Praxismanagement 11.06.2026

Vorsorge im Kinderzahnalter: So geht kein Termin verloren

Karies ist nach wie vor eines der häufigsten Themen bei Kindern, die Eltern in Deutschland Sorgen bereiten. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen gelten seit Jahrzehnten als wirksame Schutzmaßnahme. Und doch: In der Praxis bleiben Vorsorgeuntersuchungen zu oft aus. Eltern vergessen Termine, der Alltag kommt dazwischen. Irgendwann erscheint das Kind mit dem ersten richtigen Befund.

Vorsorge im Kinderzahnalter: So geht kein Termin verloren

Foto: Curated Lifestyle– unsplash.com

Für Zahnarztpraxen mit hohem Kinder­anteil bedeutet das nicht nur ein medizinisches Problem, sondern auch eine organisatorische Herausforderung. Zahnarzthelferinnen kennen den Aufwand: Eltern telefonisch zu erreichen, ist schwierig, manuelle Recallsysteme kosten Zeit, und die Koordi­-
nation mehrerer Geschwisterkinder in einer Familie wird schnell zur Geduldsprobe.

Wenn Prävention am Telefon scheitert

Der Recallprozess ist in vielen Praxen noch überwiegend manuell. Erinnerungsschreiben werden gedruckt, Anrufe getätigt, Rückrufe abgewartet. Das kostet das Praxisteam täglich wertvolle Zeit, die eigentlich der Patienten­betreuung zugutekommen sollte. Hinzu kommen Terminausfälle: Ein nicht erschienenes Kind bedeutet nicht nur ein entgangenes Honorar, sondern auch einen freigehaltenen Zeitblock, der sich kaum kurzfristig füllen lässt.

Digitale Unterstützung für mehr Verbindlichkeit

Digitale Terminmanagement-Lösungen, wie beispielsweise Doctolib, setzen genau hier ­an. Der automatisierte Recall ermöglicht es, beispielsweise Prophylaxetermine für Eltern und ihre Kinder systematisch und ohne ma­nuellen Aufwand zu planen. Für PZR-Termine für Eltern und Kinder lässt sich beispiels­weise ein jährlicher Rhythmus hinterlegen, für Kon­trolluntersuchungen ein individueller Ab­stand. Eltern erhalten die Erinnerung direkt auf ihr Smartphone und können den Termin mit wenigen Klicks in der App buchen, ohne die Pra­xis anrufen zu müssen.

Die Angehörigenbuchung über die App zeigt eine hohe Nutzerfreundlichkeit und ist sehr beliebt: Mehr als zwei Millionen Eltern buchen in Deutschland online für ihre Kinder Termine über Doctolib, wählen den passenden Termintyp, und erhalten eine automatische Bestätigung. Praktisch sind kombinierbare Terminblöcke: Eine Kinderprophylaxe lässt sich direkt mit einer anschließenden Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt koppeln. So entstehen keine Lücken im Kalender, und Eltern müssen nicht zwei separate Termine koordinieren.

Recallmanagement mit Struktur. © Doctolib

Gesundheitserinnerungen

Zusätzlich können sich Eltern über die App von Doctolib individuelle Gesundheitserinnerungen für Vorsorgetermine für sich selbst und ihre Kinder einrichten. Das Ziel besteht darin, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Vorsorge aktiv zu gestalten.

Weniger Aufwand, mehr Prävention

Praxen, die Terminbuchung und Erinnerungen digital abwickeln, berichten von bis zu 40 Prozent weniger kurzfristigen Terminausfällen. Zahnarzthelferinnen und -helfer gewinnen Kapazitäten für die Betreuung am Stuhl zurück. Und Eltern werden zu verlässlicheren Partnern in der Prävention, weil der erste Schritt zur Praxis so einfach wie möglich wird.

Kinderzahnmedizin und Prävention funktionieren nur dann nachhaltig, wenn Vorsorgetermine tatsächlich wahrgenommen werden. Digitale Lösungen schaffen die Grundlage dafür: Sie sind systematisch, entlastend für das Team und niedrigschwellig für Familien. Nicht als Selbstzweck, sondern weil gesunde Kinderzähne zu oft daran scheitern, dass der nächste Termin schlicht vergessen wurde.

Autorin: Franka Schuster

ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis 06/26

ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis


Dieser Beitrag ist in der ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis erschienen.

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