Branchenmeldungen 23.10.2026

Gerlach wirbt für Zahnvorsorge – Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin würdigt die Arbeit der Zahnärzteschaft

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach hat anlässlich des 67. Bayerischen Zahnärztetags in München die Bedeutung der zahnmedizinischen Vorsorge hervorgehoben.

Gerlach wirbt für Zahnvorsorge – Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin würdigt die Arbeit der Zahnärzteschaft

Foto: OEMUS MEDIA AG

Gerlach betonte am Donnerstag: „Gerade die Zahnmedizin zeigt, wie viel sich durch frühzeitige Vorsorge erreichen lässt. Ob Gruppenprophylaxe bei Kindern oder individuelle Vorsorge bei Jugendlichen und Erwachsenen: Mit gezielten Präventionsmaßnahmen ist es gelungen, die Mund- und Zahngesundheit in Bayern entscheidend zu verbessern.“

Bild von einem Quotenzeichen
Die Ministerin ergänzte: „Diese Erfolge sind für uns Ansporn, die Prävention in Bayern weiter zu stärken. Mit unserem Masterplan Prävention wollen wir dafür zusätzliche Impulse setzen. Dabei arbeiten wir eng und vertrauensvoll mit der bayerischen Zahnärzteschaft zusammen. Das zeigen auch konkrete Initiativen wie das Präventionszentrum Mundgesundheit am LMU Klinikum München, das zahnmedizinische Vorsorge mit der Erkennung individueller Risiken verbindet. Mit der Plakataktion ‚Gesund beginnt im Mund‘ sensibilisiert die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) zudem Eltern für die Bedeutung der Zahnpflege und regelmäßiger Früherkennungsuntersuchungen bereits ab dem Alter von sechs Monaten.“

Gerlach fügte hinzu: „Ein besonderes Augenmerk richten wir im Masterplan Prävention auch auf die Mundgesundheit pflegebedürftiger Menschen. Hier setzt sich die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) unter anderem mit praxisnahen Schulungsangeboten für eine bessere Mundpflege ein. Mit der Ernennung von Dr. Frank Hummel zum Beauftragten für Pflege und Alterszahnmedizin hat sie diesen wichtigen Bereich zusätzlich gestärkt.“

Die Erfolge der zahnmedizinischen Prävention belegt auch die 2025 veröffentlichte 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie: Demnach sind bundesweit rund 78 Prozent der Zwölfjährigen kariesfrei. Auch bei den Erwachsenen ist die Karieslast von 1997 bis 2023 deutlich zurückgegangen. Eine weitere positive Entwicklung gibt es bei der völligen Zahnlosigkeit: Bei Menschen im Alter von 65 bis 74 Jahren haben heute nur noch 5 Prozent keine eigenen Zähne mehr.

Mit Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der zahnärztlichen Versorgung forderte Gerlach eine Reform der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Die Ministerin betonte: „Die Zahnärztinnen und Zahnärzte brauchen angemessene wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Dass der GOZ-Punktwert seit Jahrzehnten unverändert geblieben ist, wird den gestiegenen Praxiskosten und den Fortschritten in der Zahnmedizin längst nicht mehr gerecht. Der Bund muss die Gebührenordnung deshalb endlich grundlegend modernisieren. Unser Ziel ist es, auch künftig eine hochwertige und wohnortnahe zahnmedizinische Versorgung sicherzustellen.“

Die Ministerin ergänzte: „Mein herzlicher Dank gilt der Bayerischen Landeszahnärztekammer, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns und allen engagierten Zahnärztinnen und Zahnärzten. Mit ihrem Einsatz leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Menschen in Bayern.“

Weiterführende Informationen zum Bayerischen Masterplan Prävention finden Sie unter: www.stmgp.bayern.de/vorsorge/#toc_Masterplan_Pravention.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

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