Branchenmeldungen 21.05.2026

Starke Kinder brauchen starke Zähne

FVDZ – Der Internationale Kindertag am 1. Juni und der Weltkindertag am 20. September stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft“. Unter dem Leitmotiv rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF dazu auf, Kinderrechte und die Gesundheit junger Menschen stärker in den Fokus zu rücken.

Starke Kinder brauchen starke Zähne

Foto: © Louis-Paul Photo – stock.adobe.com

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) erinnert daran, dass dazu auch gesunde Zähne gehören. „Kinderzahnheilkunde und Kieferorthopädie sind Gesundheitsvorsorge für die nächste Generation“, betont der FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Christian Öttl. Früh erkannte Zahn- und Kieferfehlstellungen beeinflussen neben der Zahngesundheit auch Atmung, Kauen, Sprechen und die gesamte Entwicklung.

Mit Sorge blickt der FVDZ daher auf die Pläne der Bundesregierung, kieferorthopädische Leistungen für gesetzlich versicherte Kinder und Jugendliche künftig auf Fachzahnärzte für Kieferorthopädie zu beschränken. „Gerade im ländlichen Raum drohen so Versorgungslücken. Bundesweit könnten mehr als 920.000 Kinder und Jugendliche betroffen sein“, warnt Öttl.

Bild von einem Quotenzeichen
„Wer starke Kinder will, darf funktionierende Versorgungsstrukturen nicht schwächen.“

 

Prävention bleibt der entscheidende Faktor für gesunde Zähne. Öttl: „Zu viel Zucker und säurehaltige Getränke greifen Kinderzähne früh an. Deshalb brauchen Eltern frühzeitig verlässliche Informationen zu Mundhygiene und zahngesunder Ernährung. Die sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS 6) zeigt: Vorsorge wirkt. Immer mehr Kinder sind heute kariesfrei – dank frühzeitiger Aufklärung und der engagierten Arbeit in den Zahnarztpraxen.“

Zudem seien die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen Z1 bis Z6 seit diesem Jahr Teil des „Gelben Hefts“. „Eltern sollten daher ab dem ersten Milchzahn mit Kindern regelmäßig ihre Zahnarztpraxis besuchen. Hier gibt es Tipps zum Zähneputzen, zu zahngesunder Ernährung und zum sinnvollen Einsatz von Fluoriden“, empfiehlt Öttl.

Für den FVDZ-Bundesvorsitzenden steht fest: „Prävention muss jedes Kind erreichen. Dafür braucht es starke freiberufliche Praxen und eine Gesundheitspolitik, die frühe Vorsorge und wohnortnahe Versorgung stärkt.“ 

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