee Fr: 11.15 –14.00 Uhr 10117 Berlin Tel.: 030 93939-70 am 1. Tag des Wintersemesters Bayernallee 9, 52066 Aachen Di: 10.00–12.00 Uhr, 13.30–15.30 Uhr Mo – Fr: 11.15 –14.30 Uhr Do: 15.00–18.00 Uhr Dekanat Dekan Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Stefan Uhlig Pauwelsstraße 30 52074 Aachen Tel.: 0241 80-89167 dekanat@ukaachen.de Berlin Universität Mensa · Mensa Charité Zahnklinik Aßmannshauser Str. 2 – 6, 14197 Berlin Mo – Fr: 8.15 –15.15 Uhr · Mensa HU Süd Unter den Linden 6, 10117 Berlin Sprechstunde nach Vereinbarung Charité – Universitätsmedizin Berlin Mo – Fr: 8.30 –15.00 Uhr Studienberatung Adresse Zentrale Studienberatung CharitéCentrum für Zahn-, Templergraben 83/Ecke Pontstraße Mund- und Kieferheilkunde Parterre/1. Etage Tel.: 0241 80-94050 Aßmannshauser Straße 4 – 6 Bonn 14197 Berlin studienberatung@rwth-aachen.de Tel.: 030 450-56773 Universität Mo: 10.00–12.30 Uhr, 14.00–16.00 Uhr Di, Do, Fr: 10.00–12.30 Uhr Mi: 14.00–16.00 Uhr Studienbeginn WS und SS Fachschaft Uniklinikum Aachen Fachschaft Zahnmedizin Pauwelsstraße 30 Zulassungszahlen 45 Studiengebühren Etage E · Flur 41 · Raum 8 keine Rheinische Friedrich-Wilhelms- Universität Bonn Adresse Regina-Pacis-Weg 3 53113 Bonn Studienbeginn WS 56 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
S T U D I U M U N D M E H R Zulassungszahlen Mensa Tel.: 0351 458-2828 75 · Mensa Nassestraße stdsek@mailbox.tu-dresden.de Studiengebühren Mo – Fr: 11.30 –19.30 Uhr Studienberatung Nassestraße 11, 53113 Bonn keine Quelle www.uni-bonn.de www.hochschulstart.de Dekanat Sa: 12.00 –13.45 Uhr · Mensa Poppelsdorf Zentrale Studienberatung Strehlener Straße 24 (Raum 511) Endenicher Allee 19, 53115 Bonn 01069 Dresden Mo – Do: 11.30 –14.30 Uhr Tel.: 0351 463-39810 Fr: 11.30 –14.00 Uhr · Mensa Reichenbach Von-Liebig-Straße 20 studienberatung@tu-dresden.de Di: 9.00 –12.00 Uhr, 13.00 –17.00 Uhr Do: 9.00 –12.00 Uhr, 13.00 –16.00 Uhr Dekan Prof. Dr. med. Nicolas Wernert 53359 Reichenbach Fr: 9.00 –12.00 Uhr Sigmund-Freud-Straße 25 Mo – Fr: 11.00 –14.00 Uhr Haus 33 53127 Bonn Tel.: 0228 287-19299 · Mensa St. Augustin Grantham-Allee 20 53757 St. Augustin Fachschaft Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Fetscherstraße 74 · Haus 17 sekretariat.dekanat@ukbonn.de Mo – Do: 11.30 –14.30 Uhr 01307 Dresden Mo: 10.00 –12.00 Uhr Mi: 13.00 –14.30 Uhr Fr: 9.00 –11.30 Uhr sowie nach Vereinbarung Studiendekanat Anke Stümpfig Tel.: 0228 287-16673 Fr: 11.30 –14.00 Uhr Tel.: 0351 458-5689 Dresden Universität BAföG-Amt Studentenwerk Dresden Amt für Ausbildungsförderung Fritz-Löffler-Straße 18 01069 Dresden Tel.: 0351 4697-526 anke.stuempfig@ukbonn.de Technische Universität Dresden bafoeg@studentenwerk-dresden.de www.studentenwerk-dresden.de Di: 9.00 –12.00 Uhr Do: 13.00 –17.00 Uhr AStA/Studierendenrat Studentenrat TU Dresden TU-Kerngelände Haus der Jugend · Baracke 1 George-Bähr-Straße 1e 01069 Dresden Tel.: 0351 463-32042, -32043 stura@stura.tu-dresden.de Mo: 12.00 –15.00 Uhr Di: 9.00 –11.30 Uhr, 12.00 –15.00 Uhr Do: 9.00 –11.30 Uhr, 12.00 –15.00 Uhr Fr: 9.00 –11.30 Uhr, 12.00 –13.00 Uhr Mensa · Neue Mensa Bergstraße 51, 01069 Dresden Mo – Fr: 10.30 –15.00 Uhr Studienberatung Zentrale Studienberatung Poppelsdorfer Allee 49 53115 Bonn Tel.: 0228 73-7080 zsb@uni-bonn.de Mo – Do: 9.30 –12.00 Uhr Mo, Di: 13.30 –15.00 Uhr Do: 13.30 –17.00 Uhr Adresse Mommsenstraße 11 01069 Dresden Tel.: 0351 463-0 infostelle@tu-dresden.de Studienbeginn WS mittwochnachmittags und Zulassungszahlen freitags geschlossen 59 Fachschaft Studiengebühren Fachschaftsraum der Zahnklinik keine Quelle www.tu-dresden.de www.hochschulstart.de Dekanat Welschnonnenstraße 17 53111 Bonn fszmed@gmx.de www.fszmed.uni-bonn.de BAföG-Amt Nassestraße 11 53113 Bonn Tel.: 0228 73-5086 Nassestraße 11 53113 Bonn Tel.: 0228 7370-30 info@asta-bonn.de Di und Do: 13.00 –15.00 Uhr susanne.krause@uniklinikum-dresden.de · Mensa Reichenbachstraße Dekan Prof. Dr. med. Heinz Reichmann · Alte Mensa Sekretariat: Susanne Krause Mommsenstraße 13, 01069 Dresden Tel.: 0351 458-5060 Mo – Fr: 10.45 –15.00 Uhr AStA/Studierendenrat Studiendekanat Prof. Dr. Christian Hannig Reichenbachstraße 1, 01069 Dresden Mo – Do: 10.45 –15.00 Uhr Fr: 10.45 –14.00 Uhr Dekanatsgebäude (Haus 40) 1. OG, Zi. 203 · Mensologie Fiedlerstraße 27 01307 Dresden Blasewitzer Straße 84, 01307 Dresden Mo – Fr: 11.00 –14.30 Uhr dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 57
S T U D I U M U N D M E H R Düsseldorf Universität studienberatung@hhu.de Mo – Fr: 8.00 –18.00 Uhr BAföG-Amt Studentenwerk Düsseldorf Offene Sprechstunden ohne Termin: Universitätsstraße 1 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Di und Do: 10.00–12.00 Uhr 13.00–15.00 Uhr Adresse Universitätsstraße 1 40225 Düsseldorf Tel.: 0211 81-00 Studienbeginn WS Zulassungszahlen 54 Studiengebühren keine Quelle www.uni-duesseldorf.de www.hochschulstart.de Gebäude 21.12 40225 Düsseldorf Tel.: 0211 81-13381 Studienberatung Zahnmedizin Telefonische Sprechzeiten: Universitätsstraße 1 Gebäude 23.02 40225 Düsseldorf Mo und Do: 14.00 –16.30 Uhr Di und Fr: 8.30 –12.00 Uhr bafoegamt@stw-d.de Tel.: 0211 81-14392 oder -14393 kaever@med.uni-duesseldorf.de AStA/Studierendenrat Studienordnung vorhanden Kurswiederholung · Pflichtlehrveranstaltung – Universitätsstraße 1 Gebäude 25.23.U1.44 40225 Düsseldorf Tel.: 0211 81-13281 sekretariat@asta.uni-duesseldorf.de kann zweimal wiederholt werden Mensa · vor Teilnahme am 3. Prüfungs- · Universitätsmensa versuch kann die Pflichtlehrveran- Universitätsstraße 1 staltung einmal wiederholt werden Gebäude 21.11 · ist auch der 3. Prüfungsversuch 40225 Düsseldorf Dekanat nicht erfolgreich, kann die Prüfung Mo – Do: 11.30 –14.30 Uhr Dekan Prof. Dr. Nikolaj Klöcker noch zweimal wiederholt werden Fr: 11.30 –14.00 Uhr Moorenstraße 5 · Klinische Kurse (Praxis) – · Essenausgabe Süd Gebäude 11.72 · Raum 10 max. 4 Wiederholungen zulässig Universitätsstraße 1 40225 Düsseldorf Tel.: 0211 81-04602 Fachschaft med.dekanat@uni-duesseldorf.de Fachschaft Zahnmedizin Allgemeine Studienberatung Studierenden Service Center Moorenstraße 5 · Raum 2 40225 Düsseldorf (Alte Kieferklinik) Gebäude 25.31 40225 Düsseldorf Mo – Do: 11.30 –14.30 Uhr Fr: 11.30 –14.00 Uhr · restaurant & bar campus vita Universitätsstraße 1 · Gebäude 21.11 Universitätsstraße 1 · Gebäude 21.01 Tel.: 0211 81-17066 40225 Düsseldorf 40225 Düsseldorf Tel.: 0211 81-12345 fachschaft.zahnmedizin@uni- Mo – Do: 11.30 –21.30 Uhr duesseldorf.de Fr: 11.30–15.00 Uhr © LOFTFLOW/Shutterstock.com
G L O S S A R Glossar Abformmaterialien Materialien zur Abformung im Mund. Unterscheidung in starre und elastische Abformmaterialien. Craniomandibuläre Dysfunktion Schmerzhafte oder nicht schmerzhafte Funktionsstörungen der Muskel- und Kiefergelenkfunktion, Abk.: CMD. Abrasion Abnutzung von Zahnhartsubstanz durch Reibung i.d.R. mit körperfremden Materialien (z. B.: Putzkörper in Zahnpasta). distal Von der Zahnbogenmitte abgewandt. Adhäsive Haftende Substanz (eigentliche Haftvermittler) zum Befes tigen der Füllung im Zahn. Alveolarknochen Kieferknochen Amalgam Legierung mehrerer Metalle (i.d.R. Quecksilber). Auf grund des Quecksilbers werden nur noch Silberamal game bei Fül- lungen verwendet. Antagonist Gegenzahn. Der Zahn, auf den ein Zahn beim Kieferschluss im Gegenkiefer beißt. Apex (Wurzel-)Spitze, Kuppe aqui gleich, auf gleicher Höhe Attrition Abnutzung von Zahnhartsubstanz durch körper eigene Mate- rialien, also i.d.R. durch den Antagonisten. Aufbissschiene Herausnehmbare Kunststoffschiene (Okklusionsschiene/Sta- bilisierungsschiene) versehen mit Ein bissen für obere/untere Zahnreihen zur Neueinstellung des Kiefers. Verwendung bei Zahnfehlstellung. bukkal Zur Wange hin gerichtet. CAD/CAM Computer Aided Design („rechnerunterstützter Entwurf“)/ Computer Aided Manufacturing („rechnerunterstützte Ferti- gung“) – System zur Planung, Modellierung und Ausführung von festsitzendem Zahnersatz. distobukkal Von der Zahnbogenmitte abgewandt und wangenwärts gerichtet. divergierend In verschiedene Richtungen strebend. Erosion (Zahnmedizin) Zahnhartsubstanzverlust durch Einwirken von Flüssigkeiten/Säuren bzw. Gasen und Schleif körpern in Zahnpasten. Extraktion Verfahren zur mechanischen Entfernung eines nicht erhal- tungswürdigen Zahnes. exzessive Präparation ausgedehnte Präparation Fissuren Täler des Schmelzes auf der Kaufläche der Seitenzähne. Fluoridierung Zuführung von Fluoriden auf systematische (Kochsalz) und lokale (Natriumfluorid in Zahnpasten) Weise zur Prophylaxe von Karies. Foetor ex ore Schlechter Mundgeruch als Folge von Erkrankungen (z. B. Diabetes) und bakterieller Zersetzungs prozesse. Foramen (apikale) Öffnung des Wurzelkanals an der Wurzelspitze, durch die Blut-/Lymphgefäße und Nerven eintreten. Füllungsmaterialien Mischungen zur Herstellung von Füllungen. Unterscheidung zwischen plastischen (Amalgam) und starren (Keramikinlays) Füllungsmaterialien. Gingiva Der Teil der Mundschleimhaut (Mukosa), der dem Kieferdamm (Alveolarfortsatz) fest (unverschieblich) aufliegt. Chelatbildner Eigene organische Verbindung (wie Ionen-/Ligandenbindung), die mit Metallen stabile ringförmige Komplexe (Chelate) bilden. Gingivaextension Verfahren zur Neubildung von kerati n isiertem (verhorntem) Zahnfleisch und Verhinderung von Schädigungen der dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 59
G L O S S A R Knochenhaut der Alveole nach Zahnfleischrückgang und Konkrement künstlichem Zahnersatz. Gingivarezession Zahnstein. Dunkle, fest haftende verkalkte Ablagerung auf der Wurzeloberfläche, entstanden durch Mineralisation von Plaque. Entzündungsfreier Zahnfleischrückgang/Zahnfleischschwund. Kontamination Verschmutzung/Verunreinigung durch Mikroorganismen oder Gingivitis chemische Stoffe. Oberflächliche Entzündung des Zahnfleisches, die im chroni- schen Fall zu Parodontitis führt. koronal Zur Zahnkrone hin gerichtet. Glasionomerzement (Wurzel-)Füllungs-/Unterfüllungsmaterialien labial Guttapercha Produkt, das als thermoplastisches Abform material oder pro- visorisches Verschlussmaterial verwendet wird. lateral seitlich Die Lippe (Labium) betreffend, der Lippe zugewandt. Hartmetallfräser LeCron-Instrument Rotierende Instrumente mit glättender Schneidwirkung und Modellier instrument mit geriffeltem Griff sowie einem lanzett- definierter Spangröße beim Abtrag zur Bearbeitung von Metall und einem löffelförmigen Arbeitsende. oder Kunststoff. Indikation mesial Der Mittellinie des Kiefers zugewandt. Grund zur Durchführung einer ärztlichen Maßnahme, nach Abschätzen von Nutzen und Risiken. Mesialbiss infra unter kariöse Läsionen Durch Karies entstandene Defekte. Fehlstellung des Kiefers, bei der der Oberkiefer hinter dem Unterkiefer liegt (Unterbiss). mesiobukkal Zur Mittellinie (mesial) und wangenwärts (bukkal) gerichtet. mesiopalatinal Kavität Zur Mittellinie (mesial) und zum Gaumen hin (palatinal) orientiert. Der zur Aufnahme einer Füllung präparierte Defekt nach Ent- fernen kariöser Zahnhart subs tanz. Molaren Mahlzähne des mensch lichen Ober- und Unterkiefers mit Kavitätenboden den größten Kauflächen. Zur Pulpa hin gerichtete Grenzfläche einer okklusalen Kavität. Morphologie K-Feile Lehre der Form und Struktur der Organismen. Grundlage der Feilengrundtyp: Instrument zur Wurzelkanalaufbereitung mit Systematik/Evolutionslehre. spiralförmigen Schneiden (Anstiegswinkel von 45°) mit einer drehenden/schabenden Handhabung. Obliteration Hartsubstanzbildung mit Einengung des Pulpalumens infolge Kofferdam eines Trau mas. Spanngummi aus elastischem Plastik/Latex, der zur Ab- schirmung des zu behandelnden Zahnes vom restlichen Okklusalfläche Mundraum oder vom Speichel dient. Verwendung insbe- Kaufläche. Teil des Zahnes, der zur Zerkleinerung der Nah- sondere bei Wurzelkanalbehandlungen und beim Einset- rung dient. zen von Füllungen. Komposite Okklusion Verschluss der normalen Schlussbissstellung der Zähne. Zahnfarbenes (i.d.R. lichthärtendes) Füllungsmaterial aus Bezeichnet jeden Kontakt der Zähne des Ober-/Unter- einer Kunststoffmatrix. konisch kegelförmig kiefers. OPMI Operationsmikroskop 60 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
G L O S S A R © Frannyanne/Shutterstock.com orthoradial senkrecht palatinal professionelle Zahnreinigung Mechanische Entfernung bzw. Reinigung aller harten/weichen Belä ge auf den Zähnen beim Zahnarzt. Zum Gaumen hin liegend. Propädeutik Vorbildung oder Einfüh rung in eine Wis senschaft oder Parodontalsonde Graduiertes In strument zur Messung der Sondierungstiefe/ Taschentiefe. Parodontitis ein Studium. Pulpa Weichgewebe im Inneren des Zahn es (Zahnmark), beste- hend aus Bindegewebe, Blutgefäßen, Nerven und Lymph- Entzündliche Erkrankung der Zahnfleisch taschen. gefäßen. Perforation Pulpakammerdach Durchlöcherung/Durchbohrung Zahnhartsubstanz zwischen Pulpa und Kavität. Prämolaren Pulpakavum Zähne zwischen Eckzahn und den Molaren (in der Zählung Pulpakammer. der 4. und 5. Zahn). Zweihöckrige Oberfläche mit i.d.R. ein Der von der Kronen pulpa eingenommene Raum im In neren bis zwei Wurzeln. des Zahnes. dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 61
G L O S S A R Pulpitis Wurzelspitzenresektion Meist infektiöse Entzündung der Pulpa, verursacht durch Operativer Eingriff an der Wurzelspitze. Möglich nach einer mechanische, thermische und chemische Reizung oder endodontischen Behandlung. Bakterien. Ramifikation Xerostomie Trockenheit der Mundschleimhaut durch verminderte Speichel- Verästelung des Wurzelkanals im Bereich der Wurzelspitze. produktion. Remineralisation Xylitol Erneute Einlagerung verloren gegangener/zerstörter Mineralien Verwendung als nicht gärbares Kohlenhydrat (Zuckeraus- des Zahnschmelzes nach vorangegangener Demineralisierung. tauschstoff) mit kariostatischer und antikariogener Substanz. Sekundärkaries Zahnbelag Erneute Kariesbildung am Rand von Füllungen/Kronen durch Auflagerung (Plaque) an den Zahn oberflächen. zu breite Randspalten oder mangelnde Mundhygiene. Zahnhals Spreader Bereich der Zahnschmelzgrenze zum Zahn zement, der im Spreizer. Instrument für die laterale Verdichtung von Gutta- gesunden Gebiss von Zahnfleisch bedeckt ist. perchastiften im Wurzelkanal. Step-back-Technik Oberbegriff für Zahnschmelz, Dentin (Zahnbein) und Wurzel- Methode zur konischen Wurzelkanalaufbereitung. zement. Zahnhartsubstanz Stiftaufbau Zahnimplantat Wiederherstellung eines Zahnes durch Verankerung der Fül- In den Kieferknochen eingesetztes künstliches Material, das lungen mittels eines Stiftes im Wurzelkanal. für die Fixierung des Zahnersatzes die Funktion der Zahn- sub unterhalb super über supra oberhalb taktil wurzel übernimmt. Zahnkaries Erkrankung des Dentins/Zahnschmelzes durch den Einfluss von Säuren oder mangelnde Mund hygiene. Zahnkrone Bezeichnung für den oberen Teil des Zahnes außerhalb des Zahnfleisches sowie den hergestellten Zahn ersatz. Zahnschmelzhypoplasie den Tastsinn betreffend Defekte am Zahnschmelz, wie verminderter Zahnschmelz, Trepanation Anbohrung eines nervtoten Zahnes und koronale Eröffnung Zahnstein weißliche Flecken oder Rillen. des Pulpakavums des Zahnes mit dem Ziel der Druckent- Feste Auflagerung auf dem Zahn, entstanden durch Einlage- lastung des betroffenen Zahnes und der Zugänglichmachung rung von Mineralien aus dem Speichel und Plaque. des Wurzelkanals. Verblockung zervikal Im Bereich des Zahnhalses gelegen. Betrifft auch den an- Die starre Verbindung von Zähnen. Primäre Verblockung: grenzenden Schmelz und Wurzelzement. durch verbundene Kronen, Inlays oder Schienen. Sekundäre Verblockung: durch Geschiebe oder Tele skope. Vitalitätsprüfung Feststellen der Vitalität des Zahn marks mithilfe von Kälte oder elektrischen Reizen zur Feststellung, ob ein Zahn lebt oder nicht. Wurzelkanalbehandlung Füllung/Aufbereitung des Wurzelkanals zur Versorgung eines Zahnes, dessen Pulpa irreversibel geschädigt ist. zirkumferent drumherum 62 dentalfresh STUDENTENHANDBUCH
I M P R E S S U M Impressum Verleger: Torsten R. Oemus Verlag: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 kontakt@oemus-media.de Deutsche Bank AG, Leipzig IBAN DE20 8607 0000 0150 1501 00 BIC DEUTDE8LXXX Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner (V.i.S.d.P.) Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller Produktionsleitung: Gernot Meyer Tel.: 0341 48474-520 meyer@oemus-media.de Redaktionsleitung: Antje Isbaner Tel.: 0341 48474-120 a.isbaner@oemus-media.de Redaktion Marlene Hartinger Tel.: 0341 48474-133 hartinger@oemus-media.de Produktmanager: Simon Guse Tel.: 0341 48474-225 s.guse@oemus-media.de Korrektorat: Frank Sperling/Sophia Pohle Tel.: 0341 48474-125 Marion Herner Tel.: 0341 48474-126 Art Direction: Dipl.-Des.(FH) Alexander Jahn Tel.: 0341 48474-139 a.jahn@oemus-media.de Satz: Stanley Baumgarten Tel.: 0341 48474-130 s.baumgarten@oemus-media.de Max Böhme Tel.: 0341 48474-118 m.boehme@oemus-media.de Verlags- und Urheberrecht: Das E-Book und die enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheber- rechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt besonders für Vervielfältigungen, Über- setzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Einverständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausge- setzt, sofern nichts anderes vermerkt ist. Für unverlangt eingesandte Bücher und Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Bei Einsendung an die Redaktion wird das Einverständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausgesetzt, sofern nichts anderes vermerkt ist. Mit anderen als den redaktionseigenen Signa oder mit Ver- fassernamen gekennzeichnete Beiträge geben die Auffassung der Ver- fasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Beitrages trägt die Verantwortung. Gekenn- zeichnete Sonderteile und Anzeigen befinden sich außerhalb der Verant- wortung der Redaktion. Für Verbands-, Unternehmens- und Marktinfor- mationen, insbesondere Marktübersichten, kann keine Gewähr übernom- men werden. Eine Haftung für Folgen aus unrichtigen oder fehlerhaften Darstellungen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Gerichtsstand ist Leipzig. dentalfresh STUDENTENHANDBUCH 63
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