Branchenmeldungen 23.08.2026

Nur jede zweite angehende ZFA ist mit ihrer Ausbildung zufrieden



Bei der Zufriedenheit mit ihrer Ausbildung landen angehende Zahnmedizinische Fachangestellte im DGB-Ausbildungsreport 2026 auf dem letzten Platz der 25 untersuchten Berufe. Viele berichten von ausbildungsfremden Tätigkeiten, hoher Belastung und fehlender Erholung nach dem Arbeitstag.

 
Nur jede zweite angehende ZFA ist mit ihrer Ausbildung zufrieden

Foto: BalanceFormCreative – stock.adobe.com

Gerade einmal 50,7 Prozent der befragten ZFA-Auszubildenden sind mit ihrer Ausbildung zufrieden oder sehr zufrieden. Weitere 33,6 Prozent bewerten sie zumindest teilweise positiv. 15,8 Prozent und damit etwa jede sechste angehende Zahnmedizinische Fachangestellte ist dagegen eher oder sehr unzufrieden. Das zeigt der aktuelle Ausbildungsreport der DGB-Jugend.

Im Vergleich der 25 am stärksten besetzten dualen Ausbildungsberufe bilden die angehenden ZFA damit das Schlusslicht. Über alle untersuchten Berufe hinweg fällt die Bilanz deutlich besser aus. Hier bewerten 65,7 Prozent der Auszubildenden ihre Ausbildung positiv. Besonders hohe Zufriedenheitswerte erreichen unter anderem Verwaltungsfachangestellte, Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen sowie Bankkaufleute.

Ausbildungsfremde Aufgaben gehören häufig zum Alltag

Ein möglicher Grund für das schlechte Abschneiden zeigt sich beim Blick auf die täglichen Aufgaben. 34,1 Prozent der angehenden ZFA geben an, immer oder häufig Tätigkeiten erledigen zu müssen, die nicht Bestandteil ihrer Ausbildung sind und nicht dem Lernerfolg dienen. Über alle untersuchten Berufe hinweg liegt dieser Anteil bei 16,3 Prozent.

Der Report zeigt zugleich einen deutlichen Zusammenhang zwischen solchen Aufgaben und der Zufriedenheit. Von den Auszubildenden, die selten oder nie ausbildungsfremde Tätigkeiten übernehmen, sind berufsübergreifend 85,6 Prozent mit ihrer Ausbildung zufrieden oder sehr zufrieden. Müssen solche Arbeiten häufig oder immer erledigt werden, sinkt der Anteil auf 55,5 Prozent.

Hinzu kommt, dass sich angehende ZFA häufiger als Auszubildende anderer Berufe überfordert fühlen. Mit 29,5 Prozent weist der Beruf auch bei diesem Punkt den höchsten Wert im Vergleich auf.

Mehr als jede zweite ZFA kann nach der Arbeit schlecht abschalten

Besonders deutlich wird die Belastung in der Freizeit. 53,2 Prozent der befragten ZFA-Auszubildenden haben immer oder häufig Probleme, sich nach der Ausbildungszeit zu erholen. Das ist der höchste Wert unter allen 25 betrachteten Berufen. Im Durchschnitt trifft dies auf 32,3 Prozent der Befragten zu.

Auch bei der mentalen Belastung schneiden angehende ZFA vergleichsweise schlecht ab. 34,2 Prozent gehören laut Report zur Gruppe der hoch belasteten Auszubildenden. Bei den Hotelfachleuten liegt der Anteil mit 34,5 Prozent ähnlich hoch. Beide Werte sind etwa doppelt so hoch wie der Durchschnitt der untersuchten Ausbildungsberufe.

Der DGB sieht einen engen Zusammenhang zwischen mentaler Gesundheit und Ausbildungsqualität. Eine verlässliche fachliche Betreuung, planbare Arbeitszeiten, ausreichend Erholung und Aufgaben, die tatsächlich dem Ausbildungsziel dienen, könnten Belastungen reduzieren. Über alle Berufe hinweg sind 75,7 Prozent der Auszubildenden in Betrieben mit einer Interessenvertretung zufrieden oder sehr zufrieden. In Betrieben ohne eine solche Vertretung sind es 56,5 Prozent.

Für den DGB-Ausbildungsreport 2026 wurden von Mai 2025 bis April 2026 insgesamt 13.227 Auszubildende aus den 25 am stärksten besetzten dualen Ausbildungsberufen befragt. Die Befragung fand überwiegend im Rahmen von Berufsschultouren der DGB-Jugend statt. Die Ergebnisse der einzelnen Berufe wurden entsprechend ihrem tatsächlichen Anteil an allen Auszubildenden gewichtet.

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