Branchenmeldungen 15.10.2026

mectron präsentiert Advanced Extraction Set für erweiterte Extraktionen

MECTRON – Der Erhalt des Alveolarknochens ist bei Extraktionen zu einem zentralen Faktor für die weitere Versorgung geworden – insbesondere mit Blick auf eine anschließende Implantattherapie. Mit PIEZOSURGERY® bietet mectron ein piezoelektrisches Instrumentenkonzept, das auf präzise, kontrollierte und möglichst gewebeschonende Extraktionen ausgerichtet ist.

mectron präsentiert Advanced Extraction Set für erweiterte Extraktionen

Foto: mectron

Das Instrumentenportfolio reicht von Lösungen für die Separation des parodontalen Ligaments bis hin zum gezielten Debridement der Extraktionsalveole. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei das Advanced Extraction Set ein: Es verbindet die erweiterte Zahnentfernung mit der anschließenden Reinigung der Alveole in einem abgestimmten Workflow.

Über Jahrhunderte hinweg wurden Extraktionen vor allem mit Hebeln und Zangen durchgeführt – effektiv, jedoch häufig mit einer stärkeren Beanspruchung von Knochen und Weichgewebe. Mit der Einführung der piezoelektrischen Chirurgie im Jahr 2001 begann ein neuer Ansatz: präzisere, weniger traumatische und vielseitigere Extraktionen. Die Zahnentfernung gehörte dabei von Beginn an zu den zentralen Anwendungsbereichen von PIEZOSURGERY®. Die Methode wurde 1997 von Tomaso Vercellotti mit dem ursprünglichen EX1-Instrument entwickelt. Durch jahrelange Forschung und klinische Evaluierung wurde das Portfolio kontinuierlich erweitert und umfasst heute unter anderem längere und dünnere Instrumente, scharfe Löffel zur Entfernung entzündlichen Gewebes sowie spezielle Instrumente für komplexe Fälle. Ziel ist es, bei der Extraktion eine hohe chirurgische Kontrolle zu ermöglichen und umliegende Strukturen möglichst weitgehend zu erhalten.

Gerade bei komplexen Extraktionen, etwa mehrwurzeligen oder ankylosierten Zähnen, können konventionelle Verfahren besondere Anforderungen an das chirurgische Vorgehen stellen. Rotierende Instrumente können aggressiv auf das Gewebe einwirken und das Risiko für Traumata sowie für eine Beeinträchtigung der Integrität des Alveolarknochens erhöhen. Piezoelektrische Systeme setzen hier mit der mechanischen Wirkung von Ultraschall-Mikrovibrationen an. Sie ermöglichen im Vergleich zu manuellen Instrumenten eine präzisere und kontrolliertere Schnittführung. Während Periotome oder Syndesmotome einen höheren Kraftaufwand erfordern können, erlauben die piezoelektrischen Mikrovibrationen ein gezieltes Schneiden bei minimalem Druck. Dies unterstützt eine verbesserte intraoperative Kontrolle und trägt zum Erhalt der umliegenden Strukturen bei.

Tiefer entlang der Wurzel: gezielte Separation des parodontalen Ligaments

Mit den Instrumenten EX0410, EX0510 und EX0610 ergänzt mectron das PIEZOSURGERY® Portfolio um Instrumente für erweiterte Extraktionen, die speziell für einen tieferen Zugang entlang der Wurzeloberfläche ausgelegt sind. Im Vergleich zu den traditionellen Instrumenten EX1, EX2 und EX3 verfügen sie über ein schärferes Design und eine größere Arbeitslänge. Dadurch können sie tiefer in den Bereich des parodontalen Ligaments geführt werden.

Der entscheidende Ansatz liegt in der kontrollierten, minimalinvasiven Radikuloplastik auf der Wurzeloberfläche. Sie unterstützt die Separation des parodontalen Ligaments und vereinfacht die anschließende Luxation im Vergleich zu manuellen Instrumenten. Gleichzeitig helfen die Instrumente dabei, unnötige Traumata zu minimieren und die Integrität des Alveolarknochens zu erhalten.

Die drei Instrumentenvarianten ermöglichen dabei ein differenziertes Vorgehen entsprechend der jeweiligen klinischen Situation. EX0410 ist als dünnes, langes Extraktionsskalpell zur Radikuloplastik und Separation des parodontalen Ligaments konzipiert. EX0510 und EX0610 sind links beziehungsweise rechts abgewinkelt und für die entsprechende Anwendung in posterioren Regionen vorgesehen. Die Kombination aus Länge, schlanker Geometrie und unterschiedlichen Abwinkelungen unterstützt damit ein gezieltes Arbeiten entlang der Wurzel, auch bei anspruchsvolleren Extraktionssituationen.

Nach der Extraktion: gezieltes Debridement für eine saubere Ausgangssituation

Mit der Entfernung des Zahns endet der chirurgische Workflow nicht. Die Reinigung der Extraktionsalveole ist ein entscheidender Schritt, um optimale Voraussetzungen für die Gewebeheilung zu schaffen. Genau hier ergänzen die piezoelektrischen Löffel OP1125 und OP1225 das Advanced Extraction Set.

OP1125 ist für das Debridement des distalen, OP1225 für das des mesialen Alveolarknochens vorgesehen. Beide Instrumente unterstützen die Entfernung entzündlichen Gewebes und ermöglichen eine kontrollierte Reinigung der Alveole. Dabei verbindet sich die mechanische Wirkung der Mikrovibration mit dem Kavitationseffekt.

Diese Kombination führt zu einer temporären Hämostase und ermöglicht ein nahezu blutfreies Operationsfeld. Die dadurch verbesserte intraoperative Sicht unterstützt ein kontrolliertes Vorgehen während des Debridements. In Verbindung mit dem selektiven Abtrag ermöglicht dies eine effektive Knochenreinigung, ohne kontaminierte oder nekrotische Knochenreste zurückzulassen. Die präzise und saubere Oberfläche schafft günstige Voraussetzungen für die Regeneration, fördert eine positive knöcherne Heilungsreaktion und verbessert langfristige chirurgische Ergebnisse wie die Osseointegration von Implantaten und die Knochenstabilität.

Advanced Extraction Set: fünf Instrumente für einen abgestimmten Workflow

Mit dem Advanced Extraction Set führt mectron die drei Extraktionsinstrumente EX0410, EX0510 und EX0610 sowie die beiden piezoelektrischen Löffel OP1125 und OP1225 in einer gemeinsamen Tray-Konfiguration zusammen. Damit stehen fünf Instrumente zur Verfügung, die zwei zentrale Schritte des chirurgischen Vorgehens abdecken: die gezielte Separation des parodontalen Ligaments und die Unterstützung der anschließenden Luxation sowie das kontrollierte Debridement der Extraktionsalveole.

Das Set verbindet damit zentrale Anforderungen bei erweiterten Extraktionen: präzises Arbeiten, einen gezielten Zugang entlang der Wurzeloberfläche und ein möglichst gewebeschonendes Vorgehen mit Fokus auf den Erhalt des Alveolarknochens. Die Kombination aus EX- und OP-Instrumenten deckt dabei die erweiterte Extraktion und das anschließende Alveolardebridement in einem durchgängigen Workflow ab. Gerade mit Blick auf eine spätere Implantatversorgung schafft dies eine konsequent auf den Erhalt der alveolären Strukturen ausgerichtete Behandlungsstrategie.

Weitere Informationen zum PIEZOSURGERY® Produktportfolio bietet der mectron Online-Shop unter https://shop.mectron.de/produkte/piezosurgery. Der Produktflyer „PIEZOSURGERY® – Piezoelektrische Extraktionen für eine bessere Implantologie“ steht hier ebenfalls zum Download bereit.

Dieser Beitrag stammt von dem Anbieter und spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.
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