Branchenmeldungen 06.10.2026

Zahnmedizinische Ausbildung in Deutschland: Kapazitäten sichern, Qualität erhalten

BUNDESZAHNÄRZTEKAMMER – Die Nachfrage nach einem Zahnmedizinstudium bleibt hoch, doch an staatlichen Hochschulen sind die Ausbildungskapazitäten seit Jahren weitgehend begrenzt, teils wurden sie reduziert. Zugleich drohen insbesondere auf dem Land und in strukturschwachen Regionen Versorgungslücken. Wie die Bundeszahnärztekammer in ihrem aktuellen „Klartext“ berichtet, fordert ein Bündnis aus Fachgesellschaften und Verbänden deshalb eine verlässliche Finanzierung und eine bundesweit abgestimmte Bedarfsplanung für die zahnmedizinische Hochschulausbildung.

 
Zahnmedizinische Ausbildung in Deutschland: Kapazitäten sichern, Qualität erhalten

Foto: BalanceFormCreative – stock.adobe.com

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme betonen die Organisationen die staatliche Verantwortung für eine wissenschaftlich fundierte, hochwertige und sozial gerechte Ausbildung. Forschung, Lehre und Patientenversorgung müssten dabei eng verbunden bleiben. Fehle den staatlichen Hochschulen eine ausreichende Finanzierung, komme damit auch ein wesentlicher Teil der Gesundheitsinfrastruktur unter Druck.

Nicht-staatliche Studienangebote können aus Sicht des Bündnisses zusätzliche Plätze schaffen. Sie dürften jedoch den notwendigen Ausbau staatlicher Hochschulen nicht ersetzen. Unabhängig von der Trägerschaft fordert die Stellungnahme einheitlich hohe Anforderungen an Personal, Finanzierung, Forschungsanbindung, Qualitätsmanagement und Krisenvorsorge. Eine langfristig gesicherte Hochschulausbildung soll sowohl die künftige zahnmedizinische Versorgung als auch die Handlungsfähigkeit des Gesundheitswesens in Krisen und Notfällen stärken.

Stellungnahme

Quelle: Klartext der BZÄK

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