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Elektronische Gesundheitskarte 22.06.2012

Kein Foto für Gesundheitskarte: Keine Nachteile zu befürchten

Immer mehr gesetzliche Krankenkassen fordern ihre Versicherten auf, ein Foto für die neue elektronische Gesundheitskarte einzureichen. Kommen die Versicherten dieser Aufforderung nicht nach, drohen ihnen vorerst keine Nachteile. Im schlimmsten Fall erhalten sie einfach keine elektronische Gesundheitskarte, erläutert die Verbraucherzentrale Hamburg. Sie müssten ihr Versicherungsverhältnis dann auf anderem Wege nachweisen.

Das geht zum Beispiel mit der alten Krankenversicherungskarte, solange diese noch gültig ist. Sie sollte solange auf alle Fälle aufbewahrt und auch weiter verwendet werden, wenn der Arzt noch kein Lesegerät für die neue Karte hat. Den Verbraucherschützern zufolge ist nirgends geregelt, dass jemand Nachteile in Kauf nehmen muss, wenn er der Kasse das Foto verweigert.

Die elektronische Gesundheitskarte soll nach und nach die alte Karte ersetzen. Anfangs hat sie dieselben Funktionen, später können Mediziner über sie auf die elektronische Patientenakte zugreifen. Das Foto solle die Karte vor Missbrauch durch Dritte schützen, erläutern die Verbraucherschützer. Ob das abgegebene Bild tatsächlich zum Versicherten gehört, werde allerdings nicht geprüft.

Die Kassen sind verpflichtet, bis Ende des Jahres 70 Prozent ihrer Mitglieder mit der neuen Karte zu versorgen, sonst werden ihnen Verwaltungsausgaben gekürzt. Manche Datenschützer befürchtengravierende Sicherheitsprobleme.

Quelle: dpa, tmn