Branchenmeldungen 07.09.2026
Wenn Praxis und Labor an einem Strang ziehen
Im klassischen Workflow wird die Mundsituation abgeformt und der Abdruck gemeinsam mit dem Auftrag an das externe Labor geschickt oder im Eigenlabor weiterverarbeitet. Das Verfahren ist bewährt, bringt jedoch Material-, Zeit- und Transportaufwand mit sich.
Die digitale Abformung mit einem Intraoralscanner ermöglicht dagegen einen direkten Datenaustausch. Der digitale Abdruck kann unmittelbar an das Labor übertragen, dort weiterverarbeitet und gemeinsam mit der Praxis abgestimmt werden.
Damit verändert sich nicht nur der technische Ablauf, sondern die gesamte Zusammenarbeit. Die Auftragsdaten, Fotos und präzise Scans zur gewünschten Versorgung können digital ausgetauscht werden. Rückfragen lassen sich schneller klären und Änderungen unmittelbar abstimmen. Gerade hier zeigt sich: Technik kann Kommunikation erleichtern – ersetzen jedoch nicht.
Das gilt auch für die Abrechnung. Praxis und Labor müssen wissen, welche Leistungen erbracht wurden, wie die Versorgung geplant ist und welche Positionen entsprechend berücksichtigt werden müssen. Eine klare Dokumentation und ein abgestimmter Informationsfluss helfen, Rückfragen, Korrekturen und unnötige Verzögerungen zu vermeiden. Die Zusammenarbeit endet daher nicht mit der Fertigstellung des Zahnersatzes, sondern umfasst auch eine strukturierte und nachvollziehbare Abrechnung.
Ob Abdruck oder Intraoralscan, Eigenlabor oder externes Dentallabor: Jeder Workflow hat seine Stärken. Entscheidend ist, dass Prozesse ineinandergreifen und Informationen zuverlässig fließen.
Denn am Ende macht nicht allein die Technik den Unterschied. Ein gutes Ergebnis entsteht dort, wo Zahnarzt, Zahntechniker und Abrechnung gemeinsam an einem Strang ziehen – mit klaren Prozessen, kurzen Kommunikationswegen und einem gemeinsamen Ziel: der bestmöglichen Versorgung des Patienten.
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