Branchenmeldungen 03.11.2026
Stabilität beginnt im Gewebe: Host-Response als Baustein moderner Parodontologie
Sie brachte auf den Punkt, worum es in der Parodontologie heute geht: Bewährtes wie Biofilmkontrolle, Prävention und strukturierte Nachsorge konsequent umsetzen und gleichzeitig neue wissenschaftliche Ansätze prüfen, die parodontale Stabilität langfristig unterstützen können.
Auch JOCA Dental war vor Ort und hat mit Praxen über einen zentralen Gedanken gesprochen: Parodontitis ist nicht allein ein Biofilm-Problem. Bakterien initiieren die Erkrankung, doch der Verlauf wird wesentlich durch die Wirtsreaktion, die Host-Response, bestimmt. Bleibt die Entzündungsauflösung aus, kann chronische Entzündung Gewebe und Stützapparat weiter belasten.
Vom Bakterienfokus zur Entzündungsregulation
Die klassische Therapie bleibt unverzichtbar: professionelle Zahnreinigung, Scaling und Root Planing, individuelles Recall sowie eine konsequente Mundhygiene. Sie adressiert jedoch primär die mikrobielle Ausgangslage.
Der Host-Response-Ansatz ergänzt diese Grundlage: Statt Entzündung lediglich unspezifisch zu unterdrücken, geht es darum, die natürlichen Prozesse der Entzündungsauflösung zu unterstützen. Spezialisierte pro-resolving Mediatoren (SPM) sind hierfür ein aktueller Forschungsansatz: Sie sollen helfen, Entzündung aktiv zu beenden und das Gewebe zurück in ein physiologisches Gleichgewicht zu führen.
ISODENT PARO: Die Entzündungsauflösung gezielt unterstützen
Die ISODENT PARO Produktlinie basiert auf mehr als zwei Jahrzehnten Grundlagen- und klinischer Forschung zur Entzündungsauflösung im parodontalen Gewebe. Sie wurde maßgeblich durch die Arbeitsgruppe um Prof. Thomas E. Van Dyke am Forsyth Institute und der Harvard School of Dental Medicine geprägt.
Im Zentrum steht das patentierte NCD-1001, ein Analogon des körpereigenen Lipoxins A4. Es ist chemisch stabil und für die topische Anwendung optimiert. NCD-1001 bindet an spezifische Rezeptoren auf Immunzellen, mesenchymalen Stammzellen, Fibroblasten, Osteoblasten und Osteoklasten. So soll es die natürlichen Signalwege der Entzündungsauflösung unterstützen, die Zellfunktion fördern und osteoklastäre Knochenresorption bremsen.
Anders als klassische Antiphlogistika soll dieser Ansatz nicht unspezifisch immunsuppressiv wirken. Lipoxine und SPM unterstützen stattdessen die Phagozytose, die Clearance entzündlicher Zellen und die Rückkehr des Gewebes in eine physiologische Homöostase – ergänzend zur konventionellen Biofilmkontrolle.

Was die klinische Forschung zeigt
Die wissenschaftliche Grundlage von ISODENT wurde unter anderem in einer randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden Phase-1/2-Studie mit 127 Teilnehmenden untersucht. Über 28 Tage wurde eine tägliche Mundspülung mit dem Lipoxin-Analogon BLXA4 in einer Konzentration von 1 µM (entspricht ISODENT MEDIUM) eingesetzt.
Im Fokus standen Entzündungsparameter sowie Veränderungen der Sondierungstiefe. In Bereichen mit einer Taschentiefe von mindestens 6 mm zeigte die BLXA4-Mundspülung eine stärkere Reduktion der Sondierungstiefe als Placebo und als keine Spülung. Auch der Attachment-Gewinn fiel in der BLXA4-Gruppe höher aus.
Diese explorativen Ergebnisse unterstützen das Konzept der aktiven Entzündungsauflösung: Wird die Host-Response gezielt moduliert, kann dies helfen, Entzündungsprozesse zur Ruhe zu bringen und die parodontale Situation zu stabilisieren.
ISODENT PARO ersetzt dabei nicht die individuelle zahnärztliche Diagnostik und Therapieplanung. Es ist ein ergänzender Baustein, der die bewährte Parodontaltherapie um den Host-Response-Ansatz erweitert.

Abgestuftes Therapiekonzept
ISODENT PARO ist in drei Intensitätsstufen verfügbar und ermöglicht eine an die jeweilige parodontale Ausgangssituation angepasste Anwendung. Die Abstufung erlaubt es, die Intensität der unterstützenden Mundpflege individuell an den klinischen Befund und die therapeutische Phase anzupassen.
Ergänzend steht ISODENT PARO CLINIC für die gezielte Chairside-Anwendung in der Praxis zur Verfügung. Die Einzeldosen können im Rahmen der Parodontalbehandlung nach der Instrumentierung lokal in die Taschen appliziert werden. Im Anschluss kann die Betreuung je nach individuellem Befund mit einer täglichen Mundspülung aus der Paro-Linie fortgeführt werden.
So entsteht ein durchgängiges Therapiekonzept: von der gezielten Anwendung im Behandlungsstuhl bis zur unterstützenden Pflege im Rahmen der Erhaltungsphase und des Recalls.

Fortschritt, der in den Workflow passt
Moderne Parodontologie braucht keine zusätzliche Komplexität, sondern sinnvolle Bausteine, die sich nahtlos in bestehende Abläufe integrieren lassen.
Als Partner von Praxis der Zukunft sieht JOCA Dental Host-Modulation nicht als Ersatz für bewährte Parodontologie, sondern als möglichen nächsten Schritt: Biofilmkontrolle und professionelle Therapie bleiben die Basis – die gezielte Unterstützung der Entzündungsauflösung kann helfen, das Ziel dauerhafter Stabilität konsequenter zu verfolgen.
Fazit
Mehr zu ISODENT PARO: www.isodent.de. Auf unserer Seite finden Sie auch weitere Unterlagen und Studien zum Download.
JOCA Dental – exklusiver Vertriebspartner von ISODENT OY in der DACH-Region.