Branchenmeldungen 21.09.2026
Zweite Publikationswelle der DMS 6 liefert weitere Einblicke in die Mundgesundheit
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Nach Angaben des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) bestätigt die zweite Auswertungsrunde die insgesamt positive Entwicklung der Mundgesundheit in Deutschland und den langfristigen Erfolg einer präventionsorientierten Zahnmedizin. Die Karieserfahrung jüngerer Erwachsener habe sich im Vergleich zu den 1990er-Jahren halbiert, zugleich trete Zahnverlust in dieser Altersgruppe deutlich seltener auf. Die Daten identifizieren außerdem die Adoleszenz als eine wichtige Phase für die Entstehung neuer Karieserkrankungen.
Auch bei der Parodontitis liefern die neuen Auswertungen weitere Erkenntnisse. Demnach verschlechtert sich die Erkrankung häufig bereits zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr deutlich. Darüber hinaus bestätigen die Analysen Zusammenhänge zwischen der Mundgesundheit und Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bestehen weiterhin soziale Unterschiede in der Mundgesundheit.
Erstmals umfasst die DMS 6 neben einer repräsentativen Querschnittserhebung auch einen longitudinalen Studienarm. Dafür wurden Teilnehmende der DMS V nach rund neun Jahren erneut untersucht. Das Studiendesign ermöglicht es, nicht nur die Verbreitung von Erkrankungen zu erfassen, sondern auch Neuerkrankungen, individuelle Krankheitsverläufe und mögliche Risikofaktoren über einen längeren Zeitraum zu analysieren. Der begleitende Methodenbeitrag beschreibt die Datenerhebung und die statistischen Verfahren dieses neuen Studienarms.
Die komplette Ausgabe der DZZ 3/2026 mit den Beiträgen der zweiten Publikationswelle der DMS 6 steht beim Quintessenz Verlag kostenfrei als PDF zum Download bereit.