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KZVB: Bayern ist bei der Prophylaxe spitze

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Branchenmeldungen 02.05.2012

Bayern ist bei der Prophylaxe spitze

Anerkennung für die Arbeit der bayerischen Zahnärzte

Ein dickes Lob spricht die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) den bayerischen Zahnärzten aus. In einer Studie der Krankenkasse BARMER GEK schneidet der Freistaat bei der Prophylaxe ausgezeichnet ab. 37,4 Prozent der bayerischen Vorschulkinder nahmen 2010 eine Individualprophylaxe in Anspruch. Damit liegt Bayern vor Sachsen und Thüringen auf dem ersten Platz. Bei den Schulkindern nimmt Bayern nach Thüringen und Sachsen den dritten Platz ein. Auch die Erwachsenen nehmen in Bayern die Vorsorge ernst: 53,7 Prozent lassen sich mindestens einmal im Jahr ihren Zahnstein entfernen. Hier schneiden ebenfalls nur Thüringen und Sachsen noch besser ab. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Prophylaxe in der ehemaligen DDR traditionell einen höheren Stellenwert hatte als in der BRD.
 
„Wir haben es in Bayern geschafft, die Bedeutung der Prophylaxe in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken“, betont KZVB-Chef Dr. Janusz Rat. Dies sei das gemeinsame Verdienst der niedergelassenen Zahnärzte sowie der zahnärztlichen Körperschaften, Vereine und Verbände – allen voran der Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ). Ausruhen will sich Rat auf den Lorbeeren aber nicht: „Wir werden gemeinsam mit den Kinderärzten die Eltern noch stärker motivieren, die Früherkennungsuntersuchungen beim Zahnarzt in Anspruch zu nehmen. Besonders wichtig sind uns auch Kinder mit Migrationshintergrund. Da gilt es Sprachbarrieren zu überwinden.“
 
„Von den Anstrengungen der bayerischen Zahnärzte profitieren auch die Krankenkassen“, betont Rats Stellvertreter Dr. Stefan Böhm. So werden in Bayern rund 20 Prozent weniger Füllungen benötigt und Zähne gezogen als bei den Spitzenreitern der Studie.
 
Es sei allerdings kontraproduktiv, dass zahnerhaltende Maßnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung noch immer budgetiert sind, Zahnersatz dagegen nicht.
 
„Wir werden für unsere Erfolge beim Zahnerhalt bestraft, weil die Budgets einiger Kassen regelmäßig überschritten werden“, so die beiden KZVB-Vorsitzenden.

Quelle: KZVB