Branchenmeldungen 10.08.2026

NiTi-Feilensystem JIZAI by MANI: Rotation trifft Kontrolle

Reziprok war gestern, JIZAI ist die Zukunft: Während die reziproke Aufbereitung auf Einfachheit, Effizienz und Sicherheitsreserven durch Richtungswechsel setzt, geht JIZAI einen entscheidenden Schritt weiter: Mit hochpräziser, kontinuierlicher Rotation ermöglicht das System eine gleichmäßige, schnelle und kontrollierte Aufbereitung. Fortschritte in der Materialtechnologie und im Feilendesign haben dazu geführt, dass hohe Sicherheit heute nicht mehr an eine bestimmte Bewegungsart gebunden ist.

NiTi-Feilensystem JIZAI by MANI: Rotation trifft Kontrolle

Foto: MANI

Mit JIZAI hat MANI ein rotierendes NiTi-System entwickelt, das die Vorteile der kontinuierlichen Rotation mit einer speziell entwickelten Feilengeometrie kombiniert. Die reduzierte Anzahl aktiver Kontaktpunkte minimiert den Einschraubeffekt und reduziert die Torsionsbelastung der Feile. Gleichzeitig ermöglichen die hohe Flexibilität und das ausgeprägte Formgedächtnis eine sichere Anpassung an ­die natürliche Wurzelkanalanatomie. Das Ergebnis sind kontrollierte, effiziente und reproduzierbare Arbeitsabläufe, auch bei anspruchsvollen anatomischen Gegebenheiten. 

Schritt für Schritt zum perfekten Ergebnis

Schritt 1 Geradliniger Zugang

Nach der Trepanation mit einem Endo Access Bohrer (Diamant), Gate Drills (Stahl) oder einem Piezo Reamer beginnt die eigentliche endodontische Behandlung. 

Mit dem 18 mm-Orifice Opener wird zunächst ein geradliniger Zugang zum Wurzelkanal geschaffen. Durch seine verkürzte Bauform und erhöhte Steifigkeit ermöglicht er eine effiziente koronale Erweiterung (Abb. 1).

 

 

Schritt 2 Durchgängigkeit

Im zweiten Schritt wird der Wurzelkanal mit einer K-Feile oder dem MANI D-Finder lokalisiert. Der D-förmige Querschnitt des MANI D-Finders mit reduzierter Schneidkantenanzahl minimiert die Schneidaktivität und reduziert das Risiko von Stufenbildungen oder Perforationen und ist da­her besonders gut bei obliterierten Wurzelkanälen geeignet. Dank des hoch veredelten Edelstahls bietet der D-Finder im Vergleich zu herkömm­lichen K-Feilen eine bis zu 50 Prozent höhere Festigkeit sowie eine bis zu 1,5-fach erhöhte Bruchresistenz.Bei stark verengten oder verkalkten Wurzelkanälen kommt zusätzlich die Glide Finder-Feile zum Einsatz. Sie verfügt über eine aktive Schneidleistung und ermöglicht ein kontrolliertes Vordringen auch dann, wenn konventionelle Feilen an ihre Gren­zen stoßen. Die spezielle Geometrie sorgt für eine stabile Spitze bei gleichzeitig hoher Flexibilität im koronalen Bereich – für ein sicheres und kontrolliertes Vorgehen (Abb. 2).

Bild von einem Quotenzeichen

„Die JIZAI-Feile zeichnet sich durch eine sehr gut ausbalancierte Flexibilität und das Radial-Land-Design aus. Dadurch folgt sie dem natürlichen Kanalverlauf besonders kontrolliert – ein entscheidender Sicherheitsvorteil bei komplexen, s-förmigen oder abrupten apikalen Krümmungen.“

(Dr. Jonas Zupanc)

Schritt 3 Gleitpfad

Im Anschluss wird mit dem JIZAI Glider ein sicherer und reproduzierbarer Gleitpfad geschaffen. Dank seiner ausgeprägten Superelastizität folgt die Feile zuverlässig dem natürlichen Verlauf des Wurzelkanals und schafft optimale Voraussetzungen für die anschließende Aufbereitung.

Unser Tipp für besonders anspruchsvolle Fälle: Gerade bei stark verengten, obliterierten oder ausgeprägt gekrümmten Wurzelkanälen empfiehlt
sich der Einsatz der JIZAI 020 04. Ihr spezieller Querschnitt re­­du­ziert den Einschraubeffekt und unterstützt eine kontrollierte Instru­mentenfüh­-rung (Abb. 3).

 

 

Schritt 4 Formgebung

Die eigentliche Reinigung und Formgebung können standardmäßig mit den drei rotierenden JIZAI-Feilen erfolgen:

  • JIZAI I (025 04)
  • JIZAI II (025 06)
  • JIZAI III (035 04)

Das spezielle Material mit Formgedächtnis ermöglicht eine optimale Balance aus Flexibilität und ­Stabilität, sodass die Instrumente der natürlichen Wurzelkanalanatomie zuverlässig folgen.

  • Ihr innovatives Design mit glatt polierten Radial Lands ermöglicht ein sanftes und zentriertes Gleiten durch den Wurzelkanal, ohne die natürliche Kanalanatomie zu verändern. Die Gefahr von Stufenbildung wird deutlich reduziert.
  • Die Wärmebehandlung führt zu einer heraus­ragenden Bruchfestigkeit und Flexibilität, so­dass die vorbiegbaren Feilen auch für sehr anspruchsvolle Fälle geeignet sind.

Das Ergebnis: eine kontrollierte Aufbereitung, ein ruhiges Arbeitsgefühl und eine hohe Sicherheit während der Behandlung (Abb. 4).

Praxis Tipp: Nach der Anwendung können die Fei­len gemäß des Aufbereitungsprozesses sterili­siert und so erneut eingesetzt werden.

Ein Sprung nach vorn

Schritt 10 Aufbau mit MANIFill Kompositen

Nach erfolgreicher Obturation folgt die definitive Versorgung des Zahnes. Hier empfiehlt der Hersteller die MANIFill Komposite. Die drei fol­genden Komposite sind besonders stark, ästhetisch und ohne BPA und BisGMA:

  • MANIFill Bulk
  • MANIFill Flow V
  • MANIFill Hybrid Ease

© Dr. Jonas Zupanc

Das sagt der Praktiker: Dr. Jonas Zupanc im Anwenderinterview

Herr Dr. Zupanc, welche Vorteile bieten JIZAI-Feilen bei der Aufbereitung stark gekrümmter Wurzelkanäle im Vergleich zu anderen Feilensystemen?

Auf dem Markt stehen viele moderne Feilensysteme aus hochflexiblen NiTi-Legierungen zur Verfügung, die grundsätzlich für die Aufbereitung stark gekrümmter Wurzelkanäle geeignet sind. Die JIZAI-­Feile zeichnet sich jedoch durch die Kombination aus sehr gut ­ausbalancierter Flexibilität und Radial-Land-Design aus. Dadurch folgt sie dem natürlichen Kanalverlauf besonders kontrolliert und reduziert das Risiko von Stufenbildungen oder Verlagerungen, insbesondere bei starken Kanalkrümmungen.

Wie beeinflusst die hohe Flexibilität der JIZAI-Feilen die Sicherheit und Effizienz der Kanalpräparation im klinischen Alltag?

Die hohe Flexibilität der JIZAI-Feile ermöglicht es, auch aus­geprägte Kanalkrümmungen sicher und weitgehend dem ursprünglichen Verlauf folgend aufzubereiten. Gleichzeitig zeigt das System eine hohe Resistenz gegenüber zyk­lischer Biege­ermüdung, was die klinische Sicherheit erhöht. Durch das ­Radial-Land-Design fällt die Schneidleistung im Vergleich zu stärker schneidenden Systemen etwas geringer aus. Dies ermöglicht jedoch eine besonders kontrollierte und sichere Präparation mit hoher Führungssicherheit.

Für welche klinischen Indikationen setzen Sie JIZAI-Feilen bevorzugt ein, und warum haben Sie sich für dieses System entschieden?

Ich setze die JIZAI-Feilen bevorzugt bei komple­xen Kanalanatomien ein, insbesondere bei s-förmigen Krümmungen oder abrupten Krümmun­gen im apikalen Bereich. Gerade in solchen Situationen erlaubt das System eine sehr kontrollierte, fehler­freie Aufbereitung mit hoher Sicherheit. Da sich die JIZAI-Feile zudem hervorragend vorbie­gen lässt, nutze ich das System auch gerne beim Passieren von Stufen. 

Jetzt die MANI-Produktwelt testen und mit JIZAI eine neue Generation der rotierenden Endodontie erleben!

Autorin: Larissa Belz

ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis 07/26

ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis


Dieser Beitrag ist in der ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis erschienen.

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Das Wirtschaftsmagazin zählt mit seinen 12 Ausgaben im Jahr und einer Auflage von 40.800 Exemplaren zu den frequenz- und auflagenstärksten Titeln im deutschen Dentalmarkt. Zudem enthält jede Ausgabe das Supplement „ZWP spezial“, in dem besondere Themen vertieft werden.

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