Branchenmeldungen 27.07.2026

Ambulante Versorgung und Freiberuflichkeit nachhaltig stärken

FVDZ – Mit dem Wechsel von Nina Warken (CDU) an die Spitze des Bundeskanzleramts übernimmt der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann die Leitung des Bundesgesundheitsministeriums. In einem der anspruchsvollsten Ressorts der Bundesregierung stehen mit der notwendigen Strukturreform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Reform der Pflegeversicherung richtungsweisende gesundheitspolitische Entscheidungen an.

Ambulante Versorgung und Freiberuflichkeit nachhaltig stärken

Foto: Wellington – stock.adobe.com/ KI-generiert

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) verbindet den Amtswechsel mit der Erwartung, die ambulante Versorgung nachhaltig zu stärken und Prävention sowie freiberufliche Praxisstrukturen wieder stärker in den Mittelpunkt der Gesundheitspolitik zu rücken.

Der FVDZ würdigt die Zusammenarbeit mit der bisherigen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Sie habe sich in kurzer Zeit in die komplexen Themen des Ressorts eingearbeitet und den Dialog mit den Akteuren des Gesundheitswesens gesucht. Im parlamentarischen Verfahren zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz konnten dadurch erhebliche Verschlechterungen für die kieferorthopädische Versorgung verhindert werden.

„Wir danken Nina Warken für den konstruktiven Austausch. Gleichzeitig bleibt die Wiedereinführung der Budgetierung das falsche Signal für Zahnärzteschaft und Patienten. Wer Prävention stärken will, darf die ambulante Versorgung nicht erneut unter Sparzwänge stellen“, erklärt der Bundesvorsitzende des FVDZ Dr. Christian Öttl.

Mit dem Amtsantritt von Carsten Linnemann bietet sich nun die Chance, die Weichen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung neu zu stellen. Aus Sicht des FVDZ gehören dazu der konsequente Abbau überbordender Bürokratie, ein klares Bekenntnis zur Freiberuflichkeit, eine verlässliche und leistungsgerechte Vergütung zahnärztlicher Leistungen sowie eine Gesundheitspolitik, die Prävention stärkt, anstatt bewährte Versorgungsstrukturen durch Budgetierung und kurzfristige Sparmaßnahmen zu schwächen.

„Die kommenden Monate entscheiden darüber, ob die Politik den Mut zu echten Reformen aufbringt oder sich erneut in kurzfristigen Sparmaßnahmen verliert. Zahnärztliche Prävention ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Gesundheit der Menschen und der wirksamste Schutz vor hohen Folgekosten. Wer die Versorgung langfristig sichern will, muss den freiberuflich geführten Praxen wieder mehr Vertrauen entgegenbringen und ihnen verlässliche Rahmenbedingungen bieten“, betont Öttl.

„Wir hoffen auf einen konstruktiven Dialog mit Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann. Der FVDZ bringt die Erfahrungen der freiberuflichen Zahnärzteschaft und die Expertise aus der täglichen Patientenversorgung gerne in die anstehenden Reformen ein. Unser gemeinsames Ziel muss eine präventionsorientierte, flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland sein. Für Gespräche über nachhaltige Strukturreformen und eine verlässliche, leistungsgerechte Vergütung stehen wir jederzeit bereit“, so Öttl abschließend.

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper