Branchenmeldungen 13.10.2026
98. Jahrestagung der DGKFO – Über Schönheit, Funktion und künstliche Intelligenz
Vom 30. September bis zum 3. Oktober 2026 fand die DGKFO-Jahrestagung in Baden-Baden statt. Nach der Begrüßung durch DGKFO-Präsident Prof. Dr. Bernd Koos (Tübingen) führte Tagungspräsidentin Prof. Dr. Angelika Stellzig-Eisenhauer (Würzburg) in den ersten Schwerpunkt – „Mythos Schönheit – messbar, beeinflussbar?“ – ein. „Funktion und Ästhetik sind in der Kieferorthopädie untrennbar miteinander verbunden“, betonte die Tagungspräsidentin.
Vom gewünschten Ergebnis zurück zur Planung
Wie sich objektive Befunde und persönliche Erwartungen zu einer tragfähigen Entscheidung zusammenführen lassen, zeigte Dr. Renato Cocconi (Parma) mit seinem Vortrag mit dem Titel „Goal directed, patient-centered treatments – The delicate transition from adolescence to young adulthood“. Anhand interdisziplinärer Fallbeispiele verdeutlichte er, wie stark die kieferorthopädische Planung von einer späteren restaurativen oder chirurgischen Behandlung abhängt. Gerade beim Übergang vom Jugendlichen zum jungen Erwachsenen müssten Entscheidungen in einen längerfristigen Behandlungsweg eingeordnet werden. Die Wahl einer Apparatur könne erst folgen, wenn das Ziel und die einzelnen Schritte geklärt seien.
Cocconi stellte dabei die Position der Zähne im Gesicht vor ihre endgültige Form. Soll beispielsweise eine restaurative Korrektur erfolgen, reicht es nicht, zunächst Lücken zu schließen und anschließend über die Versorgung nachzudenken. Zahnpositionen, Platzverhältnisse, Proportionen und Weichgewebe müssen frühzeitig aufeinander abgestimmt werden. Ein Mock-up kann helfen, die spätere Form im Patientenmund zu erproben und von den gewonnenen Erkenntnissen die kieferorthopädische Vorbereitung abzuleiten. Damit wird die restaurative Planung zu einem integralen Bestandteil des Ausgangskonzepts.
Neben der technischen Planung ist laut Cocconi die Beziehung zum Patienten elementar. Eine fachlich überzeugende Lösung müsse verständlich vermittelt und mit den persönlichen Erwartungen abgeglichen werden. Nutzen, Aufwand und Grenzen einer Behandlung gehören deshalb ebenso in das Gespräch wie das mögliche ästhetische Ergebnis, so Cocconi. Seine Fallbeispiele machten deutlich, wie viel Verantwortung bereits in der Definition des Ziels liegt. Digitale Set-ups können diese Arbeit unterstützen; die Entscheidung über den Behandlungsweg bleibt beim behandelnden Team. Dabei zählt für Cocconi jeder Beteiligte: „There is no minor aspect in a team approach.“ Gerade bei interdisziplinären Behandlungen müssten die einzelnen Schritte deshalb gemeinsam gedacht werden.
Wie unterschiedlich Detailansicht und Gesamteindruck ausfallen können, zeigte Dr. Juliana Eck (Würzburg) in ihrer Untersuchung zur Wahrnehmung von Anomalien der Oberkieferfront. Sie stellte dabei die Frage, wie sensibel unterschiedliche Betrachter für solche Abweichungen sind. Die Ergebnisse zeigten, dass Anomalien der Oberkieferfront im Gesamtkontext des Gesichts weniger kritisch bewertet wurden als auf isolierten Mundaufnahmen. Zudem erkannten Kieferorthopäden und Zahnärzte Mittellinienverschiebungen bereits bei geringerer Ausprägung als Laien. Bildausschnitt und fachlicher Hintergrund beeinflussen somit das ästhetische Urteil.
Schönheit in Statik und Dynamik
Prof. Dr. Philipp Meyer-Marcotty (Göttingen) näherte sich mit „Das Wesen der Schönheit: Mythos – Mensch – Messbarkeit?“ der Frage, wie sich ästhetische Wahrnehmung wissenschaftlich erfassen lässt. Philosophische Vorstellungen von Schönheit bildeten den Einstieg in einen Vortrag, der von Proportionen und Symmetrie bis zur dynamischen Betrachtung des Gesichts reichte. Schönheit hänge dabei wesentlich von der verhältnismäßigen Verteilung einzelner Strukturen, also den Proportionen, ab. Für die Kieferorthopädie stelle sich daraus eine unmittelbare Aufgabe: Welche Informationen gehen verloren, wenn die Beurteilung auf statische Aufnahmen und Messwerte beschränkt bleibt?
Meyer-Marcotty erläuterte Untersuchungsergebnisse zur visuellen Aufmerksamkeit. Mithilfe von Eye-Tracking wurde untersucht, welche Bereiche eines Gesichts betrachtet werden und wie sich Blickmuster verändern. Augen, Nase und Mund stehen dabei in einer Beziehung zueinander; beim Lächeln oder Sprechen verschiebt sich die Aufmerksamkeit. Auch dentofaziale Auffälligkeiten können beeinflussen, wohin der Blick fällt: So richtete er sich bei einer ausgeprägten Malokklusion verstärkt auf die Zähne; nach kieferorthopädischer Behandlung verlor sich dieser Effekt. Eine isolierte Messung bildet demnach nur einen Ausschnitt der Wahrnehmung ab.
Von acht Komponenten eines ausgewogenen Lächelns weisen sechs einen dynamischen Aspekt auf, erläuterte Meyer-Marcotty. Für die klinische Untersuchung folge daraus, dass der Mimik eine große Bedeutung zukomme. Da Zahnexposition, Lippenbewegung und das Zusammenspiel der Gesichtsregionen in einer einzelnen Fotoaufnahme nur begrenzt zu erkennen sind, sollte ein Patient auch beim Sprechen und Lachen betrachtet werden. Der dynamische Aspekt gewann gerade im Zusammenhang mit virtuellen Planungen Gewicht: Ein simuliertes Ergebnis muss sich schließlich später im bewegten Gesicht bewähren.
Wahrnehmung ist auch eine Frage des Kontexts
Assist.-Prof. Dr. Georgios Kanavakis (Athen) stellte mit „The face in everyday human interactions – why orthodontics matters“ die Bedeutung des Gesichts für zwischenmenschliche Begegnungen in den Mittelpunkt. Erste Eindrücke entstehen schnell und beeinflussen, wie andere Menschen eingeschätzt werden, so Kanavakis. Dass einem Gesicht bestimmte Eigenschaften zugeschrieben würden, sei allerdings kein Garant dafür, dass die Person hinter dem Gesicht diese tatsächlich besitze. Für die Kieferorthopädie sei diese Erkenntnis relevant, da kieferorthopädische Behandlungen eine Möglichkeit böten, wichtige Merkmale eines Gesichts zu verändern und damit auch die Einschätzung anderer positiv zu beeinflussen.
Zugleich warnte Kanavakis davor, die komplexe Morphologie des Gesichts auf einzelne Messwerte zu reduzieren. So könne etwa die E-Line bei einer ausgeprägten Nase zu irreführenden Schlussfolgerungen führen. Besonders der Overjet beeinflusse das Oberlippenprofil, während sich die Reaktion der Lippe auf Veränderungen der Zahnposition bislang nur begrenzt vorhersagen lasse.
Ein weiterer Vortragsschwerpunkt war das Verhältnis von Selbst- und Fremdwahrnehmung. In den vorgestellten Untersuchungen fielen die eigene Einschätzung der Attraktivität und die Bewertung durch andere nicht zwangsläufig zusammen. Diese Erkenntnis lasse sich im Beratungsgespräch gut nutzen. Der Referent empfahl, die Perspektive des Patienten gezielt zu erfragen. Was einem Kieferorthopäden als besonders auffällig erscheine, müsse nicht der Veränderungswunsch sein, der den Patienten in die Praxis geführt habe. Umgekehrt könne ein bestimmtes Detail für ihn eine große persönliche Bedeutung haben.
KI braucht belastbare Maßstäbe
Mit „Future Now“ verlagerte sich der Schwerpunkt am Freitag auf digitale Hilfsmittel. Prof. Dr. Felix Kunz (Hannover) griff die Frage nach dem Stand der Entwicklung mit „[KI]eferorthopädie – Mythos oder bereits Realität?“ auf. Er verband eine verständliche Einführung in künstliche neuronale Netze mit einer kritischen Einordnung der wissenschaftlichen Literatur. Für die Bewertung schlug er vier Fragen vor: Wie ist der Referenzstandard definiert, wie wird die Leistung geprüft, lassen sich die Ergebnisse auf andere Situationen übertragen und welchen klinischen Nutzen hat die Anwendung?
Für die automatisierte Auswertung von Fernröntgenseitenbildern ordnete Kunz KI als bereits praktisch nutzbare Unterstützung ein. Zugleich erläuterte er Unterschiede zwischen einzelnen Landmarken, klinischen Parametern und kommerziellen Verfahren. Ein geringer mittlerer Fehler kann über größere Abweichungen bei einzelnen Messungen hinwegtäuschen, so der Referent. Deshalb genüge der Blick auf einen Durchschnittswert nicht. Für den Patienten sei relevant, ob die konkrete Auswertung verlässlich sei und welche Parameter überprüft werden müssten.
Schwieriger sei die Bewertung bei Therapieentscheidungen. Am Beispiel der Extraktionsentscheidung zeigte Kunz, dass bereits Experten Grenzfälle unterschiedlich einschätzen. Ein Modell, das die Entscheidung eines einzelnen Experten reproduziere, übernehme auch dessen Vorgehensweise. Selbst die Übereinstimmung mit einem Expertenkonsens belege noch nicht, dass die vorgeschlagene Therapie langfristig die beste Option sei. Referenzstandard und klinische Folgen müssen deshalb sorgfältig geprüft werden, so der Referent.
Auch bei umfassenden Behandlungsplänen und der Verlaufskontrolle unterschied Kunz zwischen technischer Möglichkeit, wissenschaftlicher Prüfung und nachgewiesenem Nutzen. Eine automatisierte Erkennung bestimmter Ereignisse könne im Alltag helfen. Ob daraus zugleich eine bessere Behandlungsqualität oder ein günstigerer Gesamtverlauf entstehe, sei eine zusätzliche Frage. KI sei längst in der klinischen Realität angekommen, betonte der Referent. Umso wichtiger sei es, Referenzstandard, Generalisierbarkeit und Evidenz kritisch zu prüfen. Die Verantwortung für die Bewertung der Befunde und die Therapieentscheidung bleibe beim Kieferorthopäden.
3D-Druck für konkrete Behandlungsaufgaben
Im Hauptvortrag von Prof. Dr. Christopher J. Lux (Heidelberg) ging es um die Umsetzung konkreter Behandlungsaufgaben – mit der zentralen Frage, in welchen Bereichen die Kieferorthopädie bereits sinnvoll vom 3D-Druck profitieren kann. Das Spektrum reichte von funktionskieferorthopädischen Apparaturen bis zu Lösungen für Mobilisation und Extrusion.
Bei der Mobilisation verlagerter Eckzähne spielen sowohl der Kraftvektor als auch die Position des Attachments eine entscheidende Rolle, erläuterte Lux. Individuell gestaltete Attachments könnten dabei gezielt auf die geplante Bewegung abgestimmt werden. Ein gedruckter Cutting Guide unterstütze zudem die Orientierung bei der chirurgischen Freilegung. Bei der Extrusion eröffnten individuell konstruierte Apparaturen ebenfalls zusätzliche Möglichkeiten. Lux zeigte eine Konstruktion, die eine gezielte Kraftapplikation über einen umgelenkten Gummizug erlaubte und zugleich während der Extrusion als provisorischer ästhetischer Zahnersatz diente. Weitere Beispiele betrafen temporäre Ersatzzähne und patientenspezifisch gedruckte Brackets.
In der interdisziplinären Dysgnathiebehandlung dient der 3D-Druck unter anderem dazu, die virtuelle Planung mithilfe von OP-Splints in die Chirurgie zu übertragen. Lux zeigte dabei auch, wie sich digitale und analoge Arbeitsschritte kombinieren lassen: Eine an gedruckten Modellen haptisch eingestellte Zielokklusion kann über einen erneuten Scan in den digitalen Workflow zurückgeführt werden. Sein Vortrag machte deutlich, dass der Nutzen digitaler Fertigung wesentlich von der vorausgehenden klinischen und biomechanischen Planung abhängt – und von der Abstimmung zwischen den beteiligten Fachdisziplinen.
Den praktischen Gewinn sah Lux vor allem in individuell angepassten Apparaturen und der Möglichkeit, mehrere Behandlungsaufgaben parallel zu lösen. Aus der Erfahrung des Heidelberger Teams berichtete er über kürzere Stuhlzeiten.
Ergebnisse aus den Kurzvorträgen ergänzten diese Perspektive. Prof. Dr. Christoph J. Roser (Hamburg-Eppendorf) zeigte am Beispiel des Funktionsreglers der Klasse III, wie wichtig die Einhaltung definierter Konstruktionsregeln für automatisiert konstruierte Apparaturen ist. Prof. Dr. Benedict Wilmes (Düsseldorf) berichtete wiederum von einer geringeren Verlustrate bei Miniimplantaten in digital gefertigten gegenüber konventionell hergestellten Apparaturen, wobei der Unterschied statistisch nicht signifikant war. Als mögliche Gründe nannte er unter anderem die höhere Planungssicherheit bei der virtuellen Insertion und ein für die Mundhygiene optimiertes Design.
Digitale Transformation beginnt beim Praxisprozess
Dr. Dr. Silvia M. Silli (Wien) näherte sich dem Thema Digitalisierung aus ihrer eigenen Praxiserfahrung. Ihr Vortrag „Die digitale Transformation im Praxisalltag“ führte durch die Entwicklung von analogen Abläufen bis zur individuellen digitalen Planung und Fertigung. Ausgangspunkt für die Digitalisierung ist für Silli das Behandlungsziel: Wer bestmögliche Ergebnisse erreichen möchte, muss zunächst wissen, wo er hinwill.
Wie weit die Individualisierung inzwischen gehen kann, zeigte Silli am Beispiel selbst konstruierter Brackets mit individualisierter Basis. Der in einem ersten Versuch erprobte Ansatz muss ihr zufolge noch wissenschaftlich untersucht werden, kann aber eine Perspektive für die festsitzende Therapie eröffnen. Die Brackets haben bei diesem Versuch gut gehalten, sich gut entfernen lassen und nicht verfärbt. Silli zeigte sich überzeugt, dass festsitzende Apparaturen wieder an Bedeutung gewinnen könnten, da sich bestimmte Zahnbewegungen damit besonders exakt und zielgerichtet umsetzen lassen.
Die digitalen Möglichkeiten erlauben es inzwischen, Apparaturen zunehmend nach den eigenen Anforderungen zu konstruieren und zu individualisieren. Für Silli führt das jedoch nicht dazu, dass die fachliche Planung an Bedeutung verliert – im Gegenteil. Virtuelle Set-ups dienen nicht nur der Planung, sondern auch der Kommunikation mit Patienten und anderen Fachdisziplinen. Die technische Entwicklung erweitert damit die Möglichkeiten, setzt aber weiterhin kieferorthopädisches Wissen voraus, so Silli.
Kritisch sah Silli, dass ein Teil der digitalen Planung zunehmend von Unternehmen übernommen wird. Die therapeutische Entscheidung und das Wissen darüber, wie ein Ziel erreicht werden kann, sollten aus ihrer Sicht beim Kieferorthopäden bleiben. Digitale Werkzeuge können die Umsetzung erleichtern, ersetzen aber nicht die fachliche Kompetenz. Ihre Quintessenz: Individualisierte Basen oder sogar individualisierte Brackets lassen sich heute selbst konstruieren und mithilfe indirekter Klebetechniken gezielt übertragen. Entscheidend ist, die digitalen Möglichkeiten selbst zu verstehen und für die eigene Behandlungsplanung zu nutzen.
Austausch im Kongress und in der Fachausstellung
Neben den Hauptthemen bot die Jahrestagung freie Vorträge, ein Parallelsymposium für den wissenschaftlichen Nachwuchs, Industriesymposien und eine Posterausstellung. Der Tag für das Praxisteam widmete sich unter anderem der Gesprächsführung und Patientenkommunikation; ein Workshop griff die Inhouse-Aligner-Fertigung auf.
In der Fachausstellung begegneten den Kongressbesuchern neben digitalen Anwendungen auch Weiterentwicklungen klassischer Behandlungsmittel. dentalline präsentierte den Zero Corrector von RMO, einen Oklusionskorrektor für Klasse-II- und Klasse-III-Malokklusionen. Durch die gingival erhöhte Stegposition soll die Kraft näher am Widerstandszentrum angreifen und so eine körperliche Bewegung der Eckzähne begünstigen. Ebenfalls neu im Sortiment von dentalline ist das keramische, selbstligierende Bracket Norris 20/26 CLEAR von DynaFlex.
Align Technology ergänzte seine Kongresspräsenz mit einer Pressekonferenz. Im Mittelpunkt standen die neue ClinCheck 3D-Gewebeanimation, erweiterte Funktionen im Invisalign Outcome Simulator Pro und folgende zusätzliche digitale Behandlungsmöglichkeiten:
- Custom Trimline Option für transparente Invisalign Aligner
- Invisalign Palatal Expander System mit Visualisierung der Expansion
- Invisalign Specifix Attachment System
- Invisalign Integrated Buttons
Sie sollen Kieferorthopäden dabei unterstützen, Behandlungsergebnisse besser zu visualisieren und Behandlungen noch souveräner zu planen und umzusetzen.
SprintRay stellte Möglichkeiten vor, den 3D-Druck für zahlreiche Arbeitsschritte von der Aligner-Fertigung bis zur Herstellung einer ästhetischen prothetischen Versorgung zu nutzen. Für die prothetische Versorgung erweitert das Unternehmen sein Materialangebot: Das mit Glaskeramik und Zirkonoxid gefüllte Resin Midas Restore ist nach Herstellerangaben für die Fertigung definitiver Einzelzahnrestaurationen einschließlich Veneers vorgesehen. Damit erhält auch die Frage, wie eine kieferorthopädische Vorbereitung und die spätere restaurative Versorgung zusammen geplant werden, eine weitere technische Perspektive.
Schlussfolgerung
Die Jahrestagung zeigte, wie stark sich die Kieferorthopädie durch digitale Technologien, KI und die Zusammenarbeit mit Industrie und anderen Fachdisziplinen weiterentwickelt. Sie können Abläufe effizienter machen, individuelle Lösungen ermöglichen und dazu beitragen, Behandlungsergebnisse weiter zu verbessern. Die Verantwortung für die Therapie bleibt jedoch beim Kieferorthopäden. Kunz brachte dieses Verhältnis mit seinem Bild vom „Copiloten“ auf den Punkt: KI kann unterstützen, die wesentlichen Entscheidungen aber nicht übernehmen. Ebenso bleibt die interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidend – immer mit Blick auf den Patienten. Oder, wie Kanavakis es formulierte: „Wir bewegen nicht nur Zähne, wir beeinflussen das Gesicht.“
Autorin: Olivia Besten