Branchenmeldungen 05.10.2026

Ein gemeinsamer Verband für alle Dentalhygieniker:innen? OneDH lädt zum Dialog



Mehrere Berufsverbände vertreten die Dentalhygieniker:innen in Deutschland. Geht es nach der Initiative OneDH, sollen sie künftig unter einem gemeinsamen Dach zusammenarbeiten. Mit einem offenen Brief an die Verbandsvorstände möchten die Initiatoren darüber ins Gespräch kommen, wie dieser Zusammenschluss gelingen kann. 595 Unterstützer stehen laut dem Schreiben bereits hinter dem Anliegen.

Ein gemeinsamer Verband für alle Dentalhygieniker:innen? OneDH lädt zum Dialog

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Im Mittelpunkt steht der Wunsch, die beruflichen Interessen der DHs gemeinsam zu vertreten. Ob es um die Weiterentwicklung des Berufsbildes, einheitliche Qualifikationsstrukturen oder den Austausch mit Politik, Kammern und Wissenschaft geht, OneDH möchte dafür die Erfahrungen und Kompetenzen der bestehenden Verbände zusammenbringen. Von einer gemeinsamen Organisation verspricht sich die Initiative mehr Gewicht für die Anliegen der Berufsgruppe, auch auf internationaler Ebene.

Wie könnte ein gemeinsamer Verband aussehen?

Diese Frage soll ein erster Runder Tisch der Verbandsvorstände aufgreifen. Welche Strukturen haben sich bewährt und sollten erhalten bleiben? Wie können die Mitglieder ihre Vorstellungen einbringen? Und welche Schritte wären auf dem Weg zu einer gemeinsamen Interessenvertretung nötig? OneDH selbst versteht sich als Initiative von DHs für DHs, nicht als weiterer Berufsverband. Weitere Informationen zur Initiative unter https://one-dh.onepage.me

Offener Brief an die Vorstände der Berufsverbände für Dentalhygieniker:innen in Deutschland

Für eine gemeinsame Zukunft und eine starke gemeinsame Interessenvertretung für die Dentalhygiene in Deutschland

Sehr geehrte Vorstände, liebe Kolleg:innen der Berufsverbände für Dentalhygieniker:innen (DHs) in Deutschland,

die Initiative OneDH wird mittlerweile von fast 600 DHs unterstützt, die mit ihrer Unterstützung deutlich machen, dass sie sich eine Bündelung unserer beruflichen Interessen und eine gemeinsame Zukunft unserer Profession wünschen.

Die Dentalhygiene in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Gleichzeitig wird unsere Profession bis heute durch mehrere Berufsverbände vertreten, die vielfach nebeneinander statt gemeinsam agieren. Jeder dieser Verbände hat in den vergangenen Jahren wichtige Arbeit geleistet, Strukturen geschaffen und sich mit großem Engagement für die DHs eingesetzt. Genau diese Erfahrungen, Kompetenzen und Ressourcen möchten wir zusammenbringen.

Unser Ziel ist klar: Wir wünschen uns die Zusammenführung der bestehenden Berufsverbände zu einer gemeinsamen, starken Interessenvertretung für alle DHs in Deutschland.

Wir sind überzeugt davon, dass eine gemeinsame Stimme unsere Profession nachhaltig stärken kann – gegenüber Politik, Kammern, Wissenschaft, Hochschulen und Fachgesellschaften ebenso wie bei der Weiterentwicklung unseres Berufsbildes, einheitlichen Qualifikationsstrukturen und der internationalen Positionierung der deutschen Dentalhygiene.

Uns ist bewusst, dass eine solche Zusammenführung Zeit, Vertrauen und einen konstruktiven Prozess benötigt. Unterschiedliche Strukturen, Erfahrungen und Vorstellungen müssen berücksichtigt werden.

Dabei sollte aus unserer Sicht nicht mehr das Ob einer gemeinsamen Interessenvertretung im Mittelpunkt stehen, sondern das Wie.

Wie kann ein gemeinsamer Verband aussehen? Welche bestehenden Strukturen und Kompetenzen sollten erhalten bleiben? Und wie gelingt es, die Mitglieder aller Verbände transparent und angemessen in diesen Prozess einzubeziehen?

Eine Zusammenführung bedeutet für uns ausdrücklich nicht, die bisherige Arbeit einzelner Verbände oder ihrer Vorstände infrage zu stellen. Im Gegenteil: Sie bietet die Chance, das bereits Erreichte unter einem gemeinsamen Dach weiterzuführen und gemeinsam stärker zu machen.

Deshalb möchten wir jetzt den nächsten Schritt gehen.

OneDH lädt die Vorstände der bestehenden Berufsverbände zu einem ersten gemeinsamen Runden Tisch ein.

Wir bitten Euch, uns bis zum 18.10.2026 an initiative@onedh.info mitzuteilen, ob Ihr bereit seid, an diesem gemeinsamen Austausch teilzunehmen, und für Euren Verband eine oder mehrere Ansprechpersonen zu benennen.

Ziel dieses ersten Treffens soll es sein, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu klären, wie der Weg hin zu einer gemeinsamen Interessenvertretung konkret gestaltet werden kann.

OneDH versteht sich dabei nicht als zusätzlicher Berufsverband oder Konkurrenz zu bestehenden Organisationen, sondern als Initiative von #DHsfürDHs, die einen inzwischen deutlich sichtbaren Wunsch aus unserer Profession aufgreift.

595 Unterstützer:innen geben diesem Wunsch bereits heute eine starke Stimme. Wir wünschen uns, dass wir diese Chance gemeinsam nutzen.

Mit kollegialen und herzlichen Grüßen und im Namen der Unterstützer:innen der OneDH Initiative,

die Initiator:innen

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