Branchenmeldungen 05.10.2026

Vom Befund zum Konzept: MIH-bedingte Opazitäten der Frontzähne minimalinvasiv behandeln

DMG – Ein achtjähriger Patient, klar abgegrenzte Opazitäten an 11 und 21: eine typische Ausgangslage bei Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH). Erik-Jan Muts, MSc., entschied sich in diesem dokumentierten Fall für ein minimalinvasives Vorgehen ohne Abtrag gesunder Zahnsubstanz, mit sichtbar verbessertem Maskierungseffekt an den Frontzähnen.* 

Vom Befund zum Konzept: MIH-bedingte Opazitäten der Frontzähne minimalinvasiv behandeln

Foto: DMG

Solche Befunde sind häufig: Global sind 15,5 % der Kinder von MIH betroffen.1 Gerade die sichtbaren Opazitäten an den Frontzähnen können Kinder und ihre Eltern belasten.2

Ein Konzept, drei aufeinander abgestimmte Komponenten 

Das transilluminationsgestützte MIH-Behandlungs-Konzept von DMG besteht aus drei aufeinander abgestimmten Komponenten: der 3D-gedruckten DentaMile Bleaching-Schiene, dem niedrigkonzentrierten Flairesse Bleaching Gel (CP 5% / CP 10%) und der abschließenden Infiltration mit Icon Vestibular. Ziel ist es, entwicklungsbedingte Schmelzopazitäten an den Frontzähnen minimalinvasiv und gezielt zu behandeln. 

MIH-Behandlungs-Konzept von DMG 

So läuft die Behandlung ab 

Am Anfang steht die Einordnung des Befundes mit der Transilluminationslampe, bekannt als Kaltlichtsonde: Sie hilft, Ausdehnung und Tiefe der Opazität einzuschätzen.3 Auf Basis eines Intraoralscans entsteht dann die passgenaue 3D-gedruckte DentaMile Bleaching-Schiene, gefertigt mit einem DMG DentaMile 3D-Drucker in der Praxis oder über den DentaMile Design & Print Service. Der 3D-Druck ist damit der erste Baustein des Konzepts. 

Im medizinischen Home-Bleaching konditioniert das Flairesse Bleaching Gel CP 5% / CP 10% die proteinreiche Läsion und bereitet sie auf die Infiltration vor.4-8 Diese Reihenfolge trägt das Konzept: erst konditionieren, dann infiltrieren.9,10 Die Anwendung von Icon Vestibular sorgt für diese abschließende Infiltration. Das niedrigviskose Harz dringt in den hypomineralisierten Zahnschmelz ein und stabilisiert die poröse Struktur von innen heraus.11 Ziel ist es, den Maskierungseffekt sichtbar zu verbessern und dabei gesunde Zahnsubstanz bestmöglich zu erhalten.6,12  

Alle Komponenten und den vollständigen Behandlungsablauf zeigt der Überblick auf der DMG-Website. Erik-Jan Muts, MSc., gibt sein Vorgehen zudem live weiter: als Referent der IconVention 2026 in den verbleibenden Städten. 

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* Individueller Behandlungsverlauf, Ergebnisse können abweichen. 

1. Ammar N et al. Clin Oral Investig. 2025; 29: 327. 
2. Leal SC et al. Int J Paediatr Dent. 2017; 27: 372–9.
3. 
Marouane O et al. Int J Paediatr Dent. 2025; 1–8.
4. 
Hasmun N et al. J Dent. 2020; 98
5. 
Pan Z et al. J Dent. 2019; 91: 103228.
6. 
Schoppmeier CM et al. J Dent. 2018; 79: 77–84.
7. 
Wittich FK et al. J Dent. 2024; 149.
8. 
Farah RA et al. J Dent. 2010; 38: 591–6.
9.
Marouane O, Douki N, Chtioui F. Case Rep Dent. 2018; 2018: 1605842.
10. 
Greenwall L et al. J Esthet Restor Dent. 2025; 1–9.
11. 
Nogueira VKC et al. J Dent. 2021; 105.
12. 
Effenberger S, Schwendicke F, Cebula M, Wicht MJ. ZMK. 2024; 40: 502–8. 

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