Branchenmeldungen 19.04.2011
Bleibt die Spucke weg, leiden die Zähne
Speichelfluss lässt sich stimulieren
Speichel ist der wichtigste körpereigene Schutz für unsere Zähne und die Mundschleimhaut. Bei verminderter Speichelproduktion lässt sich eine erhebliche Steigerung des Kariesrisikos beobachten. Doch wer kennt nicht so ein trockenes Mundgefühl, als sei einem geradezu „die Spucke weg geblieben“. Besonders oft sind Kinder betroffen, die häufig durch den Mund atmen, aber auch alte Menschen, bei denen die Speicheldrüsen nach und nach weniger aktiv sind.
Speichel leistet einen besonderen Beitrag zur Gesunderhaltung der Zähne: Er spült nach dem Essen Nahrungsreste und Mikroorganismen aus der Mundhöhle, neutralisiert entstandene Säuren und stellt Kalzium- und Phosphationen zur Remineralisation der Zahnsubstanz bereit. Darüber hinaus hemmt das Sekret der Speicheldrüsen die Ausbreitung krankmachender Mundbakterien, Viren und Pilze und sorgt damit für ein ökologisches Gleichgewicht in der Mundhöhle.
Die Speicheldrüsen arbeiten im Wechsel zwischen verstärkter Produktion und Ruhepausen. Sie können durch verschiedene Faktoren zur Aktivität angeregt werden: So lassen uns leckere Gerüche und bestimmte Geschmacksempfindungen buchstäblich „das Wasser im Munde zusammen laufen“. Auch Kauen stimuliert den Speichelfluss, allerdings stoppt er von Natur aus bereits fünf Minuten nach einer Mahlzeit wieder, obgleich es für die Zähne optimal wäre, wenn er 30 Minuten anhielte. Wer nach dem Essen also keine Zahnbürste zur Hand hat, kann durch Kaugummikauen die Speichelproduktion zum Schutz der Zähne in Gang halten.
Quelle: IME, Frankfurt/M.